Sölden vom 8.12 bis 10.12.2006/Neuschnee und Enttäuschung

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Oscar
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Sölden vom 8.12 bis 10.12.2006/Neuschnee und Enttäuschung

Beitrag von Oscar »

Nachdem alpenfreak und ich bei herrlichstem Sonnennschein und unglaublichen 20°C in Lindau losgefahren sind haben wir uns nicht allzuviel Hoffnung gemacht auf ein gutes Skierlebnis. Auf dem Weg ist das Wetter total umgeschlagen in heftigsten Sturm und Regen, das fahren wurde im Ötztal zu einem Kampf mit dem Seitenwind.

Naja nachdem wir angekommen waren und das Hotel in strömenden Regen gefunden hatten wurde uns gesagt, dass der Parkplatz auf der anderen Strassenseite bei der Brücke ist, wären 20m, weiss nicht wie in Österreich Wege gemessen werden, es waren minimum 200m.

Ok alles grün und Regen, das kann ja toll werden.

Am nächsten Morgen zunächst das gleiche Bild, doch nach dem Frühstück, war auf einmal alles weiss:
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Also rein in die Skiklamotten und los, der Skibus hält ja beim Haus. Leider sind die Söldener Skibusse nicht so wie man Bussysteme kennt, sie halten einfach nicht an den Haltestellen und nehmen einen nicht mit. Was für einen Skiort, der sich zu den grossen zählen will, absolut unhaltbar ist, wenn 100 Leute an der Haltestelle stehen und 3 in Worten DREI leere Busse und zwei volle Busse vorbeifahren. Außerdem hält Sölden es nicht für nötig, den Skibus mit in den Skipass einzuschließen, sodass pro fahrt und Person 4,70 Euro fällig sind, definitiv ein MegaMinuspunkt, den ich nicht akzeptabel finde egal wie die Begründung lautet, denn der Skipass kostet immerhin 40,50Euro!!!!!!!! Pro Tag, für mich eine Unverschämtheit bei dem Bussystem und diesem Skipasspreis.

Insgesamt lässt die Freundlichkeit des Personals extremst zu wünschen übrig, egal ob Restaurant, Kasse, Bus oder sonst was, zumal das Essen im Restaurant Tiefenbach, mit zu dem schlechtesten gehört was ich in Skigebieten vorgesetzt bekam.

Wir haben eine andere Lösung gefunden und zwei Darmstädtern bei der Schneekettenmontage geholfen und dafür eine Bergfahrt im BMW compakt bekommen, noch mal Danke an die beiden.

Nachdem wir auf Umwegen auch Tickets bekommen haben gings los 50cm Neuschnee leider schlechte Sicht aber ein Mega-Tag, aufgrund des sehr starken Schneefall müssen wir gestehen am Samstag keine Bilder gemacht zu haben, ausser Morgens nach dem Frühstück s.o.

Fazit Samstag: sprotlich gut, für das Wetter kann niemand was, aber Tourismus-Infrastucktur einfach nur Negativ! Bisher hatte ich Sölden immer für ein gutes Mittelklassegebiet gehalten, was es sportlich definitiv ist, leider hatten sie hier auch wenig Schnee aber das ist nicht Söldens schuld, aber das ganze drumherum war enttäuschend, mit den sogenannten grossen Gebieten kann Sölden nach meinen Erfahrungen definitiv nicht mithalten.

Sonntag: Die Giggijochbahn soll nach Stand Samstag - Abend am morgen den Betrieb aufnehmen, sodass wir nicht auf das mangelhafte Skibussystem angewiesen sind, wir gehen erstmal zum Apres-ski und hoffen, dass die Bahn wirklich fährt.

Der Schneefall hatte über Nacht angedauert:
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Bild

So war es dann auch nachdem wir unser Zeugs in das Auto gepackt hatten und am Giggijochparkhaus einen Parkplatz fanden. Hinein in die Bahn und rauf aufs Giggijoch. Die Pisten waren noch wenig befahren und so in einem für die Schneelage gutem Zustand. Die Bullys arbeiteten heftig dran.

Nachdem es am Giggijoch voll wurde zog es und zum Gletscher, doch die Verbindungspiste war mehr als mangelhaft, gar gefährlich durch grosse Felssstücke unter einer hachdünnen Schneedecke. Kratzen und knirschen unter den Skiern waren hier noch die geringsten Probleme.

