Neues in Braunwald

Infrastrukturelle Neuigkeiten aus der Schweiz
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paddington
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Beitrag von paddington »

Südostschweiz Online Montag, 24. April 2006
Für ein Ende des Gumen-Durenands

Fast drei Stunden diskutierten die Braunwalder, wie es mit den Sportbahnen weiter gehen soll. Dann stimmten sie ab, die Gumenerschliessung sei auf dem alten Trassee weiterzuverfolgen.

von Claudia Kock Marti

Der grosse Aufmarsch von Stimmbürgerschaft und Gästen widerspiegelte das rege Interesse an der Erneuerung der Bahnen in Braunwald.
Eine umfassende, wahrheitsgetreue Orientierung versprachen Gemeindepräsident Heinrich Schiesser sowie die Vertreter des Verwaltungsrates der Sportbahnen. Beide Seiten hielten ihre Versprechen.

Hinter Rücken des VR

Auch etliche Stimmbürgerinnen und Stimmbürger argumentierten engagiert. Jemand wollte dabei mehr über die ominöse Investorengruppe wissen (die «Südostschweiz» berichtete). Hierzu erklärte Markus Braun, Verwaltungsrat der Sportbahnen, dass Gespäche mit zwei welschen Herren über ein Angebot, die Sportbahnen-Aktien «zu einem Franken zu übernehmen», hinter ihrem Rücken geführt worden seien. Der Verwaltungsrat sehe ein derartiges Konkursangebot nicht als seine Aufgabe an und suche deshalb von sich aus keinen Kontakt zu diesen Herren.
Nach gewalteter Diskussion folgten die Stimmbürger dem von Theresa Zeitner und Andreas Leuzinger gestellten Antrag, der Gemeinderat solle sich bei den Sportbahnen mit Nachdruck für eine Gumenbahn auf dem alten Trassee einsetzen.
Schade, ich finde die beiden projektierten Bahnen sind eine ideale Lösung für Braunwald.

Wenn das da so weiterläuft sehe ich für die Zukunft des Gebietes ziemlich schwarz.

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walfaone
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Beitrag von walfaone »

=>> tatsächlich schade, Braunwald wird noch zur Blamage... wäre doch ein so gutes Projekt gewesen, aber anscheinend sind da nicht alle gleicher Meinung :schade:
Steinlimi
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Beitrag von Steinlimi »

Wie geht es mit der Sesselbahn weiter?
Die ist doch hoffentlich schon im Privatbesitz, oder?
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paddington
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Beitrag von paddington »

Oha!
Informationssperre bei Sportbahnen

Braunwald. – Die kritische finanzielle Situation der Sportbahnen Braunwald AG ist ein offenes Geheimnis. Das Gerücht, das Kontokorrent sei gesperrt, wird zwar von Verwaltungsratspräsident Martin Zweifel dementiert. Allerdings bestätigt er, dass das Thema an einer Sitzung vom Freitag traktandiert gewesen sei. In Aussicht gestellte Informationen darüber sind derzeit jedoch von ihm keine zu erhalten. «Wir haben beschlossen, im Moment keinerlei Informationen abzugeben.»
Südostschweiz 24.5.06

Dabei gabs Investoren die das ganze Gebiet übernehmen wollten.

Naja, die werden's bald günstig vom Konkursamt kaufen können!!
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Schwoab
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Beitrag von Schwoab »

Ja, dass riecht mir ganz stark nach Konkurs, oh je Braunwald, bitte lasst die fremden Investoren ran!
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paddington
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Die Rettung für Braunwald?

Beitrag von paddington »

Südostschweiz 17.6.2006
Seite 1
Braunwald bleibt fest in Glarner Hand

Die Sportbahnen Braunwald AG haben bald einen neuen Hauptaktionär. Unternehmer Fritz Trümpi und dessen Söhne wollen die Sportbahnen mit einem 10-Jahres-Plan auf ein solideres Fundament hieven.

