Seilbahnen setzen auf Osteuropäer
Vier Fünftel der Ski-Urlauber jedoch aus dem Westen.
Wien. (fst) Die heimische Seilbahn-Wirtschaft sieht in den neuen Gästen aus Mittel- und Osteuropa ein gutes zweites Standbein für den Ski-Tourismus. Zwar kommen immer noch 80 Prozent der Besucher aus den Niederlanden, Deutschland und aus dem Inland. Man will jedoch nicht auf Gedeih und Verderb von diesen drei Ländern abhängig sein.
"Skifahrer-Potential"
Es sei besser, mehrere Kunden-Segmente zu haben, sagt Erik Wolf, Geschäftsführer des Fachverbands der Seilbahnen in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO). "Die Gäste aus dem Osten sind mittlerweile sehr zahlungskräftig", betont Wolf. Die ehemaligen Ostblock-Länder hätten ein "enormes Skifahrer-Potential" und Österreich habe das Glück, geografisch sehr nahe an diesen Hoffnungsmärkten zu liegen.
Egal ob West- oder Ost-Gast, allen Skifahrern ist die Schneesicherheit ein besonderes Anliegen. Künstlicher Schnee kostet jedoch eine Stange Geld: Schnee herzustellen schlägt laut Ingo Karl, Fachverbandsobmann der Seilbahnen in der WKO, mit zwei bis drei Euro pro Kubikmeter zu Buche. Karl schätzt, dass es rund 45.000 Euro kostet, um eine Piste mit 50 Metern Breite und ein bis zwei Kilometern Länge einmal zu beschneien.
Donnerstag, 05. Oktober 2006
Seilbahnen setzen auf Osteuropäer
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Jay
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Seilbahnen setzen auf Osteuropäer
Die Wiener Zeitung berichtet:
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Na dann herzlichen Glückwunsch, die reichen Russen werden bestimmt in Strömen kommen und vor allem viel, viel Geld im Lande lassen- denn das ist doch der Sinn der ganzen Aktion - oder?Die heimische Seilbahn-Wirtschaft sieht in den neuen Gästen aus Mittel- und Osteuropa ein gutes zweites Standbein für den Ski-Tourismus.
Leider ist es so - und das zeigt das Beispiel St. Moritz ganz deutlich - dass die diesen Leuten eigene Lebensart zuerst dazu führt, dass man sich die Verhältnisse vor Ort nach seinen eigenen Vorstellungen gestaltet und die eigene Lebensweise sehr ausgeprägt zur Schau stellt. Leider verprellt man damit sehr schnell den traditionellen Urlauberstamm, doch zum Glück zieht die Karawane der neureichen Glücksritter nach wenigen Jahren weiter. Zurück bleiben einige einheimische Geschäftsleute, die den großen Reibach gemacht haben, ein ramponiertes Image der jeweiligen Region und die Erkenntnis, dass man sich nun wieder darum bemühen muss, das verprellte Stammklientel zurückzugewinnen.
Pendolino
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