Erste Beschlüsse für Adventure Dome im Ötztal

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snowflat
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Erste Beschlüsse für Adventure Dome im Ötztal

Beitrag von snowflat »

Erste Beschlüsse für Adventure Dome im Ötztal

Nach dem Aqua Dome kommt nun der Adventure Dome - und auch der will vom Ötztal aus neue Maßstäbe setzen.

Dort wo die Ötztaler Ache in den Inn mündet, soll nächstes Jahr ein gewaltiges Eventzentrum entstehen. Mastermind hinter der Idee ist Crazy-Eddy-Chef Hans Neuner, zusammen mit finanzkräftigen Partnern, die allerdings noch nicht öffentlich gemacht werden.

Der Adventure Dome wird auf Roppener und Haiminger Gebiet liegen und Hans Neuner legt die Latte hoch: "Wir werden das tollste und beste Outdoorzentrum Europas werden", erklärt er. "Hier sollen neue Sportarten entstehen und eine Plattform für alle neuen Trends."

Neuner hofft, weit mehr als 100 Arbeitsplätze zu schaffen, und er will auch Umweltakzente setzen. "Wir werden unseren Fuhrpark auf Gas umrüsten, vielleicht können wir andere auch animieren, das zu tun", erklärt Neuner.

Eher positiv stehen auch die beiden betroffenen Gemeinden Haiming und Roppen der Sache gegenüber. Sie müssen die Auflage des Umweltberichtes, die Änderung des Raumordnungskonzeptes und die Änderung des Flächenwidmungsplanes beschließen. Haiming hat alle drei Anträge beschlossen, Roppen erst den ersten. Die beiden anderen sollen im Jänner beschlossen werden. "Wir müssen noch ein paar Kleinigkeiten mit dem Betreiber und mit der Gemeinde Haiming abklären", sagt Roppens Bürgermeister Ingo Mayr.

Sein Haiminger Amtskollege Josef Leitner ist von dem Projekt überzeugt - nicht nur, weil es über die Arbeitsplätze auch Einnahmen für die Gemeindekassa bedeutet: "Dem Sommertourismus gehts immer schlechter. Da sind solche Einrichtungen wichtig und ich glaube, dass das Projekt Impulse für die ganze Region bringen kann. Zudem ist es eine tolle Sache für unsere Jugend."

Auch Vize-BM Manfred Wegleiter sieht die Sache positiv, will aber auch die Bedenken mancher Anrainer ernst nehmen - wie etwa jenen in der Wassertalstraße. "Wir müssen uns jetzt im Vorfeld gute Lösungen überlegen", erklärt Wegleiter, "sonst haben wir hinterher ständig Probleme."

In Sachen Verkehrslösung gibt es einige Ansätze: So ist ein Kreisverkehr auf der Ötztaler Höhe bereits in Planung, auch eine eigene Haltestelle der ÖBB wird angedacht. Verlaufen die Behördernverfahren planmäßig, dann will Neuner bereits im März oder April mit den Bauarbeiten beginnen. Eröffnet werden könnte das neue Zentrum dann im Sommer 2007.

Für eine andere Oberländer Kult-Einrichtung tickt allerdings die Uhr: "Die kommende Saison ist die letzte Saison des Crazy Eddy", bestätigt Neuner.
Quelle: Tiroler Landeszeitung
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
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snowflat
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Beitrag von snowflat »

Adventure Dome: Gegner sehen Naherholungsgebiet gefährdet

In Haiming und Roppen soll bald der sogenannte Adventure Dome den Sommertourismus beleben. Beide Gemeinden sprachen sich für das Projekt aus, doch nun machen die ersten Gegner mobil. Sie sehen ihr Naherholungsgebiet bedroht.

Soll Somertourismus ankurbeln
Trendsportarten wie Canyoning, Beachvolleyball oder Surfen sollen dem lahmen Sommertourismus auf die Sprünge helfen. Kurz bevor die Ötztaler Ache in den Inn mündet, soll die Tourismusattraktion Adventure Dome entstehen. Roppen und Haiming haben dafür gestimmt.

Nicht nur Begeisterung bei Gemeinderäten
Doch nicht alle Gemeinderäte stimmt der künftige Adventure Dome euphorisch. Zu schnell und zu uninformiert hätte etwa der Gemeinderat in Haiming die Causa behandelt, klagt Roland Neuner, Gemeindevorstand in Haiming.

