Quelle: ORFMISSBRAUCH VON SUBVENTIONEN?
Pistenerweiterung als "Landwirtschaft"?
Mit Fördergeld aus der Landwirtschaft würden im Oberpinzgau Skipisten erneuert. Diesen Vorwurf erheben die Grünen im Landtag. Agrar-Landesrat Sepp Eisl (ÖVP) weist das in einer Antwort auf eine Anfrage zurück.
Heftige Vorwürfe der Grünen
Im Hintergrund der heftigen Debatte steht das Projekt einer neuen "Dorfbahn" von Wald im Pinzgau ins Skigebiet Königsleiten. Diese Kabinenbahn soll zwei bestehende Sessellifte ersetzen.
Die Erschließungskommission des Landes hat das Projekt grundsätzlich genehmigt. Bei einem Lokalaugenschein sollen Experten noch mögliche Standorte für die Talstation der Dorfbahn begutachten.
Wird die Talstation um 300 Meter in Richtung Tal verlegt, müssten zwei Hektar für Pistenerweiterung und Seilbahntrasse in Anspruch genommen werden. Dabei handelt es sich um Flächen im Landschaftsschutzgebiet. Innerhalb der Liftgesellschaft ist der Standort für die Talstation umstritten. Auch deshalb wurde der Bau bisher noch nicht begonnen.
Eisl: "Almerhaltungskonzept"
Die Grünen im Landtag vermuten, dass in Königsleiten mit Fördergeld aus der Landwirtschaft einige Skipisten verbessert wurden.
Agrarlandesrat Sepp Eisl (ÖVP) dementiert. In Königsleiten werde nur ein Almerhaltungskonzept umgesetzt. Das Konzept sei, so Eisl, mit rund 6.000 Euro gefördert worden.
Es handle sich ausschliesslich um naturschutzbehördlich genehmigte Verbesserungen für die Almwirtschaft, sagte der Landesrat in seiner Antwort auf die Landtagsanfrage der Grünen.
Grüne Abgeordnete bleibt dabei
Die Grüne Abgeordnete Heidi Reiter bleibt jedoch dabei:
"Missbräuchliche Verwendung"
"Es ist dort intensiv an Pisten und Beschneiungsanlagen gearbeitet worden. Die natürliche Vegetation wurde abgetragen und dann mit Sportrasen eingesät. Diese Maßnahmen für den Skitourismus wurden mit Landwirtschaftsgeldern des Landes gefördert. Wir halten das für eine wirklich missbräuchliche Verwendung. Außerdem wären die Maßnahmen, die dort im Skizirkus gesetzt wurden, im Rahmen einer Umweltverträglichkeitsprüfung zu genehmigen."
Akteneinsicht gefordert
Die grüne Abgeordnete Reiter verlangt nun Akteneinsicht, um - wie sie sagt - mögliche Ungereimtheiten bei diesem Projekt klären zu können.
Subventionsmissbrauch: Pistenerwiterung als "Landwirtsc
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Subventionsmissbrauch: Pistenerwiterung als "Landwirtsc
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
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