Alpenländer investieren in mehr Komfort für Skifahrer

Medienberichte rund um den Wintersport: Aktuelle TV-Tipps, Presseartikel, Unfallmeldungen und Diskussionen zu Nachrichten aus der Alpinwelt.
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snowflat
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Alpenländer investieren in mehr Komfort für Skifahrer

Beitrag von snowflat »

Bericht über Galzigbahn, Ahornbahn und Co ...
Wintersport: Alpenländer investieren in mehr Komfort für Skifahrer
Riesenräder und exklusive Pistentaxis


Was Klimaforscher über die Zukunft der Alpen sagen, müsste Seilbahnbetreibern eigentlich große Angst machen. In etwa 100 Jahren könnte das Gebirge wegen des Temperaturanstieges nahezu frei von Gletschern sein, lautet eine der Prognosen. Auch die jährliche Schneemenge wird bis dahin kräftig zurückgehen, ergaben Berechnungen des Max-Planck-Instituts für Meteorologie in Hamburg. Auf die Investitionen in neue Seilbahnen und Pisten haben solche Vorhersagen bisher aber keine Auswirkungen: Auch zur Wintersaison 2006/07 erwarten die Skiläufer wieder etliche Neuheiten. Gigantische Gondeln und neue Technologien sind ebenso dabei wie Pistentaxis.

"Unser Investitionsvolumen liegt diesmal bei etwa 500 Millionen Euro", sagt Ingo Karl, Vorsitzender des Fachverbandes der Seilbahnen Österreichs in Wien. Damit liege man nur wenig unter dem Niveau des Vorjahres, als 523 Millionen Euro für neue Beschneiungsanlagen und Lifte ausgegeben wurden. Die Bedrohung durch den Klimawandel werde von der Branche sehr ernst genommen. "Aber in den letzten neun Jahren sind die Winter bei uns nicht wärmer geworden, sondern eher kälter", sagt Karl und verweist auf den sehr schneereichen Winter 2005/06.

Die wichtigsten Neuheiten in Österreich finden Skiläufer in Tirol. Rund 22 Millionen Euro werden allein für die neue Galzigbahn in St. Anton am Arlberg ausgegeben. "Das ist ein absolutes Novum in den Alpen", sagt Karl. Zu der Anlage gehört nach Angaben der Arlberger Bergbahnen unter anderem das weltweit längste und schwerste Förderseil, das bisher für Personenseilbahnen produziert wurde, es wiegt 120 Tonnen. Der Clou an der neuen Galzigbahn soll der Einstieg sein: Mit Hilfe von Riesenrädern werden die 28 Gondeln vom Niveau des Tragseils auf den Boden gebracht. "Das macht das Einsteigen viel bequemer, weil man nicht mehr mit Skiern in der Hand und in steifen Plastik-Skischuhen Treppen steigen muss", so Karl. Mit der neuen Bahn ist es möglich, dreimal so viel Skiläufer auf den Galzig zu befördern als bisher: etwa 2200 pro Stunde. Das ist zwar deutlich mehr, als die neue Ahornbahn in Mayrhofen im Zillertal bewältigen wird. Aber die hat auch nur zwei Gondeln - und was für welche: Jeweils 160 Skiläufer können einsteigen und in 6,5 Minuten vom Ortszentrum auf das 2000 Meter hohe Ahornplateau gebracht werden. Damit bekommt Mayrhofen die größten Seilbahngondeln, die jemals für das Gebiet der österreichischen Alpen gebaut worden sind. Vom Plateau aus geht es in einer 5,5 Kilometer langen Abfahrt zurück in den Ort. Die örtlichen Bergbahnen geben 18 Millionen Euro für die Erneuerung aus.

Auch in anderen Teilen der Alpen sollen die Wege in die Skigebiete schneller und komfortabler werden. So hat zum Beispiel die Südtiroler Region Dolomiti Superski im Sommer neun Lifte durch neue Anlagen ersetzt. Unter anderem in Alta Badia, Gröden/Seiser Alm und in Val di Fiemme/Obereggen wurden ältere Sessellifte gegen modernere Kuppel-Sessellifte oder Kabinenbahnen ausgetauscht. Im Pitztal in Tirol geht es derweil besonders hoch hinaus: In 2689 Metern über dem Meer entsteht eine Talstation für einen Sechser-Sessellift und eine Achter-Gondelbahn, die bis auf 3287 Meter führt.

