Skitourismus droht das Aus
12. September 2006
Klimaexperten sehen schwarz für die Zukunft des Skitourismus in Salzburg. Die Schneefälle in den Skiorten dürften sich halbieren.
anton kaindlneukirchen (SN). Experten sehen für die Zukunft des Skitourismus in Salzburg schwarz. Das ist der Tenor bei einem Treffen internationaler Klimaforscher zum Thema Klimawandel und Naturgefahren, das derzeit in Neukirchen stattfindet.
"Für die Alpenregion zeigen die Szenarien eine Zunahme der durchschnittlichen Temperatur zwischen drei und 4,5 Grad bis zum Jahr 2100", sagte Daniela Jacob vom Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg. In Gebieten um 1000 Meter Seehöhe - dort liegen die meisten Salzburger Skiorte - werde sich die Menge der Schneefälle möglicherweise halbieren.
Zwar investieren die Bergbahnen immer mehr Geld in die künstliche Beschneiung, aber dieser sind technische Grenzen gesetzt, weil sie eine Temperatur von unter minus fünf Grad erfordert. Zudem sind Kunstschneepisten bei den Gästen unbeliebt. "Bei Umfragen haben 80 bis 90 Prozent der Skifahrer angegeben, dass sie Kunstschnee ablehnen", sagte Ulrike Pröbstl, die sich an der Wiener Universität für Bodenkultur mit dem Thema Landschaft und Erholung auseinander setzt.
"Es gibt Stimmen im Tourismus, die glauben, es gebe keine Probleme, so lange das Angebot stimme", sagte Pröbstl. "Aber 80 Prozent entscheiden sich wegen der Landschaft für ein Urlaubsziel. Nieselregen und ein Schneeband in braunen Wiesen sind nicht das, was sie wollen. Dann werden gutes Essen und ein Wellnessangebot nicht mehr reichen." Als einzige Lösung sieht sie das Zurück zum Sommertourismus.
Franz Maier, Geschäftsführer des Umweltdachverbands, der die Tagung in Neukirchen veranstaltet, hält es angesichts dieser Prognosen für sinnlos noch in Skigebiete unter 1500 Metern Seehöhe zu investieren. "Im Tourismus muss sich unheimlich viel tun", sagte Sepp Friedhuber, Alpinreferent der Naturfreunde. "Es gibt keine Rettung mehr für das Klima. Wer Versprechungen macht, ist fahrlässig. Wir müssen uns vorbereiten."
Friedhuber berichtete, dass es auch im Sommer Probleme gebe. Viele Wanderwege und Hütten seien wegen des Anstiegs der Permafrostgrenze durch Felsstürze gefährdet. Vereine wie die Naturfreunde, die für den Erhalt vieler Wege und Hütten sorgten, seien finanziell ausgeblutet. "Für uns wird es auch immer schwieriger Freiwillige für die Arbeiten zu finden", so der Alpinreferent.
Kritik an Ausbau auf dem Gletscher Einen Ausbau der Gletscherskigebiete wie am Weißsee bei Uttendorf lehnen die Experten ab. Dort wird derzeit in 2300 Metern Höhe mit Baggern ein Kanal gegraben. Neue Pisten sind geplant. "Bei einer Exkursion zum Weißsee zeigten sich die Teilnehmer über die Baumaßnahmen erschüttert", sagte Franz Maier vom Umweltdachverband. "Dieses Gebiet wird wegen der Lage nie zu einem Familienskigebiet und es ist wirtschaftlich kein Heilmittel."
Auch die Salzburger Grünen hatten die Baumaßnahmen bereits heftig kritisiert. Ulrike Pröbstl meinte, dass die Erschließung angesichts des Gletscherschwunds nur kurzfristig Wirkung zeige.
© SN.
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Jay
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Re: Skitourismus droht das Aus
Ich wag mal zu behaupten, dass mindestens 30% aller Skifahrer keinen Unterschied zwischen Kunstschnee und natürlichem Schnee merken, so dass mir diese Umfrage nicht viel sagt."Bei Umfragen haben 80 bis 90 Prozent der Skifahrer angegeben, dass sie Kunstschnee ablehnen.
Andererseits lassen sich die wissenschaftlichen Studien nicht wegdiskutieren. Ausserdem, da bin ich mir sicher, wird es bestimmt bis 2100 zahlreiche Lösung geben. Neue Techniken erlauben dann vielleicht die Herstellung von Kunstschnee bei wärmeren Temperaturen etc...
