Das Jahr 2006 war in Deutschland sehr warm, relativ trocken und sehr sonnig. Auch zeigte sich, wie abwechslungsreich das Wetter in Deutschland sein kann. So wird der lange, kalte und vielerorts auch schneereiche Jahresbeginn ebenso in Erinnerung bleiben wie der Monat Juli, der heißeste und sonnigste Einzelmonat seit Beginn regelmäßiger Aufzeichnungen im Jahre 1901. Kurios auch, dass der September insgesamt wärmer war als der viel zu kühl geratene August. Da nicht nur der September, sondern auch der Oktober und der November deutlich wärmer als üblich ausfielen, konnte der man schließlich noch den wärmsten Herbst seit über 100 Jahren verkünden.
Das Jahr 2006 wird zu den wärmsten Jahren in Deutschland seit 1901 zählen. Wären die ersten Monate nicht zu kalt gewesen, hätte es auch hier wohl einen neuen Rekord gegeben. Viele der wärmeren Jahre wurden Ende des vergangenen und zu Beginn des neuen Jahrhunderts verzeichnet.
Deutschlandweit lag die Temperatur im Jahr 2006 bei 9,5 Grad Celsius (°C) und damit 1,3 Grad über dem vieljährigen Durchschnitt von 8,2°C. Die höchste Temperatur in Deutschland konnte der nationale Wetterdienst am 20.7. in Bernburg an der Saale (Sachsen-Anhalt) mit 38,9°C messen. Am kältesten war es auf der Zugspitze am 12.3. mit - 25,9°C. Die kälteste Temperatur im Flachland wurde am 23.1. in Ueckermünde (Mecklenburg-Vorpommern) mit -23,6°C registriert.
Die Jahresbilanz des Niederschlags zeigte ein leichtes Minus. Über alle Regionen Deutschlands gemittelt fielen rund 732 Liter pro Quadratmeter (l/m²) Regen, Schnee oder Hagel. Das sind 93 Prozent des Normalwertes von 789 l/m².
Die Sonne ließ sich 2006 deutlich öfter als normal blicken. Im bundesweiten Mittel konnten 1 780 Sonnenstunden gezählt werden. Das sind 116 Prozent des klimatologischen Mittelwertes von 1 528 Stunden.
Hier zusammengefasst die Wetterereignisse der einzelnen Monate:
Januar 2006
Der Januar war kalt, trocken und sonnig. Die Temperatur lag 2,1 Grad unter dem vieljährigen Mittelwert von -0,5°C. Es fielen nur 39 Prozent der üblichen Niederschlagsmenge von 61 l/m². Die Sonne schien mit durchschnittlich 89 Stunden doppelt so viel wie normal.
Nach starkem Schneefall fiel vom 3. auf den 4. in etwa 1 200 Haushalten Bayerns der Strom aus. Nebenstraßen und Bahnstrecken waren unbefahrbar. In Bad Reichenhall stürzte am 2. durch die Last von mindestens 180 Tonnen Nassschnee in Verbindung mit Baumängeln das Dach der Eissporthalle ein. Es gab 15 Tote. Eisglätte führte am 11., 12., 17., 18., 20. und 26. zu Verkehrsunfällen in weiten Teilen des Landes. Schneeverwehungen im Bayerischen Wald störten dort am 18. den Bahnverkehr erheblich. Auf den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld gab es Verspätungen bis zu 2,5 Stunden. Bei strengem Frost bis nahe -25 Grad Celsius (°C) erfroren im Laufe des Monats acht Menschen. Der Rhein-Main-Donau- und der Mittellandkanal wurden gesperrt. Die Oder fror im gesamten deutschen Abschnitt zu.
Februar 2006
Auch der Februar war in Deutschland zu kalt. Statt der typischen 0,4° C wurde durchschnittlich -0,4°C gemessen. Die Niederschlagsbilanz war ausgeglichen. Die Sonne erreichte nur 72 Prozent der üblichen 73 Stunden.
