Eine Ski-Halle für die Flachländer

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piano
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Eine Ski-Halle für die Flachländer

Beitrag von piano »

Eine Ski-Halle für die Flachländer

Wer im Flachland wohnt, muss immer weiter reisen, um Ski zu fahren. In den nahen Voralpen gibt es praktisch keinen Schnee mehr und laut Uno-Klimabericht wird sich das in nächster Zeit nicht ändern.

Mit einer Ski-Halle wollen die Schweizerischen Seilbahnen nun Jugendlichen im Flachland das Ski Fahren nahe bringen. Zurzeit suchen sie im Mittelland einen geeigneten Standort.

Quelle: Radio DRS

-tom-
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Beitrag von -tom- »

Ob sich das lohnt? Wie weit ist die längste Anreise aus dem schweizer Flachland ins Hochgebirge?

Gruß, Tom
Michael Meier
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Beitrag von Michael Meier »

in einer Stunde Fahrzeit ist von jedem Ort in der Schweiz bei Schneelage ein Skigebiet zu erreichen. Sei es in richtung Juragebirge ins Alpenvorland oder von der Bodenseeregion Richtung Ostschweizer Alpen. Problemlos.
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ruebezahl
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Beitrag von ruebezahl »

aus www.bluewin.ch:

14:48 09.02.2007
Pläne für den Bau einer grossen Skisporthalle im Mittelland


Schweizer Tourismuskreise prüfen den Bau einer grossen Skisporthalle im Schweizer Mittelland. Diese soll im Raum Egerkingen SO gebaut werden. Entsprechendes Land wird bereits gesucht. Anzeige
Anzeige[sda] - Man sei daran, Abklärungen im Bezug auf das Marktpotenzial, die Kosten und die Einnahmen zu prüfen, sagte Peter Vollmer, Berner SP-Nationalrat und Direktor des Verbandes Seilbahnen Schweiz, gegenüber der Sendung "Rendez-vous" von Schweizer Radio DRS.

Vergangene Woche hätten 30 Vertreter von Schweizer und Tiroler Skigebieten in Deutschland drei Anlagen besichtigt. Auch ein Standort haben die Initianten bereits im Visier, nämlich das Gebiet rund um das Autobahndreieck Härkingen. Er sei daran, im Raum Egerkingen Land für ein solches Projekt zu suchen, sagte Christen Baumann, Chef der Zermatt Bergbahnen AG.

Weil die Bevölkerung immer weniger in die Berge fährt, wollen Schweizer Tourismuskreise den Leuten den Schnee jetzt praktisch vor die Haustüre bringen. Bei einer Skipiste in einem städtischen Raum sei die Schwelle für einen Besuch tiefer, als bei Skipisten in den Bergen, sagte Vollmer.

Nicht alle sind von der Idee einer Skihalle im Schweizer Mittelland begeistert. Er halte dieses Projekt angesichts der Probleme mit dem Klimawandel für einen ziemlichen Blödsinn, sagte Hubert Zurkinden, Generalsekretär der Grünen Schweiz.

Hinter der Idee steckt die IG Schnee. Mitglieder sind Schweiz Tourismus, Swiss-Ski, Seilbahnen Schweiz und Swiss Snowsports, der Dachverband der Schweizer Ski- und Snowboardschulen und -lehrer. Ziel der IG Schnee ist es, mit koordinierten Strategien die Schweiz als Winterdestination stärken.
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Theo
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Beitrag von Theo »

Das war eigentlich eh nur eine Frage der Zeit bis so ein Projekt auftaucht.
Das die Grünen dagegen sind ist auch klar.

