ORF und der Schnee??

Medienberichte rund um den Wintersport: Aktuelle TV-Tipps, Presseartikel, Unfallmeldungen und Diskussionen zu Nachrichten aus der Alpinwelt.
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zauchi
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ORF und der Schnee??

Beitrag von zauchi »

Vielleicht sind Teile hier ja schon gepostet worden, aber ich war direkt erschrocken, als ich auf die ORF-Seite geschaut habe auf den Link mit den Schigebieten das längerfristig keinen Schnee mehr gibt: dann das hier:

http://www.orf.at/070116-8141/index.html

"Nach Meinung der britischen Klimawissenschaftlerin Jill Jäger muss sich die Tourismusindustrie in den Alpen aus Schneemangel langfristig von Ski- auf reine Wellness-Angebote umstellen."

"Es könne auf Dauer auch keine Lösung sein, dass beispielsweise für ein Skirennen in Kitzbühel Ende Jänner 4.000 Kubikmeter Schnee vom Großglockner mit Lastwagen herangefahren werden"

"Selbst wenn es heute gelänge, die Emissionen in Europa stark zu senken, würde das den Schneefall dort nicht begünstigen. "Den Alpen wird das nichts mehr nutzen", sagte die Forscherin."

????

Quelle: www.orf.at

es wurde ja bereits diskutiert, aber ich glaube nicht, dass das ganze so drastisch ist wie die beschreiben, dass es keinen Wintersport mehr geben wird, weiters ist echt kurrios, was da alles oben steht in diesen Links auf dieser Seite, was ist an dem ganzen wohl war und was nicht??


außerdem nur weil ein Winter mal so warm ist, heißt das ja gar nichts, letztes Jahr wäre man nie auf die Idee gekommen sowas zu schreiben, bei dem Schnee.......

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schifreak
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Schnee

Beitrag von schifreak »

in der Münchner TZ stand gestern ein Bericht, daß in Bayern nur noch Garmisch und Oberstdorf Schibetrieb haben werden... ( in den nächsten 30 Jahren)

die solln mal endlich aufhörn,die Leut mit solchen Meldungen verrückt zu machen. Es hat immer schon gute und schlechte Winter gegeben, der heurige iss halt a bisserl krasser... steht angeblich unter einem besonderen Stern. Der iss nächstes Jahr weg, und evtl wirds wieder besser. So seh ich das. und übrigens, was ma so hört, stimmt auf der ganzen Welt das Klima net... nicht nur hier. Und ganz ehrlich gesagt, iss mir das Wetter hier immer noch lieber, als das amerikanische mit lauter Erdbeben, Taifune, brutalste Unwetter... dann lieber nur keinen Schnee.
Fabi,alpiner Schifreak

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McMaf
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Beitrag von McMaf »

Sowas kann mich schon lange nicht mehr aus der Fassung bringen.
Die aktuelle Ausnahmewitterung ist für allerlei Klimahysteriker der optimale Nährboden um sich ein wenig mehr Aufmerksamkeit zu sichern.
Wer hat sich im letzten Winter eigentlich getraut solche Prognosen zu verkünden?
Ich habe beinahe den Eindruck, dass das ganze in eine Art Wettkampf entwickelt hat. "Wenn du sagst, dass in 50 Jahren kein Skilauf mehr möglich ist, sag ich, dass in 30 Jahren kein Skilauf mehr möglich ist".
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schlitz3r
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Beitrag von schlitz3r »

was Ähnliches gabs schonmal, da wurde behauptet durch die Umweltverschmutzung und durch den sauren Regen etc. wirds in 20 Jahren oder so keinen Wald mehr geben, war dann doch nicht so :D
zauchi
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Beitrag von zauchi »

ich finde es einfach total umsonst, dass man eben die Leute verunsichert, womöglich auch verängstigt, nur um "gute" Schlagzeilen zu haben.... Klar, hab ich mir ja selbst auch gedacht ziehen einen diese Schlagzeilen an...

"Schneekanonen" sind Sünde --> ???

"Schifahren bald Geschichte" --> ???

"Entwicklung kaun zu stoppen" --> ???

weiters spricht die Medien (ist ja nicht nur der ORF) von Verlusten etc.
Denken die es wird besser, wenn sie von solchen Dingen wie schlechte Pisten und so schreiben? Sicher nicht, auch das mit den Hotels, die machen ja das vielleicht auch noch schlimmer, da ja ziemlich jeder österreicher diese Meldungen mitbekommt
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piano
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Beitrag von piano »

Natürlich werden Klimaerwärmungsstudien nicht dann publiziert, wenn es gerade einmal tüchtig geschneit hat, weil dann ein kurzfristiges Gegenargument vorhanden ist.

Aber mal ehrlich: Seid ihr alle von Desinformationskampagnien der Ölindustrie geblendet?

