Schneemangel auf Tirols Gletschern

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lanschi
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Schneemangel auf Tirols Gletschern

Beitrag von lanschi »

tirol.ORF.at
Gletscherskigebiete hoffen auf Schnee
Tirols Betreiber von Gletscherskigebieten klagen zum Start in die Herbstsaison teilweise über massiven Schneemangel. Einige Gletscherskigebiete müssen deshalb ihren Saisonstart verschieben.

Heißer Sommer und warmer Herbst
Kurz vor der Hochsaison für alle Gletscherskigebiete macht sich Ernüchterung breit. Beispielsweise am Kaunertaler Gletscher: Dort gibt es zwar eine hohe Nachfrage der ersten Wintergäste, aber viel zu wenig Schnee. Das Skigebiet ist geschlossen - es fehlen 15 - 20 Zentimeter Schnee auf den Pisten.

Ähnlich die Situation im Ötztal. Auch hier heißt es "Bitte warten, bis es schneit". Der Juli war extrem heiß und die schönen Tage im Septmeber haben den "Augustschnee" wieder zum Schmelzen gebracht.

Zillertaler Gletscher in Betrieb
Etwas besser geht es in den hohen Lagen im Zillertal. Hier sind täglich zwischen 400 und 600 Schifahrer auf den Piste unterwegs. Den ganzen Sommer über habe der Betrieb aufrecht erhalten werden können.

Nun hoffen alle auf kältere Tage und Schnee. Damit möglichst bald alle Gletscherschigebiete in Betrieb gehen können.

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snowflat
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Beitrag von snowflat »

Zwangs-Auszeit für drei Tiroler Gletscherskigebiete

Drei der fünf Tiroler Gletscherskigebiete müssen wegen Schneemangels den Saisonstart verschieben. Noch müssen Gletscherskigebiete auf Schneeverhältnisse wie im Vorjahr warten.

"Um aufsperren zu können, brauchen wir 20 cm Neuschnee", so Hansjörg Posch, Sprecher der Ötztaler Gletscherbahn.

Den im Regelfall zwischen Mitte September und Anfang Oktober anberaumten Winterstart wegen Schneemangels ebenfalls verschieben müssen die Kaunertaler Gletscherbahnen.

"Wir warten dringend auf Schnee, weil derzeit der Einstieg in das Skigebiet mit dem auf 2750 Seehöhe startenden Schlepplift noch nicht möglich ist", meinte Marketingleiter Thomas Schmid.

Auch im Stubaital stünden die Gletscherlifte bis zum Eintreffen der weißen Pracht still, hieß es auf Anfrage der TT.

Am Pitztaler Gletscher sei Skilauf bereits seit 15. September möglich, "einige Rennteams trainieren bei uns", sagte Bergbahn-Chef Willi Krüger und verwies auf Kunststoffmatten, die im Sommer auf einer Fläche von sieben Hektar als Schnee-Sonnenschutz dienten.

Am Zillertaler Gletscher ist der Skibetrieb ebenfalls bereits angelaufen.
Quelle: TT
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Beitrag von d-florian »

^^
war im zillertal mal kein skibetrieb?! :wink:
aber ich glaub kaum das man mit 20cm neuschnee im Kaunertal schon aufsperren kann! da muss nur ein tag richtig die sonne runter knallen und schon ist kuam noch was vom schnee übrig! im ötztal werden 20cm für die obere sektion reichen und im stubai auch...
..aber scheiß drauf.. Weltcup ist nur einmal im Jahr....
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lanschi
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Beitrag von lanschi »

Naja Kaunertal ist ja fast schon bekannt dafür, dass die mit extrem wenig Schnee starten... das haben wir ja in den letzten Jahren beobachtet.

Außerdem... wenn´s jetzt schneit, dann wird´s höchstwahrscheinlich in diesen Höhen nicht mehr so warm werden, dass der Schnee dann nochmals taut.
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lanschi
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Beitrag von lanschi »

DiePresse.com
Holpriger Saisonstart
VON SYLVIA RIEDMANN (Die Presse) 27.09.2006
Nach der Sommerhitze herrscht auf einigen Gletschern Schneemangel: Start in die Tiroler Wintersaison mit einigen Hindernissen.

