Gröden / 28.02. - 04.03.2007 / Grande Guerra u.a.

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veterano96
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Gröden / 28.02. - 04.03.2007 / Grande Guerra u.a.

Beitrag von veterano96 »

Nach etwas mehr als zwei Jahren zog es mich heuer zum zweiten Mal in die winterlichen Dolomiten. Quartier wurde wieder in St. Christina bezogen, wir bewohnten zu dritt eine Wohnung für sieben Personen (gesamtes Stockwerk) zum unschlagbaren Preis von 60 Euro die Nacht. Gratis dazu gabs die spektakuläre Panoramalage am Südhang hoch über dem Grödnertal mit unvergleichlicher Aussicht auf Wolkenstein und Sella sowie den beeindruckenden Lankofel und die Saslong direkt gegenüber.

Werde mich diesemal eher kurz halten, was gibt es über Sella Ronda und co. schon noch großartig neues zu berichten ... :)

1. Tag: Grüne Sella Ronda

Heute nahmen wir gleich die Sella Ronda gegen den Uhrzeigersinn in Angriff. Eine ausgedehnte Tour mit etlichen Extra-Abfahrten führte uns über Ciampinoi, Piz Sella, Col Rodella und den Belvedere nach Arabba, wo wir uns etwas länger aufhielten: die Porta Vescovo ist einfach ein Skiberg der Extra-Klasse und war für mich zum wiederholten Mal das Highlight im Skizirkus rund um die Sella.

Von Arabba gings weiter über Cherz und Pralongia (wo wir in der empfehlenswerten Hütte am Gipfel einkehrten) nach Colfosco. Heuer blieb sogar noch Zeit, um endlich den lohnenswerten Abstecher ins Edelweißtal zu machen. Die schönen Pisten an Forcelles und Col Pradat waren trotz der hohen Temperaturen auch nachmittags um 16 Uhr noch in exzellentem Zustand und vor der traumhaften Kulisse (vor allem der Blick von der Forcelles Bergstation) ein besonderer Genuss.

Dantercepies war noch ganz gut fahrbar, der Saslong hingegen hatten die Plusgrade und die hohe Frequentierung doch schon sehr stark zugesetzt, vor allem die Schrägfahrt im Zielschuss glich um 17 Uhr einem Schlachtfeld.

Anfahrt:
Linz - Salzburg - Innsbruck - Brenner - Klausen - St. Christina in ca. 4,5 Stunden

Wetter:
sonnig mit durchziehenden Wolkenfeldern

Temperatur:
extrem mild, bei Südföhn am Tag Plusgrade im zweistelligen Bereich

Schneehöhe:
lt. Homepage 50 - 100

Schneezustand:
es hat sich gegenüber unserem letzten Aufenthalt nichts verändert: makellose Pisten mit für italienische Verhältnisse relativ viel Naturschnee.

Geöffnete Anlagen:
alle bis auf den Tellerlift am Sellajoch (trotz montierter Gehänge und präparierten und markierten Pisten)

Offene Pisten:
alle

Meisten Gefahren mit:
DMC Europa und 4KSB Forcelles

Wartezeiten:
wie immer an der 6KSB Sass Becè ca. 10 Minuten
ansonsten alles im Bereich "nicht erwähnenswert"

Aufgefallen:
- die neuen Bahnen: 4KSB Sochers: erschließt die breiten, einfachen Hänge im westlichen Teil der Schneemulde unterm Ciampinoi, mit gut 600 Metern Länge allerdings sehr kurz und man ist viel zu schnell wieder unten;
4KSB Sotsasslong: sehr flache KSB, spektakulär vor allem aufgrund der Lage in unmittelbarer Nähe des Langkofelmassivs, ist alleine schon eindrucksvoll, wenn man mit der Bahn bis direkt unter die riesigen Felsabbrüche fährt, die Piste ist eher was für Anfänger, einige (wenige) Sesseln sind auch mit Kid-Stop ausgestattet.
- auch wenn am Belvedere immer am meisten los ist, ist man auf der ganz rechten Abfahrt (von unten gesehen) von der Bergstation Kristiania nach Pecol meist beinahe alleine unterwegs
- ansonsten ist nicht mehr viel hinzuzufügen, was nicht schon x-mal erwähnt worden wäre, außer dass ich es schade finde, wenn demnächst die Borest und Sodlisia ersetzt werden, dass mir das Edelweißtal gefallen hat, die Pisten wieder erstklassig präpariert waren, trotz Hochsasion kaum Wartezeiten anzutreffen waren, die Wetterbedingungen wieder sehr gut waren usw. usw. ........

