Quelle: ORFDer Schlepplift hat bald ausgedient
Die Kärntner Skigebietsbetreiber haben heuer 34 Millionen Euro in Pistenspaß und Komfort investiert: Sitzheizungen für Sessellifte sollen die Fahrt auf den Berg angenehmer machen, vergrößerte Speicherseen sichern den Wasserbedarf für die Schneekanonen.
In Heiligenblut, am Nassfeld und auf der Turrach wurden alte Schlepplifte durch Sesselbahnen ersetzt. Mittlerweile fast "Standard": Sitzheizungen.
Der Liftsessel fährt in die Station ein, dabei werden in die Sitzflächen eingearbeitete Gel-Einlagen elektrisch erhitzt. Statt auf dem Weg nach oben wegen Bewegungsmangel zu frieren, geht es aufgewärmt auf den Berg.
Am Nassfeld führt eine neue 6er-Sesselbahn auf die in 1919 Meter Seehöhe gelegene "Mössern-Madritsche". Sie ersetzt den Schlepplift, der die Skifahrer auf dem steilen Gelände relativ unbequem nach oben gebracht hat.
Die neue, 4,5 Millionen Euro teure Bahn wird 3.000 Passagiere pro Stunde auf den Berg befördern können. Geht es nach Arnold Pucher von den Bergbahnen Nassfeld, dann hat der Schlepplift bald ausgedient. Peter Matha hat den Experten für das Radio Kärnten Mittagsjournal interviewt.
"Die Zeit der Schlepplifte ist vorbei"
"Schlepplifte brauchen wir noch im Übungsgelände, wo Leute das Skifahren lernen - blutig anfangen, sozusagen, so wie wir alle das Skifahren erlernt haben. Der Alpinsport findet woanders statt - dort ist die Zeit der Schlepplifte ist vorbei."
"Auf den Rudnigsattel hinauf - er liegt zwischen Rosskofel und Trogkofel - gibt es noch zwei Schlepper. Wir sind mit den Grundbesitzern noch nicht ganz einig geworden, aber es wird der nächste Schritt sein, dass wir auch dort die Lücke schließen."
Am Mölltaler Gletscher und am Nassfeld will man den Skibetrieb mit größeren Speicherseen für Schneekanonen vom Schneefall unabhängig machen. Am Nassfeld wurde - wenige Meter von der neuen Sesselbahn entfernt - mittels künstlichem Damm ein See angelegt.
Allein auf dieser Seite des Nassfeldes sind 350.000 Kubikmeter Wasser gespeichert - das sei etwa ein Drittel von dem, was in einer Saison verbraucht wird, so Pucher.
Speicher-Minimum: 500.000 Kubikmeter
"Wir möchten 500.000 Kubikmeter Wasser am Berg gespeichert haben. Die Becken werden mit Bergbächen aufgefüllt. Wenn es richtig kalt wird, rinnt in diesen Bächen drei Tage später kein Wasser mehr - alles friert. Man kann dann vom Tal aus nachfüllen, aber nur 80 Sekundenliter - wir verblasen mit unserer Bergmaschinerie aber 900 Sekundenliter", sagte Arnold Pucher.
Natürlich hat der liebe ORF wieder mal Blödsinn geschrieben: 'In Heiligenblut, am Nassfeld und auf der Turrach wurden alte Schlepplifte durch Sesselbahnen ersetzt' - wie bitte? Am Nassfeld schon, in Heiligenblut und auf der Turrach wurden hingegen alte ESL ersetzt. Aber was rege ich mich auf, ORF und fehlerfreier Bericht zum Thema Ski/Seilbahnen geht wohl nicht ...