Ausserdem sind Langzeitprognosen beim Wetter immer mit Vorsicht zu genießen. Die Wissenschaft ist sich ja noch nicht mal einig darüber, ob die derzeitigen Wetterveränderungen vom Mensch verursacht oder natürliche Hintergründe haben. Das Problem ist, dass es verlässlich Wetteraufzeichnungen erst seit vergangenem Jahrhundert gibt.
Auch wenn das für die jüngere Generation kein Trost ist: 2100 werde ich vermutlich nicht mehr auf Alpinskiern stehen. Vielleicht mache ich mit meinen 126 Lenzen dann ja Langlauf. Selbstverstänlich in entsprechenden Höhenlagen...
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Aber trotzdem:
Mit diesem Satz beweisen die Herrschaften nur, das sie 20 Jahre technischer Entwicklung verschlafen haben und diese Phrase, der in den 80ern technisch gesehen ganz korrekt war, wie Papagaien immer wieder wiederholen. Ich glaube im Hause TechnoAlpin würde man darüber nur lachen...künstliche Beschneiung, aber dieser sind technische Grenzen gesetzt, weil sie eine Temperatur von unter minus fünf Grad erfordert
Mit diesen beiden Sätzen haben sich die Typen in meinen Augen selbst diskreditiert bzw. bewiesen, das sie nicht wissen, wovon sie reden - wo um Himmels Willen ist am Weißsee ein Gletscherskigebiet?! Und was haben die aktuellen Baumassnahmen in diesem Skigebiet, im Gebiet das seit menschengedenken gletscherfrei ist, mit Gletscherschwund zu tun?Einen Ausbau der Gletscherskigebiete wie am Weißsee bei Uttendorf (...) Ulrike Pröbstl meinte, dass die Erschließung angesichts des Gletscherschwunds nur kurzfristig Wirkung zeige.
Ja klar, deshalb fahren auch 80 bis 90 Prozent der skifahrer jedes Jahr in Skigebiete mit gut ausgebauter SchneeanlageBei Umfragen haben 80 bis 90 Prozent der Skifahrer angegeben, dass sie Kunstschnee ablehnen
Aber:...hält es angesichts dieser Prognosen für sinnlos noch in Skigebiete unter 1500 Metern Seehöhe zu investieren
Konsequent ist diese Haltung meiner 'Freunde' aber nicht, oder?Kritik an Ausbau auf dem Gletscher
Der Pädagoge in mir sagt zu diesem Artikel:
Note: ungenügend
Grund: schlecht recherchiert, wiedersprüchliche Aussagen, Unwahrheiten.
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Darin sehe ich kein Widerspruch. Der 08/15 Skifahrer will zwar Schneesicherheit, aber wie diese zustande kommt blendet er gerne aus. Solange die Umgebung (Berge, Dörfer etc.) der Pisten auch weiss ist, denken die meisten Menschen, dass sie auf Naturschnee unterwegs sind! Erst wenn sich ein weisses Band durch grüne Wiesen schlängelt, werden sie misstrauisch.miki hat geschrieben:Ja klar, deshalb fahren auch 80 bis 90 Prozent der skifahrer jedes Jahr in Skigebiete mit gut ausgebauter SchneeanlageBei Umfragen haben 80 bis 90 Prozent der Skifahrer angegeben, dass sie Kunstschnee ablehnen.
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ja und nein... also die Studien die ich kenne, die sagen zwar aus, dass die meisten Skifahrer nicht auf einem weissen Band durch eine grüne Landschaft fahren möchten. Aber trotzdem spielt das Vorhandensein einer Beschneiungsanlage einen wichtigen Faktor bei der Entscheidung für ein Skigebiet.GMD hat geschrieben: Darin sehe ich kein Widerspruch. Der 08/15 Skifahrer will zwar Schneesicherheit, aber wie diese zustande kommt blendet er gerne aus. Solange die Umgebung (Berge, Dörfer etc.) der Pisten auch weiss ist, denken die meisten Menschen, dass sie auf Naturschnee unterwegs sind! Erst wenn sich ein weisses Band durch grüne Wiesen schlängelt, werden sie misstrauisch.