Fazit: 8) 8) 8) 8) 8) 8) von 6 Maximalen

Neben einigen Standardaufnahmen (die einfach sein müssen) hier noch diverse Fotos der beiden erwähnten neuen Bahnen:

Bild
^ Blick am Morgen von unserer Unterkunft auf Langkofel und Saslong

Bild
Bild
^^ bestens präparierte Pisten an der neuen 4KSB Sochers

Bild
^ Blick auf Seiseralm und Schlern

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^ Bergstation mit Langkofel

Bild
^ Talstation der 4KSB Sotsasslong

Bild
^ Trasse vor den Langkofelwänden

Bild
^ Bergstation

Bild
^ PB Piz Sella

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^ Liftgewirr am Col Rodella

Bild
^ in der 4KSB Kristiania

Bild
Bild
^^ Gewusel am Belvedere

Bild
^ detlich weniger los an der Belvedere-Rückseite, rechts im Bild die 4KSB Lezuo

Bild
^ Arabba aus der 4KSB Burz

Bild
^ in der 4KSB Le Pale

Bild
^ Blick auf die Traumpisten der Porta Vescovo
Zuletzt geändert von veterano96 am 07.03.2007 - 17:43, insgesamt 2-mal geändert.

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moglrat
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Beitrag von moglrat »

Sind schon mal geniale Bilder! Bitte mehr!

Das Datum im Titel dürfte nicht ganz stimmen :wink: .
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Stani
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Beitrag von Stani »

du lieferst immer geniale Bilder; Obertauern, Livigno und jetzt Gröden, einfach herrlich! So schlecht war/ist diese Saision doch nicht, nur muss man das richtige Schigebiet erwischen :wink:
Mit welcher Digicam bist du unterwegs?
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veterano96
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Beitrag von veterano96 »

Stani hat geschrieben:du lieferst immer geniale Bilder; Obertauern, Livigno und jetzt Gröden, einfach herrlich! So schlecht war/ist diese Saision doch nicht, nur muss man das richtige Schigebiet erwischen :wink:
Mit welcher Digicam bist du unterwegs?
Danke, leider war die Linse etwas verschmutzt, jetzt hat jedes Bild einen schwarzen Fleck - meine Kamera ist eine alte Kodak LS753.
moglrat hat geschrieben:Sind schon mal geniale Bilder! Bitte mehr!

Das Datum im Titel dürfte nicht ganz stimmen Wink .
Aja, hoppla, habs geändert. :)
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saccon
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Beitrag von saccon »

maaaaaaaaaaan da kriegt man lust nach dolomitisuperski. zum glück naht schon bald mein dritter dolo tripp für diese saison.
Valentijn
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Beitrag von Valentijn »

Wirklich sehr schöne Bilder!!!! :D :D :D
Wenn du noch mehrere Bilder hast...bitte mehr 8)
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veterano96
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Beitrag von veterano96 »

2. Tag: Gröden

Da am Morgen tiefhängende Wolken und Schneefall die Aussicht trübten, der Wetterbericht aber rasche Besserung versprach, beschlossen wir bei einem Spaziergang durch das sehenswerte Zentrum St. Ulrichs auf das Auflockern der Wolkendecke zu warten. Als sich um 11.00 erstmals die Sonne durchgekämpft hatte, starteten wir heute gleich an der Furnes EUB zur Seceda.

Die Rückseite der Seceda ist von St. Ulrich durch eine lange, flach am Hang verlaufende 8EUB und die anschließende PB erschlossen, welche in einem Schwung die Felsmauer der Seceda überwindet und die Bergstation auf 2500 stützenlos erreicht. Hier findet sich auch gleich das Highlight dieses tollen Skiberges: die 10,5 km lange Talabfahrt nach St. Ulrich, eine der besten und abwechslungsreichsten Abfahrten Grödens, vor allem oberhalb der Mittelstation folgt ein Idealhang dem nächsten.

Die andere Seite der Seceda bietet an Fermeda und Catores lange, schön kuppierte und nie zu volle Genusspisten, die ganztägig in der Sonne liegen. Hier am Sonnenhang über St. Christina gibt es auch die größte Ansammlung uriger Berghütten, die alle mit einem erstklassigen Panorama aufwarten.

