öamtc hubschrauber: viele fehleinsätze

Medienberichte rund um den Wintersport: Aktuelle TV-Tipps, Presseartikel, Unfallmeldungen und Diskussionen zu Nachrichten aus der Alpinwelt.
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hagelschlag
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öamtc hubschrauber: viele fehleinsätze

Beitrag von hagelschlag »

Zu viele Fehlalarme: Flugrettung in Finanznöten

Die ÖAMTC-Flugrettung kämpft mit finanziellen Problemen - im abgelaufenen Jahr 2006 ist die Zahl der Einsätze, die nicht verrechnet werden können, enorm gestiegen. Die fliegenden Notärzte werden in letzter Zeit allzu oft wegen Lappalien angefordert: Im Schnitt wird bei jedem fünften Notruf letztlich kein Patient im Hubschrauber transportiert.

In Niederösterreich ist der Hubschrauber im Vorjahr sogar bei jedem zweiten Einsatz leer zurückgeflogen. Finanziell bedeutet das laut ÖAMTC ein Desaster: Denn Einsätze, bei denen kein Patient transportiert wird, können auch nicht verrechnet werden.

http://www.orf.at

-->jetzt plötzlich?!

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Baldwin
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Beitrag von Baldwin »

Na laut einem anderen Bericht, wird es dieses Jahr aufgrund bockelharter Kunstschneepisten zu massenweise Verletzten kommen. Das gleicht sich schon noch wieder aus.
aira_force
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Beitrag von aira_force »

das problem mit den nicht verrechneten leereinsätzen hat nicht nur der öamtc...auch rk, asb, johanniter... haben so ihre liebe not mit den belassenen...
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Dachstein
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Re: öamtc hubschrauber: viele fehleinsätze

Beitrag von Dachstein »

hagelschlag hat geschrieben:In Niederösterreich ist der Hubschrauber im Vorjahr sogar bei jedem zweiten Einsatz leer zurückgeflogen.
Warum wundert mich das bloß nicht? :roll:

Dann werdeich mich mal zur Strukur des niederösterreichischen Rettungssysthemes hinreißen lassen:

In NÖ sind die Leitstellen zu einer Leitzentralen zusammengafesst worden. Früher hat man, wenn man die Rettung gebraucht hat, einfach 144 gerufen und ist automatisch auf der nächstgelegenen Dienststelle gelandet. Jetzt kommt man unter 144 zur LEBIG (schöne Abkürzung für Leitstellen - Entwicklungs, Betriebs und Integrations Ges. m. b. H.) Jetzt sitzt aber dort ein Ortsfremder, der sich in dem betreffenden Gebiet kaum bis nicht auskennt.
Und dann ruft noch wer an, der sagt, es fließt viel Blut. Jetzt kommt es auf das Geschick des Disponenten in der LZ an. Lässt er sich dadurch erschrecken und macht keine Rückfrage, fliegt der Hubschrauber oder der Notarz kommt. Und zu 99% der Fälle hat sich der Patient eine Schnittwunde zugezogen, wo man nie und nmmer einen Notarzt gebraucht hätte.........
Diese Sache ist imo. erst mit der LEBIG Leitstelle so richtig ins Rollen gekommen. Ich frage mich, warum man ein gut funktionierdes System durch ein zentralisiertes System ersetzt.

Ehrlich gesagt, das einzige, was mich wundert, dass es jetzt doch mal in den Medien auftaucht. Dami habe ich schon nicht mehr gerechnet.

MFG Dachstein
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Baldwin
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Beitrag von Baldwin »

Ganz einfach - Kostengründe.
Hat man bei uns jetzt mit dem DRK auch gemacht.

