Schneebrett mit der Helmkamera
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Schneebrett mit der Helmkamera
Hab ich auf www.gipfeltreffen.at gefunden:
sehr eindrucksvoll!
http://www.scivolare.it/pagine/articoli ... anche.mpeg
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Ich wage zu bezweifeln, daß man das nur aufgrund des Videos beurteilen kann. Wir wissen nichts über die allgemeine Lawinensituation, der Hang sieht nicht unmäßig steil aus und wirkt eigentlich wie ideales Variantengelände.Jens hat geschrieben:Dem gehört nur eins eine aufs Hirn geschlagen und ihn den losgelösten Schnee mit ner Kindersandschaufel wegschippen lassen.
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Wow, danke für den link, @gerrit. Sehr beeindruckend aus der Perspektive einer Helmkamera. Man sieht auch deutlich, welche Wucht und Dynamik ein derart kleines Schneebrett mit sich bringt und wie schnell der Skifahrer nur noch passiver "Mitschwimmer" in der Lawine war. Vor paar Jahren hab ich sowas mal in Ischgl gar nicht unweit der Piste Sassgalun - Paznauner Thaja gesehen, wo ein Skifahrer ca. 40-50 m von einem kleinen Schneebrett mitgerissen, aber nicht verschüttet wurde. Der Skifahrer konnte damals auch nichts anderes tun als hilflos mit der Lawine mitzurutschen und zu hoffen ...
Ich bild mir übrigens ein, dass man ganz am Anfang beim Schwingen an den Ski (Einsinktiefe etc.) erkennt, wie der Schnee deutlich gepackt ist - ein untrügliches Zeichen für das Vorhandensein eines Schneebretts (was natürlich nicht bedeutet, dass der Hang dann tatsächlich abrutscht). Solche Hänge sind wohl alle Tiefschneefans schon zu Hunderten gefahren. (das Dumme ist auch, dass im scheinbar lockeren Pulverschnee Schneebretter lauern können ...).
Ich bild mir übrigens ein, dass man ganz am Anfang beim Schwingen an den Ski (Einsinktiefe etc.) erkennt, wie der Schnee deutlich gepackt ist - ein untrügliches Zeichen für das Vorhandensein eines Schneebretts (was natürlich nicht bedeutet, dass der Hang dann tatsächlich abrutscht). Solche Hänge sind wohl alle Tiefschneefans schon zu Hunderten gefahren. (das Dumme ist auch, dass im scheinbar lockeren Pulverschnee Schneebretter lauern können ...).
- trincerone
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Na ja, bei der geringen Anrisshöhe, ist das auch eher ein nettes Anschaungsobjekt. 15 cm dicker, und das wär wohl schon nicht mehr so spaßig gewesen. Übrigens deutet die erstaunlich geringe Auslösegeschwindeigekeit für mich auch auf einen sehr flachen Hang gerade im Grenzbereich hin. Die wohl eher geringe Hangsteilheit und die Tatsache, dass anscheinen wenig Neuschnee vorhanden war, dürften wohl auch der Grund gewesen sein, warum der Kameramann hier nicht mit Gefahr rechnete (meine Spekulation).
Interessant ist aber etwas ganz anderes: der Skifahrer löst das Brett quasi aus der Mitte fern aus. Man sieht die untere und seitlich linke Anrisskante viele Meter entfernt und beim Schwenk am Ende die obere und rechte Anrisskante ebenfalls. Der Hang hat also gehalten, als der Skifahrer ihn befuhr, aber nicht mehr, als dieser weiter unten einmal den Initialbruch ausgelöst hatte. Dies zeigt anschaulich zwei Dinge: erstens die Tücke was Schneebretter angeht. Zweitens sieht man hier ein bisschen, wie so ein Schneebrett funktioniert.
Grundsätzlich hinterlässt jeder Schneefall und jede Windverfrachtung eine Schneeschicht im Hang, so ein Hang ist also schichtweise aufgebaut. Die interessante Frage ist immer: was kann mehr Kräfte ab: die Verbindung zwischen den einzelnen Schichten (basales Schubmodul) oder die Schicht in sich selbst (Druckmodul (talseitig) / Zugmodul (bergseitig)). Solange die Verbindung der Schneeschichten stabiler ist als die einzelne Schneeschicht an sich (und das ist der Normalfall), passiert bei Belastung quasi gar nichts: die Schneedeck reißt einfach an der belasteten Stelle ein.
