Neues am Titlis & Brunni – Engelberg

Infrastrukturelle Neuigkeiten aus der Schweiz
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KnM
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Beitrag von KnM »

Betriebswirtschaftlich macht aber eine Verbindung Engelberg-Frutt viel mehr Sinn. Die Leute würden sich dann besser verteilen, statt dass alle sich in Engelberg tummeln und gleichzeitig die Frutt freie Kapazitäten hat. Hasliberg ist ganz anders ausgerichtet (familienfreundlich, während die andern beiden Gebiete hauptsächlich auf Sportler setzen).

Böse Zungen behaupten schon, man habe den Anschluss mit Hasliberg nur ins Projekt reingenommen, damit man dann nachher 'als Kompromiss mit den Naturschützern' darauf verzichten kann, die Verbindung Engelberg-Frutt dafür bauen darf.

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TITLIS
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Beitrag von TITLIS »

KnM hat geschrieben:Betriebswirtschaftlich macht aber eine Verbindung Engelberg-Frutt viel mehr Sinn. Die Leute würden sich dann besser verteilen, statt dass alle sich in Engelberg tummeln und gleichzeitig die Frutt freie Kapazitäten hat. Hasliberg ist ganz anders ausgerichtet (familienfreundlich, während die andern beiden Gebiete hauptsächlich auf Sportler setzen).

Böse Zungen behaupten schon, man habe den Anschluss mit Hasliberg nur ins Projekt reingenommen, damit man dann nachher 'als Kompromiss mit den Naturschützern' darauf verzichten kann, die Verbindung Engelberg-Frutt dafür bauen darf.

Wenn ich ehrlich bin ! Dieses Projekt hat Null CHANCEN ! Wenn ich vom Titlis rüber zur Frutt möchte brauche ich nicht nur eine halbe Stunde ! Und da kann man sich dann nicht mehr aufs Fahren konzentrieren, meiner Meinung nach.

MFG TITLIS
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Pilatus
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Beitrag von Pilatus »

Also ich will die Verbindung zu Engelberg gar nicht unbedingt. Aber die neuen Pisten im Bereich der Verbindung schon :D Da gäbe es einige Leckerbissen :wink: Hasliberg wäre meiner Meinung nach viel Sinnvoller, da die Frutt vom Tagesausflügler lebt und diese Strecke locker zu bewältigen wäre. Frutt-Titlis macht hingegen nur für Leute Sinn, die auf der Frutt in den Ferien sind und um 9 Uhr zu fahren beginnen. Zudem hat man auf der Frutt schon 3 Neuerschliessungen hinter sich, die nächsten packt man auch noch :wink:
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Beitrag von TITLIS »

Pilatus hat geschrieben:Also ich will die Verbindung zu Engelberg gar nicht unbedingt. Aber die neuen Pisten im Bereich der Verbindung schon :D Da gäbe es einige Leckerbissen :wink: Hasliberg wäre meiner Meinung nach viel Sinnvoller, da die Frutt vom Tagesausflügler lebt und diese Strecke locker zu bewältigen wäre. Frutt-Titlis macht hingegen nur für Leute Sinn, die auf der Frutt in den Ferien sind und um 9 Uhr zu fahren beginnen. Zudem hat man auf der Frutt schon 3 Neuerschliessungen hinter sich, die nächsten packt man auch noch :wink:
100er Beitrag des Topics ;-)

Nein muss dir vollkommen zustimmen ! Ich denke wenn die Frutt auch den Willen hat noch mehr Neues zu erschliessen dann finde ich das besser als ein Zusammenschluss der Gebiete...

