FREUDENTAG! Grünes Licht für Ausbau auf Tirols Gletschern

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lanschi
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FREUDENTAG! Grünes Licht für Ausbau auf Tirols Gletschern

Beitrag von lanschi »

ganz frisch von tirol.ORF.at
Grünes Licht für Ausbau auf den Gletschern
Seit Dienstag gibt es grünes Licht für den Ausbau auf zwei Tiroler Gletschern. Die Landesregierung hat ein dementsprechendes Raumordnungsprogramm beschlossen.

Seilbahner dürfen sich freuen
Das neue Programm erlaubt es den Seilbahnbetreibern, neue Gletscher zu erschließen. Konkret ist der Zusammenschluss zwischen dem Söldener Gletscherskigebiet und dem Pitztaler Skigebiet damit möglich, so Landeshauptmann Herwig van Staa (ÖVP) in der Regierungspressekonferenz am Dienstag.

Auch die Kaunertaler dürfen sich freuen, eine Seilbahn auf den Gepatschferner ist im Raumordnungsprogramm erlaubt. Außerdem gebe es laut van Staa eine Erweiterung der Schutzgebiete auf den Gletschern.

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lanschi
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Beitrag von lanschi »

Noch eine kurze Meldung dazu von der Tiroler Landesregierung:
Gletscherschutz neu beschlossen: „Eine wesentliche Erweiterung der Schutzgebiete“ bringt laut LH Herwig van Staa die auf Antrag von LR Anna Hosp beschlossene Verordnung, mit der ein Raumordnungsprogramm über den Schutz der Gletscher erlassen wird. „Die Erweiterung der Schutzflächen beträgt fast viermal soviel wie die mögliche Fläche für Skigebiets-Erweiterungen“, stellte dazu der Landeshauptmann im Pressefoyer der Landesregierung nach der Sitzung im Landhaus in Innsbruck fest.
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snowflat
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Beitrag von snowflat »

Der Zusammenschluss zwischen Sölden und Pitztal wird nun noch konkreter:
Gletscher: Land beschließt Erweiterung der Schutzflächen

Aber auch ein Zusammenschluss zwischen Söldener und Pitztaler Gletscher könnte bald Wirklichkeit werden, hieß es am Dienstag aus dem Landhaus.

Konkret soll der seilbahntechnische Zusammenschluss so aussehen: Eine Bahn soll durch das Grießtal zu einer Zwischenstation führen. Von dort geht es weiter auf den Linken Fernerkogel - mit anschließender Abfahrtsmöglichkeit zum Rettenbachferner bzw. zum Pitztaler Gletscher.
Weiters soll von der Zwischenstation eine Bahn zur Schwarzen Schneid am Rettenbachferner führen.


Auch am Kaunertaler Gletscher ist eine Möglichkeit zur Weißseespitze vorgesehen. Alle Projekte müssen allerdings noch durch die UVP. Der Mittelferner soll im Gegenzug unter Naturschutz gestellt werden.

„Die Erweiterung der Schutzflächen beträgt fast viermal soviel wie die mögliche Fläche für Skigebiets-Erweiterungen“, stellte LH Herwig van Staa nach der heutigen Regierungssitzung fest.
Quelle: tirol.com

Mal schauen wie lange das alles dauern wird, steht ja u.a. die UVP an ...
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Beitrag von Emilius3557 »

Wo liegt denn der Mittelferner?
Die meinen wahrscheinlich den Mittel BERG ferner. Darauf steht aber heute schon das Pitztaler Skigebiet. Wahrscheinlich meinen sie das hintere große Gletscherbecken. Dadurch sollte aber die Verbindungsabfahrt vom Fernerkogel verlaufen... hmm
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Downhill
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Beitrag von Downhill »

Na dann ein Hoch auf den guten alten Kuhhandel. Ein paar neue Schutzgebiete für die Umweltschützer, ein paar neue Lifte für die Betreiber , und alle sind glücklich. Und alle drei Gletschergebiete haben etwas davon, dann kann man sich auch nicht mehr über Bevorzugung beschweren. :wink: :wink: :wink:

snowflat hat geschrieben:Eine Bahn soll durch das Grießtal zu einer Zwischenstation führen. Von dort geht es weiter auf den Linken Fernerkogel - mit anschließender Abfahrtsmöglichkeit zum Rettenbachferner bzw. zum Pitztaler Gletscher.
Vom Fernerkogel direkt zum Rettenbachferner abfahren? Hmm, die Piste will ich sehen :lol:
Dove vai senza sci?
Wege entstehen, indem man sie geht.
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snowflat
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Beitrag von snowflat »

Ganz "große" Presseinformation auf der Homepage des Pitztaler Gletschers:
PRESSEINFORMATION St:Leonhard i.Pitztal 2.05.06



Tiroler Landesregierung beschließt neues Raumordnungsprogramm Gletscher
Weitreichende Folgen für den Pitztaler Gletscher


Mit Regierungsbeschluß vom 2.Mai 2006 hat die Tiroler Landesregierung ein neues Raumordnungsprogramm Gletscher in Kraft gesetzt. Damit verbunden ist eine Ausweitung der bisherigen Schutzgebiete und eine Präzisierung der Flächen, die in der Zukunft für den Gletscherskilauf - auch im Pitztal -genutzt werden können. Damit wurde auch eine wichtige legistische Voraussetzung für einen skitechnischen Zusammenschluß des Pitztaler und Ötztaler Gletscherskigebietes geschaffen.