Von Rolf Hösli
Braunwald. – Also doch: Es ist ein Glarner Investor mit Verbindungen zu
Braunwald, der die Kontrolle über die maroden Sportbahnen hoch über dem Alltag übernehmen soll (Ausgabe von gestern). Die Mitlödner Firma Altra Management AG hat gemäss einer gestrigen Pressemitteilung den Zuschlag erhalten, die beiden Aktienpakete der Gemeinde Braunwald und
des Kantons (und damit die Mehrheit des Aktienkapitals) zu übernehmen.
Den Preis wollten die Beteiligten nicht bekannt geben, es sei aber sicher kein symbolischer Aktienkauf, versichern alle Beteiligten. Die Altra Management AG besteht im Wesentlichen aus Bauunternehmer Fritz Trümpi, Ennenda, und dessen Söhnen Stefan und Simon.
Der Deal geht erst über die Bühne, wenn die Gläubiger auf einen Teil
ihrer Forderungen verzichten. Laut dem Verwaltungsrat ist mit den Hauptgläubigern (Bank und Gemeinde) bereits eine Einigung erzielt worden. Zu erwarten ist, dass auch die Nebengläubiger zustimmen werden.
Das Sanierungskonzept sieht gemäss Medienmitteilung eine Erneuerung
der Sportbahnen innert zehn Jahren vor. Das im letzten Jahr angekündigte
Projekt für die Erschliessung des Gumen muss allerdings vorerst sistiert
werden.
Seite 3
«Den Gumen so schnell wie möglich erschliessen»

Die Braunwalder Sportbahnen sollen durch eine Finanzspritze
aus dem Tal neu belebt werden. Doch wie wollen die Investoren
dies erreichen? Und wie ist es dazu gekommen?
Von Rolf Hösli
Braunwald. – Neue Besitzer wollen frischen Wind nach Braunwald bringen.
Die Altra Management AG hat auch schon Vorstellungen, wie sie die
Zukunft der Sportbahnen sichern will: «Erste Priorität hat die Erschliessung
des Gumen», erklärt Stefan Trümpi-Althaus der «Südostschweiz
». Der 2005 in den Verwaltungsrat (VR) der Sportbahnen gewählte
Ennendaner bildet zusammen mit seinem Vater Fritz und seinem
Bruder Simon Trümpi die massgebenden Köpfe der Altra Management AG.
«Gumen-Ausfall ist Schuld»
In ihrem Zehn-Jahres-Programm planen sie zuallererst eine Liquiditätsspritze, um das Unternehmen vor der Zahlungsunfähigkeit zu retten. Dann soll der Gumen so schnell wie möglich wieder erschlossen werden, wobei dies sicher nicht auf die kommende Saison geschehen wird. «Auch im kommenden Winter wird in diesem Gebiet improvisiert werden müssen, womit nochmals eine schwierige Wintersaison
für das Unternehmen bevorsteht », heisst es in der Medienmitteilung
dazu.
Bereits im vergangenen Winter konnte der Gumen – und damit das
gleichnamige Restaurant – nur mit einem kostenintensiven Shuttle erreicht
werden. «Die Auswirkungen der aus Sicherheitsgründen geschlossenen
Gumenbahn wurde im vergangenen Jahr unterschätzt», sagt Noch-
Verwaltungsrat Albert Roux, der darin einer der Hauptgründe der
Liquiditätsprobleme der Unternehmung sieht.
«Alle an einem Strick»
Doch zurück zur Zukunft: Wie der Gumen künftig erschlossen werden
soll, kann Stefan Trümpi noch nicht sagen. Er verrät lediglich, dass auch
neue Varianten geprüft würden.
Als weiteren Schritt nennt Stefan Trümpi den «Erhalt und die Erneuerung
der bestehenden Bahnstrukturen auf wirtschaftlicher Basis» –
Stichwort Seblen- und Bächi-Bahnen. Die langfristigen Ideen müssten sich
erst noch entwickeln. Ziel sei, dass Braunwald wieder stärker auf den
Aufenthaltstourismus setze, was die Zusammenarbeit mit den Hotels
voraussetzt. «Wichtig ist aber vor allem, dass alle an einem Strick ziehen
», lautet Trümpis Devise.
Weniger Verflechtungen Einsparungsmöglichkeiten sieht er in einer weiteren Rationalisierung der Administration und in einer Vereinfachung
der Strukturen. So werde der künftige Geschäftsführer direkt bei
den Sportbahnen und nicht wie bisher bei der Braunwald-Klausenpass
Tourismus (BKT) AG angestellt sein.
Die Zusammenarbeit mit der BKT wollen die Trümpis vor allem im Marketing anstreben.
Der in intensiven Verhandlungen erarbeitete Lösungsvorschlag soll den
jetzigen Aktionären möglichst rasch an einer ausserordentlichen Generalversammlung vorgestellt werden.
Bauunternehmer Fritz Trümpi ist bereits seit einigen Jahren Eigentümer
des Gumenrestaurants in Braunwald.
Jay
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Beitrag von Jay »

