17.-24.02.07 Laax/Abkehr von der dunklen Macht (Fertig)
Forumsregeln
- cm
- Großer Müggelberg (115m)
- Beiträge: 501
- Registriert: 25.04.2005 - 15:28
- Skitage 25/26: 0
- Ski: ja
- Snowboard: nein
- Ort: Rhein-Neckar-Raum
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 2 Mal
17.-24.02.07 Laax/Abkehr von der dunklen Macht (Fertig)
Eigentlich hätte ich es wissen müssen, bevor ich mich darauf einließ. Alpinforumler sind einsame Wölfe. Von Ihrer Umwelt missverstanden, ja oft sogar belacht. Doch als würde aller Spott einfach an Ihnen abperlen, lassen Sie sich nicht aufhalten, getrieben von Ihrem ewig brennenden Feuer auf der Suche nach immer neuen Liftmotiven. Den Fotoapparat auch in extremen Situationen immer griffbereit, um den einzigartigen Moment festzuhalten und ihn mit ihren Bundesgenossen zu teilen. Und wenn die Versammlung der Erleuchteten einen neuen Bericht mit lauten „Ahs“ und „Ohs“ in Empfang nimmt, dann weiß der Alpinforumler, wofür er gelitten hat. Das Balsam, dass ihm seine Leidensgenossen gewähren, lindert all die Pein, die ihm Natur und Mitmenschen zugefügt haben.
Doch ich muss Euch etwas gestehen. Der ständige Hohn, die ständigen Widerworte haben mich zum Innehalten bewogen. Immer dieses: „Was fotografierst Du denn jetzt schon wieder. Das interessiert doch keinen Menschen“ war für mich nicht mehr zu ertragen und hat mir die Augen geöffnet.
Aber der Reihe nach.
Es begann vor etwa 3 Wochen in einem Zweiersessel. Zweiersessel sind magisch. Meist schon etwas betagt, tun sie langsam aber treu bei Wind und Wetter ihren Dienst. Doch auch wenn sie langsam sind, so bilden sich doch nur selten Schlangen an ihren Pforten. Denn ihr Zauber hält die Unwissenden fern. Zu lange dauern die Fahrten und zu sehr zehrt die Kälte, die selbst bei strahlendem Sonnenschein den feuchten Rücken hoch kriecht.
Aber sie haben auch verbindende Wirkung. Nach ewig scheinender Fahrt mit vielen Unterbrechungen kennen einander vorher völlig Unbekannte beim Ausstieg als wären sie Brüder. Wie viele Familiendramen könnten vermieden werden, sperrte man die Familienmitglieder in Zweiersessel, wo sie gezwungen wären, einander zuzuhören, ohne die Möglichkeit, laut mit den Türen knallend den Raum zu verlassen, so bald ein Gespräch eine unliebsame Wendung nimmt.
Und so saß ich eben in einem solchen Zweiersessel in den Tiefen des Oetztals und lauschte den Worten meiner Tochter. Aber ein Alpinforumler wäre kein Alpinforumler, wären seine Augen dabei nicht immer auf der Suche nach dem ultimativen Foto, dass er seinen Bundesgenossen übermitteln will. Und so zückt er ganz beiläufig seine Kamera, um von der 6-Jährigen neben ihm, die ihn natürlich ganz genau kennt, zu hören: „ Stopp Papa. Nicht schon wieder ein Bild mit Lift. Mach mal Bilder mit Natur. Keine Lifte, keine Menschen.“ Das saß. Hatte meine Mitgliedschaft im Bund meinen Geist schon so sehr verändert, dass ich gar nicht mehr in der Lage war, die ästhetischen Maßstäbe eines normalen Menschen, geschweige denn eines Kindes, zu verstehen?
Mich befiel eine nicht greifbare Unruhe. Eine Ahnung hatte mich gepackt. Und so machte ich mich sofort nach meiner Heimkehr auf die Suche in meinen Archiven. Es dauerte nicht lange. Ein Blinder hätte es sehen können. Doch mir waren die Augen bis eben verschlossen.
Zeigten meine frühen Fotos einfach nur Schnee, Berge, Himmel, Sonne - Natur, so schlichen sich mit jedem Jahr mehr und mehr Lifte, Pistenraupen, Warteschlangen und dergleichen auf die Fotos. Wie die Jahresringe untrüglich das Alter eines Baumes verraten, zeigten die Fotos meine Entwicklung. Waren es anfangs nur einzelne Lifte, die sich ganz verstohlen weit im Hintergrund auf die Bilder schlichen, rückten sie im Laufe der Zeit immer näher. Sie griffen immer mehr Raum, drängten alles andere an den Rand und ließen zuletzt nicht einmal mehr zu, dass irgend etwas anderes das Bild mit ihnen teilte. Die einfache Schönheit der Natur, aber auch meine Familie waren von den Bildern getilgt – nur noch Klemmen, Niederhalter, Antriebe, Seilscheiben.
Aus meiner Unruhe wurde Entsetzen. Wie gesagt, eigentlich hätte ich wissen müssen, mit welcher Macht ich mich eingelassen hatte. Aber mein Blick war bislang vernebelt. Doch nun hatte er sich geklärt, mein Geist arbeitete wieder messerscharf, es gab noch eine Chance sich dem unsichtbaren Verfall zu entziehen. Ich würde das Rad zurückdrehen. Nur noch Berge, Sonne, meine Familie.
Doch konnte das gelingen? Würde nicht der erste Lift, der meinen Weg kreuzte wieder Macht über mich erlangen, mich zwingen einen Handschuh abzustreifen, in meine linke Brusttasche zu greifen und ihm Einlass auf meine Speicherkarte zu gewähren?
Allmählich reifte ein Plan in mir. Ich musste nur den Liften so fern wie möglich bleiben, ihnen keine Gelegenheit geben wieder Besitz von mir zu ergreifen.
Also musste nur noch die passende Lokation für mein Vorhaben gefunden werden. Ein Naturidyll, fern der Zivilisation. Ohne Unmengen von Aufstiegshilfen, keine Menschenansammlungen, keine Hotel- und Appartmentburgen.