Aus der Raumordnungskonzeption der 80 er Jahre, dem Beginn der Erschließung am Pitztaler Gletscher und dem damals vom Land Tirol zugesprochenen Erschließungsgebiet, wurden weitere 640 Hektar des Gemeindegebietes St.Leonhard mit Schutzgebietstatus versehen. Dem steht eine ca 10 % Ausweitung der im Pitztal und Ötztal bestehenden Fläche für den Skilauf gegenüber. Von der neuen Regelung betroffen ist u.a. das Gebiet rund um den Linken Fernerkogel (3.277 m) der mit einer Gondelbahn erschlossen werden soll und süd- und nordseitige Abfahrtsvarianten ermöglicht. Für diese Nutzung und die integrierte Anbindung an den Rettenbachferner steht jedoch noch eine UVP Prüfung bevor.

Für den Inhalt verantwortlich:

Mag. Willi Krüger c/o Pitztaler Gletscherbahn A 6481 St.Leonhard i.P.

Tel. 0664 4300620
Quelle: http://t303.ilongo.info/index.php?id=17
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Huppi
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Beitrag von Huppi »

Auf diese Nachricht habe ich seit Jahren gewartet ;-)

Gruß -=[Tribal]=-
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k2k
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Beitrag von k2k »

FREUDENTAG!
Naja, kann man so und so sehen. Am Anfang hieß es doch, die ganze Sache solle dazu dienen, so etwas wie Chancengleichheit unter den Tiroler Gletscherskigebieten herzustellen. Wenn der Zusammenschluß Pitztal-Sölden kommt dürfte klar sein wer beim (gewinnträchtigen) Herbstskilauf in Zukunft den Ton angibt. Das ist schön, denn diese Verbindung ist sicher eines der Projekte, bei denen man mit wenig Aufwand (= zwei Lifte) viel erreicht. Aber die Verantwortlichen haben ihre eigene Argumentation ad absurdum geführt.
Das ist insofern bedauerlich da damit ja unter anderem die von mir abgelehnte weil für sinnlos erachtete Erschließung der Weißseespitze begründet wurde.
Downhill hat's auf den Punkt gebracht, Kuhhandel ist das richtige Stichwort. Mit gewaltigem Gschmäckle, so gesehen. Insofern sehe ich die Sache zwar nicht unbedingt uneingeschränkt negativ - immerhin gibts vielleicht bald ein paar interessante Liftbaustellen ;-) - aber nen Grund zum vor Freude in die Luft springen sehe ich auch nicht.
"Seilbahnen sind komplexe technische Systeme. Sie sind Werke innovativen vielschichtigen Schaffens und bilden ein spannungsvolles Zusammenspiel technischer und wirtschaftlicher, politischer, sozio-kultureller und landschaftlicher Faktoren." (Schweizerisches Bundesamt für Kultur)
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lanschi
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Beitrag von lanschi »

Ich schon. Österreich braucht eine dritte (große) Alternative zum Stubaier bzw. Hintertuxer Gletscher, und die ist mit der künftigen Ötztal-Pitztal-Arena gegeben.

Den Gepatschferner mit Weißseespitze brauch ich persönlich nicht (selbst wenn´s da eine schöne PB rauf gibt, aber der Berg hat für mich skitechnisch nicht viel Sinn) - das Fernerkogel-Projekt samt Zusammenschluss ins Ötztal halte ich hingegen für sehr wichtig. Und eine weitere Großraumschaukel ist damit geboren: Sölden - Ötztaler Gletscher - Pitztaler Gletscher - Rifflsee.

Ich freu mich schon drauf, auch wenn vor 2009 wohl keine der neuen Bahnen in Betrieb gehen.

Was noch interessant wird ist der Skiabfahrt vom Ötztaler Gletscherskigebiet zum Pitztaler Gebiet. Die kann doch wohl nur übers Pitztaler Jöchl, oder mit viel Sprengarbeit evtl. über den Bereich Mutkogl laufen. Eine direkte Abfahrtsmöglichkeit vom Rettenbachjoch halte ich zwar für fahrbar, jedenfalls aber auf keinen Fall für Otto Normalskifahrer realisierbar.

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billyray
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Beitrag von billyray »

Also, auch übers Pitztaler Jöchl ist es bitter steil und felsig...
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snowflat
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Beitrag von snowflat »

Uiiii ... habe ja nicht lange auf sich warten lassen mit ihrer Wortmeldung:
Statt Schutz der Gletscher: Grüne sehen Schutz der Seilbahnwirtschaft

Kritik an der neuen Raumordnungsnovelle üben die Tiroler Grünen. Sie werfen der Landesregierung vor Gletscherbahnen statt Gletscher zu schützen.


Kritik an der neuen Raumordnungsnovelle
Die Landesregierung beschloss am Dienstag ein Raumordnungsprogramm, mit dem der Zusammenschluss von Ötztaler und Pitztaler Gletscherskigebiet sowie die Erschließung der Weißseespitze im Kaunertal möglich wird. Gleichzeitig wurden die Ruhegebiete in den Gletscherregionen vergrößert.