Aber ob es so wirklich günstiger ist...
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Dachstein
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Beitrag von Dachstein »

Baldwin hat geschrieben:
Aber ob es so wirklich günstiger ist...
Die Antwort kannst gleich haben: es ist nicht günstiger. Denn das was man mit einer zentralen Leitstelle einspart, schmeißt man beim Fahren wieder raus.
Ein Disponent, der direkt im Bezirk sitzt, kennt beispielsweise seine Problemfälle (gemeint sind gewisse Leute, die immer auf 144 anrufen, nur weil sie wegen vergessener Tabletteneinnahme einen zu hohen Blutdruck habe etc.), und schickt ihnen den Ärztenotdienst vorbei.
Eine zentrale Leitstelle kann aufgrund der vielen Telefonanrufe seine "Problemkinder" nicht mehr kennen, folglich fährt da gleich die Rettung blau aus, der Notarzt kommt und womöglich fliegt auch gleich der NAH.
Ich persönlich habe nichts gegen Großleitstellen, sofern man sie auf Regionen beschränkt, z.B. Leitstelle Mostvieltel, da kann man noch gut disponieren, aber wenn das dann zu groß wird, dann sind solche Probleme vorprogrammiert.

MFG Dachstein
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Beitrag von aira_force »

täusch dich nicht, die lebig is auch nicht das gelbe vom ei...unvollständige adressangaben, generell oft missverständliche informationen und mehr oder weniger die totale überwachung der einsatzkräfte sind nur ein paar mängel...

bin eigentlich froh, dass es das bei uns in wien noch nicht gibt. obwohl stadt is was anderes...

edit: hoppla, ich sollt net direkt nachm aufstehen beiträge verfassen...hast ja im grunde auch nichts anderes geschrieben als ich :oops:
aira_force
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Beitrag von aira_force »

naja die ganze datenfunksache funktioniert in wien eigentlich recht gut, die notfallrettung wird sowieso für alle rettungsorganisationen gesammelt über die ma70 (gemeinderettung der stadt wien) disponiert, den rest (krankentransporte) regeln sich die unterschiedlichen organisationen selber...

sicher is das system nicht perfekt, aber bevor man ein komplett neues system einführt wäre es besser, mal zu schaun, ob man das bestehende system noch verbessern kann...

wies in den bundesländern ist kann ich leider nicht sagen, war nur in wien bei der rettung aktiv...

edit: das hauptproblem am christophorus ist schlicht und einfach, dass er oft STATT einem naw eingesetzt wird, aus dem einfachen grund, dass die fahrzeugdichte in den bundesländern oft so grobmaschig ist, dass man mit einem auto nie die einsatzfrist einhalten könnte....da schickt man halt stattdessen den nah hin, weil der schafft die 15 minuten meist ohne probleme...

dass da dann natürlich fehleinsätze zu beklagen sind dürfte einen dann nicht mehr sonderlich wundern...

edit2: also mit datenfunk kannst net die genaue position eines einsatzfahrzeuges herausfinden, das geht nur mit lebig-gps...

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Beitrag von snowflat »

7 von 100 Flügen nicht notwendig

Schwarzach - Der ÖAMTC schlägt Alarm: Im vergangenen Jahr habe sich die Zahl der Fehleinsätze extrem gehäuft. In Vorarlberg liegt die Zahl der Fehleinsätze bei nur sieben Prozent.

Wenn sich herausstellt, dass ein Patient auch im Rettungswagen transportiert werden kann, bleibt der ÖAMTC auf den Kosten sitzen - immerhin 2.200 Euro pro Flug, berichtet der ORF.
Mehr als 800 Mal wurde der ÖAMTC-Hubschrauber "Christopherus 8" vergangenes Jahr gerufen - in 50 Fällen stellte sich im Nachhinein heraus, dass kein Hubschrauber notwendig war. Laut Jürgen Wagner vom ÖAMTC ist das der österreichweit beste Wert.

Denn in Vorarlberg gehen alle Notruf-Nummern bei einer und nicht mehreren Steuerungszentralen ein, nämlich der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle in Feldkirch.

Dort werden die Anrufe entgegengenommen, bewertet und dann das entsprechende Transportmittel angefordert - oder ein Notarzt geschickt.

In Vorarlberg seien auch die Mitarbeiter der Bergrettung und das Pistenpersonal geschult, sodass es dort ebenfalls kaum zu Fehleinsätzen kommt.

Zur Ausweitung von Nachtflügen meint Wagner, dass es nicht finanzierbar wäre, schließlich würde das eine völlige Neustrukturierung verlangen.
Quelle: VN
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
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Dachstein
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Beitrag von Dachstein »

Und auch das wundert mich überhaupt nicht.

