ALPEN IM UMBRUCH Das Schneechaos täuscht, sagen Experten: Der Wintersport steht vor dem Aus
Sommerfrische statt Skifahren
VON RALF MÜLLER
Der ganze Süden Deutschlands stöhnt unter Schneemassen. Die Wintersportler freuen sich. Aber nicht mehr lang, sagen die Klimaforscher.
BERCHTESGADEN – Als das Bildungswerk des Bund Naturschutz in Bayern (BN) zu der Fachtagung „Skifahren unter Palmen“ nach Berchtesgaden einlud, konnte man noch nicht wissen, dass ein Schneechaos der im Titel zum Ausdruck kommenden Grundthese Hohn sprechen würde. Doch die geladenen Klimaexperten blieben trotz meterhoher weißer Pracht dabei: Die Winter in Mitteleuropa werden wärmer und grüner. Wintersport werde schon bald nur noch in den alpinen Hochlagen möglich sein.
Stefan Kurz, seit 20 Jahren Bürgermeister der Tourismusgemeinde Schönau am Königssee, konnte das nicht so recht glauben: „Wir hatten in den letzten fünf Jahren mehr Schnee denn je.“ Schönau verhandelt sogar um den Kauf der Jenner-Bergbahn, um sicherzustellen, dass diese in Zukunft auch weiterhin im Winter betrieben wird.
Die Klimatologen rieten dem Bürgermeister dringend von der Investition ab. Der überaus schneereiche Winter, der im nahen Bad Reichenhall bekanntlich die marode Dachkonstruktion der Eissporthalle zum Einsturz brachte, gehört nach den Worten des Klimaforschers Hartmut Graßl, bis 2005 Direktor am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg, in die Kategorie Ausnahmeerscheinung. „Ich lasse mich doch von einem Ausnahmewinter nicht ins Bockshorn jagen“, so der im Berchtesgadener Land geborene Wissenschaftler. Der bereits in Gang gekommene Temperaturanstieg bedeute „das Ende der meisten Wintersporteinrichtungen in einigen Jahrzehnten“, so Graßl.
Der Super-Winter des Jahres 2005/2006 steht zu den Klimamodellen der Forscher nicht unbedingt in Widerspruch, machte der ehemalige Leiter der Abteilung Geo-Risiko-Forschung der Münchener Rückversicherungsgesellschaft Gerhard Berz deutlich. Erwartet wird nämlich eine teilweise Verlagerung der Niederschläge vom Sommer- in das Winterhalbjahr. Steht ein überdurchschnittlich kalter Winter an, wie er statistisch alle paar Jahre vorkommt, dann ist mit mehr Schnee zu rechnen als gewöhnlich. Ein besonders frostiger Winter werde zu einem Schneewinter, erläuterte Berz.
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Skigebiete melden Konkurs an
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Ins Bild passen trotzdem besser die Winter am Ende des vergangenen Jahrhunderts, in denen so manche Skipiste grün und so mancher Skilift eingemottet blieben. Konsequenzen gab es bereits: Nicht nur einige Skigebiete im Allgäu gaben auf, in der Schweiz meldete etwa das Skigebiet Ebnat-Kappel (654 bis 1301 Meter) 1996 Konkurs an, nachdem 1977 und 1981 dort noch Ski-Weltcuprennen stattgefunden hatten, berichtete Hans Elsasser vom Geographischen Institut der Uni Zürich.
Immer klarer bilde sich unter den alpinen Ski-Orten eine „Zwei-Klassen-Gesellschaft“ heraus, so Elsasser: Höher gelegene international bekannte Skiorte müssten sich über ihre Zukunft keine Sorgen machen, während sich tiefer gelegene Wintersportorte „ohne große Chancen“ um Alternativen oder auch um Zusammenarbeit mit den privilegierten Orten weiter oben bemühen müssten. Einen touristischen Zukunftsmarkt sah Elsasser in Sommerurlauber aus dem im Sommer immer heißer werdenden Mittelmeerraum. Griechen, Italiener und Spanier könnten nach dem Motto „Coolness in the cool Alpes“ in die Berge gelockt werden.
Um den Sommer-Ski-Tourismus in den Alpen ist es allerdings nach Ansicht des emeritierten Salzburger Gletscherforschers Heinz Slupetzky geschehen. Das Abschmelzen der geeigneten Gletscher habe das Ende des klassischen Sommerskilaufs erzwungen, berichtete Slupetzky. Die Höhenskigebiete könnten in Zukunft nur noch den klassische Winter-Skitourismus sichern. Aber selbst diese Skigebiete könnten nach Ansicht des Gletscherforschers wegen der allgemeinen Klimaerwärmung keine „Garantie“ für großflächigen Skilauf schon zur Weihnachtszeit bieten.
