Guckaisee - Fortsetzung ??
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Roderich
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Jaja, der Bestandsschutz...
Aber an diesem Thema, da haben sich schon Generationen von Juristen agearbeitet. In der Regel werden natürlich die Behörden erstmal versuchen, alles neu genehmigen zu wollen aber man muß da halt auch kämpfen.
Schönes Beispiel aus dem Bahnbereich. Eisenbahnfreunde holen sich eine über Jahrzehnte auf dem Denkmalssockel gammelnde Dampflok und restaurieren diese betriebsfähig. Mittlerweile ist allgemein anerkannt, daß es sich hierbei bei der Wiederinbetriebssetzung selbst nach Jahrzehnten um Bestandsshutz handelt, d.h. der technische Standard zum Zeitpunkt des Baus der Lokomotive anzuwenden ist. Einzelanordnungen darf die Behörde hier nur treffen, um z.B. die Sicherheitsanforderungen der heutigen Zeit oder Schäden Dritter zu minimieren. Um hier beim Beispiel zu bleiben, kann die Nachrüstung mit Funk angeordnet werden, weil systembedingt die Kommunikation zur Zeit des Baujahres der Lok (Fernsprecher an der Strecke) so nicht mehr existieren.
Warum ich dieses Beispiel hier nenne: Ganz einfach, in vielen Bundesländern gibt es entsprechende Gesetze, die auf Eisen- und Bergbahnen anzuwenden sind.
Ähnliches, um zu Thema zurückzukommen, sehe ich auch bei Guckisee-Lift. Aber, wie einige Vor-Schreiber schon gesagt haben, braucht man halt erstmal einen Art "Buissness-Plan", sprich man sollte schon einige grundsätzliche Überlegungen treffen:
- wer (restauriert und betreibt, Firma, Verein, Privatmann?)
- was (soll gemacht werden, Konzept)
- wie ( Aufarbeitung, Betrieb?)
- wovon (Kosten erstmalig, dauerhaft/Einnahmen?)
Dann natürlich, als erste Voraussetzung, Gespräche mit den Eigentümern, ob die überhaupt mitsoielen, weil irgendwem muß der Lift doch gehören.
Wenn die Rahmenbedingungen abgeklopft sind, dann würde ich ersteinmal, bevor da überhaupt mit schrauben was losgeht, die zuständige Behörde einbinden und im Vorfeld mit denen mal alles absprechen. Je seriöser das Konzept, desto eher die Chance, daß es da mit wenigen Schwierigkeiten losgehen kann.
Grüsse
Roderich
Aber an diesem Thema, da haben sich schon Generationen von Juristen agearbeitet. In der Regel werden natürlich die Behörden erstmal versuchen, alles neu genehmigen zu wollen aber man muß da halt auch kämpfen.
Schönes Beispiel aus dem Bahnbereich. Eisenbahnfreunde holen sich eine über Jahrzehnte auf dem Denkmalssockel gammelnde Dampflok und restaurieren diese betriebsfähig. Mittlerweile ist allgemein anerkannt, daß es sich hierbei bei der Wiederinbetriebssetzung selbst nach Jahrzehnten um Bestandsshutz handelt, d.h. der technische Standard zum Zeitpunkt des Baus der Lokomotive anzuwenden ist. Einzelanordnungen darf die Behörde hier nur treffen, um z.B. die Sicherheitsanforderungen der heutigen Zeit oder Schäden Dritter zu minimieren. Um hier beim Beispiel zu bleiben, kann die Nachrüstung mit Funk angeordnet werden, weil systembedingt die Kommunikation zur Zeit des Baujahres der Lok (Fernsprecher an der Strecke) so nicht mehr existieren.
Warum ich dieses Beispiel hier nenne: Ganz einfach, in vielen Bundesländern gibt es entsprechende Gesetze, die auf Eisen- und Bergbahnen anzuwenden sind.
Ähnliches, um zu Thema zurückzukommen, sehe ich auch bei Guckisee-Lift. Aber, wie einige Vor-Schreiber schon gesagt haben, braucht man halt erstmal einen Art "Buissness-Plan", sprich man sollte schon einige grundsätzliche Überlegungen treffen:
- wer (restauriert und betreibt, Firma, Verein, Privatmann?)