MFG TITLIS
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Beitrag von Rominator »

Was macht denn Engelberg wenn es nicht zu dem Zusammenschluss kommen sollte? Denn wo wollen die denn erweitern, da gibts ja so gut wie keine Möglichkeiten, außer eben in der Engstlenregion, wo auch jetzt die Lifte geplant sind. Oder beschränken die sich dann aufs Ersetzen der alten Lifte? Weil außer der weiter oben zu ersetzen Bahnen gibts ja kaum wirklich alte Lifte, der älteste ist meiner Meinung nach der Engstlenlift, der aber erst 13 Jahre alt ist und von mir aus noch möglichst lange dort stehen sollte, weil so einen schönen kuppelbaren 2er Sessel gibts heute leider immer seltener!
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Pilatus
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Beitrag von Pilatus »

Naja... Wenn sie so viel Geld haben das sie nicht mehr wissen wo hin damit bauen sie auf der Klostermatte eine 8KSB als Konkurenz zu den Brunnibahnen :wink:

Nein, Spass beiseite. Im Moment ist man dort eigentlich auf dem neusten Stand. Aber es steht ja nirgens dass man Geld verpulvern soll, wenn es gar nicht nötig ist. Evtl. die DSB Rindertitlis könnte man mal auf KSB umbauen (gäbe aber Platzprobleme) aber dann hat es sich. Engsteln muss nicht ersetzt werden, der ist noch gut im Schuss. Höchstens die Talstation fällt nächstens auseinander. Wieso hat man die Anlage eigentlich nicht gerade bis zum See runter verlängert beim Neubau?
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Beitrag von Wombat »

Pilatus hat geschrieben:Wieso hat man die Anlage eigentlich nicht gerade bis zum See runter verlängert beim Neubau?
Passt nicht ins Konzept. Das Stück runter zum See ist steiler. Also müsste man die Pisten dann als Rot ausgeben.

@Rominator
Ich hab ja schon auf das Älplerseil hingewiesen. Da liesse sich noch eine Vernünftige Pendelbahn hinstellen. Der Haken ist einfach. Die Bahn kann nur genutzt werden, wenn die Talabfahrt geöffnet ist. Des weiteren wirft der Warme Winter die Frage auf, wo in Zukunft die Anfänger fahren sollen. Die Gerschnialp sah heute wahrlich nicht toll aus.
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Beitrag von Chasseral »

^^ Das Älplerseil sollte mal grad so bleiben wie es ist. Die Anlage hat den Vorteil, dass man da bei Hochbetrieb noch ohne grosse Wartezeiten fahren kann - und das bei nur etwa 100 p/h! :D Klasse halt, dass kaum Einer dieses gerät findet. :lol:
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Jay
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Beitrag von Jay »

Die Jungfrau Zeitung berichtet:
Beschneiungsplanung Jochpass liegt zur Mitwirkung auf
Mit der Überbauungsordnung für die Beschneiung am Jochpass kommt die Bergbahnen Engelberg-Trübsee-Titlis AG den Forderungen von Pro Natura Berner Oberland nach, welche im Sommer 2005 Einsprache gegen das Beschneiungsprojekt erhoben haben. Die Installation von Schneekanonen entlang der Pisten am Jochstock und nach Engstlen soll nun im zweiten Anlauf realisiert werden.

Im April 2005 legte die Bergbahnen Engelberg-Trübsee-Titlis AG das Baugesuch für die Erweiterung der Beschneiungsanlagen im Skigebiet auf. Auf Nidwalder Seite sind die Anlagen bereits installiert und in Betrieb. Auf Berner Seite liegt das Projekt auf Eis: Die Berner Oberländer Sektion der Naturschutzorganisation Pro Natura erhob Einspruch gegen das Projekt mit der Begründung, dass die planerischen Grundlagen fehlten (diese Zeitung berichtete). Die Bergbahnen Engelberg-Trübsee-Titlis AG ist den Forderungen nun nachgekommen und hat eine Überbauungsordnung für das ganze zu beschneiende Gebiet auf Berner Seite erstellen lassen. Darin sind Beschneiungsflächen, Leitungen und Zapfstellen verbindlich festgelegt. Die Beschneiungsplanung Jochpass liegt bis 5. Mai zur Mitwirkung auf.