Nun kam mir die in den letzten Jahren gesammelte Erfahrung zu Gute. Schnell hat ich eine entsprechende Gegend gefunden: Flims-Laax-Falera. Verschlafene Bündner Dörfer, die es geschafft haben, sich den Unbillen des Massentourismus zu entziehen, bevölkert von einfachen aber ehrlichen Gemütern, die oftmals noch nie einen jener hellhäutigen Menschen aus den Ebenen nördlich der großen Berge zu Gesicht bekommen haben. Doch sie fragen nicht nach Geburt oder Herkunft. Ein Jeder, und mag er noch so fremd aussehen, wird freundlich empfangen.
Nun bin ich hier und was soll ich sagen, werte Freunde, es ist genau so wie ich es mir vorgestellt habe. Ein Traum. Natur und Ruhe pur – nur ich und meine Familie. Keine Spur von diesen dunklen Kräften, die jahrelang Besitz von mir ergriffen hatten.
Aber ich möchte Euch nicht zu lange auf die Folter spannen, sehet selbst. Vielleicht kann ich Euch die Augen öffnen und Euch helfen der dunklen Macht abzuschwören. Seht mir nach, wenn ich keine langen Vorworte über geschlossene Anlagen, Schneehöhen, am meisten gefahrene Lifte und ähnlich sinnloses Zeug mache. Denn ich bin jetzt FREI.
Doch ich muss Euch etwas gestehen. Der ständige Hohn, die ständigen Widerworte haben mich zum Innehalten bewogen. Immer dieses: „Was fotografierst Du denn jetzt schon wieder. Das interessiert doch keinen Menschen“ war für mich nicht mehr zu ertragen und hat mir die Augen geöffnet.
Aber der Reihe nach.
Es begann vor etwa 3 Wochen in einem Zweiersessel. Zweiersessel sind magisch. Meist schon etwas betagt, tun sie langsam aber treu bei Wind und Wetter ihren Dienst. Doch auch wenn sie langsam sind, so bilden sich doch nur selten Schlangen an ihren Pforten. Denn ihr Zauber hält die Unwissenden fern. Zu lange dauern die Fahrten und zu sehr zehrt die Kälte, die selbst bei strahlendem Sonnenschein den feuchten Rücken hoch kriecht.
Aber sie haben auch verbindende Wirkung. Nach ewig scheinender Fahrt mit vielen Unterbrechungen kennen einander vorher völlig Unbekannte beim Ausstieg als wären sie Brüder. Wie viele Familiendramen könnten vermieden werden, sperrte man die Familienmitglieder in Zweiersessel, wo sie gezwungen wären, einander zuzuhören, ohne die Möglichkeit, laut mit den Türen knallend den Raum zu verlassen, so bald ein Gespräch eine unliebsame Wendung nimmt.
Und so saß ich eben in einem solchen Zweiersessel in den Tiefen des Oetztals und lauschte den Worten meiner Tochter. Aber ein Alpinforumler wäre kein Alpinforumler, wären seine Augen dabei nicht immer auf der Suche nach dem ultimativen Foto, dass er seinen Bundesgenossen übermitteln will. Und so zückt er ganz beiläufig seine Kamera, um von der 6-Jährigen neben ihm, die ihn natürlich ganz genau kennt, zu hören: „ Stopp Papa. Nicht schon wieder ein Bild mit Lift. Mach mal Bilder mit Natur. Keine Lifte, keine Menschen.“ Das saß. Hatte meine Mitgliedschaft im Bund meinen Geist schon so sehr verändert, dass ich gar nicht mehr in der Lage war, die ästhetischen Maßstäbe eines normalen Menschen, geschweige denn eines Kindes, zu verstehen?
Mich befiel eine nicht greifbare Unruhe. Eine Ahnung hatte mich gepackt. Und so machte ich mich sofort nach meiner Heimkehr auf die Suche in meinen Archiven. Es dauerte nicht lange. Ein Blinder hätte es sehen können. Doch mir waren die Augen bis eben verschlossen.
Zeigten meine frühen Fotos einfach nur Schnee, Berge, Himmel, Sonne - Natur, so schlichen sich mit jedem Jahr mehr und mehr Lifte, Pistenraupen, Warteschlangen und dergleichen auf die Fotos. Wie die Jahresringe untrüglich das Alter eines Baumes verraten, zeigten die Fotos meine Entwicklung. Waren es anfangs nur einzelne Lifte, die sich ganz verstohlen weit im Hintergrund auf die Bilder schlichen, rückten sie im Laufe der Zeit immer näher. Sie griffen immer mehr Raum, drängten alles andere an den Rand und ließen zuletzt nicht einmal mehr zu, dass irgend etwas anderes das Bild mit ihnen teilte. Die einfache Schönheit der Natur, aber auch meine Familie waren von den Bildern getilgt – nur noch Klemmen, Niederhalter, Antriebe, Seilscheiben.
Aus meiner Unruhe wurde Entsetzen. Wie gesagt, eigentlich hätte ich wissen müssen, mit welcher Macht ich mich eingelassen hatte. Aber mein Blick war bislang vernebelt. Doch nun hatte er sich geklärt, mein Geist arbeitete wieder messerscharf, es gab noch eine Chance sich dem unsichtbaren Verfall zu entziehen. Ich würde das Rad zurückdrehen. Nur noch Berge, Sonne, meine Familie.
Doch konnte das gelingen? Würde nicht der erste Lift, der meinen Weg kreuzte wieder Macht über mich erlangen, mich zwingen einen Handschuh abzustreifen, in meine linke Brusttasche zu greifen und ihm Einlass auf meine Speicherkarte zu gewähren?
Allmählich reifte ein Plan in mir. Ich musste nur den Liften so fern wie möglich bleiben, ihnen keine Gelegenheit geben wieder Besitz von mir zu ergreifen.
Also musste nur noch die passende Lokation für mein Vorhaben gefunden werden. Ein Naturidyll, fern der Zivilisation. Ohne Unmengen von Aufstiegshilfen, keine Menschenansammlungen, keine Hotel- und Appartmentburgen.