- was (soll gemacht werden, Konzept)
- wie ( Aufarbeitung, Betrieb?)
- wovon (Kosten erstmalig, dauerhaft/Einnahmen?)
Dann natürlich, als erste Voraussetzung, Gespräche mit den Eigentümern, ob die überhaupt mitsoielen, weil irgendwem muß der Lift doch gehören.
Wenn die Rahmenbedingungen abgeklopft sind, dann würde ich ersteinmal, bevor da überhaupt mit schrauben was losgeht, die zuständige Behörde einbinden und im Vorfeld mit denen mal alles absprechen. Je seriöser das Konzept, desto eher die Chance, daß es da mit wenigen Schwierigkeiten losgehen kann.
Grüsse
Roderich
- Ram-Brand
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Ich sehe vorallem die Hürde bei den Behörden.
Natürlich besonderst dem TÜV.
Ich glaube nicht, das hier den Lift noch durch den TÜV bekommt und wenn dann nur mit viel Aufwand bzw. Kosten.
Seine Zeit kann man auch anderst nutzen als diesen "toten" Lifte "wiederbeleben" zu wollen.
Z.B. ein Lift der kurz vor der Schließung steht, etc.
Natürlich besonderst dem TÜV.
Ich glaube nicht, das hier den Lift noch durch den TÜV bekommt und wenn dann nur mit viel Aufwand bzw. Kosten.
Seine Zeit kann man auch anderst nutzen als diesen "toten" Lifte "wiederbeleben" zu wollen.
Z.B. ein Lift der kurz vor der Schließung steht, etc.
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- trincerone
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Hast du einen wo man beliebig dran rumschrauben darf? Egal wie lang es dauert und egal ob's klappt?Seine Zeit kann man auch anderst nutzen als diesen "toten" Lifte "wiederbeleben" zu wollen.
Z.B. ein Lift der kurz vor der Schließung steht, etc.
Also zumindest bei Autos findet man leichter eins zum basten, was gar nicht mehr fährt als eins, das kurz vorm kaputt gehen ist und noch von jemand genutzt wird.
Was den TÜV angeht: mal ins Blaue geraten würd ich vermuten, dass der nur dann von Bedeutung ist, wenn der Lift öffentlich betrieben wird.
- GMD
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Das mit dem Bestandsschutz ist auch in der Schweiz ein leidiges Thema. In Zürich fährt deswegen ein restauriertes historisches Tram aus dem Jahr 1900 mit einem modernen Fahrradcomputer herum, weil die Behörden einen Geschwindigkeitsmesser zu einer der Bedingungen für eine Wiederinbetriebnahme machten.
Probably waking up
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seilbahner
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Jetzt gebe ich mal wieder meinen Senft dazu um euch auf den Boden der tatsachen zurückzuholen.
Eine Gummieinlage für die Leitnerseilrolle kostet ca. 60 euro. Wieviele braucht Ihr?
Ein Gehängeseilchen kostet 30 euro !
Eine Komplette Seilrolle dieses Types kostet 200 euro.
Rollenlager kosten Geld.
Werkzeug kostet Geld.
Letztes Jahr haben wir für unsern Liftdeutz einen Neuen Lichtmashinenregler gebraucht. 400euro.
Anlassersperrschütz 2500euro.
Kupplungsglocke 3000 euro.
Das sind zwar preise vom Kurvenliftmotor, der ein 8Zylinder ist, aber nur ein Beispiel.
Ausserdem ist ein Deutzwerk bei uns in der nähe in Übersee am Chiemsee und die müssen alle motorteile die nicht unbedingt stanart sind extra Giessen lassen.
Antiebstationsfundament lässt sich nicht so einfach ausrichten.
Seil kostet mindestens 5000 euro plus Spleissen und altseilentsorgung 2000 euro.
Eine einigermassen Gebrauchte Maschine zum Pistenmachen kostet ungefähr 40000 euro. Und da müsst Ihr mit ständigen Reparaturen rechen.
So viel Geld nur für die Instandsetztung nimmt man in 5 Wintern nicht ein.
ich habe das am Dorflift in reit im Winkl erlebt.