Ist aber die einzelne Schneeschicht stabiler (auf Zug und Druck) als ihre Verbindung zur Schicht darunter, gibt es eine Kettenreaktion: das von der unteren Schicht getrennte Schneestück der oberen Schicht, wird logischerweise jetzt nicht mehr von der unteren getragen und hängt quasi am Schnee rund herum. Da dieser ebenfalls innerhalb der Schicht stabiler ist als an der Schichtgrenze, reißt auch hier die obere Schicht von der unteren ab... und das ist das Disaster. Damit wird das freihängende Stück nämlich nochmals größer und damit auch die Kräfte auf den Schnee rundherum und die Kettenreaktion läuft. Innerhalb von Bruchteilen von Sekunden löst sich die obere Schicht von den unteren und zwar solange, bis der sich ausbreitende schichtparallele Bruch irgendwann einen Hangbereich erreicht, wo die obere Schneeschicht wieder instabiler ist, als die Verbindung beider Schichten. In diesem Augenblick setzt sich der Bruch nicht mehr entlang des Hanges fort, sondern bricht durch die obere Schicht an die Schneeoberfläche. Der darunter liegende losgelöste Teil der oberen Schneeschicht gleitet jetzt auf der unteren Schnee schicht ab_ das Brett geht ab.
Man unterscheidet dabei die drei Phasen: Initialbruch (das erste Stück obere Schneeschicht löst sich von der unteren), Bruchfortpflanzung (unterirdisch löst sich die obere Schicht immer weiter von der unteren) und den Abgang des Brettes.
Dieses besondere Verhalten erklärt, warum ein Schifahrer ein Schneebrett auslösen kann, in dessen Zentrum er steht (wo also Hangteile über ihm mit abgeheren, die er kurz vorher noch "sicher" befahren hat. Erst das mit dem Initialbruch "frei aufhängte" Schneestück unterhalb entwickelt nämlich Kräfte, die groß genug sind, auch den oberen Hangteil von der unteren Schneeschicht zu lösen, das Gewicht des Schifahrers reicht vorher allein nicht aus. So kann ein ganzer Hang Lawinengefährdet sein und abgehen, und dennoch gibt es nur wenige Hotspots, von denen aus man ihn tatsächlich auch auslösen kann. Dies führt dazu, dass man im Zentrum des abgehenden Hanges stehenden kann (wie unser Kandidat hier) und ist ebenfalls der Grund, warum vorhandene einzelne Spuren, nicht im geringsten eine Aussage über die Stabilitätsverhältnisse treffen können.
Interessant ist aber etwas ganz anderes: der Skifahrer löst das Brett quasi aus der Mitte fern aus. Man sieht die untere und seitlich linke Anrisskante viele Meter entfernt und beim Schwenk am Ende die obere und rechte Anrisskante ebenfalls. Der Hang hat also gehalten, als der Skifahrer ihn befuhr, aber nicht mehr, als dieser weiter unten einmal den Initialbruch ausgelöst hatte. Dies zeigt anschaulich zwei Dinge: erstens die Tücke was Schneebretter angeht. Zweitens sieht man hier ein bisschen, wie so ein Schneebrett funktioniert.
Grundsätzlich hinterlässt jeder Schneefall und jede Windverfrachtung eine Schneeschicht im Hang, so ein Hang ist also schichtweise aufgebaut. Die interessante Frage ist immer: was kann mehr Kräfte ab: die Verbindung zwischen den einzelnen Schichten (basales Schubmodul) oder die Schicht in sich selbst (Druckmodul (talseitig) / Zugmodul (bergseitig)). Solange die Verbindung der Schneeschichten stabiler ist als die einzelne Schneeschicht an sich (und das ist der Normalfall), passiert bei Belastung quasi gar nichts: die Schneedeck reißt einfach an der belasteten Stelle ein.
