Neues in Andermatt/​Sedrun – Nätschen/​Gütsch/​Oberalp

Infrastrukturelle Neuigkeiten aus der Schweiz
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benjamin
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Beitrag von benjamin »

Klar ist ja, wenn das Ferienresort von Sawiris gebaut wird, auch die Bergbahnen nachziehen müssen. In welcher Form, wird wohl noch offen sein. Wird das Resort gebaut, dann ist auch Geld für den Ausbau der Bahnen vorhanden. Zum einen könnte der Gewinn aus den Grundstückgewinnsteuern für den Ausbau der Bahnen eingesetzt werden, zum anderen hat Sami Sawiris klar gemacht, dass er den Bahnen in igendeiner Form beim Ausbau finanziell unterstützen wird. Zum Projekt von S. Sawiris vgl. mein thread unter medienberichte.

Ist das Projekt eines - wenigstens für europäischen Verhältnisse - gigantischen Ferienresorts (mind. 2000 Betten, schönster Golfplatz Europas, Hotels, Wohnungen, Villen - das alles auf 1 Mio. m2 Land) realistisch? Meines Erachtens gibt es darauf nur eine Antwort: Ja. Der Investor Samih Sawiris hat ja bereits einige grosse Ferienorte (El Gouna) und kleinere Resorts in der Wüste gebaut und damit bewiesen, dass er ein Mann der Tat ist. Und wenn man dem Investeor glauben will, erhält er bereits täglich mehrere Dutzend anfragen bezüglich Ferienwohnungen in Andermatt.

Michi: Die Erschliessung des Schwarzbachfirns wäre gar nicht so abwegig, wohl aber aus Umweltschutzgründen nicht möglich. Auf jeden Fall gibt es eine Studie aus den 70er Jahren für einen Gesamtausbau am Gemsstock -inkl. Erschliessung Schwarzbachfirn...

Übrigens träumt man auch in Sedrun vom gigantischen Ferienresort-projekt: Gemäss dem Leiter der Bergbahnen würde es das Projekt von Sawiris ermöglichen, weitere Ausbauten und vorallem auch eine Erweiterung des Skigebiets vorzunehmen - eine Vision, welche auch die Andermatter Gebiete haben, leiden doch m.E. alle Skigebiete in der Gotthard-Oberalp-Region unter dem demselben Problem: Sie sind zwar jedes für sich genommen sehr schön, sie sind jedoch als einzelnes Gebiet zu klein.

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Pilatus
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Beitrag von Pilatus »

Ja, aber Sawiris Projekte müssen erst mal verwirkicht werden. Ob das geschieht steht in den Sternen. Sobald man mit Bauen beginnt, ist die Ausgangslage anders. Naja, sieht ja bis jetzt nicht schlecht aus. Und falls nicht gebaut wird ist das Problem e Schnee von gestern. Dann wird es in Andermatt wenn ihr mich fragt e nicht so schnell Engpässe geben.
So oder so sollte man aber versuchen, in Zukunft näher mit Sedrun "zusammen zu rutschen".

Toll wäre es ja, wenn man das Gemsstock und Nätschengebiet zusammenbringen könnte (so alla DSB von der Schwarzen Talabfahrt (Gemsstock) zur Abfahrt vom Nätschen.) Aber das sind eben nur Träume :wink: .
Michael Meier
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Beitrag von Michael Meier »

Schaut gar nicht gut aus. Das Projekt beschneiungsteich wurde verschoben. Ebenfalls das Projekt Lutesee. 2009 Läuft die Konzession der DSB aus. Dann muss diese auch weg. An Ostern ist zudem die Umlenkrolle der Bergstation 2. Sektion gebrochen. Das Zugseil entgleist und schwer beschädigt worden. 2 tage lang wurde die Station notdürftig geflickt. Muss aber demnächst gewechselt werden. Das Seil ebenfalls. :(
benjamin
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Beitrag von benjamin »

Michael Meier hat geschrieben:An Ostern ist zudem die Umlenkrolle der Bergstation 2. Sektion gebrochen. Das Zugseil entgleist und schwer beschädigt worden. Muss aber demnächst gewechselt werden. Das Seil ebenfalls. :(
Michi: Täusche ich mich oder hat die 2. Sektion der Gemsstockbahn sehr viel häufiger technische Probleme als vergleichbare Pendelbahnen? Weshalb hat denn die 1. Sektion der Gemssockbahn keine vergleichbaren Probleme?

