Weltcups in Sölden gefährdet/abgesagt

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snowflat
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Beitrag von snowflat »

Und sie waren ja so zuversichtlich ... die Rennen wurden ersatzlos gestrichen:
Weltcup-Auftakt am Wochenende in Sölden abgesagt

Die für kommendes Wochenende geplanten Auftaktrennen zum Ski-Weltcup in Sölden sind am Dienstag vorzeitig abgesagt worden.

Der traditionelle Ski-Weltcup-Auftakt in Sölden musste am Dienstag zum ersten Mal in der Geschichte abgesagt werden. Nachdem die Veranstalter im Ötztal trotz anhaltendem Warmetter und wenig Schnee eine ausgezeichnete Piste auf den Rettenbachgletscher gezaubert hatten, versetzte in der Nacht von Montag auf Dienstag starker Regen den geplanten Riesentorläufen am Samstag (Damen) und Sonntag (Herren) den Todesstoß.

Sölden hätte am Wochenende zum zehnten Mal nach 1993, 1996, 1998 sowie 2000 bis 2005 Austragungsort des Weltcup-Auftakts sein sollen. Die Veranstalter hatten sich bereits auf Traumwetter und bis zu 30.000 Fans an den zwei Renntagen gefreut. Doch nun folgte für die Veranstalter, die Gastronomen im Ötztal und die Weltcup-Ausrüster, die im Rahmen des Events dutzende Veranstaltungen geplant hatten, ein schwerer Schlag - auch finanziell.

Starke Regenfälle und höhere Temperaturen
"Die Rennen sind auf Grund der starken Regenfälle in der vergangenen Nacht und Warmwetterprognosen für die kommenden Tage nicht durchführbar", verkündete schließlich FIS-Renndirektor Günter Hujara, nachdem statt Neuschnee Regen gefallen war.

Laut den ÖSV-Trainern Toni Giger (Herren) und Herbert Mandl (Damen) findet der Auftakt zum WM-Winter damit in Levi statt, dort stehen am 11. und 12. November ein Herren- und ein Damen-Slalom auf dem Programm. Die Sölden-Rennen sollen also zu keinem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. In Levi gibt es derzeit keine Probleme, dort hat es nämlich minus 20 Grad.

Noch am vergangenen Wochenende hatten bei herrlichen Wetter- und Pisten-Bedingungen die Snowboarder mit ihrem Weltcup in Sölden Station gemacht. Grund für die Absage war der schlechte Zustand des unteren Streckenteils, denn zu den warmen Temperaturen (im Zielraum hatte es am Dienstag plus 6 Grad) gesellte sich eben der Regen hinzu. "Im unteren Teil hat es den Schnee richtig weggeputzt", meinte Damen-Coach Mandl. Und Herren-Chef Giger fügte hinzu: "Der Pistenteil wurde im wahrsten Sinne des Wortes weggespült. Gegen Mutter Natur ist man eben machtlos."

Beste Bedingungen oberhalb des Steilhangs
Das Bittere daran: oberhalb des Steilhangs herrschen nach wie vor beste Bedingungen. Eine Verlegung des Zielraums nach oberhalb des Steilhangs ist jedoch aus sportlichen Gründen und durch die Vorgaben des Weltcup-Reglements nicht möglich. Die ÖSV-Teams werden die guten Bedingungen im oberen Teil ausnützen, in Sölden bleiben und trainieren.

Die Herren bestreiten am Mittwoch und Donnerstag Riesentorlauf-Einheiten und am Freitag und Samstag wird Super G trainiert, für Samstag kündigte Giger sogar Zeitläufe an. Die ÖSV-Damen bleiben ebenfalls - laut Mandl wahrscheinlich bis Montag - in Sölden, sie wollen Slalom und Riesentorlauf trainieren.

