Quelle: FocusSchneemangel: Fehlstart in die neue Ski-Saison
In den alpinen Skigebieten gibt es derzeit nur ein Thema: Wann schneit es endlich? Etliche Winter-Openings mussten bereits verschoben werden.
Seit Wochen hat Stefan Raab die Werbetrommel gerührt: Am 2. Dezember sollte sein großer „TV Total-Parallel-Slalom“ in St. Anton am Arlberg stattfinden – zeitgleich zu den Opening-Feierlichkeiten des bekannten Skiresorts. Damit wurde erst einmal nichts, denn „aufgrund der derzeitigen Schnee- und Großwetterlage hat sich der Tarifverbund Ski Arlberg entschlossen, den geplanten Saisonstart zu verschieben.“
Auch Schneekanonen brauchen Minusgrade
Zu derartigen, aus Sicht der Tourismusverbände und Bergbahnen schmerzhaften Schritten sehen sich auch zahlreiche andere Skigebiete in den Alpen genötigt. Denn es fehlt nicht nur an natürlichem Schnee, die ausgesprochen milden Temperaturen vereiteln sogar die Beschneiung mit Kunstschnee. „Um wie fast alle schweizerischen Skigebiete ohne chemische Zusätze beschneien zu können, benötigt man nachts über mehrere Stunden mindestens minus vier Grad“, weiß Lukas Hammer von Schweiz Tourismus. Und diese Temperaturen wurden bislang – abgesehen von den Gletschergebieten und den höheren Lagen über 2200 Metern – kaum erreicht.
Qual der Wahl: verschieben oder durchziehen
Die Konsequenz: Der vielerorts immer früher ausgerufene und mit immer größerem Partyspektakel gefeierte Saisonstart muss entweder wie im Fall von St. Anton, der Schlick 2000 im Stubaital, St.Moritz und Kitzbühel verschoben werden, oder die Events werden ohne Rücksicht auf die Schneesituation durchgezogen. Ischgl ist hierfür ein prominentes Beispiel. Auch wenn es nur in den höheren Lagen ein paar offene Pisten gab, erklärte man am vergangenen Wochenende im Alpenpartydorf Nummer eins den Skiwinter für eröffnet.
Skisaisoneröffnung mit den Pussycat Dolls
Freilich geht es bei diesem Event viel mehr um das Musikkonzert – in diesem Jahr traten die Pussycat Dolls auf – und die Feiern drumherum. Wenn dann doch eher die skifahrerischen Aktivitäten im Vordergrund stehen wie in der kärntnerischen Skiarena Nassfeld, ist man gezwungen, den Termin zu verschieben. Aktueller Stand: Der für den 2. Dezember geplante Start ist um zwei Wochen verschoben. „Aber wenn es schneit, eröffnen wir schon an diesem Wochenende“ – heißt es in Hermagor.
„Am Wochenende schneit´s“
Auf ein schnelles Instandsetzen der Abfahrten sind die Bergbahnbetreiber vorbereitet. „Innerhalb von drei bis vier Tagen bekommen wir die Pisten präpariert“, meint Lukas Hammer und hofft wie viele andere endlich auf ergiebigen Schneefall. Die Zeichen dafür mehren sich. „Am Wochenende schneit’s“, so die einhellige Meinung. Das wichtige Weihnachtsgeschäft sieht man zwischen Garmisch-Partenkirchen und Gröden noch nicht in Gefahr. Auch sind Stornierungen bisher die Ausnahme. Rechtlich gesehen haben Urlauber aufgrund von Schneemangel ohnehin keinen Anspruch auf Schadenersatz. Dass dennoch vor allem österreichische Skigebiete Ersatzprogramme wie kostenlose Thermenbesuche anbieten, zeugt von gutem Willen – und von weiser Voraussicht, die Ski-Alternativen auszubauen.
Schneefall lässt sich nicht einplanen
So wie die Ski-Saison 2005/2006 vielerorts durch die kalten Temperaturen unerwartet verlängert wurde, sind auch spätere Saisoneröffnungen keine Seltenheit. „Es gab schon immer Schwankungen in den Schneemengen, und wenig Schnee an Weihnachten ist auch schon in später harten Wintern der Fall gewesen. Der Trend nach immer früherem Schnee-Erlebnis verklärt manchmal den Blick auf den Kalenderfakt, der Winter startet nämlich offiziell erst am 21.12.“, so Hammer. Das Problem ist offenkundig. Vor allem die Ski-Industrie drängt auf immer frühere Saisonstarts, um bei Testwochenenden und Skirennen ihre neuen Modelle vorzustellen, die im umsatzträchtigen Weihnachtsgeschäft an Mann und Frau gebracht werden sollen. Doch wenn wie dieses Wochenende in St. Moritz wiederholt Ski-Weltcuprennen wegen Schneemangels abgesagt werden müssen, wird die Kritik daran verständlicherweise lauter.
„Wir feiern – ob mit oder ohne Schnee“
Man kann es natürlich auch anders sehen, so wie im Zillertal, wo die Jungfernfahrt der Ahorngondelbahn sowie das Ski-Opening samt Partys und Konzerten unabhängig vom Wetter an diesem Wochenende stattfinden. „Wenn wirklich zu wenig Schnee liegt, fahren kostenlose Shuttlebusse zum nah gelegenen Tuxer Gletscher.“ Ähnlich pragmatisch gibt man sich im tirolerischen Skigebiet Wilder Kaiser/Brixental: „Wir feiern am 15./16. Dezember das Ski-Opening – ob mit oder ohne Schnee.“
Schneemangel: Fehlstart in die neue Ski-Saison
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Schneemangel: Fehlstart in die neue Ski-Saison
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
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Zu diesem Thema in der FAZ:
Tourismus in Österreich
Grüne Hänge im Dezember
Von Michaela Seiser, Ramsau/Wien
^^ Grüne Wiese statt weißer Schnee: Österreich im Dezember 2006
In der Ramsau am Dachstein schaut der Besucher derzeit auf grüne Hänge. Wie im gesamten Österreich herrscht in der beliebten steirischen Skiregion noch Frühlingswetter. Wegen der ungewöhnlich hohen Temperaturen wurden am vergangenen Wochenende in vielen Skigebieten die Eröffnungsveranstaltungen zum Saisonauftakt abgesagt. Nicht so am Berg Dachstein selbst, wo ein Gletscher den Alpinisten immer eine Spielwiese bietet.
Dadurch ist auch das Sporthotel Matschner im Ort Ramsau gut gebucht. Brigitte Knaus, Hoteleignerin, ist optimistisch und versteht die Hysterie nicht. Nach den schneereichen Wintersaisonen der vergangenen beiden Jahre werde vergessen, daß früher vor dem Nikolaustag auch selten Schnee war, sagt Knaus. Trotz des aktuellen Schneemangels ist Österreichs Tourismusbranche zuversichtlich für die gerade angelaufene Saison, die bis April dauert.
Skitourismus als wesentlicher Wirtschaftsfaktor
Dennoch warten die Skigebiete weiter sehnsüchtig auf tiefere Temperaturen. Schnee ist ein zentrales Element für die österreichische Tourismuswirtschaft - die ein Zehntel des österreichischen Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet - und damit ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor. Während der Sommertourismus in den vergangenen Jahren stagnierte beziehungsweise sogar rückläufig war, verzeichneten die Wintersaisonen ein stetiges Umsatz- und Übernachtungswachstum.
Wie Sepp Schellhorn, der Präsident der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), sagte, gibt es eine ausgezeichnete Buchungslage. Schon jetzt seien rund drei Viertel der Kapazitäten für die kommenden Monate ausgelastet. Er erwartet im Vergleich zum Vorjahr einen Umsatzzuwachs von 15 Prozent. Für ihn ist erst zur Monatsmitte der Maßstab für einen gelungenen Saisonstart. Daß jetzt viele Beobachter jammern und hysterisch sind, liegt aus seiner Sicht im Event- und Opening-Wahn.
Ausfälle werden mit dem Ostergeschäft aufgefangen
Unter den Skigebieten herrsche ein derartiger Ehrgeiz, als erster die Saison zu eröffnen, so daß immer früher damit begonnen werde. Insgesamt diene die Vorweihnachtszeit zur Saisonverlängerung. Nur 3 Prozent des Umsatzes im Wintergeschäft werden in den ersten zwanzig Dezembertagen erzielt. Was hier nicht erlöst werde, könnten die Betriebe locker mit dem Ostergeschäft wettmachen.
Auch für die Geschäftsführerin der Österreich Werbung (ÖW), Petra Stolba, sind die schneefreien Spätherbsttage noch kein Grund zur Sorge. Der österreichische Wintertourismus hänge nicht nur am Schnee. Im Vergleich zu früher stelle sich der Tourismus heute mit einem differenzierten Winterangebot dar, das nicht mehr nur an Schnee gebunden ist. Selbstverständlich hoffe man aber auf Schnee und darauf, daß sich auch dieser Winter dank sehr guter Buchungslage positiv entwickeln werde, sagt Stolba.
Top-Skigebiete werden massiv künstlich beschneit
Klar ist den Branchenvertretern indes, daß ohne Schnee die frühen Dezemberbuchungen wieder verlorengehen. Von dem warmen Wetter seien aktuell vor allem die kleineren, tiefer gelegenen Familienskigebiete betroffen, denen oft auch das Geld für Kunstschnee fehle, weiß der Obmann der Tourismussparte in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Johann Schenner. Das sei schade, denn gerade hier gebe es preislich günstige und familienfreundliche Angebote.
In den höher gelegenen Top-Skigebieten werde hingegen massiv künstlich beschneit. Fehle in der Vorsaison der Schnee, wirke sich das auch auf das Einkommen der Tourismusbeschäftigten aus. Sperrt ein Hotelbetrieb wegen fehlenden Schnees zwei Wochen später als geplant auf, entgeht den Mitarbeitern das entsprechende Einkommen. Außerdem dämpfe fehlender Schnee in der Vorsaison die Motivation der Mitarbeiter und die Stimmung der Gäste.
Neue Gletscherskigebiete würden Natur stark belasten
Vom Vorschlag, angesichts der Klimaerwärmung Skihallen in Österreich zu bauen, hält Schenner aber nichts: „Das wäre so, wie wenn Lignano wegen der Quallen ein großes Meerbad bauen würde.“ Ob das angenommen würde, sei fraglich. Ebensowenig ist Schenner dafür, neue Gletscherskigebiete zu erschließen, was der Natur massiv schaden könnte. Der Ausbau von bereits erschlossenen Gletscherskigebieten sei hingegen möglich.
In der vergangenen Wintersaison erzielte die Fremdenverkehrswirtschaft Steigerungen bei Umsatz und Übernachtungen. Die Umsätze wuchsen nach den Berechnungen des Instituts für Wirtschaftsforschung (Wifo) um 2,7 Prozent auf 9,32 Milliarden Euro, die Zahl der Übernachtungen stieg um 1,3 Prozent auf knapp 60 Millionen. Die Gästezahl erreichte mit 14 Millionen Ankünften ein Plus von 4 Prozent. Vor allem der Inlandstourismus legte zu. Zwar sank die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem wichtigsten Herkunftsland Deutschland um 3,3 Prozent. Diese Einbußen wurden jedoch mehr als kompensiert durch Zuwächse belgischer, italienischer, britischer und französischer Touristen.
Wird die Wintersaison künftig immer kürzer?
Wie lange diese stetige Steigerung anhält, ist ungewiß. Schenkt man den Klimaforschern Glauben, die langfristig eine Klimaerwärmung und eine Wasserknappheit im Alpenraum vorhersagen, würde die Wintersaison künftig kürzer, sagt Egon Smeral, Tourismusforscher im Wifo. Die Schneedecke werde weiter hinaufgehen, der Kampf um höher gelegene Alpinregionen härter: Unter 2000 Meter wird sich gar nichts abspielen, schätzt Smeral.
Wegen der dadurch zu erwartenden Verknappung könnten die Preise in den Skigebieten steigen, folgert der Ökonom. Zugleich könnte die Bedeutung von Österreich als Sommerurlaubsland zunehmen, da der Mittelmeerraum bei dem erwarteten Temperaturanstieg im Sommer zu heiß werden könnte. Wenn es in den unteren Regionen keinen Schnee mehr gibt, könnte es zu einer erhöhten Arbeitslosigkeit und als Folge daraus zu einer Landflucht kommen.
„Das ist wie bei einem Pokerspiel“
Der Wintertourismus in den Alpen hat sich noch nicht auf die Erwärmung eingestellt. Dazu meint Herbert Formayer, Meteorologe an der Universität für Bodenkultur in Wien: „Wenn wir nur einen einzigen Winter haben, der statistisch so außergewöhnlich ist, wie es der Sommer des Jahres 2003 war, fällt in den ganzen Alpen unter 2000 Meter die Saison aus.“ Die Wahrscheinlichkeit für einen solchen Winter steige. Dennoch investieren die Seilbahnunternehmen jährlich Millionen in neue Lift- und Beschneiungsanlagen.
Wie der Grazer Ökonom Stefan Schleicher errechnet hat, brauchen die großen Gebiete mindestens 70 Skitage im Jahr, damit sie sich rechnen. Auch Klimaforscher Formayer sieht eine extreme Verletzbarkeit der Regionen. Es gehe um immer mehr Geld, weil immer mehr investiert werden muß, um den Anforderungen der Touristen gerecht zu werden. Gleichzeitig steige das Klimarisiko. „Das ist wie bei einem Pokerspiel, wo der Einsatz in jeder Runde höher wird und gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit steigt zu verlieren.“
Europas Skigebiete im Schwitzkasten
In Italien bleibt wegen Schneemangels etwa die Hälfte der Hotels in den Wintersportorten vorerst geschlossen. Damit verzichteten die Betreiber auch auf die Einnahmen aus dem verlängerten Wochenende um den italienischen Feiertag Mariä Verkündigung am 8. Dezember, sagt Alessandro Lepri vom Marktbeobachter Trademark Italia. Gegenüber 2007, als vom 15. November an genügend Schnee zum Skifahren zur Verfügung stand, werde der Saisonstart 2006 von drastischen Umsatzeinbußen geprägt sein. Viele Hoteliers seien bisher so pessimistisch über die Wetterlage, daß sie ihre Hotels erst am 20. Dezember öffneten, um bis dahin wenigstens die Betriebskosten zu sparen.
Auch hoch gelegene Gegenden erleben in diesem Jahr Schwierigkeiten. Für den Kunstschnee sind Temperaturen um gut zehn Grad zu hoch. Gefragt seien bei den Italienern derzeit sonnige Ausweichziele wie Mauritius oder Mexiko, sagt Lepri. In den französischen Alpen sieht man die Lage gelassener. Gerade habe es angefangen zu schneien, sagt Annie Martinez, Sprecherin des Tourismusbüros der Regionalverwaltung Rhone-Alpes. Die Hotels seien alle bereits geöffnet. Im Gegensatz zu früher brauche nur noch eine natürliche Unterlage von zehn Zentimetern Schnee, um darauf dann Kunstschnee zu produzieren. (von Tobias Piller)
Text: F.A.Z., 07.12.2006, Nr. 285 / Seite 12
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Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
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Und der Stern dazu:
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Quelle: SternSkisaison 2006/2007
Keine Abfahrt mit Schnee von gestern
Von Monique Berends
Deutsche Skifans sehnen sich nach Schnee. Die weiße Pracht ist derzeit Mangelware. stern.de verrät, wo Wintersportler trotzdem ins kalte Vergnügen starten können.
Dank eines ungewöhnlich warmen Herbstes und eines sehr milden Starts in den Winter wurde die diesjährige Skisaison mit Kanonenschüssen eingeläutet. Dort, wo nichts fällt, muss eben technisch nachgeholfen werden. Doch an vielen Orten konnten die künstlich erzeugten Schneeflocken die Grasnarbe gerade mal bedecken. Meterhoher Pulverschnee mit Talabfahrt? Fehlanzeige. In Deutschland sieht es eher mager aus. In den Harzer Skigebieten wie Clausthal-Zellerfeld, Buntenbock und Altenau liegen die Temperaturen deutlich über Null, statt Schnee gibt es Sprühregen en masse.
Und auch dem Sauerland, das vor allem bei Nordlichtern und Niederländern beliebt ist, ergeht es nicht besser. Wegen der eher geringen Höhe liegt am Kahlen Asten, in Winterberg und Willingen immer noch null Zentimeter Schnee, dafür warten dort die Beschneiungsanlagen auf ihren Einsatz. Darauf will man in Oberstdorf noch verzichten. Der beliebte Wintersportort, vor allem durch hochrangige Biathlonwettkämpfe und die reichlich frequentierte Skischanze bekannt, hat seinen Saisonstart aufgrund mangelnden Schnees um eine Woche auf den 21. Dezember verschoben. Sollte es dann immer noch nicht geschneit haben, erwägt man auch hier, Schneekanonen einzusetzen.
