Lech / Zürs, 28.1.2007

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trincerone
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Lech / Zürs, 28.1.2007

Beitrag von trincerone »

'Casino-Royal-Tour' - 2007
Tag 1: Lech / Zürs, 28.01.2007

"Everything..... in its right place!" weich und mit wundervoller analoger Wärme klingt Radioheads Opener der Kid A aus den alten Kopfhörern. Mein Kopf ruht an der Glasscheibe dieses Hochgeschwindidkeitszuges, dessen Fahrgeschwindigkeit auf der alten Schnellfahrtsstrecke von Hannover nach Würzburg heute geringer ist, als die eines Intercity auf einer normalen Strecke! Wozu dann eigentlich der Zuschlag und die Strecke? Ich erinnere mich noch, wie ich einst mit dem ICE in den ersten Stunden der Strecke mit angegebenen 270 km/h die Trasse entlang gerauscht bin. Heute fährt der Zug - wie so oft mittlerweile - nicht einmal mehr 190 km/h. Damit ist er langsamer als die gewöhnlichen Fernverkehrszüge auf der Strecke Hannover - Hamburg, die nicht einmal für Hochgeschwindigkeitsfahrten gebaut wurde. Ich vermute der Grund liegt in der heute sehr hohen Zugdichte auf der ehem. Neubaustrecke Hannover - Würzburg. Seit jeder IRE, IC und teils sogar die Nahverkehrszüge die Trasse nutzen, dürfte allein aus Platzgründen keine Geschwindigkeit oberhalb von 200 km/h mehr möglich sein - zumindest tagsüber.

Es ist Mittag, der Mittag des 26. Januar 2007. Der Welt verschwindet nach wenigen Metern im schmierigen Grau eines typisch norddeutschen Wintertages - warm und regnerisch und so überhaupt nicht winterlich. Der Gedanke an Schifahren scheint bizarr. Ich spüre den extremen Schlafmangel der letzten Nächte, lausche der Musik und tausche diese eintönige Welt immer wieder mit derer meiner Träume.

Die Musik hat sich verändert, ich muss ein längeres Stück geschlafen haben... und auch das Landschaftsbild ist anders - es ist weiß! Ich bin in Bayern, die Sonne scheint und eine herrlich strahlende kleine Schneedecke hüllt die fränkischen Lande in winterliche Friedlichkeit. Ab Nürnberg folgt der Zug der neuen Hochgeschwindigkeitstrasse nach Ingoldstadt, die dem Reisenden die Fahrt durch die kurvigen Täler und insbesondere eine halbe Stunde Fahrzeit erspart. Lang genug hat der Bau ja gedauert, fast zehn Jahre für dieses gar nicht lange Stück! Ich weiß nicht, welche Probleme beim Bau aufgetreten sein mögen, jedenfalls war die im Verlgeich um einiges längere Strecke von Frankfurt nach Köln deutlich schneller fertig - und kann dazu mit 300 km/h befahren werden. Auf dieser Strecke hier werden heute immerhin 250 km/h erreicht - dann hat sich der ICE Aufschlag ja möglicherweise doch noch gelohnt!

Am frühen Nachmittag treffe ich in München ein, die Sonne ist mittlerweile wieder in den Wolken verschwunden, die winterliche Stadt gefällt mir aber. Am Kopfende des Bahnsteiges wartet Marius - wir haben drei Stunden Zeit für Weizen, gutes bayrisches Essen und vor allem viele Gespräche. An der Tramhaltestelle auf dem Weg zum Augustiner werde ich das erste mal von einem älteren Herren auf die Schi angesprochen - es soll nicht das letzte mal in diesem Urlaub bleiben!

Nach einer weiteren Eisenbahnfahrt - diesmal durch das nächtliche tief verschneite Allgäu - erreiche ich schließlich Oberschwaben - mein Domizil für heute Nacht und weiterer Zwischenstopp auf dieser Reise der Besuche. Nach einer kurzen, aber schönen Nacht, viel gutem oberschwäbischen Essen und einem ruhigen Nachmittag gleitet erneut ein Zug mit mir durch das Dunkel - diesmal endlich in Richtung Alpen. Ein Zwischenstopp am Bahnhof Lindau, ein weiterer in Feldkirch - dessen moderner und architektonisch sehr gelungener Bahnhof mir sehr gut gefällt - folgt schließlich das Ende der ersten Etappe: der EuroCity von Zürich nach St. Anton. Bei leichtem Schneefall gleitet der Zug durch ein herrlich winterliches Vorarlberg. So hatte ich mir das vorgestellt! Ich bin wie immer positiv überrascht von der österreischen Bahn: tolle moderne Züge, ausreichend Platz für Schi und Gepäck, gemütliche saubere Abteile - nicht der Konserventransport des viel zu teuren deutschen ICE, bei dem man dann die Schi quasi auf den Schoß nehmen darf! So stelle ich mir Bahnreisen vor - liebe DB, hier seht ihr, wie es wirklich geht!

Am Bahnhof von St. Anton - der mir übrigens trotz Auszeichnung architektonisch viel weniger zusagt als der von Feldkirch - wartet lieberweise Gerrit auf mich: mit ihm werde ich die nächsten zwei Tage am Arlberg verbringen. Da ich nur zwei Tage dort sein werde, wollen wir jeweils einen Tag in Lech / Zürs und einen in St. Anton schifahren, damit ich die Chance habe, alles wenigstens einmal kennen zu lernen. Für morgen steht Zürs auf dem Programm.