Giger brachte die allgemeine Enttäuschung auf den Punkt: "Die Absage ist schade. Erstens, weil wir uns sehr gut vorbereitet haben und in sehr guter Form sind. Und zweitens, weil es immer bitter ist, ein Heimrennen nicht fahren zu können. Und mit tun vor allem die Leute Leid, die unter schwierigsten Bedingungen perfekte Arbeit geleistet haben."
Quelle: tirol.com

Reaktionen zur Sölden-Absage

Toni Giger (ÖSV-Herrenchef):
"Diese Absage ist doppelt schade. Erstens, weil wir uns sehr gut vorbereitet haben und in sehr guter Form sind. Und zweitens, weil es immer bitter ist, ein Heimrennen nicht fahren zu können. Das war Pech, denn der obere Teil der Strecke befindet sich in einem super Zustand. Der untere Teil wurde aber leider im wahrsten Sinne des Wortes weggespült. Mit tun vor allem die Leute Leid, die unter schwierigsten Bedingungen perfekte Arbeit geleistet haben. Aber gegen Mutter Natur ist man eben machtlos. Wir werden die guten Bedingungen im oberen Teil nützen und einige Tage Riesentorlauf und Super G trainieren."

Herbert Mandl (ÖSV-Damen-Cheftrainer):
"Im unteren Teil ist an ein Rennen nicht zu denken gewesen, da hat es den Schnee richtig weggeputzt. Der starke Regen in der Nacht von Montag auf Dienstag war tödlich. Dass der Zielraum nicht weiter nach oben verlegt werden kann, ist schade, aber verständlich. Jetzt findet der Weltcup-Auftakt eben in Levi statt. Wir werden jetzt wahrscheinlich übers Wochenende hier bleiben und Slalom und Riesentorlauf trainieren."
Pressechef Ernst Lorenzi im Life Radio-Interview.
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s.oliver78
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Beitrag von s.oliver78 »

Orf.at
Erstmals in der Weltcup-Geschichte muss der Auftakt in Sölden abgesagt werden.
Der Auftakt des alpinen Weltcup-Winters fällt ins Wasser: Die für das kommende Wochenende vorgesehenen Riesenslaloms der Damen und Herren in Sölden mussten am Dienstag wegen der anhaltend warmen Witterung erstmals abgesagt werden.

Rennen "nicht durchführbar"
"Die Rennen sind auf Grund der starken Regenfälle in der vergangenen Nacht und Warmwetterprognosen für die kommenden Tage nicht durchführbar", sagte der Renndirektor des Internationalen Skiverbandes FIS, Günter Hujara.


Statt des prognostizierten Neuschnees hatte es auf dem Rettenbachferner bis in die Gipfellagen geregnet.


Piste weggespült
Grund für die Absage war der schlechte Zustand des unteren Streckenteils, denn zu den warmen Temperaturen (im Zielraum hatte es am Dienstag plus 6 Grad) gesellte sich eben der Regen hinzu. "Im unteren Teil hat es den Schnee richtig weggeputzt", meinte Damen-Coach Mandl.


Und Herren-Chef Giger fügte hinzu: "Der Pistenteil wurde im wahrsten Sinne des Wortes weggespült."


Oberhalb des Steilhangs herrschen nach wie vor beste Bedingungen. Eine Verlegung des Zielraums nach oberhalb des Steilhangs ist jedoch aus sportlichen Gründen und durch die Vorgaben des Weltcup-Reglements nicht möglich. Die ÖSV-Teams werden die guten Bedingungen im oberen Teil ausnützen, in Sölden bleiben und trainieren.


Bewerbe werden nicht nachgeholt
Die beiden für Samstag und Sonntag geplanten Riesentorläufe sollen nicht nachgeholt werden.


Eine Verschiebung der abgesagten Riesentorläufe ist gemäß Regulativ des Weltverbandes FIS ausgeschlossen. Das bestätigten FIS-Renndirektor Günter Hujara und Sölden-Rennleiter Rainer Gstrein.


"Wie das Weltcup-Finale ist auch das Weltcup-Opening nicht verschiebbar. Entweder es findet zum geplanten Zeitpunkt statt oder gar nicht", so Hujara am Dienstagabend. Im FIS-Paragrafenbuch ist ebenfalls festgeschrieben, dass die Auftakt-Riesentorläufe auch nicht an einem anderen Ort zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.


