Magnet-Bahn / Transrapid
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- Seilbahnjunkie
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@Christoph Lütz: Tut mir leid, dass ich das so drastisch sagen muss, aber du hast keine Ahnung.
Der Bau einer Transrapidstrecke kostet in etwas so viel wie der einer herkömmlichen Hochgeschwindigkeitsstrecke, wenn man von der Tatsache absieht, dass er keine vorhandene Bahnhofsstrukturen verwenden kann.
Der Wartungsaufwand am Fahrweg hält sich auch in grenzen, da der Transrapid komplett frei ist von Verschleisteilen. Es gibt keine Radreifen, es muss kein Schinenprofiel nachgeschliffen werden und es gibt nichtmal eine Oberleitung die durch Reibung verschleist. Nicht zu vergessen, die aufwendige Schotterreinigung. Das alles kostet bei einer normalen Bahn Geld, beim Transrapid nicht.
Die erwähnten Brücken sind garkeine, da es sich hier um den normalen Fahrweg handelt, der sich selbst trägt. Die Pfeiler kann man auch nicht mit Brückenköpfen vergleichen, da sie wesentlich kleiner und billiger sind.
Wenn du hier schon die amerikanischen Bahnstrecken anführst, solltest du nicht vergessen, dass auf den von dir genannten Strecken auch kein Hochgeschwindigkeitsverkehr stattfindet. Auf den meisten amerikanischen Strecken wird vor allem Güterverkehr gefahren und einige wenige, aber langsame Personenzüge. Du vergleichst ja auch nicht die Kosten für einen Feldweg mit denen für eine Autobahn.
Dein letzter Punkt ist die Unsinnigkeit des Transrapids für den Nahverkehr. Auch das ist so nicht richtig, der Transrapid wurde zwar von Anfang an als Hochgeschwindigkeitszug vermarktet, aber er lässt sich mit keinem anderen Zug vergleichen. Beim herkömmlichen Rad/Schiene Prinzip muss man sich immer entscheiden, entweder man möchte sehr hohe Endgeschwindigkeiten (ICE Familie,TGV Familie, ...), oder man möchte eine hohe Beschleunigung (S-Bahntriebwagen, U-Bahn, ...). Beim System transrapid ist das nicht so. Ein Transrapid kann sowohl eine hohe Endgeschwindigkeit wie auch eine starke Beschleunigung haben. Die erreichbaren Werte hängen lediglich von der stärke der Motorisierung im Fahrweg ab. der transrapid hat aber noch weitere Vorteile: Zum Beispiel hat er die beste Federung die man sich wünschen kann, da kann kein normaler Zug mithalten. Auserdem wäre der Protest durch die Anwohner gegen eine Nahverkehrs Transrapidstrecke bei ausreichender Information wesentlich geringer, da die Magnetschwebebahn bis zu einer Geschwindigkeit von 200 km/h praktisch nicht zu höhren ist und bei höheren Geschwindigkeiten auch noch deutlich unter der Lärentwicklung herkömmlicher Bahnen liegt. Erst bei seiner vollen Geschwindigkeit, von über 400 km/h erreicht er den Lärmpegel eines ICE Zuges, da hier die Luftgeräusche stärker sind.
Alles in allem ist der Transrapid das perfekte System, sowohl für den Hochgeschwindigkeitsverkehr als auch für den Stadtschnellbahnverkehr.
Er hat nur ein Problem- es gibt schon fast überall Rad/Schiene Systeme.
Der Bau einer Transrapidstrecke kostet in etwas so viel wie der einer herkömmlichen Hochgeschwindigkeitsstrecke, wenn man von der Tatsache absieht, dass er keine vorhandene Bahnhofsstrukturen verwenden kann.
Der Wartungsaufwand am Fahrweg hält sich auch in grenzen, da der Transrapid komplett frei ist von Verschleisteilen. Es gibt keine Radreifen, es muss kein Schinenprofiel nachgeschliffen werden und es gibt nichtmal eine Oberleitung die durch Reibung verschleist. Nicht zu vergessen, die aufwendige Schotterreinigung. Das alles kostet bei einer normalen Bahn Geld, beim Transrapid nicht.
Die erwähnten Brücken sind garkeine, da es sich hier um den normalen Fahrweg handelt, der sich selbst trägt. Die Pfeiler kann man auch nicht mit Brückenköpfen vergleichen, da sie wesentlich kleiner und billiger sind.
Wenn du hier schon die amerikanischen Bahnstrecken anführst, solltest du nicht vergessen, dass auf den von dir genannten Strecken auch kein Hochgeschwindigkeitsverkehr stattfindet. Auf den meisten amerikanischen Strecken wird vor allem Güterverkehr gefahren und einige wenige, aber langsame Personenzüge. Du vergleichst ja auch nicht die Kosten für einen Feldweg mit denen für eine Autobahn.
Dein letzter Punkt ist die Unsinnigkeit des Transrapids für den Nahverkehr. Auch das ist so nicht richtig, der Transrapid wurde zwar von Anfang an als Hochgeschwindigkeitszug vermarktet, aber er lässt sich mit keinem anderen Zug vergleichen. Beim herkömmlichen Rad/Schiene Prinzip muss man sich immer entscheiden, entweder man möchte sehr hohe Endgeschwindigkeiten (ICE Familie,TGV Familie, ...), oder man möchte eine hohe Beschleunigung (S-Bahntriebwagen, U-Bahn, ...). Beim System transrapid ist das nicht so. Ein Transrapid kann sowohl eine hohe Endgeschwindigkeit wie auch eine starke Beschleunigung haben. Die erreichbaren Werte hängen lediglich von der stärke der Motorisierung im Fahrweg ab. der transrapid hat aber noch weitere Vorteile: Zum Beispiel hat er die beste Federung die man sich wünschen kann, da kann kein normaler Zug mithalten. Auserdem wäre der Protest durch die Anwohner gegen eine Nahverkehrs Transrapidstrecke bei ausreichender Information wesentlich geringer, da die Magnetschwebebahn bis zu einer Geschwindigkeit von 200 km/h praktisch nicht zu höhren ist und bei höheren Geschwindigkeiten auch noch deutlich unter der Lärentwicklung herkömmlicher Bahnen liegt. Erst bei seiner vollen Geschwindigkeit, von über 400 km/h erreicht er den Lärmpegel eines ICE Zuges, da hier die Luftgeräusche stärker sind.
Alles in allem ist der Transrapid das perfekte System, sowohl für den Hochgeschwindigkeitsverkehr als auch für den Stadtschnellbahnverkehr.
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- TPD
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Und wie sieht es mit den Magnetfelder aus...Auserdem wäre der Protest durch die Anwohner gegen eine Nahverkehrs Transrapidstrecke bei ausreichender Information wesentlich geringer,...
z.B bei den Japanischen Magnetschwebebahnen dürfen sich Leute mit Herzschrittmacher nicht mal der Trasse annähern. Ok. Die Deutschen verwenden da eine andere Technologie, die ein bisschen weniger problematisch ist. Aber auch diesen Faktor müsste man mal gründlich untersuchen.
Aber im Nahverkehr hast Du auch recht viele Abzweigungen. Und beim Transrapid wird man sich vermutlich noch wesentlich mehr Gedanken darüber machen, ob man da jetzt eine Weiche einbauen will oder nicht...Alles in allem ist der Transrapid das perfekte System, sowohl für den Hochgeschwindigkeitsverkehr als auch für den Stadtschnellbahnverkehr.
https://www.skichablais.net, seit 20 Jahren über Bergbahnen der Region Chablais und Umgebung.