Deutschlands brauner Schnee? - Nee!
Schnee in Deutschland? Darüber kann sich nur die Zugspitze freuen. Das Gletschergebiet kann sogar dann mit Tiefschnee rechnen, wenn in anderen Regionen grauer Regen fällt. Allerdings können die knapp 15 Pistenkilometer das Skibedürfnis kaum befriedigen, erfahrene Alpinisten suchen ihre Herausforderungen deshalb in großen Skigebieten wie dem schweizerischen Engadin oder Les Trois Vallées in Frankreich.
Im Engadin/St. Moritz ist der letzte Schnee 10. Dezember gefallen.Momentan kann sich der Gipfel mit 80 Zentimetern Schnee einigermaßen sehen lassen. Doch längst nicht alle Pisten sind geöffnet und an eine Talabfahrt ins noble St. Moritz ist gar nicht zu denken. In Saas Fee, dem Lieblingstreffpunkt jugendlicher Skihasen, haben nur 13 von insgesamt 36 Pisten geöffnet - und das trotz 162 Zentimeter Schnee, die auf dem Gipfel liegen. Auch das beliebte Wintersportziel Davos in den Schweizer Alpen kann momentan nur 25 Kilometer Pisten freigeben. Eine herbe Enttäuschung, wenn man bedenkt, dass das Gebiet mit 305 Kilometer aufwarten kann. Da sieht es in Zermatt schon ganz anders aus. Mit etwa 2,50 Metern Schnee auf einer Höhe von 3820 Metern kann man sogar ins italienische Breuil-Cervinia abfahren.
Auch Italien wartet auf die weiße Pracht
In Breuil-Cervinia liegt der Schnee 140 Zentimeter hoch - allerdings auch nur auf der Spitze in knapp 3500 Metern Höhe. Der letzte Schnee fiel dort am 8. Dezember, bei minus drei Grad Celsius sind die Skibedingungen eigentlich optimal. Die Dolomiten mit den Orten Madonna di Campiglio und Alta Badia starten dagegen etwas zögerlich in die Saison. Die Liftkapazitäten von jeweils 31.000 und 78.000 Personen pro Stunde werden bei weitem noch nicht ausgenutzt - kein Wunder wenn in Alta Badia wegen Schneemangels nur 25 von 130 und in Madonna di Campiglio sogar nur elf von 150 Pistenkilometern geöffnet sind. In Cortina d'Ampezzo, dem Austragungsort der ersten olympischen Winterspiele, kommen Skifahrer zumindest einigermaßen auf ihre Kosten. Auf etwa 3000 Metern Höhe liegen 70 Zentimeter Schnee, der bei Temperaturen um minus fünf Grad Celsius so schnell nicht schmilzt. Hier sind immerhin 22 Pistenkilometer für die Abfahrt freigegeben. Snowboarder gucken allerdings in die Röhre - wer auf Halfpipes und Kicker steht, muss noch etwas warten, der Funpark wurde noch nicht geöffnet.
In den Haute Savoyer Alpen sieht es nicht viel besser aus. Das Riesengebiet Les Trois Vallées mit den Orten Les Menuires, Saint Martin de Belleville, Méribel, La Tania, Courchevel und Val Thorens wartet sehnsüchtig darauf, die weltweit unerreichten 600 Pistenkilometer zu öffnen. Doch solange der Himmel nicht mehr hergibt als die mickrigen 50 Zentimeter Schnee, die in Val Thorens liegen, wird das nichts mit der Skiparade. Der Schnee ist eher hart, obwohl der Ort doch für seinen Pulverschnee bekannt ist.
In L'Alpe d'Huez wedeln die Skifahrer auf 16 von insgesamt 123 Pisten herunter statt, wie im Sommer bei der Tour de France, die Waden beim Anstieg zu versäuern. Das paradiesische Skigebiet "Paradiski", bestehend aus La Plagne und Les Arcs wird zwar erst am 23. Dezember geöffnet, doch auf 11 Kilometern Abfahrt kann man in La Plagne 40 Zentimeter weißen Niederschlags schon einmal ausnutzen. Auch im Grand Massif, das die Orte Flaine. Les Carroz, Samoens, Morillons und Sixt Fer-à-Cheval umfasst, wird man sich noch etwas gedulden müssen. Ab dem 16. Dezember hofft man insgesamt 265 Pistenkilometer freigeben zu können.
Auf dem Gletscher schmilzt man dahin
Wenn man wirklich Skifahren will, muss man sich momentan noch einen Gletscher suchen. Glücklicherweise gibt es davon in Österreich genug. Auf dem Mölltaler Gletscher sind 47 von knapp 60 Kilometern Piste geöffnet, auf dem Hintertuxer Gletscher sogar 53. Hier kann man seine Spuren im Pulverschnee hinterlassen - 130 Zentimeter laden auf dem Gipfel zum Carven und Freeriden ein. Der Pitztaler Gletscher hat zwar nicht die meisten Pistenkilometer, dafür ist der Schnee superb - bis zu 140 Zentimeter warten auf knapp 3400 Metern Höhe darauf, befahren zu werden. Die Party-Orte Sölden und Stubaital (Stubaier Gletscher) können immerhin mit jeweils 80 und 100 Zentimeter Schnee und 61 beziehungsweise 40 Pistenkilometern aufwarten. Und wenn es zum Skifahren nicht reicht, geht's halt ab in die Hütt'n, denn Après Ski geht immer. Das denken sich auch die Wintersportler in St. Anton am Arlberg. 265 Kilometer Abfahrt locken jährlich tausende von Touristen hierher, doch die am 9. Dezember gefallenen 15 Zentimeter Schnee mussten durch Kunstschnee aufgestockt werden, sonst wären auch die freigegebenen 24 Pistenkilometer unbefahrbar.
Doch es gibt auch gute Nachrichten - zumindest die östlichen und nördlichen Alpen können sich freuen. Zum Wochenende hin werden Niederschläge erwartet, die in den Tälern zunächst als Regen auf die Erde kommen, später wird es aber auch dort schneien. Oberhalb von 2500 Metern gibt es ganz bestimmt eine neue Ladung Schnee, der sogar bleibt. Die Temperaturen bleiben bis Sonntag noch knapp über Null, danach wird bis zur Wochenmitte Dauerfrost erwartet. Die Skier können also gewachst werden, damit sie bereit sind für die nächste Abfahrt.
Der Schnee lässt in diesem Jahr zwar etwas auf sich warten, doch wie heißt es so schön - der nächste Winter kommt bestimmt. Und mit ihm die weißen Flocken, denn ohne die geht im Skizirkus nun einmal nichts.
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Quelle: TTTirols Zimmer voll: Staus auf geöffneten Pisten befürchtet
Während Tirols Tourismushochburgen spätestens zu Silvester ausgebucht sind, könnte es sich auf den wenigen offenen Pisten stauen.
Warteschlangen sind vorprogrammiert.
Bild: Fasser
Dass die 340.000 Tiroler Gästebetten während der Weihnachtsfeiertage auch heuer voll sein dürften, ergab gestern ein Rundruf der Tiroler Tageszeitung.
"Unsere 9500 Betten sind für Weihnachten sehr gut gebucht, spätestens ab 30. Dezember gibt es nur noch vereinzelt Zimmer", erklärte Wilma Himmelfreundpointner, stellvertretende Geschäftsführerin des Tourismusverbands (TVB) St. Anton.
Einzelne Zimmer frei
Nach dem bislang eher verhaltenen Winter noch nicht voll im Betrieb seien jedoch die Bergbahnen. "Derzeit sind 28 der 85 Lifte offen, bis Weihnachten werden aber sicher noch weitere dazukommen", glaubt die Touristikerin, dass es in einigen Bereichen des Skigebietes "eng werden kann".
Davon geht auch Innsbrucks TVB-Direktor Friedrich Kraft aus. "Von den 70 Liften der neun Skigebiete unserer Ferienregion sind derzeit etwa 30 in Betrieb", schätzt Kraft, dass es auf den Pisten besonders am 26. und 27. Dezember eng werden könnte. Jedenfalls seien die 16.000 Betten im TVB ab Silvester bis 4.1. voll.
Keine Pistenstaus erwartet Doris Dengg, Sprecherin der Zillertaler Ferienregion Mayrhofen-Hippach, mit 16.000 Betten. Diese seien zwischen 24. Dezember und 7. Jänner so gut wie voll, "auch alle 49 Liftanlagen sind voll in Betrieb", meinte Dengg.