Grund für das Sterben der Alpengletscher ist nach den Beobachtungen der Wissenschaftler das Fehlen der einst üblichen Kälteeinbrüche in Juni und Juli. Jetzt laufe der Schmelzungsprozess im Sommer ungebremst ab und könne durch Schneefall im Winter nicht mehr ausgeglichen werden.
Gletscherschwund
In der Schweiz, mit fast 2000 Standorten alpine Gletschernation Nummer eins, beobachten Forscher die Veränderungen der Gletscher per Satellit. Die Einbußen im vergangenen Jahr seien teils die größten der vergangenen zehn Jahre gewesen, konstatierten die Experten der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich. Bei 84 der 91 analysierten Gletscher zog sich die Zunge am unteren Ende gen Gipfel zurück, Zuwachs gab es nirgends. Am stärksten war der Schwund am Triftgletscher im Kanton Bern, der in einem Jahr 215,8 Meter verlor. Aber auch der Große Aletschgletscher im Wallis – mit über 90 Quadratkilometern der gewaltigste Eisstrom der gesamten Alpen – zog sich um 65,6 Meter zurück und damit so weit wie seit mehr als 20 Jahren nicht mehr.
Alpen im Umbruch: Der Wintersport steht vor dem Aus
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Jay
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Alpen im Umbruch: Der Wintersport steht vor dem Aus
Die Frankenpost berichtet:
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Also ich habe mich mal ein wenig mit dem Thema befasst...
Es ist so, durchschnittlich herrschen im Winter in Deutschland Südwestliche bis Westliche Winde vor, also wärmere Luft... Sollte jetzt die Klimaerwärmung einsetzten, so werden diese Luftmassen wärmer und die Schneefallgrenze steigt.
Diesen Winter hatten wir sehr viele Ostlagen und Nordwest Wetterlagen --> Es schneite recht viel. Eine Klimaerwärmung führt weiterhin zur verstärkten Verdunstung von Wasser über den Ozeanen, was zu einer Niederschlagserhöhung führt. Ist das Meer nun wärmer wie früher und so ist es ja jetzt schon, so fällt über dem sich im Winter stärker ausgekühlten Festland, stärker als das Meer, mehr Niederschlag.... Nur halt nicht unbedingt als Schnee...
Neue Klimamodelle sehen einen teilweisen Zusammenbruch des Golfstromes vor Grönland, was dort zu einer Abkühlung führen wird... jedoch werden die dort endstehenden Tiefdruckwirbel in der Folge verstärkt milde Luft aus Südwesten zu un heranführen...
Die Sache ist sehr Komplex und es ist sicher noch mit Überraschungen zu rechnen, aber eins ist sicher: Der Anstieg des Meerespiegels, das Schmelzen der Gletscher weltweit, der stetige Anstieg er globalen Mitteltemperatur, das Hinaufwandern der Baumgrenze und der Insekten und die Zunahme der Kohlenstoffdioxid Konzentration sprechen eine deutliche Sprache und den Todesstoß in Sachen Klima werden uns sowieso China und Indien versetzten. Denn anstatt wir ihnen die Umweltfreundliche Technik liefern, lassen wir sie jetzt Energieschleudern bauen, wie wir es vor 30 Jahren taten...
Aber auch die Regierungen moderner Staaten schlafen weiter vor sich hin... So ist es mir als Ingenieurstudent immer noch unverständlich, warum es nicht vorgeschrieben ist, dass Neubauten nicht als sogenannte Nullenergiehäuser, wenigstens das Heizen, gebaut werden müssen, per Gesetzt. Technisch heute ohne weiteres möglich, kosten NOCH etwa 10% höher, als ein Konventionelles Haus mit Ölheizung... Die Kosten holt man aber super schnell rein, weil KEINE Heizkosten entstehen. Die Östereicher sind uns da einiges vorraus, da stehen schon einige tausend dieser Häuser, sogar auf 2500m OHNE Heizung... Was man da spart dürfte jedem von euch bekannt sein, der mal auf seine Heizkostenrechnung schaut. Die Wärme des Körpers, Kochen und Duschens reicht völlig aus um eine angenehme Temperatur zu erreichen... So Verbrennen wir weiterhin einen der wertvollsten Rohstoffe, die die Menschheit kennt...
Grüßle Buzi
Es ist so, durchschnittlich herrschen im Winter in Deutschland Südwestliche bis Westliche Winde vor, also wärmere Luft... Sollte jetzt die Klimaerwärmung einsetzten, so werden diese Luftmassen wärmer und die Schneefallgrenze steigt.