Die Grünen werfen der Landesregierung jetzt vor, bei dem Programm handle es sich eher um einen Schutz der Seilbahnwirtschaft als um einen Schutz der Gletscher. Die Vorgangsweise widerspreche außerdem dem Tiroler Naturschutz-Gesetz, so die Grünen.
Quelle: ORF
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Beitrag von lanschi »

Aus dem Kaunertal heißt es heute per Mail:
Sehr geehrter Herr Lahnsteiner,

zunächst einmal herzlichen Dank dafür, dass Sie Ihre Gefühlen Ausdruck verleihen und sich mit uns darüber freuen, dass die Tiroler Landesregierung die Novellierung des Raumordnungsgesetzes beschlossen hat und damit die gesetzliche Basis dafür gegeben ist, dass die Erschließung der Weisseespitze und die damit verbundene Integrierung des Gepatschferners in das bestehende Skigebiet ermöglicht werden kann.

In den kommenden Tagen und Wochen werden die Verhandlungen zeigen welchen zeitlichen Rahmen das Projekt nach sich zieht, welche Verfahren noch positiv erledigt werden müssen und welche Auflagen mit der Realisierung verbunden werden. Sehr gerne werden wir Sie darüber informieren, können aber im derzeitigen Stadium keine Prognosen abgeben, wann letztendlich der Baubeginn erfolgen kann. Aus unserer Sicht natürlich je früher desto besser und unser Unternehmen wird alles daran setzen, dass der Baubeginn unter Einhaltung aller gesetzlichen Richtlinien und Vorgaben möglichst bald erfolgen wird.

Bitte verstehen Sie, dass ich Ihnen zum derzeitigen Zeitpunkt noch keine exakten Daten übermitteln kann, da wir wirklich "keine ungelegten Eier" ausbrüten möchten. Auf alle Fälle kann das Projekt jetzt eingereicht werden, was einen weiteren entscheidenden Schritt hin in Richtung Weisseespitze bedeutet.
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snowflat
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Beitrag von snowflat »

Downhill hat geschrieben:Na dann ein Hoch auf den guten alten Kuhhandel.
"Kuhhandel" - dieses Wort findet heute auch Anwendung beim ORF, ob da einer Downhills Kommentar gelesen hat :lol:
Land erlaubt Gletscherlifte: Pitztaler Seilbahner zeigen sich erleichtert

Im Pitztal haben sich am Mittwoch die Befürworter des Gletscherausbaues erleichtert gezeigt. Am Dienstag hatte die Landesregierung Grünes Licht für den Bau mehrerer Lifte und Abfahrten am Linken Fernerkogel gegeben.


Hoffen auf rasche Umsetzung
Rund um den Linken Fernerkogel am Pitztaler Gletscher sollten sich schon bald die Skifahrer tummeln. Ernst Eiter, Aufsichtsrat im Tourismusverband Pitztal, sagte am Mittwoch gegenüber "ORF Tirol heute", man hoffe nun auf eine rasche Umsetzung.

Zufrieden zeigte sich auch der Bürgermeister von St. Leonhard im Pitztal, Rupert Hosp. Sechs Jahre habe man auf diese Entscheidung hingearbeitet. Vielen Pitztalern sei ein Stein vom Herzen gefallen.


Kraftwerksgegner sehen Kuhhandel
Keine Freude haben die Kraftwerksgegner der Initiative Pitztal. Sie vermuten einen Kuhhandel: Das Land gebe den Pitztalern den Gletscher, dafür bekomme die TIWAG den Stausee im Taschachtal.

Bürgermeister Hosp sieht das anders, es habe keinen Deal gegeben. Man habe aber gesagt, zuerst wolle man die alten Fragen beantwortet haben, ehe man sich den neuen Fragen zuwende. Es habe keine Verhandlungen mit der TIWAG gegeben und es sei auch noch nicht Zeit, mit der TIWAG zu verhandeln, so der Bürgermeister.


Weitere Forderungen aus dem Pitztal
Die Pitztaler drehen die Schraube weiter. Die umstrittene Sicherheitsabfahrt durch das Griestal sei zwar eingereicht, aber noch nicht genehmigt. Bürgermeister Hosp sagte, man wolle auch eine Antwort auf diese Frage, erst dann gebe es konkrete Gespräche mit der TIWAG. Die Pitztaler Gletscherbahnen wissen was sie wollen: Ausbau, neue Bahnen und Abfahrten.


Kritik vom Umweltanwalt
Doch was heißt das für das gesamte Tal? Mehr Verkehr, mehr Risiko im hochalpinen Tal? Allein 50 Lawinenstriche gibt es bis zur Gletscherbahn. Da gebe es viele Fragen, die das Land im Vorfeld nicht geklärt habe, kritisiert Landesumweltanwalt Sigbert Riccabona. Die Talentwicklung werde prekär, wenn man im Talschluss eine riesige Infrastruktur bewillige und sich denke, der Wilcbach- und Lawinenverbauung werde schon was einfallen.


Hosp weist Kritik zurück
Die zuständige Landesrätin Anna Hosp (ÖVP) weist diesen Vorwurf von sich. Die Talentwicklung werde berücksichtigt. Diesbezügliche Fragen zu klären sei Aufgabe der Umweltverträglichkeitsprüfung. Aber man habe sich beim Land bereits intensiv dazu Gedanken gemacht.