Mit Gerrits Wagen queren wir also im strahlenden Morgenlicht - das war perfekt: erst Neuschnee und dann eine Woche nur Sonne! - den wunderbar verschneiten Arlbergpass und Flexenpass. Gerade letzterer hat micht immer schon beeindruckt wegen der faszinierenden Trassierung auf der Südrampe. Fahren konnte ich ihn leider nie, so ist Zürs für mich ein Novum. Auch wenn es nicht viel geschneit hat: heute erstrahlen alle Hänge in so herrlich makellosem Weiß, dass man sich an alte Schiatlanten erinnert fühlt. Auch beeindruckt mich die Landschaft! Die weiten weißen einsamen Hänge, das alles wirkt sehr französisch! Ganz anders hatte ich mir zumindest Lech und Zürs vorgestellt: eher so wie Warth und Schröcken. Die hochalpine Wirkung fasziniert!

Zur Verdeutlichung der folgenden Beschreibungen bietet es sich an, den Pistenplan unter dem folgenden Link aufzurufen. Leider ein interaktiver Pistenplan (wie sinnlos!), der dazu nicht gerade übermäßig gut designt ist (typisches Flashgemale halt). Für unseren Zweck wird er jedoch reichen.

http://ski.intermaps.com/skiarlberg/de_west.html

Mich fasziniert ja die Trittkopfbahn! Nicht nur, dass ich PBs sehr mag und als Skilifte geradezu favorisiere, ihre Trasse, ihre ausgesetze Bergstation - das hat schon was! Überhaupt nicht das, was ich von einem Schigebiet am Arlberg erwartet hätte! Ich muss sagen, Zürs hat Klasse! Ich werde den Schiort im Laufe des Tages weiter in mein Herz schließen. Ich mag übrigens auch diese Hotelkomplexe, die mit leichtem 70s Touch in der sonnengefluteten weißen Weite liegen. Alles wirkt sehr französisch - mir gefällts!

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Verschneiter Parkplatz in Zürs mit Blick auf den Flexenpass - ein bisschen wie vor dreißig Jahren!

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Blick auf den Trittkopf mit PB - faszinierende Anlage, faszinierendes Trassé - ein Berg, der schon aufgrund der Pendelbahn Lust zum Schifahren macht!

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Coole Architektur in Zürs - Vive l'Autriche! ;)


Dennoch ist der Trittkopf nicht unser erstes Ziel, vielmehr wollen wir auf die westlichen Hänge zwischen Muggengrat und Madlochjoch. Was ich etwas überraschend finde, ist, dass man um hinüber zugelangen eine kurze DSB nutzen muss, die auch als Anfängerbahn dient. Trotz wenig Verkehr ist also teilweise Anstehen angesagt. Das Gebiet westlich von Zürs wird durch zwei KSBs im unteren Bereich erschlossen, an die sich jeweils zwei DSBs anschließen. Letztere sind relativ langsam und daher heute recht kalt, ein Ersatz zumindest der Madlochjochbahn durch eine KSB wäre möglicherweise nicht verkehrt. Dennoch gefällt mir das Schigebiet hervorragend! Geniale Landschaft, tolle Pisten und vor allem viel Raum! Wenige Anlagen erschließen viele Pisten, daneben ist genügend Raum im Gelände und die Felsen geben dem Ganzen das nötige Ambiente: ein tolles Schigebiet!

Zunächst folge ich der Abfahrt vom Muggengrat zurück nach Zürs: eine absolut geniale Piste! Einsam durch eine ansonsten unerschlossene Geländekammer mit tollem Blick auf die fast Dreitausender des Arlbergs, dazu ein wahnsinnig gefälliges Trassé und ein vernünftiges Verhältnis von Raum zu Mensch! Viel zu wenig gibt es heute solche Abfahrten und - ich wiederhole mich - ein weiteres Mal denke ich an frühere Jahre in Frankreich, dessen Perlen immer schon diese Pisten "hinten hinab" waren!

Einige Zeit später stehen wir erneut am Muggengrat, diesmal jedoch ist nicht die Piste das Ziel, sondern eine der Schirouten zum Flexenpass, die Herzbergroute. Nach einer ziemlich langen Traverse mit einem kurzen Zwischenanstieg stößt diese Route aus den Bergen nördlich oberhalb Stubens zum Flexenpass hinab, wo ein Busanschluss besteht. Die Route ist eine leichte Tiefschneeabfahrt in Süd-Ost-Exposition, die zwar keine großen Höhenunterschiede, dafür aber ein geradezu traumhaftes Panorama bietet. Wenn man dazu trotz der nicht gerade idealen Schneebedingungen solchen Tiefschnee findet, wie wir am heutigen Tage, dann rechtfertigt sich die lange Traverse allemal. Bei besseren Verhältnissen mögen sich auch andernorts möglicherweise einfacher zu erreichende Routen finden lassen, jedenfalls fungiert die Traverse aber auch ein Stück weit als Filter, so dass man hier möglicherweise bessere Karten hat, unverspurtes Gelände zu finden. Heute ist allerdings viel los auf der Traverse, das ist schon fast wieder belustigend. Die Route selbst ist leicht verspurt, aber gut zu fahren, für mich mit meinen noch ausbaufähigen Tiefschneekenntnissen ein Traum. Alles weitere überlasse ich nun den Bildern!

