Nach einer Stunde fuhr ich weiter nach Dottingen, um dort auch mal gewesen zu sein. Hier war's etwas nervig, der Lift (DM-Kurzbügler ohne Liftomat, Bj. 1970) liegt direkt neben dem Dorf und wurde von Müttern betrieben, die dort ihre Kiddies rumrutschen ließen. Irgendwie kam ich mir ein bisschen komisch vor da mittendrin.
Dazu waren Wartezeiten von rund 5-7 Minuten angesagt und auch die Verhältnisse waren nicht mehr besonders gut, im oberen Teil viel Dreck, unten eine sehr ruppige Piste mit einem abrupten Sprung über eine Straße ("Liftbetrieb - keine Durchfahrt nach $nächstes_dorf"). Der Hang an sich ist aber eigentlich nicht schlecht.
Wenn mich nicht alles täuscht gibt es noch einen zweiten Lift, jedenfalls war rund 100 m entfernt noch sowas wie eine Talstation Typ Doppelmayr uralt zu erkennen. Könnte aber auch ein Heuss gewesen sein. Ich hatte keine Lust hin zu laufen, das wird dann vielleicht nächsten Sommer im Rahmen einer Radtour überprüft.
Irgendwie war ich nach zehn Fahrten (EUR 5,-) in Dottingen etwas demotiviert, doch das sollte sich rasch ändern denn ein paar Dörfer weiter in Holzelfingen an den Skiliften im Heutal fand ich das genaue Gegenteil vor. Am dortigen Doppelskilift (wieder DM, wie alles heute - erneut Kurzbügler mit Liftomat 2000, diesmal aber mit Hebelbetätigung) war Vollbetrieb, der Hang in einem exzellenten Zustand und eine Wartezeit von 0,0. Zehn Fahrten (für vier Euro) waren viel zu schnell vorbei.
Von den Heutal-Liften könnte man theoretisch mit etwas Schwung auf Skiern zu den Salach-Liften gelangen, die ich letztes Jahr besucht habe (siehe hier). Auf diese Weise ergibt sich fast schon so etwas wie ein Skigebiet.
Ich wollte aber noch zum Traifelberg, den ich schon am Vorabend begutachtet hatte. An diesem Lift fährt man normalerweise immer vorbei und wundert sich daß auf der Mischung von Gras und Dreck überhaupt jemand Ski fährt
Dieses mal aber das komplette Gegenteil, eine Piste wie ich sie auf der Alb selten erlebt habe. Gut verfestigter Altschnee auf einem kurzen aber recht steilen Hang und selbstverständlich keine Wartezeiten. Viel besser gehts nicht.
Leider konnte man mir irgendwie keine richtige Zehnerkarte (EUR 4,-) verkaufen, so daß der Verkäufer einfach auf eine andere Karte was draufgekritzelt hat ("Müssen wir halt an deine Ehrlichkeit appellieren"). Ich hätte ihm gerne ne Abendkarte abgekauft, aber ich hatte noch was anderes vor. Deswegen war auch nach acht oder neun Fahrten Ende, obwohl ich gerne noch ein paarmal gefahren wäre. So waren es vier Lifte in etwa fünfeinhalb Stunden, fast schon stressig
Zu den Bildern:
Im Skilift Salzwinkel. An dem Hang bin ich mal bei nem 24h-Skirennen mitgefahren, das rockt
Blick zur Talstation
Der Doppelskilift am selben Hang
Blick vom Parkplatz aus
Im Skilift in Dottingen
Die Piste war nicht mehr ganz so gut
Schöner Schräg-T-Mast
Perfekte Piste im Heutal
Besser gehts nicht
Technische Daten
Blick von oben auf den Hang
Und der Blick von unten. Es gibt drei Abfahrtsvarianten, links vom Lift, rechts direkt am Lift und in einem weitem Bogen um das kleine Waldstück.
Am Traifelberg
Winteridylle bei der Bergstation
Blick von unten auf den Hang
Skilift und Parkplatz