Entscheidung in wenigen Minuten getroffen
Der Gemeinderat sei sich über die Konsequenzen, die so ein Projekt mit sich bringe, gar nicht bewusst. Das Projekt sei in knapp 40 Minuten vorgestellt worden, der Gemeinderat habe innerhalb von zehn Minuten drei Entscheidungen getroffen.

Feinstaubbelastung
Man spreche von 8.000 Besuchern, die die Veranstaltungen besuchen kämen. Das erzeuge einen gewaltigen Verkehrsstrom, der wiederum Feinstaub verursache. Wenn man derartige Projekte initiiere, werde man die Feinstaubbelastung nicht los, warnt Gerhard Falkner, Gemeinderat aus Haiming.

Betrieb nur in Sommermonaten
Das stimme nicht, sagen Bürgermeister und Initiator. Einen Betrieb gäbe es nur in den feinstaubarmen Sommermonaten. Und mit dem Projekt würde kein Naherholungsgebiet zerstört, sondern ein neues geschaffen. Ein Ballermann-Zentrum werde nicht entstehen. Es soll vielmehr ein sportliches Aktivitätszentrum entstehen, sagt Ingo Mayr (SPÖ), Bürgermeister in Roppen.

Initialzündung für Bezirk
Damit könne man sich europaweit wenn nicht weltweit präsentieren und neue Pfründe im Tourismus auftun, so Hansi Neuner, Initiator des "Adventure-Dome". Man können die Initialzündung zumindest für den Bezirk Imst und das Ötztal sein und die Infrastrukturen nützen, die im Winter perfekt vorhanden seien, so Neuner weiter.

Zehn Millionen Euro Projektkosten
Die Projektkosten belaufen sich auf fast zehn 10 Millionen Euro. Auf fast fünf Hektar soll das Außergewöhnliche Einheimische und Touristen etwa mit einer künstliche Surfwelle oder Wohnhöhlen an der Uferböschung als Übernachtungsmöglichkeit anlocken.

Kritiker fürchten Komplott
Dass das Naherholungsgebiet groß genug bleibe und Spatzierwege nur verlegt werden, lassen die Gegner nicht gelten. Manch einer befürchtet sogar ein Komplott.

Vorwurf
Das sei so aufgeblasen mit so merkwürdigen Geldern. Er habe den Verdacht, dass es schon fast nach mafiösen Methoden stinke und die Bürgermeister würden uns an der Nase herumführen, wo immer es ginge, glaubt der Anrainer Hans Haid aus Ötztal-Bahnhof.

Bürgermeister verteidigt sich
Er habe mit der Mafia nie etwas zu tun gehabt. Mafiose Methoden würden seiner Meinung nach solche Leute anwenden, die anderen mafiose Methoden vorwerfen würden, ohne zu wissen, wovon sie eigentlich reden würden, so der Haiminger Bürgermeister, Josef Leitner (ÖVP).

Informationsveranstaltung
Nur in einem Punkt konnten sich Gegner und Befürworter einig werden: eine gemeinsame Informationsveranstaltung soll klären helfen, ob der Adventure Dome tatsächlich eine Jahrhundertchance ist?
Quelle: ORF
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miki
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Beitrag von miki »

Immer wieder die selbe Geschichte: sobald irgenjemand irgendwo irgendwas bauen will, tauchen irgendwelche Gegner auf. Na klar, was denn sonst. Und wenn sie keine besseren Argumente haben, greifen sie eben zu den Modewörtern 'Naherholungsgebiet' und 'Feinstaub'. Die beiden kann ich nicht mehr hören :evil: ... obwohl ich eigentlich kein Fan von solchen 'Adventure Parks' bin.
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Beitrag von trincerone »

Feinstaub kann ich auch nicht mehr hören! :)

(Adventure Park allerdings auch nicht... ;) ).
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snowflat
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Beitrag von snowflat »

Adventure Dome: Riesenprojekt liegt manchen im Magen

Die Stimmen gegen den Adventure Dome werden lauter. Aus den Gemeinden Roppen und Haiming liegen mittlerweile einige Stellungnahmen.

Roland Neuner, Wirtschafts­treibender und Gemeindevorstand in Haiming, ist der Sprecher jener Leute, die Bedenken gegen das Riesenprojekt haben. "Im Raumordnungskonzept ist die Rede von ökologisch wertvollen Flächen, dort wo das Projekt gebaut werden soll", erzählt Roland Neuner.