In deutschen Skigebieten ändert sich ebenfalls einiges. So wird etwa am Fellhorn bei Oberstdorf die Sesselbahn-Endstation Schlappoldhöfle zur Zwischenstation gemacht: Insgesamt 94 Achter-Gondeln sollen künftig pro Stunde 2400 Fahrgäste zum 1770 Meter hoch gelegenen Schlappoldsee befördern. Bisher war ein Umsteigen in einen Schlepplift nötig. Eröffnung des 13,5-Millionen-Euro-Projektes soll im Dezember sein. Schon Anfang Oktober haben dagegen die vier neuen Doppeltriebwagen der Bayerischen Zugspitzbahn den Betrieb aufgenommen. 19 Kilometer lang ist ihr Weg von Garmisch-Partenkirchen zum Zugspitzplatt, pro Tag bringen sie bis zu 3000 Skiläufer in das Wintersportgebiet.

Auch die Schweiz modernisiert Anlagen und baut neue - insgesamt geben die Bergbahnbetreiber zur neuen Saison 200 Millionen Franken (125 Millionen Euro) aus, sagt Oliver Kerstholt von Schweiz Tourismus in Zürich. So bekommt Zermatt eine neue Gondelbahn von Furi auf den Riffelberg für bis zu 2400 Passagiere pro Stunde. In Flumserberg in der Ostschweiz entsteht die erste kuppelbare Achter-Sesselbahn des Landes, die bis zu 4000 Wintersportler in der Stunde nutzen sollen.
Quelle: Hamburger Abendblatt
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
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snowflat
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Beitrag von snowflat »

Tourismus: Millioneninvestitionen in Skigebiete

Tirols Skigebiete wollen ihren Kunden laufend mehr Komfort und Pistenspaß bieten. Dafür haben sie für die heurige Wintersaison wieder Millionen an Euro in Neuerungen investiert.

Nordkettenbahn sollte bald fertig sein
Seilbahnprojekt Nummer eins ist wohl die Innsbrucker Nordkettenbahn, die Mitte Dezember fertig sein soll. Zusammen mit der neuen Hungerburgbahn kommt das Projekt auf über 50 Millionen Euro Kosten.

Neu ist auch die Ahornbahn im Skigebiet Mayrhofen im Zillertal. Die größte Pendelbahn Österreichs hat 18 Millionen Euro gekostet. Eine Gondel bietet Platz für 160 Personen. In St. Anton am Arlberg fährt die neue Galzigbahn mit 28 Kabinen. Die Region Hochzillertal nimmt heuer eine Achter-Gondelbahn und einen Sessellift in Betrieb. Auch am Pitztaler Gletscher gibt es neue Gondel- und Sesselbahnen.

Arenacenter im Zillertal erweitert
Ebenso neu diesen Winter: Ein Parkdeck für die Olympiaregion Seefeld, sowie in Ischgl ein neues Restaurant auf der Idalp. Und im Zillertal in Gerlos wurde das Arenacenter um 1,5 Millionen Euro erweitert.

Investiert wurde in fast allen Tiroler Skigebieten außerdem in Sicherheit, Pisten, sowie in Beschneiung.
Quelle: ORF
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
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Investitionen der Tiroler Seilbahnwirtschaft für die Wintersaison 2006/2007

Insgesamt 270 Mio. Euro Investitionen! Spitzenwert des Vorjahres überschritten!

Für die Wintersaison 2006/2007 wurde heuer von der Tiroler Seilbahnwirtschaft mit rund 270 Mio. Euro die bisher höchste Investitionssumme getätigt; das waren um rund 15 Prozent mehr als 2005. Zum Vergeich: Im Jahr 2004 wurden rund 170 Millionen Euro, 2005 rund 235 Millionen Euro investiert. „Diese Investitionen dienen dem technischen Fortschritt, der Umweltfreundlichkeit und letztlich auch der Sicherheit der Gäste“, betont Dr. Helmut Lamprecht, Geschäftsführer der Fachgruppe der Seilbahner in der Wirtschaftskammer Tirol.

Von den 270 Mio. € entfielen rund 160 Mio. € auf Ersatzinvestitionen in die „Jahre gekommener“ Anlagen durch modernste Umlaufbahnen und Sesselbahnen, sowie auf 1 Ergänzungsanlage. Insgesamt war eine 60% höhere Investitionssumme als im Vorjahr (rd. 100 Mio. €) zu verzeichnen. Der Neubau der Galzigbahn in St. Anton und der Hungerburgbahn in Innsbruck waren dabei die herausragenden Projekte.

12 neue Bahnen, davon 1 Ergänzungsanlage und 1 Parallelbahn, nehmen im Winter 2006/2007 auf Tiroler Boden ihren Betrieb auf. Ein Doppelsessellift wurde ersatzlos stillgelegt bzw. abgetragen. Seit Jahren erweisen sich einerseits die 8er-Einseilumlaufbahnen mit 3 neuen Anlagen sowie andererseits die kuppelbaren 6er-Sesselbahnen mit 5 neuen Anlagen als „Renner“. Hinzu kommen noch: 1 Standseilbahn, 1 Doppelseil-Umlaufbahn („Funitel“) 1 kuppelbare 8er-Sesselbahn und 1 fix geklemmter 4er-Sessellift. Die größten Anlageninvestitionen waren in den Bezirken Imst, Innsbruck-Stadt, Kitzbühel, Landeck und Schwaz zu verzeichnen.