Auftakt nun in Levi
Statt traditionell auf dem Söldener Gletscher findet der Start in die alpine Skisaison für Benjamin Raich & Co. laut ÖSV-Trainern Toni Giger (Herren) und Herbert Mandl (Damen) nun am 11. und 12. November im finnischen Levi statt.


Arktische Temperaturen in Finnland
150 Kilometer nördlich des Polarkreises sind für Damen und Herren je ein Slalom vorgesehen. Wetterprobleme sind dort nicht zu erwarten: Für die kommenden Tage rechnen die finnischen Meteorologen mit Temperaturen von unter minus 20 Grad Celsius.
sölden.com

Absage der für 28. und 29.10.06 geplanten Weltcuprennen in Sölden


Die starken Regenfälle in der Nacht vom 23.10. auf 24.10.2006, bei sehr warmen Temperaturen, haben die bereits hervorragend präparierte Rennstrecke, extrem beschädigt. Alle Vorkehrungen waren durch das OK getroffen. Die restliche Schneemenge, zusammen mit den weiterhin vorhergesagten hohen Temperaturen machen aus technischen Gründen eine Durchführung der Weltcuprennen auf der Originalstrecke unmöglich. Oberhalb des Steilhanges ist der Ski- und Trainingsbetrieb weiterhin bei guten Bedingungen möglich. Eine Verlegung des Zielraumes nach oberhalb des Steilhanges ist aus sportlichen Gründen und aus den Vorgaben des gültigen Weltcupreglements nicht möglich.

Sölden, 24.10.2006 – 16.30 Uhr
Für das OK
Jakob Falkner
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Beitrag von Downhill »

piano hat geschrieben:Vielleicht kann man die Rennen ja in 2-3 Wochen nachholen, wenn es wieder einmal geschneit hat. Ich würde es schade finden, wenn die Alpinen ihren Auftakt bei einer mageren Zuschauerkulisse in Übersee abhalten müssten.
1. findet der Auftakt nicht in Übersee statt, sondern in Finnland
2. sind Weltcupauftakt und -ende nicht verschiebbar :wink:
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piano
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Beitrag von piano »

Tja, man lernt immer dazu...
Ein Weltcup-Opening musste schon lange nicht mehr abgesagt werden, und bis jetzt waren die nächsten Rennen gluabich auch immer in Kanada oder USA.
s.oliver78
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Beitrag von s.oliver78 »

orf.at
"Wirtschaftlicher Ausfall sehr groß"

Die wetterbedingte Absage des traditionellen Skiweltcup-Openings am kommenden Wochenende hat Sölden hart getroffen, auch finanziell.

"Genau beziffern lässt es sich zwar noch nicht, aber der wirtschaftliche Ausfall durch die Absage wird sicher sehr groß sein", meinte Hansjörg Posch, der Prokurist der Bergbahnen in Sölden, im Gespräch mit der APA. "Hotels, Restaurants oder Apres-Ski-Bars haben mit diesem Wochenende disponiert."


Kein Jubiläumsrennen
Zehntausende Menschen wären am Wochenende zu den Auftakt-Riesentorläufen nach Sölden gepilgert, doch die Jubiläumsrennen (zum zehnten Mal Weltcup in Sölden) mussten wegen Warmwetters und Regens auf 2007 verschoben werden.


Rennleiter Rainer Gstrein sprach von Verhältnissen wie im Juli in Sölden, am Donnerstag soll die Nullgradgrenze über 4.000 m liegen.


"Faire Verlierer"
Trotz der Ausfälle zeigten sich die neun Jahre von Traumwetter und -bedingungen verwöhnten Söldener als "faire Verlierer". In einigen Hotels und Pensionen hatten bereits am Tag danach mehr als 20 Prozent der Besucher abgesagt.


Das Ötztaler Tourismusbüro hat den Vermietern bemerkenswerterweise empfohlen, im Falle von Absagen keine Stornogebühr zu verlangen. "Denn neun Jahre ist es gut gegangen, heuer eben nicht. Und da kann niemand etwas dafür", so Carmen Fender vom Tourismusverband.