Ist aber die einzelne Schneeschicht stabiler (auf Zug und Druck) als ihre Verbindung zur Schicht darunter, gibt es eine Kettenreaktion: das von der unteren Schicht getrennte Schneestück der oberen Schicht, wird logischerweise jetzt nicht mehr von der unteren getragen und hängt quasi am Schnee rund herum. Da dieser ebenfalls innerhalb der Schicht stabiler ist als an der Schichtgrenze, reißt auch hier die obere Schicht von der unteren ab... und das ist das Disaster. Damit wird das freihängende Stück nämlich nochmals größer und damit auch die Kräfte auf den Schnee rundherum und die Kettenreaktion läuft. Innerhalb von Bruchteilen von Sekunden löst sich die obere Schicht von den unteren und zwar solange, bis der sich ausbreitende schichtparallele Bruch irgendwann einen Hangbereich erreicht, wo die obere Schneeschicht wieder instabiler ist, als die Verbindung beider Schichten. In diesem Augenblick setzt sich der Bruch nicht mehr entlang des Hanges fort, sondern bricht durch die obere Schicht an die Schneeoberfläche. Der darunter liegende losgelöste Teil der oberen Schneeschicht gleitet jetzt auf der unteren Schnee schicht ab_ das Brett geht ab.
Man unterscheidet dabei die drei Phasen: Initialbruch (das erste Stück obere Schneeschicht löst sich von der unteren), Bruchfortpflanzung (unterirdisch löst sich die obere Schicht immer weiter von der unteren) und den Abgang des Brettes.
Dieses besondere Verhalten erklärt, warum ein Schifahrer ein Schneebrett auslösen kann, in dessen Zentrum er steht (wo also Hangteile über ihm mit abgeheren, die er kurz vorher noch "sicher" befahren hat. Erst das mit dem Initialbruch "frei aufhängte" Schneestück unterhalb entwickelt nämlich Kräfte, die groß genug sind, auch den oberen Hangteil von der unteren Schneeschicht zu lösen, das Gewicht des Schifahrers reicht vorher allein nicht aus. So kann ein ganzer Hang Lawinengefährdet sein und abgehen, und dennoch gibt es nur wenige Hotspots, von denen aus man ihn tatsächlich auch auslösen kann. Dies führt dazu, dass man im Zentrum des abgehenden Hanges stehenden kann (wie unser Kandidat hier) und ist ebenfalls der Grund, warum vorhandene einzelne Spuren, nicht im geringsten eine Aussage über die Stabilitätsverhältnisse treffen können.
Ohne Dir zu widersprechen sei noch angemerkt, dass ein paar Stunden nach einem Schneefall / stärkerem Wind, ja irgendwo quasi jeder Hang von der Kompaktheit des Schnees tagelang ein Schneebrett ist. Dass der ganz große Teil trotzdem völlig harmlos ist, hängt meines Erachtens nicht so sehr von der mangelnden Gepresstheit des Schnees ab, sondern viel mehr vom Mangel an Gleitschichten bzw. ausreichender Verbindung zwischen den Schneeschichten. Umgekehrt kann man dann auch im Frühwinter bei entsprechenden Bedingungen (geringe Schneedecke, kalte, sternenklare Nächte -> dicke Reifschicht als Gleitschicht) nach dem nächsten Schneefall beobachten, wie dann bei Warnstufe 4 auch wirklich jeder noch so lächerliche Minihang abgeht, sofern er nur steil genug ist. Die Gleitschicht macht den kleinen, aber alles entscheidenden Unterschied.Ich bild mir übrigens ein, dass man ganz am Anfang beim Schwingen an den Ski (Einsinktiefe etc.) erkennt, wie der Schnee deutlich gepackt ist - ein untrügliches Zeichen für das Vorhandensein eines Schneebretts (was natürlich nicht bedeutet, dass der Hang dann tatsächlich abrutscht). Solche Hänge sind wohl alle Tiefschneefans schon zu Hunderten gefahren. (das Dumme ist auch, dass im scheinbar lockeren Pulverschnee Schneebretter lauern können ...).
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Hier findet sich übrigens der Bericht des Lawinenopfers (auf skipass.com, dem französischen Ski-forum).
http://www.skipass.com/forums/enmontagn ... 58877.html
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- gerrit
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Eine Übersetzung der Passage unter den Standbildern aus dem Film wäre interessant, leider verstehe ich nicht viel mehr als den ersten Satz.