Nach einigen Stunden beschlossen wir doch noch auf die andere Talseite zu wechseln, was sich jedoch eher als Fehler herausstellen sollte:

Die Col Raiser-Talabfahrt nach St. Christina war natürlich aufgrund der Wärme schon sehr tief und sulzig. Nach dem Seitenwechsel mit dem Val Gardena Ronda Express beanspruchten wir noch den Skibus zur Talstation der Monte Pana DSB. Am Mont de Seura fanden wir noch gute Bedingungen vor, doch nach dem Wechsel mit der DSB Tramans zum Piz Sella erwarteten uns oberhalb von Plan de Gralba bereits sehr abgefahrene, eisige und teils hoffnungslos überfüllte Pisten. Mein Eindruck ist, dass die tlw. engen, steilen und verwinkelten Passagen dieses Teilgebietes den Massen der Sella Ronda nicht ganz gewachsen sind.

Also die Saslong runter, rein in die U-Bahn und wieder zurück zur Seceda. Hier noch bei herrlicher Abendstimmung in aller Ruhe einige Runden an der Fermeda gedreht und schließlich gemütlich nach St. Ulrich geschwungen. Ich kann nur jedem empfehlen, einmal bei Schönwetter die letzten Betriebsstunden des Tages an der Seceda zu verbringen - einfach unbeschreiblich schön.

Leider hatte ich an diesem Tag die Kamera nicht dabei, deshalb gibts diesesmal nur ein paar langzeitbelichtete Nachtaufnahmen von unserem Quartier:

Bild

Bild
^^ Blick auf das nächtliche Wolkenstein, im Hintergrund Dantercepies und Sella

Bild
^ Langkofel

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Bild

Bild
^^^ Ciampinoi und Langkofel, an den Saslong Abfahrten wird gerade wie jeden Abend zwischen 5 und 11 gearbeitet, links die beleuchete Fischburg
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Blue Boarder
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Beitrag von Blue Boarder »

Absolut geile Nachtbilder!! 8O Vor allem dies mit dem Vollmond!
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Kaimue
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Beitrag von Kaimue »

Wirklich tolle Bilder. Der Mond hinter den Wolken gibt dem ganzen einen märchenhaften Anstrich. Danke!

Valentijn
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Beitrag von Valentijn »

8O :D Die Nachtbilder sind echt super!! 8) Du hast wirklich schöne Tage erlebt dort. :)
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e.j.
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Beitrag von e.j. »

echt geniale bilder, dankeschön.

da bekommt man große lust wieder mal in die dolomiten zu fahren, war das letzte mal in den 90er dort, hat sich viel getan seither....

welcher ort ist mit kind zum einstieg ins skigebiet zu empfehlen....am liebsten direkt bei den liften wohnen.... :?:

ich war damals in canazei oben auf dem berg in einem hotel direkt im skigebiet....

freue mich über alle tips und vielen dank im voraus.

p.s. die faschingsferien müssten doch eine gute zeit sein, um in dolomiten ski zu fahren....?
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veterano96
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Beitrag von veterano96 »

e.j. hat geschrieben:welcher ort ist mit kind zum einstieg ins skigebiet zu empfehlen....am liebsten direkt bei den liften wohnen.... :?:
Mit Kind würde ich wahrscheinlich einen Ort in Alta Badia als Ausgangspunkt wählen - Colfosco (direkt an überwiegend flachen Pisten gelegen), Corvara oder La Villa erscheinen mir ideal. In Gröden am ehesten Wolkenstein, dort gibt es ein ausgedehntes Übungsareal in Ortsnähe.
Zuletzt geändert von veterano96 am 12.03.2007 - 11:57, insgesamt 1-mal geändert.
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veterano96
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Beitrag von veterano96 »

3. Tag: Gebirgsjäger-Skitour (Grande Guerra)

Um die Tour etwas zu verkürzen (vor 2 Jahren haben wirs erfolgreich ab Wolkenstein geschafft) fuhren wir morgens übers Grödnerjoch nach Corvara um an der Boe Bahn in die ausgedehnte Runde des 1. Weltkrieges rund um den Col di Lana - den Blutberg - einzusteigen.

Nachdem uns ein Opa aus Mailand mit seiner Türe eine große Delle ins Auto modelliert hatte, verloren wir allerdings bereits am Parkplatz fast eine Stunde mit dem mühsamen Austauschen von Versicherungsdaten. Etwas gedämpft in der Vorfreude auf den heutigen Skitag, gings gleich mit der EUB hinauf zur DSB Vallon, deren herrliche Abfahrt allerdings sofort jeglichen Ärger vergessen machte.

