Andermatt Skireise / 10. März bis 17. März 2007

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sportsfreund
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Andermatt Skireise / 10. März bis 17. März 2007

Beitrag von sportsfreund »

So. Nach sieben Versuchen den Zahlen-Buchstaben-Salat zu entwirren und ein bisschen Nachhilfe vom Admin :wink: mein erster Schneebericht.

Anfahrt:
Frankfurt-Basel-Luzern-Andermatt

Wetter:
Sonnig in Deutschland, leichter Schneefall in Andermatt

Temperatur:
ca. -2°C und leichter Schneefall bei der Ankunft. Später dann wärmer, im Tal wahrscheinlich zweistellig.

Schneehöhe:
Tal ca. 30 cm/Berg: vermutlich >300 cm auf dem Gemsstock

Schneezustand:
pulver

Geöffnete Anlagen:
Alle. Glaube ich.

Geschlossene Anlagen:
gelegentlich Skilift Dürstelen

Offene Pisten:
Fast alle, bis auf siehe unten

Geschlossene Pisten:
Variante Talabfahrt vom Nätschen, schwarze Bärenfluh-Piste vom Winterhorn

Meisten Gefahren mit:
Val-Val/Calmut auf der Sedruner Seite, Lutersee, Gemsstock 2. Sektion und Gurschenalp-Sessel am Gemsstock, Skilift Winterhorn am Winterhorn

Wenigsten Gefahren mit:
Skilift Dürstelen

Wartezeiten:
Gemsstock 2. Sektion bis zu 20 Minuten, sonst eigentlich keine

Gefallen:
Schneeverhältnisse auf dem Gemsstock

Nicht gefallen:
Talabfahrten

Fazit: :) :) :) :) :) von :) :) :) :) :) :) Maximalen.

Den kompletten Pistenplan vom Winterhorn bis nach Sedrun findet man hier:
http://www.gotthard-oberalp-arena.ch/da ... ap-opt.pdf

Abfahrt Frankfurt um 08:15 Uhr, Ankunft in Andermatt um ca. 13:30 Uhr. Dichter Verkehr auf der A5 in D und der A2 in CH, trotzdem konnte man flüssig im Verkehr mitschwimmen. Zwischenstopp an der Raststätte Pratteln, kurz hinter der Schweizer Grenze.
Nachmittags war nur noch Dorf und Umgebung erkunden angesagt, Skipässe kaufen und natürlich lecker essen gehen.

Den ersten und dritten Skitag verbrachten wir im Gebiet Nätschen/Gütsch mit Zahnrad-Verbindung nach Sedrun. Gerade am Sonntag waren die Naturschneepisten super zu fahren. Am liebsten am Grossboden auf der Urner Seite und Val-Val auf der Bündner Seite. Und was fast noch besser war: Das Alpsu auf dem Oberalp-Pass. Mit Abstand die beste Hütte im Skigebiet. Ein bisschen gewöhnungsbedürftig war die Talabfahrt nach Andermatt über die Passstraße. Sonntags war sie noch einwandfrei befahrbar, am Dienstag aber war gerade im unteren Teil eher Wasserski angesagt. Die unteren Lagen auf beiden Seiten des Gebiets wurden nachmittags ziemlich sulzig, dafür waren sie dann am nächsten Morgen waschbretthart gefroren.