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Auf der ersten Traverse vom Muggengrat zur Herzbergroute, der Blick schweift zu Rendl und Silvrettagruppe.

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Vis-à-vis: ist das die Rückseite der Valluga? Ich meine ja.

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Blick auf das Schigebiet zwischen Rüfikopf und Trittkopf.

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Gerrit kurz vor dem Ende der Traverse.

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Vorne Valfagehr, dahinter das Schigebiet von St. Christoph, auf der anderen Talseite dann Rendl.

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Tolles Schigebiet am Trittkopf mit der von mir so lobbesungenen PB!

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Gerrit weiß, wie es geht! Ich hoffe, eines Tages sieht es bei mir auch so aus!

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Der Flexenpass kommt in Sichtweite.


An der Passstraße genießen wir für einige Momente die wunderbar warme Sonne, bis schließlich der Bus kommt. Wenig später stehen wir wieder einmal am Parkplatz in Zürs, dann fahren wir ein drittes Mal in das Schigebiet westlich von Zürs hinauf, diesmal aber mit einem anderen Ziel: dem Madlochjoch. Vorerst ist aber zunächst noch eine Mittagspause angesagt, erst anschließend trauen wir uns in die ebenfalls sehr kalte DSB. Die lange Auffahrt erlaubt aber wiederum wundervolle Blicke auf die Felswelt dieses Bereiches des Zürser Schigebietes.

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Interessantes Stationsdesign der südlichen KSB von Zürs hinauf ins Schigebiet. Ich will nicht einmal sagen, dass ich besonders schön finde, aber es freut mich keine UNI-G zu sehen und irgendwie hat das Gebäude auch etwas, wie ich finde.

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Licht und Schatten an der Flexenspitze.

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Sorry, musste sein! :D :P

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DSB zum Muggengrat, dort hinab führt rückwärtig die eingangs erwähnte tolle Piste zurück nach Zürs.

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DSB zum Madlochjoch.

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Die Madloch-Route - der Weg ins Schigebiet von Lech.


Vom Madloch aus folgen wir dem sog. weißen Ring mit einem weiteren Klassiker: der Madlochroute in Richtung Lech. Leider ist diese Route schon etwa ab der Hälfte extrem eisig und abgefahren, so dass zumindest im unteren Stück von Spaß keine Rede sein kann. Die Landschaft ist aber wieder einmal wundervoll, viele Varianten der Route bieten sich an: bei besseren Schneeverhältnissen oder mit mehr Zeit für Varianten ist auch dieser Sektor sicher toll zu befahren.

Von Zug aus bringt uns die Sesselbahn zum Kriegerhorn in das Schigebiet von Lech und Oberlech. Ein Schigebiet, das man meines Erachtens getrost völlig vergessen kann und das den guten Eindruck, den ich bis dato vom Arlberg hatte, insofern ein Stück weit wieder relativiert. Nichtssagende Abfahrten in (heute) absolut grauenhaften Zustand, ein KSB Verhau sondergleichen, ohne dass sich ein wirkliche Struktur erkennen ließe. Im großen und ganzen dem Schigebiet von Warth recht ähnlich, langweiliges Gelände mit unspektakulären Pistentrassen, dazu völlig überfüllt - zumindest der möglicherweise auch nicht ganz aussagekräfte kurze Eindruck des heutigen Tages sagt mir, dass ich diesen Teil des Schigebietes nicht wieder besuchen will!

Lech als Ort zeichnet sich dem Klientel nach nach meinem heutigen Eindruck primär durch ein Chic aus, mit dem ich wenig anfangen kann. Es fehlt die Klasse und Tradition der schweizer und italienischen Nobelorte, so meine Impression. Viel neureiches Publikum, das mit dem Roadster aus dem nahen München herübergekommen scheint und das dem Stil nach allenfalls Falko und Thomas Anders Konkurrenz machen kann. Ebenfalls nichts, worin ich einen auch nur irgendwie gearteten Reiz ausmachen könnte.

Das Schigebiet am Rüfikopf hingegen - obwohl ich hiervon leider mangels Zeit auch nur wenig sehe - gefällt mir erneut. Weite weiße, keinesfalls übererschlossene Hänge mit viel Raum und Panorama. Die Abendstimmung tut ein übriges. So bleibt auch dieser Teil des Gebietes mir mit dem Gedanken an ein Wiederkommen mit mehr Zeit in Erinnerung. Über den Hexenboden, der mit einfachen aber ähnlich schön gelegenen Pisten besticht, gelangen wir zurück nach Zürs. Für eine Fahrt zum Trittkopf bleibt leider keine Zeit mehr. Dennoch: ein hochgradig interessanter, abwechslungsreicher und in vielerlei Hinsicht auch sehr schöner Schitag. Das Schigebiet von Zürs ist wirklich klasse und erweckt in mir den - ehrlich gesagt für persönlich unerwarteten Wunsch - mit etwas mehr Zeit wieder zu kommen. Gleiches gilt für den Rüfikopf. Zum Gebiet rund um das Kriegerhorn habe ich wohl alles gesagt, die geplante Verbindung mit Warth ist aus meiner Sicht ebenfalls völlig uninteressant. Reizvoller fände ich eine Verbindung mit dem Gebiet von St. Anton / St. Christoph / Stuben - eine solche ist aber wohl meines Wissens nicht projektiert. Aber auch so ist Zürs in sehr zu empfehlendes Schigebiet, das auf und neben der Piste Abwechslung und Überraschungen bietet, moderne Anlagen und solche, die Raum für Träumereien lassen, verbindet und vor allem durch seine immer wieder beeindruckende und Erstaunen weckenden Landschaften besticht. Bei guten Schneeverhältnissen sicherlich immer eine Reise wert!

