Der Schlepplift hat bald ausgedient

Medienberichte rund um den Wintersport: Aktuelle TV-Tipps, Presseartikel, Unfallmeldungen und Diskussionen zu Nachrichten aus der Alpinwelt.
Antworten
Benutzeravatar
miki
Chimborazo (6310m)
Beiträge: 6702
Registriert: 23.07.2002 - 14:21
Skitage 25/26: 0
Ski: ja
Snowboard: nein
Ort: Maribor, Slowenien
Hat sich bedankt: 2472 Mal
Danksagung erhalten: 1603 Mal

Der Schlepplift hat bald ausgedient

Beitrag von miki »

Der Schlepplift hat bald ausgedient

Die Kärntner Skigebietsbetreiber haben heuer 34 Millionen Euro in Pistenspaß und Komfort investiert: Sitzheizungen für Sessellifte sollen die Fahrt auf den Berg angenehmer machen, vergrößerte Speicherseen sichern den Wasserbedarf für die Schneekanonen.

In Heiligenblut, am Nassfeld und auf der Turrach wurden alte Schlepplifte durch Sesselbahnen ersetzt. Mittlerweile fast "Standard": Sitzheizungen.

Der Liftsessel fährt in die Station ein, dabei werden in die Sitzflächen eingearbeitete Gel-Einlagen elektrisch erhitzt. Statt auf dem Weg nach oben wegen Bewegungsmangel zu frieren, geht es aufgewärmt auf den Berg.

Am Nassfeld führt eine neue 6er-Sesselbahn auf die in 1919 Meter Seehöhe gelegene "Mössern-Madritsche". Sie ersetzt den Schlepplift, der die Skifahrer auf dem steilen Gelände relativ unbequem nach oben gebracht hat.

Die neue, 4,5 Millionen Euro teure Bahn wird 3.000 Passagiere pro Stunde auf den Berg befördern können. Geht es nach Arnold Pucher von den Bergbahnen Nassfeld, dann hat der Schlepplift bald ausgedient. Peter Matha hat den Experten für das Radio Kärnten Mittagsjournal interviewt.

"Die Zeit der Schlepplifte ist vorbei"

"Schlepplifte brauchen wir noch im Übungsgelände, wo Leute das Skifahren lernen - blutig anfangen, sozusagen, so wie wir alle das Skifahren erlernt haben. Der Alpinsport findet woanders statt - dort ist die Zeit der Schlepplifte ist vorbei."

"Auf den Rudnigsattel hinauf - er liegt zwischen Rosskofel und Trogkofel - gibt es noch zwei Schlepper. Wir sind mit den Grundbesitzern noch nicht ganz einig geworden, aber es wird der nächste Schritt sein, dass wir auch dort die Lücke schließen."

Am Mölltaler Gletscher und am Nassfeld will man den Skibetrieb mit größeren Speicherseen für Schneekanonen vom Schneefall unabhängig machen. Am Nassfeld wurde - wenige Meter von der neuen Sesselbahn entfernt - mittels künstlichem Damm ein See angelegt.

Allein auf dieser Seite des Nassfeldes sind 350.000 Kubikmeter Wasser gespeichert - das sei etwa ein Drittel von dem, was in einer Saison verbraucht wird, so Pucher.

Speicher-Minimum: 500.000 Kubikmeter

"Wir möchten 500.000 Kubikmeter Wasser am Berg gespeichert haben. Die Becken werden mit Bergbächen aufgefüllt. Wenn es richtig kalt wird, rinnt in diesen Bächen drei Tage später kein Wasser mehr - alles friert. Man kann dann vom Tal aus nachfüllen, aber nur 80 Sekundenliter - wir verblasen mit unserer Bergmaschinerie aber 900 Sekundenliter", sagte Arnold Pucher.
Quelle: ORF

Natürlich hat der liebe ORF wieder mal Blödsinn geschrieben: 'In Heiligenblut, am Nassfeld und auf der Turrach wurden alte Schlepplifte durch Sesselbahnen ersetzt' - wie bitte? Am Nassfeld schon, in Heiligenblut und auf der Turrach wurden hingegen alte ESL ersetzt. Aber was rege ich mich auf, ORF und fehlerfreier Bericht zum Thema Ski/Seilbahnen geht wohl nicht ... :evil:
Those who would give up essential liberty to purchase a little temporary safety, deserve neither liberty nor safety !
--------------------------------------------------------------------------------------
Skisaison 2025/26: aktuell 10 Skitage = 4 x Kitzsteinhorn, 2 x Mölltaler, 4 Berge, 1 x Obertauern, Zauchensee
↓ Mehr anzeigen... ↓

Benutzeravatar
Chasseral
Moderator a.D.
Beiträge: 5061
Registriert: 08.11.2003 - 23:40
Skitage 25/26: 0
Ski: nein
Snowboard: nein
Hat sich bedankt: 0
Danksagung erhalten: 54 Mal

Beitrag von Chasseral »

^^ Hast du schon mal fehlerfreie Medienberichte gesehen?? Ich nicht! ... Ach doch halt mal: Ich habe neulich im Handelsblatt einen nahezu fehlerfreien Bericht gelesen (Thema Stromnetzstörung Europa neulich Samstags)! Ich habe daraufhin sofort dem Verfasser per E-Mail gratuliert. Schliesslich war das fast ein Jahrhundertereignis, diese sachliche und weitgehend korrekte Darstellung. Der Verfasser hat sich auch prompt per Re-Mail bedankt und gefreut, weil Leserlob sehr selten sei. Na ja, ich denke mir halt, loben ist die bessere Alternative zum kritisieren. Vor allem macht es weniger Arbeit, weil es im dieser Branche so wenige Anlässe zum Loben gibt. :wink:
Winter 2012/13: 22 Skitage
6x Andorra, 1x Spanien, 12x Deutschland, 3x Österreich
Antworten

Zurück zu „Medienberichte“