Nun kam mir die in den letzten Jahren gesammelte Erfahrung zu Gute. Schnell hat ich eine entsprechende Gegend gefunden: Flims-Laax-Falera. Verschlafene Bündner Dörfer, die es geschafft haben, sich den Unbillen des Massentourismus zu entziehen, bevölkert von einfachen aber ehrlichen Gemütern, die oftmals noch nie einen jener hellhäutigen Menschen aus den Ebenen nördlich der großen Berge zu Gesicht bekommen haben. Doch sie fragen nicht nach Geburt oder Herkunft. Ein Jeder, und mag er noch so fremd aussehen, wird freundlich empfangen.
Nun bin ich hier und was soll ich sagen, werte Freunde, es ist genau so wie ich es mir vorgestellt habe. Ein Traum. Natur und Ruhe pur – nur ich und meine Familie. Keine Spur von diesen dunklen Kräften, die jahrelang Besitz von mir ergriffen hatten.
Aber ich möchte Euch nicht zu lange auf die Folter spannen, sehet selbst. Vielleicht kann ich Euch die Augen öffnen und Euch helfen der dunklen Macht abzuschwören. Seht mir nach, wenn ich keine langen Vorworte über geschlossene Anlagen, Schneehöhen, am meisten gefahrene Lifte und ähnlich sinnloses Zeug mache. Denn ich bin jetzt FREI.
- Dateianhänge
Zuletzt geändert von cm am 27.02.2007 - 21:19, insgesamt 4-mal geändert.
- cm
- Großer Müggelberg (115m)
- Beiträge: 501
- Registriert: 25.04.2005 - 15:28
- Skitage 25/26: 0
- Ski: ja
- Snowboard: nein
- Ort: Rhein-Neckar-Raum
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 2 Mal
GMD hat recht. Wo kommt plötzlich dieser Lift her? Bei Durchsicht meiner weiteren Bilder ist mir noch etwas Seltsames aufgefallen. Da ragen plötzlich Liftteile in die Bilder, die - ich könnte schwören - vorher nicht da waren. Und auch im Hintergrund seh ich die ein oder andere Liftanlage. Ob ich wohl langsam alt werde? Ich bilde mir auch ein, dass sich auch immer mehr Leute in mein Naturidyll drängen.
- Dateianhänge
- cm
- Großer Müggelberg (115m)
- Beiträge: 501
- Registriert: 25.04.2005 - 15:28
- Skitage 25/26: 0
- Ski: ja
- Snowboard: nein
- Ort: Rhein-Neckar-Raum
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 2 Mal
Jetzt hab ich den endgültigen Beweis. Hier geschehen unglaubliche Dinge. Seht Euch die beiden nächsten Fotos an und vergleicht sie mit der ersten Serie. Irgendwer oder irgendetwas verfolgt mich. Der Sache muss ich auf den Grund gehen. Ich melde mich wieder wenn ich etwas herausgefunden habe und die weiteren Fotos gesichtet habe. Ich fürchte da warten weitere böse Überraschungen auf mich.
-
fettiz
- Vogelsberg (520m)
- Beiträge: 922
- Registriert: 14.01.2005 - 09:52
- Skitage 25/26: 0
- Ski: nein
- Snowboard: nein
- Ort: Olching bei München
- Hat sich bedankt: 9 Mal
- Danksagung erhalten: 107 Mal
Danke CM, schöner Beitrag...
aber ich rieche Rückfälle. Laaaaaange wirst Du nicht durchhalten. Spätestens im dritten Teil wärst Du wahrscheinlich wieder der alte...
aber ich rieche Rückfälle. Laaaaaange wirst Du nicht durchhalten. Spätestens im dritten Teil wärst Du wahrscheinlich wieder der alte...
---------------------------------------------
Don't forget: Realize your dreams....
----------------------------------------------
Don't forget: Realize your dreams....
----------------------------------------------
↓ Mehr anzeigen... ↓
- TPD
- Moderator
- Beiträge: 6769
- Registriert: 09.03.2003 - 10:32
- Skitage 25/26: 0
- Ski: ja
- Snowboard: nein
- Ort: (Region Bern)
- Hat sich bedankt: 291 Mal
- Danksagung erhalten: 178 Mal
- Kontaktdaten:
Passt in der Talstation jemand auf, dass niemand diesen Sessel erwischt ?Billige Plätze
Denn ich denke nicht, dass ein normaler Skifahrer diesen defekten Sessel rechtzeitig sieht.
https://www.skichablais.net, seit 20 Jahren über Bergbahnen der Region Chablais und Umgebung.
- cm
- Großer Müggelberg (115m)
- Beiträge: 501
- Registriert: 25.04.2005 - 15:28
- Skitage 25/26: 0
- Ski: ja
- Snowboard: nein
- Ort: Rhein-Neckar-Raum
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 2 Mal
Oh mein Gott sie zwingen mich einen ganz normalen Bericht zu schreiben, ich kann mich nicht wehren. Aber glaubt mir, alles was darin steht ist gelogen:
Anfahrt:
Dank frühem Start trotz Faschingsferien problemlos aus dem Rhein-Neckar-Raum in gut 4 Stunden über Basel/Zürich. A8 und Pfänder ist zwar eigentlich kürzer, aber erheblich krisenanfälliger.
Wetter:
Samstag bis Donnerstag strahlender Sonnenschein, Freitag wechselnde Bewölkung, 2. Samstag bedeckt mit zeitweisem Schneefall
Temperatur:
im Tal tw. Mehr als 10 Grad, in der Station Furcola hab ich auf 2100 Metern ein Thermometer mit 6 Grad im Schatten gesehen.
Schneehöhe:
Offizielle Angaben 30 cm im Tal, 170 cm oben. Das wurde wohl in einer Schanze im Funpark gemessen.