Auszüge aus einem Artikel des tages-Anzeigers:
Fritz Trümpi, 57 Jahre alt, ist Bauunternehmer. Ihm gehört die Firma Altra Management AG. Sie besteht aus den Bauunternehmen Trümpi in Mitlödi GL sowie den Unternehmen Oberer in Glarus und Eleganti in Uznach SG. «Wenn wir nicht die Mehrheit der Aktien hätten übernehmen können, wären wir nicht eingestiegen», sagt Fritz Trümpi.

Um die Sportbahnen von Braunwald steht es schlecht. Kein Geld, keine klaren Perspektiven, vor allem Querelen und Hintertreibereien. Und das seit Monaten. Die Bahn auf den Gumen steht bereits still, der ohnehin angeschlagene Ruf des Ferienorts leidet. In den vergangenen Jahren hatten sich die Bahnen mehrfach dem Konkurs genähert. Der Kanton Glarus sprang immer wieder ein und wurde so - unfreiwillig - zum bedeutenden Aktionär.

Jetzt hofft die wirtschaftlich gebeutelte Region auf den einheimischen Unternehmer. Er soll bewerkstelligen, was bislang nicht gelungen ist: Verwaltungsrat, Geschäftsleitung und alle anderen Akteure in und um Braunwald zu einen. Neben fünf Bahnen und Skiliften gehören auch zwei Restaurants zum Paket, das Trümpi übernommen hat.

Kritische Stimmen sagen, es wäre besser gewesen, wenn ein Auswärtiger radikal neu angefangen hätte. Das Angebot eines Interessenten aus dem Kanton Freiburg jedoch blieb undurchsichtig und überzeugte offenbar nicht.

Fritz Trümpi und sein Sohn Stefan,32-jährig und bereits zuvor im Verwaltungsrat der Sportbahnen, haben in den nächsten zehn Jahren viel vor. Zuerst soll die Gumenbahn ersetzt, dann die anderen Anlagen saniert werden. Und dann möchten die Trümpis den Ort Braunwald vom Glarner Haupttal aus mit einer neuen Seilbahn erschliessen - von Luchsingen aus. «Das wäre ein Quantensprung für das Ski- und Wandergebiet», sagt Stefan Trümpi.

Es gehe jetzt darum, neben Eigenkapital auch günstiges Fremdkapital zu finden, sagt Fritz Trümpi: Darlehen, Sponsoren, Unterstützungsbeiträge von Bund und Kanton. Er hat neben dem Herz für die Region auch ganz handfestes Interesse daran, dass es Braunwald gut geht: Trümpi hat vor Jahren das Restaurant auf dem Gumen gekauft, er besitzt Immobilien und Land in Braunwald, und zwei seiner Firmen leben vor allem von Aufträgen im Glarnerland.
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Neue Gumenbahn 2007

Beitrag von alpiz »

Die neuen Besitzer haben eine neue Variante für den Neubau der Gumenbahn ausgearbeitet. Freunde von Seitwärtssesseln kommen auch weiterhin auf Ihre Kosten. Gebaut werden soll eine Kombibahn mit seitlichen kuppelbaren Zweiersessels (à la Cardada-Cimetta) und Vierergondeln auf der bestehenden Linie. Die Kapazität soll 800 p/h betragen, was ich eher wenig finde.
Persönlich hätte ich eine Erschliessung mit Achtergondelbahn und Sesselbahn via Grotzenbühl besser gefunden weil:
Jetztiger Standort der Gumenbahn liegt sehr ungünstig
Im Sommerbetrieb wäre es anders günstiger gekommen (nur 1 Achse)
Die zwar nicht sehr alte, aber völlig überlastete Gruppenumlaufbahn Hüttenberg wäre ebenfalls ersetzt gewesen.