Am Gletscher dann gutes Wetter und Top-Bedingungen, ...
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...doch der Apresski vom Vortag hatte uns etwas weiche Beine verschafft sodass wir eine längere Mittagpause einlegten und nach einer weiteren Gletscherrunde wieder zurück Richtung Giggijoch fuhren. Hier dann die Vollenttäuschung, es war nicht mehr möglich ohne die Kanten und Skier zu ruinieren zur Giggijochbahn zu gelangen.
Es war sicherlich guter Wille seitens der Pistenchefs, jedoch völliger Unfug die Pisten am Giggijoch zu öffnen, da hier nicht nur Materialschäden passierten sondern auch der Rettungsschlitten oft ausrücken musste. Für Anfänger und ungeübte waren die Pisten mit sehr hohem Verletzungsrisiko. Wenn der Schnee halt nicht reicht, dann müssen die Pisten eben zu bleiben! Ein Seilbahnmitarbeiter sagte auf eine Anmerkung von uns nur: wir hätten keine Ahnung, es wäre alles OK ausserdem müssten wir ja nicht nach Sölden, wenn es uns da nicht gefallen würde, zumal die Bemerkung eher als lockerer Spruch und auch als Hinweis gedacht war. Seine Reaktion war ziemlich Arm!!! Passt aber zum grossteil des anderen Söldener Personals, die auch nicht gerade auf einer Schule waren, wo man den Umgang mit Kunden beigebracht bekommen hat, leider.

Am Abend fuhren wir ins Pitztal weiter, suchten uns einen kleinen Gasthof, in dem wir mit einem Seilbahnangestellten ins Gespräch kamen, er war entsetzt über unsere Erzählungen. Soll dir, Yeti01, einen Gruss von ihm ausrichten, den du aber per PN oder SMS noch genau bekommst, weil ich seinen Namen hier nicht in der Öffentlichkeit nennen möchte ohne ihn gefragt zu haben.


Gesamtfazit:
Hier müssen wir unterscheiden zwischen Sölden als Tourismusort und Sölden als Skigebiet

Sölden als Ort:
Durchschnittlicher Ort, mit oft recht unfreundlichem Personal, wie oben gesagt, und ziemlich überteuert für das was geboten wird. Insgesamt nicht überzeugend.
Wertung: 2 von 6

Sölden als Skigebiet:
Vom Gebiet her ok, zumal Sonntag Giggijoch 5 Lifte aufgemacht haben (das obwohl es erst einen Tag Schnee gegeben hat, diese Bemühungen finde ich sehr lobenswert, allerdings hat der Schnee nicht gereicht, leider!). Lifte selbst ok aber auch nicht gerade das modernste bis auf wenige Ausnahmen, aber insgesamt akzeptabel. Indiskutabel der Skibus und damit Skipasspreis, da bekomme ich meiner Meinung nach für das gleiche oder weniger Geld in Ischgl, Serfaus oder am Arlberg mehr geboten.
Wertung: 4von 6

weitere Bilder:
Schwarze Schneidbahn:
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Tiefenbachbahn:
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Schirmbar am Rettenbachparkplatz:
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gute Stimmung da war ok ;)

Schlepper Seiterjöchl:
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So das wars in Sölden es geht Talauswärts:
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Das nächste Ziel mit der Hoffnung, dass es besser wird:
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Didi
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Beitrag von Didi »

Das hört sich ja nicht gerade einladend an... :roll:
-Aber vielen Dank für den aufschlussreichen Bericht und die schönen Bilder vom Gletscher!
doch die Verbindungspiste war mehr als mangelhaft, gar gefährlich durch grosse Felssstücke unter einer hachdünnen Schneedecke
Habt ihr da auch Bilder von?
MfG Didi
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snowflat
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Beitrag von snowflat »

Als ich letzten November in Sölden war, habe ich mir die Sache mit dem Skibus auch geschenkt. Zum einen wie Du sagst eine Frechheit, extra zu zahlen wenn man einen Skipass hat und zum anderen waren auch bei mir die Busse bereits brechend voll wenn sie an der Haltestelle waren. Da bin ich lieber jeden Tag mit dem Auto zum Gletscher gefahren, macht auch Bock die Gletscherstraße rauf- und runterzuheizen :D .

Wo habt Ihr denn gewohnt?

