Vandalenakt bei Dorfgasteiner Bergbahnen

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der grüne bus
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Vandalenakt bei Dorfgasteiner Bergbahnen

Beitrag von der grüne bus »

7.000 EURO SCHADEN

Vandalenakt bei Dorfgasteiner Bergbahnen
Einen Schaden von 7.000 Euro haben unbekannte Täter in den vergangenen zehn Tagen an den Anlagen der Dorfgasteiner Bergbahnen verursacht.

Gondeln und Flutlichtanlage zerstört

Die Unbekannten zerstörten Gondelbahnkabinen und Glaselemente sowie die Flutlichtanlage der Rodelbahn. Außerdem verwüsteten sie den Sanitätsraum in der Talstation und beschmierten die Wände mit Hakenkreuzen.

Der Vorstandsdirektor der Dorfgasteiner Bergbahnen, Rudolf Egger, hat Anzeige gegen unbekannt erstattet. Für Hinweise, die auf die Täter führen ist eine Belohnung ausgesetzt worden.

Sollte das alles nichts helfen, überlegen die Bergbahnen die Installation einer Video-Überwachungsanlage, sagte Egger.
Quelle: http://salzburg.orf.at/stories/93852/

schon wieder und schon wieder in Salzburg 8O :roll:

manchen Leuten muss wirklich extrem langweilig sein :x
...und der grüne bus fährt und fährt und fährt...

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Oscar
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Beitrag von Oscar »

Hmm gabs das immer und is nur ned ans Licht gekommen? Oder is das nen neuer Trend, oder sind das jetzt Nacharmer? Naja auf jeden Fall alles Vollidioten, für sowas habe ich NUll Vrständnis! Genauso wie die Vollidioten beim Letzten Länderspiel, die sich da Prügeln mussten....

Alles arme Köppe!
Jay
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Beitrag von Jay »

Als Konsequenz melden die Salzburger Nachrichten:
Videoaugen für Lifte

09. März 2006







Grund: Vandalenakte gegen Seilbahnen
heinz bayer Interview 230.000 Euro Schaden und drei Tage Betriebsstillstand der Sonnwendkopfbahn in Wald-Königsleiten Mitte Februar. Zerstörte Kabinen der Seilbahn, serienweise zerschlagene Beleuchtungskörper einer Flutlichtanlage und verwüstete Sanitärräume bei den Dorfgasteiner Bergbahnen am Wochenende. Von den Tätern fehlt in beiden Fällen jede Spur. Tatsache ist: Vandalenakte, die gegen Liftunternehmen gerichtet sind, häufen sich. Die SN unterhielten sich mit dem Sprecher der Salzburger Seilbahnwirtschaft, Ferdinand Eder.

Die Fälle sinnloser Zerstörungswut nehmen zu? Eder: Ja, leider ist das so. Aber Dimensionen wie in Wald-Königsleiten und Dorfgastein erreicht wurden, gab es sonst noch nirgends. Gott sei Dank. Die Branche leidet aber großflächig unter Spray- und Schmieraktionen. Die Sitzflächen der Sessellifte werden sehr häufig mutwillig zerstört. Das sind Umstände mit denen wir leider leben müssen. Es gibt offenbar gewaltbereite Gruppen, für die Zerstörung zur Freizeitbeschäftigung wurde. In Summe kommen da für unsere Branche jeden Winter Schäden von abertausenden Euro zusammen.

Gibt es eine Gesamtsumme des Schadens? Eder: Nein, landesweit haben wir sie nicht erhoben. Aber ich weiß aus Gesprächen mit den Kollegen, dass es sich um beträchtliche Summen handelt.

In Wald-Königsleiten wurden im Bereich der Talstation, vor und in den Kassenräumen Überwachungskameras installiert. Eder: Es wurde sofort reagiert, ja. Kassengebäude sind generell gegen Einbruch und Raub gut gesichert. Die Vorfälle in Wald führten zu einem mehrtägigen Stillstand der Lifte. Das ist natürlich das Schlimmste was uns passieren kann. Eine Betriebsunterbrechungsversicherung wegen Vandalenakten oder Einbrüchen hat kaum jemand von uns.

Gibt es bald die flächendeckende Videoüberwachung in den Skigebieten? Eder: Wir können im Bereich der Stationen Kameras präventiv einsetzen. Ein Allheilmittel sind sie nicht. Bei entlegenen Stationen wird es sicher zur Norm werden.

Und eine verstärkte Präsenz von Sicherheitskräften? Eder: Nein. Wir dürfen unseren Gästen nicht den Eindruck vermitteln, dass sie in einem Polizeistaat auf Urlaub sind.

© SN.
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trincerone
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Beitrag von trincerone »

hm.. nicht das es mir jetzt um die Anlagen besonders leid täte, aber das macht es ja schon schwieriger, sich im Sommer mal die Technik der Anlagen genauer anzusehen. Solang man nichts anfasst, interessiert das ja normal keinen Menschen, ob man mal ein paar Technikphotos macht. Wer weiß, ob da nicht in Zukunft sensibler reagiert wird...