Wenn das Projekt Linker Fernerkogel eingereicht wird, wird ein aufwändiges Genehmigungsverfahren gestartet. Ob das Projekt durchgeht, ist offen. Die grüne Ampel der Politik könnte durch die Behördenverfahren wieder auf Rot geschaltet werden.
Quelle: ORF
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Beitrag von snowflat »

Alle schießen gegen Landesrätin Anna Hosp:
Zweifel an der rechtmäßigen Verordnung für Gletscher

Am Dienstag beschloss die Landesregierung das Raumordnungsprogramm. Die Kritiker sind nicht überzeugt.


Bild
P. Haßlacher: 'Wir waren nur über eine moderate Erweiterung im Pitztal informiert.'
Bild: Böhm



Landesrätin Anna Hosp war am Dienstag selbst (zumindest) überrascht, dass Landeshauptmann Herwig van Staa nach der Regierungssitzung vom Beschluss über das Raumordnungsprogramm Gletscher berichtete.

Am Dienstagvormittag waren nämlich die Karten mit den überlagerten Skigebiets- und Schutzgebietsgrenzen noch gar nicht fertiggestellt. Für die Kritiker ein Zeichen dafür, dass die Verordnung "zumindest nicht lupenrein zustande kam", so der Raumordner des Alpenvereins, Peter Haßlacher.

Die Umweltsprecherin der Grünen, Maria Scheiber geht noch weiter: "Der Naturschutzbeirat wurde zur endgültigen Version gar nicht mehr gehört, obwohl das nach dem Tiroler Naturschutzgesetz verlangt wird."

Landesrätin Anna Hosp kontert: "Das stimmt nicht. Der Naturschutzbeirat wurde sehr wohl angehört." Das sei zwar schon eine Zeit lang her, aber es habe sich nicht sehr viel an der damals, 2004, vorgestellten Verordnung geändert.

Haßlacher sieht das anders: "Wir waren von einer moderaten Erweiterung zwischen Ötztal und Pitztal ausgegangen. An der Südseite, sodass unsere Schutzhütte und das Ausbildungsgebiet rund um die Braunschweiger Hütte nicht tangiert wird." Deshalb zeigte er sich auch in einer ersten Stellungnahme am Dienstag enttäuscht, zumal "es sich um einen Vollausbau handelt".

Hosp bleibt dabei: "Es wurden nur einige Sätze im Erläuterungstext geändert". Diese würden "das Ötztal und das Pitztal treffen".

Scheiber beruft sich ihrerseits auf ein Gespräch mit der Landesumweltanwaltschaft. Auch diese sei im Naturschutzbeirat vertreten, aber nicht über den vollen Umfang der Erweiterungen in Sachen Pitztal informiert worden. Scheiber fordert nun "zurück an den Start": "Es ist doch peinlich für eine Naturschutzlandesrätin, nur mit den Seilbahnern zu sprechen."
Quelle: TT
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Beitrag von miki »

Auch ich warte schon lange auf diese Meldung :) (volle Zustimmung, Lanschi & Tribal), vor Freude in die Luft springen werde ich aber erst wenn die Bagger rollen. Eine grosse Hürde ist zwar geschafft, es kann aber soo vieles noch schiefgehen - Stichworte Umweltanwalt, Umweltsenat, UVP usw. usw. Besonders dieser Satz beunruhigt micht:
Wenn das Projekt Linker Fernerkogel eingereicht wird, wird ein aufwändiges Genehmigungsverfahren gestartet. Ob das Projekt durchgeht, ist offen. Die grüne Ampel der Politik könnte durch die Behördenverfahren wieder auf Rot geschaltet werden.
Andererseits:
Haßlacher sieht das anders: "Wir waren von einer moderaten Erweiterung zwischen Ötztal und Pitztal ausgegangen. An der Südseite, sodass unsere Schutzhütte und das Ausbildungsgebiet rund um die Braunschweiger Hütte nicht tangiert wird." Deshalb zeigte er sich auch in einer ersten Stellungnahme am Dienstag enttäuscht, zumal "es sich um einen Vollausbau handelt".
Wenn ich diese Aussage richtig verstehe, hat sich sogar der Alpenverien abgefunden, das die Verbindung zwischen Ötztal und Pitztal gebaut wird, nur nicht in Bereich der Braunschweiger Hütte. Das soll schon was heissen, das sie einmal nicht bedingungslos gegen alles sind :? ...
Those who would give up essential liberty to purchase a little temporary safety, deserve neither liberty nor safety !
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Beitrag von lanschi »

Ich denke, dass das Ganze noch viel weiter gehen wird (müssen), als manchen jetzt bewusst ist.

Das Pitztal baut zunächst eine Bahn in 2 Sektionen auf den Fernerkogel (nebenbei bemerkt - 5,2 km lang --> ich glaube nicht an eine EUB), dann die Bahn auf die Schwarze Schneid (was ich sehr bemerkenswert finde, diese Variante hatten wir hier in dieser Form noch nicht diskutiert) und schon hat man die wahrscheinlich größte, auf jeden Fall aber die interessanteste Gletscherarena Österreichs.