Diesen Winter hatten wir sehr viele Ostlagen und Nordwest Wetterlagen --> Es schneite recht viel. Eine Klimaerwärmung führt weiterhin zur verstärkten Verdunstung von Wasser über den Ozeanen, was zu einer Niederschlagserhöhung führt. Ist das Meer nun wärmer wie früher und so ist es ja jetzt schon, so fällt über dem sich im Winter stärker ausgekühlten Festland, stärker als das Meer, mehr Niederschlag.... Nur halt nicht unbedingt als Schnee...
Neue Klimamodelle sehen einen teilweisen Zusammenbruch des Golfstromes vor Grönland, was dort zu einer Abkühlung führen wird... jedoch werden die dort endstehenden Tiefdruckwirbel in der Folge verstärkt milde Luft aus Südwesten zu un heranführen...
Die Sache ist sehr Komplex und es ist sicher noch mit Überraschungen zu rechnen, aber eins ist sicher: Der Anstieg des Meerespiegels, das Schmelzen der Gletscher weltweit, der stetige Anstieg er globalen Mitteltemperatur, das Hinaufwandern der Baumgrenze und der Insekten und die Zunahme der Kohlenstoffdioxid Konzentration sprechen eine deutliche Sprache und den Todesstoß in Sachen Klima werden uns sowieso China und Indien versetzten. Denn anstatt wir ihnen die Umweltfreundliche Technik liefern, lassen wir sie jetzt Energieschleudern bauen, wie wir es vor 30 Jahren taten...
Aber auch die Regierungen moderner Staaten schlafen weiter vor sich hin... So ist es mir als Ingenieurstudent immer noch unverständlich, warum es nicht vorgeschrieben ist, dass Neubauten nicht als sogenannte Nullenergiehäuser, wenigstens das Heizen, gebaut werden müssen, per Gesetzt. Technisch heute ohne weiteres möglich, kosten NOCH etwa 10% höher, als ein Konventionelles Haus mit Ölheizung... Die Kosten holt man aber super schnell rein, weil KEINE Heizkosten entstehen. Die Östereicher sind uns da einiges vorraus, da stehen schon einige tausend dieser Häuser, sogar auf 2500m OHNE Heizung... Was man da spart dürfte jedem von euch bekannt sein, der mal auf seine Heizkostenrechnung schaut. Die Wärme des Körpers, Kochen und Duschens reicht völlig aus um eine angenehme Temperatur zu erreichen... So Verbrennen wir weiterhin einen der wertvollsten Rohstoffe, die die Menschheit kennt...
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Diese Fakten bestehen aus einer sehr unübersichtlichen Flut von Daten (Zahlen), die nicht immer stimmen muss. Wie gesagt: das sind nur Berechnugen, was irgendwenn einmal möglicherweise passieren könnte. Es muss aber nicht zwingend passieren, weil nach wie vor der Mensch z.B. die endogenen Prozesse nicht wirklich berücksichtigt hat. Aber es stimmt, die exogenen Prosesse sprechen eine sehr deutliche Sprache, aber: in diesem Zustand hat sich die Erde schon mal befunden. Auch wenn wir alle Ausstöße sofort reduzieren oder abstellen, so verzögern wir den Prozess der Klimaerwärmung nur, da die Gesamtmenge von z.B. CO2 immer gleich bleiben muss. Das Problem ist nur, dass mehr CO2 ausgestoßen wird, als das Meer mit seinem Puffersystem aufnehmen kann. Es werden um 4 Einheiten mehr CO2 produziert als eingebaut werden kann. Wie sich das letztlich wirklich genau auswirkt, wird sich erst genau weisen, da man es nicht wirklich genau sagen kann.buzi hat geschrieben:tja, wenn es nur Phantasten wären.... die Fakten sprechen für den BUND... leider....
MFG Dachstein
Skitage 2012/13: 62 Stubaier Gletscher 11.10.12 Kurzbesuch, Hintertuxer Gletscher - 8.11.12 - Nach getaner Arbeit..., KSH 15.11.12 - Überm Nebelmeer, Obertauern (S) / 26.11.2012 / (Noch) klein, aber fein, Loferer Alm 8.12.12 - 8er Schwarzeck, Flachauwinkl - Kleinarl 9.12.12 - eine unbekannte Seite...,Schiwelt 13.12.12 - ein kalter Skinachmittag, Verbindungsbahn Alpbachtal 14.12.12,Dachstein West - 24.12.12 Antiweihnachtsstressski, Zinken, 31.12.12 --Jahresendski--, Heutal, 9.1.13 - Spaß im Schnee in der Näh', Rauris 9.1.13, Gemischte Gefühle, Gaißau Hintersee - 16.1.13 *Nebelflucht* Zauchensee 23.1.13, Reitherkogel 24.1.13 - Nachtschi überm Inntal, SFL - Ersatz Stubaier Gletscher 25.1.13, Fanningberg 2.3.13, Silvretta - Arena 24. / 25. 4. 13 - Ischg(ei)l, Sölden 5.5.13 - und die wollen wirklich zusperren?!