Weiss man schon was Bergbahnen planen, falls das Projekt von Sawiris verwirklicht wird?
Michael Meier
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Beitrag von Michael Meier »

Dass die Obere Bahn mehr steht als die untere hat meiner Ansicht nach verschiedene Gründe.
Als erstes mal ist sie viel Exponierter als die erste Sektion. Masten 4 steht ja zuoberst auf dem Grad. Vor Witterungseinflüssen schlecht geschützt. usw. Zweitens ist die Anlage eine Totgeburt. Seit 1963 wurde sie nie Fertig gebaut. Das Gipfelrestaurant fehlt wurde nie gebaut obwohl sich die Waffenfabrik Oerlikon als Sponsor engagieren wollte. Auch eine Stromversorgung der Bergstation gibt es nicht. Dementsprechend muss die Batterie der Bergstation den Tag über durch Solarzellen geladen werden. Das Licht kommt über einen Wechselrichter 48VDC auf 230V AC. Wirkungsgradmässig eine Katastrophe. Die Solaranlage veraltet und auch ständig der Witterung ausgesetzt. Es gibt keine Heizung. Bei Tagelangen Temperaturen gefrieren die Akkumulatoren in der Bergstation (Sind sehr viele und Grosse). Folge kein Strom, Defekte Akkus, usw. Über Nach wird die Bergstation mit der Batterieladung und Batterien der FUA über das Bergungsseil mit strom versorgt. Bei Betrieb geht das wegen der Seillageüberwachung nicht. Dementsprechend wird die Kabinenladung nur im Tag möglich sein. Was nie und nimmer reicht. Vor allem wenn auch da die Batterien gefrieren. Ein leidiges Thema. Die Bahn steht meistens weil die Steuerspannung zu Schwach ist. Sogenannter Sesialarm. Dann der Umbau. Wurden die Stützen übernommen. Die Spur ist dadurch viel zu schmal vorher 40er jetzt 80er auf der gleichen Spurweite. Immer wieder rammen die Kabinen bei Wind die Stützen. Das Schiebeperron wird auch immer wieder durch falsch platzierte Ski blockiert. Normal darf man nämlich mit gefülltem Perron nicht fahren. Der Platz ist aber zu klein. Daher währen der Fahrt füllen. Die Firmenleitung geht auch mehr nach der Pflästerlimethode vor. Es fehlt an allem. 3mach 1 Taktik ist Normalstatus. Als letztes ist diesen Winter der Technische Leiter der Gemsstockbahn vom Laufwerk abgestürzt und schwerst verletzt worden. Dementsprechend hat von Februar bis Mai kaum noch jemand die nötigsten Unterhaltsarbeiten erledigt. Darum ist auch das Seil in der Bergstation entgleist. Normal kontrolliert man 2mal pro Woche ob das Seil noch in der Einlage läuft. War nicht der Fall. Seil kam an Bordscheibe welche danach brach.
benjamin
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Beitrag von benjamin »

Urner Wochenblatt, 18.08.06

Skigebiet Gemsstock in Andermatt
Eine Vierer-Sesselbahn am Lutersee

Im Luterseegebiet soll eine neue Vierer-Sesselbahn den alten und steilen Schlepplift ersetzen. «Unser Ziel ist, dass im Sommer 2007 gebaut wird», sagt Peter Heinzer, Direktor der Andermatt Gotthard Sportbahnen (AGS). Konzessions- und Baugesuch für das 7,5-Millionen-Projekt sind eingereicht. Die definitive Finanzierung ist aber noch nicht unter Dach und Fach.
Die herrlichen Skipisten am Lutersee wären eigentlich eine Attraktion im Skigebiet Gemsstock. Doch der unbequeme und steile Schlepplift hält viele davon ab, diese zu befahren. Ein Sessellift könnte dieses Problem beheben, darüber ist man sich seit Längerem im Klaren. Doch die Finanzierung dieses Vorhabens war und ist keine einfache Angelegenheit.