Die Folge: Die Gletscherstraße in Sölden wird wohl hoffnungslos überlastet sein - man wird meiner Meinung nach in einigen Jahren einen 3. Zubringer in Sölden durch das Rettenbachtal bis auf den Gletscher ziehen müssen. Alleine schon deswegen, damit das Pitztal im Herbst Sölden nicht den Rang abläuft: Wer will schon mit Schneeketten auf den Gletscher fahren, wenn er dies mit einer Seilbahn (vgl. Pitztal) auch tun kann :roll

Und in 10 Jahren will man dann im Pitztal eine kurze Bahn zum Schuchtkogel, erreicht damit den höchsten Punkt im Pitztal und hat eine weitere, mehrere Kilometer lange Abfahrt über den Mittelbergferner.

Von den Schleppliften, die jetzt noch stehen spreche ich noch gar nicht... irgendwas wird man jedenfalls im Ötztal auch noch bauen müssen - sei es eine Bahn aufs Pitztaler Jöchl, oder Ersatzbauten für Seiterjöchl und Panorama.
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Beitrag von buzi »

jo. super utopie... aber uns soll es recht sein, obwohl eine Bahn durchs gesamte Rettenbachtal.... da wäre ich auch skeptisch... aber man wird sehen... Jetzt müssen wir erstmal warten, was jetzt gebaut wird.

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Beitrag von starli »

lanschi hat geschrieben:Alleine schon deswegen, damit das Pitztal im Herbst Sölden nicht den Rang abläuft: Wer will schon mit Schneeketten auf den Gletscher fahren, wenn er dies mit einer Seilbahn (vgl. Pitztal) auch tun kann :roll
.. letzten Montag waren glaub ich mehr Autos auf den Parkplätzen am Gletscher als an der Talstation Giggijochbahn ..

.. und ob du bei der Talfahrt 15-30 Minuten an der Gondel wartest oder die Straße runter fährst, ist auch schon wurscht :)

Sölden wird sich halt als "laut, jung und sexy" präsentieren und Pitzal als "gediegen, ruhig und idyllisch" ...

.. insofern wird das Klientel doch schön aufgeteilt ;)

Interessant wird, ob die Bahn Pitztal<>Ötztal tatsächlich gleich mit gebaut wird, 1-2 Jahre später oder noch viel später. Weil eigentlich war die von den Pitz- und Ötztalern ja gar nicht so dringend gewollt (eher im Gegenteil, die Landesregierung hat sie ja dazu gezwungen, sich jetzt schon Gedanken drüber zu machen - was aber ja dann nicht gleich heißen muß, daß es wirklich gleich alles sofort realisiert wird.)
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Beitrag von lanschi »

Langsam, aber sicher sickern die Infos zur Gletscherverbindung durch :wink:

derstandard in seiner morgigen Ausgabe:
Gletscherschaukeln ohne Ende
Die Gletscherskigebiete im Pitz- und Kaunertal sollen erweitert werden - Letzte Hürde sind das UVP-Verfahren und Umweltorganisationen
Trennlinie
Innsbruck – "Für uns ist das ein Vollausbau", sagt Peter Haßlacher, Raumplaner im Österreichischen Alpenverein, "mit einer ausgewogenen alpinen Raumordnung hat das nichts zu tun." Das von der Tiroler Landesregierung beschlossene Raumordnungsprogramm zum Ausbau der Gletscherskigebiete im Pitz- und Kaunertal kommt den Wünschen der Seilbahnen sehr weit entgegen. Im Pitztal kann der unangetastete Linke Fernerkogel gleich von zwei Seiten erschlossen werden, eine Skischaukel mittels eines Tunnels ins Ötztal ist vorgesehen.

Alpenverein: "Affront"

Im Kaunertal geht es um die Erschließung der Weißseespitze über den Gepatschferner – immerhin dem größten Plateaugletscher der Ostalpen. Haßlacher sagt dazu knapp: "Ein Affront für alle Alpinisten."

Anders klingt das bei Naturschutzlandesrätin Anna Hosp (VP): "Das ist eine maßvolle Erweiterung", und verweist auf durchzuführende UVP- Verfahren, deren Ausgang offen sei. Hosp betont, dass mit der Erweiterung der Gletscherskigebiete eine Festlegung von Endausbaugrenzen verbunden sei und parallel eine doppelt so große Fläche als Schutzgebiet ausgewiesen worden sei.

Von Landeshauptmann Herwig van Staa (VP) bestritten, aber nicht von der Hand zu weisen, ist ein Zusammenhang zwischen den Genehmigungen am Gletscher und den Kraftwerksplänen der Tiwag. Offener ist da schon der Bürgermeister von St. Leonhard im Pitztal, Rupert Hosp (VP), der von einem "ersten Schritt" bei der Erfüllung von sechs Jahre zurückreichenden Wünschen "der Pitztaler" spricht. Er weiß seinen Gemeinderat hinter sich, wenn er betont, dass es zuerst einer "Antwort auf die alten Sachen" gebraucht hat. Jetzt könne die Tiwag kommen, jetzt sei man gesprächsbereit.

