Der Tag begann mit der Anfahrt aus Konstanz, Abfahrt 08:00h, Ankunft an meinem ersten Zielberg gegen 09:15
1. Kronberg
Der Kronberg ist ein schöner Aussichtsberg unmittelbar gegenüber dem Säntis.
http://www.kronberg.ch/
Es gibt von Jakobsbad aus eine Luftseilbahn bis auf 10m unterhalb des Gipfels auf 1.662m und oben zwei Schlepplifte:
Das Skigebiet war allerdings geschlossen, (Technische Revisionsarbeiten vom 19. März 07 - 20. April 07), ich weiß gar nicht, ob die überhaupt einen Betriebstag hatten, denn vor den Schneefällen letzte Woche war im Alpstein und Appenzellerland eigentlich null Schnee, den kompletten Winter lang.
Start der Tour, die entlang der Talabfahrt vom Gipfel entlangführt, war in Unterschwarz bei Gonten an den "Alpsteinblick"-Schleppliften (Talhöhe ca. 880m). Die hatten NULL Betriebstage, steht auch auf der HP:
http://www.skilifte-alpsteinblick.ch/
Mit der Wärme hab ich mich grob verschätzt, ich war eigentlich zu spät unterwegs. Anhand der Skikarte kann man sehen, dass die Tour zunächst im unteren Bereich an WNW-Hängen relativ steil entlang der Übungsschlepper verläuft, da war ein gerade noch tragender Harschdeckel vorhanden, ich brach aber trotzdem das ein oder andere Mal ein.
Später nach Querung einer Waldschneise verläuft die Route ab ca. hm 1.200 entlang des Gipfelgrates, vorbei an der malerischen St.Jakob Kapelle, dieser Hang war ONO-seitig und bereits ab 10:00 nur noch Sulz.
Gottlob waren da am WE wohl ein paar Winterwanderer und Tourengeher hoch, so dass ich mich auf ausgetretenen Pfaden bewegen konnte, bei der Talfahrt gab es aber eine Menge Schieberei in dieser Bobbahn und zwei wunderbare Bauchklatscher, als sich meine Skispitzen unvermittelt in den Sulz bohrten.
Mein Tourenski, ein K2 Super Stinx Telemark mit der 7tm Sicherheitstourenbindung war allerdings auch nicht gerade der geeignete Ski für diese Verhältnisse. Mit einer Skibreite von lediglich 70mm unter den Schuhen ist das eher ein Pisten und Buckelpistentelemarkski, denn ein Tourenski, aber ich hatte das Teil günstig im Internet geschossen und Spaß machte es allemal, den Großteil der Strecke bin ich „klassisch“ abgefahren, Rücklage und Hacken auf den Platten. Im Telemark-Styl verbuchte ich die zwei Bauchklatscher, deshalb gab ich diese Fortbewegungsart schnell auf.
Daten:
Start: Unterschwarz 880m
Ziel: Kronberg Gipfel 1.662m
HU: knapp 800m
Länge: ca. 8km
Aufstiegszeit: ca. 2:15h inkl. Pausen und Fotos
Abfahrtszeit: ca. 15min
Bilder dieser ersten Tour, ich hab leider keine eigene HP, deshalb muss ich die als Thumbs einbauen
Blick auf den Kronberg vom Parkplatz an den „Alpsteinblick“-Liften
Talstation der Schlepper
Ein wunderbarer Spätwintermorgen, die „Piste“ an den Schleppern
Bergstation der Schlepper
Schleppergehänge
So ging es ab den Schleppern weiter fast bis zum Gipfel, meine „Bobbahn“
Ein Blick rüber zu meinem zweiten Zielberg, der Ebenalp
Eine überraschende Begegnung
So soll Winter aussehen, im Hintergrund der Säntis
Blick zurück vom Gipfelgrat auf die Allgäuer Alpen jenseits des Bodensees
Gipfelschlepper (Doppelmayer Tellerlift)
Blick über die Vorberge Richtung Bodensee, der noch im Frühdunst liegt
Meine treuen Begleiter am Gipfel
Nachdem ich gegen 12:30 wieder unten war bin ich zum Startpunkt der zweiten Tour nach Schwende gefahren.
Da gibt’s einen kurzen Doppelmayer Schlepper (sogar mit Flutlicht), aber auch der war wohl nicht einen Tag in Betrieb.
Der Aufstieg erfolgte auch hier entlang der Talabfahrt. Mein Ziel war Klus (eigentlich Chlus) auf 1.726m, von da erhoffte ich mir einen schönen Blick auf den Seealpsee und Säntis und Altmann, die beiden Paradegipfel des Alpstein.
Die Talabfahrt war leidlich präpariert, unterhalb der beiden Gipfelschlepper war es allerdings teils aper und verdammt steinig. Da ich das beim Aufstieg sehen konnte, hab ich die übelsten Macken in den Ski vermeiden können, etliche Skifahrer, die an mir vorbeikamen, rauschten voll über nur leicht überschneite Steine, „KRRXXX“!
Da der Aufstieg entlang einer präparierten Piste erfolgte ging es hier zügiger zuwege, als am Kronberg, nach ca. 2h war ich oben, aber leider konnte ich die letzten 50hm nicht angehen, da eine Pistenraupe mit Seilwinde den Gipfelhang präparierte und ich da nicht dazwischen wollte, eine Alternative konnte ich nicht erkennen, so begnügte ich mich damit, auf der Piste zu jausen und dann die schöne Talfahrt (diesmal größtenteils "telemarkig") anzugehen, nach ca. 1.600hm in den Beinen war ich um die letzten 50hm auch nicht böse und ich war schon so oft am Säntis, dass ich den Blick auswendig kenne.
Daten:
Start: Schwende 850m
Ziel: Chlus Gipfel 1.726m (erreicht ca. 1.670m)
HU: knapp 800m
Länge: ca. 6km
Aufstiegszeit: ca. 2:00h inkl. Pausen und Fotos
Abfahrtszeit: ca. 15min
Bilder der zweiten Tour:
Kirche in Schwende am Start der zweiten Tour
Der Flutlicht-Talschlepper in Schwende
Seilbahn auf die Ebenalp von Wasserauen vor dem Alpsteinmassiv
Der Hohe Kasten
Die Talabfahrt
Talstation Gartenwald-Ebenalp Schlepplift
Der Chlus-Schlepper
Blick von knapp unterhalb Chlus zurück Richtung Bodensee und Aufstiegsroute
Mein „Gipfelverhinderer“ im Einsatz