Denn in NÖ kann man imo schnell mit einem NEF, RTW, NAW zum Verunglückten kommen, in Vorarlberg, wo es doch etwas gebirgiger ist, als in NÖ, nicht, da ist dann der NAF sein Geld wert.
Denn in Vorarlberg gehen alle Notruf-Nummern bei einer und nicht mehreren Steuerungszentralen ein, nämlich der Rettungs- und Feuerwehrleitstelle in Feldkirch.
So funktioniert es in NÖ mit der LEBIG Zentrale auch, nur Vorarlberg ist etwas kleiner als NÖ.
Dort werden die Anrufe entgegengenommen, bewertet und dann das entsprechende Transportmittel angefordert - oder ein Notarzt geschickt.
So sollte es eigentlich auch in NÖ funktionieren. Betonung auf sollte.
edit2: also mit datenfunk kannst net die genaue position eines einsatzfahrzeuges herausfinden, das geht nur mit lebig-gps...
Aber der Disponent weis, wo ich in etwa bin. Und das ist ja auch schon eine gewisse Überwachung.

MFG Dachstein
Zuletzt geändert von Dachstein am 04.01.2007 - 19:39, insgesamt 1-mal geändert.
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lanschi
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Beitrag von lanschi »

Wie kann es eigentlich sein, dass ich als Privatperson den Heli nicht zahlen muss? Die Krankenkasse zahlt den Heli bei Alpinunfällen z.B. sowieso nicht. Kann ich als Privatperson sagen "Ja bitte, warum habt´s mich denn nicht mit dem Rettungsauto geholt? Ich zahl das jetzt nicht!" ?? Mir war das nur bekannt, dass das geht, wenn die medizinische Notwendigkeit nicht bestanden hat, dann hätte aber der, der den Heli angefordert hat zahlen müssen... so war zumindest mein Wissensstand.
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Beitrag von Dachstein »

Wenn du glück hat und bei deinen Eltern beispielsweise mitzusatzversichert bist und diese Zusatzversicherung der Einsatz übernimmt, musst du nichts zahlen.
Es kann auch sein, dass man über eine Kreditkarte versichert ist. Aber nur, wenn man das Ding auch braucht. Sprich: du zahlt mit der Karte, und bist automatisch versichert. Das finde ich persönlich sehr gut. Da werden sogar Luftambulanzen damit gedeckt.

MFG Dachstein
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Beitrag von aira_force »

das is das problem an der neuen österreichischen regelung...NAH-transporte werden nicht von der kassa übernommen...in gebieten, die schwer per auto zugänglich sind eigentlich eine katastrophe

ich find das österreichische rettungswesen gehört noch ordentlich verbessert...
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Dachstein
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Beitrag von Dachstein »

aira_force hat geschrieben: ich find das österreichische rettungswesen gehört noch ordentlich verbessert...
Von der Organisation ist es an und für sich OK, die Struktur würde aber imo mal umgekrempelt gehören. Vor allem würde ich mich von die Zivildienern verabschieden, oder nur mehr Zivis nehmen, die sich für den Job eignen, denn bis jetzt habe ich genug Zivis gesehen, in deren Hände ich im Notfall nicht landen will, aber auch genug Positivbeispiele für engagierte Zivis.

MFG Dachstein
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Beitrag von aira_force »

vergiss es, ohne zivis kannst es rettungswesen vergessen...das wiener rk hat jetzt schon immense geld- und personalprobleme, weil die zivi-zeit von 12 auf 9 monate gekürzt wurde...

ja, von unmotivierten zivis kann ich selber ein lied singen. und das, obwohl ich selber einer war, aber im gegensatz zum großteil der anderen hab ich einfach das beste draus gemacht und es hat mir auch noch obendrein richtig spaß gemacht (sofern man bei kranken leuten halt von "spaß" reden kann)...
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lanschi
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Beitrag von lanschi »

Dachstein hat geschrieben:Wenn du glück hat und bei deinen Eltern beispielsweise mitzusatzversichert bist und diese Zusatzversicherung der Einsatz übernimmt, musst du nichts zahlen.
Jaja weiß ich schon. Mein Hubschrauberflug ist auch gerademal 14 Monate her. :wink: Hat die KK mit ca. 700 Euro und die ÖSV-Versicherung mit ca. 2500 Euro bezahlt.

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