Spleisen von Seilen/ Endlos Seil

Fachforum für Seilbahntechnik: Technische Diskussionen zu Kuppelsystemen, Steuerungen, Seilrechnung und Innovationen im Seilbahnbau.
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GMD
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Beitrag von GMD »

Pilatus hat geschrieben:Wenn mich nicht alles täuscht habe ich gelesen, das es in Italien eine Bahn gibt, wo man das Seil an der Stütze gewechselt hat. Also die Seile gehen nach unten weg. Die Lücke zwischen den beiden Seilben (ist ja auf dem Sattel der Stütze) kann man dann mit einem zwischenstück stopfen.
Die Rittnerbahn in Bozen hat sowas. Die Schauinslandbahn bei Freiburg auch.
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PHB
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Beitrag von PHB »

Edit von Moderator GMD
liftmodell hat geschrieben:Bilder kommen morgen. Grad keine Lust mehr welche zu machen. 24 fängt gleich an :D :D :D
War wohl nichts. Darum:
GMD hat geschrieben:Beweis es, oder ich lösch den Beitrag!
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Dachstein
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Beitrag von Dachstein »

k2k hat geschrieben:
Dachstein hat geschrieben:Dabei wurde rein rechnerisch festgestellt, dass es nie und nimmer möglich ist, ein Tragseil von Kilometerlänge auf eine Trommel zu bringen, geschweige denn dieses dann zu transportieren.
Kannst du das näher erläutern?
Mir wäre zumindest "ab Werk" keine andere Transportmöglichkeit bekannt, manchmal wird das Seil auf mehrere Trommeln verteilt aber meines Wissens kommt es immer am Stück. In schwierigem Gelände wird es manchmal ausgerollt, per Seilzug hochgezogen und am Bestimmungsort (z.B. Talstation) wieder aufgerollt.
Gerne: wenn man die Seillänge der 3 S Bahn in Kitzbühel anschaut, und dazu die Dicke, dann kommt man rechnerisch (und zwar rein rechnerisch) auf den Schluss hinaus, dass man eine Riesentrommel brauchen würde, um das ganze Seil auf auf die Trommel zu bringen (die vom Mayrhofen scheint selbst da noch zu klein sein). Das würde zumindest das bestätigen, warum das Seil im Ganzen auf meheren Trommeln geliefert wird.
Dann kommt das Gewicht noch dazu, was es sehr schwer machen dürfte, das Seil zur Bahn zu bringen (im Falle von der 3S).

Auch kommt mir vor, dass auf einer Trommel wie auf den Bildern ersichtlich, nicht 3 Kilometer Tragseil mit 70 mm Durchmesser drauf sein können, oder täuscht das?

Aber auf jeden Fall mal Danke, dass so zahlreich geantwortet wurde. :D

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Pilatus
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Beitrag von Pilatus »

8O Die Rechnung will ich mal sehen. Das das ganze pro aufgewickelte Schicht immer 7cm an Radius gewinnt ist ja noch easy. Aber was für eine Formel habt ihr verwendet das ihr nicht die Seillänge jeder einzelnen Schicht berechnen musstet? Und mit was für einem Radius habt ihr angefangen (geht ja nicht bei Null)?
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Dachstein
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Beitrag von Dachstein »

Pilatus hat geschrieben:8O Die Rechnung will ich mal sehen. Das das ganze pro aufgewickelte Schicht immer 7cm an Radius gewinnt ist ja noch easy. Aber was für eine Formel habt ihr verwendet das ihr nicht die Seillänge jeder einzelnen Schicht berechnen musstet? Und mit was für einem Radius habt ihr angefangen (geht ja nicht bei Null)?
Radius wurde berücksichtigt, da wenn zu eng, knickt man das Seil. Wir haben nichts anderes gemacht, als dem Durchschnitt, des Umfanges genommen, dann noch die Breite und dann haben wir mit der Seildicke von 60 mm eine Überschlagsrechnung gemacht. Aber wie gesagt, war eine Überschlagsechnung

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k2k
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Beitrag von k2k »

Bild
Anhand dieses Bildes habe ich etwa 38 Seilumschlingungen nebeneinander geschätzt und den Durchmesser der Seiltrommel mit 3,5 m angenommen. Bei einem Tragseildurchmesser von 70 mm (wie angegeben) und einem angenommenen inneren Trommeldurchmesser von 1 m komme ich mit einer Rechenmethode "zu Fuß und außen herum" auf eine Seillänge von 3,2 km. Angegeben sind als Gesamtlänge 3450 m - das ist die selbe Größenordnung. Die Kitzbüheler Bahn liegt bei 3,6 km, hat aber nur 54 mm Tragseildurchmesser.
Ich würde sagen das passt ;-)
"Seilbahnen sind komplexe technische Systeme. Sie sind Werke innovativen vielschichtigen Schaffens und bilden ein spannungsvolles Zusammenspiel technischer und wirtschaftlicher, politischer, sozio-kultureller und landschaftlicher Faktoren." (Schweizerisches Bundesamt für Kultur)
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mic
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Beitrag von mic »