PS: So vom Hocker hat mich Sölden als Ort auch nicht gerissen, aber war ja auch Vorsaison ... vielleicht ist es in der Hochsaison auch etwas anders ...
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Beitrag von xMSx »

Ging es au scho unten zu fahren? Wenn ja wie waren die Verhältnisse?
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Oscar
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Beitrag von Oscar »

Talabfahrten gingen gar nicht, da die Verhältnisse wie oben beschrieben schon am Giggijoch untragbar waren.

@Didi, die Bilder der Steine auf der Piste kommen noch wenn sie an Sölden geschickt sind und ich ein neues paar Ski gekauft hab oder zumindest einen neuen Belag habe
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Downhill
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Beitrag von Downhill »

Hmm, das mit Giggijoch klingt nach einer Öffnung mit der Brechstange.

Immer wieder schade, manche Gebiete kapieren es einfach nicht, dass sie sich mit solchen Aktionen mehr schaden als nützen :roll:

War denn da kein Kunstschnee drunter? Das liegt doch alles auf über 2000 m...
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Oscar
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Beitrag von Oscar »

Da waren nur Steine und Erde drunter sonst nix, die Eröfnung mit der Brechstange wars definitiv, aber da von einer Good-will aktion zu sprechen finde ich den Hammer warum nicht mal einen Fehler eingestehen und zugeben, dass man sich verpokert hat, das zeigt grösse, stattdessen sagen "ist ja deine schuld wenn du geöffnete Pisten fährst und du hast ja eh keine Ahnung!" ....
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Beitrag von xMSx »

die bilder würden mich au mal interessieren, weil ich bin ab fr dort und wenn es wirklich so schlimm ist dann nehm ich lieber meine alten ski mit!
wenn du die bilder hier nicht veröffentlichen willst dann schick mir pls ne pm dann bekommst meine email adresse! :wink:
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Roberto
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Beitrag von Roberto »

...wurde uns gesagt, dass der Parkplatz auf der anderen Strassenseite bei der Brücke ist, wären 20m, weiss nicht wie in Österreich Wege gemessen werden, es waren minimum 200m.
Naja, irgendwo müssen die ganzen Meter ja entnommen werden, die mancherorts den Pistenlängen hinzugedichtet werden.

Ein aufschlussreicher, interessanter Bericht. Insbesondere die Differenzierung zwischen Skigebiet und Ort finde ich bei Sölden sehr angebracht.

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Oscar
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Beitrag von Oscar »

Die Bilder kommen keine Bange, und lass die alten Ski zu hause ich schau, dass ich meine noch retten kann.
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snowflat
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Beitrag von snowflat »

Habt Ihr beim Rimlhaus gewohnt?
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Beitrag von Werna76 »

Also bezüglich Oscars Beschreibungen betreffend der Freundlichkeit des Personals in Sölden kann ich mich da nur voll und ganz anschliessen. Bin vor einigen Jahren auch mal richtig beschimpft worden, nur weil ich gefragt hab wie lange es denn noch ungefähr dauert bis der Sessellift in Betrieb genommen wird.

Als Gegenbeispiel hierzu möcht ich nur kurz Saalbach erwähnen, wo ich schon öfters erlebt hab, wie hilfsbereit und freundlich das Personal die Gäste dort behandelt.
Hermann ist der Skilehrer für uns alle (Aksel Lund Svindal über Hermann Maier)
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Oscar
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Beitrag von Oscar »

snowflat hat geschrieben:Habt Ihr beim Rimlhaus gewohnt?
Wenn du mir sagst wo das Rimlhaus ist kann ich dir es vielleicht beantworten, das HAus hiess Hotel Tyrol und war etwa in der Ortsmitte Nähe der Sparkasse. Das haus war ok
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br403
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Beitrag von br403 »

Ui, wenn mir jemand sowas erzählt hätte wie dir Oscar, dann wäre es mein letzter Besuch dort gewesen, eine Unverschämtheit!!!!
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snowflat
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Beitrag von snowflat »

Oscar hat geschrieben:
snowflat hat geschrieben:Habt Ihr beim Rimlhaus gewohnt?
Wenn du mir sagst wo das Rimlhaus ist kann ich dir es vielleicht beantworten, das HAus hiess Hotel Tyrol und war etwa in der Ortsmitte Nähe der Sparkasse. Das haus war ok
Ah, okay ist dann weiter unten gewesen, also hinter der Kirche (talwärts fahrend gesehen) direkt an der Hauptstraße. Ich habe in Nov. 05 ein paar Schritte entfern genächtigt direkt am Rettenbach die Straße rein. War auch gut und die Talabfahrt endet direkt an der Tür - hätte geendet, wenns genug Schnee gehabt hätte.
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seilreiter
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Re: Sölden vom 8.12 bis 10.12.2006/Neuschnee und Enttäuschun