Schneezustand:
Wettergemäß im Tagesverlauf sehr weich, insbesondere in den tieferen Lagen üppige Sulzbuckel. Im Verlauf der Woche zunehmend Steine und braune Stellen. Das ist natürlich auch der Preis dafür, dass man aufgrund der vorwiegenden Süd- und Südostausrichtung der Hänge den ganzen Tag in der Sonne fahren kann.
Geöffnete Anlagen:
Alle bis auf Spaligna, allerdings war der Bereich Foppa-Cassons nur für Fussgänger und Gleitschirmflieger geöffnet
Geschlossene Anlagen:
s. o.
Offene Pisten:
s. u.
Geschlossene Pisten:
War sehr schwer abzuschätzen, da die Informationstafeln nur die geöffneten Lifte und einige Talabfahrten anzeigen. Talabfahrt Flims (Nr. 10) war bis Startgels offen. Dementsprechend müssten die Pisten 1 bis 8 und 18 geschlossen gewesen sein. Definitiv zu waren außerdem 60 ab Curnius, 61, 62, 25 sowie die meisten Skirouten. Darüber hinaus wurde auf erschwerte Befahrbarkeit auf den Pisten 44, 35, 37, 53 hingewiesen
Meisten Gefahren mit:
Mutta Rotunda
Wenigsten Gefahren mit:
Gletscherlifte
Wartezeiten:
0-25 Minuten. Engpass Nr. 1: Curnius. Das kann natürlich nicht funktionieren. Von unten kommt die EUB mit einer Kapazität von über 2.000 Personen/Std. und der Sessel aus Falera mit 800 Pers./Std. Außerdem kommen von oben die Skifahrer dazu, die hier wieder hochfahren. Nach oben geht aber nur der 4er-Sessel mit einer Förderkapazität von rd. 2.600 Personen. Da muss es knallen. Engpass Nr. 2: La Siala. Schaltstelle zwischen Gletscher und Bereich Nagens/Grauberg. Da ist der 3er-Sessel deutlich überfordert. Keine Probleme hingegen in Plaun. Auch dort kommt einiges zusammen. Aber der Arena-Express und der 6er schaufeln das lässig weg.
Gefallen/Nicht gefallen/Fazit: s. Erläuterungen.
Allgemein:
Witzig, dass gerade jetzt hier im Forum die Diskussion darüber ausbricht, ob die österreichischen oder die schweizer Skigebiete besser sind. Denn nachdem ich in den letzten 12 Monaten jeweils 3 Urlaube in Österreich (Warth, Ischgl, Ötztal) und der Schweiz (Engelberg, Elm und jetzt Laax) verbracht habe, habe ich ganz automatisch begonnen die beiden Länder miteinander zu vergleichen. Außerdem sehe ich auch die (selbsternannten) Topskigebiete Ischgl, Sölden und Laax nebeneinander. Zusammenfassend lässt sich aus meiner Sicht sagen, dass die Österreicher die modernere Infrastruktur besitzen. Das beziehe ich insbesondere auf Liftanlagen, Beschneiung und Hotels. Da sind die Österreicher top. An den Talstationen und Engstellen topmoderne Hochleistungsanlagen. Mittlerweile kann man sich bei den Investitionen auf die Beschneiung u. ä. konzentrieren. Die Vorteile der Schweizer liegen nach meiner Auffassung wo anders. Die Österreicher versuchen ihre Modernität hinter einem Neo-Alpenromantiklook zu verbergen. Das wird insbesondere in Ischgl deutlich. Das ist ganz klar Tourismusindustrie versteckt hinter einer Gemütlichkeitsfassade – eben Alpen-Disney wie Trincerone so treffend festgestellt hat. Ich finde daran nichts Schlimmes. Aber irgendwie wirkt auf mich die Schweiz mit ihrer ganzen Verstaubtheit authentischer. Das macht sich wie ich finde auch auf den Pisten bemerkbar. In den genannten österreichischen Gebieten findet man doch einen recht großen Anteil uniformer, designter Pisten (z. B. am Giggijoch oder um die Idalpe). In der Schweiz sind die Pisten wilder, unberechenbarer und spannender (s. auch Rubrik Pisten). Preislich würde ich das Gerücht, die Schweiz sei generell teuerer, nicht unterstützen. Die Österreicher wissen mittlerweile ganz genau, was ihr Produkt wert ist und lassen es sich genauso bezahlen. Mein Hotel war dieses Jahr in Laax günstiger als letztes Jahr zur gleichen Zeit in Warth (bei vergleichbarem Standard). Der Tagespreis für einen Skipass liegt in Laax auf ähnlichem Niveau wie in Ischgl und in Sölden.
Pisten und Liftanlagen:
Was die Schwierigkeit der Pisten betrifft, ist der Pistenplan in Laax sehr zuverlässig. Wo blau draufsteht, ist auch blau drin. Gleiches gilt auch für die anderen Farben. Das habe ich in der Schweiz schon anders erlebt, so dass ich es mittlerweile vermeide meine Tochter in eine unbekannte rote Piste zu jagen, wo ich hinterher zusehen muss, wie ich sie aus irgendeinem Steilhang wieder rauskriege. Aber in Laax gibt es in dieser Hinsicht keine unangenehmen Überraschungen.
Die blauen Pisten sind ohne steilere Passagen, aber selten langweilig und laden zum Carven ein. Oft gibt es Gegenanstiege, die bei entsprechendem Tempo so richtig die Kräfte auf den Körper spielen lassen. Boarder sollten mit den blauen Pisten vorsichtig sein, da ihnen bei den Anstiegen und flach verlaufenden Stücken leicht das Tempo ausgeht. Die Piste 30 sollte man nur als Verbindung zwischen Gletscher und Nagens nutzen. Hier muss man richtig schieben. Für Anfänger am besten geeignet sind die Pisten bei den Schleppern am Crap Sogn Gion und in Nagens.