Einzige blaue Piste im Gebiet
Laut Albert Wyler, Geschäftsführer der Bergbahnen Engelberg-Trübsee-Titlis, soll das geschätzt knapp drei Millionen teure Projekt bis spätestens 2009 realisiert werden. Geplant ist, mit 36 Schneekanonen im Lanzensystem, die mit Wasser aus dem Trübsee gespiesen werden, rund 6 Hektar Fläche zu beschneien. Geländeanpassungen sollen laut Projektbeschrieb keine vorgenommen werden, teilweise müssen grosse Steine und verkarsteter Fels beseitigt werden. Vorrangig sei die Beschneiung der Piste vom Jochpass nach Engstlenalp, da dies die einzige blaue Piste im Skigebiet ist und die Pistenqualität laut Wyler besonders diesen Winter nicht optimal war. In einem zweiten Schritt soll die Beschneiung der Piste Jochstock-Jochpass erfolgen. Einsprachen seitens Pro Natura erwartet Wyler keine, obwohl das Projekt «nicht auf Applaus gestossen» sei. Das Beschneiungskonzept sei Pro Natura und WWF letztes Jahr vorgestellt worden.

Pro Natura überprüft Projekt
Wie Hans Fritschi, Vizepräsident von Pro Natura Berner Oberland, gegenüber dieser Zeitung meinte, sei er bei dem Treffen mit der Bergbahnen Engelberg-Trübsee-Titlis AG nicht detailliert über das Projekt informiert worden. Da er den letzten Stand nicht kenne, könne er im Moment keine Stellungnahme dazu abgeben. Zentral ist für Fritschi, dass keine Feucht- und Wildgebiete beschneit werden.

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Beitrag von TITLIS »

^Interessanter Bericht. Laut einem Kollegen der sich sehr mit den Bahnen auskennt und selber auch am Titlis arbeitet wird nächstes Jahr die 40 PB Brunni ersetzt werden... Noch viele Fotos machen dieses Jahr :wink: Und natürlich auch vom bau !

MFG TITLIS
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Beitrag von Pilatus »

Zeitungsartikel zum Neubau der Brunnibahn:

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Beitrag von GMD »

Soso, die neue Talstation sei mit dem ÖV leichter zu erreichen. Mag sein, dass sie direkt neben einer Ortsbushaltestelle zu liegen kommt. Nur: Die heutige Talstation erreicht man vom Bahnhof aus in einem zehnminütigen Fussmarsch!
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Beitrag von Pilatus »

GMD hat geschrieben:Soso, die neue Talstation sei mit dem ÖV leichter zu erreichen. Mag sein, dass sie direkt neben einer Ortsbushaltestelle zu liegen kommt. Nur: Die heutige Talstation erreicht man vom Bahnhof aus in einem zehnminütigen Fussmarsch!
Das habe ich mir auch gedacht. Aber man muss sich die Argumente halt zurecht biegen :wink:
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Beitrag von Seilbahnjunkie »

Ihr habt nicht aufgepasst. Im selben Satz wurde die Zielgruppe auf Familien festgelegt. Mit Kindern sind die 10 Minuten Fusweg schon nichtmehr so toll.
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GMD
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Beitrag von GMD »

Im Sommer fährt man da zum Wandern hoch. Dann dürften zehn Minuten Transfer per pedes doch wohl noch drin liegen!
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Beitrag von Seilbahnjunkie »

Ich rede aber von kleinen Kindern in Schistiefeln. Und die Schi muss man ihnen auch tragen. Und mit Kindern dauert es auch länger als 10 Minuten.
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Beitrag von alpiz »

Gemäss zisch.ch soll es mit der neuen Brunnibahn in Engelberg vorwärts gehen, Baubeginn bereits im nächsten Frühjahr

Engelberg: Bahn soll ab Ende 2008 fahren

Die Aktionäre der Luftseilbahn Engelberg-Brunni AG haben an der Generalversammlung vom Montag mehr Details zur neu geplanten Bahn auf das Ristis erfahren. Die Talstation wird aus dem Dorfzentrum neu auf die Klostermatte verschoben, rund 800 Meter vom heutigen Standort entfernt. Die Gemeindeversammlung hatte im Mai dieses Jahres einer entsprechenden Umzonung zugestimmt.