Wie viele Leute den geplanten Trip ins Ötztal wirklich absagen, lässt sich laut Fender noch nicht abschätzen.


"Einige werden trotzdem kommen"
"Das können wir erst nach dem Wochenende genau sagen. Der gesamte Medientross, die Fanklubs und viele Teammitglieder reisen natürlich nicht an, das sind sehr viele Leute. Aber einige werden trotzdem kommen", so Fender.


Der Skibetrieb gehe ja weiter, der Ort und seine Lokale seien offen, lediglich aufs Weltcup-Rahmenprogramm wird verzichtet. Auch die ÖSV-Teams bei Damen und Herren bleiben auf dem Rettenbachferner und werden dort auf Grund der guten Bedingungen im oberen Streckenteil trainieren.


Urlauber könnten ausbleiben
Posch, der im Söldener OK-Team für die Finanzen zuständig ist, spricht von einer "touristisch nicht erfreulichen Botschaft" an die Urlauber. "Das ist natürlich kein gutes Signal. Die Botschaft ist nämlich, dass zu wenig Schnee vorhanden ist."


Zudem seien gerade während des Weltcup-Wochenendes traditionell "wahnsinnig viele Buchungen für die kommende Saison" eingegangen.


Harter Schlag für Gletschergebiete
FIS-Renndirektor Günter Hujara, der am Dienstag nach der "Alarmierung" durch Rennleiter Gstrein mit seinem Auto in nur vier Stunden vom Schwarzwald nach Sölden gebraust war ("Wie lang man normal braucht, darf ich nicht sagen"), sah es ebenfalls als harten Schlag für Sölden, den Weltcup und die anderen Gletschergebiete.


"Keine schöne Sache, denn Sölden hatte sich als der Winter-Startschuss schlechthin etabliert. Eigentlich will man mit dem Opening den Gletschern für ihre Bemühungen etwas zurückgeben. Jetzt könnte es einen gegenläufigen Effekt haben."


Auch Skiindustrie als Verlierer
Ein großer Verlierer der Absage ist auch die Skiindustrie, deretwegen das frühe Opening ja eigentlich stattfindet. Traditionellerweise wären in Sölden Dutzende PR-Veranstaltungen von Atomic, Fischer, Head & Co. auf dem Programm gestanden, um die Neuigkeiten und Weiterentwicklungen der Firmen zu präsentieren und gleichzeitig das vorweihnachtliche Geschäft ordentlich anzukurbeln.


Die Ehre des Weltcup-Auftakts kommt nun Levi zu, der Ort 170 Kilometer nördlich des Polarkreises ist jedoch für die Konzerne mit jener im skiverrückten Tirol kaum vergleichbar.
sportal.de
Weltcup-Absage trifft Sölden und Industrie hart

25.10.2006


Die Absage der Auftaktrennen des alpinen Weltcups im österreichischen Sölden sind ein schwerer Schlag für die Ski-Industrie und die Versicherungen. Der Tiroler Wintersportort hatte sich gegen den Ausfall des Rennens sowie die Verluste durch den entgangenen Werbewert und die Organisationskosten versichern lassen. Unklar ist, wie hoch die Summe sein wird.
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Stefan
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Beitrag von Stefan »

ein großes problem ist auch folgendes: schon bisher war es für die veranstalter schwierig, versicherer zu finden, die überhaupt noch wintersportveranstaltungen übernehmen - jetzt wird es noch schwieriger, zudem werden die prämien immer höher. schlag nach in kitzbühel...
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snowflat
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Beitrag von snowflat »

Absage des Weltcup-Openings trifft Sölden hart

Trotz großem wirtschaftlichen Ausfall bleiben die Ötztaler "faire Verlierer" und verlangen keine Storno-Gebühren.

Bild
Keine tiefverschneiten Hänge.
Bild: APA


Die wetterbedingte Absage des traditionellen Ski-Weltcup-Openings am kommenden Wochenende hat Sölden hart getroffen, auch finanziell. "Genau beziffern lässt es sich zwar noch nicht, aber der wirtschaftliche Ausfall durch die Absage wird sicher sehr groß sein", meinte Hansjörg Posch, der Prokurist der Bergbahnen in Sölden, im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur. "Hotels, Restaurants oder Apres-Ski-Bars haben mit diesem Wochenende disponiert."