Die roten Pisten sind Genusspisten ohne größere Schwierigkeiten. Eine wunderbare Piste verläuft von La Siala nach Startgels (Nr. 10, am besten mit der Variante Nr. 11, dann kann man ein Ziehstück vermeiden). Sehr schön ist auch die einsame 44 nach Alp Ruschein. Ebenfalls nett aber in der Hauptsaison recht voll sind die 66 nach Plaun und die 60 nach Laax (war allerdings nur bis Curnius offen). All diesen Pisten ist gemeinsam, dass sie schön kupiert sind und immer wieder die Richtung ändern, insbesondere die ersten beiden zum Teil mit atemberaubenden Ausblicken. Genau mein Geschmack.
Bei den schwarzen ist natürlich die Sattelabfahrt zu erwähnen, allerdings bin ich diese nicht gefahren, da sie sich auskunftsgemäß in desolatem Zustand befand, so dass jeder davon abgeraten hat. Eine absolute Traumpiste ist die Fadschas (Nr. 65). Über 1.100 Höhenmeter ständig wechselndes Gelände ohne absolute Höchstschwierigkeiten, aber aufgrund der Länge fordernd. Morgens menschenleer, lädt sie zu Geschwindigkeitsorgien ein, mittags buckelig erhält sie einen völlig anderen Charakter. Den Almabtrieb am Nachmittag sollte man jedoch meiden. Nicht gewalzt und dementsprechend Buckelpisten waren die Nrn. 41 u. 67. Wer es richtig steil mag, ist auf der Siala West (Nr. 26) gut aufgehoben. Ich bin sie zweimal zu Übungszwecken gefahren, Spaß macht mir so was aber nicht wirklich. Schwarz light sind die Nrn. 13 u. 16, bissig aber kurz ist die 14.
Ein besonderer Reiz des Skigebiets liegt in den unendlichen Freeridemöglichkeiten. Diesen konnte man aufgrund der Schneelage aber nur erahnen.
Insgesamt von den Pisten her so ziemlich das Schönste was ich gesehen habe: Lange Abfahrten, große Höhenunterschiede, abwechslungsreiches Gelände, grandiose Ausblicke.
Zu den Liftanlagen habe ich das Wesentliche schon oben gesagt. Die Anlagen entsprechen nicht ganz dem Anspruch des Skigebiets. Insgesamt ist auch die Konzeption unergonomisch. So muss man beispielsweise wenn man in Plaun vom Arenaexpress in den Sessellift umsteigen will erst mal bergauf klettern. Auch wenn man am Crap Sogn Gion von Curnius aus dem Sessel steigt muss man in Richtung der Pisten 65-67 erst mal bergauf laufen. Die Liste ließe sich weiter ausbauen. Nicht ersetzen würde ich den alten 2er-Sessel von Alp-Ruschein. Der passt zu dem einsamen Tal, sorgt dafür, dass mancher auf Wiederholungsfahrten verzichtet und hat zumindest bei meinem Besuch von der Kapazität her ausgereicht.
Die Pistenbeschilderung und die Informationen über geöffnete Pisten sind übrigens unter aller Kanone. Mit etwas Glück findet sich am Beginn einer Piste ein Banner mit der Pistennummer oder ein Schild. Danach gibt es nur noch Stöckchen mit der Farbe der Piste, an Kreuzungen fehlt teilweise die Beschilderung. Wenn ich allein unterwegs bin, ist mir das Wurst, irgendwo wird man schon rauskommen, aber mit Kindern finde ich das schon nervig. Wir hatten weitestgehend super Wetter. Bei Nebel stelle ich mir die Orientierung extrem schwierig vor.
Bergrestauration:
Besondere Erwähnung muss die Hüttenkulinarik finden. Diese ist absolut überragend. Ich rede jetzt nicht von den Selbstbedienungsrestaurants und der Frage, wo die Bratwurst 30 Rappen billiger ist, sondern von den Restaurants, wo man etwas Besonderes geboten bekommt. Für viele Kilometerfresser hier im Forum ist die Nahrungsaufnahme nur notwendiges Übel, um nicht irgendwann entkräftet von den Skiern zu fallen. Für mich ist es die Möglichkeit zwei der schönsten Beschäftigungen überhaupt (gut essen und skifahren) miteinander zu verbinden. 1,5 Kilo Gewichtszunahme in einer Woche trotz ausgiebigem Skifahren sprechen eine deutliche Sprache. Hier meine persönlichen Highlights:
Alpenrose, Startgels: Der absolute Knaller. Super Ausblick, Steaks vom offenen Feuer, Polenta usw. Ich hab ein Klasse Risotto gegessen. Da ich von mir ganz bescheiden behaupte, der weltbeste Risottokoch zu sein, weiß ich wovon ich rede. In den meisten Pizzerien in Deutschland bekommt man eine völlig ungenießbare Pampe.
Tegia Larnags: Idealer Platz für den ersten Einkehrschwung, an der Talabfahrt Laax bei der Zwischenstation nur noch 60 Meter über dem Ort. Unbedingt den göttlichen Schokokuchen probieren, dazu trinkt man Kaffee Larnags (geheime Alkmischung).
Elephant: Gourmetküche am Crap Masegn während einem die Gondelbahn über den Kopf schwebt.
Alp Ruschein: Angeblich die besten Bratwürste dieses Planeten. Ich konnte den Gegenbeweis nicht antreten.
La Vacca, Plaun: Tippizelt, Bänke mit Fellen belegt, hervorragende Steaks vom Grill.
Curnius: eigentlich Selbstbedienungsrestaurant; Bündnerplatten mit Bündner Fleisch, getrockneter Salami, Käse usw. werden auf Zuruf zubereitet.
O. K, reden wir nicht über Geld, wenigstens nehmen sie überall Kreditkarte. Aber ehrlich gesagt, bin ich mir auch nicht geneppt vorgekommen.
Bilder folgen (immer noch Speicherproblem)
Anfahrt:
Dank frühem Start trotz Faschingsferien problemlos aus dem Rhein-Neckar-Raum in gut 4 Stunden über Basel/Zürich. A8 und Pfänder ist zwar eigentlich kürzer, aber erheblich krisenanfälliger.
