Winterbilanz Pinzgau

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lanschi
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Winterbilanz Pinzgau

Beitrag von lanschi »

SN:
Die Wintersaison 2005/06 war gut, die Rekordwerte aus dem Vorjahr werden aber nicht ganz erreicht - mit wenigen Ausnahmen: Saalbach legte wieder zu. ERWIN SIMONITSCH

ZELL AM SEE. "Wir hatten den besten Winter aller Zeiten" - Wolfgang Breitfuß, Tourismusdirektor von Saalbach Hinterglemm strahlt. Noch liegen die Zahlen nicht im Detail vor, "aber die Gesamtzahl der Nächtigungen wird rund 1,445.000 betragen". Das sind um 20.000 mehr als im Vorjahr - und das war das bisherige Rekordjahr. Die Gründe für die neuerliche Steigerung seien vielfältig, sagt Breitfuß. "Ganz wichtig war dabei der vorangegangene Winter. Da waren wir sehr gut, das spricht sich herum, das ist ein wichtiger Aspekt. Dann ist unser Skigebiet einzigartig: Wir haben moderne Anlagen, keine Wartezeiten, auf den Pisten gibt es wirkliches Skivergnügen. Dazu bieten wir eine breite Beherbergungspalette und sehr viele Events, speziell in schwächer gebuchten Zeiten."

Bereits der Dezember war ein Rekordmonat (+ 20.000 Nächtigungen gegenüber dem Vorjahr). Auch im Jänner konnte man zulegen (+ 15.000). Sogar im traditionell starken Februar war ein Plus drinnen (+ 5.000). Nur im März gab es einen Rückgang, diesen habe man aber im April wieder wettgemacht, so Breitfuß. "Unsere Osterpauschale war ein voller Erfolg. Kinder bis 14 Jahre waren gratis, wenn die Eltern gebucht hatten." Einen bedeutenden Faktor spielen mittlerweile auch die Online-Buchungen. "Da arbeiten alle perfekt zusammen, das greift voll. "

Seit Dienstag vergangener Woche stehen die Lifte in Saalbach Hinterglemm still, Stillstand gibt es im Ort aber keinen: Ende Mai (25. bis 28.) geht es mit einem Event weiter, der bereits Kultcharakter hat, die Harley-Davidson-Biker-Mania. Und das bereits zum zehnten Mal. "Diese Veranstaltung wird größer und spektakulärer denn je", verspricht Breitfuß. Motorradfreaks sollten sich diesen Termin vormerken.

Keinen Rekordwinter kann man aus der Europa Sportregion Zell am See/Kaprun (ESR) melden: "Wir liegen im Zeitraum von November bis März 5 Prozent unter dem Vorjahr", sagt Hans Wallner. Damals wurden 1,186.000 Nächtigungen gezählt. Im April habe man sicher etwas aufholen können, aber die Vorjahrs-Rekordwerte könne man nicht erreichen. Die Gründe dafür ortet Wallner einerseits in der guten Schneelage in allen Skigebieten ("unsere Schneegarantie kam nicht so stark zum Tragen"), andererseits im späten Ostertermin: "Viele Betriebe machten bereits vorher zu. Einige bauen um, brauchen Zeit dafür, bei anderen rechnet sich eine längere Saison nicht." Zufrieden ist man dennoch in der ESR: "Wir bewegen uns ja auf einem sehr hohen Niveau. Und durch den allgemein sehr guten Winter haben viele wieder zum Wintersport gefunden. Das ist auch Potenzial für die Zukunft", so Wallner.

Michaela Obernosterer vom Regionalen Service für das Pinzgauer Saalachtal hat den Überblick über den Bezirk: "Bis Ende März hatte der Pinzgau gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 3,5 Prozent, das sind 47.000 Nächtigungen weniger." Die Rückgänge nach Regionen: ESR: 5,2 Prozent, Nationalpark: 3,8 Prozent, Pinzgauer Saalachtal: 2,6 Prozent. "Im April wird man noch einiges aufholen können", so Obernosterer. Gesamt gesehen dürfte man aber den Vorjahreswert von 5,460.773 Nächtigungen nicht erreichen.