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Transrapid Projekt München
Hi, was meint ihr denn, brauchen wir in München den Transrapid zum Flughafen. Das iss bei uns so, diese komischen C ( schein)christlichen Parteien wollen mit aller Gewalt am Transrapid festhalten. Für eine Strecke die im Prinzip erst mal ganz neu mitten durch Wohngebiet gebaut werden muß. Und da gehts dann erst mal durch n Tunnel durch die direkte Innenstadt, und dann im Norden solls dann ins Freie gehn. Und erst nach dem Wohngebieten gibts dann Vollgas.
Das Problem iss, daß der Transrapid nur für Flughafenbesucher nen Sinn macht, der Superzug bekommt keine weitern Haltebahnhöfe.
Und alle die da mitfahrn wollen, müssen dann größtenteils erstmal mit der Zuckel S- Bahn zum HBF. Man rechnet bei uns immer nur die Fahrzeiteinsparung der eigentlichen Transrapidstrecke, wie man dorthinkommt, iss ne andere Sache. Ich würd mal sagen, wer a Geld hat, der fährt doch gleich mitm Auto oder Taxi. Was auch keiner sagt, daß regelmäßig Züge vom HBF nach Freising ohne Halt fahrn, dann weiter n kurzes Stück mitm Bus, und schon iss ma am Flughafen. Da schrein s immer, bei keinem Flughafen iss die Verkehrsanbindung so schlecht wie in München. Ich weiß noch, wie wir letztes jahr mit U Bahn und Bus ( auf den wir ewig warten mußten ) nach Berlin Tegel gfahrn sind. Soo toll war das auch nicht.
Und was ich auch nicht versteh, daß die Politiker der Meinung sind, wenns in München nicht möglich wär mit dem Transrapid, dann könnte man den NIERGENDWO baun. Da hams jetzt angst, daß die bayrische Technologie scheitert. Und verteidigen IHR Werk, und alle anderen Vorschläge sind von haus aus nix. Z.B. Express S Bahn, wo auch noch andere Leut mitfahrn könnten.
Die Anwohner an den zukünftig geplanten Strecke laufen natürlich Sturm. Und seit dem Unfall iss das Geschrei natürlich noch größer.
ich bin gespannt, wie diese Sache ausgeht-- was mich auch mal intressiern würde, iss so ne Transrapidstrecke Sicher gegen Vandalismus, ich denk da mal an die Atomschrott Transporte, die immer nur durch viel Polizeischutz durchführbar sind. Ich könnt ma vorstellen, daß da auch so Extreme irgendwie die Strecke mit Gegenständen blockiern könntn. Sollte sie jemals gebaut werden.
Ich sag mal, der Transrapid hat auf diese Streckenlänge ( ca. 30 km ) soviel Sinn, wie ne hochleistungs KSB die nen kleinen Schilift ersetzt. Zb. den Schilift Walde am Hahnenkamm / Kitzbühl.
Die hätten doch die Neue ICE Linie nach Nürnberg über den Flughafen laufen lassen können. Versteh ich nicht, warum man da nix gmacht hat.
Nochwas wegen Unfall, ich bin der Meinung,daß es heutzutage schaffbar sein müßte, daß ein Hinderniss-- in dem Fall der Bau oder auch Werkstattwagen- daß alle DB Fahrzeuge mit irgendeinem Sensor oder so ausgestattet sein müßten,und schon von weitem erkennbar sind. Daß der Superzug schon lang vorher abbremst, und lang vor dem Hindeniss sicher zu stehn kommt. Bei Seilbahnen gabs schon in den 30 ern zahlreiche Sicherheitseinrichtungen, sowas dürfte 70 Jahre später kein Thema mehr sein.
Das Problem iss, daß der Transrapid nur für Flughafenbesucher nen Sinn macht, der Superzug bekommt keine weitern Haltebahnhöfe.
Und alle die da mitfahrn wollen, müssen dann größtenteils erstmal mit der Zuckel S- Bahn zum HBF. Man rechnet bei uns immer nur die Fahrzeiteinsparung der eigentlichen Transrapidstrecke, wie man dorthinkommt, iss ne andere Sache. Ich würd mal sagen, wer a Geld hat, der fährt doch gleich mitm Auto oder Taxi. Was auch keiner sagt, daß regelmäßig Züge vom HBF nach Freising ohne Halt fahrn, dann weiter n kurzes Stück mitm Bus, und schon iss ma am Flughafen. Da schrein s immer, bei keinem Flughafen iss die Verkehrsanbindung so schlecht wie in München. Ich weiß noch, wie wir letztes jahr mit U Bahn und Bus ( auf den wir ewig warten mußten ) nach Berlin Tegel gfahrn sind. Soo toll war das auch nicht.
Und was ich auch nicht versteh, daß die Politiker der Meinung sind, wenns in München nicht möglich wär mit dem Transrapid, dann könnte man den NIERGENDWO baun. Da hams jetzt angst, daß die bayrische Technologie scheitert. Und verteidigen IHR Werk, und alle anderen Vorschläge sind von haus aus nix. Z.B. Express S Bahn, wo auch noch andere Leut mitfahrn könnten.
Die Anwohner an den zukünftig geplanten Strecke laufen natürlich Sturm. Und seit dem Unfall iss das Geschrei natürlich noch größer.
ich bin gespannt, wie diese Sache ausgeht-- was mich auch mal intressiern würde, iss so ne Transrapidstrecke Sicher gegen Vandalismus, ich denk da mal an die Atomschrott Transporte, die immer nur durch viel Polizeischutz durchführbar sind. Ich könnt ma vorstellen, daß da auch so Extreme irgendwie die Strecke mit Gegenständen blockiern könntn. Sollte sie jemals gebaut werden.
Ich sag mal, der Transrapid hat auf diese Streckenlänge ( ca. 30 km ) soviel Sinn, wie ne hochleistungs KSB die nen kleinen Schilift ersetzt. Zb. den Schilift Walde am Hahnenkamm / Kitzbühl.
Die hätten doch die Neue ICE Linie nach Nürnberg über den Flughafen laufen lassen können. Versteh ich nicht, warum man da nix gmacht hat.
Nochwas wegen Unfall, ich bin der Meinung,daß es heutzutage schaffbar sein müßte, daß ein Hinderniss-- in dem Fall der Bau oder auch Werkstattwagen- daß alle DB Fahrzeuge mit irgendeinem Sensor oder so ausgestattet sein müßten,und schon von weitem erkennbar sind. Daß der Superzug schon lang vorher abbremst, und lang vor dem Hindeniss sicher zu stehn kommt. Bei Seilbahnen gabs schon in den 30 ern zahlreiche Sicherheitseinrichtungen, sowas dürfte 70 Jahre später kein Thema mehr sein.
Fabi,alpiner Schifreak
TSC 2012-13, Stand 20.01.2013 - 17 Sektionen Bike, 20 Schitage in Tirol ; Zillertal, Stubaital, Ötztal, Kitzbühel,Schiwelt , Schijuwel Alpbach ;
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es gibt Versuche mit terrestrischem Laserscanning mit diesem Ziel. Die sind vorne auf Schienenfahrzeugen montiert und erkennen ein Hindernis das ins Lichtraumprofil hineinragt und lösen eine Schnellbremsung aus. Aber im Hochgeschwindigkeitsbereich ist das nix würd ich mal behaupten, da ist der Bremsweg viel zu lang.