Um die verlorene Zeit wieder gut zu machen ging es nun ohne weitere Umwege über Arabba und den Passo Padon nach Malga Ciapela, wo wir den Bus nach Alleghe nach beinahe 40 minütiger Wartezeit endlich besteigen konnten. Leider habe ich vergessen, die Abfahrtstafel zu fotografieren - nur mehr zwei Zeiten habe ich in Erinnerung (12.05 und 12.40 ab Talstation SL Arei).

Die Fahrt durch verschlafene, etwas ausgestorben wirkende, typisch italienische Bergdörfer mit noch nie zuvor gehörten Namen, beansprucht in etwa 25 Minuten, dann ist das nur 979 m hoch malerisch an einem Stausee gelegene Alleghe erreicht. Schnell brachte uns die EUB und die anschließende, nicht enden wollende Agamatic 4KSB zum Col dei Baldi, begleitet von wunderschönen Ausblicken auf die gewaltigen Feslmassive von Civetta (3220 m) und Monte Pelmo (3170 m).

Leider blieb uns nur noch Zeit für die kurze Verbindungsabfahrt zur anschließenden 4KSB Col Fioret, die uns auf spektakulärer Trasse mit beeindruckendem Tiefblick auf Alleghe zum Startpunkt der schönen Talabfahrt nach Pescul brachte.

Nächtes mal werden wir mehr Zeit in der Civetta Zone verbringen, ausgesprochen leere und lange Pisten versprechen hier genussvolles Skifahren vor einzigartiger Kulisse.

Am Parkplatz in Pescul versäumten wir den Bus wieder um Haaresbreite, doch ein Blick auf die Tafel verpsprach die Ankunft des nächsten bereits 20 Minuten später. 40 Minuten danach bog endlich das hellblaue Gefährt um die Ecke; den vorigen hatte man kurzerhand ausfallen lassen, dafür beglückte der Chaffeur die schon ungeduldig wartenden Grande Guerra Mitstreiter mit einer herrlich intensiven Alkoholfahne ...

Nach weiterer 20 minütiger Fahrt zum Passo Giau erreichten wir bei plötzlich einsetztendem Schneefall endlich die DSB Nuvolao. Doch schon auf der folgenden Abfahrt vorbei an den Cinque Torri, zeigte sich wieder die Sonne. Diesesmal stand der Bus zum Passo Falzarego schon bereit und brachte und in 10 Minuten zur Lagazuoi PB.

Am Gipfel des Lagazuoi wieder Nebel und starker Wind, weswegen die Gondel ziemlich stark hin und her schwankte, was bei einigen Mitfahrern leichte Panik auslöste. Der Starthang dann bei Schneegestöber und starkem Nebel kein wirklicher Genuss, allerdings hatte man nach wenigen Schwüngen die Wolkenbank durchquert und man konnte den Rest der Abfahrt über weite Schneeplateaus und vorbei an Eiskaskaden bei guter Sicht genießen. Diese Piste war trotz der widrigen Bedingungen im oberen Bereich der krönende Abschluss unserer heutigen Rundtour. Abschluss auch deswegen, da wir aufgrund der fortgeschrittenen Zeit in Armentarola den Linienbus nach Corvara nehmen mussten.

Trotz der Zwischenfälle und der nicht optimalen Wetterbedingungen war es wieder ein schöner, abwechslungs- und erlebnisreicher Tag. Allerdings sollte man für diese Rundtour durch die drei Skibus - Abschnitte auch etwas Geduld mitbringen, wird aber durch die einmaligen Landschaftserlebnisse und die tollen, abwechslungsreichen Abfahrten mehr als entschädigt.

Hier nochmals die Tour ab Corvara:

EUB Piz Boe
DSB Vallon (optional)

SL Bec de Roces

DMC Europa I
DMC Europa II (optional)

DSB Sass de la Vegla
DSB Padon

Skibus Malga Ciapela (Talstation SL Arei I) - Alleghe

EUB Piani di Pezze
4KSB Col dei Baldi
4KSB Col Fioret
4KSB Fertazza (optional)

Skibus Pescul (Selva di Cadore) - Passo Giau

DSB Nuvolau

Skibus Bai de Dones (5 Torri) - Passo Falzarego

PB Lagazuoi

Linienbus Armentarola - Corvara


ansonsten:

Pferdeschlitten nach Armentarola
SL Armentarola

EUB Piz Sorega
4KSB Biok

Bei besserer Zeitplanung ist die Tour durchaus auch ab Gröden machbar bzw. weitere (lohnenswerte) Abstecher z.B. zur Marmolada möglich.