Zehntausende Menschen wären am Wochenende zu den Auftakt-Riesentorläufen nach Sölden gepilgert, doch die Jubiläumsrennen (zum 10. Mal Weltcup in Sölden) mussten wegen Warmwetter und Regen auf 2007 verschoben werden. Rennleiter Rainer Gstrein sprach von Verhältnissen wie im Juli in Sölden, am Donnerstag soll die Null-Grad-Grenze über 4.000 m liegen.

Keine Stornogebühr
Trotz der Ausfälle, in einigen Hotels und Pensionen hatten bereits am Tag danach mehr als 20 Prozent der Besucher abgesagt, zeigten sich die neun Jahre von Traum-Wetter und -Bedingungen verwöhnten Söldener als "faire Verlierer". Das Ötztaler Tourismus-Büro hat den Vermietern bemerkenswerter Weise empfohlen, im Falle von Absagen keine Storno-Gebühr zu verlangen. "Denn neun Jahre ist es gut gegangen, heuer eben nicht. Und da kann niemand etwas dafür", so Carmen Fender vom Tourismusverband.

Wie viele Leute den geplanten Trip ins Ötztal wirklich absagen, lässt sich laut Fender noch nicht abschätzen. "Das können wir erst nach dem Wochenende genau sagen. Der gesamte Medientross, die Fanclubs und viele Teammitglieder reisen natürlich nicht an, das sind sehr viele Leute. Aber einige werden trotzdem kommen", so Fender.

Der Skibetrieb gehe ja weiter, der Ort und seine Lokale seien offen, lediglich aufs Weltcup-Rahmen-Programm wird verzichtet. Auch die ÖSV-Teams bei Damen und Herren bleiben auf dem Söldener Gletscher und werden dort auf Grund der guten Bedingungen im oberen Streckenteil trainieren.

Posch, der im Söldener OK-Team für die Finanzen zuständig ist, spricht von einer "touristisch nicht erfreulichen Botschaft" an die Urlauber. "Das ist natürlich kein gutes Signal. Die Botschaft ist nämlich, dass zu wenig Schnee vorhanden ist." Zudem seien gerade während des Weltcup-Wochenendes traditionell "wahnsinnig viele Buchungen für die kommende Saison" eingegangen.

Günter Hujara sah es ebenfalls als harten Schlag
FIS-Renndirektor Günter Hujara, der am Dienstag nach der "Alarmierung" durch Rennleiter Gstrein mit seinem Auto in nur vier Stunden vom Schwarzwald nach Sölden gebraust war ("Wie lang man normal braucht, darf ich nicht sagen"), sah es ebenfalls als harten Schlag für Sölden, den Weltcup und die anderen Gletschergebiete. "Keine schöne Sache, denn Sölden hatte sich als der Winter-Startschuss schlechthin etabliert. Eigentlich will man mit dem Opening den Gletschern für ihre Bemühungen etwas zurückgeben. Jetzt könnte es einen gegenläufigen Effekt haben."

Ein großer Verlierer der Absage ist auch die Ski-Industrie, deretwegen das frühe Opening ja eigentlich stattfindet. Traditionellerweise wären in Sölden dutzende PR-Veranstaltungen von Atomic, Fischer, Head und Co. auf dem Programm gestanden, um die Neuigkeiten und Weiterentwicklungen der Firmen zu präsentieren und gleichzeitig das vorweihnachtliche Geschäft ordentlich anzukurbeln. Die Ehre des Weltcup-Auftakt-Ortes kommt nun Levi zu, die Bühne 170 Kilometer nördlich des Polarkreises ist jedoch für die Konzerne mit jener im skiverrückten Tirol kaum vergleichbar.