Die 12 neuen Bahnen (im Vorjahr 14 Bahnen) ersetzen insgesamt 11 alte Anlagen und zwar 6 Schlepplifte, eine Standseilbahn, 1 Pendelbahn, 1 3er-Sessellift, 1 Doppelsessellift und einen Einsessellift.

In den Ausbau der Schneeanlagen und deren Betriebssysteme wurden rund 55 Mio. € (2005: 44 Mio. €), damit um ein knappes Viertel mehr als 2005, investiert, um einen optimalen Winterstart und eine Schneegarantie für den Hochwinter zu gewährleisten. Dies war der bisherige Höchstwert in diesem Bereich, offensichtlich nach wie vor Ausfluss einer möglichen landesweiten Schneearmut wie z.B. zu Beginn des Winters 2004/2005, wo ohne Schneeanlagen die meisten Skigebiete Tirols erst Ende Jänner 2005 in Betrieb hätten gehen können. Heute kann kein Skigebiet ohne Schneeanlage im internationalen Konzert mitspielen; zumal an der Spitze der Erwartungen der Wintersportgäste eine perfekte Piste mit Schneegarantie steht. Erst danach folgen komfortable Beförderungsanlagen.

2006 wurden 16,5 Mio. € (2005: 17,2 Mio. €) in die Anschaffung umweltfreundlicher Pistengeräte investiert. Dieser Bereich verzeichnet pro Jahr eine relativ konstante Investitionssumme zwischen 16 und 17 Mio. €. Für die Rekultivierung der Skipiste wurden im laufenden Jahr 12,6 Mio. € (2005: 10,7 Mio. €) aufgewendet, rund 11% mehr als 2005.

Die Investitionen in die Gastronomiebetriebe der Tiroler Seilbahnunternehmungen sanken 2006 – nach dem außerordentlichen Investitionsjahr 2005 mit rd. 30 Mio. € - auf 10,2 Mio. €. Offensichtlich ist der „Nachholbedarf“ geringer geworden.

Die Investitionen in sonstige, mit der Seilbahnwirtschaft verbundenen Einrichtungen wie z.B. Kassensysteme, Bürogebäude, Personalunterkünfte, Parkgaragen, Parkplätze, Geschäftslokale, Energieversorgung, Kinderparks, Rodelbahnen, Lawinenschutz u.ä.m. sanken nach dem Ausnahmejahr 2005 wiederum stark und erreichten 2006 nur noch rd. 18 Mio. € (2005: rd. 35 Mio. €).

In den letzten 10 Jahren von 1997 bis 2006 investierten Tirols Seilbahnunternehmungen insgesamt über 2,1 Mrd. € in die Qualitätsverbesserung und konkurrenzfähige Absicherung ihrer Skigebiete. Diese Investitionen erfolgten auf nur rd. 0,6% der Landesfläche, welche ausschließlich in der vegetationslosen Zeit für die Ausübung des Wintersports im organisierten Skiraum benützt werden. In Tirol gibt es keine Branche, die auf so geringer Fläche in so hohem Maße für den Wohlstand des Landes und seiner Bevölkerung Sorge trägt; auf einer Fläche, die z.B. nur 1/11 (!!!) des Naturschutzgebietes Karwendel bzw. nur 1/40 der unter Schutz gestellten Landesfläche Tirols beträgt.

Mit ihren im Winter durchschnittlich 6.500, zu Spitzenzeiten über 8.600 sowie den ganzjährig 3.100 beschäftigten Mitarbeitern erzielt die Tiroler Seilbahnwirtschaft eine Wertschöpfung von jährlich rund 550 Mio. €. Die Seilbahnunternehmen sind daher ein maßgeblicher Wirtschaftsfaktor des Landes Tirol. Dies wird auch durch die vorhin aufgelisteten jährlich getätigten Investitionen, die großteils in Tirol verbleiben, unterstrichen. Dazu werden noch zusätzliche positive Effekte bei zahlreichen anderen Branchen ausgelöst.

In Tirol bestehen neben den großräumigen Skigebieten auch viele kleine und mittlere Gebiete, die – trotz Unterschiedlichkeit in Größe und Ausstattung – alle eine hohe Qualität und Sicherheit bieten. Sie besitzen sowohl für den Tourismus, besonders aber auch für die heimische Bevölkerung eine maßgebliche Funktion.

Tirol ist als Wintersportland erste Adresse; die Seilbahnunternehmungen stellen dabei die Basis für die Ausübung des Wintersports als auch den entscheidenden Faktor für die positive Entwicklung des Tiroler Wintertourismus dar.
Quelle: seilbahn.net
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