Aber mit den Lawinen ist das halt so eine Sache. Wenn Euch (@gletscherfloh & gernot) letzten Samstag oder Sonntag etwas passiert wäre auf Rax oder Stuhleck, hätte im nachhinein auch jeder gesagt, ein Wahnsinn, bei diesen Verhältnissen ins Gelände gehen! Es ist aber nichts passiert, und es waren wohl zwei der besten Schitage Eurer Karriere. Das soll jetzt natürlich keinesfalls heißen, daß man bei allen Verhältnissen ohne Rücksicht auf Verluste ins Gelände fahren soll, sondern daß im Gelände ein Restrisiko sehr oft nicht auszuschließen ist. Wahrscheinlich hätte ich den Hang am Tirolerkogel, an dem das tödliche Unglück Anfang der Woche passiert ist, auch nicht als zu gefährlich eingeschätzt.
Aber mit den Lawinen ist das halt so eine Sache. Wenn Euch (@gletscherfloh & gernot) letzten Samstag oder Sonntag etwas passiert wäre auf Rax oder Stuhleck, hätte im nachhinein auch jeder gesagt, ein Wahnsinn, bei diesen Verhältnissen ins Gelände gehen! Es ist aber nichts passiert, und es waren wohl zwei der besten Schitage Eurer Karriere. Das soll jetzt natürlich keinesfalls heißen, daß man bei allen Verhältnissen ohne Rücksicht auf Verluste ins Gelände fahren soll, sondern daß im Gelände ein Restrisiko sehr oft nicht auszuschließen ist. Wahrscheinlich hätte ich den Hang am Tirolerkogel, an dem das tödliche Unglück Anfang der Woche passiert ist, auch nicht als zu gefährlich eingeschätzt.
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- trincerone
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Na ja, die Leute, die keinen Führerschein haben, sind auch meist die schlimmsten Beifahrer... 
Interessant an den Skipassbilder:
1. Von gegenüber sieht die Sache deutlich unspektakulärer aus als auf dem Film - der Hang ist in der Tat nicht so sehr steil.
2. Man sieht ganz gut die Schneeverfrachtung rüber auf den Hang, wo das Ding runter ist.
Traduction:
Ich weiß, was ihr sagen werdet: ich bin ein Idiot, in der Ecke skizufahren, die Hangneigung und die starken Schneefälle der letzten 48h sind Schlüsselelemente und hätten mich dazu bringen müssen, auf den Hang zu verzichten, aber gut, es war stärker als ich.... in 22 Skijahren (ich bin 28 ) ist es das erste mal das mir etwas ähnliches passiert.
Nu denn, ich habe dennoch ein paar Lektionen aus diesem Missgeschick gelernt: niemals allleine losfahren, wenn man sich in ein nicht gesichertes Gebiet begibt, immer den ... schutz anlegen (??), ich werden einen schönen blauen Fleck haben, die Steine waren nicht weit... [[so hab ich das verstanden... ]]
P.S. Interessamte Kommentare auf skipass, ich glaub da muss ich mal wieder öfter blicken lassen.
Interessant an den Skipassbilder:
1. Von gegenüber sieht die Sache deutlich unspektakulärer aus als auf dem Film - der Hang ist in der Tat nicht so sehr steil.
2. Man sieht ganz gut die Schneeverfrachtung rüber auf den Hang, wo das Ding runter ist.
Traduction:
Ich weiß, was ihr sagen werdet: ich bin ein Idiot, in der Ecke skizufahren, die Hangneigung und die starken Schneefälle der letzten 48h sind Schlüsselelemente und hätten mich dazu bringen müssen, auf den Hang zu verzichten, aber gut, es war stärker als ich.... in 22 Skijahren (ich bin 28 ) ist es das erste mal das mir etwas ähnliches passiert.
Nu denn, ich habe dennoch ein paar Lektionen aus diesem Missgeschick gelernt: niemals allleine losfahren, wenn man sich in ein nicht gesichertes Gebiet begibt, immer den ... schutz anlegen (??), ich werden einen schönen blauen Fleck haben, die Steine waren nicht weit... [[so hab ich das verstanden... ]]
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@trinc, danke für die Übersetzung. Ich konnte mit meinem vergammelten Schulfranzösisch nur noch Bruchstücke verstehen - ich glaub ich hatte nicht wirklich den Sinn seines Satzes verstanden
(meine Übersetzung war in die Richtung, dass er sich selbst als Idioten bezeichnet und nie wieder abseits der Piste Skifahren wird
)
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gernot
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hab's jetzt erst entdeckt...
äußerst interessante aufnahmen!
tja würd sagen typisch querfahrer, hang anständig angeschnitten und ab geht die post...
ist zwar hypothetisch, aber wär äußerst interessant ob das schneebrett auch bei befahrung in der direttissima losgegangen wäre...
auf grund der doch eher geringen schneemenge die's da hatte (soweit am video erkennbar) war's meines erachtens nicht sonderlich gefährlich.