Wetter:
Samstag bis Donnerstag strahlender Sonnenschein, Freitag wechselnde Bewölkung, 2. Samstag bedeckt mit zeitweisem Schneefall
Temperatur:
im Tal tw. Mehr als 10 Grad, in der Station Furcola hab ich auf 2100 Metern ein Thermometer mit 6 Grad im Schatten gesehen.
Schneehöhe:
Offizielle Angaben 30 cm im Tal, 170 cm oben. Das wurde wohl in einer Schanze im Funpark gemessen.
Schneezustand:
Wettergemäß im Tagesverlauf sehr weich, insbesondere in den tieferen Lagen üppige Sulzbuckel. Im Verlauf der Woche zunehmend Steine und braune Stellen. Das ist natürlich auch der Preis dafür, dass man aufgrund der vorwiegenden Süd- und Südostausrichtung der Hänge den ganzen Tag in der Sonne fahren kann.
Geöffnete Anlagen:
Alle bis auf Spaligna, allerdings war der Bereich Foppa-Cassons nur für Fussgänger und Gleitschirmflieger geöffnet
Geschlossene Anlagen:
s. o.
Offene Pisten:
s. u.
Geschlossene Pisten:
War sehr schwer abzuschätzen, da die Informationstafeln nur die geöffneten Lifte und einige Talabfahrten anzeigen. Talabfahrt Flims (Nr. 10) war bis Startgels offen. Dementsprechend müssten die Pisten 1 bis 8 und 18 geschlossen gewesen sein. Definitiv zu waren außerdem 60 ab Curnius, 61, 62, 25 sowie die meisten Skirouten. Darüber hinaus wurde auf erschwerte Befahrbarkeit auf den Pisten 44, 35, 37, 53 hingewiesen
Meisten Gefahren mit:
Mutta Rotunda
Wenigsten Gefahren mit:
Gletscherlifte
Wartezeiten:
0-25 Minuten. Engpass Nr. 1: Curnius. Das kann natürlich nicht funktionieren. Von unten kommt die EUB mit einer Kapazität von über 2.000 Personen/Std. und der Sessel aus Falera mit 800 Pers./Std. Außerdem kommen von oben die Skifahrer dazu, die hier wieder hochfahren. Nach oben geht aber nur der 4er-Sessel mit einer Förderkapazität von rd. 2.600 Personen. Da muss es knallen. Engpass Nr. 2: La Siala. Schaltstelle zwischen Gletscher und Bereich Nagens/Grauberg. Da ist der 3er-Sessel deutlich überfordert. Keine Probleme hingegen in Plaun. Auch dort kommt einiges zusammen. Aber der Arena-Express und der 6er schaufeln das lässig weg.
Gefallen/Nicht gefallen/Fazit: s. Erläuterungen.
Allgemein:
Witzig, dass gerade jetzt hier im Forum die Diskussion darüber ausbricht, ob die österreichischen oder die schweizer Skigebiete besser sind. Denn nachdem ich in den letzten 12 Monaten jeweils 3 Urlaube in Österreich (Warth, Ischgl, Ötztal) und der Schweiz (Engelberg, Elm und jetzt Laax) verbracht habe, habe ich ganz automatisch begonnen die beiden Länder miteinander zu vergleichen. Außerdem sehe ich auch die (selbsternannten) Topskigebiete Ischgl, Sölden und Laax nebeneinander. Zusammenfassend lässt sich aus meiner Sicht sagen, dass die Österreicher die modernere Infrastruktur besitzen. Das beziehe ich insbesondere auf Liftanlagen, Beschneiung und Hotels. Da sind die Österreicher top. An den Talstationen und Engstellen topmoderne Hochleistungsanlagen. Mittlerweile kann man sich bei den Investitionen auf die Beschneiung u. ä. konzentrieren. Die Vorteile der Schweizer liegen nach meiner Auffassung wo anders. Die Österreicher versuchen ihre Modernität hinter einem Neo-Alpenromantiklook zu verbergen. Das wird insbesondere in Ischgl deutlich. Das ist ganz klar Tourismusindustrie versteckt hinter einer Gemütlichkeitsfassade – eben Alpen-Disney wie Trincerone so treffend festgestellt hat. Ich finde daran nichts Schlimmes. Aber irgendwie wirkt auf mich die Schweiz mit ihrer ganzen Verstaubtheit authentischer. Das macht sich wie ich finde auch auf den Pisten bemerkbar. In den genannten österreichischen Gebieten findet man doch einen recht großen Anteil uniformer, designter Pisten (z. B. am Giggijoch oder um die Idalpe). In der Schweiz sind die Pisten wilder, unberechenbarer und spannender (s. auch Rubrik Pisten). Preislich würde ich das Gerücht, die Schweiz sei generell teuerer, nicht unterstützen. Die Österreicher wissen mittlerweile ganz genau, was ihr Produkt wert ist und lassen es sich genauso bezahlen. Mein Hotel war dieses Jahr in Laax günstiger als letztes Jahr zur gleichen Zeit in Warth (bei vergleichbarem Standard). Der Tagespreis für einen Skipass liegt in Laax auf ähnlichem Niveau wie in Ischgl und in Sölden.
Pisten und Liftanlagen:
Was die Schwierigkeit der Pisten betrifft, ist der Pistenplan in Laax sehr zuverlässig. Wo blau draufsteht, ist auch blau drin. Gleiches gilt auch für die anderen Farben. Das habe ich in der Schweiz schon anders erlebt, so dass ich es mittlerweile vermeide meine Tochter in eine unbekannte rote Piste zu jagen, wo ich hinterher zusehen muss, wie ich sie aus irgendeinem Steilhang wieder rauskriege. Aber in Laax gibt es in dieser Hinsicht keine unangenehmen Überraschungen.
Die blauen Pisten sind ohne steilere Passagen, aber selten langweilig und laden zum Carven ein. Oft gibt es Gegenanstiege, die bei entsprechendem Tempo so richtig die Kräfte auf den Körper spielen lassen. Boarder sollten mit den blauen Pisten vorsichtig sein, da ihnen bei den Anstiegen und flach verlaufenden Stücken leicht das Tempo ausgeht. Die Piste 30 sollte man nur als Verbindung zwischen Gletscher und Nagens nutzen. Hier muss man richtig schieben. Für Anfänger am besten geeignet sind die Pisten bei den Schleppern am Crap Sogn Gion und in Nagens.
