Auch die Celeriner Bergbahnen mit Einbussen
Wetter schlägt auf Frequenzen und Erträge
Auch die Celeriner Bergbahnen mussten im vergangenen Geschäftsjahr Ertrags- und Frequenzrückgänge hinnehmen.
Auch die Celeriner Bergbahnen mussten im vergangenen Geschäftsjahr Ertrags- und Frequenzrückgänge hinnehmen.
Der schneearme Winter, der zum vierten Mal innert sieben Jahren nur dank Schneekanonen an Weihnachten das Skifahren erlaubte, und das wechselhafte und trotzdem niederschlagsarme Sommerwetter machten auch der Leaderin unter den Oberengadiner Bergbahnen Probleme: Der Ertrag der Celeriner Bergbahnen AG ging um 4,3% auf 24,6 Mio. zurück und der Cash-Flow um 18% auf 6,75 Mio. Die Passagierfrequenzen nahmen um 10,6% auf 4,935 Mio. ab. Im Zehn-Jahres-Vergleich kommt Marguns auf Platz neun, für Muottas Muragl war es sogar das schlechteste Jahr.
Unterstützung von den Tourismus-Profiteuren
Die Winterwettereinflüsse nötigen VR-Präsident Luis A. Wieser (Zuoz) und Geschäftsführer Markus Meili (Celerina) in ihrem Jahresbericht zuhanden der Aktionärsversammlung vom 18. April zu Überlegungen zum Dienst der Bergbahnen an der Öffentlichkeit. Noch immer würden die Pistenbeschneiungskosten alleine von ihnen getragen, obwohl der überwiegende Teil der einheimischen Wirtschaft vom Tourismus lebe und dieser zwingend auf Schnee angewiesen sei. Und zum Saisonende hätten Regenfälle die vorzeitige Anlagenschliessung nahegelegt und es stelle sich darum die Frage, wie lange man als Bergbahn diese Einbussen «im Dienste der Destination» noch in Kauf nehmen wolle, statt, wie andere touristische Betriebe, anfangs April zu schliessen.
Den Schneemangel empfindlich zu spüren bekam Muottas Muragl, wo keine Schneeanlagen vorhanden sind. Die beiden Skilifte konnten gar nie in Betrieb genommen werden und die Schlittelbahn war nur vom 4. Februar bis zum 11. März offen. Das Sommerwetter war zwar niederschlagsarm, aber instabil. Diverse Veranstaltungen litten unter schlechtem Wetter. Die mehrwöchige Schönwetterphase im Spätherbst nützte nur mehr wenig, weil über 2000 Meter Höhe bereits zuviel Schnee lag.
Inn Lodge wird grösstes Celeriner Hotel
Das schlechte Wetter schlug sich auch beim Ertrag in den Restaurationsbetriebe nieder, allerdings nicht im gleichen Umfang wie bei den Frequenzen. Bewährt hat sich im Sommer 2005 die Betriebsübernahme des Samedner Golfplatz-Restaurants, dank dem nun diversen CBB-Gatronomie-Mitarbeitenden Ganzjahresstellen angeboten werden können. Zudem machte es den Umsatzeinbruch wett, konnte ein Minus in der Gastronomiesparte allerdings auch nicht verhindern.
Grösstes laufendes Investitionsvorhaben ist die Erweiterung der Inn Lodge, ein Low-Budget-Logis, das einerseits CBB-Mitarbeiterunterkunft ist, anderseits mit 276 Betten grösstes Hotel in Celerina wird und mit Matrazenlager, Mehrbett- und Doppelzimmern auf junge Gäste zielt, den «touristischen Nachwuchs für das Oberengadin», wie es die Gesellschaft im Jahresbericht ausdrückt.
Die Anlagen der Gesellschaft mit einem Bauwert von 121 Mio. sind zu 71% abgeschrieben auf 34,5 Mio. Im vergangenen Jahr lagen die Abschreibungen bei 6,43 Mio. (–19%). Allerdings gelang gleichzeitig auch die Reduktion des Fremdkapitals um 2 Mio. auf gegenwärtig 31,7 Mio. Mit knapp 87% ist der Fremdkapitalanteil im Vergleich zu anderen Bergbahnen zwar hoch, der Betriebsertrag und namentlich der Cash-Flow-Anteil aber ebenso.
Der Verwaltungsrat beantragt der Aktionärsversammlung vom 18. April wie in den Vorjahren die Ausschüttung einer 15-prozentigen Dividende auf dem Aktienkapital von 2,4 Mio.
Quelle: Engadiner Post Autor: Urs Dubs
Ort: 7500 St. Moritz
Datum: 06.04.2006
Rubrik: Tourismus
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- vhaemmerli
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Saison 06/07: 32 Skitage