OK, kaum losgefahren, im Stemmbogentempo *gäääähn*, lag der Erste schon am Boden. Bis der wieder aufgestanden war, Brillen geputzt, Skis angeschnallt und wieder startklar war, vergingen sicher fünf Minuten (ohne zu übertreiben). Gut, danach ging’s weiter. Kaum fuhr ich etwas schneller, begann seine Thussi hinten schon zu schreien, ich solle langsamer fahren. Nach etwa 20 Minuten erreichten wir dann den letzten Abschnitt der Talabfahrt, welcher Nebelfrei war. Da verabschiedete ich mich von den zwei Milano-Menschen und fuhr weiter bis vor die Haustür. Habe noch nie so lange gebraucht für die besagte Strecke
Nachdem ich das Forum abgetscheggt hatte, stellte ich fest, dass zwei Users, einer aus dem Prättigau und einer aus der Zentralschweiz
Der Skilift Aela ist im Jahr 1964 durch die Firma Brändle gebaut worden. Er ist 910 m lang und führt von Maloja (1870 m.ü.M) auf den Piz Aela auf 2150 m.ü.M. Das Trassee ist anfangs „angenehm“ steil. Danach wird es im Mittelstück flach und im letzten Drittel wird es dermassen steil, dass ich mich echt mal Gedanken machte, ob die Kordel zwischen Gehänge und Teller nicht reisst
Die Piste ist echt krass! Im oberen Abschnitt ein sehr schmaler Ziehweg. Dann geht’s mit angemessener Neigung bergab, und die letzten 200 m bis zur Talstation muss man Langlaufen
Inzwischen wurde der Schneefall heftiger und der Nebel dichter. Die Malojapassstrasse wurde gegen 14.00 Uhr geschlossen. Da ich morgen zur Arbeit muss, entschied ich mich nach drei Fahrten wieder zur Post zu begeben. Ich wollte nämlich nicht in Maloja eingeschlossen bleiben. Es bestand das Risiko das die Kantonsstrasse zwischen Sils und Maloja auch noch geschlossen wird.
Um 14.34 fuhr dann der EngadinBus ab. In Silvaplana stieg ich um, und fuhr weiter zur Corvatschbahn Talstation. Von dort aus nahm ich die Hahnensee-Piste, welche dafür sorgte dass meine Skis, die frisch aus dem Service kamen, wieder ruiniert wurden
Um 16.10 Uhr traf ich dann Zuhause ein.
Übrigens, ich war der einzige Spinner der am Aela Ski fuhr. Der Lift wurde extra für mich in Betrieb genommen
Anfahrt:
Von Zuhause zu Fuss zur St. Moritz-Bad Post (5min), Engadinbus Linie 1 bis Silvaplana Post (15min), umstieg auf Linie 2 nach Maloja (25min). Von der Post 10 Minuten zu Fuss bis zur Talstation Aela.
Rückfahrt - komplizierter geht’s nicht
Engadinbus Linie 2 bis Silvaplana Post, umstieg auf Shuttelbus zur Talstation Corvatschbahn I, LSB Corvatschbahn I, fahrt zur Talstation Giand`Alva, 2er SB Giand`Alva, steinige Hahnenseepiste, LSB Signalbahn, Talabfahrt richtung St. Moritz Bad, und die letzten 300 Meter über meine „eigene“ Piste bis vor die Haustür
Wetter:
Dichtes Nebelgeschwader. Teilweise heftiger Schneefall.
Temperatur:
Tal und Berg -2C°
Offene Anlagen:
1SL Aela (Brändle)
Seillift 1 (Habegger)
Seillift 2 (Borer)
Geschlossenen Anlagen:
Keine
Am meisten Gefahren:
Skilift Aela 3x
(Corvatschbahn I 1x, SB Giand`Alva 1x, Signalbahn 1x)
Nie Gefahren:
Seillifte
(alle übrigen Anlagen auf Corvatsch/Furtschellas und CORVIGLIA)
Gefallen
+++endlich wieder Schnee
++fremdes Gebiet
+Kultiges Skigebiet „wie zu Gotthelfs Zeiten
Nicht Gefallen:
---Steine auf der Hahnenseepiste
--Pärparierung Piste am Aela
-überfüllter Engadinbus
Bewertung:
3.5 von 6
**Entschuldigt bitte die schrottigen Fotos, ist das Beste was ich rausholen konnte, wegen Nebel**