Beitrag von seilreiter »

Oscar hat geschrieben:Insgesamt lässt die Freundlichkeit des Personals extremst zu wünschen übrig, egal ob Restaurant, Kasse, Bus oder sonst was, zumal das Essen im Restaurant Tiefenbach, mit zu dem schlechtesten gehört was ich in Skigebieten vorgesetzt bekam.
[...]
aber Tourismus-Infrastucktur einfach nur Negativ! Bisher hatte ich Sölden immer für ein gutes Mittelklassegebiet gehalten, was es sportlich definitiv ist, leider hatten sie hier auch wenig Schnee aber das ist nicht Söldens schuld, aber das ganze drumherum war enttäuschend, mit den sogenannten grossen Gebieten kann Sölden nach meinen Erfahrungen definitiv nicht mithalten.
[...]
von uns nur: wir hätten keine Ahnung, es wäre alles OK ausserdem müssten wir ja nicht nach Sölden, wenn es uns da nicht gefallen würde, zumal die Bemerkung eher als lockerer Spruch und auch als Hinweis gedacht war. Seine Reaktion war ziemlich Arm!!!
Für mich ist Sölden mit eins der unsympathischten Skigebiete die ich kenne. Mal ganz davon abgesehen dass der Ort hässlich ist, alles klobig und grosskotzig (Bsp. Freizeitarena), kann man dort eine ganz eigene Atmosphäre "geniessen", irgendwo zwischen Partyvolk und sportlichem Publikum - es ist aber weder das eine noch das andere. Aussderdem wird unmöglich gefahren auf den Pisten . Subjektiv fühle ich mich dort auf den Pisten so unsicher wie in keinem anderen Skigebiet.

Obwohl ich mich nicht zur obersten Partyfraktion zähle - 6,7 Bier, n paar Flügerl reichen mir fürn abend - hat mir Ischgl echt gut gefallen - war letzten April zum ersten mal dort. Fand die Stimmung dort einfach nett und ausgelassen, in Sölden hingegen wirkt das immer so künstlich gepushed. Nun ja wenn denen in ein paar jahren der Gletscher weggeschmolzen ist legen sie vielleicht mal ihre Arroganz ab dort ...
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Beitrag von SupaJan »

Also ich war vor ein paar Jahren auch mal in Sölden und kann mich mit dem Ort nur anschliessen. Vor allem finde ich die Preise die dort genommen werden unverschämt, Weizen 0,33 aus Flasche 3,30€, möchte nicht wissen was es heute kostet. War dann zwei Monate später im Tuxer Tal, dort wirkt auf mich alles viel natürlicher und kostengünstiger.

Zum Personal kann ich nichts sagen, da weiss ich nur das sie am Tuxer Gletscher sehr freundlich sind. Denke Sölden sollte mal von seinem hohen Ross runterkommen.

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Beitrag von miki »

Oscars Bericht hat wieder einmal bestätigt, das meine Vorurteile gegenüber Sölden keinesfalls unbegründet sind.

-Schneelage: so steinige Pisten wie im Bereich der 'Golden Gate' und unterhalb des Rotkogels habe ich in der Hochsaison (Ende Januar 2001) selten erlebt

-Freundlichkeit: es ist (auch hier im Forum) bekannt, das man in Sölden heuer irgendwas an der Beschneiungsanlage im Bereich Giggijoch gemacht hat, aber keiner weiss genau was. Also habe ich *alleswissenwill* irgendwann im Oktober eine freundliche Mail an die Bergbahnen Sölden geschickt und nachgefragt. Nach 2 Wochen keine Antwort. Anfang November versuchte ich es ein zweites Mal - bis heute auch keine Antwort. Vielen Dank, sehr freundlich :evil: - an solche 'Kleinigkeiten' erinnere ich mich immer wieder gerne, wenn ich den Ort für meinen nächsten Winterurlaub suche.