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Aber nicht für die bayrischen Skigebiete wie z.B den Spitzing und das Brauneck! Mit einer moderen Beschneiung fährt man da noch weitere 100 Jahre! Die notwendigen Modernisierungmaßnahmen lassen sich wegen dem BN nicht umsetzten! Das ist, was mich an diesen Phantasten so aufregt!
Hauptsache sie können ihre verdammten Bäume pflanzen! HALLO - WIR SEHEN VOR LAUTER BÄUME DEN WALD KAUM NOCH! Geh mal in die Schweiz da findest du noch schöne Almwiesen und was ist mit denen in Bayern passiert?? Sie wurden aufgeforstet! Das Wild wird gnadenlos abgeschossen, weil sie IHREN TRAUM VOM WALD behindern. Das Wild braucht nicht nur WALD sondern auch Wiesen! Einige Tierarten sind in den bayerischen Alpen bereits ausgestorben!
Solltet euch mal darüber Gedanken machen!
Gruß -=[Tribal]=-
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Ich glaube auch leider daran, dass es in einigen Jahrzehnten wohl in tieferen Lagen und in den Mittelgebirgen wohl sehr schwierig wird mit dem Skifahren. Auch weiss man ja nicht, was das für Auswirkungen hat, wenn die Gletscher schmelzen. Das Klima ist so komplex, keine Ahnung, was da mal passieren kann.
Die Diskussion über Aufforstungen und Wälder gehört wohl nicht hierher. grundsätzlich ist es aber so, dass nicht nur der Regenwald immer kleiner wird, sondern auch die Wälder bei uns und in Nordamerika. Irgendwann haben wir dann die "Lunge" der Erde und vor allem von uns selbst kaputtgemacht.
Ich bin kein Ökofreak, und ich fahre sehr gerne Ski, aber es sollte sich schon alles im Rahmen halten, und nicht unnötig abgeholzt werden.
Die Diskussion über Aufforstungen und Wälder gehört wohl nicht hierher. grundsätzlich ist es aber so, dass nicht nur der Regenwald immer kleiner wird, sondern auch die Wälder bei uns und in Nordamerika. Irgendwann haben wir dann die "Lunge" der Erde und vor allem von uns selbst kaputtgemacht.
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Dito. Es ist doch immer wieder das gleiche. Die Sache ist, dass es langsam langweilig wird. Nach dem BN würde sich Liftbetrieb besser schon Heute, als Morgen nicht mehr lohnen. Ich denke bei diesen "Kein Wintersport mehr möglich" -Artikeln, die ja von Zeit zu Zeit immer mal wieder auftauchen, spielt auch eine große Portion Wunschdenken eine Rolle.d-florian hat geschrieben:kann den kram net mehr hören!
Meiner Meinung nach ist der Artikel deshalb so verlogen, weil er suggeriert, dass sich der BN auch wirtschaftlich um die Bergbahnen oder die Alpenbewohner sorgen würde (Siehe Rat an Schönau die Jennerbahn nicht zu kaufen). Die eigentliche Intention dieses "gutgemeinten" Rates ist leicht zu verstehen. Der BN kümmert sich in ertser Linie um sich selbst und seine Ziele.
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Ich kann dir Bilder zeigen die beweisen, dass die Aufforstung der Wälder in den bayerischen Alpen vollkommen das Landschaftsbild entstellen! Es wurden Wälder aufgeforstet die früher schöne Bergwiesen waren! Den BN gehört die Macht entzogen! Klar brauchen wir Bäume, dann sollen sie lieber ihr Geld für Projekte z.b im Amazonas-Gebiet verwerden und nicht bei uns!br403 hat geschrieben:
Ich bin kein Ökofreak, und ich fahre sehr gerne Ski, aber es sollte sich schon alles im Rahmen halten, und nicht unnötig abgeholzt werden.
Das Abholzen der Regenwälder ist einer der Hauptfaktoren für die globale Erwärmung, in dieser Hinsicht gebe ich dem BN ausnahmsweise Recht!