Die Luftseilbahn Engelberg-Brunni AG rechnet für die neue Bahn mit Gesamtkosten von knapp 12 Millionen Franken. Ein Teil der Finanzierung ist nun mit der bewilligten Aktienkapitalerhöhung von 600'000 auf 900'000 Franken vorgespurt worden. Die restliche Finanzierung setzt sich aus Bankdarlehen, Eigenmittel und dem Erlös aus dem Verkauf der heutigen Talstation-Parzelle im Dorf zusammen.

Mit dem Bau kann bestenfalls im März 2008 begonnen werden. Die Verantwortlichen hoffen, die neue Bahn im Dezember desselben Jahres in Betrieb nehmen zu können. Die Pendelbahn wird mit zwei modernen 65-Personen-Kabinen bestückt. Die Fahrzeit wird sich leicht verlängern, die Transportkapazität sich aber gegenüber heute steigern.

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Beitrag von Pilatus »

Danke. Aber ich nehme mal an, die neue Bahn soll auf die Klostermatte führen, da dort die Übungsskilifte sind, oder? Ist eigentlich dann eine richtige Talabfahrt möglich? Also das man vom Brunni zur Klostermatte abfahren könnte? Wäre für mich eine schöne Aufwertung des Gebiets.
Gut, ohne Kunstschnee läuft dort eh nix...
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Beitrag von snowflat »

Zur geplanten Verbindung mit Melchsee-Frutt und Meiringen-Hasliberg:
[...]
Ein verwegener Plan
Das Geschäft mit den asiatischen Touristen ließe sich im großen Stil weiter ausbauen. Doch Engelberg hat für den Winter zunächst andere Pläne. Man möchte mit seinem Skigebiet nicht mehr allein bleiben, sondern mit fünf oder sechs neuen Seilbahnen eine Liftbrücke über die Berge schlagen: bis hin zu den Pisten der benachbarten Skigebiete von Melchsee-Frutt und Meiringen-Hasliberg. Insgesamt zweihundertzehn Kilometer Pistenlänge sind geplant, und damit würde man zu den ganz Großen in den Alpen gehören - eine mächtige Skischaukel unmittelbar vor den Toren der Städte Zürich und Bern. Das erscheint als kühnes Projekt in einer Zeit, da Bergbahnkonzessionen in der Schweiz nur noch restriktiv vergeben werden.

Die Idee ist nicht neu. Schon vor dem Ersten Weltkrieg gab es ein Projekt für eine Bergbahn auf dieser Strecke. Es war bereits genehmigt, als der Krieg ausbrach und die Pläne für fast ein Jahrhundert in den Schubladen verschwanden. Die Möglichkeit einer Vereinigung hat man zwar auch zwischendurch immer wieder erörtert, doch erst jetzt sieht man konkrete Gründe für einen Zusammenschluss. Aus Engelberger Sicht fehlt es dem Titlis-Areal an Südhängen und an weniger steilen Pisten für das breite Publikum. Das Gelände dafür ist jenseits des Jochpasses vorhanden, aber eben nicht erschlossen. Die Junior-Partner des Projekts in Meiringen haben zwar ausreichend Südhänge, aber das gesamte Skigebiet erscheint ihnen zu klein für ein langfristiges Überleben.

Der Widerstand formiert sich
Bei Kritikern von außerhalb taucht die Frage auf, ob man ein solches Mammut-skigebiet wirklich braucht. Bergbahnbesitzer und Tourismusmanager aus Engelberg und Meiringen sind davon überzeugt. Der heutige Skifahrer, so argumentieren sie, verlange und nutze tatsächlich die Liftschaukeln, weil die hervorragende Präparierung der Pisten und das ständig verbesserte Skimaterial auch dem mittelmäßigen Fahrer das Abfahren längerer Strecken ermöglichten.