Quelle: APA
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Beitrag von seilreiter »

snowflat hat geschrieben: Günter Hujara sah es ebenfalls als harten Schlag
FIS-Renndirektor Günter Hujara, der am Dienstag nach der "Alarmierung" durch Rennleiter Gstrein mit seinem Auto in nur vier Stunden vom Schwarzwald nach Sölden gebraust war ("Wie lang man normal braucht, darf ich nicht sagen"),
Wer ist Günter Hujara?

Finds ja immer interessant nach so "halb-promis" zu googeln.

Jetzt weiss ich nämlich
+ Er wurde im Mai in Portugal nach dem Joggen überfallen und ausgeraubt
+ Die Schweizer haben durchaus Sinn für schrägen Humor
--> (Bildunterschrift beachten)http://www.skionline.ch/index.php?secti ... 20&pId=238
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Beitrag von gernot »

wie lange dauert eigentlich das abdecken von gletscherteilen mit planen, wie's derzeit praktiziert wird?
wär's in sölden möglich gewesen die piste abzudecken, damit der regen keinen schaden an der "rennfertig präparierten piste" anrichtet?
wenn derzeit zu lange dauert - dann wär's an der zeit ein entsprechendes system zu entwickeln am bseten mit kaltluftzufuhr


***träum***

weiß zwar nicht wie hoch der schaden für sölden ist, aber ich denke, da wär einiges an aufwand und kosten vertretbar um das rennen zu ermöglichen, noch dazu wo die wetterprognosen für's wochenende doch eher gut sind

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Beitrag von k2k »

Das ist eine interessante Frage. Teile abzudecken wäre vielleicht sogar möglich gewesen, nur so wie ich das mit bekommen habe war ja statt dem Regen eigentlich Schneefall angesagt, oder nicht?
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Beitrag von lanschi »

Also die Sache mit Planen halte ich für undurchführbar. Wenn man´s durchüberlegt... 1500 m lange Piste, 30 m breit.... macht 45000 m² bzw. 45 ha zuzumattende Fläche... meiner Meinung nach wohl kaum in einer Zeit unter 1-2 Wochen durchzuführen... abgesehen davon, dass man dafür wohl kaum eine Genehmigung erhalten würde. Ich halte eine Beschneiungsanlage für den Rettenbachhang nach Vorbild Mölltal wahrscheinlicher, auch wenn´s in diesem speziellen Fall wahrscheinlich nichts gebracht hätte. Trotzdem muss man auch festhalten, dass es diese Situation wohl in den nächsten 10 Jahren wahrscheinlich nicht wieder geben wird, dieser Herbst war einfach einmalig (hoffe ich zumindest im Interesse der Gletscher :wink: ).
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Beitrag von Jens »

lanschi hat geschrieben:... 1500 m lange Piste, 30 m breit.... macht 45000 m² bzw. 45 ha zuzumattende Fläche...
Ehr 4,5 ha :wink: , aber ich denk trotzdem nicht machbar, sonst hätte man über den Sommer schon ganze Pisten eingemattet und nicht nur Teilbereiche. :wink:
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Beitrag von s.oliver78 »

Warum ist es denn nicht machbar? Ich würde sagen sie sollten ab ende Mai den kompletten Steilhang abdecken.
Oben brauchen sie ja nicht abdecken!
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Beitrag von Downhill »

Hmm, die Matten dienen doch nicht der Erhaltung von Pulverschnee, sondern der Massenerhaltung eines Gletschers. Masse dürfte am Rettenbachhang aber noch mehr als genug da sein. Das ist doch hier nicht wie am TFH-H oder am Mittelbergjoch, wo schon überall meterhoch die Felsriegel rauskommen (noch nicht jedenfalls).

Außerdem kann man nicht mal eben über Nacht zig Hektar Matten wieder einrollen. Das ist dann doch für längere Zeiträume gedacht.

Das Problem hier war doch wohl eher der mangelnde Neuschnee im Herbst, und v.a. dann noch der Regen. Regen ist immer noch der größte Feind jeder Piste. Und wenn er stark genug ist, hilft ne Kunstschneedecke irgendwann auch nix mehr...
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Beitrag von snowflat »

Millionenverlust nach Weltcup-Absage

Sölden hat nach der Absage des Skiweltcup-Auftakts einen Kassasturz gemacht. Die Bilanz ist bitter für den erfolgsverwöhnten Weltcup-Ort: Dem Tourismus gingen durch die Absage rund zwei Millionen Euro durch die Lappen.

