Schon am Anfang des Winters plante ich für Ende Januar einen Skiurlaub mit meinem Bruder zusammen. Nachdem ich Wetter- und Schneesituation genau abgewogen habe entschieden wir uns für vier Skitage nach St. Christina im Grödnertal zu fahren. 50-100cm Neuschnee und die Prognose für 4 Sonnentage waren ausschlagebend. Für uns waren die Dolomiten bis jetzt skifahrtechnisch auch wegen der längeren Anreise(500km von Karlsruhe, 450km von Bietigheim-Bissingen) unbekannt. Am Hinweg haben wir von Karlsruhe über Fernpass, Innsbruck und Brenner wegen Schneefall zwischen Memmingen und Fernpass 6 Stunden gebraucht(Rückfahrt 5h) und waren deshalb erst um 9 Uhr auf der Piste.
Umso mehr wollten wir von den riesigen Skigebieten rund um den Sellastock sehen. Am Ende haben wir alle direkt angebunden Skigebiete gesehen:
Grödnertal
- St. Ulrich
- Seiseralm
- St. Christina
- Seleva Wolkenstein
Alta Badia
- Colfosco
- Corvara
- La Villa
Fassatal
- Canazei
- Campitello
Arabba/Marmolada
1.Tag
Im Gegensatz zu den Südtiroler Wetterprognosen, die von Fr-Mo nur Sonne vorhergesagt hatten war das Wetter eher durchwachsen. Trotz des Wetters war die Sella Ronda geöffnet.
Wir nutzen den Tag also um uns mal ein bisschen im Skigebiet umzusehen. Dank der chaotischen Skipläne(es gibt einen von Arabba, Alta Badia, Gröden, Fassatal und noch einen der insgesamt die Sella Ronda zeigt), die alle unterschiedlich und teilweise grob fehlerhaft sind ist das gar nicht so einfach.
Wetter bedingt gibts am ersten Tag nicht viele Bilder. Zunächst ging es über Wolkenstein und das Sellajoch nach Canazei.
Zurück dann über Arabba nach Corvara Richtung Grödnerjoch mit der 4KSB Borest, die keine Abfahrt hat und ein reiner Verbindungslift
Dann nach Wolkenstein, es blieb bewölkt
Die steileren Talabfahrten nach Wolkenstein - perfekte Powder-Qualität!
St. Christina
Blick von der Unterkunft auf den Langkofel
2.Tag
Auch am 2. Tag blieb das Wetter eher noch durchwachsen, aber die ersten Sonnenlücken kamen zumindest im Westen zum Vorschein.
Deshalb entschieden wir uns Richtung St. Ulrich und Seiseralm zu fahren und das mal anzusehen, zumal unser ursprünglicher Plan die Marmolada zu erkunden von starken Wind und "Sella Ronda geschlossen" Schildern durchkreuzt wurde. Die kann man aber nicht wirklich ernst nehmen, wie sich in den nächsten Tagen zeigte. Insgesamt ist es schlecht, dass man außer in Alta Badia kaum Informationen darüber hat, welche Anlagen geöffnet und geschlossen sind.
Zunächst gings also nochmal Richtung Wolkenstein
Sesselbahn Ciampinoi
Im Hintergrund Langkofel, vorne 2SB Ciampinoi, welche man eigentlich nie fahren braucht
Ciampinoi Gondel und Wolkenstein
...großer Sprung auf die Talabfahrt nach St. Ulrich. Durch die neue Tunnelbahn ist das Skigebiet von St. Ulrich optimal mit St. Christina
verbunden
PB Secada(hat eine geniale Abfahrt)
St. Ulrich... wir wechseln zur Seiseralm rüber. Das geht relativ gut, weil es da einiges an Rolltreppen gibt...
Die Seiseralm: Flach, viel anschieben, eher ein Skigebiet für Anfänger und Genießer
20 Anlagen im flachen Gelände
ESB-Puflatsch, immer nur max. 300hm
Der Schlern:
noch relativ neue 6KSB Panorama auf der anderen Seite der Seiseralm, ohne Fußraster, aber auch nur sehr kurz
Tolle Landschaft, aber halt flach auch rund um Saltria zwischen 1700m und 2150m
Zurück gings mit dem Bus von Saltria nach Monte Pana über eine spektakulär schmale Straße. 2,50€ kostet der Spass, steht aber nirgends im Skiplan, etwas ärgerlich - genauso wie die Kosten für den Skibus im Grödnertal - 5€ für 7 Tage aber trotzdem versteckte Kosten!