Am Morgen des 1. behinderte am Flughafen München starker Nebel den Betrieb; 65 Flüge mussten annulliert werden. [b[Auf der Strecke Frankfurt-Köln blieb ein ICE wegen Eiszapfen an der Oberleitung 90 Minuten stehen[/b]. Am 2. kam es zu mehreren Schiffskollisionen bei Köln und auf dem Dortmund-Ems-Kanal bei Hörstel. Auf der A 9 bei Eisenberg in Thüringen verursachte Eisglätte am 3. eine Massenkarambolage, in die 20 Fahrzeuge verwickelt waren. In den Nächten zum 8. und 9. überfluteten Regen und schmelzender Schnee die A 24 in Schleswig- Holstein. Diese Strecke sowie ca. 50 weitere Straßen in Sachsen, Brandenburg und die Bahnstrecke Dresden-Berlin wurden zeitweilig gesperrt. Auch in Bayern gab es Verkehrsbehinderungen. Bei Straubing stürzten einige Bäume durch Schneelast auf Straßen. Mehrere Dächer brachen ein. In Teilen Bayerns wurde Katastrophenalarm ausgerufen. Am 10. starben zwei Menschen auf der A 93 bei Hausen, südlich von Regensburg, durch einen Unfall aufgrund von Schneeglätte. Auf dem Flughafen München fielen wegen Schneetreiben rund 30 Flüge aus. Nach Tauwetter und Regen wurden wegen Überschwemmung in der Nacht zum 16. viele Straßen um Augsburg und Freising sowie in Ostbayern gesperrt. In der Nacht zum 17. ereigneten sich in Südbayern viele Unfälle durch Glatteis.
März 2006
Deutschland erlebte den kältesten März seit zehn Jahren. Die Mitteltemperatur lag mit 1,5°C genau 2 Grad unter dem Normalwert von 3,5°C. Kräftige Schnee-, später auch Regenfälle sorgten für eine Niederschlagsbilanz von 139 Prozent des Klimanormalwertes von 57 l/m². Die Sonne verfehlte mit 106 Stunden ihr Soll nur knapp.
Vom 1. bis 7. behinderte starker Schneefall mit Glätte den Verkehr, vor allem in Schleswig-Holstein, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Bayern. Es kam zu hunderten von Unfällen, alleine in Bayern waren es 1 500 am 4. und 5. des Monats. Behinderungen gab es auf den Flughäfen Frankfurt, Köln, Düsseldorf und Hannover. Am 10. waren besonders der Raum Hamburg und erneut Brandenburg betroffen; Schneeglätte verursachte wieder viele Unfälle.Zwei Tornados traten am 10. in Wangen im Allgäu und am 27. im Raum Unterweser-Unterelbe auf. Letzterer zerstörte in Hamburg-Harburg Stromleitungen, deckte Dächer ab und brachte zwei Kräne zum Umsturz. Die beiden Kranführer starben, zwei weitere Personen wurden schwer verletzt. Hagel mit Korngrößen bis zwei Zentimeter fiel örtlich am 6. sowie 27. März.
April 2006
Der erste Frühlingsmonat war mit 7,9°C immerhin 0,5 Grad zu warm. Mit 110 Prozent des Normalwertes von 58 l/m² war der Monat etwas zu nass. Die Sonne verfehlte mit 136 Stunden den Normalwert von 152 Stunden.
In der ersten Woche des Monats entspannte sich die Hochwasserlage an einigen Flüssen, besonders an der Elbe. Am 30. wurde mittags über Gießen ein Tornado im frühen Stadium beobachtet, sein "Rüssel" erreichte jedoch nicht den Boden. Hagel gab es vereinzelt am 3. in Südbayern und am 22. in Hessen, am 4. auch örtlich in Brandenburg. Korngrößen bis 1,5 Zentimeter traten auf.
Mai 2006
Im Mai lag die Mitteltemperatur 0,8 Grad über dem vieljährigen Durchschnitt von 12,1°C. Es fielen 130 Prozent des Normalwertes von 71 l/m² Regen. Die Sonne erreichte ihr Monatssoll.
