www.orf.atStreit wegen mangelnder Beschneiung
Nachdem es in Mieders im Stubaital nicht gelang, den letzten Teil der Talabfahrt zu beschneien, ist jetzt ein Streit um die Beschneiung ausgebrochen. Die Touristiker sprechen von einer Katastrophe, die Seilbahner geben dem Wetter die Schuld.
Krisengespräch am Mittwoch
In Mieders brennt der Hut, die Weihnachtstage kann der kleine Ort im Stubiatal abschrieben. Am Mittwochnachmittag kam es zu einem Treffen am Parkplatz der Serlesbahnen: Bürgermeister, Betriebsleiter und Geschäftsführer der Bahnen, trafen auf erboste Gastronomen und Touristiker des Ortes.
Mieders
Das Skigebiet bot einen traurigen Anblick: Anstatt Schnee war Eis auf der Piste. Die Lanzen der Kunstschneeanlage haben mehr Wasser ausgespuckt als weißes Gold produziert.
Streit um die Ursache
Schuld daran habe die Wetterlage. In Mieders sei es zu feucht gewesen, so Ernst Leitgeb, Bürgermeister und Mehrheitsgesellschafter in Mieders. "Wenn die Luftfeuchtigkeit nicht passt, können wir mit unserer Anlage nicht beschneien."
Die Ursache für das Dilemma sei ein fehlender Experte, sagen die Kritiker. Die Liftbetreiber gaben dem Wetter und der Anlage die Schuld.
Josef Weichinger, Hotelier und Seilbahngeschäftsführer: "Wir haben eine Beschneiungsanlage, bei der man mindestens zwei Wochen zum Beschneien braucht. Heuer hatten wir nur acht Tage und deswegen hat es uns so getroffen."
Geschäftsführer soll abberufen werden
Die Gastronomen haben die Nase voll, keine Gäste am Berg und leere Kassen, für sie sei die Lage katastrophal, so Günter Fink, Chef Ochsenhütte, Mieders.
Wie es weitergehen soll, weiß offensichtlich niemand. Schnee ist keiner in Sicht und der Betriebsleiter hat zum 1. Jänner 2007 gekündigt. Jetzt soll auch der Geschäftsführer abberufen werden. Markus Lehner, Gastwird und Bahngesellschafter: "Ich bin Gesellschafter der ersten Stunde. Meiner Meinung nach hat der Geschäftsführer von der Sache keine Ahnung, er ist der falsche Mann."
Mieders: Streit wegen mangelnder Beschneiung
- Jens
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Mieders: Streit wegen mangelnder Beschneiung
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Ups, da ist ja Feuer unterm Dach ... oder: Da brennt der Baum
... vielleicht sollten sie mal Kontakt mit Mellau aufnehmen, da hat man zusammen Schnee geschaufelt, um den Betrieb aufrecht zu halten
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
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tigerfishli
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Oh weh, die haben ja Probleme.
Ich kenne Gebiete da sind zur Zeit weniger als 20% der Pisten geöffnet ! Und dann gibt es Leute die machen bei diesen Verhältnisse wegen einer Talabfahrt ein solches Theater...
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Naja, in Mieders gibt es eigentlich nur eine Piste, die sich auszahlt, und das ist die Talabfahrt. Der Rest sind 2 Schlepplifte..... Und wenn dann die Hauptabfahrt dicht ist, dann ist das nicht gerade gut.

Quelle: Bergfex
MFG Dachstein
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Zuletzt geändert von Dachstein am 27.12.2006 - 21:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Genau so schaut das aus!!in Mieders gibt es eigentlich nur eine Piste, die sich auszahlt, und das ist die Talabfahrt
hier auch nochmal zu sehen!
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http://www.tirol.com/wirtschaft/innsbru ... 3/index.doMieders: Tag der Wahrheit für Hochserleslift
Bei einer Gesellschafter-Versammlung soll die Bilanz des durchwachsenen Winters auf den Tisch.
Eine etwas groteske Situation herrscht derzeit in Mieders: Eine kleine Minderheit kennt bereits, worauf der ganze Ort und darüber hinaus das ganze Stubaital mit Hochspannung warten: die Bilanz der Hochserleslifte.
Zwei Klassen?
Zur wissenden Minderheit gehören Bürgermeister Ernst Leitgeb sowie die Finanzvorstände des Tourismusverbandes Stubai Tirol als Hauptgesellschafter. Sie bekamen die Zahlen vor kurzem vorgelegt und hielten sie bis dato unter Verschluss, was ihnen viel Kritik einbrachte und breiten Raum für Spekulationen ließ.
Das Gerücht über ein Minus von 500.000 Euro oder mehr macht in Mieders die Runde. Der Grund für die allgemeine Aufregung um das Zahlenwerk ist rasch erklärt.
Erst im April des Vorjahres mussten Gemeinde (Zuschuss) und TVB (Haftung) dem Lift insgesamt 400.000 Euro zuschießen, um den Betrieb für die nächsten zwei Jahre zu sichern. Der durchwachsene Winter, in dem in Mieders auch die künstliche Beschneiung der Talabfahrt nicht funktionierte, riss ein großes Loch in die Kassen.
Die fehlende Information sorgt vor allem bei Mitgesellschaftern für Kritik. "Es gibt offensichtlich zwei Arten von Gesellschaftern. Diejenigen, die öffentliche Körperschaften vertreten und solche wie mich, die persönliche Haftungen unterschrieben haben", schimpft der Gastronom Markus Lehner. "Die einen wissen alles und wir nichts."
Scharfe Kritik auch von Gemeindevorstand Walter Jenewein. Er warf dem Bürgermeister in der jüngsten Gemeinderatssitzung vor, durch die Ablehnung eines Übernahmeangebotes von Muttereralmbahnbetreiber Helmut Zach im Jahr 2005 "zusätzliche 830.000 Euro für die Gemeinde in den Sand gesetzt" zu haben.
Bürgermeister Leitgeb verteidigte sich: Nicht er, sondern der Gemeinderat habe das Angebot damals abgelehnt. Auf die Zahlen ging er nicht weiter ein.
Zwei Möglichkeiten
Bei der Gesellschafterversammlung steht die Zukunft der Bahnen im Zentrum.
Gespräche nach allen Richtungen seien bereits im Gang, bestätigt TVB-Finanzvorstand Hermann Steixner. "Aber noch ist alles offen". Im Wesentlichen seien zwei Szenarien denkbar, meint Steixner. "Entweder man findet einen Investor, was sicher nicht einfach ist, oder man führt den Lift mit Zuschüssen weiter."
Von Christoph Mair
20.03.2007