Der Lift steht mitten in reit, den habe ich nach 10 Jahren für eine Betreibergesellschaft hergerichtet (alter Doppelmayr) und zwar so günstig es ging.
Die haben dann noch eine Beschneiungsanlage mit 2 Lenkos und eine Flutlichtanlage mit 6 Masten und eine gebrauchte leitner Maschine gekauft, das war so um 1999 und jetzt sind die 3 Gesellschafter so pleite, dass jeder sein haus verpfändet hat und ein Hotel in Reit mit einemGeschäftsmann das übernommen hat zum weitern Draufzahlen, nur dass im Dorf ein bisserl was geht.
Also
Lasst es sein.
Eine Gummieinlage für die Leitnerseilrolle kostet ca. 60 euro. Wieviele braucht Ihr?
Ein Gehängeseilchen kostet 30 euro !
Eine Komplette Seilrolle dieses Types kostet 200 euro.
Rollenlager kosten Geld.
Werkzeug kostet Geld.
Letztes Jahr haben wir für unsern Liftdeutz einen Neuen Lichtmashinenregler gebraucht. 400euro.
Anlassersperrschütz 2500euro.
Kupplungsglocke 3000 euro.
Das sind zwar preise vom Kurvenliftmotor, der ein 8Zylinder ist, aber nur ein Beispiel.
Ausserdem ist ein Deutzwerk bei uns in der nähe in Übersee am Chiemsee und die müssen alle motorteile die nicht unbedingt stanart sind extra Giessen lassen.
Antiebstationsfundament lässt sich nicht so einfach ausrichten.
Seil kostet mindestens 5000 euro plus Spleissen und altseilentsorgung 2000 euro.
Eine einigermassen Gebrauchte Maschine zum Pistenmachen kostet ungefähr 40000 euro. Und da müsst Ihr mit ständigen Reparaturen rechen.
So viel Geld nur für die Instandsetztung nimmt man in 5 Wintern nicht ein.
ich habe das am Dorflift in reit im Winkl erlebt.
Der Lift steht mitten in reit, den habe ich nach 10 Jahren für eine Betreibergesellschaft hergerichtet (alter Doppelmayr) und zwar so günstig es ging.
Die haben dann noch eine Beschneiungsanlage mit 2 Lenkos und eine Flutlichtanlage mit 6 Masten und eine gebrauchte leitner Maschine gekauft, das war so um 1999 und jetzt sind die 3 Gesellschafter so pleite, dass jeder sein haus verpfändet hat und ein Hotel in Reit mit einemGeschäftsmann das übernommen hat zum weitern Draufzahlen, nur dass im Dorf ein bisserl was geht.
Also
Lasst es sein.
- buzi
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Psitenraupe gibts auch günstiger: http://cgi.ebay.de/Pistenraupe-Pistenbu ... dZViewItem
Mit glättebrett und Loipenspurplatten, also universell, es muss ja nicht gleich Profi mit Fräse sein....
Ich habe es bei unserem Lift am Ort dem Eulenloch gesehen, wie sich das ganze auch günstiger gestalten lässt, nämlich mit viel Ehrenamtlicher Hilfe!!!!
Sicher, der Lift dort ist noch intakt und läuft jedes Jahr, aber im Geld schwimmt der Betreiber auch nicht.
Als z.B. die Zahnräder des Getriebes schlapp machten, machte der im Ort ansässige Schlosser Zahnräder für fast um sonst... Als der Bully nen Kolbenfresser hatte, wurden spenden gesammelt und der Besitzer einer freien Werkstatt machte die Reperatur....
Mann muss halt auch die richtigen Leute kennen.
Das die Sache nicht günstig wird, ist sicher klar, Teile und ähnliches kosten halt Geld....
Aber die Gründung eines Skivereins mit festem Beitrag, z.B gäbe eine gesicherte Basis....
Aber ich möchte hier keinem widersprechen, dass es unglaublich schwierig ist, aber unmöglich ist es nicht... Man dachte auch mal, die Erde ist flach und niemals wird ein Mensch den Mond betreten...
Mit glättebrett und Loipenspurplatten, also universell, es muss ja nicht gleich Profi mit Fräse sein....
Ich habe es bei unserem Lift am Ort dem Eulenloch gesehen, wie sich das ganze auch günstiger gestalten lässt, nämlich mit viel Ehrenamtlicher Hilfe!!!!