@Oscar: hast du irgendwelche Spuren (Hydranten o. ä) von einer Schneeanlage im angesprochenen Bereich gesehen? Beschneit wurde wohl noch nicht, sonst wären die Bedingungen bestimmt nicht so schlimm wie du sie geschildert hast ...
Those who would give up essential liberty to purchase a little temporary safety, deserve neither liberty nor safety !
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Beitrag von Kaimue »

Danke für den interessanten Bericht. Ich wollte an dem WE eigentlich auch nach Sölden, aber die Wettervorhersage hat mich dann doch davor abgehalten. Sieht für mich so aus, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe.
Das mit den Skibussen verstehe ich auch nicht, scheint den "Söldnern" lieber zu sein, wenn jeder mit dem Auto die Gletscherstraße hochfährt (Maut ist zumindest beim 3 Tagesskipass mit dabei, wundert mich auch wieder).
Liftpersonal und auch die Informationsbereitschaft gehört zu dem schlechtestem, was ich je erlebt habe. An Ostern 2005 war die Schwarze Scheid Bahn 2 wegen Lawinensprengungen gesperrt. Also alle an der Mittelstation raus, dann geht es auf einmal weiter. Aber keiner durfte in die leeren Gondeln (keine Begründung). Als dann von unten die vollen Gondeln kamen, durften alle wieder rein, ging dann aber natürlich nicht. Über 100 Leute standen dann an der Mittelstation und haben nur geflucht. Trotzdem ist das Skigebiet (wenn alles offen hat) sehr schön und es gibt auch in Sölden nette Leute.
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Beitrag von Carvergirl »

Ich kann der Antisoeldenhaltung zu Zustimmen, haben ähnliche Erfahrungen vor vielen Jahren dort gemacht! Denen geht es halt einfach zu gut!
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Beitrag von Winterhugo »

hehe, genau:

DAS BESTE AN SOELDEN IST DAS ORTSAUSGANGSSCHILD 8)
There's nothing like the first one
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buzi
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Beitrag von buzi »

Eigentlich gehört ja Sölden zu meinen Lieblingsdestinationen vom Skigebiet her, aber ich hatte wohl auch sehr viel Glück vor ein paar Jahren mit dem Schnee. Übers Personal konnte ich nicht klagen. Preislich ist Söden auf jeden Fall überzogen und wird mich sicher nicht mehr sehen.
Auf die Bilder bin ich mal gespannt und möchte mich davor auch nicht weiter dazu äußern. Jedoch ist es auch mir unerklärlich, die Kanonen gibts ja am Giggijoch schon ewig.
Das Problem, das WIR haben, ist, dass wir es unerklärlich finden, warum sich die Söldner das leisten können. Ganz einfach: Jedes Reiseunternehmen führt Fahrten nach Sölden durch und schauffelt so unmengen an Kunden heran, die dann auch Skipässe kaufen und irgend einem Restaurant was teures kaufen. Auch wenn ein Teil davon nicht mehr kommen wird, so wird im nächtsten Jahr einfach der nächste Schwung herangekarrt. Ich bin mal gespannt, wann sich das ändern wird... Die Medien blasen jedenfalls auch immer in das Horn, Sölden ist so toll, da sitzen in Söldene einfach sehr klevere Medienstrategen! Einen Umsatzverlust dieses Jahr werden sie auf den schlechten Frühwinter schieben, wetten?
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Mad Banana
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Beitrag von Mad Banana »

Im Bewusstsein, dass ich mich nun wieder wahnsinnig unbeliebt machen werde, möchte ich euch etwas Wind aus den Segeln nehmen.

Wir waren zu viert von Freitag bis Montag ebenfalls in Sölden und ich möchte versuchen, eine etwas andere Sicht der Dinge zu präsentieren.

Nach den Schneefällen am Freitag-Abend und am Samstag wurde angekündigt, dass das Gigijoch und die Verbindung zum Gletscher am Sonntag geöffnet werden sollen. Letztes Jahr waren wir eine Woche früher dort und es hatte IMHO deutlich mehr Schnee, doch war das Gigijoch noch geschlossen. Mag sein, dass eine Öffnung mit der Brechstange vorlag - meiner Meinung nach waren die Pisten rund um die 4KSB Silberbrünnl gut in Schuss. Dort habe ich auf alle Fälle auch am späten Nachmittag keine Bekanntschaft mit Steinen oder ähnlichem gemacht.
Die Verbindung zum Gletscher war eindeutig in schlechtem Zustand. Wir hatten das Glück, just in dem Moment aus der 4KSB Silberbrünnl auszusteigen, als das Golden-Gate geöffnet wurde. Die Piste 23 an der 4SB Seekogl war fahrbar, die Piste 24 an der 4KSB Einzeiger wurde gegen Nachmittag sehr steinig. Dies ist denn auch der einzige Kritikpunkt meinerseits - Piste 24 hätte nicht geöffnet werden dürfen!