So werden in Zukunft noch mehr Ersatzinvestitionen anstehen. (Seblen, Bächi, GUB)

Natürlich hat die neue Variante auch ihre Vorteile

Weitere Infos in der Broschüre auf www.braunwald.ch unter Neubauprojekte.
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Beitrag von KnM »

Mehr als 800p/h brauchts auf den Gumen auch nicht.

Ich finde das aktuelle Projekt auch sehr unwirtschaftlich, weil die Gumenbahn nunmal nicht die Hauptachse ist und es somit eine Erschliessung von Grotzenbühl aus auch tut.
Ein anderes Problem, was ich noch sehe: Die Talstation der VR101 ist sehr ungünstig gelegen. Möchte man diese verschieben (wenn es überhaupt möglich ist) müsste man die ganze Trasse leicht schieben und somit eine neue Schneise in den Wald schlagen. Es dürfte eine Frage der Zeit sein, bis sich noch Umweltverbände einschalten.

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Beitrag von TPD »

Es dürfte eine Frage der Zeit sein, bis sich noch Umweltverbände einschalten.
Das machen die eh. :evil:
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Pilatus
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Beitrag von Pilatus »

Das wird mir wohl eine schöne Kombianlage :lol: Man würde aber bei einem Neubau die Seitwertssessel besser nur für den Sommerbetrieb verwenden, denn so ist die Bahn ja kaum als Sportbahn zu gebrauchen. Und kann die VR101 stehen bleiben (ich hoffe es!)
KnM
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Beitrag von KnM »

Die VR101 muss weg. Sonst könnte man nicht die Bergstation weiter verwenden.
Das mit den Umweltverbänden hat sich auch erübrigt, weil die Trasse bestehen bleibt (bzw. minim verschoben wird).

Was mich aber an diesem Prospekt stört, ist dass nur ganz am Rande erwähnt wird, warum man auf dieses Projekt kommt ('aus verschiedenen Gründen konnte das andere nicht realisiert werden')
Seinerzeit beim Verzicht auf den Bau der 6EUB haben sie einen ganzen Roman geschrieben, weshalb es effizienter sei, den Ersatz via Grotzenbühl zu tätigen. Mich würde es wundern, weshalb solche ökonomischen Prinzipien innerhalb von einem Jahr ins andere Extrem ändern können ;)

Zudem hiess es: Für eine 6EUB auf bestehnder Trasse ist kein Geld vorhanden. Ich kenne zwar die Preise nicht genau, aber ich gehe davon aus, dass eine Kombibahn mit Spezialsesseln eher noch teurer zu stehen kommt.
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Beitrag von TPD »

Das mit den Umweltverbänden hat sich auch erübrigt, weil die Trasse bestehen bleibt
Sofern die neue Bahn die selbe Förderleistung wie die VR 101 hat. Denn sonst muss der Nachweis erbracht werden, dass die höhere Förderleistung nicht der Natur schadet...
Wobei mit 800 pers/h sollte dies nicht so ein Problem sein. Aber man kann ja nie wissen, denn diese Organisationen haben noch viele Überraschungen auf Lager.
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Beitrag von KnM »

Also übertreiben wollen wirs jetzt auch nicht ;) Ich wüsste jetzt keine Ersatzanlage, die lediglich wegen Kapazitätsausbau angeprangert wurde.

Meistens gehts um neue Schneisen oder Neuerschliessungen.
GAG
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Beitrag von GAG »

Stimmt leider nicht!
Die neue 4CLD in La Dole wurde mit "nur" 1200 P/h gebaut.
Ich weiss zwar nicht was für eine Bahn da vorher stand, nehme mal an ein Schilift, aber das Theater, dass da plötzlich 50% mehr Schifahrer runter fahren......
Dies hat das ganze Bauprojekt letzten Sommer ernsthaft gefährdet! So konnte auch erst sehr spät mit dem Bau begonnen werden.
Michael Meier
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Beitrag von Michael Meier »