Mal eine Frage an die Österreicher: wie wird das Hakenkreuz in Österreich bewertet; ist es ein (mal unabhängig von ein paar historischen Verbidungen) speziell deutsches Zeichen oder ist es in Zeichen der Rechtsradikalen allgemein? Anders gefragt: benutzen österreichische Neonazis ebenfalls Hakenkreuze als Symbole (Schmierereien)? Oder benutzen sie sie nicht, weil die ja quasi für "Großdeutschland" stehen und nicht für "Großösterreich" und dieses Verhältnis vermutlich in rechtsradikalen Kreisen nicht weniger sensibel betrachtet wird als anderswo auch...

Nach meiner Erfahrung werden Hakenkreuze im Ausland sehr unterschiedlich bewertet (in Bezug auf die Frage, ob man sie direkt mit Deutschland in Verbindung bringt oder eher erstmal mit der rechten Szene). Daher diese vielleicht etwas seltsam anmutende Frage.
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gerrit
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Beitrag von gerrit »

Ich denke, das Hakenkreuz wird eher als Zeichen der Rechtsradikalen verwendet, wobei ein "Mitschwingen" der großdeutschen Idee sicher vorhanden ist, allerdings bezweifle ich bei vielen Schmierern, daß sie überhaupt so differenziert darüber nachdenken können.
Erinnerungen: meine Berichte seit 2005 (bzw. 1983)
Daß wir echt waren, werde ich auch noch erfinden! (Josef Zoderer)
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trincerone
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Beitrag von trincerone »

bezweifle ich bei vielen Schmierern, daß sie überhaupt so differenziert darüber nachdenken können.
Das mag sein. In Deutschland jedenfalls haben Hakenkreuz Grafittis - so sie aufgeklärt werden - meist einen direkten Bezug zur Rechten Szene, die Präsenz zeigen will. In anderen Ländern ist das nicht unbedingt immer der Fall; dort dient das Symbol z.T. v.a. zur Provokation oder als Ausdruck einer rechten Grundhaltung ohne wirklich mit Naziideologie zu tun haben. Im europäischen Raum denkt man heute beim Hakenkreuz wohl eher an Rechtsradikale als an Deutschlang, im anglo-amerikanischen Raum sieht aber wohl teilweise noch etwas anders aus.

Wie dem auch sei, wollts nur mal wissen. Dachte immer wenn die österreische rechtsradikale eins mehr hasst als die (südländischen) Ausländers, sinds die Piefkes... ;)
Zuletzt geändert von trincerone am 14.03.2006 - 15:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Dresdner
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Beitrag von Dresdner »

Das mag sein. In Deutschland jedenfalls haben Hakenkreuz Grafittis - so sie aufgeklärt werden - meist einen direkten Bezug zur Rechten Szene, die Präsenz zeigen will. In anderen Ländern ist das nicht unbedingt immer der Fall; dort dient das Symbol z.T. v.a. zur Provokation oder als Ausdruck einer rechten Grundhaltung ohne wirklich mit Naziideologie zu tun haben. Im europäischen Raum denkt man heute beim Hakenkreuz wohl eher an Rechtsradikale als an Deutschlang, im anglo-amerikanischen Raum sieht aber wohl teilweise noch etwas anders aus.
Unterschiedlich ist zumindest das Verhältnis zu den Konsquenzen, die aus der Vergangenheit gezogen werden. Während in Deutschland gegenüber rechtsradikalen Erscheinungen eine Nulltoleranzstrategie gefahren wird habe ich den Eindruck, dass man diese Sache in anderen Ländern "nicht so dramatisch" sieht. Sicher spielt dabei auch der Gedanke mit, dass man die ganze Schuld an den Taten des "3. Reiches" leicht auf Deutschland schieben kann und damit von Verfehlungen im eigenen Land ablenkt - eine Art Reinwaschung. Dies zeigt sich nicht nur in der aktuellen Situation, sondern auch bei der geschichtlichen Aufarbeitung. Ein Beispiel mit Bezug auf unsere Forumsthematik. Ich habe einige Zeit damit verbracht eine Auflistung zu finden, welche Seilbahnen herstellende Firmen in der Zeit 1933 - 1945 Zwangsarbeiter beschäftigten bzw. in NS-Lagern produzieren liesen. Lediglich für Deutschland ist eine Auflistung zu ermitteln, was Österreich und Südtirol betrifft: Fehlanzeige. Auch bei Biographien berühmter Seilbahnpioniere klafft für den genannten Zeitraum in österreichischen und südtiroler Publikationen ein weißes Loch. Entsprechende Anfragen bleiben unbeantwortet. Alles nur ein Zufall?
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Emilius3557
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Beitrag von Emilius3557 »

Zitat Gerhard Polt als Bürgermeister von Bad Hausen: "...aber diese 12 Jahre gingen dann doch... sehr schnell vorbei... meine Damen und Herren..." :D
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trincerone
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Beitrag von trincerone »

Zitat Martin Sonneborn: "Wenn sie jetzt Parteimitglied werden, bekommen sie noch eine niedrige Mitgliedsnummer, und das wird sich sicher bald positiv auf den Verlauf ihrer Karriere auswirken... allerdings haben sich niedrige Mitgliedsnummern nach 12 Jahren auch schon mal als Nachteil herausgestellt!" :)

OK, passt nicht ganz zum Thema, aber liebe dieses Zitat einfach. (Zumal ich dabei war.) :)

Emilius3557
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Beitrag von Emilius3557 »

:D

"Wir sind eine Partei, weil wir eine Partei sein wollen!"
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tEns0r
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Beitrag von tEns0r »

hab ich garnet mitbekommen obwohl ich grad da war...
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