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Wunderbare Stimmung auf gemütlichen, aber durchaus reizvollen Pisten zwischen Hexenboden und Zürs.

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Eine letzte Hommage an den Trittkopf, den ich gerne eines Tages besuchen würde!


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Ausblick:

2. St. Anton
3. Andermatt
4. Cervinia
5. und 6. Zermatt
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Zuletzt geändert von trincerone am 05.02.2007 - 22:47, insgesamt 2-mal geändert.

Michael Meier
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Beitrag von Michael Meier »

Yeaaaa der Titel rox! :D Auf den währ nicht mal ich gekommen. :wink:
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Wiede
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Beitrag von Wiede »

An Dir ist ohne Zweifel ein Schriftsteller verloren gegangen! Der Bericht ist einfach super geschrieben und übertrifft sogar noch diese genialen Bilder.

Ganz großes Kino - :respekt:
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fettiz
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Beitrag von fettiz »

mir geht auch schon seit einigen Wochen durch den Kopf, dass es Zeit für ein bestofalpinforum Buch wäre. Da könnte sich trincerone, starli etc. gut verewigen...
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Beitrag von Valentijn »

Danke für die sehr schöne Bilder!! :D
bayer
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Beitrag von bayer »

Wow, das schaut phantastisch aus.....
csaa3843
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Beitrag von csaa3843 »

Echt ganz toller Bericht!
Aber:
Ich kann Deine Meinung zu Lech nicht teilen. Die Stärke des Arlbergs ist auch seine Vielseitigkeit. So bekommt sowohl der Profi was geboten als auch der Anfänger, der lieber die halbe Zeit in der Sonne sitzt. Und auch die Abfahrten rund ums Kriegerhorn sind teilweise alles andere als anfängertauglich. Gute Schneelage vorausgesetzt sind Kriegerhorn Südhang oder die Abfahten direkt von der Palmenalpe absolut fordernd. Da hattest Du wirklich Pech mit dem Schnee, aber das ist ja momentan fast überall so.
Ich halte auch von einem Vergleich mit den ach so noblen schweizer und ital. Schiorten sehr wenig. Was den Glamour angeht: Lech zählt ja nun doch auch einige Königshäuser zu seinen Stammgästen, die hier übrigens recht bescheiden auftreten (schon allein wegen der Paparazzi). Ist für mich schon etwas mehr echter Chic als diese aufgeblasenen Über-Luxus-Tussis in St. Moritz.
Ich find eben auch Hotels wie das relativ kleines Hotel Post (als quasi erstes Haus am Platz) wesentlich stilvoller als die protzigen Palace-Hotels anderswo. Das ist eben understatement, da man von aussen kaum auf den inneren Luxus schliessen kann.
Aber Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.
Mein Tip:
Gib dir Lech nochmal bei super Schneelage !
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trincerone
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Beitrag von trincerone »

@all: ich danke für Euer positives Feedback!

@csaa3843: Danke für deine Ausführungen. Ich finde es interessant, mal einen anderen Standpunkt dazu zu lesen!

Was das Chic angeht, so kann ich zu den Hotels natürlich nichts sagen, wobei mir da auch nichts negatives an Lech aufgefallen wäre. Was micht betrifft, so meinte ich das Klientel. Es mag gut sein, dass sich dort Leute mit entsprechendem Understatement aufhalten, das will ich gar nicht bestreiten. Ich kann nur sagen, was mir aufgefallen ist und das war, dass - vermutlich in Ergänzung zu dem von dir beschriebenen Klientel - ein für mich unerwartet hoher Anteil an Gästen ins Auge stach, der alles andere als Understatement zeigte und mit dem in meinen Augen etwas billigen Prunk einer neureichen Yuppiegesellschaft aufwartete. Es soll von mir aus ohnehin jeder auftreten, wie er mag, ich meine halt persönlich, dass Stil nichts ist, was man kaufen kann. Ich persönlich hatte jedenfalls mehr Eleganz im Sinne eines Understatements wie du es beschrieben hast erwartet und auch wenn es diese dort - wie du sagst - durchaus geben mag, war es eher der daneben vorhandene recht hohe Anteil an Leuten, deren primäre Intention das Zeigen der Einkommensverhältnisse nach außen zu sein scheint [was sie insofern von der High Society unterscheidet], der mir eben aufgefallen ist und mit dem ich wenig anfangen kann.

Es ist ohnehin nicht so, dass mir Kleidung oder arm oder reich einen Unterschied machen würde bei Menschen, es mir mir nur etwas suspekt, teure Kleidung und Accessoires um ihres Einkaufspreises halber zu tragen.