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Saison 14/15: Gotschna/Parsenn 38, Madrisa 9, Rinerhorn 3, Jakobshorn 4, Schatzalp 1, Grüsch Danusa 1, Brambrüesch 3, Lenzerheide/Arosa 1, Flims/Laax 1, Brigels/Waltensburg 1, Tschappina 1, Diavolezza 4, Corviglia 1, Samnaun/Ischgl 2, Livigno 1, Skitour 2 - Total: 73
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^^
Ja, eine Einrichtung die am Fahrzeug installiert ist bringt bei einem Hochgeschwindigkeitszug nicht viel.
Man müsste die Trasse dauerhaft überwachen.
Und sowas könnte man z.B mit automatischer Videoüberwachung, Drucksensoren, Bewegungsmelder, Lichtschranken etc. realisieren.
P.S
Die oben genannte Vorschläge sind nicht eine blöde Idee von mir sondern die sind an gewissen Orten schon im Einsatz.
Ja, eine Einrichtung die am Fahrzeug installiert ist bringt bei einem Hochgeschwindigkeitszug nicht viel.
Man müsste die Trasse dauerhaft überwachen.
Und sowas könnte man z.B mit automatischer Videoüberwachung, Drucksensoren, Bewegungsmelder, Lichtschranken etc. realisieren.
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stern.de"Nicht nur menschliches Versagen"
Die Angehörigen der Opfer des Transrapid-Unfalls werden Hersteller und Betreiber der Magnetschwebebahn wohl auf Schadenersatz verklagen. Zudem ist nun auch von technischen Mängeln die Rede.
Nach dem verheerenden Transrapid-Unglück im Emsland mit 23 Toten drohen den Betreibern der Teststrecke nun Schadenersatzforderungen von Seiten der Opfer. "Wir gehen derzeit davon aus, dass der erforderliche und in Pudong/Shanghai eingesetzte technische Sicherheitsstandard auf der Versuchsstrecke nicht bestand", teilte die Berliner Kanzlei Simon und Partner mit. Sie vertritt nach eigenen Angaben mehrere Geschädigte und will parallel zu den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft eigene Untersuchungen anstrengen.
Diese richteten sich gegen die Betreibergesellschaft IABG, den Hersteller des Transrapids sowie gegen Technische Überwachungsvereine und Mitarbeiter der Leitstelle auf der Versuchsstrecke in Lathen. Die Chancen auf eine Entschädigung der Opfer bezeichnete ein Anwalt der Kanzlei in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" als "nicht so schlecht".
Reuters/DPA/APMünchener Flughafenanbindung
Lieber S-Bahn als Transrapid
Während sich die Untersuchung des Transrapid-Unfalls verzögert, wird die Kritik an der Magnetschwebebahn lauter. Münchens Oberbürgermeister etwa würde lieber eine S-Bahn zwischen Flughafen und Hauptbahnhof verkehren sehen.
Offenbar wird sich die genaue Klärung des Transrapid-Unfalls von Lathen noch hinziehen, denn allein die Rekonstruktion des genauen Unfallhergangs werde nach Angaben der Staatsanwaltschaft Osnabrück noch dauern. Die Mitschnitte des Funkverkehrs könnten aus technischen Gründen noch nicht vollständig ausgewertet werden. Es müsse das Risiko ausgeschaltet werden, dass Teile der Aufzeichnungen auf Spezial-Tonbändern beim Abhören zerstört würden, heißt es.
Wenige Tage nach dem Unglück, bei dem 23 Menschen ums Leben gekommen sind, wird über die Sicherheitskonzepte der Testanlage und der Münchener Strecke diskutiert. Teilweise kommt es dabei zu heftiger Kritik an der emsländischen Transrapid-Teststrecke. So bezeichnete der Gießener Verkehrswissenschaftler Professor Gerd Aberle das Konzept als "antiquiert".
Diese "Nachlässigkeit" könne für das gesamte Verkehrssystem Transrapid tödlich sein. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler führten falsche Anweisungen der Zug-Leitstelle zu der Katastrophe. Konkrete Hinweise auf technische Ursachen des Unglücks gebe es bislang nicht.
Auch für Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD), dessen Stadt eine Transrapidtrasse von Flughafen zum Hauptbahnhof plant, sind die Sicherheitsprobleme noch längst nicht gelöst. Besonders die Streckenführung in einem drei Kilometer langen Tunnel werfe viele Fragen auf, sagte Ude der "Frankfurter Rundschau". "Wir haben hier nach den Rettungsmöglichkeiten, nach dem Bergungskonzept gefragt, aber keine befriedigenden Antworten bekommen."
Als Alternative zum Transrapid schlägt Ude eine Express-S-Bahn vor. Diese koste weniger als 500 Millionen Euro, während die Schwebebahn auf 1,85 Milliarden veranschlagt wird. Zudem verbessere die Express-S-Bahn die Verkehrssituation der Region deutlich mehr. Politiker von CDU und CSU sind gegen einen Verzicht auf die geplante Transrapid-Trasse in München.
"Chinesen könnten sagen, dass sie aussteigen"
Auch ein völliges Aus für die Magnetschwebebahn wird mittlerweile nicht mehr ausgeschlossen: "Für die Chinesen könnte der Unfall im Emsland einen Vorwand liefern zu sagen, wir steigen aus und bauen das mit unserer eigenen Technologie", sagte ein Bankenanalyst der Nachrichtenagentur Reuters, der namentlich nicht genannt werden wollte.
Die Diskussion um den Transrapid ist so alt wie die Technik selbst, aber erst wenige Tage vor der Katastrophe im Emsland hatte einer der Betreiberfirmen, ThyssenKrupp, mit dem Verkauf der Technologie nach China gedroht, sollte es binnen 18 Monaten keine endgültige Entscheidung über den Bau der Strecke in München geben. "Wir haben zu entscheiden, ob wir in Deutschland die Bücher für diese Technologie zumachen", hatte Konzernvorstand Olaf Berlien gesagt.
"Das Geschäft ist ein Verlustbringer"
Eine Trennung vom Prestigeobjekt Transrapid wäre für ThyssenKrupp und Siemens nach Einschätzung von Experten finanziell leicht zu verschmerzen. "Das Geschäft ist ein Verlustbringer. Es spielt weder bei ThyssenKrupp noch bei Siemens eine große Rolle", sagte Heino Ruland vom Brokerhaus Steubing. "Die Entwicklungskosten sind längst alle abgeschrieben."
Betriebswirtschaftlich wäre der Transrapid nur interessant gewesen, wenn sich die Technik in größeren Stückzahlen verkauft hätte, sagt Analyst Manfred Bucher von der BayernLB. Er verweist darauf, dass zwischendurch ein Verkauf in die USA geplant gewesen sei, der aber scheiterte. In Deutschland wurden ein ums andere Mal Streckenpläne zu den Akten gelegt, die Hoffnungen ruhen nun auf dem Bau einer Trasse in Bayern.
- Christoph Lütz
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@Seilbahnjunkie über @Christoph Lütz: "Tut mir leid, dass ich das so drastisch sagen muss, aber du hast keine Ahnung."
Vielen Dank für diese Einschätzung.
Ich plane seit ca. 10 Jahren als Bauingenieur Bahnanlagen und war unter anderem auch an der Planung eines ca. 80 km langen Abschnitts einer Transrapidstrecke in Deutschland beteiligt. Dabei haben wir Trassenvarianten untersucht und in Lage und Höhe eingerechnet. Insofern mußte ich mich auch mit der Trassierung und Fahrdynamik der Magnetbahn beschäftigen. Abgerundet wurde die damalige Planung mit einer Kostenschätzung. Über das Vorentwurfsstadium sind wir damals aber nicht hinausgekommen, ich habe versucht die Gründe dafür kurz zu beschreiben.