Der Bericht ist mal wieder total arm... sind die Salzubrger Nachrichten eine renomierte Zeitung? Die haben ja gar keine Ahnung... davon aber eine Menge.
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@starli: Genau das ist der Grund, warum Klimafolgenforscher und Touristikernicht zusammenkommen (obwohl es nötig wäre), weil die einen von 100 Jahren reden und die anderen kalkulieren bestenfalls in 20 Jahres-Schritten.
Aber schimpft bitte nicht so auf die Wissenschaftler wenn sie in Artikeln von Regionalkäseblättern zitiert werden, da wird von den Reportern vieles nicht verstanden, falsch interpretiert usw.
Der Zusammenhang Weißsee und Gletscherskigebiet ist sicher auch auf dem Mist des Reporters gewachsen, wobei er sich allerdings in seinem eigenen Land schon etwas besser auskennen sollte...
Aber schimpft bitte nicht so auf die Wissenschaftler wenn sie in Artikeln von Regionalkäseblättern zitiert werden, da wird von den Reportern vieles nicht verstanden, falsch interpretiert usw.
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Re: Skitourismus droht das Aus
"Umfragen sagen" ist immer noch die beste Begründung für eigene Behauptungen beliebiger Art"Bei Umfragen haben 80 bis 90 Prozent der Skifahrer angegeben, dass sie Kunstschnee ablehnen", sagte Ulrike Pröbstl, die sich an der Wiener Universität für Bodenkultur mit dem Thema Landschaft und Erholung auseinander setzt.
Dove vai senza sci?
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Also schimpfen auf die Wissenschaftler mag ich garnicht, ich hoffe nur das diese falsch liegen. Aber was mich einfach aufregt, sind Artikel in Zeitungen oder sonstwo, die über etwas berichten und man gleich merkt (wenn man halt die Thematik bissl kennt) das der Reporter keine Ahnung hat. Ich erwarte von einem Journalisten das er sich mit der Thematik gescheit auseinandersetzt und nicht einfach irgendwas schreibt, damit er seinen Artikel fertig kriegt. Dieser wird dann von zig Leuten gelesen, die sich mit der Thematik ebenfalls nicht auskennen, dann aber meinen Bescheid zu wissen, weil es stand ja in der Zeitung...Bogner hat geschrieben: Aber schimpft bitte nicht so auf die Wissenschaftler wenn sie in Artikeln von Regionalkäseblättern zitiert werden, da wird von den Reportern vieles nicht verstanden, falsch interpretiert usw.
Der Zusammenhang Weißsee und Gletscherskigebiet ist sicher auch auf dem Mist des Reporters gewachsen, wobei er sich allerdings in seinem eigenen Land schon etwas besser auskennen sollte...
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andererseits will ich nicht das gemecker der leute hören, die aufgrund fehlenden schnees z.b wegen einer plötzlichen wärmeperiode im winter, nicht skifahren können... die meisten denen das passieren würde, würden danach sagen: dieser ort ist nicht schneesicher, da komme ich nicht mehr her! Um dies zu umgehen, wird eben nunmal beschneit, außerdem wäre die saison ohne beschneiung auch nicht immer bis ostern möglich. Eine Skisaison bis ostern können nur die orte mit ziemlicher sicherheit anbieten, die entweder wirklich hoch oben liegen, oder die orte, die ein beschneiungssystem haben. und da auch an ostern (z.b. dieses jahr mitte / ende april) noch viele leute skifahren gehen wollen, unterstützen sie ja eigentlich die produktion von kunstschnee. was dem skifahrer auch noch zu gute kommt, bei einer längeren skisaison, ist, dass sich nicht alles nur auf die faschings oder winterferien konzentriert.
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Quelle:ISRSchluss mit der Panikmache!
Wie lange werden wir noch Skifahren können? Was ist an den Horrorszenarien dran, die immer öfter in den Medien gezeichnet werden?
Können wir den prognostizierten Temperaturanstieg noch verhindern und welche Auswirkungen wird er auf die Seilbahnindustrie haben? Die ISR hat Dr.Reinhard Böhm von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik dazu befragt.
