Mit Xaver Hoffmann: Sprünge, Spins und Superpipes

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snowflat
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Mit Xaver Hoffmann: Sprünge, Spins und Superpipes

Beitrag von snowflat »

TIPPS FÜR SNOWBOARDER
Sprünge, Spins und Superpipes


Von Stephan Orth

Von den spektakulärsten Rails zu den höchsten Kickern: SPIEGEL ONLINE stellt mit Profi-Fahrer Xaver Hoffmann die schönsten Snowboard-Gebiete Europas vor - und übersetzt die Geheimsprache der Freestyler und Halfpipe-Akrobaten.

Hamburg - Xaver Hoffmann hat viel vor in diesem Winter. Bei fast sämtlichen großen Snowboard-Events der Saison wird der Münchner ins seinem elften Jahr als Profi dabei sein. Trotz Weltcupvorbereitung fand Hoffmann aber noch Zeit, SPIEGEL ONLINE seine Lieblingspisten für die nächsten Monate zu verraten.

Für den Vize-Gesamtweltcupsieger der vergangenen Saison beginnt die Saison in Garmisch: "Mein Tipp vor und um Weihnachten ist die Zugspitze", sagt Hoffmann zu SPIEGEL ONLINE. Vor allem die günstige Lage des Snowparks auf dem Zugspitzplatt hebt er hervor. "Da kann man auch mal für ein Wochenende hinfahren." Auch die benachbarten Gebiete Lermoos und Ehrwald sind laut Hoffmann einen Abstecher wert und besonders gut für ungefährliche Freeride-Abfahrten im Wald geeignet.

Im Januar und Februar empfiehlt er Österreich: "Die Arlberg-Region hat nicht nur Milliarden von Pistenkilometern, sondern mit dem Silvretta Nova auch einen der besten Snowparks in Europa", sagt Hoffmann. Besonders lohne es sich, vom Lift aus noch ein paar Minuten zu laufen, um dann unbearbeitete Powder-Pisten für sich allein zu haben.

"Natürlich kann man auch mit Helikopter oder Skidoo in solche Gegenden gelangen, aber so ein kleiner Spaziergang ist nicht so aufwendig und teuer - und trotzdem genauso effektiv, um den Pelz tragenden Ladys auf den befestigten Pisten zu entkommen." Das ist natürlich nichts für Anfänger. "Mit den Liften kommt man heute schnell ins Hochalpine, da sollte man schon Erfahrung und eine Lawinenausrüstung haben."

Im Frühjahr, wenn der Schnee etwas weicher wird, fährt Hoffmann am liebsten in Laax. "Im Snowboardhotel Rider's Palace mit 24-Stunden-Bar kann man als Boarder sicher sein, dass man Leute auf der gleichen Wellenlänge trifft", sagt der fünffache Deutsche Halfpipe-Meister. "Laax hat einen der am besten gepflegten Parks und eine der wenigen Superpipes, die noch stehen."

Zum Saisonausklang im Mai darf es dann etwas ruhiger sein, etwa im Kaunertal in Österreich mit hundertprozentiger Schneesicherheit auf dem Gletscher. "Da gibt's zwei richtig schöne Kicker, und abends schläft man draußen am Feuer ein". Viele der Größen der Snowboard-Szene lassen hier laut Hoffmann friedlich die Saison ausklingen.

Ob Profi oder Anfänger, ob Snowpark- oder Tiefschneefreund - die folgenden neun Gebiete empfiehlt SPIEGEL ONLINE für diesen Winter:

Laax/Flims/Falera, Schweiz:
Für viele Snowboarder ist Laax schon seit Jahren das Urlaubsziel schlechthin. Hier steht mit der "Next Level Monster Pipe" eine der größten Halfpipes der Welt, und vom Funpark bis zur Tiefschneepiste gibt es alles, was fortgeschrittenen Snowboardern die Freudentränen unter die Markensonnenbrille treibt. Im Trend sind auch die Clubs, deren DJ-Aufgebot ähnlich international ist wie das Teilnehmerfeld der jährlichen Burton European Open (20. bis 28. Januar). Freeride-Begeisterte haben mit dem Cassons sogar einen Berg für sich allein.

Saas Fee, Schweiz:
Der Bergkessel, in dem Saas Fee direkt an den Pisten liegt, bietet im Winter Schneegarantie und im Sommer einen ganzjährig geöffneten Funpark auf dem Allalin-Gletscher. Hinauf führt die welthöchste unterirdische Standseilbahn "Metro Alpin". Bei Snowboardern beliebt ist auch die Trend-Bar "Popcorn", wo nach dem Finale der Snowpark-Tour im März auch der ein oder andere Neu-Star sein Feierabend-Bier schlürfen wird.

