Nachdem ich derzeit berufsbedingt sehr viel Zeit in Bulgarien verbringen darf, hab ich mir im Vorbeifahren mal das Skigebiet am Rande von Sofia, am Vytosha Gebirge angeschaut, und eine Menge Krane gesehen.
Hat zufällig irgendjemand eine Ahnung was da los ist? Weder die Einheimischen wissen was über einen Seilbahnbau, noch im i-net konnte ich schlau werden.
Viele Grüsse
Alex
Am Balkan wird gebaut
Forumsregeln
Bitte beachte unsere Forum Netiquette
In diesem Forum dürfen nur aktuelle Neuigkeiten. Bitte lest vorher dazu unseren Leitfaden.
Das erspart uns allen Arbeit und dient der Übersichtlichkeit.
Bitte beachte unsere Forum Netiquette
In diesem Forum dürfen nur aktuelle Neuigkeiten. Bitte lest vorher dazu unseren Leitfaden.
Das erspart uns allen Arbeit und dient der Übersichtlichkeit.
-
Stani
- Matterhorn (4478m)
- Beiträge: 4795
- Registriert: 01.06.2005 - 22:11
- Skitage 25/26: 0
- Ski: ja
- Snowboard: ja
- Hat sich bedankt: 45 Mal
- Danksagung erhalten: 342 Mal
Bulgaria (Ski Press) Work on a new ski resort has begun this week in Bulgaria. The ski centre is close to the small southern city of Blagoevgrad, 101 km (63miles) south of capital Sofia.
Named ‘Kartala’ the resort will initially have 30km (19 miles) of runs of all standards, up to 4.2km (2.6 miles) in length, supported by a network of surface lists and a chairlift.
New hotels are also being built at the centre, to provide 1,500 guest beds at opening.
Kartala is 20km from Blagoevgrad, a city of 100,000 people and home to the American University, the only English-language college in the Balkans.
Neue Lifte in Bulgarien in der Saison 2006/2007:
Bansko 4SB Banderishka polyana-Todorka
Bansko 4SB Zhelezen most-Platoto
Borovets 8EUB Samokov-Borovets
Kartala (Blagoevgrad) 4SB Kartala
Kartala (Blagoevgrad) SCHL Kartala
-
Xtream
- Wildspitze (3774m)
- Beiträge: 3818
- Registriert: 21.10.2003 - 17:01
- Skitage 25/26: 0
- Ski: ja
- Snowboard: ja
- Ort: Offline
- Hat sich bedankt: 50 Mal
- Danksagung erhalten: 212 Mal
www.welt.deBansko ist ganz schön in Bewegung
Fast über Nacht ist die bulgarische Stadt im Pirin-Gebirge zum internationalen Wintersportort aufgestiegen. Lesen Sie, was man von einem Winterurlaub im neuen EU-Land erwarten darf.
Kellnerin Marinella zieht kurz an ihrer Zigarette, dann deutet sie nach oben: "Das ist das Gold von Bansko", sagt sie und meint damit den 2746 Meter hohen Gipfel des Hausberges Todorka. Früher habe sie in einer Fabrik gearbeitet, heute bedient sie in einem Szene-Café. Bansko ist im Geldfieber: In nur drei Jahren ist es der etwa 150 Kilometer von Sofia entfernten 10 000-Einwohner-Stadt gelungen, zu einem der bedeutendsten Wintersportzentren Osteuropas aufzusteigen.
Bis 2003 hatte Bansko im Pirin-Gebirge gerade einmal einen quietschenden Sessellift und einige Kurhotels aus kommunistischer Zeit. Dann kamen Investoren aus Sofia und stampften eine Skiarena aus dem Hausberg, die den Vergleich mit attraktiven Skigebieten der Alpen nicht scheuen muss. Für 40 Millionen Euro entstanden in den letzten vier Jahren 22 meist hochmoderne Liftanlagen, die Skifahrer und Snowboarder zu 65 bestens gepflegten Pistenkilometern transportieren. Dass der Weg von den Hotels zur Talstation labyrinthmäßig durch Großbaustellen und einen Wald von Kränen führt, nehmen die meisten Gäste mit Humor.
Es gibt auch eine Alberto-Tomba-Piste
Der bulgarische Skiort liegt etwa auf der geografischen Breite von Rom - was nicht unbedingt Wintervergnügen vermuten lässt. Doch im Gegensatz zur italienischen Hauptstadt schneit es im Winter hier, nahe der griechischen Grenze, kräftig und regelmäßig. Die weichen, abgerundeten Bergkuppen der Rhodopen und des Rila-Massives, dem höchsten Gebirge auf der Balkanhalbinsel, sind nur einige der Gipfel, die den Skifahrer immer wieder zum Staunen einladen. Nicht minder spektakulär ist die Aussicht auf 17 Abfahrten der Skiarena - auch wenn diese eher für Einsteiger und mittelstarke Skifahrer angelegt sind. Die Oberschenkel der Fortgeschrittenen brennen auf der Alberto Tomba-Piste, die Italiens Slalom-Idol 2004 eingeweiht hatte. Ihr Weg bahnt sich vom Gipfel bis zur Bergstation der hochmodernen Kabinenbahn, die vom österreichischen Hersteller Doppelmayr gebaut wurde. Sollte es der Wettergott dort oben einmal nicht gut meinen, sorgen 53 Schneekanonen für staubtrockenen Ersatz - auf so viel Hightech wäre manches Alpendorf stolz.
Die Bachvite-Hütte am Plateau Banderishka Polana ist der schönste Platz für eine kulinarische Verschnaufpause, selten schmecken bulgarische Grillwürste würziger. Vor der neuen Skihütte sonnen sich Faulenzer bei einem Nescafé, gleich nebenan, im gläsernen Pavillon, feiern die Schönen und Reichen: Vorwiegend russische Männer mit Goldschmuck und Champagner schlürfende Frauen in Pelzjacken wackeln mit den Hüften zu bulgarischem Hip Hop.
Weltcup-Träume für 2009
Geht es nach Iwan Obrejkow, Skidirektor von Bansko, soll spätestens zur Skisaison 2009 auf der Alberto-Tomba-Piste das erste Weltcup-Rennen ausgetragen werden: "Bedingung ist, dass wir innerhalb von zwei Stunden 10 000 Zuschauer nach oben bringen." Dafür muss sein weißes Reich weiter expandieren, Pläne für eine neue Gondel hat er schon: Er zeigt auf ein Gebiet hinter der Mittelstation, 2008 soll der Ausbau soweit sein. "Das wird nicht einfach, das Pirin-Gebirge gehört dem Unesco-Welterbe an", sagt er.
Der Fortschritt von Bansko macht am Ende der Pirin-Straße kurz vor der Kirche Halt: Die gewachsene, traditionsreiche Altstadt wirkt, als habe sie mit dem Skirummel nichts am Hut. Alte Männer mit Hüten und Gummigaloschen schlurfen durch Kopfsteinpflastergassen, die Häuser sind aus Flusskieseln und Holzbalken gebaut. Aus der Taverne "Kassapinova" dringt heimeliger Kamin-Geruch. Drinnen schaben Kellner Berge von Grillfleisch auf die Teller. Das Wahrzeichen Banskos ist die orthodoxe Kirche Sveta Troiza. Das Gotteshaus von 1835 zeigt Wandmalereien und Holzschnitzereien. Gekrümmte, alte Frauen verharren vor Heiligenbildern, während pechschwarz gewandete Priester mit wallenden Vollbärten eine Litanei singen. Hier steht Bansko still - und trotzt dem Umbruch.