Die gute Nachricht vorweg. Die Frage, wie lange wir noch Skifahren können, beantwortete Dr. Reinhard Böhm mit „Immer“. Allerdings fügte er sofort hinzu: „Sie dürfen mich jetzt nicht fragen wo genau“. Zum jetzigen Zeitpunkt kann das niemand genau sagen. Um genaue Prognosen für einzelne Gebiete zu erstellen, müsste man die globalen Modelle, die man jetzt hat, kleinräumig auf Österreich anwenden. Dazu läuft zur Zeit ein Pilotprojekt in Schladming. Dort wird von Meteorologen in Zusammenarbeit mit der Seilbahnwirtschaft das Gebiet genau unter die Lupe genommen. Voraussagen für künftige Winter in Österreich können nie einheitlich sein. Man müsste sich das jeweilige Gebiet Punkt für Punkt, Hang für Hang, genau anschauen. Es ist nicht egal, um welchen Hang es sich handelt, ob er in der Sonne oder im Schatten liegt. Es ist auch nicht dasselbe, ob der Hang in der Steiermark ist oder in Vorarlberg. So ist Vorarlberg z. B. viel offener gegenüber Westwettereinbrüchen als das Gebiet um Schladming. Schladming befindet sich eher in geschützter Lage. Dafür gibt es in Schladming viel weniger Temperaturprobleme. Andererseits wissen wir, dass der Schnee nicht nur aus Temperatur besteht, sondern auch aus Niederschlag, und da haben die Vorarlberger wieder die Nase vorne, da alle Vorhersagemodelle mehr Niederschläge für das westliche Bundesland voraussagen. Dieses Gedankenspiel veranschaulicht die Problematik für punktgenaue Vorhersagen.
Vorsichtige Prognose
Wenn man für den Winterfremdenverkehr Voraussagen treffen möchte, muss man daher sehr vorsichtig sein. Redet man von den nächsten zehn Jahren, oder sind es die nächsten 30 Jahre, oder die nächsten 100 Jahre. Das ist ein großer Unterschied. Langfristig gesehen laufen wir sogar auf eine neue Eiszeit zu, aber bis dahin wird es noch mehrere 1000 Jahre dauern. Laut Böhm haben wir den Höhepunkt der Wärmezeit eigentlich schon vor ein paar tausend Jahren überschritten und befinden uns jetzt am Weg in die nächste Eiszeit. Das Problem ist jedoch, dass die Menschheit auf diese lang- fristig gesehen nach unten laufende Temperaturkurve einen „Hügel darauf gemacht hat“. Dieser Hügel wird uns 200 bis 300 Jahre erhalten bleiben und dürfte auch noch weiter wachsen. Dann wird es 100 bis 200 Jahre dauern, bis sich unsere Atmosphäre wieder erholt hat. Glaubt man den aktuellen Studien, haben wir im Nordwesten einen Trend zu mehr Niederschlag und daher auch mehr Schneefälle. Später werden allerdings die inneralpinen und eher abgeschlossenen Skigebiete, wo die Warmwettereinbrüche nicht so rein können, wieder im Vorteil sein, weil es dort auf Grund tieferer Temperaturen die besseren Bedingungen für künstliche Beschneiung geben wird.
Vorkehrungen
Dass es zu einer Erwärmung kommen wird, ist mittlerweile wissenschaftlich belegt und daher nicht von der Hand zu weisen (Abb. 1). In diesem Kontext wies Böhm darauf hin, dass weniger der Niederschlag zu einem Problem für die Seilbahner werden dürfte, sondern die Frage der Temperatur. Es wird sich in Zukunft häufiger die Frage stellen, ob es für eine künstliche Beschneiung kalt genug ist. Böhm empfiehlt daher den Seilbahnern, sich auf eine größere Variabilität der kommenden Winter einzustellen. „Die letzten beiden Winter waren geradezu ein Lehrbeispiel“, so Böhm. Diese Variabilität ist nicht nur zeitlich, sondern auch räumlich zu sehen. Es wird daher in der Zukunft immer wieder Verlierer, aber auch Gewinner geben. Man sollte auch nicht zu pessimistisch sein. So hat sich gezeigt, dass sich hinsichtlich des Gesamtniederschlags in den letzen 200 Jahren in höheren Lagen eher wenig getan hat. Hier ergab das Ergebnis einer Untersuchung sogar, dass der Schnee über 1500 m eher mehr wird (Abb. 2). Stärker waren die Auswirkungen der Erderwärmung im Tal. Allerdings stimmt nicht, dass wir mittlerweile nur halb soviel Schnee haben, wie von vielen behauptet wird, sondern wir sprechen hier von einem Rückgang von ca. 10% in den letzen 100 Jahren. „Stärker wird dieser Trend in den nächsten 100 Jahren schon sein. Weil die Erwärmung mit zwei bis drei Grad größer ist als vorher“, gibt Böhm zu bedenken, fügt jedoch hinzu: „Alles was sie hören, dass es in 50 bis 100 Jahren keinen Schnee mehr gibt, ist schon sehr fragwürdig. Es wird nicht keinen Schnee geben, aber es wird weniger geben“. Abgesehen davon zeigen ja auch Studien, dass der Schnee über 1500 m sogar mehr wird.