Sicher, der Lift dort ist noch intakt und läuft jedes Jahr, aber im Geld schwimmt der Betreiber auch nicht.
Als z.B. die Zahnräder des Getriebes schlapp machten, machte der im Ort ansässige Schlosser Zahnräder für fast um sonst... Als der Bully nen Kolbenfresser hatte, wurden spenden gesammelt und der Besitzer einer freien Werkstatt machte die Reperatur....
Mann muss halt auch die richtigen Leute kennen.
Das die Sache nicht günstig wird, ist sicher klar, Teile und ähnliches kosten halt Geld....
Aber die Gründung eines Skivereins mit festem Beitrag, z.B gäbe eine gesicherte Basis....
Aber ich möchte hier keinem widersprechen, dass es unglaublich schwierig ist, aber unmöglich ist es nicht... Man dachte auch mal, die Erde ist flach und niemals wird ein Mensch den Mond betreten...
- trincerone
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Also erstmal vielen Dank an Seilbahner für die fundierten Infos. Ich denke - auch wenn ich mir nicht sicher bin, dass die Instandsetzung überhaupt möglich ist - dass mit entsprechend niedrig gesteckten Zielen etwas gehen könnte. Dazu gehört natürlich, dass man das Teil nie auf marktwirtschaftlicher Basis betreiben könnte - wenn dann in der Tat eher sowas wie ein Club.
Manche Sachen lassen sich vielleicht vereinfachen: einen Bully brauchts für den Anfang bei so einem kleinen Hang sicher nicht. Der Hang ist nach einem Tag allein durchs runterfahren gewalzt. Das kann man bei gängigen Skirouten auch heute noch überall in den Alpen beobachten.
Aus zwei Motoren lässt sich m.E. meist einer zusammenbauen ohne das es teure Ersatzteile braucht. Klar hat der dann nicht die Superkompression und man muss ein Auge drauf haben, aber laufen tut der erstmal auch mit Altteilen - gerade so ein alter Diesel.
Motorperipherie lässt sich oft auch improvisieren. Ich weiß jetzt nicht, wozu jetzt z.B. ein SL genau ne Lichtmaschine hat, aber vermutlich doch für Anlasser (viel Steuerungelektrik wird der ja nicht haben). Ohne es zu wissen, vermutlich ich mal, dass das auf 24V DC läuft, und dann käme man für den Anfang schon mal mit ner LKW Batterie weiter, die man abends in der Garage lädt. Sicher ist das gepfuscht, kostet aber auch (fast) nichts. Peripherieteile stammen meist von Drittanbietern, Anlasser sind z.B. häufig von Bosch. Die bekommt man, wenn man die Teilenummer kennt, zu einem 20. des Neupreises und weniger. Außer dem Hebel des Magnetschalters - der sich günstig instandsetzen lässt - geht auch selten was kautt. Nur mal als Beispiel.
Gehänge sind teuer, aber wieivel braucht man für den Anfang? Vielleicht reichen ja ein paar, um das Ding erstmal zum laufen zu bringen, soviel Leute gleichzeitig werden da sicher nicht auftauchen. Seilbahner kennt sich da sicher wesentlich besser aus als ich, aber eigentlich müsste doch diese Generation Gehänge in einer hunderttausender Auflage gebaut worden sein. Irgendwo in Italien wird man doch vielleicht mal 10 Stück billig herkriegen.. zur Not hol ich welche in Alagne vom Gletscher, die müssten noch bis 2003 gelaufen sein
(hm ist allerdings in 1984er Modell, vermutlich zu neu). Was ist eigentlich mit den Originalen?
Was den Rest angeht: klar, ich kenn mich da nicht so aus. Aber ich sag mal so: in der Schweiz gibt auch Lifte, wo das Seil nur noch über den Lagerbolzenläuft ohne Rolle, wenn ich Michis Bilder richtig in Erinnerung hab. Also, soweit muss man ja nicht gehen, aber es gibt jedenfalls einen Unterschied zwischen einer guten und dauerhaften (aber teuren) und einer improvisierten, temnporären Lösung. Also halbwegs sicher sollt das Teil schon sein, aber das kann man ja manchmal auch mit einfachen Mitteln erreichen.