Ob so eine Halle die Jugendlichen zum Schneesport bringt kann ich nicht beurteilen.
Wenn es nur um die Jugendlichen geht würde ich das Geld allerdings statt in eine Skihalle in Schulskilager wie in guter alter Zeit investieren.
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Beitrag von GMD »

Die Sendung "Schweiz aktuell" des Schweizer Fernsehens hat heute einen Bericht darüber gebracht. Video
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Beitrag von Pilatus »

Theo hat geschrieben: Wenn es nur um die Jugendlichen geht würde ich das Geld allerdings statt in eine Skihalle in Schulskilager wie in guter alter Zeit investieren.
Das stimmt. Das regt mich immer wieder auf, dass in ein paar Kantonen das obligatorische Skilager gestrichen wurde. Aber die Skigebiete müsste auch mit sehr sehr günstigen Skipässen locken. Denn wenn jeder Schweizer Jugentliche Skifahren lernt führt das dazu, dass die Bergbahnen später mehr zahlende Kunden haben.
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Beitrag von Wombat »

Heut kam am Schweizer Fernsehen in Schweiz Aktuel noch ein Bericht dazu.
http://www.sf.tv/var/videoplayer.php?vi ... 6%3A59.109

Die Grünen wo da geredet hat, sollte man eine wischen. Stupide ausgeleierte Argumente, die der Realität nicht entsprechen. Wenn sie schon dagegen sind, sollten sie sich mal etwas schlaueres einfallen lassen, als ihre 08/15 Argumente.
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Beitrag von TPD »

«Keine zweite Galmiz-Diskussion»
Pläne für eine Skihalle im Mittelland – Seilbahnverbands-Direktor und SP-Nationalrat Peter Vollmer verteidigt die umstrittene Idee
Eine grosse Skihalle mit viel Autoverkehr im Mittelland? Peter Vollmer, Direktor des Verbands der Seilbahnen, relativiert ökologische Ein-wände gegen das Indoor-Skifahren. Die Marketingidee der Bergbahnen werde ohnehin nur realisiert, wenn strenge Anforderungen erfüllt seien.

«BUND»: Eine gigantische Skihalle beim Autobahnkreuz Egerkingen: Was erhofft sich der Schweizer Verband der Seilbahnen davon?

Peter Vollmer: Wir prüfen lediglich, ob eine Skisporthalle auch in der Schweiz Sinn ergäbe. Andere Länder haben bereits solche Hallen. Grundsätzlich geht es der Interessengemeinschaft Schnee darum, die Leute wieder verstärkt zum Schneesport zu bringen. Für uns ist aber klar: Eine solche Halle müsste mit dem öffentlichen Verkehr gut erreichbar sein und eine vorbildliche Energiebilanz haben. Das Autobahnkreuz bei Egerkingen kommt deshalb als Standort für mich nicht in Frage, weil die Anbindung an den öffentlichen Verkehr fehlt.

Das ist ein Rückzieher. In verschiedenen Medienberichten hat es bisher anders getönt.

Das ist ein Missverständnis. Christen Baumann, Geschäftsführer der Bergbahnen Zermatt AG, hat in einem Interview den Raum

«Das Autobahnkreuz bei Egerkingen kommt für mich als Standort nicht in Frage.»

Egerkingen als möglichen Standort genannt. Er wollte damit aber bloss sagen, dass die Halle irgendwo zwischen Zürich, Basel und Bern stehen soll.

Ist eine Skihalle ökologisch vertretbar in einer Zeit, in der Energiesparen nötiger denn je ist?

Es ist ökologischer, wenn die Leute in unseren Bergen Ski fahren, als im Winter Badeferien in Übersee machen. Wenn eine solche Halle nur im Winter betrieben wird, braucht sie weder Heizung noch Kühlung. Als Schnee könnten wir den Abrieb von Eisbahnen verwenden. Hallenbäder, Tennishallen, Einkaufszentren oder Funparks wie das Alpamare stehen ökologisch schlechter da.

Sie wollen die Halle nur im Winter betreiben. Andere Promotoren fordern Ganzjahres-Betrieb.

In diesem Fall würde es sehr schwierig, unsere hohen Anforderungen an die Energiebilanz umzusetzen.

