Noch keine Entwarnung
Freiburger Wintersportstationen blicken auf gute Saison zurück
Die Freiburger Bergbahnen haben in der Wintersaison 05/06 dank guten Schneeverhältnissen zum Teil Rekordumsätze erzielt. Die Finanzlage hat sich etwas entspannt. Gemeinsam werden Massnahmen vorbereitet, um namentlich die junge Generation für den Schneesport zurückzugewinnen.
Von WALTER BUCHS
In den vergangenen drei Wintersaisons konnten die meisten Seilbahngesellschaften in den Freiburger Voralpen im Gegensatz zu früheren Jahren wieder schwarze Zahlen schreiben. Dank längeren und kälteren Wintern sowie neuen Beschneiungsanlagen stieg die durchschnittliche Betriebsdauer von 85 Tagen in den Jahren 2000-2002 auf 97 Tage, was schon fast dem schweizerischen Mittel entspricht.
Gemeinsam fast 7 Mio. Franken Umsatz
Auf diese positive Entwicklung wies Jacques Baudois, Präsident der Vereinigung der Freiburger Seilbahnen, an der Generalversammlung vom Donnerstag in Rathvel, Gemeinde Châtel-St-Denis, hin. Drei aufeinander folgende Winter mit guten Bedingungen hätten die schwierige Finanzlage etwas entschärft, was aber nicht erlaube, die vorgesehenen Massnahmen zur Verbesserung der Finanzstruktur und zur Erneuerung der Anlagen hinauszuschieben.
Mit Genugtuung stellte Präsident Baudois vor den gut zwanzig Vertretern der Seilbahngesellschaft und Gästen fest, dass die einzelnen Stationen die guten Winter genutzt haben, um ihr Angebot zu diversifizieren und der Kundschaft Neues zu bieten. Er nannte dabei unter anderem das Nachtskifahren, das beispielsweise in Jaun fleissig genutzt wird, und den Weltrekord der Fackelabfahrt vom vergangenen 28. Januar in Schwarzsee.
Studie über die Finanzlage
Ausgelöst durch eine Studie der Hochschule für Wirtschaft und Tourismus in Siders über die Finanzlage der Freiburger Bergbahngesellschaften läuft seit gut einem Jahr unter der Leitung der Vereinigung der Freiburger Seilbahnen ein Projekt, wie der Präsident ausführte. Dieses wird vom Seco und der Freiburger Wirtschaftsförderung mitfinanziert.
Bindeglied zwischen Agglomerationen und Alpenregion
Ziel ist es, wie Jacques Baudois gestern betonte, mit neuen Zusammenarbeitsformen und Angeboten die verschiedenen Schneesportarten namentlich bei den Jugendlichen wieder attraktiver zu machen. Dabei könne man feststellen, dass die Seilbahnen in den Freiburger Alpen ein wichtiges Bindeglied zwischen den Agglomerationen und den Stationen in den Alpen seien, hielt der Präsident fest. Deshalb gehe es im erwähnten Projekt auch darum, ein Partnerschaftsprojekt zwischen Agglomerationen, Voralpen- und Alpenstationen auszuarbeiten. Gespräche mit potenziellen Partnern finden nächstens statt.
Schlussberichte Ende Jahr
In seinem Jahresbericht vermittelte Präsident Baudois einen Zwischenbericht der vier eingesetzten Arbeitsgruppen, die im Rahmen des Projekts je ein bestimmtes Thema bearbeiten. Ein wesentlicher Teil der Arbeit sei bereits geleistet und die Schlussberichte würden für Ende Jahr erwartet. Aufgrund des Zwischenberichts der Arbeitsgruppe «Strategie» hat der Vorstand gestern Donnerstag die sofortige Einsetzung von zwei Kommissionen beschlossen (Marketing-Produkte und technische Leiter).
Vorstand bestätigt und ergänzt
An der Generalversammlung der Vereinigung der Freiburger Seilbahnen vom Donnerstag in Rathvel wurde der sieben Mitglieder zählende Vorstand inkl. Präsident für eine weitere Amtszeit von drei Jahren bestätigt. Seine Demission eingereicht hatte Marius Mooser, Vize-Präsident der Skilifte Jaun AG. Er wurde ersetzt durch Jean-Marie Buchs, Betriebsleiter.
Einstimmig genehmigt wurde die Jahresrechnung mit einem Umsatz von gut 41 000 Fr. Mehr als die Hälfte der Ausgaben wird für Werbung in den Freiburger Medien zur Verkaufsförderung der Wintersaisonabonnemente aufgewendet. Diese Werbung wird vom Freiburger Tourismusverband mitfinanziert. wb
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