Neues zur Verbindung Sportgastein - Mölltaler Gletscher

Infrastrukturelle Neuigkeiten aus Österreich: Aktuelle Informationen zu neuen Seilbahnen, Pistenbauten und Modernisierungen in den Skigebieten.
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miki
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Beitrag von miki »

Ich sehe es ähnlich wie Lanschi: falls durch die neue Bahn nur zusätzlich 1000 oder 1500 Skifahrer pro Stunde auf die dreieinhalb bestehenden Pisten :wink: hinaufgepumpt werden, bin ich (einmal ausnahmsweise) dagegen. Und das aus rein egoistischen Gründen (ich bin einer der wenigen der es offen zugibt). Falls aber - was ich eher glaube - das Lift und Pistenangebot gleichzeitig ausgebaut wird (in diesem Zusammenhang erinnere ich an die Projekte 8KSB Alteck und 6KSB Weinflaschenkopf), bin ich dafür. Lieber zweimal mehr Leute und zweimal mehr Pisten, da habe ich einfach mehr Auswahl.

Das durch den Bau das Gasteinertal touristisch profitieren wird, steht ausser Frage. Und das die Umwelteingriff durch eine unterirdisch gebaute Bahn gering ist, ebenfalls. Ich glaube den Gegnern geht es eher um Grudsatzfragen, fast schon im Grenzberiech zur Phylosophie (z. B. 'wie weit unter die Erde erstreckt sich ein Nationalpark') :twisted: ?

Zum Standort der geplanten Bergstation kann ich nur spekulieren. Bis zur Talstation der bestehenden 6EUB würde ich die Bahn auf keinen Fall bauen, dadurch würde die Stollenbahn erstens unöntig lang, zweitens würde sie - wie bereits von Seilbahnjunkie befürchtet - die bestehende 6EUB, die auch nicht mehr die jüngste ist, zu sehr belasten. Am besten würde ich eine Bergstation irgendwo in der Mulde nahe der Talstationen der beiden paralellen Gletscherbahnen (6KSB / DSB) finden. Das wird noch interessant ...
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lanschi
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Beitrag von lanschi »

Naja... durch eine 6KSB Weinflaschenkopf werden ja die Pisten nicht unbedingt mehr oder? :wink:

Und den 8Bubble Alteck als großartige Neuerschließung zu preisen (bei 800 m Liftlänge, gleichzeitig aber "20 km" neuen Pisten - :twisted: ich glaub eher an 2 km) halte ich auch für falsch.

Über den Standort einer Bergstation wage ich kaum zu spekulieren - die könnte eigentlich fast überall sein. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit glaube ich aber, dass sie nicht zur 6EUB Talstation gehen wird. Das wäre erstens wohl doch zu weit und zweitens sehr dumm. Für Gastein wäre der Schareckgipfel wohl interessant, aber wohl aufgrund der Höhe und auch der Tatsache, dass die Bahn komplett unterirdisch laufen muss unmöglich. Wahrscheinlich halte ich die Varianten Gletscher-SBs Talstation bzw. im Bereich Restaurant Eissee.

Falls die Bahn aus Gastein aber kommt, dann halte ich dringende Ausbaumaßnahmen im Mölltal auf jeden Fall für ein Muss, auch wenn trotzdem die Frage bleibt ob sich dadurch großartig was ändert.

Meine Liste dann:
-6KSB Weinflaschenkopf
-8KSB Alteck
-6KSB Klühspies
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tipe
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Beitrag von tipe »

Die Stollenbahn würde aber auch an sich schon eine Vergrößerung der Mölltaler Pistenfläche bedeuten, da dann ein Wechsel zu den Pisten von Sportgastein möglich wäre. Der Wechsel vom Mölltal nach Sportgastein wäre mit Sicherheit auch für Mölltaler Gäste, vor allem im Hochwinter, interessant. In dieser Zeit fristet Sportgastein sowieso ein Schattendasein und könnte durch die Verbindung zum Gletscher attraktiver werden.
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Beitrag von mh00 »

Hallo, da ich das Gebier auch vom Sommer kenne, möchte ich auch meinen Senf dazu geben:

-Pistenflächen in Richtung Salzburg wirds vermutlich keine geben, da Nationalpark...
-In der Gletschersaison, für die ja die neue Bahn gedacht ist, bringen die geplanten Erweiterungen am Mölltaler Gletscher ja nichts und im Winter machen die paar neuen Lifte auch kein interessanten Gebiet draus.
-Von den Kostern der Tunnelbahn ohne große stattliche Subventionen mal zu schweigen...