Dass es zu Weihnachten in den Skigebieten zu kleineren Wartezeiten kommt, "ist wie jedes Jahr ganz normal", meinte Paula Müllmann, Geschäftsführerin des TVB Lienzer Dolomiten. Noch sei man nicht bummvoll, für Silvester seien Zimmer aber auch in Osttirol Mangelware. Von den zwölf Skiliften der Region seien erst drei im Einsatz.
Seefeld wartet noch immer auf Schnee. Erst 13,5 von insgesamt 260 Kilometern Langlaufloipe können in der Region befahren werden. Die 17.000 Betten seien trotzdem gut ausgelastet, sagt der Chef des TVB Seefeld, Markus Tschoner.
Einzelne freie Zimmer für Weihnachten sind noch im Unterland zu haben. Die "Mega-Anreise findet bei uns erst am 30. Dezember statt", erklärte Michaela Zass vom TVB Brixental. Aber nur ein geringer Teil der Lifte fährt schon. So sind etwa in Scheffau acht von 19 Liften offen, in Westendorf nur drei von 13.
Ansturm bleibt aus
Sölden profitiert bisher nicht vom Schneemangel in den tieferen Lagen. "In ähnlichen Jahren wurde der Gletscher regelrecht gestürmt. Heuer merken wir davon nichts", sagt der Direktor des TVB Sölden, Peter Marko. Dass es besonders eng werden könnte, glaubt er nicht. "In den Hauptzeiten sind wir so und so voll."
Laut Tirol Werbung sehen die heimischen Touristiker die Wintersaison "positiv optimistisch". Selbst bei Schneemangel gebe es ein breites Angebot neben dem Wintersport. Außerdem könnten 60% der Tiroler Pisten beschneit werden.
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Quelle: SpiegelOnlineSCHNEEMANGEL IN DEN ALPEN
16 Grad in Wien, blühende Pisten
Von Marion Kraske
Erleichterung in Österreichs Skigebieten: Es schneit! Doch die Sorge von Touristen, Wintersportanbietern und Ski-Funktionären bleibt: Wie lange sind Pistenspaß und das Geschäft mit dem Winter in Zeiten des Klimawandels noch möglich? Der Skiverband erwägt bereits, Rennen nach Russland zu verlagern.
In den Tälern Tristesse: Wenige Tage vor Weihnachten grüßen den Österreich-Besucher vielerorts hässliche dunkelgrüne Rasenflächen statt pulverig-weißer Pracht. Wedelnde Skiasse, die elegant die Tal-Abfahrten hinunter sausen, sucht man vergeblich. Nur weiter oben, auf den Bergen, gibt es Hoffnung. 50 Zentimeter Schnee liegen in den Höhen bei Bad Hofgastein, St. Anton im Arlberg meldet 55 Zentimeter und der Jochberg - immerhin - 25 Zentimeter. Seit dem Wochenende schneit es in den Höhenlagen; die Schneefallgrenze sank vielerorts auf unter 1000 Meter. Dennoch: Von den 260 Seilbahnunternehmen in der Alpenrepublik sind bislang gerade einmal die Hälfte in Betrieb.
Der Saisonstart ist gehörig ins Wasser gefallen. Viele Familien mussten ihre gebuchten Skitage kurzerhand wieder absagen. Seither kennt Österreich neben den quälenden Koalitionsverhandlungen zwischen den Großparteien SPÖ und ÖVP momentan nur ein wichtiges Thema: den Schneemangel. Kein Tag vergeht, an dem österreichische Zeitungen nicht ausgiebig die Auswirkungen der fehlenden Flocken analysieren. Es gibt Sonderseiten, Interviews zuhauf, ja, ganze Talksendungen widmen sich dem "Winter ohne Schnee".
Zehn Prozent müssen bangen
Gleich zwei Studien, die in den vergangenen Tagen veröffentlicht wurden, belegen: Der Klimawandel macht vor allem dem Alpenraum zu schaffen. Laut neuesten Untersuchungen der OECD waren die Jahre 1994, 2000, 2002 und 2003 die wärmsten der vergangenen 500 Jahre. Mit fatalen Folgen: 599 von 666 der mittelgroßen und größeren Skiregionen in den Alpen werden zwar auch künftig genügend Schnee haben. "Zehn Prozent der Wintersportregionen in Österreich müssen dagegen um genügend Schnee bangen", sagt Shardul Agrawala vom Umweltdirektorat der OECD.
Die Klimamodelle der Organisation zeigen, dass die Entwicklung künftig sogar noch schneller fortschreiten wird. Das erschreckende Zukunftsszenario sieht dann so aus: Der Permafrost in den höheren Lagen taut auf, die Gletscher schrumpfen. Und der Schnee? Wird wohl zum Auslaufmodell - zumindest in den tieferen Lagen.
Zum Auftakt des meteorologischen Winters am 1. Dezember bot sich statt Schnee ein ungewohntes Bild: An manchen Orten in der Alpenrepublik bedeckten Blumen die Ski-Pisten. In Wien wurden stellenweise frühlingshafte 16 Grad gemessen. Im berühmten Prater drehten Jogger statt mit wärmender Thermokleidung in sommerlichen T-Shirts ihre Runden.
Wärmster Herbst seit 250 Jahren
"Dies war der wärmste Herbst seit 250 Jahren", sagt Reinhard Böhm von der Wiener Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik. Böhm, ein kleiner Mann mit ungebändigten grauen Haaren, ist kein Scharfmacher. Keiner, der unnötig Alarm schlägt. Er will Daten liefern, damit die Debatte über den Klimawandel versachlicht werden kann. Zusammen mit einem Forscherteam hat er die Temperaturen der letzten 1300 Jahre ausgewertet. Die Ergebnisse der Klimastudie sind alarmierend.
In den vergangenen 100 Jahren ist die Temperatur auf der Erde laut Böhm um ein Prozent angestiegen, in den Alpen war sie sogar doppelt so hoch. "Der Alpenraum ist eine extrem sensitive Zone", sagt der Forscher. Klar, warme und kalte Jahre hat es immer gegeben. Im Moment, das belegen die Aufzeichnungen, sei man jedoch dabei, aus dieser Schwankungsbreite auszubrechen.
Vieles in der Klimadebatte hält Böhm für "überhitzt", eines aber steht für den Klimaforscher bereits jetzt fest: Langfristig - in 30 bis 100 Jahren - werde der Schnee weniger werden, wenn auch von Ort zu Ort in unterschiedlichem Ausmaß.
Wirtschaftsfaktor Schnee
Gerade im Alpenraum ist Schnee allerdings ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Mehr als 6000 Mitarbeiter sind beispielsweise ganzjährig bei den österreichischen Seilbahnbetreibern beschäftigt, hinzu kommen Tausende von Saisonmitarbeitern. Insgesamt, sagt Egon Smeral, Tourismusexperte am Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO), macht der Anteil des Wintertourismus am österreichischen Bruttoinlandsprodukt immerhin neun Prozent aus.
Sollten die Erhebungen der Klimaforscher richtig sein, sagt Smeral, dann wird Skifahren noch teurer werden. Für den Ökonom ist das eine ganz einfache Rechnung: Wenn sich die Schneedecke verknappt und die Nachfrage gleich bleibt, erhöhen sich automatisch die Preise. Schließlich müsse mehr Technik eingesetzt werden, etwa Kühlhäuser und Schneekanonen. "Das ist energieintensiv und kostet."
Die Tendenz zu höheren Preisen ist bereits jetzt sichtbar. In den österreichischen Skigebieten haben nahezu alle Betreiber die Tageskarten für Skilifte erhöht. Ob in Lech, Ischgl oder Schladming - überall müssen Skifreunde dieses Jahr tiefer in die Tasche greifen, bis zu einem Euro pro Tag und Skiticket. In St. Anton und Sölden ist der Tages-Skipass für Erwachsene mit 40,5 Euro am teuersten
Schneeschilling und nationaler Notstand
Aus Mangel an natürlichem Schnee müssen auf Österreichs Pisten schon jetzt immer mehr Pisten künstlich beschneit werden. Um die Kosten künftig auf mehrere Köpfe zu verteilen, fordert Ingo Karl vom Fachverband der Seilbahnen die Einführung eines "Schneeschillings". "Wir machen schließlich Schnee für alle", argumentiert er.