Du solltest Dich wirklich mal ernsthaft mit dem Thema beschaftigen und nicht alles glauben, was irgendwo (insbesondere in der Politik) so erzählt wird.
Vielen Dank für diese Einschätzung.
Ich plane seit ca. 10 Jahren als Bauingenieur Bahnanlagen und war unter anderem auch an der Planung eines ca. 80 km langen Abschnitts einer Transrapidstrecke in Deutschland beteiligt. Dabei haben wir Trassenvarianten untersucht und in Lage und Höhe eingerechnet. Insofern mußte ich mich auch mit der Trassierung und Fahrdynamik der Magnetbahn beschäftigen. Abgerundet wurde die damalige Planung mit einer Kostenschätzung. Über das Vorentwurfsstadium sind wir damals aber nicht hinausgekommen, ich habe versucht die Gründe dafür kurz zu beschreiben.
Du solltest Dich wirklich mal ernsthaft mit dem Thema beschaftigen und nicht alles glauben, was irgendwo (insbesondere in der Politik) so erzählt wird.
- Downhill
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Hmmm, also wenn ich's mir so überleg:Münchener Flughafenanbindung
Als Alternative zum Transrapid schlägt Ude eine Express-S-Bahn vor. Diese koste weniger als 500 Millionen Euro, während die Schwebebahn auf 1,85 Milliarden veranschlagt wird. Zudem verbessere die Express-S-Bahn die Verkehrssituation der Region deutlich mehr.
- A99 Süd mit Tunnels etc. pipapo: wird auf 1 Mrd geschätzt
- Express-S-Bahn zum Franz-Josef: 500 Mio.
Wär zusammen immer noch 350 Mio. billiger als der Transrapid... ist mir irgendwie sympathischer
Einziger Nachteil: Hbf. - Flughafen 20 statt 10 min...
Dove vai senza sci?
Wege entstehen, indem man sie geht.
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Na toll.Einziger Nachteil: Hbf. - Flughafen 20 statt 10 min...
Da muss man 2 Stunden vor dem Abflug am Flughafen sein. Dann sitzt man x Stunden im Flugzeug und benötigt noch eine Stunde bis man beim Flughafen wieder raus ist. Und nun will man wegen 10 Minuten eine Milliarde investieren und hat dann noch ein inkompatibles System
Auch wenn der Transrapid eine interessante Erfindung ist, bin ich der Meinung dass man dieses Geld für gescheitere Sachen verwenden kann.
Und ich kann mir eh nicht vorstellen dass durch den Bau des Flughafen-Transrapids die Auftragbücher voll werden...
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- Downhill
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Das mit dem "Nachteil" hätte ich vielleicht eher in Anführungszeichen setzen sollen.
Was bringt mir eine Fahrt mit dem Transrapid, wenn ich zuvor S-Bahn fahren muss, welche jeden 2. Tag zu spät kommt weil mal wieder die normalen Strecken überlastet sind.
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Eine Sinnvoll Strecke wäre:
Eindhoven-Hamburg-Hannover-Kassel-Würzburg-München-Salzburg als Transrapid Strecke.
Dann kommt man schnell zum Ski fahren.
Eigentlich müßten sich nur die Österreichen Skigebiete zusammen tun und den Bau finazieren.
Eindhoven-Hamburg-Hannover-Kassel-Würzburg-München-Salzburg als Transrapid Strecke.
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Aber dieses Problem hat nichts mit dem Transrapid zu tun. Du wirst auch den Anschluss auf die Express S-Bahn verpassen wenn dein Zug zu spät ist.Was bringt mir eine Fahrt mit dem Transrapid, wenn ich zuvor S-Bahn fahren muss,
Aber man könnte diese Milliarde, die man mit dem Bau der Express S-Bahn einsparen kann in den Ausbau der anderen S-Bahn Linien investieren.
Und ich wollte mit meinem Beitrag zeigen dass es ein Verhältnisblödsinn ist wenn man eine Milliarde investiert um 10 Minuten einzusparen wenn die Passagiere eh schon mindestens 4 oder mehr Stunden unterwegs sind.
Denn bei solchen Reisezeiten kommt es dann auch nicht mehr auf die 10 Minuten an...
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- Christoph Lütz
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Es geht doch letztlich hier nur ums Geld. Der Bund hält seit vielen Jahren 7 Milliarden DM (3,6 Milliarden EUR) im Bundeshaushalt zweckgebunden für ein Magnetbahnprojekt bereit. Um diesen Betrag hatten sich zuletzt NRW und Bayern bemüht.
Nachdem NRW mit dem Metrorapid abgesprungen ist und für den MetroExpress voraussichtlich kein Geld aus diesem Topf erhält, hat Bayern gehofft, den gesamten Betrag zu bekommen. Es blieb aber bei dem ursprünglichen Anteil (aufgeteilt entsprechend der Streckenlänge der beiden Projekte etwa 1/3 zu 2/3). Der Bund hat das Geld nämlich nicht herumliegen. Da das Geld des Bundes nicht reicht, gibt es auch eine Finanzierungslücke in Bayern.
Alternative S-Bahn-Planungen werden überhaupt nicht mit diesem Geld gefördert, aber wie gesagt, das Geld liegt nirgendwo herum, sondern ist nur ein Haushaltsposten des Bundes.
Nachdem NRW mit dem Metrorapid abgesprungen ist und für den MetroExpress voraussichtlich kein Geld aus diesem Topf erhält, hat Bayern gehofft, den gesamten Betrag zu bekommen. Es blieb aber bei dem ursprünglichen Anteil (aufgeteilt entsprechend der Streckenlänge der beiden Projekte etwa 1/3 zu 2/3). Der Bund hat das Geld nämlich nicht herumliegen. Da das Geld des Bundes nicht reicht, gibt es auch eine Finanzierungslücke in Bayern.
Alternative S-Bahn-Planungen werden überhaupt nicht mit diesem Geld gefördert, aber wie gesagt, das Geld liegt nirgendwo herum, sondern ist nur ein Haushaltsposten des Bundes.
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Und es hat seinen guten Grund, warum dieses Geld nicht für eine Express S-Bahn verwendet werden darf. Der Transrapid ist ein Zukunftsprojekt, und sollte auch als solches gesehen werden.
Hätte man bei der ersten Eisenbahnstrecke so gedacht wie heute, dann gäbe es noch immer keine.
Natürlich ist die Strecke zum Flughafen München eigentlich überhaupt nicht geeignet. Sie verfügt weder über eine ausreichende Länge um den Hochgeschwindigkeitsvorteil auszuspielen, noch hat sie genügend Stationen um den Beschleunigungsvorteil auszunutzen.
Übrig bleiben nur noch die allgemeinen Vorteil Lärmentwicklung und Energieverbrauch.
Die Strecke ist aber ein Anfang. Man kann jetzt anfangen und den Transrapid mit der Concorde vergleichen, bei der die Geschwindigkeit durch einen enormen Sprittverbrauch erkauft wurde, aber genau das ist hier ja nicht der Fall. Der Transrapid ist teuer, aber das ist alles was grundlegend neu ist. Und der Betrieb ist eben nicht so teuer.
@Christoph Lütz: Ich Wollte dich nicht beleidigen, aber wenn du dich schon so intensiv mit dem thema beschäftigt hast, dann verstehe ich erst recht nicht wie du teilweise auf deine Argumente kommst.
Ich habe versucht aufzuzeigen, das der Transrapid kein Produkt ist für das es keinen theoretischen Markt gibt, so ist es nämlich in deinem Beitrag rübergekommen.
Den Wiederspruch der das System praktisch unverkäuflich macht kann ich in deinem Beitrag leider auch nicht finden.