Nur jedes dritte Bett war belegt
An normalen Weltcup-Wochenenden ist in Sölden kein Bett mehr frei, am vergangenen war nur jedes dritte belegt. Tirols Parade-Ski-Ort hat wegen der Absage rund 70 Prozent der Nächtigungen eingebüßt. Das entspricht, inklusive aller pro Kopf-Ausgaben, einem Umsatz-Minus von rund 2 Millionen Euro, berichtet der Chef des Tourismusverbandes Peter Marko.

Buchungsverhalten könnte sich ändern
Wobei die Einbuße nicht auf die Absage des Weltcup-Auftaktes allein zurückzuführen ist, sondern auch auf die alles andere als berauschende Schneelage in den Gletscherskigebieten generell. Die Folge könnte ein verändertes Buchungsverhalten sein.

"Wir befürchten, dass im kommenden Jahr die Vorbuchungen zurück gehen und die Gäste eher in den November hinein buchen. Das heißt, der Saisonauftakt würde nach hinten verschoben."

Ein Teil der heurigen Einbußen ist durch Versicherungen gedeckt.
Quelle: ORF
Wir befürchten, dass im kommenden Jahr die Vorbuchungen zurück gehen und die Gäste eher in den November hinein buchen. Das heißt, der Saisonauftakt würde nach hinten verschoben
^^ Sorry, aber das ist doch nur ein Vorwand, da man spätestens nach diesem Winter weiß, dass man in den nächsten Jahren nie mehr so früh öffnen kann.
Ein Teil der heurigen Einbußen ist durch Versicherungen gedeckt.
^^ Es gibt auch Versicherungen, die jeden Scheiß versichern :x
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Beitrag von starli2 »

Downhill hat geschrieben:Masse dürfte am Rettenbachhang aber noch mehr als genug da sein. Das ist doch hier nicht wie am TFH-H oder am Mittelbergjoch, wo schon überall meterhoch die Felsriegel rauskommen (noch nicht jedenfalls).
öh.. hast du da was verpaßt? :

Bild

.. und genau so hat's am TFH-Hang vor 2-3 Jahren angefangen. Und wenn's mal so anfängt, geht's ratz-fatz, wie man am Tfh-Hang ja sieht ...
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Beitrag von Downhill »

starli2 hat geschrieben:öh.. hast du da was verpaßt? :
Oha 8O

Dieses Bild war mir tatsächlich noch nicht bekannt. :?
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Beitrag von Emilius3557 »

Wenn man mal alte Aufnahmen sich vor Augen führt: vor zehn Jahren, als Katja Seizinger und Michael von Grünigen den Weltcup-RTL dort gewannen gab es unterhalb der 4-KSB eine schöne Buckelpiste. Die Abfahrt "rutscht" also wegen des Eismassenschwundes immer weiter in Richtung Eisbruch hinüber.
Besinnung auf die Kernkompetenzen - altbewährte Dummschwätzerei...
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Beitrag von snowflat »

Da hat man dann also doch adäquaten Ersatz gefunden:
Weltcupstart: Traumhafte Bedingungen in Levi

Von diesen Bedingungen hätte Sölden nur träumen können: einen halber Meter Schnee und Temperaturen um die zehn Grad Minus. Der alpine Weltcup-Zirkus kann kommen und seine große Schau in Levi (Finnland) starten. Nach der Absage der Riesenslalom-Rennen in Sölden, wegen Regens und fast schon sommerlichen Temperaturen, wird die Saison nun mit den Slalom-Rennen der Damen und Herren am 11. und 12. November im hohen Norden Finnlands eröffnet. Die Vorbereitungen sind im vollen Gange.