@GAG: Es standen an dem gleichen Hang 2 Skilifte. Waren beides Uralte Stangenschlepper. Warum man da Garaventa gekauft hat ist mir ein Rätsel, denn das ganze gebiet hat sonst nur einen Bügellift von Garaventa und das ist schon ein umgebauter. der Rest ist alles Montaz-Mautino, Montagner oder Poma. Auch die 4er Sesselbahn vor 2 Jahren war eine von Montaz Mautino. Und jetzt eine von Garaventa???
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Wenn die Kapazität so niedrig bleibt stört das wenig, Die Piste zwischen der Talstation Skilift Gummen und dem Grotzenbühl ist sowieso nur ein in den Fels gesprengter weg. über 800p/h mag das gar nicht schlucken. da Spotzt nicht nur der naturschutz sondern auch das BAV.
Renovieren das Ding!! Wir können einem Menschen ein Herz eines anderen Menschen einbauen, wir können im Weltall ein Sonnenkollektor flicken, wir können ein Auto auf den Mars schicken. Aber eine 50 Jährige Sesselbahn hat noch niemand renoviert.
KnM
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Beitrag von KnM »

In der Regel holt man sich bei einem Bau zunächst verschiedene Offerten ein, und entscheidet dann. Wenn in einem Gebiet schon übermässig viel von einer Marke steht, kann es vorkommen, dass diese quasi meint, sie hätte an diesem Berg ein Abo (würde sowieso gewinnen) und verlangt einen höheren Betrag.
Von daher könnte ich mir vorstellen, dass Montaz-Mautino zu hoch gepokert hatte.

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Chasseral
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Beitrag von Chasseral »

Die 2KSB Gumen wurde übrigens dieser Tage abgebrochen!!

Jakob Schuler hat Bilder auf www.skilift-nostalgie.ch veröffentlicht.

Was ich bis dato nicht wusste: Die Bahn hatte ja auch einige Gondeln. Ich war bislang nur mal im Sommer da und hatte keine Gondeln gesehen.
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Beitrag von Rob »

Und noch einige Bilder auf die Homepage.
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SPATENSTICH NEUE GUMENBAHN

Beitrag von philipp »

Hallo

Erfreulicherweise scheint nun die Zeit der Verwirrung und des Stillstands bie den Neubauprojekten in Braunwald endgültig vorbei zu sein.

Denn vor einer guten Woche, am 15.6.07 fand der Spatenstich für die neue Gumenbahn statt:

"Zwar standen die Begrüssungsworte von Werner Bäbler, dem Leiter der Sportbahnen Braunwald, in harter Konkurrenz zum Trommeln der Regentropfen auf die bunten Schirmdächer der zahlreichen Zuhörenden. Dennoch tat die unwirtliche Witterung der aufgeräumten Stimmung keinen Abbruch: endlich, nach gut zwei Jahren bangem Wartens und ungewissem Auf und Ab, kann begonnen werden mit dem Bau der neuen Gumenbahn, der vergangenen Freitag mit dem blechernen Klang der Baggerschaufel symbolisch eingeläutet wurde"

weiter hier: http://www.fridolin.ch/uploads/pdf-zeitung/seite_59.pdf

Und:

"Stürmischer Neuanfang – Spatenstich neue Gumenbahn
Als ob die wechselvolle Geschichte des Braunwalder Tourismus konzentriert in 30 Minuten nochmals durchlebt werden müsste, ergoss sich ein sintflutartiger Regen bei peitschenden Winden über die Festgemeinde. Doch alle trotzten diesem garstigen Wetter, um das Niederreissen des letzten Gemäuers der 60-jährigen Gumenbahn mitzuerleben, denn ab jetzt heisst es: „Zäme schaffet mir Nüüs“.

http://www.braunwald.ch/files/?id=1987

Gruss Philipp
Dateianhänge
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Beitrag von benito »

Ich persönlich fand das zuerst erarbeitete Konzept mit dem Bau einer 8EUB als Ersatz für die GUB und einer 2SB hoch zur Gummen als sinnvoller.
Die Kapazitätsprobleme bei der Talstation sind nun weiterhin nicht gelöst. Klar, es gibt eine Komfortverbesserung mit der neuen Gummenbahn.. aber damit hat es sichs. Schade!!
benito
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Beitrag von benito »