Also das Projekt macht nur Sinn wenn das nur ein erstes Projekt sein soll und noch viel mehr später dazu gebaut werden soll...
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miki
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Beitrag von miki »

In der Gletschersaison, für die ja die neue Bahn gedacht ist, bringen die geplanten Erweiterungen am Mölltaler Gletscher ja nichts
Das musst du mir mal näher erklären ... ich bin bekanntlich schwer von Begriff :gruebel: . Die geplanten Erweiterungen am Mölltaler Gletscher leigen zwar im gletscherfreien Bereich, falls du das meinst, aber die Mölltaler schaffen es jedes Jahr - dank ihrer grossartig ausgebauten Schneeanlage - z. B. die Piste bis Talstation Klühspies Mitte Oktober zu öffnen. Selbst die Abfahrt bis zur Talstation der 6EUB ist Ende Oktober, also zu Beginn der Gletscher - Hauptsaison, fast immer offen. Man kann davon ausgehen, das auch einige der Pisten an der geplanten 8KSB Alteck (zwischen 2550 und 2950 m hoch gelegen) zu diesem Zeitpunkt offen sein werden.

Das auf Kärnter Seite
noch viel mehr später dazu gebaut werden soll
kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, das Gebiet dort ist skitechnisch nicht ideal. Aber 2 oder 3 neue Pisten am Alteck, dann vielleicht noch eine oder 2 der bestehenden Skirouten in Pisten umbauen, das wäre bestimmt möglich - und wäre fast schon eine Verdoppeling der Mölltaler Pistenangebotes :wink: . Bekanntlich verbinden die Betreiber des Mölltaler Gletscherskigebietes den Bau der 8KSB Alteck mit dem Bau von (1000 ?) zusätzlichen Touristischen Betten im Tal. Mit dem Bau der STSB aus Sportgastein wäre diese Bedingung mehr als erfüllt.

Mein (egoistsches) Fazit: falls mit dem Bau des Gasteiner Zubringers:

- die 8KSB Alteck mit mindestens 3 neuen beschneiten Pisten kommt
- die 6KSB Weinflaschenkopf gebaut wird (mit Talstation unterhalb der DSB Klühspiess am Ufer des Stausees, Verlängerung und Verbreiterung der Piste im unteren Abschnitt)
- die schwarze '4' am Gletscher täglich gewalzt wird

bin ich :bindafür: , auch wenn es auf den Pisten etwas voller wird als bisher. Die Pisten am Mölltaler sind im Vergleich zu den meisten anderen Gletscherskigebieten in Österreich noch sehr wenig ausgelastet, z. B. die beiden Pisten zur Talstation Klühspiess, bedient durch eine altersschwache DSB. Kein vergleich mit Sölden (8EUB und 4KSB paralell) oder Stubai (SCHL, 6KSB und 8EUB paralell). Da sehe ich noch einiges an Entwicklungspotential.
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Beitrag von mh00 »

Also Gletschersaison ist für mich vorallem Mitte Ende Oktober und Anfang Mitte November und da ist es nicht sicher ob dort ausreichend beschneit werden kann. Das Gelände dort benötigt viel Schnee und ohne Gletscher und große Schneedepots...
Und auch das Kitzsteinhorn wird irgendwann eine gute Schneeanlage und intelligentes Beschneiungsmanagement bekommen und dann ist der Mölltaler für Gäste von der Nordseite uninteressant.