Was das Schigebiet am Kriegerhorn angeht, so waren es - das möchte ich ergänzend bemerken - nicht leichte Pisten, die mich gestört hätten (ich bin ja bekanntlich sogar eher ein Freund von blauen als von schwarzen Pisten). Was mir missfiel, waren die großen Menschenmengen und die für meinen persönlichen Geschmack in dem von mir befahrenen Teil des Gebietes viel zu langweilig trassierten Pisten (das hat aber nicht mir steil oder schwer zu tun, die Abfahrt von der Muggengratbahn ist ja auch nicht schwer oder steil, aber eben sehr genial trassiert). Inwiefern die Pisten bei anderen Schneeverhältnisse anders aussehen, kann ich natürlich nicht beurteilen, ich fand den Schnee aber nicht so schlecht. Auf allen anderen Pisten am Arlberg war er ja auch sehr gut, nur hier fanden sich riesige Eisplatten. Inwiefern das nun an der Präparation oder an der wesentlich höheren Menschendichte gelegen hat, oder ob Remodellationen dort ihren Teil beigetragen haben, kann ich nicht abschließend bewerten. Unabhängig von der Ursache aber kann ich sagen, dass die Pistenverhältnisse im Verhältnis zum gesamten restlichen Arlberg deutlich unter dem Durchschnitt lagen, was nach meiner Erfahrung typisch ist, für sehr hoch erschlossene Gebiete mit vielen Schifahrern auf engem Raum und sich auch in vergleichbaren Gebieten anderswo genauso beoabachten lässt.

Unabhängig davon möchte ich aber wie schon geschrieben natürlich gerne wieder in das Gebiet kommen, gerna auch mir noch mehr Schnee. Ob mich aber speziell das Kriegerhorn bei anderer Schneelage mehr begeistern würde, wage ich ehrlich gesagt etwas zu bezweifeln, es gibt mir dort einfach zu viele Lifte, Pisten und v.a Leute auf zu engem Raum. Ich gebe aber zu, dass man natürlich ein Schigebiet vom einmaligen Durchfahren nicht abschließend bewerten kann.
rower2000
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Beitrag von rower2000 »

trincerone hat geschrieben:Was das Schigebiet am Kriegerhorn angeht, so waren es - das möchte ich ergänzend bemerken - nicht leichte Pisten, die mich gestört hätten (ich bin ja bekanntlich sogar eher ein Freund von blauen als von schwarzen Pisten). Was mir missfiel, waren die grossen Menschenmengen und die für meinen persönlichen Geschmack in dem von mir befahrenen Teil des Gebietes viel zu langweilig trassierten Pisten (das hat aber nicht mir steil oder schwer zu tun, die Abfahrt von der Muggengratbahn ist ja auch nicht schwer oder steil, aber eben sehr genial trassiert). Inwiefern die Pisten bei anderen Schneeverhältnisse anders aussehen, kann ich natürlich nicht beurteilen, ich fand den Schnee aber nicht so schlecht. Auf allen anderen Pisten am Arlberg war er ja auch sehr gut, nur hier fanden sich riesige Eisplatten. Inwiefern das nun an der Präparation oder an der wesentlich höheren Menschendichte gelegen hat, oder ob Remodellationen dort ihren Teil beigetragen haben, kann ich nicht abschliessend bewerten. Unabhängig von der Ursache aber kann ich sagen, dass die Pistenverhältnisse im Verhältnis zum gesamten restlichen Arlberg deutlich unter dem Durchschnitt lagen, was nach meiner Erfahrung typisch ist, für sehr hoch erschlossene Gebiete mit vielen Schifahrern auf engem Raum und sich auch in vergleichbaren Gebieten anderswo genauso beoabachten lässt.
Also, die normale blaue Abfahrt vom Kriegerhorn runter ist stinklangweilig, da geb ich dir recht. Im Bereich Steinm�hder - Rotschrofen - Hasensprung gibt's allerdings einige, die mir sehr zusagen. Allen voran die rote 35a, abgesehen von nem Ziehweg am Anfang, ausserdem mag ich die 46? "Sulzen"-Abfahrt Steinm�hder - Hasensprung Bergstation sehr gern. Kurz, aber cool zum runtercarven und dazu noch meistens menschenleer ist die blaue 51 am Hasensprung. Am Rotschrofen die blaue 35er ist oft �berlaufen, bei wenig Leuten aber auch cool zu fahren!

Meine beiden Lieblingspisten im Lech-Z�rs-Verbund sind aber immer noch 10 Muggengrat-T�li und 2 Pazieltal...

Zur Präparation: ich habe ausser bei extremem Schneemangel wie jetzt noch keine schlechten Pisten in Lech erlebt (abesehen von der Talabfahrt um halb 5 am Nachmittag). Bei so wenig Weiss wie jetzt kommen bei den vielen Leuten in Lech die Eisplatten natürlich schneller raus.

BTW: die schlimmsten Eisplatten vom Arlberg findest du am Hexenboden in Zürs. Den hab ich noch fast nie ohne Eis erlebt.