Vom 18. bis 22. verursachten heftige Stürme große Schäden, meist in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Sachsen. Bei Bochum fuhr ein Zug in einen umgestürzten Baum. In Hameln wurde ein Mann von einem Ast erschlagen. Viele Veranstaltungen mussten abgesagt werden. In Bischofswerda in Sachsen wurde ein Supermarktdach abgedeckt. In Dresden zählte man 129 umgestürzte Bäume und 75 beschädigte Autos. In Rheinland-Pfalz wurden mehrere Weinberge zerstört. Durch Blitzschlag in das Stellwerk Urmitz im Kreis Mayen- Koblenz kam es bei der Bahn zu Verspätungen und in Franken wurden einige Strecken sogar zeitweise gesperrt. Am 27. bzw. 28. führten Starkniederschläge in Nordostbayern zu teils erheblichen Überschwemmungen. Örtlich traten Roter und Weißer Main sowie Fränkische Saale, Naab, Ilz, Regen und Regnitz über die Ufer. Zahlreiche Keller liefen voll, land- und forstwirtschaftliche Flächen wurden überflutet, Straßen waren unpassierbar, u. a. die B 303, B 299, B 289, B 303. Am 30. gab es in Bayern, vor allem im Allgäu und bei Bayreuth, viele Unfälle durch Schnee und Eis. Am 20. und 22. kam es durch kleine Tornados bei Oberhausen, Spickendorf im Saalkreis (Sachsen-Anhalt) bzw. Stolberg im Kreis Aachen zu geringen Sachschäden. Es gab weitere Sichtungen, die aber nicht offiziell bestätigt werden konnten. Hagel fiel örtlich am 9., 16., 22. und vom 29. bis zum 31. des Monats. Am 20. kam es besonders in Bayern und Nordrhein-Westfalen zu mehreren Hagelschlägen mit Korngrößen bis zwei Zentimeter Durchmesser.
Juni 2006
Pünktlich zur Fußball-WM setzte sehr warmes Wetter ein. Im Monatsmittel lag die Temperatur 1,2 Grad über dem Normalwert von 15,4° C. Es fiel nur die Hälfte der üblichen Regenmenge, während die Sonne 264 Stunden schien (33 Prozent mehr als normal).
Durchziehende Gewitterfronten mit Sturm und teils sehr heftigem Hagel führten vor allem in Nordrhein-Westfalen, im Osten Deutschlands sowie südlich des Mains am 16. bzw. 17. und vom 25. bis 30. zu enormen Schäden. In Bakendorf im Kreis Ludwigslust brannte ein Reetdachhaus nach Blitzschlag. Am 17. in Leipzig und am Abend des 28. fielen im Gebiet Schwarzwald-Baar Hagelkörner bis zur Größe von Tennisbällen. Im Raum Villingen-Schwenningen gab es viele Verletzte, Hunderte von Autos und Dächern wurden zerstört. Bei Haslach a. d. Kinzig (Schwarzwald) ertrank ein Mann. Eine Scheune brannte bei Torgelow in Vorpommern. Auf der Strecke München-Freising kollidierte ein Zug mit umgestürzten Bäumen. Durch Blitzschlag wurde in Krefeld eine 3- köpfige Familie verletzt, in Bebra in Hessen ein Mann getötet. Bei Dinkelsbühl in Mittelfranken brannten mehrere Scheunen, einige Rinder wurden getötet. Ein Blitz traf die Wetterwarte Magdeburg des DWD. Hagel wurde örtlich auch am 1., 6., 7. und 16. beobachtet. Vor allem in der zweiten Monatshälfte trat Hagel verbreitet auf, so in Nordrhein-Westfalen und südlich der Mainlinie. Tornados zogen ihre Spur am 19. im Kreis Bergstraße (Hessen) von Alsbach-Sandwiese bis Bickenbach, am 25. im Kreis Osnabrück, im Kreis Unna sowie zwischen Ibbenbüren und Dickenberg. Ebenso am 27. im Kreis Fürth, von Kirchfarrnbach bis Keidenzell. Alle Tornados verursachten z. T. erhebliche Schäden, besonders an Dächern und Hausverkleidungen.