7,5 Millionen Franken
Nun kommt Bewegung in die Bemühungen. Das Konzessions- und das Baugesuch für eine kuppelbare Vierer-Sesselbahn Gurschen–Lutersee als Ersatz für den Schlepplift ist eingereicht. Im «Urner Amtsblatt» vom 18. August ist das Auflage- und Einspracheverfahren hierzu ausgeschrieben. Läuft alles nach Plan, kann die Anlage bereits im kommenden Sommer gebaut werden. Noch nicht ganz gelöst ist die Finanzierung der budgetierten 7,5 Millionen Franken. Doch AGS-Direktor Peter Heinzer ist sehr zuversichtlich, dass eine Lösung gefunden wird, wie er sich gegenüber dem «Urner Wochenblatt» äusserte. Mit Opposition gegen das Projekt rechnet er nicht, da es sich hier lediglich um eine Ersatzanlage handle. Und bekanntlich sei ein Sessellift auch umweltfreundlicher als ein Schlepplift, weil die aufwändigen Trassearbeiten wegfallen.

Grosse Kapazitätssteigerung
Für das ganze Skigebiet sei der geplante Sessellift eine grosse Qualitätsverbesserung. Der alte und mühsame Schlepplift wird durch einen komfortablen Sessellift mit Windschutzhaube ersetzt. Durch das Wegfallen des Skilifttrasses ergeben sich auch neue Möglichkeiten der Pistenführung, ausserdem könnte die zweite Sektion der Luftseilbahn entlastet werden. Der neue Sessellift wird zu Beginn eine Kapazität von 1400 Personen pro Stunde haben. In einer zweiten Etappe kann die Bahn ohne baulichen Zusatzaufwand von 48 auf 69 Sessel erweitert werden, was eine Kapazität von 2000 Personen pro Stunde zur Folge hätte.
«Ideen für eine Attraktivitätssteigerung des Skigebietes hätten wir viele», sagt Peter Heinzer. Doch die finanziellen Möglichkeiten würden Grenzen setzen. So habe man die Variante, eine längere Sesselbahn am Lutersee zu erstellen, wieder fallen lassen. Dazu hätten nämlich neue Geländekammern erstellt werden müssen, um auch die Gletscherpiste befahren zu können. Dies wäre nochmals rund 3 Millionen Franken teurer gekommen.
benjamin
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Beitrag von benjamin »

Aufgrund der schlechten Erträge des letzten Jahres wird am Gemsstock der Skilift Lutersee vorläufig nicht durch eine 4er-KB ersetzt (vgl. Zeitungsartikel unten). Dies mag zwar auf den ersten Blick negativ sein, hat dennoch einen Vorteil: Geplant wäre nämlich der blosse Ersatz des Skilifts auf demselben Trasse durch eine 4er-Kb und nicht eine Verlängerung, wie dies in der Übersichtskarte eingezeichnet ist und ganz ursprünglich geplant war.

Mit der Verlängerung hätte am Lutersee neue Geländekammern erschlossen werden können, wobei allerdings der Bau der längeren Sesselbahn rund 3.5 Mio. Fr. mehr gekostet hätte. Aus finanziellen Gründen wurde allerdings auf die Verlängerung verzichtet. Mit dem Zuwarten besteht damit die Chance, dass infolge der verbesserten Finanzierungspersektiven durch das Sawiris-Projekt die längere Version verwirklicht wird.

Gemäss Geschäftsbericht prüft man ferner die Erweiterung der technischen Beschneiung am Gemsstock sowie die Errichtung der technischen Bescheiung am Nätschen/Gütsch. Im Sommer 07 soll auf der Gurschenalp ein Speichersee gebaut werden, am Gütsch ist auch ein See geplant.

Im Zusammenhang mit den Resort-Plänen (vgl. Thread unter Medienberichten) wird geprüft, den neuen Nätschen Sessellift bereits beim Bahnhof starten zu lassen, so dass die Tagestouristen direkt vom neuen Parking in das Skigebiet einsteigen können. Die Gäste des Sawiris Resort sollen vom Gebiet Eiboden durch "seilbahnähnliche Anlagen" (z.B. Monorail) zum Bahnhof transportiert werden.

Auf jeden Fall bin ich gespannt, was sich die Bergbahnen einfallen lassen, wenn das Resort mit über 3000 neuen Betten verwirklicht wird - klar genügen dann der Gemsstock oder der Nätschen nicht nur von den Anlagen her sondern auch vom Pistenangebot nicht mehr den Ansprüchen der Gäste.

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Urner Wochenblatt 25.11.06

Freude über den Start getrübt

Am 25. November kann der Wintersportfan am Gemsstock bereits seine ersten Schwünge in den Schnee ziehen. Die neue Saison beginnt jedoch mit einer schweren Last. 1 Million Franken fehlt in der laufenden Rechnung. Der Direktor hat aber bereits klare Vorstellungen, wie die Schuldenlast zu mindern ist.

Endlich ist es wieder so weit. Die Skier und Snowboards können aus dem Keller geholt und für den Winter vorbereitet werden. Heute Samstag beginnt am Gemsstock die Wintersaison. Die Vorbereitungen sind laut Direktor Peter Heinzer sehr gut verlaufen. Die Freude auf den ersten Wintersporttag ist gross. Die schlechte Schneesituation erlaubt den Andermatt Gotthard Sportbahnen jedoch nur einen kleinen Teil der Anlagen zu öffnen. Zu wenig Schnee liegt bisher am Gemsstock. Vorerst wird auf einer Piste auf dem Gurschen gefahren, die mit Kunstschnee präpariert werden konnte. Mit dem Saisonstart kommt beim Direktor der AGS, Peter Heinzer, aber nicht nur Freude auf.

«Man ist immer nervös»

«Anfangs Winter ist man immer nervös», sagt Peter Heinzer. «Speziell, wenn man mit solch einer Last beginnt.» Der Direktor spricht von der Million Franken, die in der Kasse der AGS fehlt, und vom vergleichsweise späten Saisonstart in diesem und letzten Jahr. Rund einen Monat Verzögerung musste die AGS in Kauf nehmen. «Die Natur hat uns einen Streich gespielt», sagt er. «Wir konnten nicht wie andere Jahre bereits Ende Oktober mit dem Betrieb beginnen.» Dies bedeutet weitere Verluste.

Auf Sesselbahn muss verzichtet werden

Mit rund 1,3 Millionen Franken Verlust des Geschäftsjahres 2005 weist die Bilanz eines der schlechtesten Ergebnisse der letzten Jahre auf. 1 Million davon muss auf die laufende Rechnung des kommenden Jahres übernommen werden. Ein Bleifuss, den man nicht so schnell wieder verliert. Gemäss Peter Heinzer ist der schlechte November des vergangenen Jahres ausschlaggebend für das hohe Defizit. Auch getätigte, für den Kunden nicht sichtbare, Investitionen drückten auf die Rechnung. Als weiteren Grund für die schlechte Bilanz gibt er die Mehrentschädigungen an die Matterhorn-Gotthard-Bahnen an. Mit der Tarifgemeinschaft Gotthard Oberalp Arena hat man sich dazu verpflichtet, den Geschäftspartnern Entschädigungen zu zahlen. Auf geplante Investitionen, die Sesselbahn am Lutersee zum Beispiel, muss bis auf Weiteres Verzichtet werden. «In einer Krise befinden wir uns aber nicht», so Peter Heinzer. Es habe schon schlimmere Jahre gegeben. «Mit dieser motivierten Geschäftsleitung und meinen Mitarbeitern können auch solche Momente gemeistert werden», gibt sich der Direktor kämpferisch.

Kostenbeteiligung für ganz Andermatt

Für die Zukunft hat Peter Heinzer verschiedene Ideen, wieder schwarze Zahlen zu schreiben. Laut Peter Heinzer müssten sich auch andere an den Auslagen der AGS beteiligen. So seien die Beschneiungsanlagen, die rund 450`000 Franken jährlich verschlingen, auch für Dritte von Nutzen. Er schlägt deshalb eine Kostenbeteiligung für die am Tourismus interessierten Kreise und Institutionen vor, die von dieser Infrastruktur profitieren. Entsprechende Ideen werden zurzeit geprüft.

Auch mit dem ägyptischen Investor Samih Sawiris wird geliebäugelt. Kontakte hätten bereits stattgefunden. Über genaue Zahlen will man aber nicht sprechen. Peter Heinzer ist überzeugt, dass Samih Sawiris die AGS und somit die Wintersportregion Andermatt unterstützen wird.

Am Samstag, 2. Dezember, findet die ordentliche Generalversammlung der Andermatt Gotthard Sportbahnen statt. Traktandiert ist unter anderem auch die Jahresrechnung 2005/06, und es stehen Neuwahlen an.

Harry Tresch




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Urner Wochenblatt: 22.11.06
benjamin
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Beitrag von benjamin »

Aus dem Tages-Anzeiger 02.12.06

(...) In Uri heisst es immer wieder, die Sportbahnen Andermatt Gotthard überlebten den zweiten schlechten Winter nach 2005/2006 nicht. Dennoch schöpft die Region Hoffnung. Samih Sawiris, der ägyptische Unternehmer, plant in Andermatt eine grosse Tourismusanlage. Er hat angedeutet, dass er den Bergbahnen allenfalls helfen könnte.