EDIT: typo

fettiz
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Beitrag von fettiz »

Das mit dem Kriegerhorn muss man halt aus trincerones Sichtweise verargumentieren:

trincerone ist halt kein Fan von Standardskigebieten - auch wenn er uns dieses Jahr mit Lech und Ischgl überrascht. Aber grundsätzlich bemängelt trincerone, dass es Skigebiete wie am Kriegerhorn in den Alpen recht häufig sind - Ischgl Idalpe, Mayrhofen, Kitzbühel, .... Da sind zwar auch ein paar recht nette Abfahrten oder auch mal schöne Routen darunter. Aber ansonsten - hohe Liftkapazitäten, Platt modellierte und planierte aber auch sehr volle Pisten - Standardware eben. Wenn ich es mir aussuchen kann, dan bin ich auch in Zürs oder auf der anderen Seite von Lech unterwegs. Weil es einfach spannender ist - Routen, Abfahrten, aber auch der Platz auf den Pisten, die weite der Landschaft. Aber auch trincerone wird vielleicht irgendwann mal solche Gebiete wie das Kriegerhorn mehr schätzen - wenn die Zeit knapper wird (z.B. durch Familie/Arbeit). Obwohl ich eigentlich erklärter Arlberg Fan bin (besonders Zürs, Rendl und Stuben) bin ich aus Kosten- und Infrastrukturgründen in den letzten Jahren doch auch öfter nach Flachau gefahren. Und habe mir den Arlberg für später wieder aufgespart...
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trincerone
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Beitrag von trincerone »

Ich danke dir, besser hätte ich es nicht formulieren können!

Ich gebe ja auch stets nur meinen sehr subjektiven Standpunkt wieder. Manchmal ist der leider Gottes nicht mal ganz einheitlich... ;) . Ich lese zum Beispiel für mein Leben gern Mikis Berichte, weil er auch immer sehr viel subjektives einbringt. Natürlich ist das teilweise das genaue Gegenteil, was ich vermutlich geschrieben hätte, aber ich finde es interessant, mich mit seinen stets sehr gut dargestellten und begründeten Standpunkten auseinanderzusetzen. Außerdem erwartet ja niemand, dass ich der gleichen Meinung bin.

Gleiches versuche ich in meinen Berichten: darzustellen wie ich den Tag erlebt habe. Natürlich ist das ein persönlicher Eindruck und natürlich würde jemand anders die Dinge u.U. ganz andes sehen. Ich versuche stets auch, meine Beobachtungen argeumentatic zu stützen - aber es mir auch völlig klar, dass andere Menschen eine andere Auffassung zu demselben Thema haben. Daher freue ich mich ja auch, wenn wie oben eine andere Sichtweise / Standpunkt dazu geäußert wirtd - das gibt neue Einblicke und kann nie schaden! :D
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Beitrag von csaa3843 »

Ich bin ja auch so jemand, der für sein Leben gerne neue Schigebiete ausprobiert. Beim Arlberg bin ich halt etwas befangen, weils irgendwie mein Haus und Hof Schigebiet ist (bin ja schliesslich Vorarlberger). Kein anderes Gebiet kenne ich besser.
Mich interessiert es sehr wie andere darüber denken, und ich überlege mir oft wie ich wohl den Arlberg wahrnehmen würde, wenn ich nochmals quasi zum ersten mal dort wäre.
Aber in einem gibts wohl kaum eine Diskussion:
Abfahrten wie das Zürser Täli (Muggengrat-Zürs) oder Madloch-Zug sind wirklich die absoluten highlights. Wunderbare Landschaft und weit und breit kein Lift in Sicht. Einfach super. Es gibt nur so wenige.
Auch beim wunderbaren Trittkopf mit seiner Vielseitigkeit bin ich voll bei dir.
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Beitrag von gerrit »

Wir haben an diesem Tag zeitbedingt von den Lecher Südhängen nur die blaue Abfahrt vom Kriegerhorn und die "Massenpiste" bei der DSB/4KSB nach Lech befahren, die zugegebenermaßen die unspektakulärsten im Gebiet sind. Wie ich (hoffentlich bis nächstes Wochenende) in meinem Bericht zeigen werde, gibt es gerade um die Mohnenfluh einige sehr nette Geländekammern mit durchaus auch sehr anspruchsvollen Abfahrten, gar nicht zu reden von der tw. sehr steilen Geländeabfahrt nach hinten hinunter Richtung Schröcken. Ansonsten waren die beiden Tage (bzw. für mich auch die darauffolgenden vier) angesichts der mäßigen Schneelage überraschend lohnend auch im Gelände, was ich eigentlich nicht erwartet hätte.
Erinnerungen: meine Berichte seit 2005 (bzw. 1983)
Daß wir echt waren, werde ich auch noch erfinden! (Josef Zoderer)
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Beitrag von trincerone »

Wobei man ja vom Kriegerhorn schon einen gewissen Rundumblick genießt... ;)

Ich weiß gar nicht, was ihr alle habt, ich fand die Schneelage voll ok! Also wenns immer überall so wär, wie an diesen beiden Tagen am Arlberg, ich würd mich freuen!
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Huppi
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Beitrag von Huppi »

Boahhh... was für ein Tag... ich finde es nur schade, dass am Arlberg sich alle wie die Geier auf den Tiefschnee stürzen. In Serfaus Fiss Ladis hingegen war um 12 Uhr das meiste unberührt!
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Beitrag von gerrit »

trincerone hat geschrieben:Ich weiß gar nicht, was ihr alle habt, ich fand die Schneelage voll ok! Also wenns immer überall so wär, wie an diesen beiden Tagen am Arlberg, ich würd mich freuen!
Ist halt einfach so, wenn man schon sehr oft in einem Gebiet war und es noch NIE auch mit nur annähernd so wenig Schnee erlebt hat, dann jammert man schon ein bißchen. Wirklich brauchbar war der Schnee in dieser Woche nur im Vallugabereich, in Zürs und um die Mohnenfluh, Rendl und Albona hatten viel zu wenig fürs Gelände.
Erinnerungen: meine Berichte seit 2005 (bzw. 1983)
Daß wir echt waren, werde ich auch noch erfinden! (Josef Zoderer)
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lanschi
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Beitrag von lanschi »

Was soll man da noch sagen... absolut ein Hammerbericht - wie man´s von trincerone ja gewohnt ist!