*ironie an* Wenn es einmal fest geschneit hat, kann es gar keine Klimaerwärmung geben. Und da es diese nicht gibt, wird es auch immer genug Schnee geben.*ironie aus*
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McMaf
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Beitrag von McMaf »

*ironie an* Wenn es einmal fest geschneit hat, kann es gar keine Klimaerwärmung geben. Und da es diese nicht gibt, wird es auch immer genug Schnee geben.*ironie aus*
Es sagt ja niemand, dass die Klimaerwärmung nicht existiert. Man soll halt einfach erstmal abwarten bevor man tagtäglich mit neuen Horrorszenarien an die Presse geht. Wie Schlitz3r ja gesagt hat, man hat uns auch das Waldsterben vorhergesagt ...
piano hat geschrieben:Natürlich werden Klimaerwärmungsstudien nicht dann publiziert, wenn es gerade einmal tüchtig geschneit hat, weil dann ein kurzfristiges Gegenargument vorhanden ist.
... oder man benutzt eine Situation wie die jetzige für ein kurzfristiges Argument für den Klimawandel.
Aber mal ehrlich: Seid ihr alle von Desinformationskampagnien der Ölindustrie geblendet?
Wie verbreiten diese Konzerne denn ihre Desinformationskampagnien? Übers TV?
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piano
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Beitrag von piano »

Die Grafik unten nur mal kurz als seriöses Gegenargument, wie es in der Schweiz bezüglich Klima aussieht. Nein, das kommt nicht von "Grünhysterikern", sondern vom neutralen Bundesamt für Meteorologie.

Genauere Daten:
http://www.meteoschweiz.ch/web/de/klima ... 642001.pdf
Dateianhänge
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Beitrag von Werna76 »

Was ich mich bei Statistiken dieser Art immer frage ist, ob ein Thermometer aus dem Jahr 1880 die gleiche Temperatur anzeigen würde wie eines des Jahres 2006.
Hermann ist der Skilehrer für uns alle (Aksel Lund Svindal über Hermann Maier)

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piano
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Beitrag von piano »

McMaf hat geschrieben: Es sagt ja niemand, dass die Klimaerwärmung nicht existiert. Man soll halt einfach erstmal abwarten bevor man tagtäglich mit neuen Horrorszenarien an die Presse geht. Wie Schlitz3r ja gesagt hat, man hat uns auch das Waldsterben vorhergesagt ...
Wenn die Klimaerwärmung also doch existiert, kann man dann auch in Zukunft schneereiche Winter erwarten? Was, wenn es zu warm für Schnee ist, wenn es mal Niederschläge gibt?
... oder man benutzt eine Situation wie die jetzige für ein kurzfristiges Argument für den Klimawandel.

Blöd nur, dass mittlerweile fast jeder Monat zu warm ist, und man damit fast immer ein kurzfristiges Argument für den Klimawandel hat.
Wie verbreiten diese Konzerne denn ihre Desinformationskampagnien? Übers TV?
http://news.moneycentral.msn.com/provid ... ID=6312409

Vorläufig sag ich nichts mehr dazu.
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saccon
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Beitrag von saccon »

dass man in nem alpinforum so aussagen hören muss ist himmeltraurig, dass man sonnst ignoranz und unverständis antrift ist ja schon ast normal, aber hier wo wir unter liebhaber der alpen sind sollte man doch für solche themen sensibilisiert sein.

wobei schneearmer winter gleich mit klimawandel zu vergleichen ist schon übertrieben. aber wo der längerfristige trend hinführt lässt sich nicht mehr verleugnen.
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Beitrag von fredifredoski »

Werna76 hat geschrieben:Was ich mich bei Statistiken dieser Art immer frage ist, ob ein Thermometer aus dem Jahr 1880 die gleiche Temperatur anzeigen würde wie eines des Jahres 2006.
Also soweit ich weiss ist der Nullpunkt der Celsius-Temperatur-Skala anhand des Gefrierpunktes des Wassers bei Normalruck (=1013,25 hPa) definiert, und 100°C sind definiert als der Siedepunkt des Wassers bei Normaldruck, diese Definition vom Schweden Anders Celsius stammt aus dem Jahre 1742. Ich schätze mal das seitdem der Normaldruck, und der Gefrier- und Siedepunkt des Wassers gleich geblieben sind. Sicher sind wir heute präziser, doch damals war man auch sehr präzise bei den Messungen, das Problem liegt daran, dass uns viele Aufzeichnungen fehlen um Aussagekräftigere Statistiken zu erstellen.
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Beitrag von Emilius3557 »

Naja, derzeit forscht offensichtlich jeder Wissenschaftler nur zum Thema "Klimaerwärmung und Skitourismus"...