Sportbahnen Braunwald AG: Die neue Gumenbahn

Das vom neuen Verwaltungsrat der Sportbahnen Braunwald AG in Zusammenarbeit mit Bahnbauspezialisten entwickelte Projekt sieht eine neue Kombibahn 2er-Sessel/4er-Gondel mit einer Transportkapazität von 800 Personen pro Stunde auf dem Trassé der bestehenden Sesselbahn vom Leglerberg hoch zum kleinen Gumen vor. Dabei sind 84 Fahrzeuge vorgesehen, wovon ein Viertel 4er-Gondeln und drei Viertel 2er-Sessel sind. Bei den 2er-Sesseln sitzen die Passagiere quer zur Fahrtrichtung nebeneinander, wie dies bei der alten Bahn der Fall war. Damit soll der Charakter und Geist der alten Bahn auf den Gumen erhalten bleiben, und die Gäste können während der Bergfahrt die herrliche Berglandschaft ideal geniessen. Gleichzeitig erlauben diese im Querschnitt schmalen Sessel die Umgehung grosser bautechnischer Probleme im Bereich der Felspassage unterhalb des Skiwegs und in der Bergstation. Bei Schlechtwetter und Nachtbetrieb sind die ebenfalls kompakten 4er-Gondeln vorgesehen; bei Vollbetrieb werden sowohl Gondeln als auch Sessel eingesetzt. Der Antrieb der Bahn und die Garagierung der Fahrzeuge erfolgt im Tal in einem neuen Stationsgebäude, welches das bestehende Gebäude ersetzt. Das bestehende Bergstationsgebäude kann mit einigen baulichen Anpassungen für die neue Bahn weiter verwendet werden, was zu Kosteneinsparungen führt und zudem den Charakter des architektonisch wertvollen Gebäudeensembles auf dem Gumen erhält.

Linienführung

Die Bahn überwindet auf einer horizontalen Länge von rund 1924 m über insgesamt 19 Stützen eine Höhendifferenz von 591 m; sie benötigt dafür 7,6 Minuten. Die Achse der neuen Bahn liegt annähernd auf derjenigen der alten Bahn. Zur Einhaltung der heute erforderlichen Abstände zu festen Hindernissen im Bereich der Felspassage unterhalb des Skiwegs muss die Bahnachse jedoch um 1,50 m (Bergstation) bis 5,00 m (Talstation) Richtung Osten verschoben werden. Die Verschiebung der Bahnachse setzt die Nutzung einer sich nicht im Besitz der Sportbahnen Braunwald AG befindenden Landfläche von 57 m2 voraus. Mit der Besitzerin, der Familie A. Gisler, Braunwald, konnte in verdankenswerter Weise eine einvernehmliche Lösung gefunden werden (Verkauf und Näherbaurecht).

Talstation

Die alte Talstation ist sowohl für Perron/Station als auch als Fahrzeuggarage von den Abmessungen her zu klein für die neue Bahn, sodass der Erhalt dieses Gebäudes ausser Betracht fällt. Für die neue Bahn ist somit ein neues Gebäude vorgesehen, welches sowohl Perron und Antrieb überdeckt als auch die Fahrzeuggarage umfasst. Architektur und Bautechnik des Gebäudes sind einfach und zweckmässig. Durch eine standortgerechte Wahl der Baumaterialien (Holz, Stein) soll das Gebäude der Umgebung angepasst werden. Nebst dem Passagierfluss und der Garagierung dient die Talstation auch dem Güterumschlag für die Bergrestaurants Gumen und Ortstockhaus sowie für Alp- und Forstbetriebe. Entsprechend werden mittels einer überdeckten Verladerampe und entsprechenden Manövrier- und Lagerfläche günstige Bedingungen dafür geschaffen. Gleichzeitig entsteht dringend notwendige Lagerfläche für die Einlagerung von Winterausrüstung der Sportbahnen im Sommer.

Bergstation

Das bestehende Gebäude der Bergstation mit Baujahr 1947 eignet sich mit einigen baulichen Änderungen für die neue Bahn. Die baulichen Anpassungen umfassen vor allem die Aufweitung des Lichtraumprofils der Perronhalle, verbunden mit einer Absenkung des bestehenden Bodens. Daneben wird der ganze Ausgangsbereich für die Bahnpassagiere neu gestaltet. Weiter werden die Fassaden und das Dach des Gebäudes saniert. Die Beibehaltung dieses Gebäudes führt einerseits zu beträchtlichen baulichen Einsparungen; auf der anderen Seite kann der eingesessene Charakter des Ensembles der Bergstation mit dem Bergrestaurant erhalten werden. Der Ausstieg der Passagiere Richtung Skigebiet und Wanderwege bleibt erhalten und trägt damit der langjährigen Treue und Gewohnheit vieler Gäste Braunwalds Rechnung.