Zum Thema Weichen und Kreuzungen: Es stimmt natürlich, das die Weichen beim Transrapid lange und aufwendig sind. Das würde die Kosten natürlich erhöhen. Aber auch das geht mit zunehmender Stückzahl zurück. Kreuzungen sind bei den beiden autonomen S Bahnsystemen (Berlin und Hamburg: keine Mitbenutzung von Bahnstrecken) heute schon großteils nicht niveaugleich ausgeführt.
Wenn man sich das entsprechende Schinennetz z.B. in berlin anguckt, so ist es voll von Überwerfungsbauwerken und Unterführungen. Lediglich im äuseren Bereich des Netzes wären diese neu zu schaffen, wobei sich hier das Transrapidsystem positiv auf die Länge der Rampen auswirkt, da man stärkere Steigungen realisieren kann.
Jetzt möchte ich noch ein Versäumniss von mir nachholen und einige Belege für meine Behauptungen anführen:
Dieses Diagramm soll die angeblich hohen Kosten für die Wartung wiederlegen:

Das nächste Schaubild beleuchtet mal die Bauinvestitionen für eine Transrapidstrecke im Vergleich zu ICE Strecken:

Man sollte hierbei beachten, dass der Transrapid wesentlich größere Steigungen als ICE Züge bewälltigen kann und man somit durch weniger Tunnell, Brücken und sonstige Kunstbauten bei einer Mittelgebirgsstrecke noch etwas mehr sparen könnte. Warum Hannover-Würzburg hier so aus dem Kostenrahmen fällt kann ich leider nicht sagen.
Quelle für die Daten ist die Seite von transrapid International, dem Herstellerkonsortium. Und bitte hier keine diskusionen über den Warheitsgehalt. die Statistiken sind vielleicht etwas geschönt, aber völlig aus der Luft gegriffen sind sie bestimmt nicht.
Ich würde mich freuen, wenn sich besonders Christoph Lütz sich zu den Daten äußern würde.
Hätte man bei der ersten Eisenbahnstrecke so gedacht wie heute, dann gäbe es noch immer keine.
Natürlich ist die Strecke zum Flughafen München eigentlich überhaupt nicht geeignet. Sie verfügt weder über eine ausreichende Länge um den Hochgeschwindigkeitsvorteil auszuspielen, noch hat sie genügend Stationen um den Beschleunigungsvorteil auszunutzen.
Übrig bleiben nur noch die allgemeinen Vorteil Lärmentwicklung und Energieverbrauch.
Die Strecke ist aber ein Anfang. Man kann jetzt anfangen und den Transrapid mit der Concorde vergleichen, bei der die Geschwindigkeit durch einen enormen Sprittverbrauch erkauft wurde, aber genau das ist hier ja nicht der Fall. Der Transrapid ist teuer, aber das ist alles was grundlegend neu ist. Und der Betrieb ist eben nicht so teuer.
@Christoph Lütz: Ich Wollte dich nicht beleidigen, aber wenn du dich schon so intensiv mit dem thema beschäftigt hast, dann verstehe ich erst recht nicht wie du teilweise auf deine Argumente kommst.
Ich habe versucht aufzuzeigen, das der Transrapid kein Produkt ist für das es keinen theoretischen Markt gibt, so ist es nämlich in deinem Beitrag rübergekommen.
Den Wiederspruch der das System praktisch unverkäuflich macht kann ich in deinem Beitrag leider auch nicht finden.
Zum Thema Weichen und Kreuzungen: Es stimmt natürlich, das die Weichen beim Transrapid lange und aufwendig sind. Das würde die Kosten natürlich erhöhen. Aber auch das geht mit zunehmender Stückzahl zurück. Kreuzungen sind bei den beiden autonomen S Bahnsystemen (Berlin und Hamburg: keine Mitbenutzung von Bahnstrecken) heute schon großteils nicht niveaugleich ausgeführt.
Wenn man sich das entsprechende Schinennetz z.B. in berlin anguckt, so ist es voll von Überwerfungsbauwerken und Unterführungen. Lediglich im äuseren Bereich des Netzes wären diese neu zu schaffen, wobei sich hier das Transrapidsystem positiv auf die Länge der Rampen auswirkt, da man stärkere Steigungen realisieren kann.
Jetzt möchte ich noch ein Versäumniss von mir nachholen und einige Belege für meine Behauptungen anführen:
Dieses Diagramm soll die angeblich hohen Kosten für die Wartung wiederlegen:
Das nächste Schaubild beleuchtet mal die Bauinvestitionen für eine Transrapidstrecke im Vergleich zu ICE Strecken:
Man sollte hierbei beachten, dass der Transrapid wesentlich größere Steigungen als ICE Züge bewälltigen kann und man somit durch weniger Tunnell, Brücken und sonstige Kunstbauten bei einer Mittelgebirgsstrecke noch etwas mehr sparen könnte. Warum Hannover-Würzburg hier so aus dem Kostenrahmen fällt kann ich leider nicht sagen.
Quelle für die Daten ist die Seite von transrapid International, dem Herstellerkonsortium. Und bitte hier keine diskusionen über den Warheitsgehalt. die Statistiken sind vielleicht etwas geschönt, aber völlig aus der Luft gegriffen sind sie bestimmt nicht.
Ich würde mich freuen, wenn sich besonders Christoph Lütz sich zu den Daten äußern würde.
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Vergleich von Baukosten Eisenbahn/Magnetbahn
^
Wie die in der Graphik genannten Baukosten zustande gekommen sind, ist nicht nachvollziehbar. Ich unterstelle mal, dass einfach die Gesamtprojektkosten durch die Steckenlänge geteilt wurden. Die genannten Zahlen will ich nicht in Frage stellen, sondern versuchen, zu interpretieren.
Die Neubaustrecken Hannover-Würzburg und Mannheim-Stuttgart wurden als klassische Eisenbahnen geplant und gebaut. Sie können sowohl von Reise- als auch von Güterzügen befahren werden. Dazu dürfte die größte Längsneigung 12,5 Promille nicht überschreiten. Mit Rücksicht auf den geplanten Güterverkehr wurde im Grundriss mit Radien um R=5000 m trassiert. Dadurch sind keine oder nur kleine Überhöhungsbeträge nötig, um 250-280 km/h fahren zu können. Große Überhöhungsbeträge sind für den langsameren Güterverkehr sehr ungünstig. Es wurde ein klassischer Schotteroberbau eingebaut.
Die Strecke Köln-Rhein/Main wurde nach französischen Vorbild als reine Reisezugtrasse für 300 km/h gebaut. Nur so war eine Bündelung mit der Autobahn A3 möglich. Die größte Längsneigung beträgt 40 Promille, die Radien ca. R=3700 m. Die verwendete Feste Fahrbahn ermöglichte Überhöhungen (Querneigungen) von bis zu 180 mm, das entspricht etwa 6,8 Grad. Im Vergleich mit den Neubaustrecken der 1. Generation hat man sich bei der Trassierung und dem Oberbau in Richtung Transrapid orientiert. Dort beträgt die max. Längsneigung 10 Prozent und die max. Querneigung 12 Grad.
Während die oben genannten Strecken im Mittelgebirgsraum entstanden, verlaufen die Neubaustrecke Hannover-Berlin und die geplante Magnetbahn Hamburg-Berlin in der Deutschen Tiefebene. Nur hier ist ein Vergleich möglich. Dabei muss man aber berücksichtigen, das die Eisenbahnstrecke Hannover-Berlin tatsächlich gebaut wurde, während die Transrapidstrecke Hamburg-Berlin nicht über die Entwurfsplanung hinauskam. Die tatsächlichen Baukosten von Verkehrsprojekten liegen meist höher, als ursprünglich veranschlagt, weil nicht alles in der Planungsphase berücksichtigt werden kann, und im Rahmen der Planfeststellung häufig kostenintensive Forderungen Dritter hinzukommen.