Den sechs Sektionen des Alpenvereins in der Gemeinde richtet Rupert Hosp aus, dass sie als "Gäste im Pitztal willkommen" seien, was im Tal passiert, müsse aber den Pitztalern überlassen bleiben. Dazu meint Walter Sprenger, Vorsitzender der DAV-Sektion Braunschweig: "Wir sind seit 110 Jahren Gäste und haben den Einheimischen viel Nutzen gebracht." Seine Sektion betreibt die Braunschweiger Hütte, ist Grundeigentümer und wäre von der Erschließung im Pitztal unmittelbar betroffen. Sprenger befürchtet, dass Wanderer auf der viel begangenen "Via Alpina" künftig wegbleiben, und damit ein wirtschaftlicher Schaden für die Braunschweiger Hütte entstehen könnte.

Er hofft auf Widerstand durch den Deutschen und Österreichischen Alpenverein und warnt vor Gigantomanie im touristischen Ausbau. Zur Feststellung von Hosp, der Naturschutzbeirat sei angehört worden, erklärt dessen Vorsitzender, der Zoologe Heinrich Schatz: "Wir haben vor zwei Jahren zum Ausbau der Gletscherskigebiete grundsätzlich Stellung genommen." Nämlich eindeutig negativ. (Hannes Schlosser, DER STANDARD Printausgabe, 05.05.2006)
Also:

Seilbahn St. Leonhard - Braunschweiger Hütte - Linker Fernerkogel
Seilbahn Braunschweiger Hütte - Schwarze Schneid

und der Tunnel dann von der Schwarzen Schneid zur Überbrückung der Steilstufe runter zum Hangenden Ferner?
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Beitrag von Emilius3557 »

auf der viel begangenen "Via Alpina"
Das ist ein Witz! Natürlich ist der Weg viel begangen, aber nicht als "Via Alpina" sondern als alter E4-Weitwanderweg! Die "Via Alpina" kennt niemand und geht kaum jemand.

Hmm... Seilbahn Mittelstation Fernerkogel-Schwarze Schneid. Ich finde entweder Rettenbach- oder Pitztaler Jöchl immer noch logischer.
Ansonsten käme IMHO als Bahntyp nur eine PB in Frage, weil Stützenstandorte in diesem Gelände schwierig werden dürften
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lanschi
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Beitrag von lanschi »

Naja auf PB würd ich´s nicht beschränken, dort könnt man genauso gut ein Jig-Back Funitel hinbauen, recht lang wäre die Strecke ja nicht... aber vielleicht solltn wir mal ein Mail an den Herrn Krüger schreiben, vielleicht verrät er uns etwas :wink:
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Theo
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Beitrag von Theo »

Erstmals bin ich sehr froh über die Entscheidung das grundsätzlich gebaut werden darf.
Einerseits freue ich mich vor allem für die Pitztaler, andrerseits auch für die Schweiz. Grund: In der Schweiz reden manche Organisationen viel über das Tiroler Seilbahngesetz und fordern ein solches auch für die Schweiz, in der Hoffnung es könne dann fast gar nichts mehr gebaut werden.
Die sollen das Gesetz in der Schweiz nur so bringen, es könnte dann für die Grünen der Schuss nach hinten losgehen.

Nur von einem Schutz der Seilbahnwirtschaft kann man eigentlich auch nicht reden, wenn 4mal soviel Gleetscherfläche neu unter schitz gestellt wird, wie die neue Skigebietsfläche maximal betragen könnte.
Es ist vielmehr so, dass für die Umweltverbände offensichtlich nur jene Gletscher schützenswert sind, welche touristisch erschlossen werden können.
Ein Gletscher, mag er auch noch so imposant und gewaltig sein, der touristisch nicht erschlossenb werden kann weil zu weit weg von der Zivilisation ist offensichtlich nicht schützenswert.

Dass der Alpenverein Geld ins Pitztal gebaracht hat wird wohl wahr sein, dass aber dennoch die wenigsten Pitztaler von den Aktivitäten des Alpenvereins leben können ist aber sicher auch wahr.
Es muss den Pitztalern schon selbst überlassen werden ein grösseres Skigebiet zu bauen, wenn aussicht besteht, dass ein beträchtlicher Teil der bevölkerung davon leben kann. Ich möcht gar nicht wissen wie es im hinteren Pitztal ohne das Gletscheskiget heute ausschaen würde. Wohl eine ziemlich karge Landschaft wo man sich wie am Arsch der Welt vorkommt und sich kaum einer dorthin verirrt. Ich wüsste womöglich nicht einmal, dass es dieses Tal übergaupt gibt.

Was manche, nicht alle, von den Alpenvereinen von sich geben ist nichts weiter als pure Einbiuldung und Platzhirschgetue.
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snowflat
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Beitrag von snowflat »

Hier was zum Kaunertaler:
Kaunertal: Pendelbahn soll Leute im Tal halten

Des einen Freud, des anderen Leid: So sieht es auch nach dem Regierungsbeschluss zur Skigebietserweiterung am Kaunertaler Gletscher aus.

Fest hinter der Erschließung der Weißseespitze mittels Pendelbahn steht Eugen Larcher von den Kaunertaler Gletscherbahnen: "Der Ausbau ist eine Notwendigkeit, wenn man die Leute im Tal halten will. Es geht hier um die Überlebenschancen des Kaunertals." Ebenso stehe es mit den Bergsteigern: "Wenn man will, dass die Leute weiterhin in die Berge gehen, braucht es Aufstiegshilfen", ist Larcher der Ansicht.