Tourismusforscher Smeral fordert dagegen ein totales Umdenken in der Branche. Noch seien kosmetische Maßnahmen ausreichend. Die Pisten könnten so planiert werden, dass man mit weniger Schnee auskomme. Doch über kurz oder lang brauche man mehr "klimaneutrale Angebote".
Mit den Schneeproblemen steht Österreich nicht alleine da, betroffen sind alle alpinen Skigebiete. In Italien fordern Pistenbetreiber von Piemont bis Südtirol wegen des Schneemangels sogar die Ausrufung des nationalen Notstands. Lediglich 50 Prozent der Pisten seien befahrbar, schreibt die Zeitung "Corriere della Sera". Nun falle zwar der erste Schnee. Doch die Pistenbetreiber wollen von Rom eine finanzielle Entschädigung für entgangene Einnahmen.
Von den Sorgen mit dem kostbaren Weiß ist auch der alpine Ski-Welt-Cup betroffen. Zum ersten Mal fiel in dieser Saison der Auftakt zu dem Sport-Spektakel im österreichischen Nobelort Sölden ins Wasser, es folgten Absagen im schweizerischen St. Moritz sowie im französischen Val d'Isère.
Peter Schröcksnadel, Präsident des Österreichischen Skiverbands, hält daher für die Zukunft eine bislang kaum diskutierte Variante parat. Er sieht die Rettung im fernen Osten, genauer: in Russland. "Warum fahren wir dort keine Rennen?", fragt der Österreicher. Im Uralgebirge gebe es tolle Abfahrtsstrecken - und jede Menge Schnee.
"Warum fahren wir dort keine Rennen?"
=> Vielleicht weil es dort keinerlei Infrastruktur wie z.B. Hotels mit westlichem Standard gibt, um den gesamten Weltcuptross incl. Journaille (ca. 1000 Leute?) unterzubringen? Nur eine Vermutung.
Ebenfalls drollig:
"In den vergangenen 100 Jahren ist die Temperatur auf der Erde laut Böhm um ein Prozent angestiegen, in den Alpen war sie sogar doppelt so hoch."
=> Bzgl. Celsius-, Fahrenheit- oder Kelvinskala?
- snowflat
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Quelle: ORFSemmering: Schneemangel legt Pistenbetrieb lahm
Die aktuelle Wettersituation setzt dem steirischen Wintertourismus mehr und mehr zu. Plusgrade und Schneemangel gefährden vielerorts den Skibetrieb - so auch am Semmering.
"Ausnahmesituation am Semmering"
Hier kann der Pistenbetrieb nicht mehr aufrecht erhalten werden und muss vorübergehend eingestellt werden. "So eine Situation hat es am Semmering zu Weihnachten noch nie gegeben", sagt Marketingleiter Franz Perner.
Ski-Weltcup am Semmering gesichert
Die geplanten Weltcuprennen der Damen, ein Riesentorlauf und ein Slalom am 28. und 29 Dezember am Semmering sind aber gesichert, beruhigt Perner. Da die Weltcuppiste ab Montag aber gesperrt wird, gibt es keine andere Piste für den Publikumsskilauf. Wie lange der Pistenbetrieb ausgesetzt werden muss, kann Perner nicht sagen.
Plusgrade auch in der Nacht
"Momentan ist es so, dass wir auch in der Nacht Plusgrade haben und deshalb nicht beschneien können. Wir versuchen natürlich alles mögliche, um den Publikumsskilauf so schnell wie möglich wieder anbieten zu können."
Hoffen auf Kälteeinbruch
Perner hofft nun auf einen baldigen Kälteeinbruch, damit, wenn schon kein Schnee fällt, zumindest die Schneekanonen wieder Schnee produzieren können.
Umsatzeinbußen am Semmering
Mit dem Schnee bleiben am Semmering aber auch die Umsätze aus, klagt Perner. "Wir haben keinen Fahrbetrieb und wenn wir keine Pisten anbieten können, haben wir auch keine Einnahmen. Dass wir heuer zu Weihnachten keine Pisten anbieten können, ist eine Ausnahmesituation". Wie groß die Einbußen sind, kann der Marketingleiter noch nicht sagen.
Kabinenbahn weiter in Betrieb
Der Betrieb der Kabinenbahn bleibt trotzdem aufrecht. Die Gäste können auf den Zauberberg hinauffahren und anstatt Skifahren in der Sonne sitzen.
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
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- snowflat
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Auf deren Hompage veröffentlicht:
Quelle: www.zauberberg.atLiebe Gäste!
Auf Grund der heurigen, europaweiten Wettersituation, ist es leider nicht möglich den Pistenbetrieb aufrecht zu erhalten.
Wir müssen, um den Damen FIS-Weltcup am 28. und 29.12.2006 durchführen zu können, die Weltcup-Piste Panorama ab Montag, den 25.12.2006, wieder sperren.
Da momentan keine Beschneiung möglich ist und auch kein Schnee vom Himmel fällt, haben wir leider keine Möglichkeit, weitere Pisten für den Skilauf zu öffnen.
Die Kabinenbahn bleibt aber trotzdem in Betrieb, so dass unsere Gäste den Zau[:ber:]g Semmering hinauf- und wieder herunterfahren können.
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
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- Jens
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Quelle: www.zauberberg.at[/quote]... Die Kabinenbahn bleibt aber trotzdem in Betrieb, so dass unsere Gäste den Zau[:ber:]g Semmering hinauf- und wieder herunterfahren können.
Auch ne schöne Weihnachtsbeschäftigung immer mit der Bahn rauf und runter fahren um auf die geile Piste zu schauen die man nicht fahren darf. Wohl dem der sich keinen Wochenskipass gekauft hat.
Aber n Weltcup Rennen kurz vor knapp zurückzugeben wird halt auch schwierig sein.
- McMaf
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Kann es sein, dass man dort Oberstdorf mit Oberhof verwechselt hat? Kann mich nämlich nicht an Biathlonwettkämpfe in Oberstdorf erinnern. Zumindest was den Weltcup anbelangt.Darauf will man in Oberstdorf noch verzichten. Der beliebte Wintersportort, vor allem durch hochrangige Biathlonwettkämpfe und die reichlich frequentierte Skischanze bekannt, hat seinen Saisonstart aufgrund mangelnden Schnees um eine Woche auf den 21. Dezember verschoben. Sollte es dann immer noch nicht geschneit haben, erwägt man auch hier, Schneekanonen einzusetzen.
- snowflat
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Quelle: Die WeltEinen bisschen Schnee macht noch keinen Winter
Auch im neuen Jahr müssen Skifahrer und Snowboarder auf echten Winterspaß in den Mittelgebirgen und niederen Lagen der Alpen verzichten. Schneekanonen sind im Dauereinsatz.
Kaum Wetterwechsel zum Jahreswechsel: Die weiße Pracht ist nach wie vor Mangelware in den Skigebieten. Nach Angaben des ADAC ist die Schneelage in Deutschland nach wie vor unzureichend. Trotz des Einsatzes von Schneekanonen kann in vielen Gebieten der deutschen Mittelgebirge keine geschlossene Schneedecke hergestellt werden. Ein Gemisch aus Natur- und Kunstschnee bildet die Winterlandschaft in Österreich.
Nur in hohen Lagen der französischen Alpen ging der letzte Niederschlag in Form von Schnee nieder. Sogar in den Hochsavoyen sind Talabfahrten nur bedingt möglich. Die Seealpen in Frankreich, wie beispielsweise Isola 2000, bieten derzeit mit bis zu 80 Zentimetern die dickste Schneedecke.
Auch der Südtiroler Raum ist nicht gesegnet von Naturschnee. Zahlreiche Talabfahrten sind noch nicht geöffnet. In den Hochlagen ist das Skivergnügen meist auch nur dank Schneekanonen möglich.
Die Schweiz bietet derzeit noch die besten Schneebedingungen des gesamten Alpenraumes. Ab etwa 1500 Meter kann überwiegend auf Naturschnee gefahren werden. Tiefer gelegene Skigebiete benötigen jedoch auch Maschinenschnee.
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
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- snowflat
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Quelle: TTSchneemangel kostet Tirol 11.000 Nächtigungen
Verluste bei Nächtigungen müssen Tirols Touristiker zum Saisonstart hinnehmen. Bundesweit brachte der November ein Plus.