Das Nordseitengelände, wo ja auch die Tunnelbahn gebaut werden soll, ist skitechnisch gesehen gut geeignet. Und ich vermute, dass das langfristige Zielist Sportgastein auszubauen. Aber dieses Projekt ist ja schon einmal fulminant gescheitet.
Die Ausbaupläne in Kärnten (-->Heiligenblut) sind ja zum Glück schon lange ganz vom Tisch
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lanschi
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Beitrag von lanschi »

Logische Folgerung einer Anbindung des Gasteinertals mit einer Stollenbahn an den Mölltaler Gletscher wäre eine Bahn von Böckstein auf den Kreuzkogel (=Sportgastein), um die Skiroute zu erschließen. Ich bin aber skeptisch, ob eine derartige Bahn überhaupt genehmigt werden würde.

Zum Mölltaler Ausbaupotential: Neben den genannten Projekten gibts ja auch noch die Fraganter Scharte. In diesen Bereich könnte auch noch eine Bahn gebaut werden. Wir sind hier aber schon weit im Spekulationsbereich und - ganz ehrlich - man muss wohl schon die Sektflasche öffnen, wenn die 8KSB Alteck und die STSB kommt.
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Beitrag von Mannerl »

ich bin jetzt zwar kein "KapazitätsprofI", aber ich denke wenn man den schon geplanten Lift am Alteck mit seinen gigantischen amtlichen zusätzlichen 20km Pisten hat und noch einen am Weinflaschenkopf hätte müßte doch das erst mal ausreichen wenn man wirklich diese Bahn von Sportgastein aus bauen würde.

Ob man dies dann aber als so eine Art Skischaukel Sportgastein/Mölltaler Gletscherbahnen sehen kann weis ich jetzt nicht ganz so.
Wie seht Ihr denn sowas? Würden Skifahrer denn etwa vormittags in Sportgastein fahren und dann mal kurz in diese Bahn rein und dann ein paar Mal auf den Schareck skifahren. Ich denke so wie z B. Dorfgastein/Großarltal so würd nicht sein. Nur meine Meinung, aber da weis ich nicht wie sich DER Skifahrer so verhält!

Aber super wärs schon :P
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lanschi
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Beitrag von lanschi »

Hmm... schwierige Frage. Ich würd vermutlich nicht hin und her pendeln, da mir das zu blöd ist. Von Kärntner Seite aus schon gar nicht - für eine EUB setz ich mich nicht eine halbe Stunde in eine SSB (rauf und runter), muss dann evtl. noch auf die nächste Garnitur warten,... Zumal man in Richtung Mölltal wohl auch schon gegen 15 Uhr zurückfahren müsste.

Von Sportgastein ausgehend wär´s aber durchaus zu überlegen bzw. dort würd ich´s wahrscheinlich auch machen. Da kann man ja auch um 16 Uhr noch in die SSB talwärts einsteigen.

Ich denke aber, dass das alles auch von der künftigen Entwicklung in Sportgastein abhängen wird.

@8KSB Alteck: Mehr als 5 km Pisten im optimistischsten Fall sind dort nicht zu erwarten :wink:

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Beitrag von Mannerl »

selber schreibens aber 20 km :twisted:
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lanschi
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Beitrag von lanschi »

Die Reaktion von Mikis Freunden hat nicht lange auf sich warten lassen :wink: Wieder die SN:
"So geht das nicht!"
24.05.2006

Die Ansage der Landeshauptfrau, einen Liftbau im Nationalpark prüfen zu lassen, sorgt beim Alpenverein für massive Verstimmung.

Salzburg (SN-heba). Die Ansage von Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SPÖ) den Bau eines Lifts in der Kernzone des Nationalparks "noch einmal seriös überprüfen zu lassen" empört sich die Landesvorsitzende des Salzburger Alpenvereins (ÖAV), Brigitte Slupetzky. "So geht das nicht. Wir reden hier vom Nationalpark Hohe Tauern. Es gibt ein Nationalparkgesetz und es gibt eine Alpenkonvention. Beide verbieten Liftbauten im Nationalpark ausdrücklich." Im konkreten Fall handelt es sich um eine Stollenbahn zum Schareck bzw. die Anbindung an den Mölltaler Gletscher.