Anders sieht es naturgemäß Landesumweltanwalt Sigbert Riccabona: "Ich halte es von politischer Seite her unverantwortlich, den Leuten solche Hoffnungen zu machen." Die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) und alle anderen Verfahren, wo sowohl die Landesumweltanwaltschaft als auch Alpenverein, Transitforum, Bürgerinitiativen und andere nichtstaatliche Organisationen (NGOs) Parteienstellung hätten und mit ihren Einsprüchen bis zum Höchstgericht gehen könnten, seien noch ausständig. "Einfach zu sagen, 'Die Regierung hats beschlossen.', heizt die Stimmung nur unnötig auf", ärgert sich Riccabona. Dem hält Larcher entgegen: "Das muss erst überprüft werden, ob das Vorhaben UVP-pflichtig ist. Immerhin wird das bestehende Skigebiet nur um rund 500 Meter verlängert." Außerdem würde die Landesregierung so etwas doch nicht beschließen, wenn es nicht ginge.

Riccabona führt ein weiteres Argument an: "Ein Ausbau bedeutet, dass mehr Gäste und damit auch mehr Verkehr ins Tal kommen. Das zieht Lawinenverbauungen und vieles mehr nach sich. Es wäre Zeit genug gewesen, ein Entwicklungsleitbild für das gesamte Kaunertal zu machen, ist aber nicht geschehen. Das ist keine zukunftsweisende Argumentation. Die Bösen sind dann wieder wir und die NGOs."

"Es kann nicht sein, dass nur die Ötztaler oder Ziller­taler ihre Skigebiete ausbauen dürfen", kontert Larcher, "wir brauchen schließlich auch etwas zum Leben."
Quelle: TT
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
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snowflat
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Beitrag von snowflat »

Heute erschienen zum Kaunertaler Gletscher:
"So schnell wie möglich einreichen”

Kaunertaler Gletscher:Raumordnungsprogramm erlassen – Erweiterung bleibt fraglich

Die Schigebietserweiterung im Kaunertal ist nun zumindest theoretisch möglich – ob es sie tatsächlich jemals geben wird, ist aber noch keineswegs geklärt. Es gibt Befürworter und Gegner des Vorhabens. Dank Raumordnungsprgramm kann das Projekt "Erweiterung des Gletscherschigebietes” nun zur Genehmigung eingereicht werden – der Ausgang der nötigen Verfahren ist freilich offen. Foto: Kaunertaler Gletscherbahnen


Das Kaunertal schafft’s in puncto Nächtigungen gerade noch unter die "Top 50” Tirols – andere Gletscherschigebiete wie Sölden, Neustift, Tux oder St. Leonhard sind unter den besten 20 zu finden. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer ist mit nicht einmal fünf Tagen unterdurchschnittlich. Die Einwohnerzahl ist von 1991 auf 2001 um lediglich fünf (auf 593) gestiegen. Es gibt gerade einmal 56 Arbeitsstätten. Das sind Gründe dafür, den Gletscherschutz in Form eines Raumordnungsprogramms aufzuweichen – das hat die Landesregierung letzten Dienstag getan. Damit wird die Erweiterung zumindest theoretisch möglich: Es sollen eine Pendelbahn auf die Weißseespitze und zwei bis drei Lifte gebaut werden. Nun werde "so schnell wie möglich eingereicht”, so Bgm. Pepi Raich, und: Man werde "gut vorbereitet in die Einreichung gehen”.

SKEPSIS. Skeptisch ist selbst LR Anna Hosp, zuständig für den Naturschutz und auch dieses Raumordnungsprogramm: "’Kaunertal’ ist insofern schwierig, weil es ein ganz neuer Gletscher ist … Man weiß, dass es im Kaunertal kein ganz einfaches Verfahren wird.” Ungeklärt sind die Auswirkungen auf das nahe Natura-2000-Gebiet. Erst wenn diesbezüglich einigermaßen sichere Erkenntnisse vorliegen, solle man Glaziologen etc. beschäftigen, so Hosp. Dass Dr. Gernot Patzelt, emeritierter Professor vom ehemaligen Institut für Hochgebirgsforschung, engagiert wird, darf bezweifelt werden – er meint: "Ich bin kein Anti-Erschließer, aber da wird eine Kammer erschlossen, die eigentlich ausgeschlossen gehört.” Zudem handle es sich dabei um "abslout kein attraktives Schigebiet”. Laut Patzelt gibt es auch im Kaunertal "keine durchgehende Zustimmung” zu diesem Erweiterungsprojekt. Kritik kommt auch von Grün-LA Maria Scheiber: Dies sei ein "Frontalangriff auf die Gletscher”; zudem bezweifelt sie die Gültigkeit der Verordnung, da der Naturschutzbeirat nicht gehört worden sei (was im Büro Hosp dementiert wird: Die Verordnung – nur im Erläuterungsbericht leicht geändert - sei vor geraumer Zeit in Begutachtung gewesen).