Über die Skibusse habe ich mich ja schon letztes Jahr ausgelassen - hier hat sich seither nichts verbessert. Wir haben stattdessen am Samstag das Gletschertaxi genommen - es fanden sich zufällig noch 4 weitere Schweizer, so dass wir den VW-Bus gerade gefüllt haben. Die € 6.50 pro Person sind wahrhaftig ein stolzer Preis! Jedoch waren wir in Sölden um Ferien zu machen und so hat uns der Preis nicht sonderlich gestört. Hinzu kommen die persönlichen Präferenzen: das Gletschertaxi hat uns an der Rezeption abgeholt und bis wenige Meter vor die Schwarze Schneidbahn gefahren. Dafür nehme ich die € 3.50 Mehrpreis in Kauf.

Zum Skiticket... wir haben für zwei Tage pro Person € 67.50 bezahlt, was pro Tag € 33.75 macht. Auch wenn ich heute im Online-Ticketrechner eine Tageskarte ausrechnen lasse, komme ich nicht auf € 40.-... Würde man das pro Pistenkilometer ausrechnen, dann wäre es in der Tat ein eher teures Gebiet. Allerdings ist anzumerken, dass Tarife um CHF 60 (umgerechnet) in der Schweiz auch an der Tagesordnung sind.
Ich würde es ebenfalls begrüssen, wenn der Skibus im Tagesticket enthalten wäre - jedoch kann man hier IMHO den Skibus nicht mit Skibussen in anderen Gebieten vergleichen, da er eine recht weite Strecke bis zum Gletscher zurücklegt.

Das Essen im Rest. Tiefenbach ist meiner Meinung nach solide Massenware, wie das in anderen Gebieten auch geboten wird. Die Preise sind wahrlich etwas hoch, aber die Qualität ist nicht besser oder schlechter als in vielen anderen "Abfüllanlagen". Als Beispiel seien "Les Ruinettes" in Verbier, das "Tuxer Fernerhaus" oder das Restaurant "Nagens" in Laax genannt. Die spielen für mich alle in der gleichen Liga, auch wenn es natürlich gewisse, kleine Unterschiede gibt.
Normalerweise versuchen wir, die gastronomischen Perlen jedes Gebiets auszuprobieren - dies ist jedoch in Sölden mitte Dezember kaum möglich.

Sölden als Ort ist wahrlich nicht überall eine Augenweide! Vor allem entlang der Hauptstrasse hat sich ein etwas zu moderner, steriler Baustil entwickelt, der das Bergdorf eher wie eine Kleinstadt erscheinen lässt. Jedoch hatten wir in unserem Hotel unweit der Gaislachkoglbahn unsere heile Welt und vor allem unsere Ruhe vor den gröhlenden Scharen osteuropäischer Sauf-Fuzzis.
Enttäuscht war ich lediglich von den Après-Ski Möglichkeiten... Fire & Ice und Bierhiml kann ich unter anderem Namen aber mit gleichartig primitivem Inhalt auch in Basel haben. Kein Vergleich zum stimmigen Hexenkessl oder der urchigen Hohenhaus Tenne! Aber zum Glück war der Wellnessbereich des Hotels ja im Preis inbegriffen... der Whirlpool mit Blick in Richtung hinteres Ötztal war auf jeden Fall traumhaft :wink:

Ein Bericht über die drei Tage Sölden folgt demnächst ;-)
Das Leben ist eine sexuell übertragbare Krankheit mit hundertprozentiger Mortalität.
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Theo
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Beitrag von Theo »

Die schnellschussübung, teile vom gebiet sehr kurzfristig zu öffnen, geht meistens nach hinten los.
Wir haben am Sonntag auch mehr geöffnet als geplant war, das hat auch nicht so richtig geklappt.

Das Hauptproblem von Sölden ist halt die Gletscherstrasse.
Um bei schlechteren Strassenverhältnissen genügend Kapazität zum Gletscher zu haben braucht man die Seilbahnvariante via Giggijoch - Golden Gate.

Bei noch sehr wenig Schnee aber bereits schlechterer Strasse bräuchte man halt eine Zubringerbahn zum Gletscher. Das ist letzendlich aber auch leichter gesagt als getan.
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Beitrag von seilbahner »

zur Söldener unfreundlichkeit wollte ich noch sagen;
Der Reto Bumann ist auch aus Sölden, oder?
Die meisten wissen was ich meine.

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