Fahrzeuge

Den Grossteil der Fahrzeuge (75%) bilden die seitlichen 2er-Sessel. Die Sessel entsprechen dem Prinzip der alten Gumenbahn, welches von vielen Gästen Braunwalds sehr geschätzt wurde. Die Blickrichtung quer zur Fahrtrichtung eröffnet gerade im Gelände der Gumenbahn auf der Bergfahrt ein herrliches Panorama. Genau wie die alten Sessel sind die neuen vom Förderseil koppelbar und ermöglichen bequemes Ein- und Aussteigen. Das Dach über der Sitzfläche bietet einen gewissen Witterungsschutz. Bei den Gondeln handelt es sich um handelsübliche Fahrzeuge mit vier bequemen Plätzen und automatischer Türöffnung. Auch diese sind koppelbar und ermöglichen bequemes und sicheres Ein- und Aussteigen bei gleichzeitig hoher Fahrgeschwindigkeit auf der Strecke. Die Gondeln bieten insbesondere bei schlechter oder kalter Witterung einen wesentlich höheren Fahrkomfort als die Sessel, wobei bei kalter oder schlechter Witterung ein geringeres Passagieraufkommen da ist und entsprechend auch weniger Fahrzeuge in Betrieb sind. Ski und Snowboard werden bei beiden Fahrzeugtypen abgezogen und in Köcher an den Fahrzeugen eingesteckt. Trotz der zwei unterschiedlichen Fahrzeugtypen kann der Zu-/Abstieg am gleichen Ort erfolgen, was zu kompakten Abmessungen der Stationen führt.

Investitionskosten

Die Kosten der neuen Gumenbahn werden auf 8,1 Mio. Franken (CHF) veranschlagt und setzen sich aus folgenden Kostenelementen zusammen:

Projektierung 170 000.–
Gebühren 10 000.–
Abbrüche und Rodungen 90 000.–
Stationsgebäude 1 050 000.–
Stützenfundamente 600 000.–
Elektromechanischer Teil; Bahnbau 5 7 00 000.–
Elektrische Erschliessung Mittelspannung 140 000.–
Gebühren, Landerwerb, Ertragsausfall 30 000.–
Diverses (Drehkreuze, Absperrungen, Ausrüstungen usw.) 60 000.–
Rundung und Reserve 150 000.–
Finanzierung; Baukredit 100 000.–
Total Kostenvoranschlag (± 10%) 8 100 000.–

Quelle: www.seilbahn.net 14.08.2007 (Hier hat es noch Bilder..)
philipp
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Beitrag von philipp »

Aktuellere Bilder gibt es hier:

http://www.braunwald.ch/de/gallery/inde ... &imgSize=3

unter anderem:
Bild
Fundament der Talstation

Gruss Philipp
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piano
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Beitrag von piano »

Freut mich, dass hier doch noch etwas zu Stande kommmt. Da bin ich gespannt auf diese spezielle Kombibahn. Ich finde da hat man eine gute Lösung gefunden, bei der trotz einem Neubau der Style der Vorgängerbahn nicht völlig verloren geht.
benito
Vogelsberg (520m)
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Beitrag von benito »

^Es freut mich auch, dass was gebaut wird. Auch freut es mich, dass mal was Spezielles gewagt wird.

Trotzdem: Zweifel bleiben:

1. Eine Förderleistung von 800 Personen pro Stunde

2. Das Problem der GUB wird so nicht gelöst. Wartezeiten bei der Talstation bleiben bestehen, denn alle Tagestouris müssen wohl oder übel mit der GUB befördert werden..

3. Schade, dass keine Lösung gefunden wurde, dass man auch bei einer seitwärtsfahrenden KSB die Skis nicht abgeschnallt werden müssen... Das wäre noch das Krönchen für die aussergewöhnliche Bahn gewesen.

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