PRO-STIMMEN. LA Hans-Peter Bock argumentiert für die Erweiterung: Es habe bisher "keine Chancengleichheit gegenüber anderen Gletscherschigebieten” gegeben; zudem nehme das Kaunertal eine langsamere Entwicklung als Rest-Tirol. Bock erinnert daran, dass die Erweiterung "schon lange versprochen gewesen” sei und meint: "Man kann nicht auf dem halben Weg stehen bleiben.” NR Gerhard Reheis ist ähnlicher Meinung: Die Erweiterung bringe eine Strukturverbesserung und sichere die Konkurrenzfähigkeit am internationalen Markt und damit auch wichtige Arbeitsplätze für die Region. Bei den Kaunertaler Gletscherbahnen ist jedenfalls Optimismus angesagt: Wenn zu den bisherigen 70 Hektar erschlossener Gletscherfläche 30 hinzukommen, soll es 15 neue Arbeitsplätze bei den Gletscherbahnen und eine Umsatzsteigerung von 1,5 Millionen Euro jährlich geben, wie im Erläuterungsbericht zum Raumordnungsprogramm nachzulesen ist.
Quelle: Oberland-Online
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Nochwas aus der aktuellen Oberland Online, nun über die Verbindung Pitztal - Ötztal:
Pitztal und Ötztal können sich nun die Hände reichen

"Raumordnungsprogramm Gletscher” macht Schigebietserweiterungen und Zusammenschluss nun möglich

Seit sechs Jahren kämpfen die Touristiker im hinteren Pitztal um eine Erweiterung des Schigebietes am Pitztaler Gletscher. Dienstag letzter Woche hat die Landesregierung ein neues "Raumordnungsprogramm Gletscher” beschlossen, damit sind die Würfel zugunsten der Pitztaler gefallen. Mit dem Beschluss könnte es nun auch möglich werden, eine Liftverbindung zum Ötztaler Rettenbachferner zu bauen. Der Österreichische Alpenverein will gegen die Ausbaupläne weiterhin protestieren. Ausbaupläne für den Pitztaler Gletscher in Richtung Ötztal werden immer konkreter. Die erste Hürde ist mit dem "Raumordnungsprogramm Gletscher” genommen. Fotos: RS-Archiv


Mit dem Beschluss des neuen "Raumordnungsprogramm Gletscher” hat die Tiroler Landesregierung weitere 640 Hektar des St. Leonharder Gemeindegebietes mit dem Schutzgebietstatus versehen, aber auch einer zehnprozentigen Erweiterung der Schigebiete im Pitztal und Ötztal Tür und Tor geöffnet. "Von der neuen Regelung ist unter anderem das Gebiet um den Linken Fernerkogel (3.277 Meter) betroffen, das nun mit einer Gondelbahn erschlossen werden soll und so süd- und nordseitige Abfahrtsvarianten ermöglicht. Für diese Ausbaupläne und die darin festgehaltene Anbindung an den Rettenbachferner braucht es aber noch eine Umweltverträglichkeitsprüfung”, erklärt Mag. Willi Krüger, Prokurist der Pitztaler Gletscherbahnen.

PROTEST. Der Österreichische Alpenverein kündigt gegen die Erweiterung zum Linken Fernerkogel und zum Rettenbachferner Proteste an. "Wir werden die Möglichkeit unserer Parteistellung beim UVP-Verfahren voll ausschöpfen und unsere ablehnende Haltung voll einbringen”, sagt ÖAV-Geschäftsführer Peter Haslacher. Weil es Tiwag-Pläne für ein Krafwerk im Hinterpitztal gibt, glauben die Kraftwerksgegner nun an eine "Kuhandel”. "Das Land gibt den Pitztalern den Gletscher, dafür bekommt die Tiwag den Stausee im Taschachtal”, heißt es. Bürgermeister Rupert Hosp will von einem Deal nichts wissen. "Es hat noch keine Verhandlungen mit der Tiwag gegeben. Der Zeitpunkt für eine Verhandlungsrunde liegt noch fern”, so Hosp.

Schutzgebiete verdoppelt. Landesrätin Anna Hosp bringen die angekündigten Proteste nicht aus der Ruhe. "Mit dem Beschluss des Raumordnungsprogrammes zur Festlegung der Grenzen von Gletscherschigebieten wurde die raumordnungsrechtliche Möglichkeit für eine maßvolle Erweiterung von Schigebieten geschaffen. Gleichzeitig wurden aber auch die Grenzen der Ruhegebiete ausgeweitet. Als Ausgleich zu den Schigebietsprojekten ist nämlich eine Erweiterung der bestehenden Schutzgebiete unverzichtbar. Die Schutzgebiete werden im Verhältnis zu den möglichen Schigebietserweiterungen fast um das Doppelte wachsen. Die Schigebiete erreichen damit ihre Endausbaugrenzen”, konkretisiert Hosp das neue Raumordnungsprogramm.

REAKTIONEN. Unter den Tiroler Politikern zeigt man sich über das neue Raumordnungsprogramm und die daraus resultierenden Chancen zu Schigebietserweiterungen im Pitztal erfreut. Sowohl VP-Nationalrätin Astrid Stadler als auch SP-NR Gerhard Reheis sowie LA Jakob Wolf sind erleichtert. Der Zusammenschluss mit der großräumigen Ötztal Arena sei längst überfälligt”, zitiert FP-Landeschef Gerald Hauser in einer Presseaussendung.
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
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