Die wird seit Jahren diskutiert, scheiterte aber bisher am klaren Bekenntnis der Landespolitik zu eigenen Beschlüssen und Gesetzen. Slupetzky fühlt sich von der Landeshauptfrau geradezu gefrotzelt. "Vor zehn Tagen hat mich ihr Sekretär kontaktiert und gefragt, ob sich der Alpenverein an der Aktion ,Rettet die Berge' beteiligen will. Und jetzt lässt die Landeshauptfrau ,seriös prüfen' ob in der Kernzone eine Stollenbahn möglich ist."

Der ÖAV werde mit allen Mitteln verhindern, dass die Nationalparkidee auf diese Weise sprichwörtlich untergraben werde. Roland Kals, Naturschutzreferent des ÖAV Salzburg: "Die Aussagen Burgstallers geben dem Projekt eine neue Dimension. Bisher gab es, basierend auf bestehenden Gesetzen, bei jedem Anlauf für die Schareck-Erschließung klare Absagen. Jetzt wird plötzlich geprüft."

2005, bei der Änderung der Salzburger Skierschließungsrichtlinien, musste der Alpenverein den ausdrücklichen Schutz der Salzburger Gletscher erst in das Papier hineinreklamieren.

Kals: "Damals hieß es, die wären ohnehin alle im Nationalpark und dadurch besonders geschützt. Und jetzt kommt das. Sollte die Landesregierung tatsächlich beabsichtigen, das Schareck-Vorhaben weiter zu verfolgen, wäre es ein klarer Verstoß gegen geltendes Recht: Die Bestimmungen der Alpenkonvention sind - ähnlich wie Richtlinien der Europäischen Union - unmittelbarer Bestandteil des österreichischen Rechtsguts und binden Bund, Länder und Gemeinden gleichermaßen."

Auch Salzburgs Grüne forderten am Dienstag ein "Ende des maßlosen Skiliftausbaus".
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Beitrag von Seilbahnjunkie »

Ich glaube die werden das wirklich mit einer Diskusion lösen darübe wie tief den der Nationalpark unter die Erde reicht. :lol:
Aber mal ehrlich, ich glaube manche Menschen vergessen woher Österreich einen Großteil seiner Einnahmen bezieht. Es geht doch mal wieder nur ums Prinzip, eine Stollenbahn kann die Natur ja garnicht stören, da die nichts davon mitbekommt. :evil:
Jay
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Beitrag von Jay »

Seilbahnjunkie hat geschrieben:Es geht doch mal wieder nur ums Prinzip, eine Stollenbahn kann die Natur ja garnicht stören, da die nichts davon mitbekommt. :evil:
Dann definiere mal bitte Natur...
Jakob
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Beitrag von Seilbahnjunkie »

Ich will jetzt hier keine Diskusion darüber anfangen, aber du willst doch nicht behaupten, dass es den Fels kümmert wenn man einen Tunnel durch ihn sprengt.
Marco
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Beitrag von Marco »

Ich seh das schon etwas differenzierter. Oberflächlich betrachtet mag eine solche Tunnelbahn für sich nur geringe Auswirkungen auf die Vegetation etc haben. Wobei - unterirdische Wasserläufe, die später in Quellen wieder austreten, könnten durchaus betroffen sein. Viel schlimmer aber wäre natürlich der zu erwartende Zuwachs an motorisiertem Verkehr an den Rand des Nationalparks (nämlich zur Talstation). Die aktuell vorhandene EUB ist ja bisher eher Geheimtipp denn Zugpferd im Gasteiner Tal - nur wegen der fährt kaum jemand das ganze Tal durch, weshalb die meisten Benutzer der Bahn Mehrtages- und Wochengäste sind. Und die kommen häufig sogar mit Skibussen.
Ganz anders natürlich, wenn dort nun ein Gletscherskigebiet zu erreichen ist. Man denke an den Tross, der sich zu den Stoßzeiten täglich das Stubaital hinauf- und wieder runter quält ...
Gerade die Tatsache, dass der NP an dieser Stelle sehr schmal ist, sollte in meinen Augen dazu führen, dass hier eine echte Ruhezone verbleibt, v. a. im Frühling und Herbst, wenn sich viele Vogel-, Insekten- und sonstige Arten auf den (Balz-)weg machen.
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Beitrag von Seilbahnjunkie »