Die roten Pisten sind Genusspisten ohne größere Schwierigkeiten. Eine wunderbare Piste verläuft von La Siala nach Startgels (Nr. 10, am besten mit der Variante Nr. 11, dann kann man ein Ziehstück vermeiden). Sehr schön ist auch die einsame 44 nach Alp Ruschein. Ebenfalls nett aber in der Hauptsaison recht voll sind die 66 nach Plaun und die 60 nach Laax (war allerdings nur bis Curnius offen). All diesen Pisten ist gemeinsam, dass sie schön kupiert sind und immer wieder die Richtung ändern, insbesondere die ersten beiden zum Teil mit atemberaubenden Ausblicken. Genau mein Geschmack.
Bei den schwarzen ist natürlich die Sattelabfahrt zu erwähnen, allerdings bin ich diese nicht gefahren, da sie sich auskunftsgemäß in desolatem Zustand befand, so dass jeder davon abgeraten hat. Eine absolute Traumpiste ist die Fadschas (Nr. 65). Über 1.100 Höhenmeter ständig wechselndes Gelände ohne absolute Höchstschwierigkeiten, aber aufgrund der Länge fordernd. Morgens menschenleer, lädt sie zu Geschwindigkeitsorgien ein, mittags buckelig erhält sie einen völlig anderen Charakter. Den Almabtrieb am Nachmittag sollte man jedoch meiden. Nicht gewalzt und dementsprechend Buckelpisten waren die Nrn. 41 u. 67. Wer es richtig steil mag, ist auf der Siala West (Nr. 26) gut aufgehoben. Ich bin sie zweimal zu Übungszwecken gefahren, Spaß macht mir so was aber nicht wirklich. Schwarz light sind die Nrn. 13 u. 16, bissig aber kurz ist die 14.
Ein besonderer Reiz des Skigebiets liegt in den unendlichen Freeridemöglichkeiten. Diesen konnte man aufgrund der Schneelage aber nur erahnen.
Insgesamt von den Pisten her so ziemlich das Schönste was ich gesehen habe: Lange Abfahrten, große Höhenunterschiede, abwechslungsreiches Gelände, grandiose Ausblicke.
Zu den Liftanlagen habe ich das Wesentliche schon oben gesagt. Die Anlagen entsprechen nicht ganz dem Anspruch des Skigebiets. Insgesamt ist auch die Konzeption unergonomisch. So muss man beispielsweise wenn man in Plaun vom Arenaexpress in den Sessellift umsteigen will erst mal bergauf klettern. Auch wenn man am Crap Sogn Gion von Curnius aus dem Sessel steigt muss man in Richtung der Pisten 65-67 erst mal bergauf laufen. Die Liste ließe sich weiter ausbauen. Nicht ersetzen würde ich den alten 2er-Sessel von Alp-Ruschein. Der passt zu dem einsamen Tal, sorgt dafür, dass mancher auf Wiederholungsfahrten verzichtet und hat zumindest bei meinem Besuch von der Kapazität her ausgereicht.
Die Pistenbeschilderung und die Informationen über geöffnete Pisten sind übrigens unter aller Kanone. Mit etwas Glück findet sich am Beginn einer Piste ein Banner mit der Pistennummer oder ein Schild. Danach gibt es nur noch Stöckchen mit der Farbe der Piste, an Kreuzungen fehlt teilweise die Beschilderung. Wenn ich allein unterwegs bin, ist mir das Wurst, irgendwo wird man schon rauskommen, aber mit Kindern finde ich das schon nervig. Wir hatten weitestgehend super Wetter. Bei Nebel stelle ich mir die Orientierung extrem schwierig vor.
Bergrestauration:
Besondere Erwähnung muss die Hüttenkulinarik finden. Diese ist absolut überragend. Ich rede jetzt nicht von den Selbstbedienungsrestaurants und der Frage, wo die Bratwurst 30 Rappen billiger ist, sondern von den Restaurants, wo man etwas Besonderes geboten bekommt. Für viele Kilometerfresser hier im Forum ist die Nahrungsaufnahme nur notwendiges Übel, um nicht irgendwann entkräftet von den Skiern zu fallen. Für mich ist es die Möglichkeit zwei der schönsten Beschäftigungen überhaupt (gut essen und skifahren) miteinander zu verbinden. 1,5 Kilo Gewichtszunahme in einer Woche trotz ausgiebigem Skifahren sprechen eine deutliche Sprache. Hier meine persönlichen Highlights:
Alpenrose, Startgels: Der absolute Knaller. Super Ausblick, Steaks vom offenen Feuer, Polenta usw. Ich hab ein Klasse Risotto gegessen. Da ich von mir ganz bescheiden behaupte, der weltbeste Risottokoch zu sein, weiß ich wovon ich rede. In den meisten Pizzerien in Deutschland bekommt man eine völlig ungenießbare Pampe.
Tegia Larnags: Idealer Platz für den ersten Einkehrschwung, an der Talabfahrt Laax bei der Zwischenstation nur noch 60 Meter über dem Ort. Unbedingt den göttlichen Schokokuchen probieren, dazu trinkt man Kaffee Larnags (geheime Alkmischung).
Elephant: Gourmetküche am Crap Masegn während einem die Gondelbahn über den Kopf schwebt.
Alp Ruschein: Angeblich die besten Bratwürste dieses Planeten. Ich konnte den Gegenbeweis nicht antreten.
La Vacca, Plaun: Tippizelt, Bänke mit Fellen belegt, hervorragende Steaks vom Grill.
Curnius: eigentlich Selbstbedienungsrestaurant; Bündnerplatten mit Bündner Fleisch, getrockneter Salami, Käse usw. werden auf Zuruf zubereitet.
O. K, reden wir nicht über Geld, wenigstens nehmen sie überall Kreditkarte. Aber ehrlich gesagt, bin ich mir auch nicht geneppt vorgekommen.