ähnliches ist uns letztes jahr am stuhleck bzw. sonnwendstein passiert, ist eigentlich ein faszinierendes ereignis (solang nichts passiert) wie ein hang explodieren kann...
äußerst interessante aufnahmen!
tja würd sagen typisch querfahrer, hang anständig angeschnitten und ab geht die post...
ist zwar hypothetisch, aber wär äußerst interessant ob das schneebrett auch bei befahrung in der direttissima losgegangen wäre...
auf grund der doch eher geringen schneemenge die's da hatte (soweit am video erkennbar) war's meines erachtens nicht sonderlich gefährlich.
ähnliches ist uns letztes jahr am stuhleck bzw. sonnwendstein passiert, ist eigentlich ein faszinierendes ereignis (solang nichts passiert) wie ein hang explodieren kann...
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Nach meinem Kenntnisstand bez. der Physik bei Schneebrettabgängen: eindeutig ja, solange er denselben Hangbereich befahren hätte.ist zwar hypothetisch, aber wär äußerst interessant ob das schneebrett auch bei befahrung in der direttissima losgegangen wäre...
Begründung: ein Schneebrettabgang ist kein Zugbruch senkrecht zur Schneeschicht, sondern ein Scherbruch am Boden der abgehenden Schneeschicht. Daher ist die Anrisskante des Bretts auch nicht zwangsweise identisch mit der gezogenen Spur. Ein "Anscheiden" des Hanges ist folglich entgegen früher vertretener Theorien (die von einem Zugbruch ausgingen) nicht möglich! Insofern sind Fahrtrichtung / -geschwindigkeit etc, also Quer- oder Schussfahrt ohne Bedeutung. Wichtig ist allein, dass einer der auslösefähigen Punkte des Hanges getroffen wurde. Diese Wahrscheinlichkeit kann man allerdings durch Querfahrten erhöhen, das ist aber ein statistisches und kein physikalisches Problem.
Sehe 100% genauso.auf grund der doch eher geringen schneemenge die's da hatte (soweit am video erkennbar) war's meines erachtens nicht sonderlich gefährlich.
Und das auch! Schneebretter sind so ein bisschen wie Blitze im Gewitter finde ich: von der naturwissenschaftlichen Seite sehr faszinierend und interessant zu beobachten, wenn mal mal die Chance dazu hat. Trotzdem will man natürlich auch nicht gerade von nem Bliz getroffen werden...ähnliches ist uns letztes jahr am stuhleck bzw. sonnwendstein passiert, ist eigentlich ein faszinierendes ereignis (solang nichts passiert) wie ein hang explodieren kann...
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Also, theorethisch kommt dabei nur drauf an, wieviel Kraft punktuell auf den Hang übertragen wird. Also zum einen Gewichtskraft pro Fläche (da käme es dann also drauf an, ob ein Snowboard ein größere Fläche hat als ein Paar Ski, was ich mal vermute) und zum anderen die dynamischen Kräfte (wiederum pro Fläche), wobei man sich hier noch Fragen könnte, ob diese dynamischen Kräfte bei beiden Sportarten identisch sind und identisch übertragen werden (wegen der völlig unterschiedlichen Fahrtechniken). Ich vermute mal, dass beim Skifahren die die Fläche kleiner ist und die dynamischen Kräfte höher (wegen der Sprungtechnik). Sollte dass so sein, wäre die Belastung höher und man hätte theoretisch eine höhere Auslösewahrscheinlichkeit.
Praktisch dürfte das aber keine Rolle spielen. Relevant würden nämlich nur solche Fälle, wo bei der einen Sportart die Kräfte ausreichen für enie Auslösung und bei der anderen nicht. Alle Fälle, wo jeder oder keiner von beiden das Brett auslösen würde, dürfte aber relativ dazu den viel viel größeren Teil ausmachen, als der Grenzbereich, wo ein unterschiedliches ergebnis auftritt. Insofern denke ich nicht, dass man aus dieser theoretischen Überlgung eine Folgerung derart ziehen könnte, dass Snowboarden lawinentechnisch sicherer sei. Ebenso würde vermutlich niemand behaupten, dass die Gefahr durch eine Schneebrücke in eine Gletscherspalte einzubrechen (selbe physikalischen Größen), bei einer der beiden Sportarten größer oder kleiner sei.