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Ja aber du glaubst gar nicht wie der ein oder andere Bergwald noch vor 20 oder 30 Jahren ausgesehen hat! Ich verweise auf meine Bilder zu folgenden Topic:http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?t=10340
Ich kann mir das auch teilweise gar nicht glauben wenn so mancher weiser alter Mann (Mein Vater
) dieses Thema anspricht, weil meine Generation es nicht anders kennt.
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Nein, es ist eben z.B. in Baden-Württemberg nicht so, dass es immer weniger Wald wird. Auf der Schwäbischen Alb wird die zunehmende Waldfläche, schon zum Problem, weil dadurch die Attraktivität des Naherholungsgebiets verringert wird. Genauso wie im Schwarzwald sind hier immer weniger Leute bereit, die Bauernhöfe zu übernehmen, weil diese nicht wirklich wirtschaftlich zu betreiben sind. Im Schwarzwald sind dadurch Jahrhunderte alte Rohdungsinseln bedroht. Deshalb kann ich es auch nicht verstehen, warum am Feldberg um jeden Baum, der abgeholzt werden soll rumgezickt wird. Ich denke man kann froh sein, wenn der Schwarzwald genutzt wird. Keiner möchte nur immer im Wald wandern gehen,... - und der Tourismus ist doch im Schwarzwald eh schon am Zurückgehen.Die Diskussion über Aufforstungen und Wälder gehört wohl nicht hierher. grundsätzlich ist es aber so, dass nicht nur der Regenwald immer kleiner wird, sondern auch die Wälder bei uns und in Nordamerika.
Ich denke, dass es im Bayrischen Alpenraum ähnlich sein wird. Ein Rückbau der Jennerbahn bedeutet doch auch wieder, eine neue Waldfläche, die eigentlich niemand nutzt und niemand braucht und das Erholungsgebiet damit auch im Sommer unattraktiver macht.
Insgesamt finde ich aber schon toll, wie der BN versucht durch Klimatologen Einfluss auf Liftneubauten zu nehmen und zu helfen. Im Endeffekt wollen sie doch nur neue Bäume... Irgendwie schon lächerlich.
Meiner Meinung nach kann man nur sagen, dass es auf der Erde insgesamt wärmer werden wird. Daraus aber Schlüsse für einzelne Regionen zu ziehen halte ich für Quatsch. Viel zu komplex und regional ist das Klima auf der Erde dazu. Kein Mensch kann sagen, wie es in 100 Jahren speziell in der Alpenregion aussieht. Hier kann es z.B. durch Aussetzen des Golfstroms auch deutlich kälter werden, in anderen Gebieten der Erde dafür überproportional wämer. Also: Abwarten und so lange es geht Skifahren
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Re: Alpen im Umbruch: Der Wintersport steht vor dem Aus
was ist denn das für ein Käse?jwahl hat geschrieben:Die Frankenpost berichtet:
Einen touristischen Zukunftsmarkt sah Elsasser in Sommerurlauber aus dem im Sommer immer heißer werdenden Mittelmeerraum. Griechen, Italiener und Spanier könnten nach dem Motto „Coolness in the cool Alpes“ in die Berge gelockt werden.
Die Alpentäler sind im Sommer alles andere als Cool, da herrschein schon mal Temperaturen um 40°C bei 0 bft Wind, da doch lieber 40°C am Meer ...
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Vorsicht mit solchen Behauptungen!br403 hat geschrieben:I
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Ich bin kein Ökofreak, und ich fahre sehr gerne Ski, aber es sollte sich schon alles im Rahmen halten, und nicht unnötig abgeholzt werden.
Laut dem Bundeswaldbericht wächst der Deutsche Wald jedes Jahr! Der Zuwachs übertrifft den Einschlag in der Größenordnung 1-3 Mio Fm / a.
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Re: Alpen im Umbruch: Der Wintersport steht vor dem Aus
Es gibt sogar Palmen in Lienz, Osttirol (hm ja ok, im winter stehen sie nicht draussen). Soviel zum temperatur im Sommer in der Bergen.Turm hat geschrieben:was ist denn das für ein Käse?jwahl hat geschrieben:Die Frankenpost berichtet:
Einen touristischen Zukunftsmarkt sah Elsasser in Sommerurlauber aus dem im Sommer immer heißer werdenden Mittelmeerraum. Griechen, Italiener und Spanier könnten nach dem Motto „Coolness in the cool Alpes“ in die Berge gelockt werden.
Die Alpentäler sind im Sommer alles andere als Cool, da herrschein schon mal Temperaturen um 40°C bei 0 bft Wind, da doch lieber 40°C am Meer ...