Meines Erachtens steht und fällt das ganze primör mit dem Seil und den Stützen / Fundamenten. Keine Ahnung von Seilen. Wenn das tatsächlich neu muss (ich fürchte es fast), kann mans vermutlich vergessen. Wenn Stützen oder Fundamente so angegriffen sind, das man sie nicht mit einfachen Mitteln retten kann, dann auch. kommt halt drauf an, bisschen schief macht nicht so viel aus würd ich sagen - s. Gletscherlifte und was die z.T. für Seillagen haben. Doll schief ist dagegen Ende Gelände. Aber im Moment steht das Teil ja noch.
Mit dem Werkzeug was man für Lifte braucht kenn ich mich nicht aus. Ich dachte, das sind i.A. Standard Sechskant schrauben, die man mit den Handelsüblichen Drehmomentschlüsseln anziehen kann?
Also, ich kenn mich bei weitem nicht so aus wie Seilbahner und ich hab den Lift auch nur auf Bildern gesehen. Kann gut sein, dass Seilbahner völlig recht hat. Aber wenn ich mich mal so an meine Autoschrauberei erinnere und was ich in Italien so an Liften noch hab fahren sehen, dann möcht ich fast meinen, dass man vielleicht weiter kommt, als man so denkt...
Manche Sachen lassen sich vielleicht vereinfachen: einen Bully brauchts für den Anfang bei so einem kleinen Hang sicher nicht. Der Hang ist nach einem Tag allein durchs runterfahren gewalzt. Das kann man bei gängigen Skirouten auch heute noch überall in den Alpen beobachten.
Aus zwei Motoren lässt sich m.E. meist einer zusammenbauen ohne das es teure Ersatzteile braucht. Klar hat der dann nicht die Superkompression und man muss ein Auge drauf haben, aber laufen tut der erstmal auch mit Altteilen - gerade so ein alter Diesel.
Motorperipherie lässt sich oft auch improvisieren. Ich weiß jetzt nicht, wozu jetzt z.B. ein SL genau ne Lichtmaschine hat, aber vermutlich doch für Anlasser (viel Steuerungelektrik wird der ja nicht haben). Ohne es zu wissen, vermutlich ich mal, dass das auf 24V DC läuft, und dann käme man für den Anfang schon mal mit ner LKW Batterie weiter, die man abends in der Garage lädt. Sicher ist das gepfuscht, kostet aber auch (fast) nichts. Peripherieteile stammen meist von Drittanbietern, Anlasser sind z.B. häufig von Bosch. Die bekommt man, wenn man die Teilenummer kennt, zu einem 20. des Neupreises und weniger. Außer dem Hebel des Magnetschalters - der sich günstig instandsetzen lässt - geht auch selten was kautt. Nur mal als Beispiel.
Gehänge sind teuer, aber wieivel braucht man für den Anfang? Vielleicht reichen ja ein paar, um das Ding erstmal zum laufen zu bringen, soviel Leute gleichzeitig werden da sicher nicht auftauchen. Seilbahner kennt sich da sicher wesentlich besser aus als ich, aber eigentlich müsste doch diese Generation Gehänge in einer hunderttausender Auflage gebaut worden sein. Irgendwo in Italien wird man doch vielleicht mal 10 Stück billig herkriegen.. zur Not hol ich welche in Alagne vom Gletscher, die müssten noch bis 2003 gelaufen sein
Was den Rest angeht: klar, ich kenn mich da nicht so aus. Aber ich sag mal so: in der Schweiz gibt auch Lifte, wo das Seil nur noch über den Lagerbolzenläuft ohne Rolle, wenn ich Michis Bilder richtig in Erinnerung hab. Also, soweit muss man ja nicht gehen, aber es gibt jedenfalls einen Unterschied zwischen einer guten und dauerhaften (aber teuren) und einer improvisierten, temnporären Lösung. Also halbwegs sicher sollt das Teil schon sein, aber das kann man ja manchmal auch mit einfachen Mitteln erreichen.