Arosa, Schweiz:
Ist die Snowpark-Tour eher etwas für aufstrebende Nachwuchsfahrer, kommen zur FIS Snowboard-Weltmeisterschaft (14. bis 20. Januar) die internationalen Top-Boarder. Beide Events finden erstmals in der Schweiz statt, und speziell Arosa in Graubünden dürfte mit der WM in der Gunst der Brettlfahrer einen ziemlichen Sprung nach oben machen. Zum Funpark in Tschuggen gesellt sich diesen Winter eine weltcuptaugliche Halfpipe.

Montafon, Österreich:
Der Sajas Nova Snowpark an der Silvretta Nova gilt als einer der Top-Spielplätze für Boarder dank großer Auswahl an Rails und Kickern. Das Parkdesign wurde für diesen Winter noch einmal überarbeitet, und täglich pflegt ein vierköpfiges "Shapeteam" die Pisten. In einem eigenen Anfängerbereich können Neulinge ihre ersten Spins und Grinds wagen - wer dabei zu oft auf Nase oder Gesäß landet, freut sich über Liegestühle und entspannte Musik in der Chill Out Area.

Sölden, Österreich:
Das Après-Ski-Angebot in Österreichs Party-Hochburg ist berühmt-berüchtigt: So mancher soll es am nächsten Tag nicht auf die Piste geschafft haben. Die Hindernisse des Giggi-Boarders-Park sind aber auch nichts für schmerzgeplagte Schädel, ebenso wenig die anspruchsvollen Freeride-Pisten. Wenn es deshalb nach all dem Getrickse auch mal eine schöne Aussicht sein soll, bietet die Big3-Rallye auf insgesamt 50 Kilometern gleich dreifach den Rundum-Panoramablick von Dreitausender-Gipfeln.

Mayrhofen, Österreich:
Einer der beliebtesten Snowparks in Österreich ist der Burton Park mit insgesamt 34 Hindernissen. Die Parcours in drei Schwierigkeitsstufen halten für Anfänger und Profis Herausforderungen bereit, für die richtige Stimmung sorgt Musikbeschallung aus den Lautsprechern. Danach lockt an den Liften und im Tal ein reichhaltiges Après-Ski-Angebot.

Les Trois Vallées, Frankreich:
In einem der größten Wintersport-Gebiete der Welt sprechen die Zahlen für sich: Insgesamt 650 Kilometer Piste und 204 Lifte und Bahnen, viele der Abfahrten erstrecken sich über 1000 Höhenmeter und mehr, speziell für Boarder gibt es sieben Funparks, drei Halfpipes und vier Boarder-Cross-Abfahrten. In Val Thorens wird zur Boarderweek im Dezember für eine Woche traditionell der Ausnahmezustand ausgerufen. Zwei der Snowparks sind in Méribel - der sieben Hektar große "Les Plattières" ist dabei besonders anfängertauglich, im ganzjährig geöffneten "Moonpark" treffen sich die erfahrenen Fahrer.

Les Arcs, Frankreich:
Für Boarder-Spaß sorgt hier der Apocalypse Park mit drei Abfahrten verschiedener Schwierigkeitsstufen und diversen Rails. Die wahren Genießer begeben sich aber auf die Pulverschnee-Pisten, etwa am Grand Col - die dortigen Powder-Wände sind ein beliebtes Motiv für Foto-Shootings. Am 3226 Meter hohen Aiguille Rouge warten attraktive Buckelpisten und eine sieben Kilometer lange Abfahrt.

Zugspitze, Deutschland:
Hierzulande ist die Auswahl kleiner als in den Nachbarländern, doch das Zugspitzplatt konnte sich mit einem großflächigen Funpark und 140 Meter langer Halfpipe als angesagter Boarder-Treffpunkt etablieren. Auch im Sommer ist der Spielplatz geöffnet - Besucher des GAP 1328 Sommercamp können ihre Muskeln nach all den anstrengenden Spins und Flips mit einem Bad im Eibsee entspannen.
Quelle: SpiegelOnline
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!

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Beitrag von 720° »

der Spiegel weiss mal wieder mehr. Seit wann gibt es denn auf der Zugspitze wieder eine Halfpipe und ein Summercamp?
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