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So wurde bereits der Slalomhang mit feinstem Schnee präpariert und angemessen vereist, um möglichst gleiche Bedingungen für alle Teilnehmer zu schaffen. Wenn die alpinen Skistars nach Lappland reisen und die Pisten von Levi runterrasen, wird nicht nur der Wintersportort im Lappland Kopf stehen und mit Spannung die Rennen verfolgen. Der alpine Skizirkus wird einen ersten Vorgeschmack auf die neuesten Tricks und Ticks der Szene geben. Neues Material, neue Stars und neue Bestzeiten – in Levi wird sich zeigen, wer die Skispitzen bereits im Griff hat. Im Jahr 2004 legte der Ort in Lappland sein Weltcup-Debut hin. Die beiden Slalom-Rennen sollen die lange Pause überbrücken, die gewöhnlich zwischen dem traditionellen Auftakt in Sölden und den Weltcup-Veranstaltungen in Nordamerika liegt. Doch Levi ist alles andere als ein Pausenfüller. Die Finnen sind bereit, die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren – und somit darf der Weltcup-Start mit Spannung erwartet werden.
Quelle: Skipresse
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
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Stefan
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Beitrag von Stefan »

Ersatz? Irrtum! Die zwei Slaloms waren von Anfang an im Weltcupkalender für den heurigen Winter :wink:
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mic
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Beitrag von mic »

Den Weltcupkalender 06/07 gibts hier:
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Jens
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Beitrag von Jens »

Ein Jahr nach der Absage steht Sölden 2007 nichts im Wege

Letztes Jahr machte der Regen Sölden einen Strich durch die Rechnung. Heuer ist "Schnee vom Start bis ins Ziel".

In einem Monat startet die alpine Weltcup-Saison 2007/08. Und ein Jahr nach der wetterbedingten Absage des Gletscher-Auftakts steht dem Saison-Opening in Sölden diesmal nichts im Wege.

Kein Vergleich zum Vorjahr

"Es schaut sehr gut aus. Wir haben Schnee vom Start bis ins Ziel, kein Vergleich zum Vorjahr. Dem Auftakt steht nichts im Wege", meinte Sölden-Pistenchef und ÖSV-Trainer Rainer Gstrein vor den Eröffnungs-Riesentorläufen der Damen (27. Oktober) und Herren (28. Oktober).

Vor rund zwei Wochen sind bis zu 80 cm Neuschnee im Streckenbereich gefallen, in den kommenden Tagen sollen noch einmal 30 bis 40 cm dazukommen. Geht es mit den kalten Temperaturen so weiter, dann können die Tiroler laut Gstrein ab 10. Oktober auch mit der Produktion von Maschinenschnee starten.

"Dazu haben wir entlang der Rennpiste eine neue Ringleitung, zusätzliche Rückhaltebecken und zusätzliche Schneekanonen montiert", erläutert Jakob Falkner von den Bergbahnen Sölden, "wir wollen auch gegen einen Föhneinbruch gewappnet sein.

20 Millionen Euro für neue Anlage

Einige warme Jahre sind in der langen Klimaentwicklung zwar nichts, aber Gedanken machen muss man sich trotzdem." Insgesamt 20 Millionen Euro wurden in die neue Anlage investiert.

Auch der kurzfristige Einbruch des Gletschers vor einer Woche war kein Problem. "Das haben wir sofort wieder mit Schnee zugeschoben. Nach einigen Stunden war alles wieder perfekt", bestätigt Gstrein.

2006 hatte Sölden vier Tage vor dem Auftaktrennen erstmals in der Geschichte abgesagt werden müssen. Wenig Schnee, anhaltendes Warmwetter und zum Drüberstreuen noch jede Menge Regen hatten der Weltcup-Strecke auf dem Rettenbachgletscher zu sehr zugesetzt.

Fan-Ansturm erwartet

2007 ist wieder alles anders. Und Sölden rechnet mit einem Fan-Ansturm Richtung Gletscher. "Durch die Absage im Vorjahr ist die Lust auf den Weltcup-Auftakt in Sölden bei vielen Leuten wahrscheinlich noch größer", glaubt Gstrein
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Tiefschnee muss gewalzt sein

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