Den zweiten, vierten und letzten Skitag kurvten wir am Gemsstock herum. Nach der Sonnenpiste zum Einfahren wagten wir uns an die „schwarze“ Seite. Dort zweigt im oberen Drittel die gelbe Variante von der Piste ab. Vor uns fuhren drei mittelalterliche Herren locker in die anfangs noch moderaten Buckel. Geil, dachten wir uns, nix wie hinterher. Kurz danach wurde es jedoch krass steil, die drei Herren entschwanden hinter einem Felsgrat, der noch weiter abseits von der Variante führte. Vermutlich war ihnen das Steile zu langweilig. Wir dagegen hatten viel Spaß mit dem eingefahrenen Steilhang. Ich glaube, ich bin selten so viele Buckelis gefahren, wie in dieser Woche. Zur Entspannung machten wir uns dann an die Talabfahrt nach Andermatt. Im oberen Teil super – dann aber ziemlich vereist. Immer häufiger kamen Steine, Büsche und sonstiges Gemüse zwischen den Buckeln zum Vorschein. Die Ziehweg-Umfahrungen waren auch nicht besser. Eng und steil und schön vereist. Richtig Spaß hat man vermutlich nur als Leihskifahrer.
Die meiste Zeit sind wir die anderen Schwarzen gefahren und am Skilift Lutersee. Die Lutersee-Piste ist ebenfalls wunderbar, eigentlich immer in der Sonne und bestens präpariert. Auch schön: Die Gadä-Bar direkt am Lift. Was heißt eigentlich Gadä? Egal, es gibt prima Kuchen da.

Am Donnerstag wollten wir eigentlich noch mal über den Nätschen nach Sedrun, aber irgendwie hielt uns die Talabfahrt ab. Als unsere Vermieter uns dann erzählten, dass Nätschen ab Montag, 19.3. geschlossen ist und uns vom Winterhorn vorschwärmten, war die Entscheidung einfach. Wir packten ausnahmsweise die Skiklamotten ins Auto und fuhren zum Parkplatz an der Talstation der Sesselbahn zum Lückli. Kaum was los, null anstehen war angesagt. Aber windig. Wahrscheinlich sind deshalb die Pisten immer noch so gut in Schuss. Ohne Schneekanonen (zumindest im oberen Teil) und obwohl fast immer die Sonne reinstrahlt. Am Lückli schließt der Skilift zum Winterhorn an. Die Pisten sind rot und blau, extrem breit ausgewalzt und auch recht lang. Also Schlepper fahren, links runtercarven, Schlepper fahren, rechts runtercarven, Schlepper fahren, links runtercarven, und so weiter, den ganzen Tag. Am Abend waren wir total kaputt, man fährt viel mehr als man denkt, wenn man eigentlich nie anhalten muss, um auf den Lift zu warten oder zu überlegen, welche Piste man nehmen könnte.

Wir hatten ein Wahnsinnsglück mit dem Wetter, es hat wirklich NUR die Sonne geschienen. Und: Die Jungs und Mädels an den Bahnen sind extrem freundlich, immer wird man begrüßt und verabschiedet. Auch in Andermatt selbst konnte man die Einheimischen leicht von den Touristen unterscheiden: Die Einheimischen grüßen immer. Wir kommen bestimmt wieder, gerade weil sich Andermatt für Wochenendtouren anbietet. Und weil ich mir vorgenommen habe, mich das nächste Mal mit Freeriding/Skitouren zu beschäftigen. Da wurde ich ganz neidisch, als ich gesehen habe, wie manche da abseits losgestürmt sind.