35 Szenarien
Genaue Voraussagen sind auch deshalb für Meteorologen so schwierig, weil die Klimaveränderung von mehreren Faktoren abhängig ist. Die entscheidende Frage ist, wie die Welt sich in Zukunft wirtschaftlich, bevölkerungsmäßig und politisch entwickeln wird. So wächst zur Zeit Chinas und Indiens Wirtschaft mit enormer Geschwindigkeit. Dieses Wachstum wirkt sich wiederum auf die Umwelt aus. Daher kommt auch die große Spannungsbreite der zu erwartenden Erderwärmung von 1,5 bis 5,5°C her, die uns von Meteorologen immer wieder genannt werden. Es gibt mittlerweile 35 verschiedene Szenarien. Man arbeitet hier mit einem Programm, über welches man beispielsweise das CO2 „rauf und runter drehen“ kann. Dann kann man auch Szenarien simulieren, die einen Rückgang der Erdbevölkerung bis zum Jahr 2050 berücksichtigen. So kommt es dann zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen.
The Day After Tomorrow
Ein Beispiel für die übertriebene Panikmache sind die abstrusen Gedankenspiele über das Abschmelzen Grönlands und ein damit verbundenes extremes Ansteigen des Meeresspiegels. Es ist richtig, dass es in Grönland wärmer geworden ist, und es ist richtig, dass das Eis schmilzt. Allerdings sollte man sich auch den Zeitverlauf anschauen. Das Eis schmilzt kontinuierlich und langsam. Es würde daher noch mindestens 2000 Jahre, wenn nicht 3000 Jahre dauern, bis Grön-
land abgeschmolzen ist. Wenn man sich nun überlegt, dass die Erderwärmung noch 200 bis 300 Jahre weitergeht, Grönland jedoch, grob vereinfacht, 3000 Jahre brauchen würde, um abzuschmelzen, „dann brauche ich mir eigentlich bezüglich des Meeresspiegelanstiegs mit Grönland keine Sorgen zu machen, als logisch denkender Mensch. Das ist nicht zu erwarten, dieses ‘The Day After Tomorrow‘ und die ganze Panikmache“, so Böhm.
Christian Amtmann
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Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
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Naja...also die Lifte in Hopfgarten.......so ein paar Jahre gehen die doch noch...sind ja nur noch....93 Jahre für den ESL Hohe Salve 2(3).starli hat geschrieben:Ich wage mal die Prognose, daß im Jahr 2100 keiner der jetzt existierenden Lift mehr fahren wird..
.. wieso sollte man dann also jetzt schon auf Investitionen in Skigebieten verzichten?
Also mich nerven diese Naturschutzidioten auch langsam.....huhuhu....kunstschnee....böse Ausbaupläne....huhuhu...weniger Mitglieder....aber den Alpintourismus verteufeln....huhuhu....und dann mit den grossen Spritfressern zurück in die Grossstadt, und den Alpenbewohnern den eigenen Neuen Lebensstil aufdrängen wollen....
Andererseits: Leute in ein paar Millionen/Milliarden Jahren verschlingt uns eh die Sonne....wozu jetzt noch Kunstschneepisten bauen? Dann kann ja eh keiner mehr Skifahren.
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Naja ob Naturschützer Idioten sind, sei mal dahin gestellt. Ohne Natürschützer würde es auf der Welt sicher anders - und nicht besser aussehen.