Meines Erachtens steht und fällt das ganze primör mit dem Seil und den Stützen / Fundamenten. Keine Ahnung von Seilen. Wenn das tatsächlich neu muss (ich fürchte es fast), kann mans vermutlich vergessen. Wenn Stützen oder Fundamente so angegriffen sind, das man sie nicht mit einfachen Mitteln retten kann, dann auch. kommt halt drauf an, bisschen schief macht nicht so viel aus würd ich sagen - s. Gletscherlifte und was die z.T. für Seillagen haben. Doll schief ist dagegen Ende Gelände. Aber im Moment steht das Teil ja noch.
Mit dem Werkzeug was man für Lifte braucht kenn ich mich nicht aus. Ich dachte, das sind i.A. Standard Sechskant schrauben, die man mit den Handelsüblichen Drehmomentschlüsseln anziehen kann?
Also, ich kenn mich bei weitem nicht so aus wie Seilbahner und ich hab den Lift auch nur auf Bildern gesehen. Kann gut sein, dass Seilbahner völlig recht hat. Aber wenn ich mich mal so an meine Autoschrauberei erinnere und was ich in Italien so an Liften noch hab fahren sehen, dann möcht ich fast meinen, dass man vielleicht weiter kommt, als man so denkt...
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seilbahner
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Wenn Ihr genug ehrenamtliche Helfer zusammenbekommt, die auch dann noch ihr eigenes Geld investieren,bzw. herschenken, und Ihre Zeit investieren, wobei man ja im alten Guckai topic gesehen hat wieviele freiwillige am ende helfen wollten, dann viel Glück, aber ich behaupte, ohne irgendwen zu beleidigen oder böses zu wollen, das wird nichts.
Der Lift MUSS in einem Top zustannd sein, sonst bekommt er keinen Tüv. Es werden ja Menschenleben damit Transportiert. Also nix mit rollenbolzen etc..
Der Lift braucht nicht nur Strom um den Diesel zu starten, sondern er braucht Strom um den Startmagnet zu halten, die Sicherheitsschleife aufrechtzuerhalten mit 24 V und den sicherheitsstromkreis bis zur Reissleine Bruchstabschaltern... zu Gewährleisten.
Der Tüv drückt bei Gebaste keine Augen zu.
Ich habe an meinen Anlagen zu hause (kuppelbare 4erSesselbahn.3 DM Schlepper, Multerer lift) jedes jahr den TÜV und glaubt mir, der ist nicht zimperlich.
Gebrauchte Leitner Gehänge die was Taugen bekommst Du für 200 euro das Stück.
Eine Pstenmaschine bekommst Du auch für 10000euro,das ist ir schon klar, da hätte ich auch einePB140D für euch für 5000 euro, aber ich meine, wenn schon eine Maschine, dann soll sie auch funktionieren und nicht jede Woche kaputt gehen.
Und eine neue Antriebspumpe, die gehen bei älteren Machinen gerne kaputt, nur so zum Beispiel kostet ca.13000 euro.
Ich Arbeite seit 1989 in einem Skigebiet mit Liften und Raupen und ich kann wirklich behaupten, ich weiss von was ich Rede, mal abgesen von meinen Sommermonaten beim Leitner.
Wenn Ihr das wirklich durchziehen wollt, und einen vernünftigen finanzplan und Geld habt, wobei 50000 euro gleich mal verbraten sind dann will ich euch gerne mit ersatzteilen und gebrauchten Leitnerteilen und auch einer gebrauchten Maschine helfen und zu Rate stehen.
Aber trotzdem meine ich es ist vergebene Liebesmüh!
Ich freue mich über jeden Lift, der nicht eingeht, aber man muss Realistisch denken.
Und jeder will Geld verdienen und nicht Geld verschenken,oder?
Der Lift MUSS in einem Top zustannd sein, sonst bekommt er keinen Tüv. Es werden ja Menschenleben damit Transportiert. Also nix mit rollenbolzen etc..
Der Lift braucht nicht nur Strom um den Diesel zu starten, sondern er braucht Strom um den Startmagnet zu halten, die Sicherheitsschleife aufrechtzuerhalten mit 24 V und den sicherheitsstromkreis bis zur Reissleine Bruchstabschaltern... zu Gewährleisten.
Der Tüv drückt bei Gebaste keine Augen zu.