Kostenschätzungen mit Pauschalsätzen für Streckenkilometer sind schwer festzulegen, da jedes Projekt andere Rahmenbedingungen aufweist. Das zeigt der große Kostenunterschied zwischen den beiden zeitgleich realisierten NBS Hannover-Würzburg und Mannheim Stuttgart, obwohl die gleichen Planungsgrundsätze zur Anwendung kamen.
Ein Beispiel: Die Baukosten für ein Bauwerk (Brücke/Tunnel) steigen nicht linear mit der Bauwerkslänge, da bestimmte Einrichtungen (Schalwagen, Baustelleneinrichtung usw.) schon hohe Grundkosten verursachen).
Auffallend sind die hohen Kosten der NBS Köln-Rhein/Main im Vergleich zu den beiden ersten NBS, obwohl man eine vermeintlich kostengünstigere Linienführung gewählt hat. Das zeigt, wie schwer ein Vergleich der Baukosten der einzelnen Vorhaben ist. Man muss eher die Kosten der einzelnen Gewerke vergleichen.
Große Unterschiede gibt es zwischen Magnetbahn und Eisenbahn bei Fahrweg und technische Ausrüstung. Tief-, Erdbau und Bauwerke sowie Planungs- und Nebenkosten eher vergleichbar. Gerade hier sind die projektspezifischen Kosten aber genauer zu bestimmen, um zu einer seriösen Kostenschätzung zu kommen, während Fahrweg und technische Ausrüstung meist tatsächlich pauschal je Kilometer veranschlagt werden.
Zum Schluss noch ein anderer Kostenvergleich:
Die 20 km lange Flughafenanbindung in Köln hat ca. eine halbe Milliarde Euro gekostet, und war sehr aufwendig mit einem hohem Bauwerksanteil. Die Magnetbahn zum Flughafen in München, etwa doppelt so lang, kostet voraussichtlich 2 bis 3 Milliarden Euro. Viel Geld, auch wenn darin zusätzlich die Fahrzeuge enthalten sind.
Wie die in der Graphik genannten Baukosten zustande gekommen sind, ist nicht nachvollziehbar. Ich unterstelle mal, dass einfach die Gesamtprojektkosten durch die Steckenlänge geteilt wurden. Die genannten Zahlen will ich nicht in Frage stellen, sondern versuchen, zu interpretieren.
Die Neubaustrecken Hannover-Würzburg und Mannheim-Stuttgart wurden als klassische Eisenbahnen geplant und gebaut. Sie können sowohl von Reise- als auch von Güterzügen befahren werden. Dazu dürfte die größte Längsneigung 12,5 Promille nicht überschreiten. Mit Rücksicht auf den geplanten Güterverkehr wurde im Grundriss mit Radien um R=5000 m trassiert. Dadurch sind keine oder nur kleine Überhöhungsbeträge nötig, um 250-280 km/h fahren zu können. Große Überhöhungsbeträge sind für den langsameren Güterverkehr sehr ungünstig. Es wurde ein klassischer Schotteroberbau eingebaut.
Die Strecke Köln-Rhein/Main wurde nach französischen Vorbild als reine Reisezugtrasse für 300 km/h gebaut. Nur so war eine Bündelung mit der Autobahn A3 möglich. Die größte Längsneigung beträgt 40 Promille, die Radien ca. R=3700 m. Die verwendete Feste Fahrbahn ermöglichte Überhöhungen (Querneigungen) von bis zu 180 mm, das entspricht etwa 6,8 Grad. Im Vergleich mit den Neubaustrecken der 1. Generation hat man sich bei der Trassierung und dem Oberbau in Richtung Transrapid orientiert. Dort beträgt die max. Längsneigung 10 Prozent und die max. Querneigung 12 Grad.
Während die oben genannten Strecken im Mittelgebirgsraum entstanden, verlaufen die Neubaustrecke Hannover-Berlin und die geplante Magnetbahn Hamburg-Berlin in der Deutschen Tiefebene. Nur hier ist ein Vergleich möglich. Dabei muss man aber berücksichtigen, das die Eisenbahnstrecke Hannover-Berlin tatsächlich gebaut wurde, während die Transrapidstrecke Hamburg-Berlin nicht über die Entwurfsplanung hinauskam. Die tatsächlichen Baukosten von Verkehrsprojekten liegen meist höher, als ursprünglich veranschlagt, weil nicht alles in der Planungsphase berücksichtigt werden kann, und im Rahmen der Planfeststellung häufig kostenintensive Forderungen Dritter hinzukommen.
Kostenschätzungen mit Pauschalsätzen für Streckenkilometer sind schwer festzulegen, da jedes Projekt andere Rahmenbedingungen aufweist. Das zeigt der große Kostenunterschied zwischen den beiden zeitgleich realisierten NBS Hannover-Würzburg und Mannheim Stuttgart, obwohl die gleichen Planungsgrundsätze zur Anwendung kamen.
Ein Beispiel: Die Baukosten für ein Bauwerk (Brücke/Tunnel) steigen nicht linear mit der Bauwerkslänge, da bestimmte Einrichtungen (Schalwagen, Baustelleneinrichtung usw.) schon hohe Grundkosten verursachen).
Auffallend sind die hohen Kosten der NBS Köln-Rhein/Main im Vergleich zu den beiden ersten NBS, obwohl man eine vermeintlich kostengünstigere Linienführung gewählt hat. Das zeigt, wie schwer ein Vergleich der Baukosten der einzelnen Vorhaben ist. Man muss eher die Kosten der einzelnen Gewerke vergleichen.
Große Unterschiede gibt es zwischen Magnetbahn und Eisenbahn bei Fahrweg und technische Ausrüstung. Tief-, Erdbau und Bauwerke sowie Planungs- und Nebenkosten eher vergleichbar. Gerade hier sind die projektspezifischen Kosten aber genauer zu bestimmen, um zu einer seriösen Kostenschätzung zu kommen, während Fahrweg und technische Ausrüstung meist tatsächlich pauschal je Kilometer veranschlagt werden.
Zum Schluss noch ein anderer Kostenvergleich:
Die 20 km lange Flughafenanbindung in Köln hat ca. eine halbe Milliarde Euro gekostet, und war sehr aufwendig mit einem hohem Bauwerksanteil. Die Magnetbahn zum Flughafen in München, etwa doppelt so lang, kostet voraussichtlich 2 bis 3 Milliarden Euro. Viel Geld, auch wenn darin zusätzlich die Fahrzeuge enthalten sind.
- schifreak
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Transrapid
ich schätz mal, daß das auch sooo teuer iss, wegen dem Bahnhof am Hauptbahnhof, in 45 m Tiefe. Was mich aber mal intressieren würde, und da spricht bis jetzt noch Keiner-- was würde so eine Fahrt zum Flughafen kosten. Weil-- wenn so ne Fahrt jetz beispielsweise das doppelte kostet, dann fahrn doch wieder viele ( Billigflieger vor allem ) mit der S- Bahn, könnt ich mir vorstelln. Iss ja zur Zeit eh lustig, manche Flüge kosten weitaus weniger, als die Fahrt zum Flughafen.
Ich hätt ihnen gern den Vorschlag gemacht, eine Funitel vom Bahnhof Freising zum Flughafen. Wär attraktiver, billiger und einfacher zum Baun.Und in Deutschland n einmaliger Flughafenzubringer.