INNSBRUCK. Am Pitztaler Gletscher ist die Tiroler Bergwelt noch in Ordnung: Hier trainieren Skiteams aus elf Nationen - darunter Deutschland, Norwegen, Japan, die USA und die Schweiz. Schnee ist kein Problem, die Saison ist am 15. September eröffnet worden. "Wir haben programmgemäß losgelegt", sagt Willi Krüger, Geschäftsführer der Gletscherbahnen, zur "Presse".

Andere teilen diese Freude nicht und klagen über einen holprigen Saisonstart. Damit die Lifte auch im Stubai- und im Kaunertal aufgesperrt werden können, braucht es Neuschnee. Auch die Ötztaler Bergbahnen warten noch auf einen Kälteeinbruch.

"Es ist jedes Jahr das Gleiche: Ab Mitte September hoffen wir auf Schnee", erzählt Thomas Schmid von den Kaunertaler Gletscherbahnen. Schmid wünscht sich zwei, drei kühle Tage mit Schneefall in den höheren Lagen. Derzeit sei die Lage allerdings nicht außergewöhnlich. Daher sieht er auch keinen Grund zur Panik, wenngleich der heuer sehr heiße Juli den Gletschern in Tirol arg zugesetzt hat. Im regenreichen August hatten die Gletscherregionen dann zwar wieder Zeit sich zu erholen, der Föhn im September hat jedoch neuerlich am ewigen Eis genagt.

Wegen der großen Hitze hatte das Gletscherskigebiet im Ötztal bereits am 17. Juli zugesperrt. Dort wartet man jetzt hart auf Neuschnee. "Wir brauchen eine Schneeauflage von rund 20 Zentimetern und die ist derzeit nicht in Sicht", sagt Hansjörg Posch, Sprecher der Ötztaler Gletscherbahnen.

"Natürlich kann man die Pisten öffnen, aber derzeit fährt man dort auf blankem Eis und ruiniert sich damit das Skimaterial", erzählt er. Im Ötztal wartet man daher auf einen Wetterwechsel, gegen die Hitze machen könne man ohnehin nichts: "Das ist höhere Gewalt", sagt Posch.

Im Pitztal möchte man die Gletscherschmelze nicht einfach so hinnehmen. Dort deckt man seit dem heißen Sommer 2003 immer größere Flächen des Gletschers mit einer Fließabdeckung zu.

Heuer wurden so insgesamt sieben Hektar an besonders exponierten Stellen geschützt. Das Resultat kann sich sehen lassen: Bis zu zwei Meter Schneesubstanz haben die Betreiber der Pitztaler Gletscherbahnen damit sichern können. "Das hat uns bei der Präparierung der Pisten sehr genützt", erläutert Willi Krüger. Den ganzen Gletscher abzudecken sei aber illusorisch.

Die Abdeckung-Aktion, die in Zusammenarbeit von Wissenschaftlern durchgeführt wird, ist vor allem auch ein Thema in neuralgischen Bereichen des Gletscher-Skigebietes. So werden Bereiche um die Stützen von Liften abgedeckt, um zu verhindern, dass das Schmelzen den Untergrund, in den die Stützen verankert sind, destabilisiert. Gesichert werden außerdem Flächen, in denen das Verschwinden des Eises Felsstürze nach sich ziehen könnte.

Auch am Hintertuxer Gletscher im Zillertal werden diese Abdeckungen eingesetzt. Mit ihrer Hilfe werden Schneedepots angelegt; auch hier wird Eis rund um Liftstützen vor dem Abtauen geschützt. Skibetrieb wird dort das ganze Jahr über geboten. Derzeit sind im Zillertal zwölf Pistenkilometer gut befahrbar.

