Zwei Fahrzeuge ausgebrannt
Zahl der Opfer des schweren Autobahnunglücks noch unklar.
Bei einem Unglück in einem Schweizer Autobahntunnel sind am Samstag mehrere Menschen getötet worden. Es seien zahlreiche Opfer beim Zusammenstoß eines Busses mit einem Auto im Tunnel zu beklagen gewesen, sagte ein Polizeisprecher des Kantons Graubünden der Nachrichtenagentur AFP.
Erst ein Toter geborgen
Ein Feuer sei ausgebrochen. Die Rettungskräfte hätten bereits einen Toten geborgen, erklärte die Polizei weiter. Es seien Fahrzeuge ausgebrannt, sodass die Bergung der Opfer durch starke Rauchentwicklung erschwert werde.
Leicht Verletzte in Sicherheit gebracht
Mehrere leicht Verletzte hätten aber bereits in Sicherheit gebracht werden können. Der Unfall habe sich gegen 13.15 Uhr im Viamala-Tunnel wenige Kilometer südlich von Thusis ereignet. Die Autobahn A13, die San-Bernardino-Route, wurde gesperrt.
Auch über die Herkunft der beteiligten Fahrzeuge und die Zahl der Insassen lagen laut "Neuer Zürcher Zeitung" ("NZZ") noch keine Informationen vor.
Tunnel 742 Meter lang
Der Viamala-Tunnel liegt auf dem Gemeindegebiet von Zillis und ist laut Angaben des Schweizer Bundesamts für Straßen 742 Meter lang, wie die "NZZ" berichtet. Der Tunnel wurde im Dezember 1967 in Betrieb genommen und ist laut "NZZ" "nicht richtungsgetrennt".
In der Vergangenheit kam es immer wieder zu folgenschweren Unglücken in Tunneln, was Debatten über deren Sicherheit auslöste. So starben etwa bei der Katastrophe im französischen Montblanc-Tunnel 1999 insgesamt 39 Menschen.