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TSC 2012-13, Stand 20.01.2013 - 17 Sektionen Bike, 20 Schitage in Tirol ; Zillertal, Stubaital, Ötztal, Kitzbühel,Schiwelt , Schijuwel Alpbach ;
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- Christoph Lütz
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Kosten der Transrapidstrecke Hamburg-Berlin
Die in der Graphik genanten Baukosten je Kilometer will ich auch nicht unkommentiert lassen:
Nachdem zunächst in den 80er-Jahren lange eine Transrapidstrecke Köln-Rhein/Main angedacht war, hat man nach der Wiedervereinigung Deutschlands die Planung für eine Verbindung Hamburg-Berlin konkretisiert. Das war günstiger, weil hier eine Punkt zu Punkt-Verbindung vorliegt, während Köln-Rhein/Main als Magnetbahn durchgehende Reiseverbindungen (z. B. Amsterdam-Basel) unterbrochen hätte.
Die ursprünglich geplanten Kosten von ca. 7 Milliarden DM (ev. waren es auch 9 Milliarden DM, hab es nicht mehr im Kopf, würde aber zu der Zahl in der Graphik passen) für den Transrapid Hamburg-Berlin wurden seitens der Bundesregierung gedeckelt, nachdem die veranschlagten Kosten mit zunehmender Planungstiefe immer weiter stiegen.
Um den maximalen Kostenrahmen weiter einhalten zu können, hat man schließlich nur noch eine einspurige Lösung geplant, die aber betrieblich sehr aufwändig geworden wäre, so dass man das Projekt fallen gelassen hat.
Wie schon weiter oben beschrieben, wurden die für die Magnetbahn vorgesehenen Mittel für eine deutsche Referenzstrecke weiter im Bundeshaushalt eingestellt. So kam es zu den Planungen im Ruhrgebiet und in München, wobei man gehofft hatte, aufgrund der deutlich kürzeren Streckenlängen (ca. 75 bzw. 40 km) mit dem Geld hinzukommen. Wie wir wissen, sind auch bei diesen beiden Projekten mit zunehmender Planungstiefe die veranschlagten Kosten ständig gestiegen, so dass auch hier Finanzierungslücken entstanden, die niemand übernehmen wollte, auch die Industrie nicht.
Nachdem zunächst in den 80er-Jahren lange eine Transrapidstrecke Köln-Rhein/Main angedacht war, hat man nach der Wiedervereinigung Deutschlands die Planung für eine Verbindung Hamburg-Berlin konkretisiert. Das war günstiger, weil hier eine Punkt zu Punkt-Verbindung vorliegt, während Köln-Rhein/Main als Magnetbahn durchgehende Reiseverbindungen (z. B. Amsterdam-Basel) unterbrochen hätte.
Die ursprünglich geplanten Kosten von ca. 7 Milliarden DM (ev. waren es auch 9 Milliarden DM, hab es nicht mehr im Kopf, würde aber zu der Zahl in der Graphik passen) für den Transrapid Hamburg-Berlin wurden seitens der Bundesregierung gedeckelt, nachdem die veranschlagten Kosten mit zunehmender Planungstiefe immer weiter stiegen.
Um den maximalen Kostenrahmen weiter einhalten zu können, hat man schließlich nur noch eine einspurige Lösung geplant, die aber betrieblich sehr aufwändig geworden wäre, so dass man das Projekt fallen gelassen hat.
Wie schon weiter oben beschrieben, wurden die für die Magnetbahn vorgesehenen Mittel für eine deutsche Referenzstrecke weiter im Bundeshaushalt eingestellt. So kam es zu den Planungen im Ruhrgebiet und in München, wobei man gehofft hatte, aufgrund der deutlich kürzeren Streckenlängen (ca. 75 bzw. 40 km) mit dem Geld hinzukommen. Wie wir wissen, sind auch bei diesen beiden Projekten mit zunehmender Planungstiefe die veranschlagten Kosten ständig gestiegen, so dass auch hier Finanzierungslücken entstanden, die niemand übernehmen wollte, auch die Industrie nicht.
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Es wurde behauptet, der Transrapid könne grosse Steigungen überwinden. Ich war bisher immer der Ansicht, ein Linearmotor könne das eben nicht. Natürlich kann mit Hilfe der in den mit über 400 km/h dahinbrausenden Zügen innewohnenden hohen kinetischen Energie auch grössere Steigungen überwunden werden. Aber wehe der Zug muss vor oder in der Steigung abbremsen oder gar anhalten, na dann prosit! Anhalten in der Steigung könnte sogar bedeuten, dass der Zug sich aufs Gleis "setzen" muss, d. h. die Schwebemagnete ausschalten muss. Wenn es nämlich der Linearmotor nicht schafft, den Zug in der Steigung in Bewegung zu setzen, gleitet er durch die Schwerkraft bedingt talwärts!
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So extreme Steigungen kann man mit einem Transrapid auch nicht machen. Dann fallen ja alle Leute um die gerade im Gang stehen.
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Christoph Lütz hat doch geschrieben wie groß die maximale Steigung ist, mämlich 10%. Das ist mehr als doppelt soviel wie bei der reinen HGS Frankfurt- Köln. Dieser Wert ist selbst noch größer als die maximale Steigung der Stadtbahn Stuttgart (7%), obwohl diese auf Grund der Topographie extra für große Steigungen optimiert wurde. Nur Zahnradbahnen schaffen mehr meines Wissens nach und die fallen als Alternative hier ja weg.
Wenn man die Kosten des Transrapids in München mit der Flughafenanbindung Köln vergleichen will, dann muss man bedenken, dass es sich um ein neues System handelt, und dafür auch Betriebswerkstätte und Leitstelle errichtet werden müssen.
Im Hauptbahnhof München soll der Transrapid übrigens über den Gleisen enden und nicht in einem Tunnel wenn die Planungen nicht geändert wurden.
Der Transrapid setzt das Aufsetzen auf dem Fahrweg übrigens als normale Bremsmethode ein. Wenn eine Notbremsung erfolgt setzt er beim unterschreiten einer gewissen Geschwindigkeit auf und rutscht auf Kufen bis er steht. Das passiert übrigens auch bei einem Stromausfall.
Der Linearmotor kann deswegen so große Steigungen bewälltigen, weil man ihn dort einfach stärker macht. Ähnlich wie normale Elektromotoren kann man auch den Linearmotor in verschiedenen Leistungsklassen bauen. So werden Steigungen und Bahnhofsausfahrten mit stärkeren Motoren versehen und auf freier ebener Strecke werden günstigere und schwächere Motoren eingebaut. Man könnte auch einen ICE für größere Steigungen motorisieren, aber dann müsste er das zusätzliche Gewicht für den stärkeren Motor ja immer mitschleppen.
Wenn man die Kosten des Transrapids in München mit der Flughafenanbindung Köln vergleichen will, dann muss man bedenken, dass es sich um ein neues System handelt, und dafür auch Betriebswerkstätte und Leitstelle errichtet werden müssen.
Im Hauptbahnhof München soll der Transrapid übrigens über den Gleisen enden und nicht in einem Tunnel wenn die Planungen nicht geändert wurden.
Der Transrapid setzt das Aufsetzen auf dem Fahrweg übrigens als normale Bremsmethode ein. Wenn eine Notbremsung erfolgt setzt er beim unterschreiten einer gewissen Geschwindigkeit auf und rutscht auf Kufen bis er steht. Das passiert übrigens auch bei einem Stromausfall.