Was beim Skitourismus passiert, ist, dass hier mit unterschiedlichen Zeithorizonten, argumentiert wird. Klar sagen die Naturschützer, dass in 100 Jahren es nur noch in den Hochlagen gehen sollte. Was sicher auch nicht falsch sein wird. Aber was die Naturschützer nicht berücksichtigen ist, dass es in hundert Jahren dann auch eine andere Vergetation und Tierwelt geben wird, obwohl ja der Status Quo unbedingt geschützt werden muss. Naturschützer wollen viel zu sehr bewahren anstatt weiter entwickeln. Aber in hundert Jahren steht doch ehh keine der derzeitigen 6KSBs mehr. Auch ist die Beschneiungsanlage in hundert Jahren auch längst hinüber.
Aber diese Veränderungen interessiert die Skiunternehmen, wie auch die Skitouristen nicht.
Aber da der Skitoursimus eine Industrie ist, wird es sicher eine Antwort drauf geben. Ganz anders als die Naturschützer denken die Skigebiete. Das sind Wirtschaftsunternehmen, welche maximal 10/15 Jahre weit planen. Auch sollten sich die Anlagen innerhalb dieser Zeit längst amortisiert haben. Da der Klimawandel eine schleichende Sache ist, werden die Liftanlagen so langsam immer höher gebaut werden, und unten abgebaut werden. Nach 10/20 Jahren sieht man dann dort unten aufgrund des Dschungelklimas dann sowieso schnell keine Reste mehr. Sieht man ja heute schon an den LSAP'S.
Alle sagen, dass in 100 Jahren das Klima 2-4 Grad im Durchschnitt wärmer ist. Was bedeutet, dass in 50 Jahren es 1-2 Grad wärmer ist. In 25 Jahren sind es dann 0,5 bis 1 Grad. Und deswegen soll ab morgen keine Skibetrieb mehr sinnvoll sein?!?
Wenn in den Alpen keine Amortisierung aufgrund des Klimas mehr möglich sein wird, dann werden die Unternehmen, sofern möglich, weiterziehen - im Ural (mein heisser Tip für neue Skigebiete - nach Malle fliegt man doch auch in den Urlaub - warum nicht auch nach Sibieren?!?), Norwegen oder wo auch immer wird auch in Hundert Jahren noch Schnee liegen. Wenn in 25 Jahren des Klima in Sibirien um 0,5 bis 1 Grad wärmer wurde, ist es doch zum Skifahren immer noch viel zu kalt... Für die örtlichen tiroler, schweizer, oder was auch immer Unternehmen wird es teilweise das Ende bedeuten - bzw. den Schwenk auf Sommerbetrieb. Grundsätzlich lassen sich aber hier sinnvolle Prognosen ehh nicht machen.
Wer weiss, wie unser Wirtschaftssystem in Hundert Jahren aussehen wird? Was bis dahin passieren wird? Fragt mal die Zukunftsforscher. Man wird keine Antwort bekommen. Aber die Naturschützer, wissen Bescheid, was heute in den Skigebieten gemacht werden muss.
Auch wenn ich jetzt relativ negativ in dieser Frage über den Naturschutz geschrieben habe, denke ich trotzdem, dass der Natur auch Regionen ungeschützter Entwicklung bleiben sollen. Und dass insbesondere auf Altlasten verzichtet werden müssen. Ein nachhaltiges Handeln setzt voraus, dass auch die Altlasten im Griff sein müssen. Aber da gibt es weiss Gott wichtigere Probleme als ein paar Stahlmasten in der Landschaft (oder wie war das mit den Abfällen der Atomkraftwerke, Desertifikationen im Dschungel etc.).
Was mich aber heute wundert ist, dass die Naturschützer so auf die Anlagen gehen. Obwohl die doch sowieso reversibel und abbaubar sind, wie die LSAPs. Aber die Ökobilanz des Skitourismus ist doch viel mehr - wie sieht denn die CO2 Wirkung eines Skitages aus?
Was beim Skitourismus passiert, ist, dass hier mit unterschiedlichen Zeithorizonten, argumentiert wird. Klar sagen die Naturschützer, dass in 100 Jahren es nur noch in den Hochlagen gehen sollte. Was sicher auch nicht falsch sein wird. Aber was die Naturschützer nicht berücksichtigen ist, dass es in hundert Jahren dann auch eine andere Vergetation und Tierwelt geben wird, obwohl ja der Status Quo unbedingt geschützt werden muss. Naturschützer wollen viel zu sehr bewahren anstatt weiter entwickeln. Aber in hundert Jahren steht doch ehh keine der derzeitigen 6KSBs mehr. Auch ist die Beschneiungsanlage in hundert Jahren auch längst hinüber.
Aber diese Veränderungen interessiert die Skiunternehmen, wie auch die Skitouristen nicht.
Aber da der Skitoursimus eine Industrie ist, wird es sicher eine Antwort drauf geben. Ganz anders als die Naturschützer denken die Skigebiete. Das sind Wirtschaftsunternehmen, welche maximal 10/15 Jahre weit planen. Auch sollten sich die Anlagen innerhalb dieser Zeit längst amortisiert haben. Da der Klimawandel eine schleichende Sache ist, werden die Liftanlagen so langsam immer höher gebaut werden, und unten abgebaut werden. Nach 10/20 Jahren sieht man dann dort unten aufgrund des Dschungelklimas dann sowieso schnell keine Reste mehr. Sieht man ja heute schon an den LSAP'S.
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Auch wenn ich jetzt relativ negativ in dieser Frage über den Naturschutz geschrieben habe, denke ich trotzdem, dass der Natur auch Regionen ungeschützter Entwicklung bleiben sollen. Und dass insbesondere auf Altlasten verzichtet werden müssen. Ein nachhaltiges Handeln setzt voraus, dass auch die Altlasten im Griff sein müssen. Aber da gibt es weiss Gott wichtigere Probleme als ein paar Stahlmasten in der Landschaft (oder wie war das mit den Abfällen der Atomkraftwerke, Desertifikationen im Dschungel etc.).
Was mich aber heute wundert ist, dass die Naturschützer so auf die Anlagen gehen. Obwohl die doch sowieso reversibel und abbaubar sind, wie die LSAPs. Aber die Ökobilanz des Skitourismus ist doch viel mehr - wie sieht denn die CO2 Wirkung eines Skitages aus?
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Ich meinte auch nicht alle Naturschützer. Ich selber trete sehr für Naturschutz ein, aber bei diesen Hanseln, die ständig jedes Skigebiet als Klimakiller bezeichnen, raste ich langsam aus. Da gibts viel grössere Klimakiller, die aber wohl nicht ganz so Werbewirksam bekämpft werden können.
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Quelle: ORFKLIMA-ERWÄRMUNG: Ein Drittel der Skigebiete muss umsatteln
Wenn sich die Durchschnittstemperatur in Österreich um ein Grad erhöht, muss gut ein Drittel der Wintersportorte umsatteln. Diese Aussicht kommt vom Wirtschaftsforschungsinstitut WIFO.
Dramatische Folgen erwartet
Die UNO-Klimaforscher haben erst am Freitag ein düsteres Bild der Zukunft gezeichnet: Um die Erderwärmung einigermaßen in den Griff zu bekommen, müsste der Ausstoß von Treibhausgasen wie CO2 bis 2015 drastisch reduziert werden.
Vor allem für den heimischen Wintertourismus - die Melkkuh des heimischen Fremdenverkehrs - dürfte der Klimawandel dramatische Folgen haben.
Ein Grad plus - Ein Drittel der Skigebiet weg
"Falls sich die Temperatur in Österreich um ein Grad erhöht, so verliert Österreich - glaube ich - 30 bis 40 Prozent seiner Skigebiete", sagt der Tourismusexperte des Wirtschaftsforschungsinstituts WIFO, Egon Smeral, "Der Wintertourismus findet dann nur mehr in weniger Skigebieten statt, die höher gelegen sind."
Minister sieht Lage weniger dramatisch
Niedriger gelegene Skigebiete müssten umsatteln - unter dem Motto "Apres Wandern" statt "Apres Ski"
Tourismusminister Martin Bartenstein (ÖVP) sieht die Lage weniger dramatisch: "Man soll den heurigen sehr schneearmen Winter nicht als Beispiel für alles nehmen. Das wäre sicherlich falsch, das ist sicherlich ein Ausreißer gewesen."
Für den Minister ist dennoch klar: "Wir müssen damit rechnen, dass bis zum Ende des Jahrhunderts - selbst wenn wir in Europa alles mögliche gegen den Klimawandel unternehmen - trotzdem die Temperaturen um zwei Grad Celsius steigen würden. Und das hätte erheblichste Auswirkungen auf den Wintertourismus."
Kanada - 29.01.2017 bis 10.02.2017
Du kannst Dir Glück nicht kaufen. Aber Du kannst skifahren gehen und das ist ziemlich dasselbe!
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