Wenn man sich die Ergebnisse der einzelnen Orte ansieht, so fällt Hollersbach auf: Das Plus betrug Ende März 42 Prozent. Die neue Panoramabahn hat einen satten Zuwachs gebracht. Ob das auf Kosten anderer Orte gegangen ist, muss freilich noch analysiert werden.

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snowflat
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Re: Winterbilanz Pinzgau

Beitrag von snowflat »

lanschi hat geschrieben:
[...]

Wenn man sich die Ergebnisse der einzelnen Orte ansieht, so fällt Hollersbach auf: Das Plus betrug Ende März 42 Prozent. Die neue Panoramabahn hat einen satten Zuwachs gebracht. Ob das auf Kosten anderer Orte gegangen ist, muss freilich noch analysiert werden.
Dazu heute erschienen:
HOLLERSBACH: Neue Verbindung nach Kitzbühel ein "Segen"

Im Winter 2005 wurde Hollersbach (Pinzgau) durch eine neue Seilbahn mit dem Kitzbüheler Skigebiet verbunden. Die Bilanz nach der ersten Saison fällt positiv aus: Die Bahn habe sich für den Tourismus in Hollersbach und der Region Mittersill als Segen erwiesen.


"Plansoll erreicht"
Im Dezember wurde die Panoramabahn in Hollersbach als Zubringer in Richtung Kitzbüheler Skigebiet eröffnet. Mit 13,5 Millionen Euro Investition war die Gondelbahn ein finanzieller Kraftakt für die Investoren und die beiden Oberpinzgauer Gemeinden Mittersill und Hollersbach.

Initiator Franz Wieser ist mit dem bisherigen Ergebnis zufrieden: "Wir haben dieses Plansoll, das wir uns gesteckt haben, erreicht und wir schauen eigentlich gelassen in die nächsten Saisonen. Wir haben sicherlich Skifahrer aus dem gesamten Bundesgebiet gewonnen. Wir haben auch sehr viele Gäste, die mit der Salzburg Ski Card als Einheimische zu uns gekommen sind und wir haben auch in der Region zusätzliche Gäste durch diese Anlage gewinnen können."

Investitionen in der Region ausgelöst
Entscheidender Nebeneffekt der Zubringerbahn, es wird in der Region wieder investiert, schildert Baumeister Wieser: "Es gibt jetzt Investitionen, die ohne diese Anlage nicht möglich gewesen wären. Und wir haben von den Belegstagen sehr viel dazugewonnen, als wenn die Anlage nicht dagewesen wäre."

Die Investitionen sind noch nicht abgeschlossen: "Die Richtung ist die, dass wir im heurigen Sommer den letzten Schlepplift auf dem Pass Thurn eliminieren, die Beschneiungsanlage bis Jochberg fertigmachen. Wir entwickeln im Ort und der Region Gästebetten. Es sind einige Projekte im Anlauf."


"Keine Konkurrenz" mit Neukirchen
Die Befürchtungen aus Neukirchen am Großvenediger wegen der Konkurrenz durch die Hollersbacher Panoramabahn hätten sich nicht bewahrheitet, betont Wieser. Denn auch die Wildkogelbahnen hätten im vergangenen Winter ein Umsatzplus erwirtschaftet.

"Aus meiner Sicht gibt es da überhaupt keine Konkurrenzsituation", sagt Wieser, "Diese Panikmache hat sich nicht bewahrheitet, wie man in der letzten Saison von Neukirchen gesehen hat - Gott sei Dank. Denn ich glaube, dass alles, was in unserer Region investiert wird, der ganze Region gut tut."
Quelle: ORF
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
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