Quelle: http://www.tirol.com/chronik/unterland/35229/index.doEin Spektakel im Spektakel verspricht der Auftritt des historischen Dampfrosses am Rettenbachferner zu werden. Dort wird nämlich heute das Science-Fiction-Schauspiel "Mars 2068" aufgeführt, 10.000 Besucher werden dazu erwartet.
Geheimes Gastspiel
Das Gastspiel der Zillertalbahn (ZB) auf dem ewigen Eis des Rettenbachferners haben die Event-Macher bis zuletzt geheim gehalten. Man rechnet logischerweise mit einem Aha-Erlebnis, wenn da auf dem mittels Lichteffekten zum Marsboden umfunktionierten Gletschereis ein richtiger Dampfzug heranschnauft.
460 Laufmeter Gleis wurden für die galaktische Bahnfahrt verlegt. Das Verlegen der Gleise war übrigens kein Problem. Man konnte sich Schrauben oder Nägel ersparen, die Schwellen wurden auf dem Gletscher verlegt und sind am Untergrund angefroren.
Mit einem riesigen Tieflader ist die aus der Gründerzeit der Bahn stammende Lok II samt zwei Anhängern von Jenbach nach Sölden gekarrt worden. Und logischerweise stellen die Zillertaler Bahnbetreiber auch den Lokführer und Heizer. Josef Stöckl und Frank Vetterlein sind für die einmalige Gletscherfahrt ausersehen worden.
Dass man über so viel Gleismaterial verfügt, ist ein reiner Zufall. Die ÖBB haben vor zwei Jahren in Niederösterreich eine Bahnlinie aufgelassen, deren Schienenmaterial für die schmalspurige Zillertalbahn geeignet ist. Da deren Schienennetz ab Herbst auf einer Länge von rund sieben Kilometern zweispurig ausgebaut wird, hat man sich das Schienenmaterial aus Niederösterreich gesichert. Übrigens zum Nulltarif, nur der Abbau musste übernommen werden.
Werbeeffekt
Die Fahrt über den Rettenbachferner wird von den ZB-Chefs als äußerst werbewirksam eingestuft. Wobei es sich nicht um das erste Gastspiel der Bahn außerhalb des Zillertales handelt. Es gab schon Auftritte in Hamburg und anderen Städten, der (kleinere) Hobbyzug ist sogar schon durch die Wiener Stadthalle gedampft.
Wird sicher genial ausschauen, wenn eine Dampflok über den Gletscher fährt. Das nenne ich mal wieder einen Einfall à la Sölden
MFG Dachstein