http://www.ovb-online.de/news/bayern/ba ... 31734.htmlDie Perle an der Zugspitze wird frisch aufpoliert
Garmisch-Partenkirchen - Der Glanz der Olympischen Ringe ist längst verblichen. In sieben Jahrzehnten nach den Winterspielen von 1936 hat die Urlaubsregion Garmisch-Partenkirchen an Boden verloren, vor allem im Bereich der touristischen Infrastruktur sind den Werdenfelsern ihre Tiroler Nachbarn längst enteilt. Mit einem Mammut-Investitionspaket - gefördert mit dreistelligen Millionenbeträgen von Freistaat und Bund - wollen sie wieder den Anschluss schaffen.Der erste Coup: eine moderne Panorama-Kabinenbahn auf den Hausberg, die ins Herz des beliebten „Classic”-Skigebiets führt. Morgen wird sie von Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) eingeweiht. Bis zur Ski-Weltmeisterschaft 2011 soll Garmisch-Partenkirchen zu einem der Top-Wintersportzentren der gesamten Alpen ausgebaut werden. Mit dem Zuschlag für das Großereignis habe sich eine „historische Chance” aufgetan, betonte Bürgermeister Thomas Schmid (CSU) bei zahlreichen Minister-Besuchen gebetsmühlenartig. „Unser Ort ist eine echte Perle, wir müssen sie nur polieren.”Die Pläne sind ehrgeizig:- Neue Lifte, bessere Pisten und Schneekanonen: Unter der neun Millionen Euro teuren Hausbergbahn, die mit mehr Tempo 2400 Fahrgäste pro Stunde (statt bisher 700) befördern kann, entstand „einer der modernsten Pistenraupen-Stützpunkte Europas”, wie der Vorstand der Bayerischen Zugspitzbahn (BZB), Peter Huber, stolz erläuterte. Schon jetzt werden häufig die Abfahrten „Dreh” und „Horn” beschneit, grüne „Marketing-Hänge”, die schon von der Münchner Autobahn aus sichtbar sind. Im Frühjahr beginnen die Bagger mit dem Aushub eines erforderlichen Speicherteichs. Nach den Plänen von Rathauschef Schmid wird 2008 der nächste Uralt-Sessellift hinauf zum Kreuzjoch verschrottet und durch eine moderne Anlage ersetzt.Schanzen-Abriss beginnt schon in zwei WochenBis Ende 2008 soll auch die legendäre Kandahar-Abfahrt umgebaut sein. Dadurch gewinnen die Zuschauer bessere und vor allem längere Einsicht. Sie sollen, wie es der Garmisch-Partenkirchner Ex-Skistar Christian Neureuther formulierte, „eine geile WM” erleben.- Neue Schanze, Stadion-Umbau: Bereits nach dem Neujahrsspringen 2007 fällt die ehrwürdige, aber marode Olympia-Anlage der Abrissbirne zum Opfer. Schon am 1. Januar 2008 stürzen sich die Adler von einer neuen zehn Millionen teuren Schanze. Außerdem ist eine Verlängerung des benachbarten Slalomhangs „Gudiberg” in die Arena hinein geplant.- Neue Umgehungsstraße, attraktivere Bahnanbindung nach München: Bundesverkehrs-Minister Wolfgang Tiefensee (SPD) hat grünes Licht für den über 100 Millionen Euro teuren Kramer-Tunnel gegeben. Bürgermeister Schmid möchte die Doppelröhre, die den Ortsteil Garmisch entlastet, möglichst noch vor den Titelkämpfen 2011 einweihen. Bayerns Verkehrsminister Erwin Huber (CSU) will kräftig ins Schienennetz investieren und die Fahrzeit von München nach Garmisch-Partenkirchen „knapp unter eine Stunde” drücken. Schon 2007 wird ein Haltepunkt an der Hausbergbahn eröffnet.- Neues Schwimmbad, neue Top-Hotels: In Mittenwald treibt der Gemeinderat die Pläne für eine Wellness-Therme voran. Auch sollen zahlreiche neue Unterkünfte zusätzliche Gäste locken. „Der WM-Zuschlag im vergangenen Mai”, weiß der populäre Chef des Organisationskomitees, Peter Fischer, „hat Riesen-Euphorie ausgelöst”. Für Garmisch-Partenkirchen und die Region geht es nun darum, diese Euphorie auch in nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg umzumünzen.
Andreas Beez
19.12.2006 20:35 Uhr
Die Perle der Zugspitze wird frisch aufpoliert
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Der Schnee kommt.....