"Und jetzt gilt das auf einmal nicht mehr." Roland Neuner befürchtet zudem eine Verunreinigung des Ortsgebietes und Vandalismus durch Gäste des Adventure Domes. "Welche Probleme da kommen, sieht man ja jetzt bei den Anrainern des Crazy Eddy in Silz. Es kann nicht sein, dass man das Problem jetzt einfach von Silz weg und hier zu uns her bringt."

Argumente, die Hans Neuner scharf zurückweist. "Das ist einfach nicht wahr. In elf Jahren Crazy Eddy hat man zwei Zaunlatten ausgerissen." Martin Dablander, Bauamtsleiter in Silz, relativiert etwas: "Den einen oder anderen Lustigen, der eine Bierdose im Garten versenkt, gibts auf jedem Zeltfest, auch beim Crazy Eddy."

Aber man könne mit Neuner ausgezeichnet zusammenarbeiten. "Er ist sehr bemüht und er hat ein sensationelles Putzkommando. Die Ordner sind wirklich gut und die Gemeindestraßen sehr sauber."

Auch der Verkehr liegt Roland Neuner im Magen: "500 Parkplätze und 8000 Leute bei Großereignissen. Da kann man sich vorstellen, was los ist. Und den Rest mit Shuttle-Bussen zu befördern, ist unrealistisch."

Hans Neuner bestreitet das: "Alles in allem haben wir bis zu 1000 Parkplätze, dazu noch Verträge mit der ÖBB wegen Sonderzügen und geplante Shuttle-Busse. Unsere Aufgabe ist es, die Leute auf den Zug zu bringen. Das werden wir." Neuner spricht von Packages, Eintritt und Zugfahrt, und einem Programm: "Die Zugfahrt ist der erste Event."

Mittlerweile sind auch Roppen und Haiming wieder mit dem Thema befasst. Einige Stellungnahmen sind gekommen, Diese, positive wie negative, werden in den nächsten Gemeinderatssitzungen behandelt.
Quelle: TT
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
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Nun kommt er doch, noch dieses Jahr:
Noch heuer fällt Startschuss für den Adventure-Dome

Beim Saisonauftakt am 28. April wird im Silzer Crazy Eddy der AdventureDome umfassend präsentiert.

Hans Neuner, tatkräftiger Touristiker und Betreiber der Silzer Outdoor-Anlage Crazy Eddy, blickt voller Zuversicht auf seine Pläne in Roppen: "Wir wollen und können zwar der Entscheidung der Raumordnungs-Abteilung nicht vorgreifen, die Zeichen für einen positiven Bescheid des Landes zum geplanten Adventure-Dome stehen aber günstig.

Die Themen Lärm und Verkehr sind ausreichend behandelt worden und haben ganz klar positive Ergebnisse gebracht. Zum Saisonauftakt haben wir uns mit Präsentationen und einer Ideenbörse etwas Besonderes einfallen lassen.

Es ist nämlich beileibe nicht so, dass das gesamte Projekt fix und fertig in den Schubladen liegt. Vielmehr wollen wir möglichst viele Ideen in das Gesamtkonzept einfließen lassen, um alle möglichen Bereiche mit hoher Qualität abzudecken."

Neuner will, wie berichtet, mit seinen Partnern zwischen sechs und zehn Millionen Euro in den Adventure-Dome investieren und ein echtes Outdoor-Dorado entstehen lassen.

Einige Anrainer befürchten jedoch nach wie vor erhebliche Belastungen und wehren sich vehement gegen das Projekt. Ihre Argumente will der Crazy-Eddy-Chef aber nicht gelten lassen: "Die Lärmsimulation am Computer hat eine Belästigung von null ergeben, auch der Verkehr wird über eine eigene Abfahrt vom Palmito zur Ötztaler Ache geleitet. Noch heuer wollen wir mit dem Bau beginnen, um dann im kommenden Jahr den Betrieb aufzunehmen."

Zahlreiche Interessenten internationalen Formats haben bereits starkes Interesse gezeigt, darunter Adidas. Die Veranstaltungen sollen dann bis zu 8000 Besucher anlocken und neben dem kulturell-gastronomischen Angebot auch alle Bereiche am Outdoor-Sektor abdecken.
Quelle: TT
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
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