Das Angebot nützen täglich zwischen 300 und 600 Skifahrer. Zudem trainieren dort gerade das bulgarische und das slowakische Nationalteam. Und auch der kroatische Skistar Janica Kostelic jagt derzeit die Hänge im Zillertal hinunter, erzählt Melanie Mader von den Hintertuxer Gletscherbahnen.
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snowflat
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Beitrag von snowflat »

Gletscher laut Tiroler Glaziologen wieder stark zurückgeschmolzen

Schuld daran seien die extrem hohen Temperaturen im Frühsommer und Sommer.

Diese extreme Hitze habe die Gletscher zwar sehr viel Substanz gekostet, dies sei aber in den letzten 20 Jahren schon öfter vorgekommen, so Univ.-Prof. Gernot Patzelt. Von der schlechten "Gletschersaison" sind auch die Tiroler Gletscherskigebiet betroffen.

"Es war bisher viel zu warm, dazu kam auch noch der Fön," hieß es seitens des Tourismusverbandes Oberland. Der Saisonauftakt habe sich auf Anfang Oktober verschoben. Letztes Jahr sei der Skibetrieb ab Mitte September möglich gewesen und Mitte Oktober hätte es einen Meter Schnee gegeben. Dieses Jahr seien drei Lifte von acht offen.

Am Pitztaler Gletscher spüre man ebenfalls den milden Herbst. Seit drei Wochen würden die Temperaturen am Gletscher kaum unter null Grad fallen. Künstliche Beschneiung sei laut Willi Krüger von den Pitztaler Gletscherbahnen dadurch unmöglich.

Da sich alle Pisten auf dem Gletscher befinden würden, hätte das Hintertuxer Skigebiet einen "gewissen Vorteil" gegenüber anderen, teilte Hermann Erler von den Gletscherbahnen mit. Es seien bisher ungefähr gleich viele Wintersportler zu verzeichnen wie in der vergangenen Saison.
Quelle: APA
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
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snowflat
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Beitrag von snowflat »

ORF etwas ausführlicher:
Gletscher stark abgeschmolzen

Die hohen Temperaturen im Juni und Juli haben laut Experten die Gletscher in Österreich stark schmelzen lassen. Die schlechte Saison betreffe auch die Tiroler Gletscherschigebiete.

Hitze kostete viel Substanz
Laut dem Glaziologen Gernot Patzelt seien vor allem die extrem hohen Temperaturen im Juni und Juli dieses Jahres schuld an der starken Abschmelzung. Diese extreme Hitze habe die Gletscher zwar sehr viel Substanz gekostet, dies sei aber in den letzten 20 Jahren schon öfter vorgekommen.

Betrieb möglich, Verhältnisse "nicht optimal"
Es habe in Sölden zwar den ganzen Oktober Skibetrieb gegeben, aber nicht im unteren Bereich. "Durch die Wärme sei es schwierig gewesen", stellte Jakob Falkner von den Bergbahnen Sölden fest.

Auch am Kaunertaler Gletscher seien die Witterungsverhältnisse nicht optimal. "Es war bisher viel zu warm, dazu kam auch noch der Fön", hieß es seitens des Tourismusverbandes Oberland. Der Saisonauftakt habe sich auf Anfang Oktober verschoben. Letztes Jahr sei der Skibetrieb ab Mitte September möglich gewesen und Mitte Oktober hätte es einen Meter Schnee gegeben.

Am Pitztaler Gletscher spüre man ebenfalls den milden Herbst. Seit drei Wochen würden die Temperaturen am Gletscher kaum unter null Grad fallen. Künstliche Beschneiung sei laut Willi Krüger von den Pitztaler Gletscherbahnen dadurch unmöglich. Trotzdem sei man "relativ zufrieden".

Da sich alle Pisten auf dem Gletscher befinden würden, hätte das Hintertuxer Skigebiet einen "gewissen Vorteil" gegenüber anderen, teilte Hermann Erler von den Gletscherbahnen mit. Es seien bisher ungefähr gleich viele Wintersportler zu verzeichnen wie in der vergangenen Saison. Die Schneemenge sei mit 80 bis 90 Zentimeter dennoch relativ gering, erklärte Erler.
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
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