Juli 2006
Dieser Monat war der heißeste und sonnigste Einzelmonat in Deutschland seit Beginn regelmäßiger Wetterbeobachtungen im Jahre 1901. Die Temperatur lag mit 21,8°C sagenhafte 4,9 Grad über dem Klimawert. Es gab mit 50 l/m² nur 65 Prozent der normalen Regenmenge. Dafür schien die Sonne 335 Stunden, 126 Stunden mehr als üblich.
Unwetter mit Gewitter, Sturm und Hagel führten auch in diesem Monat zu großen Schäden - vor allem umgestürzte Bäume sowie überflutete Straßen und Keller - meist in Nordrhein-Westfalen und Bayern sowie örtlich auch in den übrigen Bundesländern. Am 5. wurde auf dem Ammersee in Bayern ein Bootsfahrer vom Blitz getroffen. Am 6. geriet durch Blitzschlag eine Scheune bei Würzburg in Brand. Am 6. bzw. 7. wurden neun Menschen durch Blitze verletzt. Am 12. legte ein Blitzschlag für sieben Minuten den Strom für 70 000 Haushalte in Mannheim lahm. Auch am 21. brannten mehrere Häuser nach Blitzschlag, z.B. bei Northeim. Am 26. bzw. 27. löste sich im Stuttgarter Hafen ein Schwerlastkran durch starken Sturm und stürzte in den Neckar. Ein Blitzschlag an der südlichen Weinstraße verletzte sieben Feuerwehrmänner. Unterstützt durch die große Hitze und die Trockenheit kam es überall in Deutschland zu einzelnen Feld- und Waldbränden. Hagel fiel in einigen Gegenden, vor allem südlich der Mittelgebirgsschwelle. Korngrößen bis fünf Zentimeter Durchmesser wurden beobachtet. Tornados entwickelten sich, meist aus Gewittern, am 6. bei Wixhausen in Südhessen, am 7. am Flughafen Frankfurt, am 20. bei Breitenbach-Hatterode nahe Bad Hersfeld sowie im Kreis Minden- Lübbecke, am 23. bei Karlsruhe und am 31. südlich der Insel Juist. Teilweise entstanden wieder erhebliche Schäden.
August 2006
Die Reihe zu warmer Monate wurde durch den August unterbrochen. Die Temperatur lag 1,1 Grad unter dem vieljährigen Mittelwert von 16,5°C. Zahlreiche Gewitter sorgten für durchschnittlich 134 l/m² (174 Prozent des Normalwertes). Mit 132 Stunden (67 Prozent vom Klimamittel) erlebten wir vielerorts den sonnenscheinärmsten August seit 1951.
Ein Unwetter zog am 4. über die Insel Rügen. In der Folge liefen auf der Halbinsel Mönchgut mehrere Keller voll, am Bahnhof Göhren stand das Wasser 1,5 Meter hoch. Starke Gewitter mit Blitzeinschlägen verletzten am 27. in Nordrhein-Westfalen in Gelsenkirchen sowie am Flugplatz Bonn-Hangelaar mehr als 20 Menschen, drei davon schwer. Zwei starben später im Krankenhaus. Schwere Regenfälle überfluteten am 29. abends die Rostocker Innenstadt. Das Wasser stand zeitweise einen Meter hoch. Hagel trat örtlich an sechs Tagen des Monats auf, vor allem in Bayern und Nordrhein-Westfalen. Tornados und Wasserhosen wurden auch in diesem Monat wieder beobachtet: Am 3. drei Wasserhosen bei Büsum und am 4. eine Wasserhose über dem Bodensee. Eine Wasserhose am 13. in der Elbmündung bei Cuxhaven, am 29. zwei Wasserhosen in der Howachter Bucht, eine an der Uferpromenade von St Peter-Ording sowie eine vor Spiekeroog. Bei Köthen zog ein Tornado am 6. eine 30 Meter breite und 300 m lange Schneise. Bei Remagen tötete am 21. ein Tornado einen Mann, sein Sohn wurde schwer verletzt. Am 27. abends zog ein Tornado durch Eppingen, Kreis Heilbronn eine Schneise der Verwüstung. Ein gutes Dutzend Häuser wurden beschädigt.