Tirols Tourismus ist mit einem leichten Minus in die Wintersaison gestartet. Während bundesweit trotz Schneemangels im November rund 3,3 Mio. Nächtigungen und damit ein Plus von 4,5% gemeldet wurden, schrumpfte die Zahl in Tirol laut vorläufiger November-Statistik der Tirol Werbung um 1,5% zum Vorjahresmonat. Damit fehlen Tirol im November 11.216 Übernachtungen, insgesamt waren die Betten 723.620-mal belegt.
Bundesweit verlief der Start in den Winter bei Gästezahl und Übernachtungen hingegen positiv.
Im Osten Zuwächse
Die höchsten Nächtigungszuwächse wurden in Niederösterreich (+12%), Oberösterreich (+11%), und dem Burgenland (+10%) erzielt, auch Salzburg, Kärnten und Wien wuchsen. Neben Tirol verzeichete nur Vorarlberg Verluste (-4,1%). Für das bisherige Kalenderjahr 2006 ist die Bilanz noch leicht negativ.
Bei den Ankünften betrug das Minus in Tirol 1,3% oder 3152 Gäste. 240.174 reisten insgesamt an, wobei der wichtige deutsche Markt um 11,3% einbrach. Auch deutlich weniger Franzosen, Belgier, Polen, Japaner und Amerikaner reisten an, während mehr Tirol-Urlauber aus Italien, Tschechien, Ungarn, Russland, Schweden und Spanien kamen. Das drastischste Plus verzeichneten mit +74% die Chinesen. Zulegen konnten vor allem die höher kategorisierten Hotels.
Überdurchschnittlich häufig nächtigten laut Statistik Austria die inländischen Gäste (+9,7%) in Österreich, die Zahl der Nächtigungen ausländischer Gäste blieb nahezu gleich (+0,1%).
Plus für Reisebüros
Die Ausgaben für Urlaubs- und Geschäftsreisen, Verwandten- und Bekanntenbesuche sowie Fahrten zu Wochenendhäusern haben in Österreich heuer erstmals mehr als 30 Mrd. Euro betragen. Laut Statistik Austria lag der mit 30,39 Mrd. Euro um 3,9% höher als im Vorjahr, wobei 53% der Gesamtausgaben auf ausländische Reisende entfiel. Ein Plus verzeichneten auch die Tiroler Reisebüros. "Die Umsätze liegen rund 5% über dem Vorjahr", erklärte Andreas Kröll, in der Wirtschaftskammer Tirol Obmann der Reisebüros, auf Anfrage der TT.
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
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Quelle: ORFKrise im Skigebiet Gaißau
Mit Umsatzeinbußen von 300.000 Euro sehen sich die Saalbacher Bergbahnen im Skigebiet Gaißau konfrontiert. In der Gaißau liegt so gut wie kein Schnee, die Lifte sind außer Betrieb. Die Angestellten müssen Urlaub nehmen.
Wehmut
Jetzt hoffen die Seilbahnbesitzer, dass Wettervorhersagen stimmen und der ersehnte Schnee in den nächsten Tagen kommt. Mit Wehmut denken Skifahrer und Liftgesellschaft an den vergangenen Winter zurück.
Erinnerungen an 2005/06
2005/06 hatte es Mitte November zugeschneit und Sportler aller Altersklassen aus der Landeshauptstadt und Hallein hatten das schöne Skigebiet vor der Haustür geradezu gestürmt.
Ganz anders ist die Situation heuer. Die letzten Wochen waren außerordentlich trocken und warm. Die seltenen Niederschläge fielen in Form von Regentropfen vom Himmel. Eine künstliche Beschneiung gibt es in der Gaißau nicht. Von weißer Pracht also weit und breit keine Spur.
15 auf Urlaub, Saisoniers ohne Job
Helmut Thomas von den Saalbacher Bergbahnen, denen die Liftanlagen in der Gaißau gehören, beziffert den Umsatzverlust mit 250.000 bis 300.000 Euro. Er habe die 15 Ganzjahresangestellten auf Urlaub schicken müssen, bedauert Thomas. Die zehn Saisonniers habe er noch gar nicht einstellen können.
Jetzt ruhen alle Hoffnungen auf einem Wetterumschwung. Fallen genug Flocken vom Himmel, wäre zumindest der zweite Teil der Weihnachtsferien gerettet.
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
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Quelle: TTLienz: Schneemangel ließ Skifahrer in den Weihnachtsferien kalt
Höchstens zehn Prozent weniger Gäste im Vergleich zu 2005, das schätzen die Lienzer Bergbahnen.
Strahlender Sonnenschein, frühlingshafte Temperaturen und grüne Wiesen - so präsentierte sich ein Großteil des Lienzer Talbodens zur Weihnachtszeit. Dennoch ist vor der Zettersfeld-Talstation ebenso wie bei den Hochsteinliften kein freier Parkplatz mehr zu ergattern.
"Wir sind mit dem Gästeandrang zwischen Weihnachten und Silvester sehr zufrieden", sagt Werner Stiebellehner, Geschäftsführer der Lienzer Bergbahnen. Er schätzt das Minus im Vergleich zum vergangenen, sehr guten Winter auf höchstens zehn Prozent. Und das, obwohl in den letzten Tagen nicht beschneit werden konnte. "Es ist in der Höhe zu warm."
Liftkarten verbilligt
"Am ehesten lässt sich noch die Hochstein-Talabfahrt beschneien, die bis ins Tal hinunterführt", erklärt der Bergbahnmanager. Zwei Lifte sind nicht in Betrieb, dafür kosten die Karten bis zu einem Viertel weniger.
Den ausgiebigen Sonnenschein hält Stiebellehner für positiv: "In dieser Jahreszeit spielt das eine große Rolle."
Zehn Grad Unterschied
Das meint auch Claudia Wibmer von den Matreier Bergbahnen: "Sonne haben wir genug", sagt sie. Das Goldried-Skigebiet muss besondere Temperaturunterschiede verkraften: Im Tal sind es minus vier Grad, während das Thermometer an der Bergstation plus sechs Grad zeigt. Vier von acht Liften sind außer Betrieb. Auch in Kals, wo es zuletzt am 9. Dezember schneite, können nur vier von sechs Aufstiegshilfen benützt werden.
In St. Jakob müssen die Skifahrer auf zwei von sieben Liften verzichten. Nur Sillian meldet den Vollbetrieb aller Lifte, auch die Schneekanonen sind am Thurntaler im Dauereinsatz. "Wir beschneien bis ins Tal", heißt es im Skizentrum Hochpustertal.
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
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Zum Thema:
Letzte Woche in Sörenberg war es ähnlich. Auf der Rosweid hat es normalerweise Schneekanonen. Am 27. war keine einzige zusehen. Weder am Doppelschlepplift noch am Schlusshang bei der Talabfahrt. Dafür konnten sie aber ihr tolles Fis Rennen auf der Ochsenweid durchführen. Dabei waren die Verhältnisse am Doppel Lift nicht besonders und gerade für Anfänger eher schwierig. Dabei sollte doch gerade eine Anfängerpiste im Ordentlichen zustand sein. Schliesslich brauchen sie doch Nachwuchs.
Das Rennen den Vorzug vor dem normalen Betrieb erhalten finde ich bedenklich. Das ist wie die Frage mit dem Ei und dem Huhn. Als Tourist kommt man sich doch für Dumm verkauft vor, wenn ein Rennen statt findet, man selber aber nicht fahren kann.Semmering: Schneemangel legt Pistenbetrieb lahm
Letzte Woche in Sörenberg war es ähnlich. Auf der Rosweid hat es normalerweise Schneekanonen. Am 27. war keine einzige zusehen. Weder am Doppelschlepplift noch am Schlusshang bei der Talabfahrt. Dafür konnten sie aber ihr tolles Fis Rennen auf der Ochsenweid durchführen. Dabei waren die Verhältnisse am Doppel Lift nicht besonders und gerade für Anfänger eher schwierig. Dabei sollte doch gerade eine Anfängerpiste im Ordentlichen zustand sein. Schliesslich brauchen sie doch Nachwuchs.
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Petrus und Kanonen
Von Sebastian Knauer
Über Weihnachten konnten sich die bayerischen Wintersportorte mit der Zukunft vertraut machen - Ski fahren war allenfalls in höheren Lagen möglich.
Frohgelaunt schweben zwei Männer im gepolsterten Vierersessellift auf den Stümpfling. Es sind der Münchner Unternehmer Stefan Schörghuber, Mehrheitsgesellschafter der "Alpenbahnen Spitzingsee GmbH", und Erwin Huber, der Wirtschaftsminister des Freistaats Bayern. Sie haben sich in dicke Wintermäntel gehüllt, auch wenn das Thermometer auf 1504 Metern leichte Plusgrade anzeigt.
