Wedeln vor den Toren der Stadt Wels
WELS-LAND. Kostengünstiges Skifahren vor der Haustür - das soll künftig in Wels-Land möglich sein. Vier Gemeinden wollen ein professionelles Winterskigebiet mit Schlepplift, Schneekanonen und Flutlicht auf die Beine stellen.
VON GERLINDE RIEGLER
Die Idee hat gleich zwei Väter. Unabhängig vonein-ander hatten sich der Fischlhamer Bürgermeister Jakob Auer und sein Steinerkirchner Amtskollege und Bruder Johann schon seit längerem Gedanken über ein Skigebiet vor der Haustür ihrer Bürger gemacht. Bei einem Familientreffen sprach zufällig einer darüber, schon war das Projekt geboren.
Wer das Geschwister-Paar kennt, weiß, dass es nicht lange bei der Theorie bleibt. Gemeinsam machten sich die Auer-Brüder auf die Suche nach einem geeigneten Ort für den Lift und wurden genau an der Gemeindegrenze zwischen Fischlham und Steinerkirchen fündig. Dort befindet sich ein 400 Meter langer, windstiller Hang mit passendem Gefälle zum Skifahren.
Nachdem auch die Gemeinden Edt und Bad Wimsbach für die Idee begeistert werden konnten, geht es nun an die Detailplanung. Denn eines steht für die Initiatoren fest: "Dieses Skigebiet muss professionell aufgezogen werden." Dazu gehören ihrer Meinung nach auch Schneekanonen und Flutlicht. Ein großer Parkplatz, eine Getränkeausschank und Toiletten sind ebenfalls geplant.
Großzügige Förderung
Geschätzte Kosten: 150.000 Euro. Da es sich um ein Kooperationsprojekt handelt, gibt es großzügige Föderungen. Die Fixkosten sollen durch den Verkauf der Liftkarten beglichen werden.
Das neue Skigebiet soll das Freizeitangebot in der Region aufwerten.
Ich bin gespannt was das wird. Wenn man das gscheit aufzieht kann das sicherlich was werden - das Potential ist auf jeden Fall da, in Kirchschlag funktionierts ja auch.Skifahren vor Toren der Messestadt: Welser Touristiker Platzer begeistert
WELS/WELS-LAND. Die Pläne der Auer-Brüder, in Wels-Land ein Skigebiet zu errichten, sind auch in der Messestadt auf fruchtbaren Boden gefallen.
Mit ihrem Vorhaben, an der Gemeindegrenze zwischen Fischlham und Steinerkirchen ein Skigebiet mit Schlepplift, Schneekanonen und Flutlichtanlage zu errichten, ließen die Bürgermeister Johann und Jakob Auer in der Vorwoche eine Bombe platzen - die OÖN berichteten exklusiv darüber. Denn das Projekt ist nicht nur in seiner Größenordnung einzigartig (auch Edt und Bad Wimsbach-Neydharting beteiligen sich). Richtig aufgezogen, soll es nach den Plänen der Initiatoren das Winter-Freizeitangebot der ganzen Region aufwerten.
Zusätzliches "Lockmittel"
Nun ist die Begeisterung über das Skigebiet auch auf Wels übergesprungen. "Das ist eine tolle Sache", ist Tourismus-Obmann Helmut Platzer Feuer und Flamme für die Pläne der Auer-Brüder. Er hat auch schon eine Idee, wie sich die Messestadt das neue Skigebiet touristisch zu Nutze machen könnte: "Wir versuchen ja schon jetzt, Gäste der Skiregion Pyhrn-Eisenwurzen zur Zeit der Überbuchung zu uns zu locken. Mit diesem neuen Skigebiet vor den Toren von Wels könnten wir mit einem zusätzlichen Angebot aufwarten."
Auch Stadtmarketing-Direktor Peter Jungreithmayr sieht in den Plänen der Auer-Brüder eine mögliche Aufwertung des Angebotes für Wels-Touristen. (geri)