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Die Zahl an Pkw auch...und wahrscheinlich schneller. Ich weiss nicht was man gegen Wald haben kann, saubert die Luft, versorgt besseres Temperaturgleichgewicht, hält enormen mengen Wasser (sprich weniger Überschwemmungen), und und und... Tja, Wald nervt halt enorm :-sTurm hat geschrieben:Vorsicht mit solchen Behauptungen!
Laut dem Bundeswaldbericht wächst der Deutsche Wald jedes Jahr! Der Zuwachs übertrifft den Einschlag in der Größenordnung 1-3 Mio Fm / a.
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^^ Full ACK, auch wenn ich vielleicht mit meinen Behauptungen nicht ganz richtig war, verstehe ich die Aufregung nicht, wenn es auf einmal mehr Wald gibt...
Was ist daran denn so schlimm??? Fakt ist aber, dass immer noch Wald in andern Teilen der Erde abgeholzt wird, dann ist es doch hier gut, wenn hier wenigstens noch der Wald wächst...
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auf den ersten Blick und an mikroklimatischen Gesichtspunkten gemessen erscheint eine Zunahme der Waldflächen wohl wirklich wünschenswert.
Allerdings bedeutet diese z.B. auf der Albhochfläche die Zerstörung einer Jahrhunderte alten Kulturlandschaft. Das charakteristische Landschaftsbild geht dadurch verloren, denn Wald findet man fast überall. Dadurch verliert die Landschaft ihren eigentlichen Reiz, der sie zum Ausflugsziel der Touristen macht. Wie gesagt: wer will schon den ganzen Tag nur im Wald rumrennen und nichts außer Bäume sehen. Dazu kann er auch in den nahegelegenen Forst gehen. Die Abwechslung macht es!
Selbst in der Region Stuttgart befürchtet man die Pleite der Bauern, weil diese an heutigen Maßstäben gemessen, zu kleine Ackerflächen besitzen. Eine Pleite bedeutet brach liegendes Land bzw. eine neue Waldfläche. Um dies zu verhindern und das Landschaftsbild zu erhalten überlegt man die Bauern durch Kommunen zu subventionieren. Diese Diskussion gab es zumindest mal vor einiger Zeit.
Naja es wird ein bisschen Off-Topic hier. Insgesamt muss man die Sache halt immer aus zwei Perspektiven betrachten. Nicht überall wo Wald sein könnte ist er auch sinnvoll bzw. sein Nutzen im Vergleich zum oben beschriebenen Schaden sehr gering. In den Alpen könnten durch den Wegfall von Skipisten auch Weideflächen für die Landwirtschaft verloren gehen, welche eh schon ziemlich subventioniert ist und sich evt. gegen eine Waldzunahme dann überhaupt nicht wehren kann. Das bisschen Wald was z.B. durch Skipisten verloren geht ist im Übrigen nichts gegen die Waldflächen, die an anderer Stelle(z.B. auch durch den Wegfall von Weinbergen) in Deutschland am Entstehen sind.
Allerdings bedeutet diese z.B. auf der Albhochfläche die Zerstörung einer Jahrhunderte alten Kulturlandschaft. Das charakteristische Landschaftsbild geht dadurch verloren, denn Wald findet man fast überall. Dadurch verliert die Landschaft ihren eigentlichen Reiz, der sie zum Ausflugsziel der Touristen macht. Wie gesagt: wer will schon den ganzen Tag nur im Wald rumrennen und nichts außer Bäume sehen. Dazu kann er auch in den nahegelegenen Forst gehen. Die Abwechslung macht es!
Selbst in der Region Stuttgart befürchtet man die Pleite der Bauern, weil diese an heutigen Maßstäben gemessen, zu kleine Ackerflächen besitzen. Eine Pleite bedeutet brach liegendes Land bzw. eine neue Waldfläche. Um dies zu verhindern und das Landschaftsbild zu erhalten überlegt man die Bauern durch Kommunen zu subventionieren. Diese Diskussion gab es zumindest mal vor einiger Zeit.
Naja es wird ein bisschen Off-Topic hier. Insgesamt muss man die Sache halt immer aus zwei Perspektiven betrachten. Nicht überall wo Wald sein könnte ist er auch sinnvoll bzw. sein Nutzen im Vergleich zum oben beschriebenen Schaden sehr gering. In den Alpen könnten durch den Wegfall von Skipisten auch Weideflächen für die Landwirtschaft verloren gehen, welche eh schon ziemlich subventioniert ist und sich evt. gegen eine Waldzunahme dann überhaupt nicht wehren kann. Das bisschen Wald was z.B. durch Skipisten verloren geht ist im Übrigen nichts gegen die Waldflächen, die an anderer Stelle(z.B. auch durch den Wegfall von Weinbergen) in Deutschland am Entstehen sind.