Minister Huber, Investor Schörghuber: Verpulverte Fördergelder?
Unterwegs passieren sie einen nierenförmigen künstlichen Wasserspeicher mit einem Fassungsvermögen von 42.000 Kubikmetern. Eine Pumpstation bringt das reine Bergwasser zu den 25 Schneekanonen, die die Pisten "schneesicher" machen sollen.
Der Politiker Huber ist vom Konzernchef Schörghuber an diesem Dezember-Mittag eingeladen, den neuen Skizirkus einzuweihen. Die Beförderungskapazität in dem Skigebiet oberhalb des Schliersees wurde von stündlich 1700 auf 4800 Personen erhöht. Inklusive Beschneiungsanlagen, Berghütten und Ausgleichsmaßnahmen für die Natur hat sich die Schörghuber-Gruppe die Modernisierung rund 14 Millionen Euro kosten lassen.
Die Investitionsfreude mag erstaunen angesichts der Perspektiven, die dem Wintersport in den deutschen Alpen drohen. Wer die Skier, die er unter dem Christbaum gefunden hatte, gleich ausprobieren wollte, der musste sich schon in Hochlagen begeben, um auf einer ordentlichen Schneedecke zu carven. Orte wie Lenggries oder Bayrischzell meldeten über Weihnachten: Ski und Rodel mies.
Dass es irgendwann im neuen Jahr schneit, davon gehen selbst die lautesten Mahner unter den Klimaforschern aus. Sogar mächtig weiße Winter wie der vorige, als viele Hausbesitzer um ihre pappschneebelasteten Dächer fürchteten, sind immer mal wieder möglich. Der Genosse Trend jedoch ist erbarmungslos mit den Freunden des alpinen Skilaufs.
Nach einer zum Saisonstart vorgelegten Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD) gefährdet die Erderwärmung im schlimmsten Fall zwei Drittel aller Skigebiete in den Alpen. Die bayerischen Orte erwischt es demnach fast komplett: Schon bei zwei Grad Temperaturanstieg sind 87 Prozent der Pisten zukünftig nicht mehr als "schneesicher" einzustufen. Schon in einigen Jahrzehnten dürften Abfahrten unterhalb von 1500 Metern schlicht unmöglich sein.
Als "schneesicher" definiert die OECD Örtlichkeiten, die pro Jahr an mindestens 100 Tagen eine Schneedecke von rund 30 Zentimetern aufweisen. In den Alpen sind das derzeit rund 600 Skigebiete. Nur ein Grad weitere durchschnittliche Erwärmung werde ihre Zahl auf 500 mindern. Und jedes weitere Grad bedeutet das Aus für weitere 100 Skigebiete. Der Klimaexperte Shardul Agrawala kam auf diese bedrohlichen Prognosen, nachdem er riesige Datenmengen durch den Rechner geschickt hatte. Bereits die Jahre 1994, 2000, 2002 und 2003 waren die wärmsten der vergangenen 500 Jahre.
Gefährdete Winterwelt
Natürlich kennen auch Investoren wie Schörghuber diese Daten. Mal abgesehen davon, dass sie gern daran erinnern, wie sich zuweilen auch Klimaforscher widersprechen, handeln sie durchaus realitätsnah: An der Wallbergbahn am Tegernsee (790 Meter) ließ Schörghuber Sessel- und Schlepplifte abbauen - und errichtete eine 6,5 Kilometer lange Rodelbahn, die ab 10 Zentimeter Schneeauflage die Touristen anlocken soll. Die weiße Pracht spielt für den Alpentourismus von morgen möglicherweise nur noch eine Nebenrolle. Der Konzern setzt auf Wandern, Wälder und Wellness, auf "einen Mix von Sommer- und Winteraktivitäten", wie Schörghuber-Sprecher Holger Lösch formuliert. Einerseits.
Andererseits kann sich die Wintersportindustrie auf die Standortpolitik der bayerischen Regierung verlassen. Der Landtag lockerte 2004 die Beschränkungen zum Betrieb von Beschneiungsanlagen - seitdem wuchs die Fläche der künstlich beschneiten Pisten um fast ein Fünftel (siehe Grafik).
Und so wird munter geklotzt, in Hindelang, in Garmisch-Partenkirchen, wo wegen der Ski-WM 2011 rund 100 Millionen Euro in die Infrastruktur gesteckt werden, oder eben am Spitzingsee. Nicht mal die enormen Kosten für Wasser, Energie und die Pistenraupen, die jeden erzeugten Kubikmeter Schnee drei bis fünf Euro teuer machen, schrecken ab: Pro Pistenkilometer kalkulieren die Betreiber rund 200.000 Euro.
Geradezu manisch reiste Wirtschaftsminister Huber im gemäßigten Frühwinter von einem Liftausbau zur nächsten Eröffnung einer Batterie von Schneekanonen - als ob er sich persönlich gegen den Klimawandel stemmen könnte. "Es reicht leider nicht, zu Petrus zu beten", argumentiert Huber, "mutiges Handeln ist das Gebot der Stunde, ich befürworte Investitionen in Beschneiungsanlagen."
Dass Huber bei seinen politischen Gegnern damit Widerspruch herausfordert, wird ihn nicht erschrecken. Christine Markgraf vom Bund Naturschutz fordert angesichts der Erderwärmung einen sofortigen Stopp des "bayerischen Ausbauwahns", die Grünen im Münchner Landtag klagen über "verpulverte" Fördergelder: "Mit Schneekanonen kann man nicht den Klimawandel bekämpfen."
Unangenehm für den Wirtschaftsminister ist hingegen, dass schon Kabinettskollegen offen Front machen. Umweltminister Werner Schnappauf hält den Ausbau tiefer gelegener Skigebiete "ökonomisch und ökologisch" für unsinnig: "Das sind Fehlinvestitionen der Zukunft."
Es sind Leute wie Schnappauf, die die Stimmung am Berg allmählich verändern. Die Stammtischparolen, wonach die grünen Klimaforscher "ein Schmarrn" verbreiten würden, werden seltener. Die Kundschaft hat bereits auf die erschwerten Verhältnisse reagiert. "Kürzere Aufenthaltszeiten, spontane Umbuchungen, skiferne Aktivitäten", fasst Garmisch-Partenkirchens Tourismusmanager Peter Nagel den Trend zusammen: "Die Leute checken im Internet die Web-Kamera, ob heute Schnee gefallen ist, und fahren los."
Die Entwicklung scheint nicht aufzuhalten zu sein. Man kann sie allenfalls verzögern, mit noch mehr Technik. Es gibt nämlich das Bakterium "Pseudomonas Syringae". Das abgetötete Bakterium lässt als Kristallisationskern Wasser schon bei rund fünf Grad plus zu Schnee gefrieren. Mit ihm produzieren Schweizer Dörfer im Wallis und im Berner Oberland Schnee auch bei Plustemperaturen - ein echter Wettbewerbsvorteil in der alpinen Aufrüstung.
Ob die biologische Wunderwaffe schadet, ist in der Forschung umstritten. In Deutschland ist das Schneedoping jedenfalls verboten. Noch.
Quelle: Der Spiegel
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Stani
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Mit den obengenannten Baktierien arbeiten - wenn ich mich nicht irre - auch die französische Skigebiete, aber es gibt noch jede Menge Schneedoping:
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Würd mich interessieren, ob es in Österreich erlaubt ist, oder eher nicht?
Quelle: Chemical & Engineering NewsWhen the temperature isn't quite cold enough snowmakers need little helpers in the form of seed materials added to the water to generate nucleation sites. Silver iodide, kaolin, soaps and detergents, and fungi or lichens are among the materials that have been used.
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Würd mich interessieren, ob es in Österreich erlaubt ist, oder eher nicht?
- snowflat
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Quelle: ORFKein Schnee: Skipassverkauf läuft schleppend
Die Schneekanonen haben es möglich gemacht, dass die Skisaison trotz Neuschneemangels angelaufen ist. Die Seilbahnwirtschaft klagt allerdings, dass es beim Kärnten-Skipass einen starken Rückgang gibt.
Bisher 4.000 Skipässe weniger verkauft
In der Vorsaison wurden bis Weihnachen 27.000 Kärntner Skipässe verkauft, in der laufenden Saison nicht einmal 23.000. Wenn es nicht bald viel Schnee gibt, könnte es für die Skigebiete in Kärnten finanziell eng werden.