Und Après-Ski? Schirme wie in Österreich gibt´s zum Glück keine. Aber dafür die Apotheke. Mit Dunkler Perle und Schweizer Hefeweizen. Da haben wir uns wohl gefühlt.
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Raststätte Pratteln, Fassade aus Kunststoffformteilen ursprünglich orangefarben, Baujahr 1978, wurde im Jahre 2000 leider gelb überstrichen
Raststätte Pratteln, Fassade aus Kunststoffformteilen ursprünglich orangefarben, Baujahr 1978, wurde im Jahre 2000 leider gelb überstrichen
Schneelage auf der Terrasse unseres Studios bei der Ankunft am 10. März 2007.
Schneelage auf der Terrasse unseres Studios bei der Ankunft am 10. März 2007.
Misthaufen vor Andermatt. Im Hintergrund Hospental und das Winterhorn.
Misthaufen vor Andermatt. Im Hintergrund Hospental und das Winterhorn.
Im Skigebiet von Sedrun: Abfahrt von Cuolm Val nach Val-Val. Sehr schön zu fahren. Wenn nicht gerade eine Skischule ihre Bahnen zieht.
Im Skigebiet von Sedrun: Abfahrt von Cuolm Val nach Val-Val. Sehr schön zu fahren. Wenn nicht gerade eine Skischule ihre Bahnen zieht.
Die 4 vom Calmut nach Val-Val. Schöner Schnee und schöne Neigung. Unsere Lieblingspiste im Gebiet von Sedrun.
Die 4 vom Calmut nach Val-Val. Schöner Schnee und schöne Neigung. Unsere Lieblingspiste im Gebiet von Sedrun.
Bergstation Gemsstock. Einstieg zu den Routen auf der Südseite.
Bergstation Gemsstock. Einstieg zu den Routen auf der Südseite.
Gletscher direkt unterhalb der Bergstation Gemsstock. Rechts erkennt man das Fließ, mit dem der Gletscher im Sommer abgedeckt wird, um das Abschmelzen zu verhindern.
Gletscher direkt unterhalb der Bergstation Gemsstock. Rechts erkennt man das Fließ, mit dem der Gletscher im Sommer abgedeckt wird, um das Abschmelzen zu verhindern.
Blick vom Nätschen auf den Gemsstock. Rechts unten ist die Talabfahrt erkennbar. Die war zwar noch befahrbar aber schwer vereist und mit reichlich Steinen und Büschen versehen. Mehr was für Leihskifahrer.
Blick vom Nätschen auf den Gemsstock. Rechts unten ist die Talabfahrt erkennbar. Die war zwar noch befahrbar aber schwer vereist und mit reichlich Steinen und Büschen versehen. Mehr was für Leihskifahrer.
Blick von der Sesselbahn Gurschenalp Richtung Skilift Lutersee.
Blick von der Sesselbahn Gurschenalp Richtung Skilift Lutersee.
Variantenabfahrt vom Gemsstock (die Gelbe). Sehr steil, kommt aber auf dem Foto nicht so raus.
Variantenabfahrt vom Gemsstock (die Gelbe). Sehr steil, kommt aber auf dem Foto nicht so raus.
Blick von der Mittelstation auf den Russi-Run, die „normale“ Schwarze und die „Gelbe“ (von rechts nach links).
Blick von der Mittelstation auf den Russi-Run, die „normale“ Schwarze und die „Gelbe“ (von rechts nach links).
Die „normale“ Schwarze.
Die „normale“ Schwarze.
Der letzte Tag am Gemsstock. Auch sechs Tage nach dem letzten Schneefall sind Pisten- und Schneeverhältnisse noch optimal.
Der letzte Tag am Gemsstock. Auch sechs Tage nach dem letzten Schneefall sind Pisten- und Schneeverhältnisse noch optimal.
Eindrücke von der Panoramaterrasse über der Bergstation Gemsstock.
Eindrücke von der Panoramaterrasse über der Bergstation Gemsstock.
Andermatt 025 b.jpg
Wem die Bahn nicht weit genug geht, kann über die Hängebrücken auch zu Fuß weitergehen.
Wem die Bahn nicht weit genug geht, kann über die Hängebrücken auch zu Fuß weitergehen.
Die Pisten am Winterhorn waren schön breit präpariert. Zudem war kaum jemand unterwegs. Hier konnte man richtig schön carven und die Schräglagen austesten.
Die Pisten am Winterhorn waren schön breit präpariert. Zudem war kaum jemand unterwegs. Hier konnte man richtig schön carven und die Schräglagen austesten.
Hospental von der Talabfahrt Winterhorn aus gesehen.
Hospental von der Talabfahrt Winterhorn aus gesehen.
Landschaft im Kuhfleckendesign.
Landschaft im Kuhfleckendesign.
Schneelage auf der Terrasse unseres Studios bei der Abfahrt am 17. März 2007. Man sieht, dass es doch ziemlich warm war in der Woche.
Schneelage auf der Terrasse unseres Studios bei der Abfahrt am 17. März 2007. Man sieht, dass es doch ziemlich warm war in der Woche.

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GMD
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Beitrag von GMD »

Gadä ist der Dialektausdruck für ein Stadel.
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