September 2006
Der September leitete den mit Abstand wärmsten Herbst in Deutschland seit 1901 ein. Die Temperatur lag 3,5 Grad über dem vieljährigen Mittelwert von 13,3°C. Damit war der September sogar wärmer als sein Vormonat August, was nur sehr selten vorkommt. Es wurde nur wenig mehr als die Hälfte der normalen Regenmenge von 61 l/m² registriert. Mit 210 Stunden (141 Prozent vom Klimamittel) schien die Sonne erheblich länger als im Vormonat August.
Unwetter mit starken Schäden gab es am 7. in Bayern und Baden- Württemberg, am 17. und 19. in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Nordbayern, im südlichen Sachsen-Anhalt und im östlichen Thüringen sowie am 30. im Rheingau-Taunus-Kreis. Im Rhein-Neckar-Kreis in Baden- Württemberg wurden am 7. in Wiesloch Bäume entwurzelt und Autos beschädigt, in Mühlhausen ein Gartenhaus aus der Erde gerissen und in Hockenheim traf ein Blitz ein Wohnhaus. Brände durch Blitzeinschläge gab es in Künzelsau im Hohenloher Land sowie in Bayern in Altomünster östlich von Augsburg und in Schöffelding bei Landsberg am Lech. In Kempten liefen Keller voll Wasser. Am 17. und 19. verursachten sehr ergiebige Regenfälle erneut Überflutungen. In Weidenberg bei Bayreuth mussten 85 Einwohner evakuiert werden, weil ein Flüssiggastank durch die Wassermassen aus seiner Verankerung gerissen wurde. In den Ort Kayna bei Zeitz wurden große Mengen Schlamm gespült. Auch in Gera liefen viele Keller voll. Auch der Lahn-Dill-Kreis, hier besonders Dillenburg, war von starken Niederschlägen und nachfolgenden Überschwemmungen betroffen. Hier gab es Schäden in zweistelliger Millionenhöhe. Am Abend des 30. führten heftige Regenfälle im Rheingau in Eltville zu Überschwemmungen, die B 260 zwischen Martinsthal und Walluf musste einige Stunden gesperrt werden. Vereinzelt wurde Hagel beobachtet, z.B. am 17. in Bayreuth, am 19. in Gera und am 30. in Geisenheim im Rheingau.
Oktober 2006
Mit einer Durchschnittstemperatur von 12,1°C war der Oktober 3,1 Grad zu warm und damit der zweitwärmste seit 1901. Niederschlag und Sonnenschein wichen nur wenig von den Normalwerten ab.
In der Nacht zum 2. führten Unwetter in Nordhessen zu Überschwemmungen, im Kreis Kassel mussten Straßen gesperrt werden. Am Abend des 3. zog ein Sturm über den Süden von Baden-Württemberg. Im Schwarzwald kam es zu Störungen im Zugverkehr. Auf dem Bodensee bei Konstanz wurde ein Boot losgerissen. Am 24. gab es in mehreren Bundesländern Sturmschäden, wobei Rheinland-Pfalz der Schwerpunkt war. In Haßloch bei Neustadt an der Weinstraße verletzte ein umstürzender Baum eine Person schwer und fünf leicht, ein Mensch starb. Im Raum Frankfurt am Main waren Bahnstrecken für Stunden blockiert. Bei Soltau in der Lüneburger Heide wurde ein Auto von einer Bö erfasst und gegen einen Baum geschleudert. Der Fahrer starb. In der Nacht vom 1. auf den 2. schlug ein Tornado nachts um 1.52 Uhr eine Schneise durch Quirla im Saale-Holzland-Kreis zwischen Jena und Gera mit einem Schwer- und einem Leichtverletzten. 22 Häuser wurden beschädigt, 20 Einwohner erhielten Notunterkünfte. Es kam zu Stromausfällen und zu Sachschäden von etwa 5 Mio. Euro. In Schleswig- Holstein wurden an der Nordseeküste am 3. vor der Eidermündung, am 4. über der Meldorfer Bucht sowie am 5. und 10. vor Sylt Wasserhosen beobachtet.