Das Vorhaben hat freilich viele Tücken. Zunächst einmal sind drei Kantone betroffen, die ihr jeweiliges Einverständnis geben müssen - in der Schweiz eine große Herausforderung. Außerdem könnte die Lücke zwischen Titlis und Meiringen nur geschlossen werden unter Einbeziehung des kleinen und relativ rückständigen Skigebiets von Melchsee-Frutt. Viele Einheimische dort jedoch sind zufrieden mit ihrem begrenzten Besucheraufkommen, denn die meisten sind in der Landwirtschaft beschäftigt oder pendeln zur Arbeit nach Luzern. Der größte und wichtigste Einwand kommt von verschiedenen Umweltschutzverbänden, die von der Erschließung einer bisher unberührten Geländekammer für den Skisport wenig halten. „Der Widerstand hat sich formiert“, sagt Albert Wyler, Geschäftsführer der Titlis-Bahn, und er hofft, dass es kein fundamentaler Einspruch sein wird, sondern der Versuch, bei dem Vorhaben ökologische Gesichtspunkte noch stärker als bisher zu berücksichtigen.

Ohne Skifahrer kein Überleben
Ein Umweltverträglichkeitsbericht für das zukünftige „Schneeparadies Hasliberg-Titlis“ ist allerdings schon erarbeitet, und so fühlt man sich zwischen Meiringen und Engelberg stark genug, im Laufe dieses Jahres das Konzessionsgesuch für die ersten beiden Bahnen einzureichen. Es geht, so sieht man es hier, um das langfristige touristische Überleben von zwei ansonsten bedeutungslosen Gebirgstälern. Wer in Zukunft in den Alpen nicht als mittleres Skigebiet auf den Freizeitbedarf der lokalen Bevölkerung zurückfallen, sondern im globalen Wettbewerb um den internationalen Touristen mithalten wolle, müsse sich der Konkurrenz mit anspruchsvollen und rentablen Konzepten stellen.

„Wir haben hier nur den Tourismus“, sagt Otto Anderegg von den Bergbahnen Hasliberg-Meiringen, „ohne die Skifahrer könnten wir nicht überleben.“ Aber genau das wollen sie, und zwar hier in ihren Alpendörfern. Und deshalb sehen sie es nicht gern, wenn sich die Leute aus den Städten, ob Behörden oder Umweltverbände, in ihre Angelegenheiten einmischen. „Wir reden ja auch nicht mit beim Stadion- oder Hochhausbau in Zürich“ ist ein Argument, das nicht nur Otto Anderegg vorbringt.

Hoffnung auf den asiatischen Besucherstrom
Von den Finanzen wird zwischen Engelberg und Meiringen am wenigsten gesprochen, weil die Titlis-Bahn durch den erfolgreichen Ganzjahresbetrieb zu den rentabelsten Bahnen der Schweiz gehört und deshalb den größten Teil der Investitionen tragen könnte. In Meiringen-Hasliberg hat man in den vergangenen zehn Jahren großzügig, aber offenbar solide investiert und sieht sich für einen Ausbau des Skigebiets ebenfalls finanziell gerüstet. So erhofft man sich langfristig einen wechselseitig nutzbringenden Ski- und Tourismusverbund: Oberhalb und jenseits von Hasliberg verfügt man über die Südhänge, von denen Engelberg träumt.

Und in Meiringen träumt man nicht nur davon, das südliche Eingangstor einer bedeutenden Skischaukel zu werden, sondern man hofft außerdem, durch den Zusammenschluss ein wenig vom asiatischen Besucherstrom abzubekommen. Einen spektakulären Aussichtsturm für das von Indern und Chinesen bevorzugte Bergerlebnis hat man schon errichtet: den „Alpentower“ auf der Spitze des Planplatten. Von der rundum verglasten Bar auf 2250 Meter Höhe schaut man nicht nur hinüber zum Partnerberg Titlis, sondern hat unter sich die spiegelnde Oberfläche des Brienzer Sees und dahinter die vergletscherten Bergriesen des Berner Oberlands im Blick - ein Panorama, das auch die weiteste Anreise lohnt.
Quelle: FAZ
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
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Beitrag von Pilatus »

Heute in der Neuen Luzerner Zeitung:

Nächsten August werden die ersten Konzessionsanträge eingereicht. Da man aber mit hartnäckigem Wiederstand rechnet will man erst 2012 bauen. Aber immerhin... :wink:
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Beitrag von TITLIS »

Pilatus hat geschrieben:Heute in der Neuen Luzerner Zeitung:

Nächsten August werden die ersten Konzessionsanträge eingereicht. Da man aber mit hartnäckigem Wiederstand rechnet will man erst 2012 bauen. Aber immerhin... :wink:
Ich war am Anfang auch für dieses Projekt doch mittlerweile, wenn man viele Stimmen der Mitarbeiter etc. hört hat sich meine Meinung auch sehr geändert und vor allem sollen die Titlis-Bahnen zuerst ihre Pendelbahnen und ihre 6 EUB Engelberg-Trübsee erneuern und ein paar andere Veränderungen vornehmen bevor das Gebiet vergrössert werden sollte. Abgesehen was macht man später, wenn man sich auf der Frutt befindet, und am Jochpass/Titlis ein Föhnsturm sich breit macht? Dann kommt man deffinitiv aus technischen und anderen Gründen NICHT mehr ins andere Skigebiet :?. Ich kann mir die Zukunft mit dem Mega-Skigebiet nicht vorstellen und deshalb kann ich auch Anwohner von der Frutt verstehen, dass die auf dieses Skigebiet verzichten wollen. @ Pilatus du als grosser Frutt-Fan möchtest doch auch nicht mit vollem Getumel Skifahren gehen oder? Spätestens nach der Realisierung des Projektes wird es in diesem Mega-Skigebiet genau gleich aussehen wie es sich an manch Tagen am Titlis Ski fahren lässt :wink:
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Beitrag von Pilatus »

Naja... bei mir siehts so aus. Die Gebiete liegen vor meiner Haustüre, aber

1. Das Engelberger Pistenskigebiet bietet bis auf das Brunni nichts ausser schattige, enge Kunstschneeschläuche.

2. Die Frutt ist klein und ich kenn das Gebiet langsam in und auswendig. Es gibt zudem wenige wirklich gute Beschäftigungsanlagen. Z.B. die Erweiterung am Bonistock, welche im Zuge des Schneeparadises geplant ist, würde dem Gebiet extrem gut tun.

3. Das Skigebiet Hasliberg ist landschaftlich eine Wucht, aber ab Ende Februar wirds mit den Talabfahrten eng und der Frühling beginnt in das Gebiet einzuziehen.

=> Das neu zu erschliessende Gebiet würde die Vorteile aller Gebiete vereinen, jedoch keine Nachteile aufweisen.

Sonnige, schneesichere, weite Hänge mit schönem Panorama.

Die EUB von Engelberg nach Trüebsee mag wohl nicht mehr die jüngste sein, aber solange man dafür eine Betriebsbewilligung erhält lohnt sich ein Ersatz nicht, da die Anlage rein Komforttechnisch auf dem gleichen Stand wie viele in den 90ern gebaute Anlagen.

Und für Engelberg wärs sowieso der grösste Gewinn. Also das jetztige Skigebiet ist ja für die Katz, da geh ich höchstens im Frühling bei Firnverhältnissen mal hin.
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Beitrag von TITLIS »

Pilatus hat geschrieben:Naja... bei mir siehts so aus. Die Gebiete liegen vor meiner Haustüre, aber

1. Das Engelberger Pistenskigebiet bietet bis auf das Brunni nichts ausser schattige, enge Kunstschneeschläuche.

2. Die Frutt ist klein und ich kenn das Gebiet langsam in und auswendig. Es gibt zudem wenige wirklich gute Beschäftigungsanlagen. Z.B. die Erweiterung am Bonistock, welche im Zuge des Schneeparadises geplant ist, würde dem Gebiet extrem gut tun.

3. Das Skigebiet Hasliberg ist landschaftlich eine Wucht, aber ab Ende Februar wirds mit den Talabfahrten eng und der Frühling beginnt in das Gebiet einzuziehen.

=> Das neu zu erschliessende Gebiet würde die Vorteile aller Gebiete vereinen, jedoch keine Nachteile aufweisen.

Sonnige, schneesichere, weite Hänge mit schönem Panorama.