Die 3S ist nicht gespleist!
Ich habe einen Bericht gesehen da wurden 3 oder gar 4 Hilfsseile gezogen. Außerdem wurden Hilfsmasten aufgebaut. Das erste Hilfsseil wurde mit dem Heli geflogen.
Von spleisen war da keine Rede.
Das Seil wurde unter extrem Aufwand Richtung Berg transportiert
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Bild
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Turm
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Beitrag von Turm »

mic hat geschrieben:Bei Seilzugbericht der 3S war bei den Tragseilen auch keine Rede von spleisen.
War es bei der 3S nicht so, dass die Seile zwar auf je 2 Rollen aufgewickelt waren, aber dennoch an einem Stück waren?
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Pilatus
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Beitrag von Pilatus »

Bitte. So gehts auch. Das Bild hab ich aus dem Alpenarena-Neuerungstopic geklaut. Man kann auch eine breitere Rolle schrag auf den Lastwagen stellen.

Bild
Quelle Rechtsklick
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mic
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Beitrag von mic »

War es bei der 3S nicht so, dass die Seile zwar auf je 2 Rollen aufgewickelt waren, aber dennoch an einem Stück waren?
ist gut möglich. Ich werde mal schauen wann der Bericht nochmal ausgestrahlt wird.
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Beitrag von Salzprinz »

Ich bin nun auf diese diskussion gestoßen und habe mit unserem montageleiter (teufelberger) gesprochen. Tragseile sind nicht spleißbar. In sonderfällen (eventuell bei Materialseilbahnen) können die Tragseile mit einer Muffe ( Verguss) verbunden werden. Ihm ist aber keine Anlage bekannt, wo die Tragseile von Anfang an gestückelt sind. Meist wird dieses Problem ( zu lange Seile) mit einer Mittelstation gelöst (oder eben wie oben beschrieben).
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PHB
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Beitrag von PHB »

Deleted by myselfe
Zuletzt geändert von PHB am 24.10.2011 - 00:55, insgesamt 1-mal geändert.
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GMD
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Beitrag von GMD »

liftmodell hat geschrieben:Und meine Brawa Pendelbahn :wink:
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Rittnerseilbahn: Tragseilkuppelstelle

Beitrag von Christoph Lütz »

Anbei ein Bild der besagten Tragseilkuppelstelle bei der Rittnerseilbahn in Bozen. Es ist die längste durchgehende Pendelbahn der Welt mit einer Betriebslänge von 4568 m. Die Tragseile mit einem Durchmesser von 52 mm wurden für jede der beiden Fahrbahnen getrennt in Längen von 2235 bzw. 2770 m geliefert. An der Übergangsstelle befinden sich zwei Seilpoller. Die Kabine geht hier ohne Halt von einem auf das andere Tragseil über. In Tal- und Bergstation gibt es jeweils Tragseilspanngewichte.

Das bergseitige Zugseil mit einem Durchmesser von 27 mm hat eine Länge von 4730 m; das talseitige Zugseil mit einem Durchmesser von 22 mm eine Länge von 4800 m.
Das Hilfsseil der Rettungsbahn mit einem Durchmesser von 15 mm ist durchgehend gespleisst und hat eine Länge von 9490 m.

Die längsten Tragseile der Welt dürfte die Seilbahn Eibsee-Zugspitze haben mit einer Lieferlänge von 4700 m und einem Duchmesser von 46 mm.
Dateianhänge
Rittnerbahn_DI.jpg
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PHB
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Beitrag von PHB »

GMD hat geschrieben:
liftmodell hat geschrieben:Und meine Brawa Pendelbahn :wink:
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Nichts Besonderes. bloß 2 Binfaden enden, die als Seil durchgehen, die zusammen auf dem "Tragseilsattel" verklebt sind. Bilder kommen morgen. Grad keine Lust mehr welche zu machen. 24 fängt gleich an :D :D :D
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Beitrag von Dresdner »

Artikel zum Thema am Beispiel der neuen Galzigbahn - aus ISR.at:
Wenn von Seilbahnseilen mit einem Durchmesser von über 50 mm die Rede ist, denkt man eher an Tragseile für Pendelbahnen als an Förderseile. Der Trend zu immer leistungsfähigeren Seilbahnen, vor allem im Zubringerdienst für Skigebiete, die aus Komfort- und Kapazitätsgründen überwiegend als Umlaufsystem ausgeführt werden, lässt die Grenzen zwischen den Mächtigkeiten von Trag-, Zug- oder Förderseilen mehr und mehr verschwimmen.
So weist die in den 70er Jahren als Pendelbahn konstruierte Fellhornbahn I in den Allgäuer Alpen Tragseile mit einem Durchmesser von 51 mm auf, für damalige Verhältnisse durchaus kein „Kleinprojekt“. Die parallel dazu entstehende 8er-Kabinen-Einseilumlaufbahn erhielt dieser Tage ein 6-litziges Lo-Strech-Förderseil mit 56 mm Durchmesser von Teufelberger. Hätte man sich nicht für die kompaktierte Superfill-Variante entschieden, würde der Durchmesser sogar mindestens 58 mm betragen, mit entsprechend kostenintensiven Auswirkungen auf die Dimensionierung der Anlagenteile. Mit dem Durchmesser von 56 mm und einer Länge von 6.000 m ist es das schwerste und längste Seil, das jemals für eine Seilbahn in Deutschland produziert worden ist.

Förderseil für die neue Galzigbahn
Mit dem gleichen Seiltyp wurde kurz davor die Funitel auf den Galzig im tirolerischen St. Anton am Arlberg ausgestattet. Da das 52 mm dicke Seil beim Funitel-System in jeder Richtung doppelt geführt wird, erfordert die ca. 2.600 m lange Strecke ein 10,6 km langes Förderseil. Teufelberger verfügt dank seines leistungsfähigen Maschinenparks über die Möglichkeit, ein solches Rekordseil mit einem Gewicht von 114 t ohne Zwischenspleiß zu fertigen. So ist der Seilspezialist bislang der einzige Hersteller, der ein Förderseil vom Typus „Galzig“ in nur einem Stück verlitzt, verseilt und vor allem kompaktiert hat. Damit erhielten die Arlberger Bergbahnen das längste und schwerste Förderseil, das jemals durchgängig hergestellt wurde. Üblicherweise müssen Seile mit dieser extremen Länge „gestückelt“ werden, wodurch sich die Montagekosten aufgrund des Mehrfachspleißes deutlich erhöhen. Darüber hinaus ist der Spleiß naturgemäß die schwächste Stelle im Seil, was Lebensdauer, Notwendigkeit einer laufenden Wartung und damit verbundene Kosten betrifft. Aufgrund der verzwickten Lage des Seilwerks St. Aegyd im engen Traisental und der damit einhergehenden Transportproblematik findet die Endverseilung solcher
Rekordseile in bewährter Zusammenarbeit mit der Firma Bridon in Gelsenkirchen statt. Das Montageteam, das mit neun erfahrenen Männern als größtes Montageteam unter den Seilherstellern gilt, sorgt für eine rasche und reibungslose Montage vor Ort. Teufelberger legt großen Wert darauf, dass der Spleiß und die Leitung der gesamten Seilmontage durch eigene Mitarbeiter durchgeführt wird. Denn nur die eigenen Spezialisten sind mit den Besonderheiten von Teufelberger-Seilen (z. B. den Trensen) bestens vertraut, um perfekte Spleiß- und Montagequalität garantieren zu können.
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Beitrag von Ram-Brand »

^^ Ah jetzt hat es das Foto von Xtream bis in die ISR geschafft!
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Beitrag von Seilbahnjunkie »

Der Seiltransport dürfte kein Problem sein, spleisen kann man ein Seil nicht nur einmal.
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Beitrag von TPD »

spleisen kann man ein Seil nicht nur einmal.
Können schon. Aber ist dies auch erlaubt ?

Und wie sieht es aus wenn ein Seil beschädigt wird ? Da muss wohl das ganze Seil ersetzt werden. Da könnte es auch ein Vorteil sein, wenn man mehrere kürzere Seile hat.
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Beitrag von Seilbahnfreak_23 »

@ Dachstein:

wieso hat das Seil bei der Gaislachkogelbahn in Sölden zwei Spleiße :?:
wenn ich mich nicht irre ist das Seil doch nur eins und nur einmal (ende & anfang) zusammengespleißt. oder täusche ich mich da und es sind doch zwei seile!
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Beitrag von Dachstein »

Seilbahnfreak_23 hat geschrieben:@ Dachstein:

wieso hat das Seil bei der Gaislachkogelbahn in Sölden zwei Spleiße :?:
wenn ich mich nicht irre ist das Seil doch nur eins und nur einmal (ende & anfang) zusammengespleißt. oder täusche ich mich da und es sind doch zwei seile!
Steht so in der Weltseilbahngeschichte, warum genau steht zwar auch drinnen, entieht sich aber meiner Kenntnis, da ich die Bücher im moment nicht graufbar habe. Diese Angabe bezieht sich auf das erstaufgelegte Seil, die Anlage hat mittlerweile was ich weis das dritte Förderseil. Wie es jetzt ausschaut, kann ich dir nicht sagen.

MFG Dachstein
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Beitrag von Seilbahnfreak_23 »

Habe heuer im Sommer, bei den Sölder Bergbahnen gearbeitet (Praktikum) - dort haben wir den 6er-Sesselift Stabele gespleißt. Ziemlich anstrengende Arbeit muss ich sagen. Bin froh, dass ich die Gaislachkogelbahn nicht spleißen musste, die Arbeiter haben mir gesagt, dass ein Meter Seil der Gaislachkogelbahn bei die 10kg wiegt - also viel Spaß! :wink:
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Beitrag von Ram-Brand »

das Seil der Gaislachkoglbahn ist über 16km lang, so ein Seil in eins zu transportieren ist sehr aufwendig.

Daher wurde das Seil auf zwei Trommeln zu je 80t Gewicht verteilt.


Wenn ein Seil z.B. in einem Bereich zu viele Drahtbrüche aufweist, dann wird das entsprechende Stück ersetzt.
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