OK, das stimmt natürlich. Aber wenn man die Artikel liest, geht es da immer um den Bau der Bahn im Nationalpark, vom Anreiseverkehr hab ich noch nichts gelesen.
mh00
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Beitrag von mh00 »

Falls die Tunnelbahn gebaut würde, wie lange wird es dann noch dauern bis Forderungen nach ner Piste kommen?
Denn nur damit könnte, meiner Meinung nach, das Projekt halbwegs kostendeckend werden.

Außerdem sind es nicht grad die Leute, die jetzt die Tunnelbahn fordern, die die Seilbahn von Sportgastein zum Schareck so grandios haben scheitern lassen?

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lanschi
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Beitrag von lanschi »

mh00 hat geschrieben:Falls die Tunnelbahn gebaut würde, wie lange wird es dann noch dauern bis Forderungen nach ner Piste kommen?
Denn nur damit könnte, meiner Meinung nach, das Projekt halbwegs kostendeckend werden.

Außerdem sind es nicht grad die Leute, die jetzt die Tunnelbahn fordern, die die Seilbahn von Sportgastein zum Schareck so grandios haben scheitern lassen?
Die Forderungen kommen ursprünglich nicht aus dem Gasteinertal, sondern vom den Mölltalern selber (die im Übrigen die Bahn auch bezahlen würden). Gastein sagt ja immer: "Wir sind nicht gegen einen Gletscherzugang, den man uns quasi schenkt"

Ob eine Abfahrt vom Schareck jemals kommen wird wage ich zu bezweifeln - einzige Möglichkeit wäre wohl, diesen Bereich aus dem Nationalpark zu nehmen.
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Beitrag von Mannerl »

kann man denn nicht einfach die paar km2 des Nationalparks verlegen lassen? Also hier weg und dort ein paar meterchen dazurechnen!
sollte auch nicht gerade unmöglich sein!

MFG
Mannerl, der gerne auf dem Mölltaler fährt und trotzdem keine Talabfahrt braucht!
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Beitrag von lanschi »

Da geht´s ja sowieso nicht um den Schaden, den eine einzige Bergbahn (und evtl. auch noch Abfahrt) anrichtet. Da geht´s vielmehr darum, dass der Mölltaler zu einem Musterobjekt werden könnte. Wenn man einmal den Nationalpark verändern/umlegen/umgehen kann - wie auch immer - dann könnte das zum Vorbild für andere Dinge werden.

Genehmigt man Gasteinertal-Mölltal, müsste man der Gerechtigkeit wegen wohl nach zähen Verhandlungen auch Kaprun-Uttendorf und Kolm-Saigurn/Rauris-Mölltal genehmigen. Von den Kraftwerksprojekten im Obersulzbachtal und in Kärnten/Osttirol, die dann wohl wieder aktuell werden würden rede ich gar nicht. Das ist wohl der wahre Grund, warum man sich da so sträubt.
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Beitrag von Mannerl »

danke lanschi für die Erklärung!

bin jetzt kein kenner des Nationalparks und wie der entstanden ist!
Denke aber das dies vielleicht teilweise an der Landkarte ausgemacht wurde wie was wo verlaufen darf! - ok man könnte jetzt mal selber nachschauen... .

Aber grundsätzlich sollte man sich schon fragen dürfen ob man dies nicht für die etwaigen Projekte die Du angesprochen hast ändern könnte. Div. Ausgleichsflächen würden ja sicherlich zur Verfügung stehen. Die Gesellschaft, Gegebenheiten, Ansichten usw. ändern sich ja auch, warum nicht auch der Nationalpark incl der sog. Kernzone.