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Jürgen P.
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Hallo
Ich habe zwar auch keine Ahnung, aber eine Meinung.
Ich glauben, dass die Durchschnittstemperatur zunimmt.
Wenn wir z.B. in 30 oder 50 Jahren eine um vielleicht 1 oder 2K höhere Durchschnittstemperatur haben (vielleicht eher weniger), wird es wohl in niedrigen Lagen seltener zum Skifahren reichen. Ich komme aus dem Sauerland und kenne dort Lifte, die nicht jedes Jahr ausreichend Schnee für den Skibetrieb haben. Vielleicht machen dann einige davon ganz zu. Vielleicht wird die Saison in den Alpen etwas kürzer.
Ich sehe das Problem also nicht so akut. Klar, dass die Vertreter bestimmer Interessen mit so was ganz anders umgehen.
Ich denke, die normalen Klimaschwankungen von Jahr zu Jahr sind wesentlich stärker ausgeprägt. Vielleicht haben wir in einer Dekade mehr "schlechte Winter" als jetzt - darauf wetten würde ich aber nicht - wie gesagt, ich halte die normalen Schwankungen für stärker.
Zum Thema Abholzung - ich habe mal gehört, dass fast ganz England zur Zeit der Segelboote abgeholzt wurde.
Die durch den Menschen bedingte Klimaerwärmung scheint etwa vor 250 Jahren in England durch die Industrialisierung ihren Anfang genommen zu haben. Nun, die Dampfmaschinen und Eisenbahnen von damals erscheinen heute als gradezu lächerlich, wenn jeder von uns ein Auto hat und mit dem Flugzeug in den Urlaub fliegt.
Ja, die "Grüne Lunge" Wald erscheint mir schon als wichtig. Ob aber ein par Bäume auf der Skipisten viel ausmachen - wo anderen Orts ganz Wälder abgeholzt werden, glaube ich eher nicht.
Man könnte natürlich noch weiter gehen und versuchen, jede Waldfläche, die der Mensch bisher in Felder verwandelt hat wieder aufzuholzen. Andererseits könnte man versuchen, vom Menschen geschaffene Kulturlandschaften zu erhalten. Jeder Interessenvertreter hat da seine eigenen Vorstellungen. Die Urwälder werden ja schließlich nicht abgeholzt, um das Klima zu verändern, sondern um Geld zu verdienen - und die Wirtschaft (im diesen Fall z.B. die Papierindustrie) hat einen großen Einfluß, denn schließlich sorgen sie für Beschäftigung und Wohlstand.
Wenn jeder Chinese ein Auto haben will, so freut man sich, wenn man daran mitverdienen kann, für den CO2 Ausstoß (und den Verbrauch an Öl) ist's natürlich nicht so toll. Gibt halt immer mehrere Betrachtungsweisen. Und es ist für uns natürlich bedeutend einfacher, gegen Abholzungen in Südamerika oder den Autoboom in Asien zu sein - und selber weiterhin Auto und Flugzeug zu nutzen.
Seit etwa 20 Jahren wird in den Skigebieten massiev mit Schneekanonen aufgerüstet. Ich sehe das nicht als Indiez für eine Klimaerwärmung. Glaube aber, dass wir uns in den nächsten par Jahren keine großen Sorgen um die Skigebiete (im allgemeinen) machen brauchen. Die Schneekanonen sorgen auch heute schon für eine recht zuverlässige Saison. Vielleicht wird man sich in Zukunft noch weitere Geräte oder Techniken ausdenken. Auch heute bemüht man sich schon, mit dem Schnee sorgsam umzugehen - das wird sicherlich noch intensiviert. Für unsere Generation wird die Klimaerwärmung nicht den Todesstoß für die Skigebiete bedeuten. Aber vielleicht die Umweltschützer?
Ist natürlich nur meine Ansicht.
Beste Grüße
Jürgen Pellengahr
Ich habe zwar auch keine Ahnung, aber eine Meinung.
Ich glauben, dass die Durchschnittstemperatur zunimmt.
Wenn wir z.B. in 30 oder 50 Jahren eine um vielleicht 1 oder 2K höhere Durchschnittstemperatur haben (vielleicht eher weniger), wird es wohl in niedrigen Lagen seltener zum Skifahren reichen. Ich komme aus dem Sauerland und kenne dort Lifte, die nicht jedes Jahr ausreichend Schnee für den Skibetrieb haben. Vielleicht machen dann einige davon ganz zu. Vielleicht wird die Saison in den Alpen etwas kürzer.
