Gestern ging es für uns Zwecks Skifahren und Party nach Ischgl. Gegen 08:15 Uhr kamen wir, bei leichtem Nieselregen an der Talstation Silvrettabahn an, so dass wir pünktlich um 08:30 Uhr mit der 4. Gondel zur Idalp fahren konnten. Der vorherige Blick auf die Pistentafel brachte allerdings die erste Ernüchterung, deutlich mehr Lifte geschlossen als geöffnet . Eine Ermäßigung auf den Skipass gab es aber natürlich trotzdem nicht . Bei der Ankunft auf der Idalp die nächste Enttäuschung, statt weniger waren zunächst überhaupt keine Lifte in Betrieb und nur an der Velil 6KSB und der Höllboden 8KSB hingen überhaupt Sessel. Außerdem war die Sicht sehr schlecht und der Schnee relativ stumpf, erst nach einigem Abkratzen von den Skischuhen und etwa 5 Minuten Wartezeit nahm zumindest einmal Höllboden den Betrieb auf und wir konnten die Operation starten. Die Pistenbedingungen waren ordentlich, allerdings musste man wegen des stumpfen Schnees an den Flachstücken schieben, zur Entschädigung gab es aber neben dem unteren Steilhang noch unverspurten Tiefschnee . Nach einigen weiteren Fahrten nahmen auch weitere Lifte den Betrieb auf, allerdings nicht Idjoch und Flimjoch und damit die Verbindung nach Samnaun, welche, was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnten, den ganzen Tag über geschlossen bleiben sollte, zunächst wegen Lawinensprengungen, wobei sehr interessant zu sehen war, wie die Ladungen in den Momenten mit besserer Sicht per Hubschrauber platziert wurden, später wegen Sturmes. Dieser hielt leider den ganzen Tag an und nahm ständig zu, so dass die Zeblas 6KSB nach nicht einmal 2h und bevor wir sie fahren konnten ihren Betrieb wieder einstellte und die Lifte zum Palinkopf ihn gar nicht erst aufnahmen. Also mussten wir uns den ganzen Tag mit den eher flachen Hängen rund um die Idalp begnügen, diese wurden aber zumindest im laufenden Betrieb nochmals mit einer Armada von bis zu 14 Raupen, PBs und Prinoth Everests, in einer Reihe präpariert. Zur Mittagspause ging es dann zur Paznauner Taja, Preise waren ziemlich heftig und die Qualität eher mittelmäßig, aber zumindest gute Stimmung. Dann wieder weiter zum Skifahren schließlich kann uns ja so ein bisschen schlechtes Wetter nicht abhalten . Leider wurde in der Zwischenzeit auch die Gratbahn und kurz darauf auch noch die Höllkarbahn eingestellt, so dass wir zunächst einige Wiederholungsfahrten an der Nachtweidebahn machten, wobei der obere Teil sich schön zum carven eignete und man im unteren Teil die Buckel, im Gegensatz zu einigen anderen Pisten, zumindest sehen konnte. Als der Schneefall wieder stärker wurde machten wir noch 2 Fahrten am Sonnenlift (Name war leider nicht Programm) welcher den oben beschriebenen flachen, breiten und im Gegensatz zur Abfahrt an der Velilbahn relativ leeren Carving Hang erschloss . Dann ging es nochmals in den mittlerweile zerfahrenen Tiefschnee an der Höllbodenbahn, bevor wir von der Bergstation Velilbahn aus die Talabfahrt starteten. In der Zwischenzeit war der Schneesturm wieder so heftig, dass zwischenzeitlich nur Anhalten sich kleinmachen und mit dem Rücken zum Wind stellen half. Ab der Idalp war es dann windgeschützter, dafür war die Abfahrt aber total überfüllt, Slalom zwischen Anfängern und Betrunkenen, die Einstiege in die Steilhänge konnten man schon vom weitem an den Menschentrauben, die sich dort bildeten erkennen. Außerdem wurde mit abnehmender Höhenlage der Untergrund immer feuchter und der Schneefall ging in Regen über, so dass wir überlegten ab der Mittelstation per Gondel weiter zu fahren, allerdings nur so lange, bis wir die Schlange sahen. Also ging es über die nun total aufgeweichte Piste weiter ins Tal, wo wir gegen 16 Uhr ankamen und endlich zum Apres Ski übergehen konnten, dem eigentlichen Grund aus dem wir uns für Ischgl entschieden hatten . Fazit:
Mit ca.7500 Höhenmetern eigentlich ein unterdurchschnittlicher Skitag, bedenkt man aber die weichen Pisten, die schnelles Fahren meist nicht hergaben und die Tatsache, dass sämtliche steileren KSBs zu blieben, gerade noch OK. Kritisch anzumerken bleibt auch, das selbst an diesem Tag stellenweise sichtbare Problem von zu hohen Liftkapazitäten im Verhältnis zu den bedienten Pisten, sowie ein gewisse Enttäuschung, dass wir uns sämtliche Garaventa Lifte in Samnaun, auf die ich mich so gefreut hatte, entgehen lassen mussten. In Sachen Lifthersteller gehts in Ischgl ja schon etwas einseitig zu. Dafür positiv, wie üblich die vielen KSBs, die die Skifahrer gut über den Berg verteilen. Sowie das hammergeile Apres Ski
Zum Abschluss gibt es noch ein paar Bilder, bei dem Wetter hatte ich nicht so viel Lust zum Fotografieren und einige sind leider nichts geworden, also viel Spaß:
fixe 6er-Sassgalunbahn morgens vor der Öffnung, hat auch schon fast 10 Jahre auf dem Buckel, heute würde man sie wohl kuppelbar bauen, wegen der kürze aber auch so gut, erschloß heute den einzig wirklich steilen Hang welcher gerade noch mit einem Windenbully präpariert wurde
Blick auf die Kreuzungen der Höllbodenbahn mit Idjoch und Flimjoch bei schlechter Sicht
6KSB Velil und das Treiben auf der Idalp, zwar keine Uni-Badewannen Station, aber auch nicht wirklich schön
Blick aus der Höllkarbahn, man sieht, dass man nichts sieht
Nachtweidebahn nur wenig später, Sichtverhältnisse änderten sich minütlich, freier Blick auf Velilbahn und Sonnenlift, weiß jemand warum die Nachtweide trotz über 1600m Länge nur maximal 4,5m/s läuft?
Die Bergstation, etwas komisch am Hang platziert, im Vordergrund Sonnenlift
Blick zum Idjoch, man erkennt viele Stellen , an denen der Neuschnee verblasen wurde
Die Idalp, Bergstation Silvrettabahn und Fimbabahn, welche übrigens auch nur morgens gelaufen ist
Bergstation Höllboden mit einer der oben erwähnten Uni-Badewannen Stationen (sehen aus wie umgedrehte Badewannen)
Stationseinfahrt Silvrettabahn, wie sollen da eigentlich 24 Leute in eine Gondel passen, in unserer wars morgens mit 16 plus Skiern schon eng
Nochmals mit Neubau, an der Kabine erkennt man die beiden doppelten Klemmen
(mehr gibts leider nicht, hoffe es gefällt euch trotzdem)
Tja, das mit dem Wetter sollte halt nicht sein, wir haben aber einfach das beste drauß gemacht. Im Nachhinein gesehen wars auch ein schöner Skitag, der bisher beste des Jahres, weil bislang einzige . Da ich den ganzen Februar wegen einer Sprunggelenksverletzung nicht fahren konnte , war ich auch schon richtig heiß drauf endlich wieder gaszugeben.
Bei guten Bedingungen kann ja jeder Skifahren.