Talfahrt mit der 2SB Monte Pana. Hier gibts keine Talabfahrt, allerdings wäre schon ein Weg fahrbar gewesen...
3.Tag
So heute sollte es dann doch endlich klappen mit der Tour auf die Marmolada - Punkt 8:30 starteten wir von St. Christina aus - dann gings
Richtung Corvara
es sieht in Corvara jedenfalls gut aus - die "Sella Ronda geschlossen" Schilder wurden diesmal von uns ignoriert
Und auch die Verbindung Corvara-Arabba lässt hoffen, kaum Wind
2SB Vallon, aber keine Zeit ihn zu fahren
wir mussten auf den perfekt präparierten Pisten Gas geben
mit der DMC Europa I gehts weiter von Arabba zur Verbindung nach Marmolada
Verbindungslift 2SB Padon
Die 4SB, auch für die Verbindung notwendig, leider alles keine Kuppelbaren Lifte - das dauert.
Das Marmolada-Massiv ganz nahe
Richtung Talstation der 3er PB Kette noch sehr flache Tellerlifte
Italien-Flair
1. Sektion auf die Marmolada, Leitner 70 Personen
2. Sektion, perfekt in Reihe geschaltet die Bahnen 1800 Höhenmeter in 18min und keine Wartezeiten, das mussten wir gleich zweimal
machen!
3. Sektion von oben
hier wehts dann etwas
der Sellastock
Bergstation der 3. Sektion, man muss schon einige Treppen laufen
die Schilder sind wohl bisschen blödsinnig?!
der alte Gletscherschlepper, wohl nicht mehr in Betrieb
Blick Richtung Verbindung nach Arabba
Der Gletscher an der Marmolada, wies hier wohl vor 10 Jahren aussah?
Stausee an der Marmolada
Lange neue 4 KSB(800hm) Padon II, gleichzeitig Rückbringer...
nochmal das ganze Marmolada-Massiv, man erkennt die PB Stütze der 2.Sektion
Es geht wieder zurück zur Sella Ronda, Mittagspause fiel erstmal aus, schließlich wollten wir noch in die Pordoischarte, also erstmal zur 4 KSB
Fodom
Pordoibahn
aber kein Schnee hier oben.. hat es alles verblasen - unser Vorhaben mussten wir streichen
mit der Bahn runter und über die Passstraße auf die Verbindungspiste in das Skigebiet bei Canazei
Sanfte Hänge und ein Liftverhau ähnlich der Idalpe erwartet uns hier
Blick von dort nach Campitello
es gibt aber keine richtige Abfahrt dorthin. Auch in Canzei muss man 300m zur Gondel gehen
Lifte am Sellajoch - gehört auch noch zum Fassatal
nicht allzuviel Höhenunterschied aber auch mal ganz nett zu fahren...
Sellajoch
Lifte hinter dem Sellajoch Richtung Wolkenstein, kurz auch mal 2-3 Minuten warten, weil Sella-Ronda Rückreiseverkehr, die ersten
Wartezeiten in dem Urlaub
Und dann nochmal nach Monte Pana, die Abendsonne genießen
Die neue 4KSB Monte Seura
Der Langkofel und doch noch eine "Mittagspause" um 15:45Uhr
Noch ein paar Beschneiungshaufen im Skigebiet von St. Christina
Ich muss sagen, ich hatte schon lange keinen so tollen Skitag mehr. Kein einziger Stein, nur Pulverschnee, da schön kalt, wenig Wind und ein riesiges, abwechslungsreiches Skigelände. Dazu wenig Leute unterwegs und fast keine Wartezeiten. Ich muss schon sagen Dolomiti Superski hat mich überzeugt und ich werde garantiert wieder kommen. Zu toppen wäre es noch mit genug Schnee in der Pordoischarte gewesen. Ab wann hat es denn dort normalerweise genug Schnee?
Auf jeden Fall ein einzigartiges Top-Skigebiet, das jeder mal gesehen haben muss. Schade, dass es von mir so weit ist, sonst würde ich öfter mal dorthin fahrn, anstatt in die typischen Tiroler Gebiete, wie Ischgl, Sölden und co.
4.Tag
da stand noch Alta Badia und Colfosco auf dem Programm - da es aber zur Zeit eh schon dazu einen Bericht gibt, lass ich das jetzt mal weg.