Bergbahn-Direktor Peter Heinzer sagt: «Wir sind bereit, auf Gespräche mit dem ägyptischen Investor einzusteigen.» Man habe einen Masterplan in der Schublade, der aufzeige, wo in den nächsten Jahren investiert werden soll: Ausbau der Zubringerbahnen, Neubau des Restaurants auf der Gurschenalp, zusätzliche Beschneiungsanlagen, neuer Erschliessungslift zum St.-Anna-Gletscher, Erweiterung der Station auf dem Gemsstock. Projekte für rund 60 Millionen sind skizziert. Neue Geländekammern will Peter Heinzer nicht erschliessen.

Die Bahnen haben bereits 7 Millionen Franken investiert. «Wenn sich Samih Sawiris an den geplanten Investitionen beteiligt, kommen wir viel schneller ans Ziel.» Sonst wird es Jahre dauern. Und Schneewolken kann Sawiris ohnehin nicht schicken. Die aber braucht es für einen richtig schönen Winter im Urserntal.
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Pilatus
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Beitrag von Pilatus »

Erschliessungslift zum St.-Anna-Gletscher
Jea, sowas habe ich mir schon immer gewünscht!
Neue Geländekammern will Peter Heinzer nicht erschliessen.
:(

benjamin
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Beitrag von benjamin »

Ja, ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sich die Gäste des Sawiris Resort nur auf den bestehenden Pisten tummeln sollen. Immerhin soll ja das Resort über 3000 Betten anbieten. Also wenn man z.B. annimmt, dass sich z.B. 2000 zusätzliche Personen auf der Sonnenpiste drängeln, dann könnten in Andermatt sehr bald einmal "Engelberger" Zustände herrschen, d.h. man steht nicht an den Anlagen, dafür an den Pisten an.
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Pilatus
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Beitrag von Pilatus »

Ja, dass kann ich mir auch nicht vorstellen. Aber wenn der Resort kommt, bleibt einem nichts anderes überig. Eine Erweiterung zwischen Serun und Andermatt wäre für das ganze Skigebiet Vorteilhaft.
Wombat
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Beitrag von Wombat »

@Pilatus
Stimmt. Aber wie, d. H. wo sollen die lifte durchgehen? Lawinengefahr!
Wäre es nicht realistischer Nätschen-Gemstock-Winterhorn miteinander zu verbinden?
Michael Meier
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Beitrag von Michael Meier »

Da wo jetzt schon die Militärseilbahn steht. Imoh hätte an den Skilift Grossboden damals schon wie geplant länger und weiter rechts gebaut währe das schon geschafft. Man hat aber umsverrecken den Lift in dieses Loch rein bauen müssen wo er schonn 2 mal von einer minilawine weggerissen wurde. Schön währe ein Gletscherlift auf dem Annagletscher sowie einer auf dem Schwarzbachfirn. Nette abwechslung. 2 kleine Bügellifte alla Dachsteingletscher.
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Mad Banana
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Beitrag von Mad Banana »

Obwohl ich die Investitionsgelüste des Herrn Sawiri unterstütze, stelle ich das ganze Projekt je länger je mehr in Frage. Ein Resort mit 3'000 Betten an einem abgelegenen Ort mit kleinem Skigebiet zu errichten ist etwa so, wie wenn ich einen Vergnügungspark in Interlaken hinstellen würde... So unter dem Motto "where the fuck is Andermatt?" :?
Was ist dann in 5 Jahren, wenn der Komplex sich nicht rentiert? Steht dann in Andermatt einfach eine Luxus-Unterkunft für die Armee? Oder reisst man die paar Häuser dann wieder ab? Oder zerlegt man die Häuser und baut sie z.B. in Laax wieder auf? Das wäre doch was! Vielleicht würde das von den Ausmassen gerade in Laax Murschetg auf den jetzigen Parkplatz passen...