Ich sehe das Problem also nicht so akut. Klar, dass die Vertreter bestimmer Interessen mit so was ganz anders umgehen.
Ich denke, die normalen Klimaschwankungen von Jahr zu Jahr sind wesentlich stärker ausgeprägt. Vielleicht haben wir in einer Dekade mehr "schlechte Winter" als jetzt - darauf wetten würde ich aber nicht - wie gesagt, ich halte die normalen Schwankungen für stärker.
Zum Thema Abholzung - ich habe mal gehört, dass fast ganz England zur Zeit der Segelboote abgeholzt wurde.
Die durch den Menschen bedingte Klimaerwärmung scheint etwa vor 250 Jahren in England durch die Industrialisierung ihren Anfang genommen zu haben. Nun, die Dampfmaschinen und Eisenbahnen von damals erscheinen heute als gradezu lächerlich, wenn jeder von uns ein Auto hat und mit dem Flugzeug in den Urlaub fliegt.
Ja, die "Grüne Lunge" Wald erscheint mir schon als wichtig. Ob aber ein par Bäume auf der Skipisten viel ausmachen - wo anderen Orts ganz Wälder abgeholzt werden, glaube ich eher nicht.
Man könnte natürlich noch weiter gehen und versuchen, jede Waldfläche, die der Mensch bisher in Felder verwandelt hat wieder aufzuholzen. Andererseits könnte man versuchen, vom Menschen geschaffene Kulturlandschaften zu erhalten. Jeder Interessenvertreter hat da seine eigenen Vorstellungen. Die Urwälder werden ja schließlich nicht abgeholzt, um das Klima zu verändern, sondern um Geld zu verdienen - und die Wirtschaft (im diesen Fall z.B. die Papierindustrie) hat einen großen Einfluß, denn schließlich sorgen sie für Beschäftigung und Wohlstand.
Wenn jeder Chinese ein Auto haben will, so freut man sich, wenn man daran mitverdienen kann, für den CO2 Ausstoß (und den Verbrauch an Öl) ist's natürlich nicht so toll. Gibt halt immer mehrere Betrachtungsweisen. Und es ist für uns natürlich bedeutend einfacher, gegen Abholzungen in Südamerika oder den Autoboom in Asien zu sein - und selber weiterhin Auto und Flugzeug zu nutzen.
Seit etwa 20 Jahren wird in den Skigebieten massiev mit Schneekanonen aufgerüstet. Ich sehe das nicht als Indiez für eine Klimaerwärmung. Glaube aber, dass wir uns in den nächsten par Jahren keine großen Sorgen um die Skigebiete (im allgemeinen) machen brauchen. Die Schneekanonen sorgen auch heute schon für eine recht zuverlässige Saison. Vielleicht wird man sich in Zukunft noch weitere Geräte oder Techniken ausdenken. Auch heute bemüht man sich schon, mit dem Schnee sorgsam umzugehen - das wird sicherlich noch intensiviert. Für unsere Generation wird die Klimaerwärmung nicht den Todesstoß für die Skigebiete bedeuten. Aber vielleicht die Umweltschützer?
Ist natürlich nur meine Ansicht.
Beste Grüße
Jürgen Pellengahr
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Emilius3557
- Shisha Pangma (8013m)
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- Registriert: 20.09.2002 - 11:26
- Skitage 25/26: 0
- Ski: nein
- Snowboard: nein
- Ort: Nürnberg
- Hat sich bedankt: 142 Mal
- Danksagung erhalten: 348 Mal
Also ich finde die Idee von einer Wiederbelebung der alpinen Sommerfrische überhaupt nicht daneben. Man muss manchmal auch in etwas größeren Maßstäben denken. Vor 50 Jahren hat niemand das große Wachstum des Wintertourismus vorhergesehen und selbst Ende der 1950er Jahre wollten die Schmittenhöhe Bahnen in Zell am See den Winterbetrieb wegen mangelnder Perspektive einstellen. Wer sagt also, dass sommerlicher Alpenurlaub (nicht in Lienz, wirklich weit oben!
) mal wieder en vogue sein sollte?
Was den BUND etc. angeht muss ich euch leider in vielen Punkten Recht geben, vor 1 1/2 Monaten war ich auf einer ähnlichen Veranstaltung unterwegs, da sind schon ein paar krasse Geschichten gelaufen, aber das gehört jetzt nicht hierher...
Was den BUND etc. angeht muss ich euch leider in vielen Punkten Recht geben, vor 1 1/2 Monaten war ich auf einer ähnlichen Veranstaltung unterwegs, da sind schon ein paar krasse Geschichten gelaufen, aber das gehört jetzt nicht hierher...