Ich bin überrascht davon, wie viel Schnee (relativ im Vergleich mit anderen Gebieten) am Arlberg schon liegt, da kann wenigstens ganz passabel Gelände fahren (wo geht das außer in Kärnten derzeit schon???).

Wie schon von mir und etlichen anderen zuvor erwähnt - ganz, ganz große Klasse!!! Ich glaube, ich habe mir selten zuvor wirklich so viel Zeit für das Lesen eines Berichts hier genommen (außer vielleicht noch die Alagna-Eindrücke und ein paar andere, wenige Berichte). Allergrößter Respekt!!!

So, und nun freue ich mich schon auf die nächsten Hammerberichte von trincerone und gerrit!! 8)

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Foto-Irrer
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Beitrag von Foto-Irrer »

Hi, tolle Bilder, vor allem von der ersten Route. Das "H" ist übrigens zuviel, es ist die Erzbergroute. Aber danke nochmals für die Bilder, da ich als Boarder noch nie da war sondern den Bereich immer nur direkt von gegenüber, also vom Trittkopf, gesehen habe.
Was Du als Rückseite der Valluga bezeichnest könnte der Trittkopf sein (im Plan ist die Höhenangabe des Trittkopfs um einiges höher als die Bergstation der gleichnamigen Gondel).
Meinen Vorpostern möchte ich mich anschließen, was Deine vielleicht fehlgeprägte Meinung zum Gebiet von Lech angeht. Wenn Du die Abfahrt vom Muggengrat durch das einsame Täli liebst, wird Dir von der Terrassierung auch die Abfahrt vom Steinmähder über den Rotschrofen runter zum Weibermahd gefallen. Ich möchte sie gerne mit der Hochgeschwindigkeitsstrecke vom Rüfikopf Richtung Hexenboden vergleichen. Schade auch, daß Du die Piste unterhalb der Rüfikopfbahn zurück nach Lech nicht mitgenommen hast. Die beiden abgesteckten Touren sind IMMER menschenleer, abseits vom Skigebiet und Zivilisation gelegen einfach wunderschön
Die Piste vom Madloch nach Zug runter ist zwar landschaftlich und von der Geländeführung her wunderschön aber macht aufgrund von Eisplatten oder Buckeln nie richtig Spaß.
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Beitrag von Gletscherfloh »

Tribal hat geschrieben:Boahhh... was für ein Tag... ich finde es nur schade, dass am Arlberg sich alle wie die Geier auf den Tiefschnee stürzen. In Serfaus Fiss Ladis hingegen war um 12 Uhr das meiste unberührt!
Ja, das ist der Nachteil ausgesprochener Freeride-Gebiete. Die Konkurrenz um den Pulverschnee (so es ihn gibt) ist dann auch dementsprechend gross. Dagegen kann man manchmal in "Hinz-und-Kunz-Skigebieten" noch Tage nach dem letzten Schneefall unberührte Hänge im unmittelbarem Nahbereich der Lifte finden (was am Arlberg fast unmöglich ist, dafür gibts allerdings mit etwas Hiken meist was zu finden).

Ansonsten kann ich mich nur den anderen Beifallskundgebungen hinsichtlich des Berichts anschliessen :wink:.

Noch eine kleine Korrektur: Bei dem einen Foto (Panoramablick von der Traverse bei der Erzbergroute) ist nicht die Silvretta zu sehen, sondern das Verwall. Die Gipfel der Silvretta sind da durch die Verwallberge verdeckt.
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Beitrag von Pharao »

Vis-à-vis: ist das die Rückseite der Valluga? Ich meine ja.
Die Frage kann ich beantworten. Nein, die Vallugarückseite liegt hinter diesem Berg. Als Ihr am Nachmittag vom Rüffikopf kamt konntest du Sie sehen.

Die Diskussion um pro und contra Kriegerhorn ist für mich nicht wichtig. Ich sehe den grössten Vorteil des Arlbergs in der Vielfalt der Möglichkeiten. Man muss ja auch nicht unbedingt mit dem Auto fahren sondern kann den kostenlosen Skibus von Rauz nach Zürs nehmen, so lässt sich im gesamten Gebiet jeder Winkel problemlos erreichen.

