Am Kutscherberg ist's kommod

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PB_300_Polar
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Am Kutscherberg ist's kommod

Beitrag von PB_300_Polar »

passt zum Thema Großer Arber (Topiczusammenhang: Schüler waren beim Arber und haben eine betriebsführung gemacht)
Von der Hauptschule Bärnau | 28.03.2006 | Netzcode: 10860187
Am Kutscherberg ist's kommod
Auch Bärnau hat sein eigenes Skigebiet - Schüler interviewen Liftbetreiber
Nachdem wir im Februar die Liftanlagen am Großen Arber besichtigt hatten, interessierten wir uns dafür, wie es im heimischen Skigebiet am Kutscherberg in Altglashütte läuft. Deshalb luden wir Herbert Gradl von den vier privaten Liftbetreibern ein und befragten ihn.

Da die einzige Piste nur zirka 400 Meter lang ist, reicht eine Pistenraupe aus. Diese wird eingesetzt, wenn auf der Abfahrtsstrecke zu viele oder zu hohe Buckel entstanden sind. Das vielfach verstellbare Frontschild ebnet die unangenehmen und gefährlichen Buckel dann ein. Nach ergiebigen Schneefällen wird der Neuschnee mit einer Walze planiert. Dadurch werden immer optimale Bedingungen für die Skifahrer geschaffen. Eine täglich neue Präparierung der Piste ist nicht nötig.

Leider gibt es am Kutscherberg keine Beschneiungsanlage. Die Anschaffung, Verlegung der Kabel und Druckleitungen und die nötige Wasserversorgung kämen viel zu teuer. Eine Vereisung des Zugseils stellt bei einem Schlepplift kein Sicherheitsrisiko dar, da die Bügel fest am Seil montiert sind. Wenn es in der Nacht geschneit hat, werden am Morgen die Bügel einfach mit einem Besen abgekehrt.

Damit wirklich nichts passiert, wird auch der Kutscherberglift alle zwei Jahre vom TÜV genau unter die Lupe genommen. Besonders das Seil wird auf eventuelle Schäden hin durchleuchtet und muss etwa alle acht Jahre ausgewechselt werden. Deshalb ist es in den bald 40 Jahren, seit es den Lift gibt, auch noch zu keinem einzigen Liftunfall gekommen. Falls sich einmal ein Skifahrer verletzt, sind alle Männer des Liftpersonals in Erster Hilfe ausgebildet und im Lifthäuschen befinden sich eine Trage, eine Schiene für Beinverletzungen sowie das nötige Verbandszeug. Über Telefon kann der Rettungsdienst schnell verständigt werden. Zusätzlich sind an den Wochenenden Männer der Bergwacht im Einsatz.

Kostenanalyse nötig

Auch der Kutscherberglift benötigt eine Menge Energie, die er von E.ON Bayern bezieht. Die Liftbesitzer machten sich aber schon Gedanken über eine Photovoltaikanlage, die vor allem während des Sommers Strom erzeugen würde, der ins Netz eingespeist werden könnte. Allerdings müssen sie sich erst von Experten ausrechnen lassen, ob sich die Anschaffung rentiert.

Auch wenn das Skigebiet Kutscherberg recht klein ist, so kann man dort doch gut Ski fahren lernen. Dies beweist die Tatsache, dass unsere beiden Anfänger schon zwei Wochen, nachdem sie beim Schulskikurs am Kutscherberg zum ersten Mal auf den Brettern standen, eine schwarze Piste am Großen Arber sturzfrei meisterten.
Der Schnee kommt.....

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