Alpen im Umbruch: Der Wintersport steht vor dem Aus

Medienberichte rund um den Wintersport: Aktuelle TV-Tipps, Presseartikel, Unfallmeldungen und Diskussionen zu Nachrichten aus der Alpinwelt.
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dama
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Beitrag von dama »

in den Dolomiten(z.B. Seiseralm), wo es auch eine spektakuläre Landschaft gibt, ist der Sommerurlaub meiner Meinung nach eh schon fast der wichtigere Faktor. Vorletztes Jahr im August waren sehr viele italienische Urlauber oben und die Seiseralmbahn wurde sehr gut genutzt. Es war im Vergleich zum Tal auch angenehm kühl auf den Almen. In Bozen hatte es stickige 30°C. Oben auf der Seiseralm bei frischem Wind lag die Fühltemperatur max. bei 18°C... Dort wo es im Winter schön ist, ists also auch im Sommer schön. :wink:

Pistenbully-Fan
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Beitrag von Pistenbully-Fan »

Eigentlich ist es ja ein Wiederspruch von den Grünen. Die Alpen sollen mehr auf den Sommertourismus setzen, heißt es ja. Wieso soll die Stadt dann nicht die Jennerbahn kaufen z.B.
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miki
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Beitrag von miki »

Dieser Beitrag hat mir wirklich den Tag verschönert :lol: !

Wenn ich das nächste mal verzweifelt einen Parkplatz an der Seilbahn in Maribor suche, in einer Liftschlange in Val Thorens stehe oder auf einer überfüllten Piste in Flachau zwischen anderen Skifahrern Slalom fahren muss, denke ich einfach an die tolle Aussage:
Der Wintersport steht vor dem Aus
Und schon bin ich beruhigt ... da der Wintersport vor dem Aus steht, kann es keinesfalls so viele Leute am Lift / auf der Piste geben ... eigentlich müsste alles menschenleer sein ... das heisst, ich bilde mir den Andrang nur ein ... alles nur Einbildung in meienm kranken Hirn ... also nichts wie an der Warteschlange (die eh nur in meiem Kopf existiert) vorbei auf den ersten Sessel. Und wenn mich einer von den (nicht existierenden) Typen in der Warteschlange anschreit, sage ich ihm ganz ruhig: dich gibt es gar nicht! Liest du denn keine Aussendungen vom Bund Naturschutz, du Dynosaurier?
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Beitrag von gerrit »

Solange Du nicht irgendwo in 30 Meter Höhe draufkommst, daß Du Dir auch den Lift nur eingebildet hast, geht´s ja noch.... :lol:
Erinnerungen: meine Berichte seit 2005 (bzw. 1983)
Daß wir echt waren, werde ich auch noch erfinden! (Josef Zoderer)
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Beitrag von trincerone »

Also, ich habe mich mit dem Thema Klima sicher nicht soweit auseinander gesetzt wie andere hier. Ich vertrete dennoch die These, dass es - selbst wenn es wärmer wird - wenig direkten Einfluss nehmen wird auf den Schiebetrieb. Selbst wenn es mal 2 Kelvin sein sollten.. mein Gott das sind dreihundert bis vierhundert Höhenmeter, das betrifft vielleicht theoretisch die Talorte, faktisch spielen aber doch ganz andere Faktoren als die Temparatur eine Rolle.

1. Wieviel schneit es und wann.
2. Wiviel Schnee brauch ich, um das Gebiet betreiben zu können (Wiese und Windgeschützt = wenig Schnee, exponierte Felsenlandschaft = viel Schnee).

Ich bin in den letzten Jahren kreuz und quer in den Wintern in den Alpen unterwegs gewesen und meine Erfahrung - die sich inswoweit auch mit den mir bekannten Statistiken deckt - war ganz eindeutig: Höhenlage und Schneelage haben sehr sehr wenig miteinander zu tun! Viel interessanter ist die Frage, ob der Schnee überhaupt und wenn ja rechtzeitig fällt, und ob er dann auch liegen bleibt. So habe ich am niederschlagsreichen Alpenrand hochwinterliche Verhältnisse vorgefunden auf 1200m, während am Alpenhauptkamm auf 3000m weniger Schnee war, weil erstens in der inneralpinen Zone weniger Schnee gefallen war und zweitens auf den exponierten Hängen dort der Schnee verblasen war. Wo man das immer beobachten kann: Courmayeur. Im unteren Aostatal hats meterweise Schnee, aber in La Thuile trotzdem nicht. Wieder der gleiche Grund: umringt von hohen Bergen plus sehr windexponierte Hänge. Fazit: dort auf 2500m weniger Schnee als in den niedrigeren Schigebieten talabwärts.

Das Phänomen gibts auch auf der Alpennordseite: schaut Euch mal Ostösterreich was die für Schneemengen immer abbekommen.

Fakt ist, dass fürs Schifahren am wichtigsten das lokale Mikroklima ist - die Höhenlage völlig nebensächlich (wenn man dann nicht gleich 2000m raufgeht). Das lokale Mikroklima wiederum ist von den vorherrschendn Windrichtungen und diese von den Tiefdruckstraßen abhängig. Und jetzt wirds interessant: soweit ich weiß nimmt nämlich die Klimaerwärmung Einfluss auf diese Tiefdruckstraßen und wenn die sich Verlagern, dann ändert sich auch die Schneesituation. Das kann heißen milde Winter mit viel Regen oder kalte Winter ohne Niederschlöge, das kann aber auch heißen Schneechaos da, wo es früher keins gab.

Ich mache mir keine Sorgen um die Schneesituation in den Alpen, man wird halt nur sein Destinationen anpassen müssen.

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Zum Thema Sommerurlaub in den Alpen:

also erstens hier in Hannover hats auch Palmen und wir haben den beschissensten Sommer des gesamten verf..kten Kontinents! ;) Also das sagt mal nichts aus, wie warm es maximal ist (eher wie feucht und wie warm es minimal ist). Zweitens: die Alpen waren als Sommerfrischen hunderte Jahre lang Ziel von Touristen, bevor es jemals Skier gab. Quasi sie alle italienischen Touristenorte haben als Sommerfrischen angefangen, eben weil die Luft weniger feucht, sauberer und meistens auch kühler als in den italienischen Metropolen, auch denen am Mittelmeer ist. Natürlich nicht gerade am Lago Maggiore. aber in den mittleren Lagen. Madonna di Campiglio, Cortina etc.. alles frühere Sommerfrischen.

Also dass die Alpen als Sommerfrischen dienen können, steht wohl außer Frage. Ob man diesen Tourismussektor erneut erschließen kann halte ich dennohc für fragwürdig... seit es Fernreisen zu bezahlbaren Preisen gibt, bieten sich in der Tat einige Alrernativen.
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