Der Linearmotor kann deswegen so große Steigungen bewälltigen, weil man ihn dort einfach stärker macht. Ähnlich wie normale Elektromotoren kann man auch den Linearmotor in verschiedenen Leistungsklassen bauen. So werden Steigungen und Bahnhofsausfahrten mit stärkeren Motoren versehen und auf freier ebener Strecke werden günstigere und schwächere Motoren eingebaut. Man könnte auch einen ICE für größere Steigungen motorisieren, aber dann müsste er das zusätzliche Gewicht für den stärkeren Motor ja immer mitschleppen.
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Kleiner Exkurs zum Thema Steigungen bei Schienenfahrzeugen. Die Stadtbahn Stuttgart hat in der Tat Steigungen bis 7%. Noch muss man sagen, denn die im Umbau befindliche Strassenbahnlinie 15 weisst Steigungen bis 8% auf. Die Schmalspurbahn St-Gervais - Chamonix hat 9%, die Pöstlingsbergbahn in Linz 11% und die Strassenbahn in Lissabon sogar 14%.
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Maximale Längsneigungen
Eisenbahnen in Deutschland haben eine maximale Längsneigung von 12,5 Promille. In Ausnahmefällen wurden aber auch Rampen mit größeren Längsneigungen gebaut (z.B. Geislinger Steige mit ca. 25 Promille). Hier gibt es dann allerdings betriebliche Einschränkungen und Erschwernisse.
Die NBS Köln-Rhein/Main hat Längsneigungen von bis zu 40 Promille. Auf dieser Strecke können aber nur spezielle Fahrzeuge (ICE 3) eingesetzt werden. Bei diesen Zügen sind ca. 50 Prozent der Achsen angetrieben. Außerdem verfügen diese Züge über eine Wirbelstrombremse. Eine verschleißfreie Technik, die auch beim Transrapid angewendet wird. Der Einsatz dieser Bremse ist nur auf bestimmten Strecken erlaubt, da diese die Schienen erhitzt und Signalanlagen beeinflussen kann.
Stadtbahnen haben insbesondere im Bereich von Kreuzungsbauwerken Rampen mit bis zu 60 Promille, die meist 200 m Länge nicht überschreiten. Bei der Stuttgarter Stadtbahn und bei der Rätischen Bahn (Berninastrecke) gibt es auch längere Abschnitte mit 70 Promille. Die Fahrzeuge müssen hier, wie auch der ICE 3 bei 40 Promille, bei allen Belastungs- und Witterungsverhältnissen sicher anfahren können.
Beim Transrapid ist eine andere Philosophie zugrunde gelegt worden. Die zulässige Höchstneigung beträgt zwar 10 Prozent, es wird aber durch technische und betriebliche Maßnahmen ausgeschlossen, dass ein Fahrzeug in einer solchen Neigung planmäßig zum Stehen kommt. Es gibt im Abstand von 3-12 km sogenannte Betriebshalteplätze, die im Bedarfsfall zwingend angefahren werden. Längere Abschnitte mit Neigungen von 5 Prozent und mehr gelten auch hier als steil, und sollen bei der Trassierung vermieden. Da nicht ausgeschlossen werden kann, das ein Fahrzeug bei dieser Neigung zurückrutscht, muss ein nachfolgendes Fahrzeug entsprechend Abstand halten und vor dem dazwischenliegenden Tiefpunkt warten. Aber auch die gummibereiften Wartungsfahrzeuge haben Probleme mit solch großen Neigungen, da diese im Gegensatz zu den Magnetbahnzügen auch planmäßig in Steigungsstrecken halten müssen.
Die NBS Köln-Rhein/Main hat Längsneigungen von bis zu 40 Promille. Auf dieser Strecke können aber nur spezielle Fahrzeuge (ICE 3) eingesetzt werden. Bei diesen Zügen sind ca. 50 Prozent der Achsen angetrieben. Außerdem verfügen diese Züge über eine Wirbelstrombremse. Eine verschleißfreie Technik, die auch beim Transrapid angewendet wird. Der Einsatz dieser Bremse ist nur auf bestimmten Strecken erlaubt, da diese die Schienen erhitzt und Signalanlagen beeinflussen kann.
Stadtbahnen haben insbesondere im Bereich von Kreuzungsbauwerken Rampen mit bis zu 60 Promille, die meist 200 m Länge nicht überschreiten. Bei der Stuttgarter Stadtbahn und bei der Rätischen Bahn (Berninastrecke) gibt es auch längere Abschnitte mit 70 Promille. Die Fahrzeuge müssen hier, wie auch der ICE 3 bei 40 Promille, bei allen Belastungs- und Witterungsverhältnissen sicher anfahren können.
Beim Transrapid ist eine andere Philosophie zugrunde gelegt worden. Die zulässige Höchstneigung beträgt zwar 10 Prozent, es wird aber durch technische und betriebliche Maßnahmen ausgeschlossen, dass ein Fahrzeug in einer solchen Neigung planmäßig zum Stehen kommt. Es gibt im Abstand von 3-12 km sogenannte Betriebshalteplätze, die im Bedarfsfall zwingend angefahren werden. Längere Abschnitte mit Neigungen von 5 Prozent und mehr gelten auch hier als steil, und sollen bei der Trassierung vermieden. Da nicht ausgeschlossen werden kann, das ein Fahrzeug bei dieser Neigung zurückrutscht, muss ein nachfolgendes Fahrzeug entsprechend Abstand halten und vor dem dazwischenliegenden Tiefpunkt warten. Aber auch die gummibereiften Wartungsfahrzeuge haben Probleme mit solch großen Neigungen, da diese im Gegensatz zu den Magnetbahnzügen auch planmäßig in Steigungsstrecken halten müssen.
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Baukosten Transrapid, Kostenvergleich
Ich habe nochmal nachgesehen, welche Baukosten je km Doppelspur bei unserem Magnetbahnprojekt veranschlagt wurden. Es gab mehrere Varianten mit unterschiedlicher Streckenlänge. Die Kosten je km lagen zwischen 21 und 34 Millionen EUR/km. Diese Beispiel zeigt, wie stark solche Durchschnittswerte schwanken, und dass diese nicht viel taugen.
Noch ein Vergleich:
Der Fahrbalken der Magnetbahn (Niveaulage) kostet etwa 2-3 mal soviel, wie ein Eisenbahngleis. Die Lebensdauer der Magnetbahn-Fahrbalken wird allerdings auch dreimal so hoch angesetzt, wie bei einem Gleis.
Eine Weiche (Abzweiggeschwindigkeit 100 km/h) kostet etwa das 15-fache einer vergleichbaren Eisenbahnweiche. Die Lebensdauer ist hier nur 1,5 mal länger als bei der Eisenbahn.
Aus diesem Grund versucht man, bei der Magnetbahn auf Weichen zu verzichten. Diese sind aber wichtig, um größere Verkehrsnetze bilden zu können, und im Störungsfall einen flexibelen Betrieb durchzuführen.
Noch ein Vergleich:
Der Fahrbalken der Magnetbahn (Niveaulage) kostet etwa 2-3 mal soviel, wie ein Eisenbahngleis. Die Lebensdauer der Magnetbahn-Fahrbalken wird allerdings auch dreimal so hoch angesetzt, wie bei einem Gleis.
Eine Weiche (Abzweiggeschwindigkeit 100 km/h) kostet etwa das 15-fache einer vergleichbaren Eisenbahnweiche. Die Lebensdauer ist hier nur 1,5 mal länger als bei der Eisenbahn.
Aus diesem Grund versucht man, bei der Magnetbahn auf Weichen zu verzichten. Diese sind aber wichtig, um größere Verkehrsnetze bilden zu können, und im Störungsfall einen flexibelen Betrieb durchzuführen.