Hier noch einige (aufgrund des meist bewölkten Wetters etwas farblose) Fotos:

Bild
^ in der DSB zum Passo Padon

Bild
^ auf der Abfahrt nach Malga Ciapela gehts vorbei an den Flanken der Marmolada mit der Fedaia DSB

Bild
Bild
^ die 4KSB Col dei Baldi, im Hintergrund der Monte Pelmo

Bild
Bild
^ die 4KSB Fertazza

Bild
^ in Pescul wartet alles auf den Bus zum Passo Giau

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^ vorbei an Selva di Cadore

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Bild
^ DSB Nuvolau

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^ die 5 Torri

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^ im Hintergrund erkennt man die Trasse der Averau ESB

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Bild
^^ auf der Abfahrt vom Lagazuoi nach Armentarola

Bild
^ vorbei am Rifugio Scotoni

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^ zurück in Corvara beginnt man bereits die Boe Abfahrt zu präparieren

Bild
^ am Weg zurück ins Grödnertal noch ein Foto vom Langkofel mit der beleuchteten PB-Station am Piz Sella
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e.j.
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Beitrag von e.j. »

huhu und vielen dank bzgl. der info ort mit kind. flache pisten sind nicht so wichtig, eher die nähe zu den liften. unser sohn fährt inzwischen so gut, dass er nahezu jede piste herunterkommt, habe mich wohl nicht präzise genug ausgedrückt. trotzdem vielen dank.

ich habe an wolkenstein gedacht .....


danke

vg e.j.
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thun
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Beitrag von thun »

Ich war am Wochenende auch in den Dolomiten, in Corvara.

Wir haben auch (ich zum zweiten Mal) die Skitour Grande Guerra gedreht, bei fast perfektem Wetter.

Wenn man aus dem Rummel rings um die Sella entfliehen will ist diese Tour wirklich zu empfehlen. Kilometerfressen geht dabei eher nicht (man "verliert" einige Zeit auf den 4 Skibusetappen), dafür wird der Skifahrer belohnt, der auch an einem speziellen Ambiente interessiert sind. Alleghe und die anderen Dörfer sind wirklich tiefstes Italien.
Wer sehr früh dran ist kann in Malga Ciapella an der Talstation der Marmoladabahn vorbei durch eine Schlucht bis in das nächste Dorf, Scottoguda, abfahren, ein landschaftlicher Höhepunkt. Unten muss man die Ski schultern und durch das Bergdorf, in dem kein einziger Neubau steht zur Hauptstraße laufen. Wer allerdings zu spät dran ist sieht nur den vollen, vorbeifahrenden Bus.
Die Civetta ist ein tolles Skigebiet, relativ modern, tolle Pisten und immer wenig frequentiert. Empfehlenswert sind vor allem die Talabfahrten nach Alleghe und Pescul. Für die Liftfans gibt es die wohl kürzeste 4SB (geschätzte 100m!!) an der Bergstation der EUB von Alleghe zu bewundern. :lol:

Über das enge Strässchen geht es hinauf zum Passo Giau, der mit einer uralten DSB italienischer Bauart und einer fantastischen Talabfahrt bei den Cinque Torri (die jetzt nur noch vier sind) aufwartet.
Die nächste Etappe ist die Lagazoi-Abfahrt, landschaftlich wohl eine der schönsten Abfahrten der Alpen.

Wie gesagt, eine tolle Tour, die jedem, der beim Skifahren nicht nur Augen für die Piste (oder Pistenraupen :wink: ) hat zu empfehlen ist.
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Beitrag von GMD »

Den Busfahrer mit der Fahne würde ich aber der Betreiberin mailen, denn sowas darf auch in Italien nicht sein!
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Beitrag von Downhill »

Da ich die WK-Tour bekanntlich ja schon mal gemacht habe, aber ohne die Serai di Sottoguda, hier mal ne Frage:

- Ist das ne offizielle Piste? Kann man rausbekommen, ob die noch geöffnet ist oder kann's sein daß man dann plötzlich irgendwo ohne Schnee dasteht? Komme an Ostern evtl. nochmal vorbei...
- Wie lang dauert die Abfahrt inkl. Laufen zur Bushaltestelle? Länger als die Busfahrt Malga Ciapela - Sottoguda?
Dove vai senza sci?
Wege entstehen, indem man sie geht.

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