Klasse Bericht - nochmal. Vielen Dank.
Den Wert eines Menschenlebens bestimmt nicht seine Länge, sondern seine Tiefe.
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Beitrag von Foto-Irrer »

Das mit dem Skibus ist wirklich super. Alle 10-15 mins. spätestens kommt einer und brauch nur 15 min. rüber. Diesen Vorteil bemerkt man auch, wenn man in Zürs nördlich oder südlich des Ortes an der Strasse ankommt und dann nicht lange auf einen Skibus warten muss. Ich fahr ja nun schon über 15 Jahre an den Arlberg und habe immer in Lech, Stuben oder St. Anton gewohnt. Dabei ist mir aufgefallen, daß es immer mehr Leute sind, die von Rauz nach Lech-Zürs übersetzen als umgekehrt. Es kommt nicht selten vor, daß man morgens ganz alleine von Zürs nach Rauz fährt und beim Aussteigen man schon die Massen sieht. Umgekehrt sieht es dann abends aus. Also kann man davon ausgehen, wenn es diese Busverbindung nicht gebe, daß das Gebiet Lech-Zürs viel leerer wäre.
Wegen der angesprochenen Verbindung mit Warth-Schröcken bin ich seit Bekanntwerden des Projektes immer noch nicht sicher, ob ich dafür oder dagegen bin. Die Pisten dort sind tatsächlich eher uninteressant, die offpiste-Möglichkeiten auch. Auch kann man mit mehr Leuten auf der Piste durch Tagesgäste aus dem Bregenzerwald rechnen... Aber gegen noch mehr Variation am Arlberg habe ich nichts einzuwenden. Bin dann aber eher für eine Verbindung mit Kappl. Oder wie wäre es mit einem Ausbau am Albonagrat? Die Maroiköpfe von zwei Seiten aus mit Liften erschließen und oben ein Restaurant mit atemberaubender Aussicht!
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Beitrag von miki »

Hammergeiler Bericht wieder mal vom Trincerone :tach: , ich habe mir endlich die Zeit genommen und beide (Lech/Zürs + St. Anton) ausfühlich durchgelesen. Vorallem hat mir aber der Absatz gefallen:
Ich gebe ja auch stets nur meinen sehr subjektiven Standpunkt wieder. Manchmal ist der leider Gottes nicht mal ganz einheitlich... . Ich lese zum Beispiel für mein Leben gern Mikis Berichte, weil er auch immer sehr viel subjektives einbringt. Natürlich ist das teilweise das genaue Gegenteil, was ich vermutlich geschrieben hätte, aber ich finde es interessant, mich mit seinen stets sehr gut dargestellten und begründeten Standpunkten auseinanderzusetzen. Außerdem erwartet ja niemand, dass ich der gleichen Meinung bin.

Gleiches versuche ich in meinen Berichten: darzustellen wie ich den Tag erlebt habe. Natürlich ist das ein persönlicher Eindruck und natürlich würde jemand anders die Dinge u.U. ganz andes sehen. Ich versuche stets auch, meine Beobachtungen argeumentatic zu stützen - aber es mir auch völlig klar, dass andere Menschen eine andere Auffassung zu demselben Thema haben. Daher freue ich mich ja auch, wenn wie oben eine andere Sichtweise / Standpunkt dazu geäußert wirtd - das gibt neue Einblicke und kann nie schaden!
Sehr sehr gut formuliert, ganz meine Meinung, leider kann ich es nicht so gut formulieren. Natürlich ist jeder Bericht subjektiv und hängt stark von den vorgefundenen Verhältnissen zusammen. Mir ist der Arlberg leider nicht in besonders guter Erinnerung geblieben, wir hatten damals fast die ganze Woche ausgesprochenes Pech mit dem Wetter (im Tal Regen - und das Ende Januar! - oben Schneefall, Wind, schlechte Sicht, viele Pisten auch nachdem sich das Wetter gebessert hat wg. Lawinwngefahr gesperrt, dazu war noch die ganze Abfahrtspiste in St. Anton wegen Vorbereitungen auf den Weltcup gesperrt usw.). Bei solchem wetter wie ihr es hattet wäre meine Meinung bestimmt anders.

Ach ja, auch ich lese Trincerones Berichte sehr gerne - weil ich mit grosser Wahrscheinlichkeit annehmen kann, das er das meiste anders sieht als ich :wink: . Obwohl, heuer hat er schon merkwürdige Sachen gemacht/geschriben (Ischgl - Trip, Faszination über die KSB's in Bereich St. Christoph / Arlenmähder / Schindlergrat), interessante Entwicklung :lol: !
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Beitrag von Mirco »

Hut ab - schlichtweg genial guter Bericht. :tach:
War zwar noch nie dort, deshalb kann ich das mit Lech da nicht beurteilen.
Aber jetzt kann ich mir unter Lech-Zürs was vorstellen, nämlich eine irrsinnige schöne Landschaft dort mit schön viel Schnee. :D
Ob eine Sache gelingt, erfährst du nicht, wenn du darüber nachdenkst, sondern wenn du es ausprobierst.

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Beitrag von Kaimue »

Wie immer ein super Bericht von dir!!! :D
Bin echt überrascht, wie viel Schnee es am Arlberg hat. Das macht richtig Laune. Bin schon auf deine Fortsetzungen gespannt und freue mich auch auf Gerrits Bericht.
Hätte nicht geglaubt, dass es in der Gegend im Moment so tolle Freeride Möglichkeiten gibt.
Danke
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Beitrag von trincerone »

Ich danke Euch allen, für Euer positives Feedback. Ich habe es zum Anlass genommen, gleich weiter zu machen:

http://www.trincerone.com/phpbb2/viewto ... &&start=25
http://www.alpinforum.com/forum/viewtopic.php?t=20403

^^ Andermatt - beide Links sind identisch, der obere mein Forum, der untere Alpinforum. Wie ihr wollt. Würd mich freuen, wenn Euch der Bericht ähnlich begeistern könnte! 8) :D

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