Zudem finde ich die Aussage der Bergbahnen ziemlich mutig! Da liegt ein Masterplan über 60 Millionen CHF in der Schublade und man ist bereit, auf Gespräche mit Herrn Sawiri einzusteigen... sorry, aber das ist ja wohl eine ziemlich offensichtliche Anpumperei! Das grenzt doch irgendwie schon fast an Erpressung: wenn du in Andermatt investieren willst, dann musst du auch die Bergbahnen sanieren!
Oder anders formuliert: so eine Geschäftsleitung gehört entlassen! Man weiss noch nicht so genau, ob man einen zweiten schlechten Winter überlebt, weil das finanzielle Engpässe gibt. Aber statt sich auf das Tagesgeschäft zu konzentrieren und Massnahmen zu ergreifen um die Ertragslage zu verbessern kümmert man sich lieber um einen Masterplan welchen man alleine kaum finanzieren kann.

Fahrt nach Andermatt so lange man da noch Skifahren kann!
Das Leben ist eine sexuell übertragbare Krankheit mit hundertprozentiger Mortalität.
benjamin
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Beitrag von benjamin »

@mad Banana: Deine Äusserungen lassen sich durchaus nachvollziehen, wenn man das Resortprojekt von Sawiris als "Aussenstehender" betrachtet. Allerdings wenn man die Hintergründe etwas näher kennt, kommt man zu einem anderen Schluss (ich behaupte nicht, dass ich der "Experte" bin, aber ich habe verwandschaftliche Quellen in der Gegend und habe das Ganze verfolgt):

1) Sawiris hat immer gesagt, dass er nie an einen etablierten Orte gehen würde, da es dann für Ihn keine persönliche Herausforderung wäre. Auch möchte er eine Nische besetzen: Ein Ferienort entwickeln, der eine gewisse Grösse hat und alles bietet, aber eben nicht die extreme Grösse und Verstädterung anderer Ferienorte hat (Ziel: Davos oder Crans-Montana vor 30 Jahren).

2) Sein Konzept braucht ja viel Land - an einem etablierten Ort wäre dies viel zu teuer. So gesehen ist es fast schon eine Voraussetzung, dass man günstiges Land hat - die Wertsteigerung wird ja dann durch das Projekt ausgelöst. Diese Wertsteigerung fliesst ja dann in die Taschen des Resortbetreibers oder auch der Personen, welche zuerst Immobilien des Resorts kaufen. So haben diejenigen Personen, welche im Resort El Gouna zuerst Wohnungen kauften, einen relativ hohen Gewinn erwirtschaften können.

3) Sawiris hat sehr gute Beziehunegn zur Hotelketten, Tour Operators und zahlreichen Millionären.... Zudem hat er einen hervorragenden Ruf, mit dem Effekt, dass er bereits heute zahlreiche Anfragen für Immobilien hat.

4) Klar ist Andermatt nicht besonders gross - rechnet man jedoch das Gebiet Sedrun/Oberalp dazu, kommt man in der sog. Gotthard-Oberalp-Arena auf rund 120 km. Das Problem dieser Region ist allerdings eher, dass jedes einzelne Skigebiet für sich genommen sehr schön ist, aber eben zu klein ist, um selbst für einen Tag genügend Abwechslung zu bieten.

5) Dass die Bahnen von Sawiris Geld brauchen, liegt ja auf der Hand - sie wollen ja schnell wachsen.

Zur Gebietsdiskussion:

Eine Zusammenlegung Nätschen/Oberalp (Sedrun) muss doch einfach kommen - technisch wäre dies auch einfach zu verwirklichen. Auch umweltpolitisch, weil es im noch unerschlossenen Gebiet bereits eine Militärbahn hat. (Theoretisch könnte man auch die Erschliessung unterhalb eines Sattels am Pazolastock machen, wie dies im Bündner Richtplan enthalten ist - dies wäre jedoch umweltpolitisch heikler).

Ich staune sowieso, dass die Andermatter und Sedruner Bergbahnen nicht schon längst eine Fusion anstreben. Beide Bahnen weisen doch eine kritische Grösse auf. Eine Fusion würde nicht zuletzt eine Professionalisierung ermöglichen - wenn man z.B. den Verwaltungsrat der Andermatter Bahnen anschaut, so staunt man, dass kein Tourismusexperte drin sitzt - auch in anderen Skigebieten werden Verwaltungsräte leider immer noch politisch zusammengesetzt.

@Wombat: Die Verbindung wär trotz Lawinengefahr nicht so schwierig schau doch die neue Skigebietskarte von der Gotthard-Oberalp-Arena an...