Mit dem Kärntner Skipass kann man in 33 Skigebieten in Kärnten und Osttirol sozusagen unbegrenzt die Pisten nutzen. Wolfgang Löscher von der Seilbahnwirtschaft kann aber keine Erfolgsmeldungen über den Skipassverkauf verkünden.
"Wir haben gegenüber dem letzten Jahr mit dem Spitzenwinter einen Rückgang von ca. 20 Prozent, das sind 1,5 Millionen Euro Verluste im Vorverkauf."
Verkauf läuft nur bis Weihnachten
Verluste, die nicht mehr aufgeholt werden können, denn der Skipassverkauf läuft eigentlich nur bis Weihnachten. Danach sind die Tageskartenkäufer gefragt, aber für dieses Geschäft fehlt im Moment noch der Schnee.
Löscher: "Wir leiden massiv darunter, dass über 1.000 Meter kaum Minusgrade herrschen. Die Schneeproduktion ist daher schwierig. Durch die Inversionswetterlage können wir in tieferen Lagen derzeit besser beschneien, als oben."
Viele Millionen Euro wurden in den letzten Jahren in Lift und Seilbahnanlagen investiert. Auch wenn das Geschäft in dieser Saison noch sehr schleppend läuft, müssen Kredite zurückgezahlt werden.
Packages für Familien
Der Skipass kostet für eine Einzelperson 454 Euro, für zwei Erwachsene 771 Euro und z.B. für zwei Erwachsene und ein Kind 828 Euro. Für Eltern und zwei Jugendliche schlägt der Skipass mit 1.262 Euro zu Buche.
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
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da_Woifi hat geschrieben:Petrus und Kanonen
Von Sebastian Knauer
Unangenehm für den Wirtschaftsminister ist hingegen, dass schon Kabinettskollegen offen Front machen. Umweltminister Werner Schnappauf hält den Ausbau tiefer gelegener Skigebiete "ökonomisch und ökologisch" für unsinnig: "Das sind Fehlinvestitionen der Zukunft."
Gott sei dank gibts noch vernünftige Leute in der CSU nicht nur so mafiöse Hubers und Söders.
-
Michael Meier
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Quelle: ORFSkigebiete bangen um Kunstschnee
Viele Salzburger Skigebiete bangen um ihre Kunstschneepisten. Denn Regen und viel zu mildes Wetter nagen an den Abfahrten bis ins Tal - und die Kälte lässt weiter auf sich warten.
Sorge vor allem bei Kleinen
In großen Skizentren wie Saalbach und Zell am See sind die perfekt präparierten Kunstschneeabfahrten zurzeit bis zur Talstation befahrbar.
Besorgt ist man in kleineren Skigebieten wie etwa auf der Loferer Alm. Normalerweise herrscht dort am Dreikönigstag Hochbetrieb. Schlechtwetter und Schneemangel führten dieses Jahr jedoch dazu, dass die Pisten kaum bevölkert waren.
"Höllische Mischung für die Piste"
Dabei ist es zurzeit noch möglich, bis zur Talstation abzufahren. Doch die milden Temperaturen bereiten dem Geschäftsführer große Sorgen.
"Wärme und Regen sind natürlich eine höllische Mischung für die Piste", sagt Willi Leitinger von den Loferer Almbahnen. "Wir hoffen, dass wir über die Woche drüberkommen, damit wir die Talabfahrt und den Betrieb ordentlich aufrechterhalten können."
Mehr Schneekanonen in Lofer geplant
Seit Anfang des Jahres habe die Beschneiung Zwangspause, "weil die Temperaturen nicht mitgespielt haben", ergänzt Leitinger. "Wir haben zehn Schneekanonen im Skigebiet und wollen auf Grund der Erfahrung stärker in diese Richtung investieren."
Doppelt so viele Schneekanonen wären nötig, um ausreichend Kunstschnee zu produzieren. Denn jeder kalte Tag müsste effektiv genützt werden, um die Pistenqualität zu sichern.
Nicht nur Begeisterung der Skifahrer in Zell
In Zell am See können sich die Skifahrer noch an durchgehend weißen Pisten erfreuen, die bis ins Tal führen. Doch die Begeisterung der Skifahrer hält sich in Grenzen. So mancher klagt über eisige oder braune Stellen auf den Abfahrten ins Tal.
"Halten eine Woche locker aus"
Die vorhergesagten milden Temperaturen verursachen Schmittenhöhe-Bahnen-Vorstandsdirektor Hans Wallner dennoch keinen Stress.
"Eine Woche halten wir ganz locker aus", sagt Wallner. "Wir haben bis ins Tal auf 750 Meter geschlossene Schneedecke und genug Schnee. Die Gäste werden sich insoweit freuen, weil die oben auf der Terrasse in der Sonne sitzen werden und Ski fahren."
Naturschnee könnte wegschmelzen
Auch im Skizirkus Saalbach-Hinterglemm sind die Pistenverhältnisse dank intensiver Beschneiung überraschend gut. Dennoch bereitet den Verantwortlichen die Wetterprognose leichtes Kopfzerbrechen.
"Durch den letzten Schneefall sind natürlich auch Pistenteile weiß, die nicht beschneit sind. Und da ist die Auflage eher gering", sagt Helmuth Thomas, Geschäftsführer der Saalbacher Bergbahnen. "Eine zu lange Warmwetterperiode würde uns nicht gut tun."
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Quelle: ORFKein Schnee: Skiliftbetreiber kämpfen ums Überleben
Der milde Winter macht den Tourismus-Verantwortlichen schwer zu schaffen. Zwar ist die Buchungslage gar nicht so schlecht, doch klagen vor allem die Skiliftbetreiber in fast allen Regionen über große Verluste.
Im Wintersportort Hirschegg in der Skiregion Süd ist im heurigen Winter von Wintersport noch nicht viel zu sehen sehen - nur ein Lift und die Märchenwiese sind in Betrieb; mehr war selbst mit Hilfe von Schneekanonen nicht möglich.
"Wenn der Herrgott nicht mitspielt"
Rudolf Konrad ist in Hirschegg seit 50 Jahren der Liftbetreiber; so einen milden Winter, sagt er, hat er aber noch nie erlebt: "Man hat geglaubt, die Schneeanlagen sind das Evangelium des Winters. Siehe da, man kann goldene Schneekanonen und goldene Pistengeräte haben, wenn der liebe Herrgott mit dem Wetter nicht mitspielt, ist alles sinnlos."
Konrad rechnet im heurigen Winter mit Umsatzeinbußen von mehr als 50 Prozent; das sei nie wieder einzuholen.
Gaberl: 70 Prozent weniger Umsatz
Auch einen Berg weiter, am Gaberl, bleiben die Skifahrer aus: "Auf Grund dessen, dass wir erst knapp vor Weihnachten mit dem Betrieb begonnen haben, ist es so, dass wir bis Ende Dezember rund 70 Prozent weniger Umsatz als im Vorjahr gehabt haben, und das ist sicher eine der schlechtesten Saisonen der letzten sechs, sieben Jahre", sagt Thomas Howischer von den Gaberl Skiliften.
Aflenz: Kein Wasser zum Beschneien
Alles andere als eine Traumsaison ist es auch auf der Aflenzer Bürgeralm: Die Lifte stehen still, zum Beschneien fehlt das Wasser. Man rechnet mit Mega-Verlusten.
Stuhleck: Nur ein Lift noch nicht in Betrieb
Im Skigebiet Stuhleck am Semmering scheint es dagegen nach Anfangsschwierigkeiten nun wieder bergauf zu gehen. Nur ein Lift ist noch nicht in Betrieb, ansonsten konnten alle Pisten mit Kunstschnee präpariert werden.
Kreischberg: Mehr Saisonkarten verkauft
Kunstschnee ist auch das Geheimrezept des Kreischbergs - heuer wurden sogar um acht Prozent mehr Saisonkarten verkauft als im vergangenen Winter, sagt Karl Schmidhofer von den Kreischberg Bahnen: "Wir haben Ende Oktober die erste Kältewelle genutzt, Schneedepots angelegt, mit der Beschneiung relativ früh begonnen, und mit diesen Schneedepots konnten wir rechtzeitig die Saison eröffnen."
Planai: 1,6 Millionen für Kunstschnee
Auch die Planai-Hochwurzen-Bahnen haben 500 Schneekanonen im Einsatz; die Produktionskosten für das künstliche Weiß betragen bis jetzt 1,6 Millionen Euro. Kleine Gebiete kommen da nicht mit und kämpfen ums Überleben.
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
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