Die Halle soll offenbar so gross wie 20 Fussballfelder werden. Das ist gigantisch.

Auch was die Grösse betrifft, müssten schweizerische Masstäbe eingehalten werden. Der Seilbahnverband und die Tourismusbranche insgesamt wissen, dass die Natur unser Kapital ist. Schon nur aus Imagegründen können wir uns kein schlechtes Projekt leisten. Wir wollen keine zweite Galmiz-Diskussion.

Anschluss an den öffentlichen Verkehr hin oder her: Die meisten Benutzer solcher Skihallen reisen mit dem Auto an.

Das ist das Problem bei allen Freizeitbeschäftigungen. Der Freizeitverkehr wächst. Deshalb wäre Egerkingen ein schlechter Standort. Möglicherweise gibt es aber im Raum Zürich gut erschlossene Standorte wie Areale mit leerstehender Lagerhalle. Skihallen werden wegen der Halfpipe vor allem auch von jüngeren Leuten benutzt, und diese reisen meist mit dem Zug an.

Sie sind Direktor des Seilbahnverbands und SP-Nationalrat. Die SP will sich als Umweltpartei profilieren. Wie bringen Sie ihre verschiedenen Funktionen glaubwürdig unter einen Hut? Ich habe kein Problem. Denn ich befürworte die Skihalle nur, wenn die strengen ökologischen Anforderungen erfüllt werden. Einen ökologischen Blödsinn lehne ich ab.


Nachdem die Skihallen-Pläne bekannt geworden sind, sehen mehrere Genossen in Peter Vollmer eine Hypothek für die Partei.

So denken nur jene, die meine Positionen nicht kennen. Ich bin kein Vorkämpfer einer verrückten Energiefresser-Halle.

Die warmen Winter werden Skiorte unter 1500 Metern zum Verschwinden bringen. Tourismusvordenker raten, die Bergdestinationen sollten wie früher verstärkt auf die Sommerfrische setzen, also den Sommertourismus fördern.

Es ist klar, dass das Skifahren in tieferen Regionen zunehmend schwierig wird. Die Branche muss sich anpassen und den Sommertourismus stärker fördern. Gleichzeitig braucht es aber auch Anstrengungen für den Wintersport.

«So denken in der SP nur jene, die meine Positionen nicht kennen.»

Wenn vor der Haustür immer weniger Schnee liegt, droht das Interesse am Schneesport abzunehmen. Auch die demografische und multikulturelle Entwicklung spielt gegen den Wintersport. Zudem haben die Leute immer mehr Freizeitmöglichkeiten.

Wird die Skihalle jemals gebaut?

Die Realisierungschancen sind im Moment unter 50 Prozent. Denn die ökologischen Anforderungen sind hoch. Zudem dürfte das Marktpotenzial kleiner sein als etwa im Ruhrgebiet. Aber es wäre falsch, wenn wir im Interesse der Berggebiete nicht alle Möglichkeiten vorurteilslos prüfen würden.

fakten

Tourismuskreise wollen mit einer grossen Skihalle im Mittelland das Interesse am Schneesport fördern. Gegenwärtig werden «Marktpotenzial, Kosten und Einnahmen» eines solchen Vorhabens geprüft. Hinter der Idee steckt die IG Schnee. Das sind der Verband Seilbahnen Schweiz, Schweiz Tourismus, Swiss-Ski und Swiss Snowsports, der Dachverband der Schweizer Ski- und Snowboardschulen und -lehrer. Deutschland (zum Beispiel im Ruhrgebiet), Holland, Belgien, Österreich und Grossbritannien haben bereits solche Hallen. Weltweit soll es 40 Anlagen zum Indoor-Skifahren geben. Das deutsche Alpincenter Bottrop hat eine 640 Meter lange und 30 Meter breite Piste und zählt täglich rund 3000 Gäste. Die Skihalle im ebenfalls deutschen Neuss (300 Meter lang, 60 Meter breit) zieht jährlich 300 000 Personen an. (paf)

Wie gross?