@Michi: Meinst Du das mit dem Schwarzbachfrin ironisch? (Zur Info: Schwarzbachfirn ist auf der Gemsstocksüdseite - wäre der Gemsstock in den 1970er Jahren voll ausgebaut worden, hätte man u.a. den Schwarzbachfirn neu erschlossen).
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Beitrag von Pilatus »

Schwarzbachfirn ist auf der Gemsstocksüdseite - wäre der Gemsstock in den 1970er Jahren voll ausgebaut worden, hätte man u.a. den Schwarzbachfirn neu erschlossen
Also dort gab es schon konkrete Pläne für eine Gebietserweiterung? *mehrhörenwill*
Michael Meier
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Beitrag von Michael Meier »

Nein. Der Hang hinten am Gemsstock runter ist extrem schön und wird sehr viel befahren. Allerdings ist eine Rückkehr aus dem Unteralptal vor allem bei Neuschnee wenn noch nichts gespurt ist, sehr mühsam. Hier hätte es genügens Platz relativ Lawinensicher einen Hang zu erschliessen. So dass man auch ohne Gegenanstieg ins Guspistal kommt. :D

Das Beste für die AGS währe eine Insolvenz. Insider können ja mal in Fiesch nachfragen. :wink:

benjamin
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Beitrag von benjamin »

*[/quote]Also dort gab es schon konkrete Pläne für eine Gebietserweiterung? *mehrhörenwill*[/quote]

Details kenne ich auch nicht - insbesondere wie konkret denn die damaligen Pläne effektiv waren. Als man in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre sich (endlich!) an den Ausbau bzw. Umbau der Gemsstockbahn "wagte", wurde auch auf diese existierenden Pläne aus den 1970er Jahren verwiesen. Der sanfte Ausbau der Gemsstockbahn in den Jahren 1989 bzw. 1990 wurde u.a. damit begründet, dass man den Skifahrern ein Gebiet bieten möchte, wo man sich noch einigermassen alleine fühlt - dies wäre bei einem Gesamtausbau nicht mehr der Fall, hiess es. Das Szenario eines Gesamtausbaus wurde denn auch bei der Vorstellung verschiedener Ausbauvarianten eher als als "Abschreckung" gebraucht.

Auf jeden Fall kannst Du in in einem Geschäftsbericht der Gemsstockbahn (ungefähr 1988 oder 1989) nachlesen, was denn überhaupt für Ausbauoptionen am Gemsstock bestanden hatten. Wie gesagt, wurde in den 1970er Jahren ein Konzept für einen Gesamtausbau entwickelt, der auch die Erschliessung der Gemsstocksüdseite inkl. Schwarzbachfirn enthielt. Leider habe ich die Zeitungsartikel darüber nicht mehr. Über mögliche Ausbauvariaten wurde nämlich in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre in den Zeitungen berichtet, weil man sich einerseits immer mehr an den damaligen 40er-Mini-Gondeln der Gemsstockbahn nervte (Autobahn brachte neue Gäste), andererseits sich der Neubau von Hotels abezeichneten (daraus wurde dann allerdings nicht, insbesondere die Bellevue-Palace AG ging bankrott, andere kleinere Projekte wurden nicht verwirklicht). Schon zu diesem Zeitpunkt forderte übrigens der neue Kurdirektor die Zusammenlegung vom Nätschen mit Sedrun.
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Beitrag von Pilatus »

^^ Tja, hätten sie es bloss getan. Aber ich denke (und hoffe) dass man früher oder später nicht mehr daran herum kommt. Denn Andermatt und Sedrun gehören vom Gelände und der Landschaft her zu den schönsten/besten Skigebieten der Schweiz (finde ich). Nur fehlts halt an zusammenhängenden Bahnen und Pisten (in Sedrun weniger schlimm als in Andermatt).
Deshalb hoffe ich auch, dass Sawiris Projekt verwirklicht wird. Denn nur dann sehe ich eine Chance dass sich das bessert.

Die Situation sähe nämlich ganz anders aus wenn:

- Eine Gondelbahn von Sawiris Resort mit Mittelstation am Dorfrand Andermatts auf den Nätschen.

- Die DSB könnte man als Berg-Tal-Berg Bahn verwenden und mit ihr die Verbindung der Skigebiete Gemsstock-Nätschen sicherstellen. Eine "Abfahrtsroute" ins Dorf von der Gurschen-Talabfahrt gibt es schon, man müsste noch eine Abzweigung bei der Piste vom Nätschen runter bauen.