Bilder folgen (immer noch Speicherproblem)
- Vadret
- Gaislachkogl (3058m)
- Beiträge: 3062
- Registriert: 08.10.2006 - 17:01
- Skitage 25/26: 0
- Ski: ja
- Snowboard: nein
- Hat sich bedankt: 2 Mal
- Danksagung erhalten: 36 Mal
Danke, schöner Bericht! Was ich nicht ganz gerafft habe: Hat die Sesselbahn Falera Hauben oder nicht?
Auf deinem ersten Bild eindeutig keine. Auf dem 2. scheint es aber zu Haben (man beachte den talwärts fahrenden Sessel.) Oder ist es so eine Kombination à la 8 KSB auf den Flumserbergen?
Auf deinem ersten Bild eindeutig keine. Auf dem 2. scheint es aber zu Haben (man beachte den talwärts fahrenden Sessel.) Oder ist es so eine Kombination à la 8 KSB auf den Flumserbergen?
SEIT 150 JAHREN DAS EIN UND ALLES...
Skitage Saison: 2007/2008: 97 • 2008/2009: 80 • 2009/2010:76 • 2010/2011:81 • 2011/2012: 78 • 2012/2013:69 • 2013/2014:87 • 2014/2015: 78 • 2015/2016: 86 • 2016/2017: 90 • 2017/2018: 17 •
Skitage Saison: 2007/2008: 97 • 2008/2009: 80 • 2009/2010:76 • 2010/2011:81 • 2011/2012: 78 • 2012/2013:69 • 2013/2014:87 • 2014/2015: 78 • 2015/2016: 86 • 2016/2017: 90 • 2017/2018: 17 •
- cm
- Großer Müggelberg (115m)
- Beiträge: 501
- Registriert: 25.04.2005 - 15:28
- Skitage 25/26: 0
- Ski: ja
- Snowboard: nein
- Ort: Rhein-Neckar-Raum
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 2 Mal
Nachsatz: Sie haben mich besiegt und ich habe meine Strafe erhalten. Die Seelen aller Abtrünnigen werden eingesperrt. In Lifte. Auch meine. Meine Seele lebt im Alp Ruschein Lift. Auf alle Zeiten. Ihr wisst doch: 2er Sessel sind magisch. Denkt daran wenn ihr mal wieder mit mir fahrt und es Euch zu lange dauert.
ENDE
ENDE
-
Jay
- Moderator a.D.
- Beiträge: 5011
- Registriert: 11.07.2002 - 01:06
- Skitage 25/26: 0
- Ski: ja
- Snowboard: nein
- Hat sich bedankt: 1003 Mal
- Danksagung erhalten: 456 Mal
Wie auch die 3KSB Flims-Foppa und die 4KSB Foppa-Naraus hat die 4KSB Falera-Curnius nur einige Sessel mit Hauben.corviglia-fan hat geschrieben:Danke, schöner Bericht! Was ich nicht ganz gerafft habe: Hat die Sesselbahn Falera Hauben oder nicht?
Auf deinem ersten Bild eindeutig keine. Auf dem 2. scheint es aber zu Haben (man beachte den talwärts fahrenden Sessel.) Oder ist es so eine Kombination à la 8 KSB auf den Flumserbergen?
Jakob
- cm
- Großer Müggelberg (115m)
- Beiträge: 501
- Registriert: 25.04.2005 - 15:28
- Skitage 25/26: 0
- Ski: ja
- Snowboard: nein
- Ort: Rhein-Neckar-Raum
- Hat sich bedankt: 0
- Danksagung erhalten: 2 Mal
Oh je heißt das, ich muss noch 4 Episoden (inkl. Rückblende) abliefern, in denen der Typ mir irgendwann den Arm abhackt und ich ihn dann am Schluss alle mache?
Na dann wirds aber endgültig eng mit meiner upload quota. Musste ja hierfür schon fasst alles an Bildern löschen, was ich je gepostet hatte, nachdem ich noch keine Rückmeldung wegen Upload Erweiterung habe.
@jwahl: Meine Tochter wacht neuerdings sehr genau über mich und macht klare Ansagen, was zu fotografieren ist. Das besagte Foto aus dem Oetztal zeigt zum Beispiel irgendeinen total spektakulären Hang mit irrsinnig interessanten Bäumen.
@corviglia-fan: Mir kamen die ganze Zeit Sessel ohne Haube entgegen, dann plötzlich 3 mit und danach war wieder open air angesagt.
Na dann wirds aber endgültig eng mit meiner upload quota. Musste ja hierfür schon fasst alles an Bildern löschen, was ich je gepostet hatte, nachdem ich noch keine Rückmeldung wegen Upload Erweiterung habe.
@jwahl: Meine Tochter wacht neuerdings sehr genau über mich und macht klare Ansagen, was zu fotografieren ist. Das besagte Foto aus dem Oetztal zeigt zum Beispiel irgendeinen total spektakulären Hang mit irrsinnig interessanten Bäumen.
@corviglia-fan: Mir kamen die ganze Zeit Sessel ohne Haube entgegen, dann plötzlich 3 mit und danach war wieder open air angesagt.
-
stavro_
- Fichtelberg (1214,6m)
- Beiträge: 1446
- Registriert: 06.10.2005 - 16:48
- Skitage 25/26: 0
- Ski: nein
- Snowboard: nein
- Hat sich bedankt: 134 Mal
- Danksagung erhalten: 62 Mal
cm, deine angst du überwinden mußt.cm hat geschrieben:Oh je heißt das, ich muss noch 4 Episoden (inkl. Rückblende) abliefern, in denen der Typ mir irgendwann den Arm abhackt und ich ihn dann am Schluss alle mache?
deinem vater du dich stellen mußt.
zur letzen schlacht es kommen wird, aber vor dem liftomat2000 du dich
hüten sollst, nach deinem arm er verlangen wird.
aber cm, da ist noch was, die macht, stark sie ist in deiner familie...
es.... es.... gibt noch eine snowwalker ...hüstl... hüstl...