Die EUB von Engelberg nach Trüebsee mag wohl nicht mehr die jüngste sein, aber solange man dafür eine Betriebsbewilligung erhält lohnt sich ein Ersatz nicht, da die Anlage rein Komforttechnisch auf dem gleichen Stand wie viele in den 90ern gebaute Anlagen.

Und für Engelberg wärs sowieso der grösste Gewinn. Also das jetztige Skigebiet ist ja für die Katz, da geh ich höchstens im Frühling bei Firnverhältnissen mal hin.
Auf den Punkt der EUB zurück zu kommen, die Konzession läuft im 2013 für folgende Bahnen ab:

6 EUB Engelberg-Trübsee
80 PB Trübsee-Stand
80 PB Stand-Kl.Titlis (Rotair)
2 KSB Engstlensee-Jochpass

Abgesehen von der Konzession ist es heutzutage sehr schwer viele Ersatzteile für Klemmen, Stützen etc. zu bekommen auch die Förderbänder in den Talstationen sind schwer zu bekommen.
=> Das neu zu erschliessende Gebiet würde die Vorteile aller Gebiete vereinen, jedoch keine Nachteile aufweisen.
Da bin ich mit einigen Mitarbeitern der Titlis-Bahnen anderer Meinung. Ich habe oben schon ein Beispiel mit dem Föhnsturm gebracht! Die Verbindung Frutt-Hasliberg sehe ich für sehr gut, aber die Verbindung Frutt-Titlis sehe ich für schlecht da man:

-Nur mit Liften und ein paar Skiwegen, also keine richtigen Pisten rüber kommt.

-Die Natur dort obwohl ich ein grosser Alpintechnischer Fan bin, einfach sehr schön und unberührt ist und so auch bleiben soll etc.!

Das Projekt bleibt für mich nicht richtig realistisch und somit hoffe ich trotz des grossen Interessen an Alpintechnischen Einrichtungen wie Seil/Sessel-Bahnen das die Konzessionen für Titlis-Frutt NICHT erteilt werden. Für Frutt-Hasliberg würden es sehr viele denke ich begrüssen ebenso kommt dort der Schneesportler auch auf seine Kosten denn man bräuchte vom Titlis-Hasliberg 2,5 h was meiner Meinung viel ist. Das Gebiet erstreckt sich nicht so günstig wie z.B Riederalp, Bettmeralp und Fiescheralp (Aletschgebiet) wo man einfach und schnell mit einem Sessellift und einer Piste wieder ins andere Skigebiet kommt (übertrieben formuliert).
Ich persöhnlich habe noch eine andere Befürchtung:
Das einfach die Logos verschwinden werden! Aber vielleicht kommt dies ja nicht bestes Beispiel ist dafür die Jungfrauregion, die sind zum glück die verschiedenen Logos nicht verschwunden, was ich auch hoffe wenn es zu diesem Projekt kommen wird.

Fazit: Es ist nicht möglich das dieses Gebiet gar KEINE NACHTEILE aufbringt.
benito
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Beitrag von benito »

Da bin ich ganz deiner Meinung Titlis!

Zuerst die dringenden Punkte vor der eignenen Haustüre anpacken - und erst anschliessend an eine Erweiterung Richtung Frutt denken.

Der Zusammenschluss Meiringen - Frutt erachte ich auch als sinnvoll. Mit "geringen" Investitionen gibt es hier wirklich einen tollen Mehrwert.

Zudem: Ziehwege und Verbindungspisten fahren ist def. nicht meine Lieblingsdisziplin :) (Vergleiche Verbindung Siviez - Veysonnaz)
Saison 2018/2019: Saas-Fee, Portes du Soleil, Sella Ronda, Adelboden-Lenk, Saanenmöser-Schönried, Près d'Orvin, Jungfrauregion (Wengen/Kleine Scheidegg & First)
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Pilatus
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Beitrag von Pilatus »

Nur mit Liften und ein paar Skiwegen, also keine richtigen Pisten rüber kommt.
Also das ist unsinn. Das Gelände ist über weite Bereiche sehr schön!

Dass man zuerst die Verbindung Frutt - Hasliberg bauen sollte ist klar, aber Engelberg ist die treibende Kraft in dem Projekt.

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