- Verbindung Nätschen-Oberalp mit ca. 2-3 Anlagen

Später würde ich eine Anlage für Wiederholungsfahrten auf der Sonnenpiste bauen. Ein Ersatz des Skilifts Lutersee halte ich im Moment für Geldverschwendung.
frorider
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Beitrag von frorider »

Wie meinst du das genau mit der Verbindung Gemsstock-Nätschen?

Was die Erschliessung des Schwarzbachfirn/Guspis angeht: Das ist ja wohl die dümmste Idee die es gibt. Ich und meine Kollegen gehen in Andermatt Skifahren, weils dort viele Varianten fürs Freeriden gibt. Andermatt ist immer noch ein Paradegebiet fürs Freeriden (davon zeugen wohl die ganzen Skandis die jedes Jahr kommen) und das soll es auch bleiben.
St.Anna-Lift würde ich jedoch sinnvoll finden, weil die Wartezeiten in der Mittelstation an sonnigen Nachmittagen einfach zu lang sind.
Zudem könnte man bei einem Sessellift St.Anna-Gemsstock vielleicht auch im Frühsommer Skifahren, aber das wird eh ein Traum bleiben, weil dieses Geschäft eh nicht rentiert.
Sessellift Lutersee (Gemsstock): Finde ich eine gute Investition, aber nicht eine mit priorität. Würde besser finden, wenn man die Klapperbahn am Gurschen durch eine 4er-SB ersetzen würde da: diese Bahn am frühsten (Vorsaison) betrieben wird, jeder der die Gletscherpiste fährt diese Bahn benutzen muss und vorrallem dass der Snowpark mal anständig viel befahren werden kann an einem Tag.


Verbingung Nätschen-Oberalp: Muss irgendwann kommen. 2 Skilifte oder so, würde ich realistisch finden.
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Beitrag von Pilatus »

Naja, ich weiss nicht obs genau so gehen würde, vielleicht bräuchte man eine leicht andere Trasse etc. Aber machbar ist es meiner Meinung nach schon.

Rot=DSB
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Beitrag von Michael Meier »

Wie schon gesagt, es geht darum, wo man erweitern könnte wenn Sawiris Projekt kommt. Dann kannst dein Freeride an den Hut stecken. Wobei ich hoffe dass es nie soweit kommt. Ich mag das Gebiet so wie es ist.
Projekt war mal eine Pendelbahn von der ersten Kurve Oberalpstrasse bis rüber zur talabfahrt. Luftlinie etwa 500m. Stützelos mit einer Kabine und einem Tragseil. Vielleicht so 15er Gondeln oder sowas. Weiter ein Projekt war eine PB von Ölberg auf das Chastelhorn. Auch wirklich ein Witz.
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Beitrag von Wombat »

Bei der Wahl der Verbindung ist auch das Konzept wichtig. Will man das Jeder vom Nätschen zur Gurschen Alp und zurück kommt, oder nur bessere Skifahrer. Bei den Varianten die ich eingezeichnet habe, müsste man für wenig geübte Skifahrer nämlich Skiwege bauen. Variante Blau hat noch den Nachteil das sie mit der Bahn mehr in Konflikt kommt als die Rote.
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Beitrag von Pilatus »

Wieso so kompliziert? Das ganze ginge ja viel einfacher. Und mit viel kleineren eingriffen in die Landschaft. Meine Variante wäre praktisch nicht sichtbar.

Man ersetzt die DSB Andermatt-Nätschen durch eine Gondelbahn. Die abgebaute DSB verwendet man als Occasion und baut damit eine Berg-Tal-Bergbahn. Man fährt mit den Skis statt wie bisher ins Dort runter zum Fluss. Dort bringt einem die DSB zur schon bestehenden Talabfahrt vom Gurschen. Auf auf der fährt man dann bis zur Talstation der Gemsstockbahn. Ungekehrt: Man kommt von der Mittelstation Gurschen runter und fährt ebenfalls zur Mittelstation der DSB unten am Fluss. Die Bahn bringt einem über das MGB-Geleise. Man fährt auf der bestehenden Talabfahrt zur Station der Gondelbahn. Und die Verbindung ist fertig.
Und meiner Meinung nach mit minimalem Aufwand das Bestmögliche herausgeholt.
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Beitrag von Wombat »

Pilatus hat geschrieben:Wieso so kompliziert?
Ich will eben nicht den Umweg übers Tal machen. Ausser dem sind mit meiner Idee, neue Pisten für gute bis sehr gute Skifahrer möglich.

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