Sonne und Schnee locken in die Höhe
Schönes Wetter und angenehme Temperaturen locken zurzeit Hunderte ins Skigebiet Malbun. Die Bergbahnen-Betreiber hoffen so bis Ende April die Saison noch retten zu können.
Von Patrick Stahl
Auf der Terrasse des Bergrestaurants Sareiserjoch lässt sich die Sonne derzeit am Besten geniessen. Dabei spielt es keine Rolle, ob man das Skifahren zur Verpflegung unterbricht oder für einen Nachmittag in der Höhe dem fasnächtlichen Treiben entschwinden möchte – auf 2015 Metern über Meer scheint während der Sport- und Fasnachtsferien fast jeder zu finden wonach er oder sie sucht. «Es scheint, dass die Leute das schöne Wetter noch ausnützen möchten», sagte Engelbert Bühler, Betriebsleiter der Bergbahnen Malbun AG, gestern gegenüber Radio Liechtenstein.
Hotels und Bergbahnen zufrieden
Im Liechtensteiner Skigebiet ist momentan Freudenstimmung angesagt: Die Hotels sind sehr gut gebucht, die Kurse der Skischulen bis auf wenige Plätze gefüllt und die fünf Skilifte der Bergbahnen optimal ausgelastet. Neben zahlreichen Wintersportlern aus Liechtenstein kommen die meisten Gäste aus der Schweiz – verteilt über fast alle Kantone von St. Gallen bis nach Basel. «Insgesamt ist dies bisher eine der besten Ferienwochen überhaupt für das Skigebiet Malbun», erklärte Engelbert Bühler.
Trotz raren Schneefalls in den vergangenen Wochen sind die Pistenverhältnisse mit Ausnahme der Sareiser-Piste relativ gut, Engelbert Bühler spricht gar von traumhaftem Verhältnissen am Vormittag. Nur am Nachmittag wird das Skifahren auf der zunehmend harten Piste etwas mühsamer.
Saison bisher hinter den Erwartungen
Die Verantwortlichen der Bergbahnen hoffen natürlich, dass die Pistenverhältnisse nicht schlechter werden und das schöne Wetter anhält. Die Wintersaison ist bisher nämlich nicht so gut verlaufen wie sich dies die Betreiber vorgestellt hatten. Vor allem die anhaltenden Regenfälle im Januar haben ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Eine Prognose für den gesamten Winter abzugeben, hält Engelbert Bühler noch für verführt. Es sei gut vorstellbar, dass sich das Endergebnis im Rahmen der vergangenen Jahre halten werde. Ausschlaggebend ist für die Verantwortlichen der Monat März, in dem jeweils sehr viele Gäste erwartet werden. «Wir sind am Aufholen», zeigt sich Bühler zuversichtlich, dass die Kartenverkäufe bis zum Saisonschluss am Ostermontag noch zulegen werden. Nach dem 9. April werden die Bahnen gewartet und die Arbeiten für das geplante Kinderland und die Fussgängerüberführung zwischen dem Gebiet Schneeflucht und der Talstation auf Vaduzer Seite aufgenommen.
Mit den Investitionen in zwei neue Sesselbahnen auf der Vaduzer Seite wurde der Komfort für die Wintersportler erhöht. Besser ausbezahlt hat sich bislang das in die Schneekanonen gesteckte Geld. Engelbert Bühler sagte gestern gegenüber Radio Liechtenstein, dass die Skipisten heute ohne künstliche Beschneiung wohl kaum befahrbar wären. Und auch über die Ferienzeit an Weihnachten und Neujahr hätten die Skilifte still gestanden. Hinzu kommt, dass ohne künstliche Beschneiung die Schneesicherheit in Malbun nicht garantiert wäre und in der Zwischensaison viele ausländische Feriengäste ihren Aufenthalt in Malbun wahrscheinlich abgesagt hätten.
Fussgänger aufgepasst
Wie die Hoteliers ist auch Engelbert Bühler froh darüber, dass es kaum zu wetterbedingten Absagen gekommen ist. Die ausländischen Touristen wie auch die einheimischen Wintersportler frönen zurzeit dem Sonnenbad in der Höhe. Einziger Wermutstropfen: Wer zu lang ohne Skier und Snowboard auf der Sonnenterrasse auf Sareis verweilt, droht zu Fuss durch den Schnee watschen zu müssen. Um 16.15 Uhr fährt die Sesselbahn Sareis zum letzten Mal ins Tal hinunter, weil die Sessel jeden Abend abgehängt und verstaut werden.
Zwischenfazit aus Malbun
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Jay
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Das Liechtensteiner Vaterland berichtet: