Wintertourismus am Tegernsee

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MartinWest
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Wintertourismus am Tegernsee

Beitrag von MartinWest »

Wintertourismus am Tegernsee: Die Analyse einer Studentin
Stefanie Schmid bekommt Bestnote für ihre Diplomarbeit
Tegernseer Tal – Schon als Kind war Stefanie Schmid vom Tegernseer Tal fasziniert. Von der Kombination aus See und Bergen. Von der ländlichen Gegend. Was die gebürtige Regensburgerin früher mit Kinderaugen betrachtet und bestaunt hat, nahm sie Jahre später ganz genau und kritisch unter die Lupe: Die heute 29-Jährige schrieb ihre Diplomarbeit zu dem Thema „Wintertourismus im Tegernseer Tal“ – und bekam für ihre messerscharfe Analyse eine glatte Eins.


von Gabi Werner

Tourismus Management nennt sich der Studiengang, den Stefanie Schmid an der FH München absolviert hat. Vor der Theorie aber stand für die junge Frau die Praxis: Nach dem Abitur ließ sie sich im Hotel Bachmair am See in Rottach-Egern zunächst zur Hotelfachfrau ausbilden, danach arbeitete sie im Seehotel Überfahrt, ehe die Touristikerin im Oktober 2002 ihr Studium begann. Dass sich Stefanie Schmid in ihrer Diplomarbeit mit dem Tegernseer Tal beschäftigt hat, lag nahe. Doch warum ausgerechnet der Wintertourismus ? „Gerade weil der im Tegernseer Tal eine eher untergeordnete Rolle spielt, wollte ich dessen Potential erforschen“, erklärt Schmid, die heute in München lebt. Fünf Monate lang hat die Studentin an der Arbeit geschrieben, Gäste befragt, recherchiert und geforscht. Eine große Hilfe war ihr dabei die Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT). „Wir haben die ganzen Zahlen und Statistiken rausgesucht“, berichtet TTT-Mitarbeiterin Sandra Weiß. Auch sie findet das Thema der Arbeit „sehr spannend“. Der Wintertourismus sei im Tal bislang vernachlässigt worden – das müsse man jetzt ausmerzen.

Ruhe und Erholung an vorderster Stelle

Dass am Tegernsee der Wintertourismus durchaus eine Zukunft hat, zeigt Stefanie Schmid in ihrer rund 200 Seiten umfassenden Analyse deutlich auf, belegt von unzähligen Daten.

Ab Mitte der 90er-Jahre begann der Tourismus im Tegernseer Tal zu „schwächeln“. Deshalb sei es heute notwendiger denn je, das Tal als Ganzjahresdestination zu positionieren, schreibt die Münchnerin in ihrer Einführung. Sodann schildert sie die zahlreichen Möglichkeiten für Gäste, den Winter im Tegernseer Tal zu erleben. Neben den Skigebieten, allen voran der Suttenabfahrt mit ihrer Verbindung zum Spitzingsee, und dem etwa 100 Kilometer umfassenden Loipen-Netz für Langläufer hat Schmid viele weitere Attraktionen entdeckt: geführte Schneeschuhwanderungen, romantische Pferdeschlittenfahrten, Schlittschuhlaufen, Eisstockschießen und nicht zuletzt das Rodeln am Wallberg. Dass die Urlauber vor allem das ruhige Angebot zu schätzen wissen, hat eine Gäste-Befragung der 29-Jährigen ergeben: „Die Hauptmotivation, einen Winteraufenthalt im Tegernseer Tal zu verbringen, stellt für 75 Prozent der Gäste der Aspekt Erholung, Entspannung, Ruhe dar.“ Als weitere Beweggründe folgen die schöne Landschaft, die Berge und die Natur. Bei den weniger gefragten „schneeabhängigen Aktivitäten“ steht das Skifahren in der Gunst der Gäste an oberster Stelle. Die Verfasserin kommt schließlich zu dem Fazit: Das Potential für den Wintertourismus im Tal sei gerade hinsichtlich alternativer Winterangebote nicht schlecht, „sondern nur zu wenig präsent“. Die Stärken müssten daher benannt und ein klares Profil erarbeitet werden.

K Interessierte können die Studie von Stefanie Schmid gegen eine Schutzgebühr direkt bei der Verfasserin unter der E-Mail-Adresse stefa nie.schmid77@web.de bestellen.
Quelle
http://www.merkur-online.de/regionen/mi ... 83914.html

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