November 2006
Die Temperatur lag 2,9 Grad über dem Normalwert von 4,0°C. An einigen Stationen war es der wärmste November seit Aufzeichnungsbeginn. Etwas zu wenig Niederschlag steht ein leichtes Plus beim Sonnenschein gegenüber.
In der Nacht zum 1. und am 1. selbst gab es in Norddeutschland besonders im Bereich der Küste schweren Sturm mit Orkanböen. Auf der Nordsee wurden Wellen bis zu 17 m Höhe beobachtet. Bei Aurich und Leer beschädigten umstürzende Bäume einige Häuser. In Lüneburg wurde ein Klein-Lkw umgeweht. In Leipzig gab es einen Verletzten durch fallende Dachziegel und in Dresden einen wegen eines umgestürzten Baums. Auf Baltrum und Borkum wurden Strandbuden weggefegt, in Hamburg ein Containerschiff von den Leinen gerissen. Am 8. verursachte schwerer Sturm an der Küste von Mecklenburg-Vorpommern starke Schäden: Seebrücken mussten gesperrt werden, Dünen und Deiche wurden zerstört. Am 12. gab es auf der A 30 bei Ibbenbüren in Nordrhein-Westfalen nach einem Hagelschauer mit geschlossener Hageldecke vier Unfälle in fünf Minuten. Durch Straßenglätte und Nebel kam es am 22. in Mecklenburg-Vorpommern und in Schleswig- Holstein zu zahlreichen Unfällen, auf der A 20 gab es bei Wismar eine Massenkarambolage mit vier Verletzten.
Dezember 2006
Auch im ersten Wintermonat warteten wir vergeblich auf einen markanten Kälteeinbruch. Mit einer Temperatur von 4,2°C war der Dezember 3,4 Grad zu warm. Der Niederschlag erreichte mit 48 l/m² nur 68 Prozent der üblichen Menge. Es gab reichlich Sonnenschein: 60 Stunden, das entspricht 158 Prozent des Klimawertes.
Quelle: Deutscher Wetterdienst
Der teils tragische Wetterrückblick 2006 für Deutschland
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Der teils tragische Wetterrückblick 2006 für Deutschland
Der Deutsche Wetterdienst hat den Jahresrückblick veröffentlicht:
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
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Wetter
Hi, Super, echt n intressanter Rückblick. Jetzt weiß i, warum Alle nach München wolln, da iss wettermäßig gsehn viel ruhiger-- vermutl. wegs die schützenden Alpen. Tragisch war natürlich die Eissporthalle in Reichnhall, das hat uns alle recht mitgnomma. So a Schlamperei darfs einfach net gebn. Da war natürli gleich die große Panik, welche Hallendächer noch einsturzgefährdend sein, zum Glück bliebs bei einem Unglück.
Der März war einfach hammer-- in München fuhr keine Strassenbahn und Bus-- sowas war noch nie der Fall. Und wißt ihr was auf der Zugspitze los war ? Der arme Mensch dort oben auf der Wetterstation bekam von Allen umliegenden Städte laufend Anrufe-- überall war Chaos... auf der Zugspitz ging a bisserl a Wind... und sonst gar nix...
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Fabi,alpiner Schifreak
TSC 2012-13, Stand 20.01.2013 - 17 Sektionen Bike, 20 Schitage in Tirol ; Zillertal, Stubaital, Ötztal, Kitzbühel,Schiwelt , Schijuwel Alpbach ;
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Re: Wetter
Es gibt nun mal Ereignisse das ist "etwas Panik" auch angebracht!schifreak hat geschrieben: Da war natürli gleich die große Panik, welche Hallendächer noch einsturzgefährdend sein, Zugspitz ging a bisserl a
Eissporthalle Aschaffenburg ist übringes aus dem Grund geschlossen!
In Bayern hat man für solche "Randsportarten" anscheinend kein Geld.
http://www.eishockey.info/eishockey/Web ... ikel=13652
http://www.stwab.de/pages/163.jsp