Ich denke dieses Problem haben alle Anwohnergemeinden die an einem Nationalpark oder ähnliches wohnen. Bei uns im Bayer Wald ist dies in der Hinsicht der Borkenkäfer - ist jetzt aber fast schon o t

MFG
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Beitrag von lanschi »

Nur wenige Tage nach der Wiederbelebung ist das Projekt wohl (mal wieder) endgültig gestorben. :cry:

derStandard berichtet in seiner morgigen Ausgabe:
Hohe Tauern: Kein Lift im Nationalpark
Kein Anlassgesetz für Gasteiner Stollenbahn
Trennlinie

Salzburg - "Eine Änderung des Nationalparkgesetzes aus diesem Anlass wird es sicher nicht geben." Mit klaren Worten dementiert Michael Wimmer, Sprecher von Salzburgs Landeshauptfrau Gabi Burgstaller (SP), Meldungen von Salzburger Lokalmedien, nach denen Burgstaller einer von Bad Gasteiner Touristikern geplanten Stollenbahn auf das Schareck grundsätzlich positiv gegenüberstehe. Der neue unterirdisch geführte Lift soll die Region an das Skigebiet am Mölltaler Gletscher in Kärnten anbinden und so für mehr Schneesicherheit sorgen.

Der Pferdefuß daran: Die Bahn würde durch die Kernzone des Nationalparks Hohe Tauern führen. Nach geltendem Recht gilt das Bauverbot im Nationalpark aber auch unter Tag. Schließe man eine Anlassgesetzgebung aus, "dann ist das Projekt tot", so Burgstaller-Sprecher Wimmer im STANDARD-Gespräch über "den Sturm im Wasserglas".

Zurück gerudert

Dass man im Büro von Burgstaller derart deutlich zurückrudert, mag auch mit den Reaktionen auf die erneut aufgeflammte Liftdiskussion zu tun haben: Nachdem Burgstaller laut Lokalmedien eine Prüfung der Bahn auf das 3122 Meter hohe Schareck in Aussicht gestellt hatte, sah sie sich mit einer ungewohnt breiten Ablehnungsfront konfrontiert. Alpenverein wie Grüne protestierten scharf. Die Grünen fordern einen vorläufigen, grundsätzlichen Ausbaustopp in Form eines generellen "Skilift-Moratoriums". Aber auch vonseiten des Koalitionspartners ÖVP wird Ablehnung signalisiert und eine Änderung des Nationalparkgesetzes ausgeschlossen. Selbst Parteifreunde Burgstallers wie der Dorfgasteiner Bürgermeister Rudolf Trauner stellen sich gegen das Vorhaben.

Für die Nationalparkidee selbst kommt die Debatte um einen Liftbau durch die Kernzone übrigens zur Unzeit: Heuer soll im Rahmen des Jubiläums "25 Jahre Nationalparks in Österreich" die immer noch ausstehende internationale Anerkennung des Nationalparks erreicht werden. (Thomas Neuhold, DER STANDARD-Printausgabe, 30.05.2006)
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Zugang aus dem Gasteiner Tal zum Mölltaler Gletscher

Beitrag von Richie »

Ich denke mal der Hauptgrund für den gewünschten Zugang aus dem Gasteiner Tal ist eine Erhöhung der Besucherfrequenz, da der Weg zum Mölltaler Gletscher doch relativ umständlich ist, während das Gasteiner Tal durch die direkte Autobahnanbindung aus Bayern sehr gut zu erreichen ist. Aus meiner Sicht sollten die Gletscherbahnen aber erst mal in Ihre Liftanlagen auf dem Berg bzw. die geplanten Erweiterungen investieren, dann wäre der Gletscher noch attraktiver...
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Beitrag von Mannerl »

das soll doch eh geschehen!
auf dem alteck soll doch heuer gebaut werden, oder irre ich mich?
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Beitrag von lanschi »

Mannerl hat geschrieben:auf dem alteck soll doch heuer gebaut werden, oder irre ich mich?
Das lese ich zum ersten Mal, woher die Info? 8O

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