Quelle: TTKunstschnee lässt bei Bozner Firma die Kassen klingeln
Ein kräftiges Umsatzplus auf 75 Mio. Euro wird der schneearme Winter dem Südtiroler Schneekanonen-Hersteller TechnoAlpin bescheren.
Die Schneekanonen-Hersteller zählen zu den Gewinnern des milden Winters. Während Touristiker und Wintersportler über den ausbleibenden Schnee klagen, kann sich der Bozner Kunstschnee-Riese TechnoAlpin freuen.
Mehr Bestellungen
"Wir haben heuer eine deutlich höhere Nachfrage und wesentlich mehr Bestellungen in letzter Minute vor Weihnachten verzeichnet als in anderen Jahren", sagt Geschäftsführer Erich Gummerer im Gespräch mit der Tiroler Tageszeitung. Im Vorjahr hatte TechnoAlpin insgesamt 2200 Schneeerzeuger weltweit verkauft. Allein nach Österreich wurden 260 Kanonen und 100 Lanzen geliefert. In Tirol liegt der Marktanteil von TechnoAlpin zwischen 40 und 50 Prozent.
Die derzeit herrschenden frühlingshaften Temperaturen bringen die Skipistenbetreiber aber trotz Schneekanonen ordentlich ins Schwitzen. Denn gegen derartige Wetterkapriolen können auch die Schneekanonen nichts mehr ausrichten. Nur sehr selten, wenn das Thermometer auf rund vier Grad unter null fällt, kann beschneit werden. "Jedes so genannte Schneefenster muss voll ausgenutzt werden. Die Schneekanonen und Schneelanzen laufen dann auf Hochtouren", erklärt Gummerer. Denn wer heuer nicht beschneie, könne gar keinen Skibetrieb mehr anbieten.
Die eingesetzten Geräte müssen daher besonders effizient sein. Ältere Schneeerzeuger werden auch dann ausgetauscht, wenn sie noch lange nicht kaputt sind. Immerhin liegt die Lebensdauer einer Schneekanone bei rund 20 Jahren. Dass bald auch bei Plusgraden ganze Skigebiete problemlos beschneit werden können, glaubt man bei TechnoAlpin nicht. Das bisher einzige derartige System sei noch viel zu teuer.
Kleine ziehen nach
Während die großen Skigebiete ihre bestehenden Beschneiungsanlagen nur noch ausbauen, schaffen sich jetzt auch immer mehr kleinere Liftanlagen Schneeerzeuger an. "Fast jeder Dorflift kauft sich heute schon seine Schneekanone", unterstreicht Gummerer.
Für das laufende Geschäftsjahr 2006/2007, das mit Ende April abgeschlossen wird, rechnet er mit einem Umsatz von 75 Mio. Euro nach 70 Mio. Euro im Jahr zuvor. In Österreich erwirtschaftete TechnoAlpin zuletzt einen Umsatz von über zehn Mio. Euro. "Hier werden wir heuer ein kräftiges Plus erzielen", kündigt der TechnoAlpin-Boss an.
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Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
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