Wie viel Grad liegen wir derzeit über dem langjährigen Mittel? 2°C? 3°C? Was ist für die Zukunft prognostiziert? Ähnliche Werte. Und kann man heute noch fahren? Ja, es geht. Die Frage ist deshalb IMHO nicht, ob es überhaupt noch funktionieren wird, sondern wie sich die Reduktion des Angebots und die qualitative Verschlechterung auf die Nachfrage auswirken wird.
Besinnung auf die Kernkompetenzen - altbewährte Dummschwätzerei...
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Beitrag von Martin_D »

Für mich ist klar:

Der Klimawandel ist lässt sich nicht bestreiten und wird sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit weiter fortsetzen, möglicherweise sogar beschleunigt. Deshalb werden auf schneearme Winter wie heuer häufiger und schneereiche wie letztes Jahr seltener. Bis auf weiteres wird es aber nach wie vor beide Ausprägungen geben.


Aber eines stimmt auch:
Wenn die Klimaforscher über die Auswirkungen auf den Skitourismus zu reden kommen, verlassen die meisten ihr Fachgebiet und reden deshalb dummes Zeug. Die Unterteilung in schneesichere hoch gelegene Skigebiete und schneearme niedrig gelegene Skigebiete ist beispielsweise Unfug, wie folgende Beispiele zeigen:
Die besten Pistenbedingungen in diesem Winter in den Ostalpen gibt es derzeit nach übereinstimmenden Berichten z.B. am Kronplatz und der Vier Täler Skischaukel. Dabei handelt es sich keineswegs um besonders hoch gelegene Skigebiete. Andererseits gibt es in 2500 bis 3000 Meter Höhe noch zalchreiche Pisten, die in diesem Winter noch geschlossen sind.

In der Frage der Schneesicherheit eines Gebietes spielen Faktoren wie Beschneiungstechnik, Beschneiungsinfrastruktur und die Art des Untergrundes und der dazugehörigen erforderlichen Mindestschneemenge sowie die Hangexposition und das Mikroklima mit, die der Herr Klimaforscher nicht alle überblickt.
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Beitrag von Mannerl »

letztes Jahr um diese Zeit ist bei uns schon fast eine Katastrophe ausgebrochen-so viel Schnee hatte es!
Ok es war ja letztes Jahr, und heuer ist es ja der Klimawandel!
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McMaf
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Beitrag von McMaf »

Martin_D hat geschrieben: In der Frage der Schneesicherheit eines Gebietes spielen Faktoren wie Beschneiungstechnik, Beschneiungsinfrastruktur und die Art des Untergrundes und der dazugehörigen erforderlichen Mindestschneemenge sowie die Hangexposition und das Mikroklima mit, die der Herr Klimaforscher nicht alle überblickt.
Genau das meine ich. Es geht nicht darum den Klimawandel zu leugnen, es geht nur darum die möglichen Konsequenzen zu relativieren.
Solch eine absolute Behauptung "In 30 Jahren ist kein Skilauf mehr möglich" kann man so gar nicht aufstellen. Wie Emilius sagte,
Die Frage ist deshalb IMHO nicht, ob es überhaupt noch funktionieren wird, sondern wie sich die Reduktion des Angebots und die qualitative Verschlechterung auf die Nachfrage auswirken wird.
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Beitrag von molotov »

Mannerl hat geschrieben:letztes Jahr um diese Zeit ist bei uns schon fast eine Katastrophe ausgebrochen-so viel Schnee hatte es!
Ok es war ja letztes Jahr, und heuer ist es ja der Klimawandel!
ja es hatte viel schnee (aber auch nur in den ostalpen) aber deswegen war der winter nicht besonders kalt!
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Beitrag von Stani »

letztes Jahr um diese Zeit ist bei uns schon fast eine Katastrophe ausgebrochen-so viel Schnee hatte es!
Ok es war ja letztes Jahr, und heuer ist es ja der Klimawandel!
Wenn man vom Klimawandel spricht, dann heißt es nicht, dass es kein Schnee in der Zukunft fallen wird. Sonders das Wetter wird viel mehr extremer; zB eine Saison wird ganz schon schlimm sein, wie bisher die heurige und dann die andere Saison wird ziemlich schneereich ausgehen, wie es der Fall in der vorigen Saison war.
Aber bei einem recht guten Winter könnte es vorkommen, dass nur die Höhenlagen von einem schneereichen Winter profitieren können.
und bei Plusgraden sind auch die Schneekanonen bzw Schneilanzen nutzlos (ohne Bakterien, Stickstoff etc). Gerade mit Snomax geht eine technische Beschneiung bis +4 C; dabei muss natürlich die Luftfeuchtigkeit stimmen, d. h. entsprechend niedrig sein.


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Mannerl
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Beitrag von Mannerl »

dankeschön für die fundierten Antworten!

MFG
Mannerl

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