Quelle:www.stol.itKind von Schneekatze erfasst und getötet
Ein schrecklicher Unfall hat sich am frühen Sonntag Abend im Eggental ereignet. An der Talstation des Skigebietes Obereggen - in der Nähe des Hotels Zirm - ist ein sechsjähriger Bube von einer Schneekatze überfahren und getötet worden. Das Kind aus Bozen war auf der bereits geschlossenen Skipiste mit der Rodel unterwegs.
Zum Unfall kam es um 17.30 Uhr. Der kleine M. rodelte voraus, sein Vater, der 39-jährige F.Z., fuhr ihm hinterher. Sie waren praktisch schon im Tal, als wenig unterhalb des Hotels „Sonnalp“ das Unfassbare passierte. H.P. war seit 17 Uhr mit seiner Schneekatze dabei, die Ebenpiste für den nächsten Tag zu walzen.
Wie die Carabinieri von Deutschnofen erhoben, legte der Fahrer den Rückgang ein und bog in die Rodelpiste ein, um dann zur Rampe bei den Hotels weiterzufahren. Er soll zurückgeschaut haben. Allerdings soll laut bisherigem Ermittlungsstand ein Höcker auf der Rodelpiste die Sicht auf die zwei Rodler verdeckt haben.
Der Vater soll versucht haben, mit Winken auf sich aufmerksam zu machen, der Kleine soll noch versucht haben, nach rechts auszuweichen. Doch es war zu spät. Der Sechsjährige geriet unter die Raupe der schweren Schneekatze. Sofort wurden die Rettungskräfte verständigt, der Touristenarzt, der im nahegelegenen „Sporthotel Obereggen“ eine Praxis hat, war umgehend zur Stelle, auch die Retter des Weißen Kreuzes Deutschnofen kamen schnell. Aus Bozen wurde noch der Notarzt des Weißen Kreuzes geholt. Gemeinsam versuchten sie, den Kleinen wieder zu beleben. Nach einer halben Stunde mussten die Retter dem Kampf um das Leben von M. aufgeben. Der Leichnam des Kleinen wurde in die Leichenkapelle von Deutschnofen gebracht.
Die Notfallseelsorge des Weißen Kreuzes kümmerte sich um den Vater und die Mutter, später auch um die Einsatzkräfte. Die Carabinieri von Deutschnofen leiteten die Ermittlungen ein. Die Schneekatze wurde vorerst beschlagnahmt, die Zeugen des Unfalls angehört. Staatsanwalt Markus Mayr wird voraussichtlich keine Autopsie anordnen. Allerdings wird, wie immer in solchen Fällen, wegen fahrlässiger Tötung ermittelt.
Zu klären ist, ob jemand fahrlässig gehandelt hat. Offiziell waren die Pisten zum Zeitpunkt des Unfalls nämlich seit einer Stunde geschlossen, die Carabinieri hatten ihre letzte Kontrollfahrt abgeschlossen und angeblich wiesen auch Blinklichter darauf hin, dass Pistenfahrzeuge unterwegs seien. Die weiteren Ermittlungen der Carabinieri werden die Hintergründe dieses schrecklichen Unfalls klären.
Kind von Schneekatze erfasst und getötet
-
everest428
- Massada (5m)
- Beiträge: 91
- Registriert: 29.03.2005 - 15:09
- Skitage 25/26: 0
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 0
Kind von Schneekatze erfasst und getötet
- snowflat
- Moderator
- Beiträge: 16012
- Registriert: 12.10.2005 - 22:27
- Skitage 25/26: 3
- Ski: ja
- Snowboard: nein
- Hat sich bedankt: 249 Mal
- Danksagung erhalten: 3458 Mal
- Kontaktdaten:
Quelle: stol.itRodelunfall: Schneekatzenfahrer und Direktor Pichler angeklagt
Am 5. Februar 2006 war der sechsjährige Matteo Zacá aus Bozen bei einer Rodelabfahrt in Obereggen von einer Schneekatze im Rückgang erfasst und getötet worden. Nun hat Staatsanwalt Markus Mayr die Ermittlungen abgeschlossen und die Eröffnung des Hauptverfahrens gegen den Schneekatzenfahrer Hermann Pichler (40) und den Obereggen-AG-Direktor Siegfried Pichler beantragt. Der Vorwurf: Fahrlässige Tötung.
Vorverhandlungsrichterin Carla Scheidle steht nun die Aufgabe bevor, zu entscheiden, ob die beiden Mitarbeiter des Skikarussells für den Tod des Kleinen verantwortlich gemacht werden können. Aus strafrechtlicher Sicht schreibt Staatsanwalt Mayr dem Vater des Buben keine Verantwortung an dem Unfall zu - auf der Ebene der Verhandlungen mit der Versicherung dürfte das aber auch seiner Einschätzung nach erneut zum Thema werden.
Aus der Sicht des Staatsanwalts müssen der Schneekatzenfahrer und der Direktor der Liftgesellschaft für den Unfall zur Verantwortung gezogen werden. Direktor Siegfried Pichler laut Ermittlungsergebnis, weil die Obereggen AG jene Kreuzung am Unfallort in der bestehenden Form geplant habe. Schneekatzenfahrer, die dort arbeiten, seien gezwungen, im Rückgang auf die Kreuzung zu fahren. Und ein Rodler, der dorthin unterwegs sei, könne nicht abschätzen, wie sich das große Pistengefährt in den nächsten Augenblicken bewegen würde.
Dem Schneekatzenfahrer, Hermann Pichler, wirft der Staatsanwalt mangelnde Achtsamkeit vor. Er hätte seiner Ansicht nach noch besser zurückschauen müssen. Es komme immer wieder vor, dass sich noch Leute in den Gastbetrieben aufhielten, auch wenn die Piste schon geschlossen sei - immerhin sei es um diese Uhrzeit häufig noch hell. Eine außergerichtliche Einigung zum Schadensersatz ist gescheitert. Jetzt hat Staatsanwalt Mayr das Hauptverfahren beantragt.
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!