Praktisch dürfte das aber keine Rolle spielen. Relevant würden nämlich nur solche Fälle, wo bei der einen Sportart die Kräfte ausreichen für enie Auslösung und bei der anderen nicht. Alle Fälle, wo jeder oder keiner von beiden das Brett auslösen würde, dürfte aber relativ dazu den viel viel größeren Teil ausmachen, als der Grenzbereich, wo ein unterschiedliches ergebnis auftritt. Insofern denke ich nicht, dass man aus dieser theoretischen Überlgung eine Folgerung derart ziehen könnte, dass Snowboarden lawinentechnisch sicherer sei. Ebenso würde vermutlich niemand behaupten, dass die Gefahr durch eine Schneebrücke in eine Gletscherspalte einzubrechen (selbe physikalischen Größen), bei einer der beiden Sportarten größer oder kleiner sei.
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http://www.youtube.com/watch?v=6qVwIuznFW0
Vielleicht sollt i mir ja doch so nen Airbag-Rucksack kaufen
Hermann ist der Skilehrer für uns alle (Aksel Lund Svindal über Hermann Maier)
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gegen dieser Lawine hatte der Typ keine Chance mehr. Also ehrlich, sowas hab ich noch nie gesehen, wahnsinn wie mächtig ist diese Monsterlawine. Da wurde eigentlich der ganze Berg komplett runtergekommen...
http://www.youtube.com/watch?v=3HxxzfUf ... ed&search=
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ui ja. als er da rauszoomt...boah^^
auch das Helmkameravideo ist nicht schlecht, mir rutschte fast das Herz in die Hosen...
hab ja schon Staublawinen und Nassschneelawinen in Natura gesehen, aber noch nie so detailiert. Dafür von einem sicheren Ort aus
auch das Helmkameravideo ist nicht schlecht, mir rutschte fast das Herz in die Hosen...
hab ja schon Staublawinen und Nassschneelawinen in Natura gesehen, aber noch nie so detailiert. Dafür von einem sicheren Ort aus
Saison 07/08: 92. Saison 08/09: 53. Saison 09/10: 70. Saison 10/11: 66. Saison 11/12: 68. Saison 12/13: 77. Saison 13/14: 69
Saison 14/15: Gotschna/Parsenn 38, Madrisa 9, Rinerhorn 3, Jakobshorn 4, Schatzalp 1, Grüsch Danusa 1, Brambrüesch 3, Lenzerheide/Arosa 1, Flims/Laax 1, Brigels/Waltensburg 1, Tschappina 1, Diavolezza 4, Corviglia 1, Samnaun/Ischgl 2, Livigno 1, Skitour 2 - Total: 73
skiing all day keeps the doctor away!
Saison 14/15: Gotschna/Parsenn 38, Madrisa 9, Rinerhorn 3, Jakobshorn 4, Schatzalp 1, Grüsch Danusa 1, Brambrüesch 3, Lenzerheide/Arosa 1, Flims/Laax 1, Brigels/Waltensburg 1, Tschappina 1, Diavolezza 4, Corviglia 1, Samnaun/Ischgl 2, Livigno 1, Skitour 2 - Total: 73
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mit einer so riesigen Lawine haben auch die Behörde nicht gerechnet. Was das schlimmste ist ,dass Turoa ein Skigebiet ist! Was wäre gewesen wenn diese Monsterlawine Skifahrer/Snowboarder verschüttet?broesl hat geschrieben:Hammer!![]()
![]()
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Da bekommt man fast ne Gänsehaut, wie man sieht wie sich zusätzlich noch diese Risse bilden!
ok, wahrscheinlich war es zu dieser Zeit abgesperrt, aber ich vermute mal, dass der ganze Berghang nicht gesichert war
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gernot
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wie meinst das?trincerone hat geschrieben:Ich sach ma, gut, dass der Hang so flach war, sonst wär's bitter geworden bei der Anrisshöhe...
wie ist deine einschätzung, warum der hang explodiert ist?
ich als laie würd sagen relativ steil und für mich das entscheidende eingewehte mulde daher spannungen in der schneedecke, die anderen spuren verlaufen am rand - dort wahrscheinlich weniger schnee und nicht eingeweht
wär für mich ein hang fürs frühjahr bei firn