Wirbligster Promotor einer Skihalle im Mittelland ist Christen Baumann, Geschäftsführer der Bergbahnen Zermatt AG. Zunächst hatte er öffentlich von einer 800 Meter langen und 300 Meter breiten Piste gesprochen, was mit allem Drum und Dran einem Landbedarf von bis 30 Hektaren entspricht. Inzwischen veranschlagt Baumann den Bedarf auf noch gut 4 Hektaren, was der europäischen Norm entspreche. Der Standort sei «offen». Seine Aussage zum «Raum Egerkingen» sei falsch verstanden worden, sagt Baumann. Er habe damit nur sagen wollen, dass die Skihalle «irgendwo am Jurasüdfuss zwischen Bern und Zürich» stehen sollte. (paf)
Quelle: Der Bund 28.02.07
https://www.skichablais.net, seit 20 Jahren über Bergbahnen der Region Chablais und Umgebung.

Wombat
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Beitrag von Wombat »

Skihalle nur im Winter auf? Das macht nur Sinn wenn wir weitere soll warmen Winter haben. Ich gehe nämlich lieber in die Alpen wenn's Schnee hat.

Zum Standort sollten sie man Olten untersuchen. Vielleicht reicht der Platz des Ehemaligen Zementwerks aus, um dort eine Halle hinzustellen. Olten hat vorallem den Vorteil, dass es mit der Bahn gut erschlossen ist.
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Theo
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Beitrag von Theo »

Die Halle soll offenbar so gross wie 20 Fussballfelder
Also so um die 950m x 150m.
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Beitrag von piano »

Wombat hat geschrieben:Skihalle nur im Winter auf? Das macht nur Sinn wenn wir weitere soll warmen Winter haben.
Tja, "wenn"... Natürlich ist dieser Winter extrem, doch der Trend sieht halt eindeutig so aus. Aber irgendwie bezweifle ich das Ganze doch. Von Zürich ist man beispielsweise recht schnell in den Flumserbergen, auch mit dem ÖV. Von Bern aus ists auch nicht weit ins Oberland. Bleibt noch Basel. Die geographische Situation lässt sich halt nicht vergleichen mit Holland oder Norddeutschland. In der Schweiz wäre man halt vermutlich von vielen Orten aus in vergleichbarer Zeit in einem echten Skigebiet. Man müsste die Halle ja schon fast in Richtung Partytempel vermarkten, um wie gewünschte junge Leute anzuziehen.
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7132qp
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...olten? nein.

Beitrag von 7132qp »

irgendwann musste diese planung ja kommen - und dass da dann egerkingen zur sprache kommen muss, was ja wohl auch klar.

nun aber zu olten: auf dem gelände des ehemaligen zementwerkes wird in den nächsten 10 jahren ein neuer stadtteil entstehen für mehrere tausend einwohner. die planungen sind schon relativ weit fortgeschritten und das gelände weitgehend angepasst auf die künftigen baumassnahmen.

man wollte dort auch schon ein spassbad und allerhand anderes hinbauen, doch wenn man etwas besser überlegt, haut das nicht hin: olten leidet jetzt schon unter massiven verkehrsproblemen und durch eine solche anlage würde der verkehr nicht weniger.

der standortvorschlag "region olten" wäre aber schon nicht allzu falsch in sachen erreichbarkeit. fehlt nur die möglichkeit der erreichbarkeit:
- bornhang in olten (perfekt!)
- engelberg-nordfuss dulliken/däniken
- engelberg südfuss oftringen

oder so ähnlich. na, egal - ich fänds ja mal lustig, wenn so ne halle effektiv in meinem (noch angemeldeten) wohnort oder dessen nähe gebaut werden. zumindest um die gemeindesteuern müssten die sich wenig sorgen machen, die wurden in däniken gerade auf 50% für juristische personen gesenkt...
mein lieblingskaff | www.vals.ch
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