Ich habe an meinen Anlagen zu hause (kuppelbare 4erSesselbahn.3 DM Schlepper, Multerer lift) jedes jahr den TÜV und glaubt mir, der ist nicht zimperlich.
Gebrauchte Leitner Gehänge die was Taugen bekommst Du für 200 euro das Stück.
Eine Pstenmaschine bekommst Du auch für 10000euro,das ist ir schon klar, da hätte ich auch einePB140D für euch für 5000 euro, aber ich meine, wenn schon eine Maschine, dann soll sie auch funktionieren und nicht jede Woche kaputt gehen.
Und eine neue Antriebspumpe, die gehen bei älteren Machinen gerne kaputt, nur so zum Beispiel kostet ca.13000 euro.
Ich Arbeite seit 1989 in einem Skigebiet mit Liften und Raupen und ich kann wirklich behaupten, ich weiss von was ich Rede, mal abgesen von meinen Sommermonaten beim Leitner.
Wenn Ihr das wirklich durchziehen wollt, und einen vernünftigen finanzplan und Geld habt, wobei 50000 euro gleich mal verbraten sind dann will ich euch gerne mit ersatzteilen und gebrauchten Leitnerteilen und auch einer gebrauchten Maschine helfen und zu Rate stehen.
Aber trotzdem meine ich es ist vergebene Liebesmüh!
Ich freue mich über jeden Lift, der nicht eingeht, aber man muss Realistisch denken.
Und jeder will Geld verdienen und nicht Geld verschenken,oder?
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Das wollt ich auch sicherlich nicht in Frage stellen. Ich mach mir halt meine Gedanken - ist mir schon klar, dass die auch mal gut daneben liegen können - aber ich finds halt interessant zu wissen, warum das so nicht klappt, wie ich mir das denk. Ich hab mit Autos die Erfahrung gemacht, dass schon so einige Motoren wieder liefen, wo mir verschiedene Werkstätten gesagt hatten, keine Chance. Manchmal brauchte es etwas unorthodoxe Lösungen (Schweißpunkt an Schwungscheibe statt Stift für Zündzeitpunktserkennung), aber gelaufen sind sie wieder.Ich Arbeite seit 1989 in einem Skigebiet mit Liften und Raupen und ich kann wirklich behaupten, ich weiss von was ich Rede, mal abgesen von meinen Sommermonaten beim Leitner.
Lange Rede, kurzer Sinn: ein Lift ist kein Auto, stimmt schon. Aber ich finds wie gesagt gut, hier ein paar fachkundige Antworten zu bekommen, deshalb hak ich ja manchmal ein bisschen nach.
Ich bin im übrigen der Meinung, dass man mit dem Lift - soweit ich das beurteilen kann - so oder so kein Geld verdienen kann, sondern nur welches verschenken. Sowas geht nur aus Spaß an der Sache - wenn es geht. Ich stell mir das wenn so vor, dass Ding nicht öffentlich ist, falls man dann keinen TÜV braucht. Andernfalls seh ich gar kein Weg das zu machen. Halbwegs sicher sollts natürlich sein, aber TÜV und sicher ist normal was anderes.
Ich schreib hier eigentlich auch nur deshalb, weil mich mal konkret interessiert hat, ob es überhaupt irgendeine Möglichkeit gibt, das Ding zum laufen zu kriegen, nachdem ja der Versuch, den Lift wirtschaftlich und technisch einwandfrei zum laufen zu kriegen, gescheitert ist.
Insofern find ich die Diskussion sehr interessant, und wenns nur drum geht zu verstehen, an welchen konkreten Problemen (wie z.B.) Seil es nachher tatsächlich scheitern muss.
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seilbahner
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Also da sehe ich kein Problem. Ist doch gut, wenn auf Sicherheit mehr geachtet wird als auf historische Technik.GMD hat geschrieben:Das mit dem Bestandsschutz ist auch in der Schweiz ein leidiges Thema. In Zürich fährt deswegen ein restauriertes historisches Tram aus dem Jahr 1900 mit einem modernen Fahrradcomputer herum, weil die Behörden einen Geschwindigkeitsmesser zu einer der Bedingungen für eine Wiederinbetriebnahme machten.
Historische Technik gehört ins Museum und nicht auf die Straße, es sei denn sie wird entsprechend angepasst.
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- trincerone
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